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Neue Petition - unbedingt mitmachen !!!!

Es gibt eine neue Petition aus Österreich, die den Offenen Brief von Karl Fischer unterstützen soll.
Auch hier können wir uns beteiligen um die Petition und letzt endlich unser Anliegen, zu unterstützen.

Hier ist der direkte Link zur Petitionsseite  

vy 73 de Thomas, DD1WT, 31.03.2014

aktueller Offener Brief von OM Karl Fischer, DJ5IL

  • DJ5IL OB Reding 01.pdfDieser Offene Brief stellt sehr gut die derzeitige Situation dar... Vor allem zeigt er auf, dass die neue Norm trotz eines negativen Votums des CENELEC-EMV-Gutachters Anton Kohling und mehreren Petitionen, die keine Beachtung fanden, im Amtsblatt veröffentlicht wurde.

Rettet die Kurzwelle!!!!

Liebe Freunde,

in den letzten Monaten versucht die CENELEC bei der EU-Kommission, den PLC/PLT-Normentwurf FprEN 50561-1 als harmonisierte EU-Norm durchzubringen.

Diese Norm würde 43 dB (!) mehr Störemission erlauben! Das sogenannte  „Ausnotchen“  der Amateurfunkbänder und anderer Bereiche wird  bei diesem hohen Pegel nicht immer richtig funktionieren, weil die 230 Volt Stromleitungen nicht symmetrisch sind und nichtlineare Baugruppen, wie z.B.  Schaltnetzteile und Vorschaltgeräte für Beleuchtungsgeräte, massive  Intermodulationen verursachen können.

Der deutsche CENELEC- EMV-Gutachter (EMC Consultant) Anton Kohling  hat im Jahre 2012 diesen Normentwurf ein negatives Votum ausgestellt, weil diese Norm gegen die EMV- Direktive EU-Richtlinie 2004/108/EG v. 15.12 2004) verstößt.

Das TC 210 der CENELEC will nun, auf Bestreben der PLC-Lobby, mit dem neuen EMC Consultant Brian Jones (England) die EN-50561-1 veröffentlichen.

Der Vorgang ist eingeleitet! Man hat jetzt den Entwurf der EU-Kommission, zur Genehmigung als harmonisierte EU-Norm , übermittelt.

Dies bedeutet für die Zukunft mehr Störungen im Kurwellenbereich! Wir müssen diese Ressource Frequenz erhalten!

Deshalb bitte ich Euch auch eine Petition gegen diesen PLC/PLT-Normentwurf FprEN 50561-1  an das EU-Parlament zu senden.

Jede Einzelperson, jeder Verband kann dies tun.

Jeder kann das in seiner eigenen Landessprache schreiben. Das  Petitionsrecht  ist eines der Grundrechte eines jeden EU-Bürgers!

Der folgenden Links führen Euch auf die Seiten des EU-Parlaments, wo alles erklärt wird und eine Petition auch über den Online-Weg möglich ist:

http://www.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/00533cec74/Petitionen.htm.html

https://www.secure.europarl.europa.eu/aboutparliament/de/petition.html

In der Anlage (rechts oben) findet Ihr mein Petitionsschreiben (vom Sept. 2013). Jeder kann es als Vorlage uneingeschränkt  nutzen!

 

Kurt, DL3UXI

 

PS: Die Firma Stabo hat u.a. auch eine Petition geschrieben:

http://www.funkmagazin.de/111113.htm

 

Störmeldung an die BNetzA, ein Vorschlag...

Wenn  ein bestimmungsgemäßer Amateurfunkbetrieb und/oder Rundfunkempfang durch elektromagnetische Störungen nicht mehr möglich ist, muss  eine Störungsmeldung bei der BNetzA abgegeben werden. 

Die zentrale Email-Adresse ist jetzt dafür

Funkstoerung@BNetzA.de

Für die Störmeldung empfehle ich folgenden Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem xx.xx.xxxx ist es mir infolge einer breitbandigen elektromagnetischen Störung nicht mehr möglich, im Frequenzbereich von .... kHz bis .... kHz bestimmungsgemäß Rundfunk zu hören und am Amateurfunk teilzunehmen.

Hierzu folgende Hinweise:

... ... ... ...

 

Ich bitte freundlichst, die gemäß Vollzugsordnung für den Funkdienst (Radio-Regulations) und EMVG vorgesehenen Abhilfemaßnahmen durchzuführen.

