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Distrikt Rheinland-Pfalz (K)

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"Open Campus 2010" - OV Zweibrücken war dabei

DL6IP 18.05.10

Am Samstag dem 24.04.2010 fand bei “kaiserlichem Wetter” mit Mittagstemperaturen um die 24°C, unser erster diesjähriger Field Day anlässlich des “Open Campus 2010” der FH Kaiserslautern, Standort Zweibrücken statt.

Wir trafen uns um 08:00h wie geplant am QTH von OVV  DL6IP, OM Ingo und begannen alle, von ihm und OM Michael, DL7MS, am Vortag bereitgestellten Austattungsgegenstände auf den Anhänger aufzuladen.

Der Transport zum in unmittelbarer Nähe befindlichen FH-Gelände nahm nur wenig Zeit in Anspruch. - Mit zwei Fahrten war alles Benötigte herbeigefahren.

Nach sorgfältiger Vermessung des Wiesengeländes oberhalb des Audimax der FH Zweibrücken, begannen wir mit dem Aufbau von drei Steckmasten mit je 12m und einem mit 15m Höhe.

Durch den Einsatz von selbstgefertigten “Mastfüßen mit integrierter Hilfsmasthalterung” gelang  der zügige Aufbau der Antennenmasten.

Die Masten von Mast 1 im Süden über Mast 2 in der Mitte zu Mast 3 im Norden wurden im Abstand von je 12m in Süd-Nord Richtung auf der Wiese aufgestellt.

Zwischen Mast 1 und Mast 3 wurde in 12m Höhe eine 22m lange über 25m lange 450Ω-Feederleitung und einem 1:4 Balun gespeiste “Cobra Light Junior” Dipolantenne für 10m – 80m gespannt. Es handelt sich hier im Prinzip um eine verkürzte “ G5RV”.

Ca. 2m darunter wurde zwischen Mast 2 und Mast 3 eine “Full Size Delta Loop für 17m”, mit der Basis oben und dem Einspeisepunkt unten an der Spitze, befestigt.

Auf der Spitze vom Mast 3 krönte eine X-200 von Diamond für 2m und 70cm. Zwischen Mast 1 und Mast 3 spannten wir noch einen Faltdipol für 80m. Der Mast in der Mitte trug einen 3m langen Fahnenmast mit den Flaggen der Vereinten Nationen, dem DARC und der Deutschlandflagge. Auf Mast 1 wurde eine “Procom Marine Antenne” für 2m montiert.  Am ersten und letzten Mast hing je eine DARC “Großfahne” welche uns der Distrikt Vorsitzende Des DARC – RLP, OM Hartmut, DF3UX freundlicherweise zur Verfügung stellte. 

Als „Funkzelt“ stellten wir ein “SG 30” Unterkunftszelt auf. Auf den Tischen mehrerer Sitzgarnituren waren unsere diversen Funkgeräte und Notebook Computer aufgebaut.

Die Zeltwände “schmückten” wir von beiden Seiten mit informativen Plakaten zu unserem Hobby.

Die Besucher konnten als “Gedächtnisstütze” zu ihrem Besuch verschiedene DARC - Flyer zu diversen Amateurfunkthemen mit aufgedruckter Adresse mitnehmen.

Trotz sorgfältigen Vorausplanens und Vorbereitung und obwohl quasi jeder Handgriff saß benötigten wir für den Aufbau der Masten, des Zeltes und dem Aufbau und Anschluss der Funkgeräte und Computer sowie der Bereitstellung der Stromversorgung zweieinhalb Stunden.

“Unser” Field Day Areal lag auf 312m ü.NN und damit waren alle im Umkreis befindlichen 2m und 70cm Repeater mit Leichtigkeit zu erreichen.

Auf 20m führten wir ein QSO (Funkverbindung)  mit OM (Old Man ist in der Fachsprache das Synonym für Funkamateur) Warren, K2UFM, welcher in New Jersey zur vereinbarten Zeit seine Antenne auf uns ausrichtete.

Wir führten den diversen Besuchern unsere Funkeinrichtungen in unterschiedlichen Betriebsarten vor.

