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Ortsverband Hürth (G50)

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Besichtigung des Fernmeldemuseums Aachen am 11.02.2012

Fotos von Andreas Stéveaux (DF1ADM)

Am 11.02.2012 besuchten Mitglieder und Freunde des OV Hürth (G50) das Fernmeldemuseum Aachen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Herrn Manfred Hennig des Fernmeldemuseums Aachen für die kurzweilige und interessante Führung durch die Fernmeldegeschichte!

Die Mitglieder und Gäste des OV Hürth (G50) wurden sehr nett in die Geschichte der Fernmeldetechnik vom ehemaligen Telekom-Niederlassungsleiter, Herrn Manfred Hennig (rechts im Bild) eingeführt. Die erste Station der Führung durch das Fernmelde-Museum führt ins 19. Jahrhundert an einen Vermittlungstisch der Firma Telefonbau und Normalzeit aus den 1890er Jahren.
Die erste Demonstration der Ortsvermittlungstechnik aufbauend auf den Wählsystemen 22, 27 und 50 verdeutlicht den Aufwand, der schon frühzeitig für eine automatisierte Vermittlung von Gesprächen betrieben wurde.
Auch damals wurde eine Technik benötigt, die zur Identifikation von ungewünschten Anrufen durch Störer diente: die Fangeinrichtung. Hier mit einer durchsichtigen Frontplatte zur besseren Veranschaulichung. Sie ist voll funktionsfähig angebunden.
Die ist ein Fotoapparat zum Abfotografieren der Gebührenzähler. Jeweils 100 Zähler wurden auf einem Foto erfasst, welches dann manuell ausgewertet werden musste.
Die in der Ortsvermittlungstechnik benötigten Ruf- und Hörsignale wurden mit der Ruf- und Signalmaschine erzeugt. Der Rufwechselstrom von 25 Hz für den Ruf der Sprechstelle (Klingeln), sowie die Hörtöne von 450 Hz werden mit diesen Maschinen erzeugt. Zusätzlich werden über Nockenscheiben Kontaktsätze für die Ruf- und Signalisierungsintervalle in unterschiedlichen Zeitabständen betätigt
Für automatische Ansagedienste wurden die Texte aufgezeichnet und auf Magenplatten gespeichert.
In einem weiteren Bereich des Museums wir die Fernvermittlungstechnik am Fernwählsystem T 62 veranschaulicht.
Im Museums befasst sich ein Bereich mit der Linientechnik, also der Technik, die zur Anbindung der Teilnehmer an die Vermittlungsstelle notwendig war. Speziell bei Erdkabeln wird zur Vermeidung von Feuchtigkskeitseintritt und zur Überwachung auf Beschädigung mittels Druckluft ein Überdruck in der äußeren Ummantelung hergestellt. Hier auf dem Bild sieht man den Drucklufterzeuger und die Druckluftüberwachung.
Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es in einem Kabelverzeiger (den grauen Kästen am Straßenrand) aussieht, bekommt hier eine Vorstellung davon. In einem KVz werden die Hauptkabel auf die Verzweigungskabel rangiert.
Hier ist eine Ansammlung von verschiedenen Kabeltypen zu sehen, teilweise zur Demonstration der unterschiedlichen Lagen in schöne "Kabelbäume" aufgefächert.
Links sieht man die verschiedenen Kabeltypen, in der Mitte den Mast einer unisolierten Freileitung und rechts eine Auswahl an Endverzweigern für das Breitbandkabelnetz und eine Erdmuffe.
In dieser sogenannten Kesselmuffe wurden die Signale bei drahtgebundenen Fernverbindungen verstärkt. Im Gegensatz zur unterirdischen, begehbaren Verstärkertonne mit Einstiegsluke ist die Kesselmuffe wesentlich kleiner und mit transistorisierten Verstärkern ausgestattet.
Im Fernmelde-Museum gibt es auch einiges an Funktechnik zu bewundern. Neben diesem Funkgestell FM 300 eines analogen Richtfunksystems und den teilweise imposanten Mustern von HF-Leitungen gibt es auch noch Fernsehumsetzer und Technik der Funkfernsprechnetze A, B, C und D zu sehen.
Dieser Antennenmast trägt neben der Parabolantenne für die rauminterne Richtfunkstrecke auch die Antennen eines Fernsehfrequenzumsetzers und die Leiter zum Besteigen einschließlich Monteur.
Ein wichtiges Thema in der Entwicklung der Fernmeldetechnik ist natürlich auch die Fernschreibertechnik, der eine eigene Station mit vielen Fernschreibergeräten aus unterschiedlichen Generationen gewidmet ist.
Die Ausstattung eines Arbeitsplatzes der Fernsprechauskunft bestand früher hauptsächlich aus einem Kasten mit Mikroplanfilmen und dem zugehörgen Lesegerät.
Ein weiterer Arbeitsplatz diente in den Vermittlungsstellen der Wartung und Instandsetzung von Wählern.
Telefonhäuschen (FeH 53) mit einem Fernwahl-Münzfernsprecher (MünzFw 56). Das Schild "Nimm Rücksicht auf Wartende - Fasse dich kurz!" stammt aus der Zeit vor der Einführung des Zeittaktes in den 1980er Jahren.
Nach Abschluss der Besichtigung gab es in einem nahe gelegenen Möbelhaus eine Stärkung.