 

Name, Amateurfunkrufzeichen

Postanschrift

Telefonnummer

 

Entsprechend der Örtlichkeit wird dann die regional zuständige Meßstelle, von der Zentrale, informiert.

Die Dispo der zuständigen Meßstelle macht dann einen Terminvorschlag per Mail oder Telefonanruf.

Wir müssen konsequent alle EM-Störungen, die den Amateurfunkbetrieb und Rundfunkempfang einschränken oder gänzlich negieren, der BNetzA melden. Leider sind hier nicht alle betroffenen Funkamateure aktiv.

Das ist eine falsche Reaktion.  Wir dürfen hier nicht resignieren oder ggf. eine falsche Diplomatie zur Nachbarschaft betreiben.

Ich musste mir schon öfters von der BNetzA anhören, dass es im Amateurfunkbereich gar nicht so viele Empfangsstörungen gebe.

So wird es dann auch an die Politik weiter gegeben. Damit entsteht ein falsches Bild von der PLC-Problematik und der sehr schlechten Qualität der Schaltnetzteile.

Wir müssen um unsere Kurzwelle kämpfen. Erster Schritt:

Gebt Störmeldungen ab !!!

 

73 de Kurt, DL3UXI

Offener Brief von OM Karl Fischer vom 10.01.2014

Strategietreffen am 12.01.2013 ab 11 Uhr beim DARC in Baunatal

Am 12.01.2013 findet in der Zeit von 11 Uhr bis ca. 17 Uhr ein Strategietreffen beim DARC in Baunatal statt.

Die Liste der angemeldeten Teilnehmer sowie die Agenda sind aus den PDF-Files zu entnehmen.


vy 73 de Thomas, DD1WT, 11.01.2013

 

Elektronik-Kompendium.de

Powerline-Kommunikation / Powerline Communications (PLC)

Powerline Communications (PLC) oder auch Digital Powerline (DPL) ist der Oberbegriff für die Übertragung von Daten über das Stromkabel. Dabei werden die stromführenden Kabel parallel zur Energieversorgung auch zur Datenübertragung genutzt.

Das 230V-Netz wird schon sehr lange für die Datenkommunikation genutzt:
  • hausinterne Gegensprechanlagen
  • Babyphones
  • Einfache Fernsteuerungen oder vernetzte Industrie-Bussysteme mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 300 bis 4800 Bit/s.
  • Inhouse Netzwerk bis 200 MBit/s

 

Durch die große Nachfrage nach schnellen Internet-Anschlüssen wurde neben DSL, Satellit und Kabelnetz (TV) auch mit der Datenübertraung über Stromleitungen experimentiert. Die Stromversorgungsunternehmen sahen die Chance, ihre Stromleitungen zu den Endverbrauchern für die Datenübertragung zu nutzen. Die vielen tausend Kilometer Stromkabel das sind als sogenannte "letzte Meile" eine Alternative zum Telefonnetz der Deutschen Telekom. Das Stromnetz versorgt schließlich jeden Haushalt mit Energie. Warum nicht auch einen Internet-Zugang über das Stromkabel anbieten?
Sozusagen ein Internet-Zugang an jeder Stromsteckdose.

Die Datensignale werden im Trafohäuschen eingespeist und von dort über das öffentliche Stromnetz bis zu den Häusern übertragen. Dort werden die Signale vor dem Stromzähler abgegriffen und nach dem Stromzähler wieder in das Hausnetz eingespeist.

Schon seit den 30er Jahren übertragen die Energieversorger in ihren Hochspannungsnetzen Steuersignale. Und vor der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes war es den Energieversorgungsunternehmen (EVU) erlaubt eigene Daten- und Kommunikationsnetze zu verlegen und zu betreiben. Die Nutzung blieb aber nur den EVUs selber vorbehalten. Die Technik dahinter ist die Trägerfrequenztechnik auf Hochspannungsleitungen (THF) die immer noch verwendet wird. Auf Mittelspannungsleitungen wird die Tonfrequenz-Runsteuertechnik (TRT) verwendet, um Stromzähler zwischen Tag- und Nachttarif umzuschalten.

Die CENELEC-Norm

Grundsätzlich sind die Stromnetze nur zur Energieverteilung ausgelegt. Nach dem Fernmelderecht ist das nutzbare Frequenzspektrum auf 3 bis 148,5 kHz (Cenelec-Band) eingeschränkt. Außerdem darf der Sendepegel 5 mW nicht überschreiten.

