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Ein kleiner Rückblick auf die Themenabende des Jahres 2010
(23.01.2011/DF1ID)
In den folgenden Zeilen möchte ich ein ganz klein wenig berichten, von den Dingen, die im Radioclub "A12" in Pforzheim abliefen. Unser Terminplan sieht vor, jeden dritten Donnerstag eines Monats einen besonderen Abend, einen Themenabend, durchzuführen. Das heißt keinesfalls, daß dies die einzigen Aktivitäten sind. Ganz nach Lust und Laune oder entsprechend den aktuellen Anlässen finden auch an anderen Donnerstagen oder auch an jedem beliebigen Wochentag Aktionen der unterschiedlichsten Art statt. Auf dieser Seite wird aber nur auf die Themenabende des Jahresprogramms zurückgeblickt.
An dieser Stelle möchte ich allen Referenten, Organisatoren, Helfern oder anderweitig Beteiligten einen recht herzlichen Dank sagen. Ein Dankeschön gilt auch allen, welche ihr Interesse am Clubleben durch ihre Anwesenheit dokumentierten.
Wir sind ein wenig stolz darauf, daß wir nun schon vier Jahre lang unser Programm lückenlos eingehalten haben und wir auch im Jahr 2010 wieder für jeden Monat etwas vorsehen konnten. Gerne nehmen die Mitglieder des Vorstandes auch Wünsche und Vorschläge für zukünftige Veranstaltungen entgegen.
Januar 2010
Mit dem Thema "Die Sprachen der Menschen" lud Gerhard Bischoff, DF1ID, zu einer Diskussionsrunde ein. Gerhard begann mit dem Aufzeigen der Verwandtschaft der germanischen Sprachen. Zusammen mit den vielen Beiträgen der Anwesenden ging man bald auf andere Sprachen Europas über: romanische Sprachen, slawische Sprachen, Litauisch, Lettisch, keltische Sprachen . . . Dann wurde der Kreis weiter gezogen und Gerhard nannte Beispiele dafür, daß selbst Sprachen im fernen Indien oder Nepal gewisse Verwandtschaft zu den oben genannten zeigen. Alle gehören zu einer großen Sprachfamilie mit einer gemeinsamen Wurzel, dem Urindogermanischem, was vor etwa 5000 Jahren gesprochen wurde.
Im zweiten Teil fragte sich die Diskussionsrunde, was war davor? Im Vergleich zur Existenz des heutigen Menschen, des 'Homo Sapiens' und seines Vorgängers, des 'Homo Erectus', erscheinen die genannten 5000 Jahre geradezu kurz. Man hat Steinwerkzeuge gefunden, welche vor 2.600.000 Jahren hergestellt wurden und man darf annehmen, daß auch damals schon die als Nomaden durchs Land ziehenden Jäger und Sammler dank ihrer sprachlichen Verständigung erhebliche Vorteile im Überlebenskampf hatten.
Die Menschwerdung spielte sich in einem Zeitraum von 10 Millionen bis etwa 3 Millionen Jahren vor unserer Zeit ab. Vermutungen über eine "Sprache" jener "Vormenschen" kann man aus Vergleichen mit heute lebenden Affen machen. Schimpansen können 200, 250 Begriffe lernen. Selbst von weit niederer in der Entwicklung stehenden Affenarten weiß man, daß sie unterschiedliche warnende "Worte" haben für 'Gefahr von unten' und für 'Gefahr von oben'. Es scheint, der Keim für die menschliche Sprache ist weit zurück im Tierreich schon angelegt worden.
Februar 2010
Heinz Schmidt, DK7UM, Jahrgang 1928, seit über 50 Jahren Mitglied im DARC und immer noch jugendlich aktiv, berichtete von seinen Erlebnissen und Erfahrungen in den Jahren 1935 bis 1945. Freilich ging es hier nicht um irgendwelche Jugendstreiche sondern um ein bitterernstes Thema: "Die Flakhelfer wurden 80" oder "Wie mich der Nationalsozialismus vereinnahmte."
