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Neue Warnfunktion für Contester mit N1MM+

Peter, DF1LX, hat ein Programm geschrieben, das nun auch Nutzern des Loggers N1MM+ eine Warnfunktion für die contestfreien Bereiche des WAG bietet. Kurze Beschreibung und Links hier - und großes TU an DF1LX!

SDR-Aufzeichnungen - erste Erfahrungen

2013 haben wir mit SDR-Aufzeichnungen begonnen - zunächst, um ein klareres Bild vom Geschehen in den contestfreien Bereichen zu bekommen und Verstöße möglichst gerecht bewerten zu können. Es ist ein Unterschied zwischen einem QSO und einem einstündigen Run, der womöglich noch Hinweise auf dem Band auf die contestfreie QRG ignoriert. Die Zahl der Verstöße geht zurück - was das Nebeneinander von WAG und der weltweiten Funkaktivität der Pfadfinder beim Jaboree on the Air (JOTA) verbessert, bei dem sie tausende junge Leute in Kontakt mit Amateurfunk bringen.

Aber mit dem Essen kommt der Appetit - also nutzten wir die SDR-Aufzeichnungen auch für mehr und mehr Logcheck-Fälle. Einen ersten Überblick zu den Erfahrungen gab es bei der Contest University (CTU) im Juni 2016 in Friedrichshafen, und die Folien davon gibt es nun auch hier.

Knapp gesagt: SDR-Aufzeichnungen bringen mehr Präzision, eher weniger zusätzliche Streichungen als gerettete QSOs, und erlauben Checks bei Dingen, die bisher jeder Prüfung entzogen waren, wie die Frage nach möglicherweise zwei gleichzeitigen Signalen.
Jeder Vorteil hat seinen Preis: SDR-Aufzeichnungen erhöhen den Zeitaufwand theoretisch ins Unendliche. Sie erlauben also nur ein gezieltes und präzises Beleuchten einzelner neuralgischer Punkte in einem Universum (allein die Logeinreicher sind 15 000 Stunden qrv). Eine flächendeckende Kontrolle aller QSOs ist aber unmöglich und daher nicht einforderbar. Hier nun die CTU-Folien als pdf.
"Chef" des kleinen SDR-Geschwaders ist Heiko, DL1RTL (TU!)
    

YL-Kategorie

Der WAG wird ab 2016 eine zusätzliche YL-Kategorie analog zur Rookie-Kategorie haben. Dazu ist im Log in der Soapboxzeile YL einzutragen, um in diese zusätzliche Auswertung zu kommen. Jedes YL-Log bleibt aber natürlich weiterhin in der Wertung der jeweiligen Kategorie wie z.B. SO LP Mixed. Die YL-Kategorie wird es zunächst probeweise für drei Jahre geben.
      

Wie lange funken wir?

8,1 Stunden haben deutsche Single-Operator im Schnitt beim WAG 2015 an der Station zugebracht. Bei ausländischen Stationen waren es genau sechs Stunden. Wie sich das zwischen 24 Stunden und wenigen Minuten verteilt und wie es in den einzelnen Kategorien aussieht, zeigen die folgenden vier Grafiken. Natürlich kann jeder selber das noch viiieeeel weiter treiben mit Hilfe unserer ausführlichen Statistik-Datei, die für jede Station unter anderem die Op-Zeit enthält (ab 15 Minuten ohne QSO wird "Pause" definiert). Wer mag, kann also Korrelationen selbst noch zwischen Multiplikator-Zahl auf 80m und Op-Zeit herstellen oder - was seinen Reiz hätte - zwischen Op-Zeit und Abzugsquote
Grafiken von links nach rechts: Prozentuale Verteilung in Stundenschritten (DLs), durchschnittliche Op-Zeiten pro Kategorie (DLs), Stundenschritte für ausländische Stationen und Op-Zeiten pro Kategorie (ausländische Stationen).

Statistik erweitert um Op-Zeiten und Mode-Verteilung

Jetzt gibt es noch mehr Zahlen. Wir haben die Ergebisliste ergänzt um Op-Zeiten und Mode-Verteilung (angegeben in Prozent der SSB-QSOs). Wer alle nun verfügbaren Daten für eigene weitere Berechnungen nutzen will, findet sie in dieser Statistik aller Teilnehmer u.a. mit bandweiser Aufschlüsselung nach QSOs, Punkten und Multiplikatoren, SSB-Anteil, Op-Zeit, WRTC-Qualifikationszone (am Fuß des Files auf den Reiter "raw" klicken, um die reinen Ergebniszeilen ohne Zwischenüberschriften zu bekommen). Wer mag, kann sich aus diesem Excel-File selbst die Ergebnisse einer "Kategorie" 80m Singleband, SSB bei weniger als 12 Stunden Aktivität anzeigen.

Bitte keine dupes löschen

Kurz vor dem Contest noch mal die Bitte:
Keine Verbindungen löschen, die im Log als dupe ausgewiesen werden.
Es gibt viele Möglichkeiten, warum das nur vermeintliche dupe in Wirklichkeit gar kein dupe war: Die Gegenstation arbeitete in Wirklichkeit jemand anderen, sie oder Ihr loggte ein Call falsch. Das QSO dann zu streichen, schadet Euch und/oder der Gegenstation. Bitte überlasst es dem Logcheck, welche Verbindung ein dupe ist oder nicht. Gefahrene und bestätigte Verbindungen dürfen NICHT gelöscht werden. Es gibt keine Strafpunkte für dupes, sie zählen einfach nur null Punkte.
In einer an einige Betroffene versandten Mail werben wir auch darum, Anrufer nicht abzuweisen, die als dupe angezeigt werden - vergesst die "qso b4"-Taste.

Regel-Neuerungen Mai 2014

Seit Mai 2014 sind die "Allgemeinen Contestregeln DX & HF-Funksport" in Kraft, damit auch gültig für den WAG. Zu den Kernpunkten gehört das ausdrückliche Verbot von "Selfspotting" und anderer Kommunikationskanäle wie Mail, Chat etc. Außerdem sehen die Regeln nun auch abgestufte Strafen unterhalb der Disqualifikation für Verstöße oder unsportliches Verhalten vor: "Gelbe Karten" bedeuten Abzüge von 2 oder 5 oder 10 Prozent des Endergebnisses.

Wer loggt womit?

59 verschiedene Programme zur Erstellung der WAG-Logs ermittelte unser Roboter 2012 aus den eingegangenen Log-Dateien. Spitzenreiter waren N1MM und UCX Log, die zusammen mehr als 40 Prozent der Logs lieferten. Für viele Contester gilt erkennbar "Never touch a running system", da sie bei weitem nicht immer mit ganz oder ziemlich aktuellen Versionen ihrer Programme arbeiteten. Von den 387 N1MM-Nutzern etwa verwendeten mehr als 50 (14 Prozent) Versionen, die aus dem Jahr 2011 oder früher stammten. Nur rund zehn Prozent nutzten eines der drei aktuellsten Updates.