CENELEC-BandFrequenzbereichNutzer
-3 - 9 kHzEnergieversorger
A9 - 95 kHzEnergieversorger
B95 - 125 kHzKundenanlagen
C125 - 140 kHzKundenanlagen
D140 - 148,5 kHzKundenanlagen

 

Zum Schutz vor Störungen und zur Gewährleistung der elektromagnetischen Verträglichkeit regelt die CENELEC-Norm EN 50065-1 die Kommunikation über Stromnetze im Frequenzbereich von 3 bis 148,5 kHz. Aus diesem Grund arbeiten alle Firmen, die Powerline im Megahertz-Bereich nutzen außerhalb der CENELEC-Norm.

NB30 - Nationale Nutzungsbestimmung 30

Die NB30 ist seit 1.7.2001 in Kraft. Sie dient den Energieversorgern als Grundlage für Breitband-Angebote auf Basis der Powerline-Technik. Dort sind Grenzwerte festgelegt. Zum Beispiel, wie hoch die maximale Leistung sein darf, die vom Kabel abgestrahlt wird. Funkamateure und die Vertreter der Sicherheitsbehörden (Polizei, Feuerwehr, Militär) sehen die Grenzwerte als zu hoch an und befürchten die Beeinträchtigung ihrer Funkverbindungen, wenn Powerline flächendeckend eingeführt werden sollte.
Zum Vergleich sind die Grenzwerte in Großbritannien um das 10-fache niedriger. Die Grenzwerte liegen dort in einem Bereich, wo es nachweislich zu keinerlei Problemen mit Funkdienste kommen kann. Weil die Sendeleistung zu gering war, begrenzte das auch die Reichweite des Signals und die mögliche Bandbreite. Das hatte aber zur Folge, dass alle Powerline-Bemühungen dort schon sehr früh eingestellt werden mussten.

Grundsätzliche Überlegungen zur Powerline-Technik

Jeder der sich mit Datenübertragung und die dafür ausgelegten Kabel (Telefon- und Netzwerkkabel) auskennt, weiß, dass diese Kabel grundsätzlich geschirmt sind. Hinzu kommt noch, dass die Kabelenden entweder ein Endgerät aufweisen oder terminiert bzw. abgeschlossen sind, wenn eine Station innerhalb des Kabelstrangs platziert ist. Der Grund ist einfach. An den Kabelenden treten Signalreflexionen auf. Dadurch entstehen Mehrwegeausbreitung und Vielfachechos des Signals. Das Stromkabel ähnelt deshalb einer Funkstrecke.
Bei der wissenschaftlichen Untersuchung des dreiphasigen Stromkabels (L, N, PE) wurden Parallelen zum Koaxial-Kabel gefunden. Hierbei wurde auch festgestellt, dass die besten Übertragungseigenschaften dann erreicht werden, wenn die Netzenden, wie bei Netzen mit Koaxial-Kabel üblich, terminiert sind.
Anstatt das Nutzsignal vor Störsignalen mit aufwendigen Verfahren zu schützen, wird das Netz vor den Störpunkten geschützt. Auf diese Weise lässt sich eine Netzstruktur schaffen, deren physikalische Eigenschaften bekannt sind.
Um Powerline einsetzen zu können sind zusätzliche Installationen notwendig. Es muss ein Filter in die Stromverteilerkästen eingebaut werden. Danach kann störungsfrei das vorhandene Stromnetz zu Kommunikationszwecken eingesetzt werden. Leider müsste dazu das gesamte Stromnetz umgebaut werden. Die Investitionskosten für diese Erweiterungen sind kaum bezahlbar.

Bekannte und grundsätzliche Probleme der Powerline-Technik

Alle Kabeltypen, die für die Datenübertragung genutzt werden, haben eines gemeinsam. Sie wurden entwickelt, um möglichst störungsfrei Signale zu übertragen. Die innenliegenden spannungsführenden Adern sind mit einem metallischen Mantel umgeben, der an beiden Kabelende geerdet bzw. mit der Masse verbunden ist. Ungeschirmte Kabel wären wie Antennen. Und zwar in beide Richtungen. Werden Signale mit hoher Frequenz übertragen, dann strahlt ein Teil der Energie ab. Anders herum nimmt das Kabel auch Energie auf. Der metallische Schirm verhindert, dass sich Störstrahlungen durch andere Kabel oder Funk-Dienste negativ auf die Datenübertragung auswirken. Genauso wird durch den Schirm eine Abstrahlung aus dem Kabel heraus begrenzt.