Seine ersten Erfahrungen und Beobachtungen bezogen sich auf den immer stärker zunehmenden Antisemitismus: Jüdische Jugendfreunde, die er plötzlich nicht mehr besuchen durfte, Bekannte der Familie, deren Bekanntschaft Heinz von nun an leugnen sollte.
Dann kam Heinz auf die Überwachung durch Blockwarte und auf die überaus starke Beeinflußung ('Gehirnwäsche') der Jugendlichen zu sprechen, welche durch die Jugendorganisationen (Jungvolk und Hitlerjugend) mit ihren vielen und oft recht raffinierten Methoden erfolgte.
Immer stärker machten sich die Folgen des Krieges auf allen Ebenen bemerkbar. Es ist bekannt, daß selbst Jugendliche eingesetzt wurden. So mußte auch Heinz als Luftwaffenhelfer Dienst tun und dank der Nazibeeinflußung waren die Jugendliche damals der Meinung, all das sei eine große Ehre.
So brach schließlich für die meisten eine Welt zusammen, als der Krieg verloren war und alle "Ideale" verflogen. Es hat eine Weile gedauert, bis Heinz begriffen hatte, wie schamlos die Jugendlichen ausgenutzt und mißbraucht worden waren.
März 2010
Eine glänzende Idee war es, den Abend "außer Haus" zu verbringen. Volker Seidel, DL2JG, der als Ehrenamtlicher im Museum tätig ist, hatte einen "Besuch des Pforzheimer DDR-Museum mit Sonderführung" für uns organisiert.
Volker und Herrn Knabe führten uns durch die Ausstellungsräume. Letzterer, hatte zwar erwähnte, daß er kein ausgebildeter Museumspädagoge sei, beide führten uns jedoch in so fachmännischer Weise durchs Haus, wie es wohl ein hauptberuflicher Museumsangestellter nicht besser hätte machen können. Sie verstanden es, bei ihren Erklärungen in geschickter Art die Ausstellungsstücken mit den geschichtlichen Fakten zu verknüpfen.
Obwohl die meisten unter uns einen guten Teil der DDR-Zeit erlebt haben, so war es doch im Nachhinein beeindruckend, oder besser gesagt sehr bedrückend, die Zeugnisse der menschenverachtenden DDR-Staatsmaschinerie wahrzunehmen oder wiederzuerkennen. Insofern war es kein "schöner Abend", aber ein Abend, der sehr zum Nachdenken anregen konnte. Unschwer konnten wir Parallelen ziehen zwischen den Methoden des DDR-Staates und des Dritten Reiches, von welchen uns Heinz, DK7UM, bei seinem Referat im Februar berichtet hatte.
April 2010
Im Zusammenhang mit gesundheitlichen Problemen in der Familie mußte der für diesen Monat vorgesehene Vortrag "Sende-, Empfangs- und Spezialröhren - Teil 3" von Werner Maier, DL9GN, ganz kurzfristig annulliert werden.
Mai 2010
Mit seinem Vortrag "Kommunikation im Untergrund - die SMS aus der Höhle" entführte uns Lothar Midden, DH1LC, zum wiederholten Mal unter die Erdoberfläche. Nach einer vorangestellten statistischen Betrachtung über die überproportional hohe Wahrscheinlichkeit unter den Höhlenforschern auf Funkamateure zu stoßen, wandte sich Lothar dem Problemkreis der Kommunikation im Bereich von Höhlen zu.
Die üblichen Funkmethoden versagen im allgemeinen bereits, wenn wegen einiger Krümmungen in einer Höhle der direkte Weg mehrfach durch Gesteinsmassen verbaut ist. Die gleiche Problematik besteht erst recht bei der Kommunikation zu Erdoberfläche. Abhilfe erfolgt durch Verwendung von Längstwellen. Zur Abstrahlung behilft man sich mit einem "Antennendipol" , welcher infolge der geerdeten Enden zusammen mit dem Untergrund einen Antennen-Loop bildet. Vorzugsweise werden Daten in Schriftform (wie bei SMS) übermittelt mit mehrfachem Vorteil: geringerer Bandbreitenbedarf als bei Sprachübertragung, leichte Speichermöglichkeit der Information und Auslesen zu einem späteren Zeitpunkt, leichte Weiterleitung in andere Netze, Vermeidung von unnötigem 'Blabla' und dadurch Einsparung des Transports großer Akkukapazitäten und vieles mehr.
