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HF-Referat

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Funkwetterbericht

Der Funkwetterbericht wird wöchentlich, immer mittwochs, von DL1VDL erstellt. Dieser Funkwetterbericht wird anschließend in den Deutschlandrundspruch aufgenommen. Den Deutschlandrundspruch finden Sie jeweils ab Donnerstag um die Mittagszeit im Internet. Sie können sich auch in den E-Mail-Verteiler für den Deutschlandrundspruch aufnehmen lassen und erhalten ihn dann automatisch per E-Mail. Fachbegriffe aus dem Funkwetterbericht sind in DL1VDL's kleinem Funkwetterlexikon erklärt.

Funkwetterlinks

Neben dem Fachreferat HF des DARC e.V., das Informationen zur Wellenausbreitung und wöchentlich einen Funkwetterbericht zur Verfügung stellt, beschäftigen sich auch viele deutsche und ausländische Institutionen mit diesem Thema. Die interessantesten Links haben wir hier zusammgestellt.

Funkwetter

Unter dem Begriff „Funkwetter“, dem Ausbreitungsverhalten von Funkwellen, werden alle atmosphärischen und kosmischen Bedingungen (im strengen physikalischen Sinn) zusammengefasst, die den kurzfristigen Zustand des Ausbreitungsverhaltens von Funkwellen beeinflussen. Wie das Wetter ist das Funkwetter als ein bestimmter Zustand an einem bestimmten Ort auf der Erdoberfläche definiert.

Besonders auf der Kurzwelle sind die Ausbreitungsbedingungen stark von der Sonnenaktivität abhängig, ebenso von der Funkfrequenz sowie der Jahres- und Tageszeit. Es ist vor allem der Sonnenwind, der die Ionisation der oberen Luftschichten (Ionosphäre) und damit ihr Reflexionsvermögen beeinflusst. Denn Reflexionen an den ionisierenden Schichten sind Voraussetzung dafür, um auf der Kurzwelle große Entfernungen überbrücken zu können. Funkwellen werden an der Ionosphäre dann reflektiert, wenn sie unter einem bestimmten Winkel auf diese auftreffen. Die Größe des Einfallswinkels, den die Wellen besitzen müssen, damit diese an der Ionosphäre reflektiert werden, hängt von der Frequenz und der Ionisierung (Vorhandensein elektrisch geladener Teilchen) des Ionosphärengases ab.

 

Das Bild (Quelle: NOAA/SEL) zeigt verschiedene mögliche Situationen:

  • (A) Die Funkwellen durchdringen die Ionosphäre (Winkel zu steil / foF2 [1] zu niedrig)
  • (B) Die Funkwellen werden von der Ionosphäre absorbiert
  • (C) Die Funkwellen werden in verschiedene Richtungen gestreut, ursächlich dafür sind Irregularitäten der Ionosphäre
  • (D) „Normale“ Reflektion der Funkwellen an der Ionosphäre.

Die Ionisation (Erzeugung elektrisch geladener Teilchen) der Gasmoleküle in der Ionosphäre erfolgt durch elektrisch geladene Elementarteilchen, die als Sonnenwind auf die Atmosphäre der Erde treffen. Da die Stärke des Sonnenwindes unter anderem vom elfjährigen Sonnenfleckenzyklus abhängt, ist auf der Erde ein ebenfalls elfjähriger Schwankungszyklus des Funkwetters im Kurzwellenbereich deutlich zu beobachten. Aber auch kurzfristige Schwankungen der Sonnenaktivität haben Auswirkungen auf die Kurzwellenausbreitung auf der Erde. Daher interessieren sich viele Funkamateure für die unterschiedlichsten Parameter wie A- und K-Index, die Sonnenfleckenrelativzahl R sowie den Grad der Sonnenaktivität (Teilchenstrahlung). Resultiert doch aus diesen Parametern der Zustand der sogenannten Ionosphäre.

Ähnlich dem Wetterbericht können durch Berechnungen Prognosen erstellt werden, die eine ungefähre Abschätzung der Ausbreitungsbedingungen erlauben. Diese werden vom DARC als Funkwetterbericht im Internet, in den Rundsprüchen und in der DARC-Vereinszeitschrift CQ-DL regelmäßig veröffentlicht.

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[1] foF2 = ionospha?rische Grenzfrequenz

 

Vorträge zum Thema "Funkwetter" (Ham Radio 2012)