Die Stromkabel, sowie die Steckdosen sind nicht geschirmt. Wenn also über das Stromkabel mit hohen Frequenzen Daten übertragen werden, dann wirken die Kabel wie Antennen, die elektromagnetische Wellen aussenden. Diese Wellen können andere Geräte und Funkdienste stören und somit unbenutzbar machen. Vor allem Kurzwellenfrequenzen sind davon betroffen.
Störpegel, die im Kabel auftreten, machen das Powerline-System instabil. Die Folge ist ein Herabsetzen der Übertragungsgeschwindigkeit. Die Schutzmaßnahmen gegen Störeinflüsse von außen müssen sehr hoch sein.
Die Signale, die zusätzlich zum Strom, auf das Kabel aufmoduliert werden, stellen grundsätzlich eine Verunreinigung dar. Stromverbraucher, wie Lampen und Haushaltsgeräte dürfte das kaum stören. Doch bei anderen Geräte, wie Unterhaltungselektronik könnte das problematisch werden. Wie hochempfindliche Geräte auf die Powerline-Signale reagieren konnte nie wirklich geklärt werden. In der Konsequenz müsste man bei kritischen Anwendungen jedes einzelne Gerät nachträglich aufwendig entstört.

Analysiert man den Frequenzgang einer Stromleitung in einem durchschnittlichen Haushalt, dann zeigen sich periodische Störungen durch die Schaltnetzteile von handelsüblichen Computern, Monitoren und Fernsehgeräten. Auch kommt es zu impulsartigen Störungen durch Ein- und Ausschaltvorgängen. Schuld sind die induktiven Lastanteile der Verbraucher. Weitere Störungsverursacher sind Geräte mit Universalmotoren, wie sie in Staubsaugern, Bohrmaschinen und Kühlschränken vorkommen. Die Störungen äußern sich in vielfältiger Weise. Das reicht von Spannungsschwankungen bis hin zu breitbandigen Störungen, die jedes Signal, das zur Datenübertragung genutzt wird, überlagert.

Als "shared medium" kommt noch das Sicherheitsrisiko hinzu. Jeder, der am Stromnetz hängt, kann die Daten der anderen Teilnehmer abhören, die am gleichen Strang hängen. Zum Beispiel der Nachbar. Das direkte Lesen der Daten kann nur durch eine Verschlüsselung verhindert werden. Es bleibt jedoch das Risiko, dass jemand den Datenverkehr mitschneidet und es zu einem späteren Zeitpunkt schafft, die Daten zu entschlüsseln.

Zusammenfassend lassen sich folgende gravierende Probleme nennen:
  • Störpegel während des Betriebs durch An- bzw. Ausschalten von elektrischen Geräten.
  • Überlagerung von Störeffekten kann den Störpegel bei bestimmten Frequenzen so vergrößern, dass die Übertragung von Nutzsignalen unmöglich wird.
  • Stark schwankende Impedanzen und Dämpfungen in Abhängigkeit der Frequenz, Zeit und Standort.

Ist die Powerline-Technik als Internet-Zugang geeignet?

Die Stromnetzbetreiber haben mit dem Slogan "Internet aus der Steckdose" einige Jahre vor der Einführung den Markt auf die Powerline-Technik vorbereitet. Doch nur kurze Zeit später wurden alle Powerline-Initiativen wieder eingestampft. Die Gründe sind vielfältig.

  • Die Bandbreite des Stromkabels ist äußerst beschränkt. So müssen sich ca. 50 bis 150 Nutzer einer Ortsnetzstation eine Bandbreite von 2 MBit/s teilen.
  • Regulatorische Versäumnisse und fehlende EU-Standards haben den Powerline-Befürwortern das Leben schwer gemacht.
  • Die Powerline-Technik ist zu kompliziert und zu teuer.
  • Powerline ist nicht für das Massengeschäft geeignet und bleibt allenfalls ein ortsabhängiges Angebot.
  • Der Einsatz von Powerline hat einen dauerhaft gestörten Lang-, Mittel- und Kurzwellenempfang zur Folge.