In einer Pause konnten wir solche von Lothar mitgebrachten "Höhlenfunkgeräte" testen. Im zweiten Teil zeigte uns Lothar eindrucksvolle Bilder von seinen Höhlenbegehungen und den dort vorgenommenen interessanten Forschungsarbeiten. Noch ist völlig offen, ob diese Höhlen einmal für ein breiteres Publikum geöffnet werden. Doch vielleicht haben wir ja irgend wann einmal die Möglichkeit, selbst zu sehen, wo Lothar "zu Hause" ist.
Juni 2010
( Wegen eines Kurzurlaubs von DF1ID war Adolf, DG8SAD, so nett, den folgenden Bericht zu schreiben: )
Seinen Vortrag, der ursprünglich für September mit dem Titel "Moderne Otto-Motoren und Einspritzsysteme" geplant war, hat Patrick Sarter, DO1PPS, auf Juni vorgezogenen und sich spezialisiert auf "Moderne Diesel-Einspritzsysteme".
Bei seinem mit Bravour durchgezogenen Vortrag, den er durch mitgebrachtes Anschauungsmaterial wie Luftmengenmesser, Einspritzdüse und Treibstoffdruckleitung bereicherte, konnten wir den Weg des Treibstoffes verfolgen vom Tank bis zum Austritt aus dem Auspuff. Auf seinem Weg wird dieser durch viele Meßsonden, Fühler und Reglern hinsichtlich seiner Sollwerte überwacht und nötigenfalls reguliert. Das Steuergerät für all diese Vorgänge ist zigarrenschachtelgroß und im Motorraum untergebracht. Im Steuergerät werden außerdem alle eventuell vorkommenden Fehler gespeichert, so daß sie beim Auftreten von Problemen von der Werkstatt zur Auswertung ausgelesen werden können.
Im Tank arbeitet die Treibstoffpumpe, danach kommt ein Filter, ein Druckmesser und die Einspritzdüse. Der Treibstoff wird mit bis zu 200 Bar Druck in den Zylinder eingespritzt in dessen Brennraum bis zu 2000°C herrschen. Die jeweilige Kolbenbewegung wird durch die Kurbelwellenstellung ermittelt und zum rechten Zeitpunkt wird der Treibstoff eingespritzt und beim oberen Totpunkt gezündet. Moderne Motoren spritzen bei ein und derselben Kolbenbewegung bis zu viermal Treibstoff ein, damit eine bessere Gemisch-Mischung und Zylinderkühlung erreicht wird. Durch Luftmengenmesser, Drosselklappenstellung und Berücksichtigung der Umgebungstemperatur wird die korrekte Treibstoffmenge ermittelt.
Der Nockenwellenantrieb erfolgt meist mit Zahnriemen, die verschleißärmer sind und leiser laufen als Ketten; sie müssen nach Vorgabe gewechselt werden, spätesten nach fünf Jahren.
Bei der anschließenden Diskussion konnten noch viele Fragen der interessierten Zuhörer beantwortet werden.
Juli 2010
Einen sehr lebhaften Vortrag, gewürzt mit kleinen Seitenhieben auf die hohe Politik, bot uns Erich Franke, DK6II, unter dem Thema "Digitale Signalverarbeitung für Einsteiger".
Er begann mit der Verdeutlichung, wie aus einem analogen Sinussignal eine digitale Information gewonnen werden kann. Ein Blick auf die heutigen Fähigkeiten der Rechner im Vergleich zu früheren Geräten zeigt, daß solche Aufgaben überhaupt keinen erwähnenswerten Rechenaufwand bedeuten. Ein Nachdenken über die Anzahl der bei der Kodierung verwendeten Bits ließ uns erkennen, welche qualitativen Ergebnisse man erwarten darf, wenn man Analoges in Digitales verwandelt und wenn umgekehrt Digitales wieder in Analoges verwandelt werden soll.
