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WSPR-Bake

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U02-WSPR-Bake

U02-DDS und WSPR-Bake

Da immer wieder sehr günstige DDS-Platinen aus China auftauchen  wurde vom Kurt so ein Ding mal ausprobiert. Die technischen Daten waren aber extrem schlecht. Da so ein DDS eigentlich hervorragende Werte zeigen sollte muß es am verwendeten Layout liegen. Ja und weil im OV doch einige sind, die WSPR betreiben, sollte etwas brauchbares draus werden. Kurt machte eine neue Platine und baute einen Atmel mit drauf um damit die Frequenz einzustellen. Da das ganze schnell genug war programmierte er gleich noch das WSPR-Protokoll mit hinein so dass der DDS nun als WSPR-Bake zu betreiben ist. Der verwendete DDS kann bis etwa 60 MHz senden. Die Sendeleistung beträgt etwa 17 dbm also 50 mW über den gesamten Bereich von etwa 100 kHz bis über 50 MHz. Um die geforderte genaue Uhrzeit zu ermitteln wird eine GPS-Maus mit angeschlossen, da nur die Uhr dabei benutzt wird reichen sehr geringe Signale und die Maus funktioniert für diesen Zweck auch im Zimmer.

Nun wie so oft ergibt das eine auch das andere.
50 mW sind nicht gerade wo man sehr große Reichweiten gut austesten kann und folglich wurde nun eine PA entwickelt die die Standard-Leistung bei WSPR von 5 Watt locker erreicht. Dies wieder auf allen Bändern. Für die benutzten oder geplanten Modulationsarten die ein DDS erzeugt reicht es wenn die PA im C-Betrieb läuft. Dazu mußte jedoch für die meisten Bänder ein Tiefpaßfilter mit über 40 db Dämpfung mit entwickelt werden.

Nun war ein Sender entstanden, der auch die wirklich langen Wellen erzeugen kann. Erste Versuche auf MW ergaben, dass hier mit ganz anderen Sendeleistungen gearbeitet werden muß, denn auch wenn man viel Draht aufhängen kann, die Antenne hängt immer zu niedrig und entsprechend niedrig ist der Wirkungsgrad. Um die erlaubten 1 Watt ERP zu erreichen kann es schon passieren dass man bis zu 1 kW Sendeleistung erzeugen müßte.

Nun so hoch wollten wird gar nicht hinaus und es entstand ein MW-Pa, die mit sehr geringem Aufwand Sendeleistungen von etwa 100 Watt mit sehr gutem Wirkungsgrad von zum Teil über 90% erreicht. Die dabei verwendeten Leistungstransistoren sind aus der Schaltnetzteiltechnik und sind im einstelligen Eurobereich angesiedelt.

Nun kam das nächste Problem. Die gebräuchlichen SWR-Meter zeigen bei sehr kleinen Leistungen nichts mehr an, außerdem kann man sie für Messungen auf MW eher vergessen. Es wurde nun ein SWR-Meter entwickelt mit dem man Leistungen von -20 bis -30 dbm also etwa 1 uW noch messen kann und aber auch bei 250 Watt noch nicht schlapp macht. Natürlich ist die SWR-Messung bei sehr niedrigen Leistungen mit Vorsicht zu genießen. Ein Ortssender oder ein Sender in der Nachbarschaft kann am Antenneneingang schon mal mehr Spannung produzieren als der Rücklauf des eigenen Signals.

Ich werde speziell zur MW meine Ergebnisse hier noch  gesondert darlegen. Ich benutze ein L-Antenne, der vertikale Teil etwa 35m und der Rest auf Lambda/4, weit, weit durch den Wald gespannt. Mit etwa 25 Watt geht Europa. Zum Teil sind mehr Stationen in WSPR auf MW wie auf 10m. MW ist übrigens ein Nachtband, in den Sommermonaten ist vor 22.00 Uhr kaum was zu erreichen.

Übrigens ihr werdet feststellen, dass ungewöhnlich viele Störungen im eigenen Haus erzeugt werden und man bekommt sofort mit, wenn die XYL den Fernseher ausmacht und ins Bett geht....hihi.

 

 Inzwischen hat der Kurt einen anderen DDS eingebaut der geht nun auch auf 70 MHz und auf 145 MHz. Er kann den DDS-Sender AM und FM modulieren natürlich mit einstellbarenm Hub und Modualtionsfrequenz, man kann ein D-Star-Signal damit erzeugen. Ja und als normale CW-Bake kann man das Ding auch betreiben. Ganz vergessen habe ich, dass man auch über einen einstellbaren Frequenzbereich wobbeln kann. Über einen USB-Anschluß kann man mit einem kleinen Programm das ganze Ding einstellen und steuern, ist dann aber nicht mehr nötig, als Bake läuft sie dann auch automatisch.
Ein angeschlossenes Display zeigt alle Parameter an. Und ein angeschlossenes Bluetooth-Modul ermöglicht den Verzicht auf einen PC. Eine entsprechende APP in Andriod erleichtert die Bedienung.

Dieser DDS ist also nicht nur für WSPR zu gebrauchen sondern es ist auch ein hochwertiger Meßsender geworden. Das SWR unseres SWR-Meter wird auf dem Display angezeigt, inzwischen kann es Leistungen bis etwa 800 Watt anzeigen, wobei es auch SWR messen kann wenn man gerade noch 10 mW sendet. Bei den niedrigen Leistungen ist nicht die Empfindlichkeit das Problem, sondern die Antennenspannung am Rücklauf die durch Signale erzeugt wird, die von der Antenne empfangen werden. An meiner MW-Antenne sind schon in den Abendstunden Signalspannungen von einigen 100 mV zu messen. Entsprechend stärker muß natürlich die Meßsspannung sein um noch einen brauchbaren Wert anzeigen zu können.

Für MW wurde nun uach eine PA entwickelt die je nach verwendetet Versorgungsspannung zwischen 100 und 500 Watt erzeugen kann und das bei Wirkungsgraden bei etwa 90%. Also eher keine Hitzeprobleme.

 

So wer nun mehr darüber wissen möchte schaut auf dem Kurt seiner Web-Seite nach unter WWW.DJ0ABR.DE dort sind alle Sachen zu finden.

 

Wenn noch Fragen sind. Mail an mich oder dem Kurt DH5RAE(at)darc.de oder DJ0ABR(at)darc.de

 

Viel Spaß

Sepp DH5RAE OVV U02