Die Powerline-Technik gilt als problematisch, weil es zu unerwünschten Abstrahlungen im Frequenzbereich bis 30 MHz kommt. Dadurch bestand die Gefahr, dass Funkdienste und andere am Stromnetz angeschlossene Geräte gestört werden. Kein Stromnetzbetreiber könnte sich diese Verantwortung entziehen.
Insbesondere Funkdienste sind von der Abstrahlung betroffen. Radiosender, Radioastronomie, Flug- und Schiffsfunk, Funkdienste von Polizei, Feuerwehr und Militär, sowie die Funkbereiche der Amateurfunker wären betroffen.

Die globale Powerline-Spezifikation

Die globale Powerline-Spezifikation basiert auf der Technologie des spanischen Chipherstellers "Design on Systems on Silicon". Die Spezifikation wurden von der Open PLC European Research Alliance (OPERA) Anfang 2006 verabschiedet.

 

Das PLC-Netzmodell kennt vier Geräteklassen. Es gibt je eine Bridge zwischen Internet und Mittelspannungsnetz (~10 kV) des Energieversorgers, sowie zwischen Mittelspannungsnetz und Niederspannungsnetz (230 V). Dann gibt es noch einen Repeater im Niederspannungsnetz beim Endkundenanschluss. Auf der physikalischen Ebene wird mit Notches gearbeitet, um die empfindlichen Kurzwellenanwendungen vom Powerline-Signal fern zu halten.
Die Übertragung findet auf Basis von OFDM statt. Es nutzt 1.536 Subträger und erreicht maximal 8 Bit/s/Hz. 200 MBit/s belegen mindestens 25 MHz im Kurzwellenspektrum.
Es gibt ein achtstufiges Quality-of-Service (QoS) für VoIP, Streaming und VLANs.

Powerline als Vernetzungsalternative innerhalb von Gebäuden

Powerline ist das Netzwerk aus der Steckdose. Statt WLAN oder Netzwerkverkabel können auch hausinterne oder wohnungsinterne Stromleitungen zur Vernetzung zweier oder mehrerer PCs genutzt werden. Die PCs können überall dort stehen, wo eine Steckdose vorhanden ist. In der einfachsten Variante werden die PCs über Powerline-HomePlug-Adapter für Ethernet oder USB mit dem Stromnetz verbunden. Die Datenkommunikation ist dann über die Stromleitungen in der ganzen Wohnung oder im Haus möglich.
Es gibt auch Powerline-WLAN-Adapter, die in eine Steckdose gesteckt werden und als WLAN-Access-Point fungieren. So lassen sich auch WLAN-Geräte an das Powerline-Netzwerk anbinden.
Die Adapter gibt es in den Geschwindigkeitsvarianten 28 MBit/s, 85 MBit/s und 200 MBit/s. Mit einem Router kann so jeder PC gleichzeitig Zugang zum Internet haben.
Mit einfachsten Mitteln kan ein Netzwerk über die vorhandenen Stromkabel aufgebaut werden. Es müssen keine neuen Leitungen gezogen werden. Und die Konfiguration der Geräte ist mit der beiliegenenden Software fast ein Kinderspiel.

Fazit

Aufgrund der unausweichlichen technischen Probleme haben sich viele Firmen nach teuren Entwicklungen und aufwendigen Marketing-Aktionen wieder aus dem Powerline-Geschäft zurückgezogen. Somit ist Powerline niemals weitflächig zum Einsatz gekommen. Die Probleme sind unlösbar mit den Leitungen verbunden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es weder einen bezahlbaren Weg noch technische Möglichkeiten, um die Probleme zu lösen.
Übrig geblieben ist nur eine globale Powerline-Spezifikation von 2006 und der HomePlug-Powerline-Standard, der sich in Produkten zur lokalen Vernetzung von Wohnungen (Heimvernetzung), als Alternative zu WLAN und Ethernet, wieder findet.

Übersicht: Powerline-Communication-Standards

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Fernmeldebüro fällt Entscheidung 1. Instanz: Ist PLC nicht Stand der Technik?

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Funkamateure setzen sich für die Wahrung des Kurzwellenbereiches erfolgreich ein

Wien (pts014/24.01.2005/10:11) - Konkret geht es um den Schutz des wichtigen Kurzwellenbandes, das von Fluggesellschaften, Reederein, Rettungsorganisationen, Rundfunk,
Funkamateuren und anderen Organisationen genutzt wird, vor unerwünschten Signalen aus ungeschirmten Stromnetzen zu schützen.

