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Ortsverband Siebengebirge (G25)

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EME und EIE für jedermann mit dem Graves-Radar

in Bearbeitung

 

Als etwas unterbelichteter EME-Möchtegern (zumindest was meine Erde-Mond-Erde-Ausstattung angeht) ärgere ich mich mimmer wieder, dass ich oft Stationen in WSJT noch nicht mal sehen kann, die von anderen besser ausgerüsteten OMs aber noch empfangen werden können. Ich denke dann oft, ist denn meine Antenne oder Vorverstärker kaputt? Es ist in der Tat frustierend, tagelang keine einzige Station dekodiert zu haben, insbesondere wenn die EME-Bedingungen schlecht sind und/oder keine Gegenstationen mit Super-Ausstattung auf dem Band sind. Der folgende Bericht is somit sicherlich auch interessant für totale EME-Einsteiger mit minimalem Geräte- und Antennenaufwand.

Um bei Nicht-Empfang von EME-Signalen Frust abzumildern, kann man EME aber auch mit anderen Mitteln zumindest empfangen, auch mit geringem Antennenaufwand und ohne Vorverstärker, ggf. sogar manschmal auch mit simpler 2m-Vertikal-Antenne. Graves macht's möglich. Da gibt es das Radar-System Graves in der Nähe von Dijon in Frankreich, das mit phasengesteuerten Richtantennen auf der Frequenz 143,050 MHz den Himmel abtastet, und mit einer zweiten Empfangsstation in Südfrankreich die Echos dieser Aussendungen empfängt. Letztere werden da ausgewertet, und aus den Echos bzw. Laufzeitverzögerungen können die Wissenschaftler die Position und Geschwindigkeit von Satelliten, Raumstationen und von Weltrauschrott präzise bestimmen und daraus Keplerdaten dieser Objekte generieren. Weitere interessante Details über die Funktionsweise beschreibt PE1ITR hier in seinem PDF-Dokument.

Unser Glück ist, dass Graves direkt unterhalb des 2m-Bandes auf 143.050 MHz sendet. Somit können wir unser normales Amateurfunkgerät (mit Empfangsbereichwerweiterung) und auch 2m-Antennen fast ohne Effizienzeinbussen verwenden. Um den Ton hören zu können, muss man den Empfänger auf USB 143.049 MHz einstellen. Für den ersten Versuch sollte man die Richtantenne Richtung Dijon stellen, und das Signal über Tropo aufzeichnen. Es ist ein Ton mit wechselnder Lautstärke, die etwa alle 4 s mal etwas lauter bzw. leiser wird. In WSJT sieht man meistens ein etwa 50 Hz breites Signal anstatt des erwarteten Einzelton-Träger. Durch vielfältige Refelktionen, z.B. Tropo und Flugzeuge, wird der Träger mit unterschiedlichen Dopplerverschiebungen mehrmals dargestellt, siehe im Screenshot bei ca. 0 Skalenwert.

 

 

5GHz/6cm-Richtfunkstrecke DK5EC-DK0SG für die Breitbandanbindung vom OV-Heim G25

Die Breitband-Richtfunkstrecke auf 5,6 GHz bzw. 6 cm zwischen DK0SG und DK5EC wurde erfolgreich in Betrieb genommen.  Vorab werden in beiden folgenden Bildern die Link-Parameter mit Geländeschnitt sowie die Antenne auf Seite DK0SG gezeigt, die für diese Breitbandanbindung genutzt wurden. Was das mit Amateurfunk zu tun hat, könnt ihr hier diesem detaillierten Bericht von Karl, DK5EC, entnehmen.