Die meisten QSOs gelangen uns auf 20m , darunter als Highlights eins mit OM Guy, ZL2VB aus Palmerston North in Neuseeland  und OM Gerry, VK2APG aus Dunmore in New South Wales in Australien.

Mit der 17m Delta Loop gelang sogar ein QSO mit OM Ken, JO7CVU in Sendai City, Japan. In Südafrika antwortete OM Kosie, ZS1SR aus Hermanus auf unser Rufen im 15m-Band.

Wir sollten am nächsten Field Day alle unsere Funkgeräte mit Kopfhörern und zusätzlichen Klinkenbuchsenverteiler  betreiben, damit wir uns durch das Gesprächsgewirr nicht gegenseitig stören und damit im Funkbetrieb noch effektiver werden können.

Neben unserm “Funkzelt” platzierte sich die international bekannte INTERMAR-Gruppe mit OM Rolf Behnke, DK4XI, OM Thomas Andreas, DJ4WL und OM Philipp Andreas, DO3LM mit ihrem voll ausgestatteten “Funkvan” und demonstrierten ihr umfangreiches deutsches  “Maritime-Mobile Service-Netz”.

Bei einem von INTERMAR angebotenen APRS- unterstützten  Service  "Automatic Position Reporting System" handelt es sich dabei um die GPS-Position des Funkamateurs an Bord einer Segelyacht, wobei aber auch andere Messdaten übermittelt werden können. Dadurch kann zum Beispiel die aktuelle Position von Segelyachten im Atlantik oder im Pazifik auf Karten im Internet dargestellt und abgerufen werden. Hierbei werden die APRS-Signale über Kurzwelle oder Satellit an Empfangsstationen (z.B. von Intermar) übermittelt, die diese Daten ins Internet übertragen.

Alle  beteiligten Yachten können zudem mit Hilfe eines Amateurfunkgebundenen Informationsdienst, Paket Radio, weltweit Kurznachrichten an E-Mail Empfänger z.B. nach zuhause übertragen.

Die Position jeder Yacht ist zu jeder Zeit bekannt und die “Skipper” erhalten regelmäßig für ihr Gebiet individuelle Wetterberichte- und Prognosen.

Die zentrale Positionsüberwachung und der persönliche Kontakt zu den Nutzern auf hoher See bieten neben umfangreicher Wetterinformation auch ein Gefühl der Geborgen- und Sicherheit für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall oder bei kleineren diversen nützlichen Hilfestellungen fern der Heimat.

Trotz oder vielleicht gerade wegen des wunderschönen Wetters haben sich einige wissbegierige Mitbürger die Mühe gemacht uns zu besuchen und mehr über unser Hobby zu erfahren.

Einige der zahlreichen Besucher bekundeten auch ernstes Interesse an unserem nächsten Amateurfunkkurs teilzunehmen.

Das uns gesteckte Ziel, einem Teil der Öffentlichkeit zu demonstrieren welche Wissens- und Tätigkeitsbereiche das Hobby Amateurfunk unter anderem umfasst und das Interesse daran zu wecken, haben wir erreicht.

Vertreter der beiden ortsansässigen Zeitungen, Die Rheinpfalz und der Pfälzischer Merkur haben sich ebenfalls für uns interessiert und unsere Ausführungen aufmerksam verfolgt.

Nach diesem Event muss man wieder einmal feststellen, dass wir eine Gemeinschaft von unkomplizierten hilfreichen Funkamateuren sind, die erneut unter Beweis stellten was mit Zusammenhalt und gemeinsamen Handeln zu erreichen ist.

Danke all den 12 aktiven unseres Vereins, welche sich tatkräftig eingebracht haben und diesen Tag damit zu einem Erfolg werden ließen!

Unser Dank gilt neben den freundlichen und hilfreichen Mitarbeitern auch besonders dem Präsident der Fachhochschule, Herrn Prof. Dr. Konrad Wolf, mit dessen wohlwollender Unterstützung unsere aktive Teilnahme an dem diesjährigen Open Campus Event und der erfolgreichen Ausbildung lernbegeisterter FH-Schüler und anderen Mitbürgern aus unserem Umfeld, zu lizensierten Funkamateuren, erst möglich wurde.