Die heute in allen Rechnern vorhandenen Sound-Karten, sind geradezu für die Kodierung von analogen und Dekodierung von digitalen Signalen prädestiniert. Insbesondere lassen sie sich nicht nur für die üblichen Standardanwendungen nutzen, sondern sind auch für Amateurfunkzwecke vielseitig anwendbar. Neben vielem anderem erläuterte Erich beispielsweise, wie sich jede beliebige Signalform, z.B. Rechteckschwingung, mittels einzelner Sinusschwingungen zusammensetzen läßt (Fourier-Synthese). Eine andere Anwendung ist der "Bau" von Filtern, wobei der "Bau" die software-mäßige Programmierung darstellt, welche letztendlich eine Soundkarte veranläßt, entsprechende Filtereigenschaften zu zeigen.
August 2010
Die ursprüngliche Absicht, am dritten Donnerstag des Augusts einen "Grillabend" zu machen, haben wir erweitert zu einem "Tag der offenen Tür", der dann am nachfolgenden Samstag stattfand. Anlaß dafür war das 60-jährige Jubiläum der Club-Gründung.
Viele Helfer haben sich an den Vorbereitungen beteiligt. Da wurde aus den beide Clubräumen zunächst alles hinaus getragen und im Keller nebenan verstaut, was nicht zum ständigen Gebrauche dient. Die Fenster wurden geputzt und die Tische abgeräumt. Alles herumliegende Werkzeug verschwand in den Schubladen. Die Räume wurden ausgefegt und anschließend noch aufgewischt bzw. gesaugt. Der Treppenaufgang wurde gereinigt. Die Mülleimer mußten mehrmals geleert werden, weil sie sich immer wieder mit weggeräumten Abfällen füllten. Aller "Zierrat" der sich auf den verschiedenen Abstellflächen angesammelt hatte, kam an einen "sicheren" Ort.
Man könnte noch viel hinzufügen, beispielsweise wurde eine seit längerem lose im Funkraum herumstehende Wand eines Schrankes wieder an der richtigen Stelle befestigt. Doch es soll genügen.
Am "Tag X" baute eine fleißige Mannschaft dann das "Partyzelt" auf der Terrasse auf und stellte Bänke und Tische hin. Eine Reihe von Damen (und OMs!) hatten leckere Kuchen zur Verfügung gestellt. Es fehlte an nichts. Auch das Wetter war wunderbar.
Unter den funkerische Aktivitäten sollte man Michael, DCØCO, erwähnen mit seinem software-defined Radio (Perseus), welches er den Zuschauern vorführte und erklärte. Auf dem Wartberg waren Gerd, DC4CX und Peter, DK4IK, tätig, um von dort den Leuten im Clubraum ATV-Signale zu liefern, welche André, DC5ALA, in Empfang nahm.. Martin, DG8UAU, leitete und assistierte bei elektronischen Basteleien. Eine Reihe von "Jägern" machten sich mit ihren 80m-Peilern auf die Suche nach einem 'Fuchs', den Gerhard, DF1ID, im nahe gelegenen Wäldchen versteckt hatte.
Da sich ein warmer Sommerabend in die Länge zu ziehen pflegt, verließen uns Patrick, DO1PPS, und Christoph, DL5DAN, für kurze Zeit, um für die Hungrigen auch noch "Grillmaterial" einzukaufen.
Kurz um, alles sieht danach aus, als sollten wir mal wieder so einen "Tag der offenen Tür" machen.
September 2010
Wegen Urlaubs des vorgesehenen Referenten mußte kurzfristig ein Ersatz gefunden werden. Wir danken Celia Jung, die ohne zu zögern mit einem Referat "Datenschutz in der digitalen Welt" die Lücke füllte. Sie bot damit nicht nur ein sehr aktuelles Thema, zugleich war sie auch die erste YL, die in unseren Räumen einen Vortrag hielt.
