Wer wir sind - eine kleine Geschichte

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OVV: Björn Bieske - DL5ANT
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98693 Ilmenau
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Klubstation:
DF0HQ

Von der Idee beseelt, dass es sich gemeinsam besser funken ließe als jeder für sich allein, und besser auf dem Berg als im Tal, hatte Günter, DL2AYK (ex Y21YK, ex DM2AYK) im August 1970 die Initiative ergriffen und Horst, DL5YY (ex DL5AOM, ex Y23EK, ex DM2CEK) zum Bier eingeladen, um Abhilfe zu beraten.

Die Wirkungen dieses Abends waren aus heutiger Sicht nicht vorausschaubar. Auch nicht in Anbetracht der Tatsache, dass bereits drei Wochen später am Ilmenauer Stadtrand, fast auf dem Berg, eine erste 2-Element-Quad für 10 m, 15 m und 20m in Betrieb ging und nach knapp einem halben Jahr eine erste 1-kW-PA das Laufen gelernt hatte.

Nein, es war nicht abzusehen, ...
... dass an eben dieser Stelle Ilmenaus, dem heutigen Sitz unseres Clubs, der "Thüringer Antennenwald" mit vielen  Richtantennen (in bis zu 30m Höhe) entstehen würde und ein sich ständig erneuerndes Team mit Begeisterung das fortsetzt, was vor  über 45 Jahren als Idee bei einem Bier seinen Anfang fand.

Im September 1970 begann die Clubaktivität indem Günters Eigenbausender und Horsts Endstufe erst mal gemeinsam an einer acht Meter hohen 2-Element-Spider-Quad betrieben wurden. Beide staunten damals, dass es auf dem 20-m-Band gar keinen Platz gab, irgendwo das erste "CQ DX" zu starten. Dieser Nachmittag fand erst sehr spät in der Nacht sein Ende.

Aktivität spricht sich herum ...
Viele kamen, schauten und gingen wieder. Als erster blieb Gabor, HA5SY (später DM9AAK), und half, den Sender zu modernisieren.

Einen bleibenden Impuls erfuhr das Dreigestirn, als im Herbst 1971 Lothar, DM2DUM (dann DM2DUK, Y24UK, DL3TD,SK), Student an der Technischen Hochschule (heute TU Ilmenau) wurde.

Lothar war allen bekannt, erzielte er doch schon seit Jahren in DM-Contesten vorderste Plätze. Ebenfalls als Student stieß Achim, DM2DTK (später Y24TK, DL1EMY), lange nachdem Gabor die THI bereits verlassen hatte, zu den OMs auf dem Berg.

Was zählt, ist Teamgeist!
Diese Gruppe, die auch mehrere Jahre auf den Ilmenauer QSL-Karten zu sehen war, hielt seitdem zusammen. Weder härteste berufliche Belastungen (alle vier promovierten) noch der Weggang aller aus Ilmenau in Industriebetriebe und Hochschuleinrichtungen zerbrachen den einenden Geist, gemeinsam zu funken.

Ab 1973 übernahm dieser Club die Spitze im DM-Contestgeschehen und 1974 stellten sich erste  Plätze unter den TOP SIX in international anerkannten Contesten ein.

Die Geburtsstunde von Y61HQ
Im April 1986 wurden die OMs von Y34K offiziell gefragt, ob sie bereit wären, als Headquarters-Station des Radioclubs der DDR an der ersten  IARU-Kurzwellen-Weltmeisterschaft teilzunehmen.

Das hieß aber, weg von der Multi-OP-Single-TX-Strategie  und konsequenter Übergang zum Multi-OP-Multi-TX-Betrieb. Nach einigem Hin und Her war auch das richtige Call gefunden: Y61HQ! Das Team ging im Juni 1986 erstmals mit sechs Sendern in die Luft.

In die Luft ging auch so manches Stück Eigenbautechnik, das in großer Eile gebaut worden war. Bereitgestellte Transceiver vom Typ "Teltow" mussten umgebaut werden, da sie einander störten. Endstufen waren neu zu bauen und Schutzmaßnahmen vorzusehen. Auch wenn vieles improvisiert war und zwei Stationen in Zelten standen, es reichte zum Weltsieg in der ersten IARU HF World Championship!

Durch diesen Erfolg ermutigt ...

... begann eine systematische Bautätigkeit, die bis 1989 reichte. Zwei weitere Stahlgittermasten wurden errichtet, von denen einer eine 100 m weit abgesetzte 4-Element-10m-Monoband-Quad trägt und der andere die gleiche Antenne, aber für 15 m dimensioniert.

Der Club war in ständigem Wandel begriffen. Aus jungen Studenten wurden Diplom-Ingenieure (DL5ANT, DL5AXX), die auch blieben und den harten Kern des Teams stärkten.

Aber nicht genug damit. Mit den Wandlungen im Radiosportverband der DDR wurde Lothar (Y24UK, DL3TD) im März 1990 in die Funktion des Präsidenten und Horst (Y23EK, DL5YY, SK)  in die des Vizepräsidenten des Radiosportverbandes der DDR gewählt.

Eine harte Herausforderung, den unter ihrer Leitung neu entstandenen RSV e.V. mit dem DARC e.V. über einen Kooperationsvertrag in die deutsche Einheit zu führen.