In einem Schreiben der Volksanwaltschaft an den Dachverband des österreichischen Versuchsenderverbandes wurde der ÖVSV über den jüngsten Bescheid des zuständigen Fernmeldebüros betreffend "Internet aus der Steckdose" informiert.

Auszug: "Die Fernmeldebehörde 1. Instanz hat am 21.12.2004 einen Bescheid erlassen und der Linz Strom GmbH gemäß §88 Abs 1 Telekommunikationsgesetz aufgetragen, innerhalb eines Monats ab Zustellung des Bescheides durch Vornahme geeigneter technischer Maßnahmen die Power Line Communication-Anlage (PLC) so zu betreiben, dass Telekommunikationsanlagen nicht gestört werden.

Der zuständige Bearbeiter stellt in dem Bescheid fest, dass die gemeldeten Störungen zweifelsfrei auf PLC der Linz Strom GmbH zurückzuführen seien. Dies stütze sich auf das Gutachten des Amtsachverständigen, der zum Ergebnis gekommen ist, dass durch PLC der Linz Strom GmbH elektromagnetische Wellen abgestrahlt werden, durch die in der Nähe befindliche Telekommunikationsanlagen im Kurzwellenbereich angesiedelter Funkdienste grundsätzlich störend beeinflusst werden können.

Die Behörde führt in der rechtlichen Begründung des Bescheides weiter aus:
Die Linz Strom GmbH benutze ungeschirmte Leitungen, sodass der Datentransport nur unter Inkaufnahme von wesentlichen Abstrahlungen erfolgen könne. Dies habe dann die störenden Beeinflussungen anderer Telekommunikationsanlagen, die ebenfalls im KW-Bereich betrieben werden zur Folge. Die von der PLC der Linz Strom GmbH abgestrahlten Wellen, seien ein unerwünschtes Nebenprodukt.

Aus technischen Gesichtspunkten entspreche das Aufbringen hochfrequenter elektromagnetischer Wellen auf eine ungeschirmte Leitung mit Leistungen, wie sie für PLC erforderlich sind, nicht dem Stand der Technik.

Laut erstinstanzlichem Bescheid sei dem Gutachten zu entnehmen, dass von dem PLC-System eine permanent unerwünschte elektromagnetische Strahlung ausgesendet wird. Dies habe sich aus den Messungen und Feststellungen der Funküberwachung Linz ergeben. Dies rufe die Störung bei anderen Telekommunikationsanlagen hervor.

Weiters wurde dem ÖVSV mitgeteilt, dass bei Vorliegen eines rechtskräftigen Bescheides und Aufrechterhaltung der Störungen als nächster Schritt der Linz Strom GmbH der Betrieb untersagt werden wird.

Die Behörde 1. Instanz hat nun eine Entscheidung gefällt und die von der Linz Strom GmbH ausgehenden funktechnischen Störungen festgestellt."

Wie wichtig die Anstrengungen der Funkamateure Österreichs sind, wurde im
Katastrophenfall in Asien kürzlich bestätigt:
Sind öffentliche Kommunikationsnetze wie Internet und Mobiltelefon
überlastet oder zerstört, können oft nur erfahrenen Funker auf Frequenzen
unter 30 MHz Nachrichten über große Entfernung übermitteln.

***Lesen Sie dazu auch die Aussendung vom 4. Jänner 2005, "Funkamateure leisten wichtigen Beitrag in Südostasien"***

***Amateurfunk ist ein technisch-experimenteller Funkdienst, der in Österreich durch das Amateurfunkgesetz, einem Bestandteil des Fernmelderechtes, reglementiert ist. Weltweit genießen die Interessen von Funkamateuren aufgrund ihrer besonderen Leistungen im Hinblick auf technische Entwicklung und ihrer strukturellen Unterstützung in Not- und Katastrophenfällen den besonderen Schutz durch anerkanntes Völkerrecht. Informationen über den Amateurfunkdienst und die Leistungen von österreichischen Funkamateuren finden Sie auf der Homepage des
Österreichischen Versuchsenderverband unter www.oevsv.at.***

(Ende)

Aussender: DV des Österr. Versuchssenderverbandes
Ansprechpartner: DV d. österr. Versuchsenderverbandes
Tel.: 01 / 9992132
E-Mail: presseinfo.oevsv@a1.net