Grüße aus Neuenhagen und Umgebung!


DARC Ortsverband Neuenhagen
DOK:   Y 17

OV-Vorsitzender : Manfred Kramer, DL2KMK

Eichenallee 9, 15345 Petershagen/Eggersdorf, Telefon 03341/473166

DL2KMK@ DARC.DE

 

Der Amateurfunkverein Neuenhagen besteht bereits seit 1956. Lange Jahre - bis 1992 - hatten wir ein komfortables Domizil auf dem Gelände des Umspannwerkes Neuenhagen mit Funkstation und Antennen. Auch heute noch gibt es ein besonderes Verhältnis zur Energieversorgung: Wir nehmen regelmäßig an Veranstaltungen der EVU-Runde teil und haben auch als Ortsverband Neuenhagen zweimal ein bundesweites Jahrestreffen organisiert. Die EVU-Runde besteht aus Funkamateuren, die in EnergieVersorgungsUnternehmen arbeiten oder gearbeitet haben.


Der Amateurfunkverein ist seit der Wiedervereinigung als Ortsverband (OV) Neuenhagen im Bundesverband für Amateurfunk DARC organisert. Seit Anfang 2017 treffen wir uns jeden zweiten Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr im Bürgerhaus Neuenhagen. Gäste sind herzlich willkommen.

 

Jeden Freitag ab 20:00 Uhr sind wir auf 145,425 MHZ zu hören.

 

Bilder zu Aktivitäten findet man über das Menü "Ortsverband" (oben)

 


Mitglieder

CALLNAME  
QTH
 DD6CTOliver FuhrmannNeuenhagen
DD6UMTMario TrettinSchöneiche
DG0FELothar SchulzFredersdorf
DG1BQCProf. Dr.  Burkhard CostisellaNeuenhagen
DG2BZEGünter Müller Neuenhagen
DL1AKNAndreas KnüttgenEggersdorf
DL2BTLManfred OehlerPetershagen
DL2BWSWerner SajonzNeuenhagen
DL2KMK Manfred KramerEggersdorf
DL3JEGünter Erdmann Berlin
DL4BSLChristian Schüttel Lichtenow
DL7LZ Karl-Heinz ZieglerNeuenhagen
DM4WHM Frank Gilbert Berlin
Burkhard NowkaFredersdorf

Amateurfunk

Was ist Amateurfunk?

 

Eine Amateurfunkstation besteht aus einem Funkempfänger (ähnlich einem Radio), einem Sender und der Antenne. Ein Funkamateur muss eine staatliche Prüfung ablegen, bevor er selber senden darf. Nach bestandener Prüfung erhält der Funkamateur ein sogenanntes Rufzeichen ("Call")  für seine Funkstation. Dies ist einmalig auf der Welt und erlaubt so auch die Bestimmung des Herkunftlandes.

Amateurfunk ist nicht zu verwechseln mit dem CB- oder Jederman-Funk. Das ist kein Funkdienst wie der Amateurfunk, sondern eine Funkanwendung wie z. B. die Steuerung eines Garagentores. Man braucht für die Nutzung keine Genehmigung, die Möglichkeiten sind aber auch sehr eingeschränkt. Verwendet werden die Geräte oft von LKW-Fahrern auf der Autobahn, um sich zu unterhalten oder vor einem Stau zu warnen. Allerdings sind viele Funkamateure über den CB-Funk zum Amateurfunk gekommen.

Um nicht andere Funkdienste, z.B. den Flugfunk, Funkverkehr von Polizei oder Rettungsdiensten usw. zu stören, sind die Frequenzbereiche, auf denen alle Funkdienste, also auch der Amateurfunk, senden dürfen, international genau festgelegt. Für den Amateurfunk sind schmale Frequenzbereiche mit Wellenlängen von 160 Metern bis zu einigen cm reserviert. Auf den Kurzwellen (80 bis 10 m) sind die größten Entfernungen direkt zu erreichen. Wenn ein Kontakt zustandegekommen ist, werden anschließend schriftliche Bestätigungen ausgetauscht, die sogenannten QSL-Karten, die die technischen und sonstigen Daten der Verbindung und des Absenders enthalten (wir könnten Ihnen ja sonst viel erzählen!). Unten kann man einige Karten sehen.

