Ein Bericht von der Teilnahme unseres Ortsverbandes am Jumborun Panketal 2011

Auf den ersten Blick haben Motoradbiker und Funkamateure nicht viel gemeinsam. Sie lieben ihr Hobby, gelten aber als ein wenig verrückt und nicht durchschnittlich.

Aber ansonsten sind sie völlig verschieden. Die einen sind im stillen Kämmerlein beschäftigt. Die anderen zeigen ihre Maschinen und ihr fahrerisches Talent in aller Öffentlichkeit.

Beim alljährlichen Jumborun in der Gemeinde Panketal kamen beide Gruppen für eine wirklich gute Sache zusammen. Zum 15. Mal veranstalteten Eltern, Biker und Enthusiasten einen besonderen Höhepunkt für behinderte und auch nicht behinderte Kinder aus Berlin und Brandenburg: den alljährliche Jumborun. Hierbei stellen Biker sich und ihr, in den meisten Fällen sehr aufregendes Gefährt den Kindern für eine abenteuerliche Ausfahrt zur Verfügung. Nicht eben mal eine kleine Runde auf dem Sportplatz wird gedreht, sondern immer wieder eine interessante Rundfahrt, in diesem Jahr nach Buckow, lockt die Beteiligten und brachte den Kindern sehr viel Freude und Glück. In diesem Jahr waren 7 Trikes, 14 Gespannfahrzeuge und 25 Motorräder mit ihren Fahrern unterwegs. Dem Konvoi schlossen sich mehrere Begleitfahrzeuge mit den Eltern und Unterstützern an. Es ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis, diese Karawane durch die Lande ziehen zu sehen.

Als anschließender Höhepunkt wird für die Kinder, in diesem Jahr schon zum vierten Mal, eine kleine Fuchsjagt durch die Funkamateure des Ortsverbandes Bernau veranstaltet. Ausnahmslos alle hieran beteiligten Kinder, es trauten sich 18  junge Teilnehmer zu,  hatten dabei großen Spaß und auch Erfolg, kleine, versteckte Sender (die Füchse) mit Peiltechnik der Funker ausfindig zu machen, „zur Strecke zu bringen“. Eine Hand voll Süßigkeiten ein kleines Spielzeug und der Stolz darauf, so eine komplizierte Aufgabe gemeistert zu haben, waren der Lohn für die Kinder. Ebenso glücklich wie die Kinder waren Wolfgang Dl2BWO, Manuela, Viola und Egbert DL7UDL als Veranstalter der Fuchsjagd.

Wir Funker hatten nicht nur die Aufgabe, während der Abwesenheit der Teilnehmer das Camp zu bewachen, sondern nutzten die Gelegenheit, den ganzen Tag „in den Äther zu gehen“. Und das klappte hervorragend. Wulf DL1BWU errichtete die Funkstelle und öffnete das Band – 40 Meter war an diesem Tage angesagt und ging ganz gut – Petra DM7VPM verteilte fleißig Punkte für das Diplom zur Frauen-Fußball-WM und Anton DN4BAS erfreute international die Funkergemeinde mit seinem jugendlich frischem, unorthodoxen Stil, eine Funkverbindung abzuhalten. Etliche Teilnehmer des Jumborun gesellten sich zur Funkercrew, um zu sehen, was wir Funkamateure der Welt so zu sagen hätten.

Niemand der Beteiligten ließ sich an diesem Tage trotz der zahlrechen Regenschauer (und es regnete sprichwörtlich junge Hunde), den Spaß und das Vergnügen nehmen.

Der Samstag klang mit einem Frettchenzirkus für die Kinder, Kuchen, Kaffee, Bier, Gegrilltem und einem gemütlichem Beisammensein unter Pavillons (wegen des Strippenregens) aus. Alle Beteiligten –die Kinder, die Biker, die Eltern, Veranstalter und auch Funker - hatten sehr viel Spaß und freuen sich schon jetzt auf den nächsten Jumborun.



Egbert
DL7UDL