Die Funkamateure haben oft auch beruflich mit Funk oder Elektronik zu tun. Aber es sind alle Berufe vertreten, vom Doktor der Chemie, über Lehrer, Handwerker bis zur Hausfrau. Frauen sind übrigens stark gefragt, weil es einfach zu wenige gibt, die funken. Dabei erzielen sie durch ihre manuelle Geschicklichkeit häufig sehr gute Erfolge, besonders in der Schnelltelegrafie.

 

Worin besteht die Faszination?

Diese Frage läßt sich hier nur sehr kurz und subjektiv beantworten, weil der Amateurfunk mit seiner Verknüpfung von Experiment, Technik und zufälligen Bedingungen recht viele unterschiedliche Möglichkeiten bietet. Es können deshalb nur einige Aspekte aufgeführt werden. Im Internet findet man aber unzählige Informationen, z.B. auf YouTube.

- Amateurfunk ist experimenteller Funkdienst. Nach dem Ablegen der entsprechenden Prüfung dürfen Funkamateure Geräte und Antennen selbst bauen und neue Technik oder Verfahren "ausprobieren". Heute ist Amateurfunk ohne den Einsatz von Computern und das Internet kaum denkbar, es gibt Programme zur Vernetzung über Funk, zur Vorhersage der Ausbreitung der Funkwellen, Verzeichnisse von Amateurfunkern weltweit und vieles mehr. Amateurfunk findet auch mit dem Mond als Reflektor oder über von Funkamateuren gebaute Satelliten statt. Auch auf der ISS sind fast ständig auch Astronauten / Kosmonauten mit Amateurfunklizenz aktiv.

- Für viele Amateure ist es aber besonders interessant, mit einer Sendeleistung von ca. 100 W (normale Glühlampe) möglichst weit entfernte Amateurfunkstationen zu erreichen. Dies ist vom "Funkwetter" abhängig. Mit etwas Glück (aber auch Können) ist es schon mit dieser geringen Leistung möglich, jeden Punkt der Erde zu erreichen! Der Reiz besteht dabei in der Ungewißheit, ob die Verbindung überhaupt zustande kommt, seltener im Gedankenaustausch mit dem anderen Funkfreund.

- Amateurfunker treiben auch Sport! Es gibt internationale Wettkämpfe, auch Contest genannt, bei denen es darauf ankommt, innerhalb einer festgelegten Zeit möglichst viele Verbindungen mit bestimmten anderen Amateurfunkstationen herzustellen. Eine andere Amateurfunk-Sportart ist die Fuchsjagt, bei der im Gelände versteckte Sender durch Peilen (Feststellen der Richtung, in der der Sender von verschiedenen Standorten aus liegt) möglichst schnell gefunden werden müssen.

- Die Verständigung erfolgte in den Anfängen der Funktechnik mit den bekannten Morsezeichen, wie sie schon vorher bei der drahtgebundenen Telegrafie verwendet wurden. Heute kann man zwar auch normale Sprache benutzen, jedoch ist dies wegen der Vielzahl der Sprachen auf der Welt oft nur über den Umweg einer Fremdsprache möglich, d.h., beide Funkamateure müssen eine verbreitete gemeinsame Sprache, z.B. Englisch, Spanisch, Französich, Deutsch usw., ausreichend beherrschen. Bei der Verwendung von Morsezeichen ist der weltweite Kontakt einfacher, man verwendet etwa hundert Abkürzungen, die jeder Funkamateur problemlos in seiner Sprache lernen kann, z.B. QSO heißt Verbindung, CW ist Telegrafie, RTTY Funkfernschreiben usw. Die Abkürzung XYL für Ehefrau kommt nicht von Xantippe, sondern von ex-yl (yl= young lady)!

 

Amateurfunk ist mehr...

als nur ein Hobby! In vielen Ländern ist der Amateurfunk ein fester Bestandteil des Zivilschutzes. Bei Naturkatastrophen und anderen Notsituationen haben Funkamateure schon oft zusätzliche Kommunikationsverbindungen geschaffen oder ausgefallene ersetzt, z. B. bei dem Erdbeben in Nepal und zuvor bei denen in Haiti und Chile, am 11. September 2001 in New York oder schon oft bei Überschwemmungen in Asien. Deshalb haben Dienststellen in vielen Staaten auch Amateurfunkstellen und in den meisten Ländern gibt es Amateufunk Notfunk. Die Internationale Amateur Radio Union (IARU) koordiniert erforderliche Einsätze und führt auch Übungen durch.