Beim Wort Datenschutz denkt man zuerst daran, wie schütze ich meine eigenen Daten. Doch Celia wies uns darauf hin, wie wir oft aus reiner Nachlässigkeit, unvorsichtig mit fremden Daten umgehen. Beim weiterleiten (denglish "forwarden") von Netzpost (denglish "Mails") wird meist die der ganze Briefkopf (denglish "header") mit kopiert. Oft sind in diesem Dutzende von Adressen enthalten. Verfährt der Empfänger ebenso, so entsteht ganz schnell eine riesige Sammlung von Adressen, mit der allerhand Unfug angestellt werden kann. Abhilfe ist einfach, vor dem Weiterschicken kann man die zugesandten Adressen löschen und man kann für die eigene Empfängerliste den Befehl "BCC" verwenden, so daß nicht jeder Unnötiges zu sehen bekommt.
Dann kam Celia auf die Wichtigkeit von Paßwörtern und auf deren Qualität zu sprechen. In Wirklichkeit existierende Wörter sind relativ leicht zu knacken. Schwieriger ist es bei nicht existierenden. Als Beispiel einer Passwortkonstruktion nannte sie das "Mischverfahren", mit dem aus den beiden Wörtern [Beispiel:] "Radio" und "2001" das Paßwort "R2a0d0i1o" entsteht.
Ein 'Ausflug' führte zu Informationen über IP-Adressen bei Vernetzung, wie sie insbesondere bei Verwendung des Internetzes stets vorliegt.
Datenspeicherung ist nötig, doch es besteht immer die Gefahr von unerwünschter Verwendung. Dabei kann es sich auch um Daten handeln, welche zunächst gar nicht an einem Computer vorliegen; allerdings werden sie anschließend in Großrechnern gesammelt und dort ausgewertet. Zu solchen Datenfallen gehören alle "Pay-Back-Karten" und die anschließend bei jedem Einkauf zusätzlich gespeicherten Daten. Auch Teilnahme an Gewinnspielen, Preisausschreiben und Ratespielen dienen stets zum Sammeln persönlicher Daten. Aber auch die neuen Pässe mit biometrischen Fotos und Fingerabdrücken führen zu riesigen Datensammlungen. Wer garantiert uns, daß die Fingerabdrücke nicht in falsche Hände gelangen? Im Internet gibt es bereits jetzt viele "Gebrauchsanweisungen", die zeigen, welchen Unfug jemand mit fremden Fingerabdrücken machen kann.
Auch WLANs sind oft undichte Stellen, über welche Daten in falsche Hände gelangen können.
Oktober 2010
"Unter fremden Göttern" weilte Gerhard Bischoff, DF1ID. Doch erst zu Beginn seines Reiseberichtes ließ er wissen, in welchem Land die auf der Einladung dargestellten Tagetesblumen eine bedeutsame Rolle bei religiösen Zeremonien spielen, in welches Land er uns mit seinen Fotos entführen wollte: Es ging in die Hauptstadt des im Himalaya gelegenen Staates Nepal, nach Kathmandu.
Die Eindrücke sind fremdartig, die Kultur in mancher Hinsicht schwer verständlich für die europäische Denkweise. Noch unverständlicher sind für uns die asiatischen Religionen Hinduismus und Buddhismus. Und doch sind es Religionen, deren Gebetsstätten, Schreine und Tempel an fast jeder Ecke der Millionenstadt auffallen und die täglich vielfach besucht werden. Gerhard führte uns auch zu den heiligsten Stätten dieser beiden Religionen, zum Tempelbezirk des Heiligtums der Hindu-Religion, Pashu-puthi-nath, sowie zur größten und heiligsten Stupa der Buddhisten Nepals, der Stupa im Stadtteil Bothnath.
Es gibt so viel in Kathmandu zu sehen, daß ein Vortragsabend gerade mal ausreicht, um einen kleinen Einblick in die ersten 1 1/2 Tage des Aufenthaltes zu geben. So konnte zum Schluß der weitere Verlauf der Reise, Himalaya-Trekking, Besuch der indischen Städte Benares, Akkra und Neu Delhi nur angedeutet werden.
Das Angebot Gerhards "1 Woche Aufenthalt in Kathmandu, incl. Flug, Hotel mit Halbpension und allen Eintrittsgeldern" für weniger als 1000 € zu organisieren und zu leiten, wollte allerdings niemand annehmen.
November 2010
"Die Selbsterklärung für Funkamateure" ist seit Jahren für alle Funkamateure ein bedeutsames Thema. Ausgiebig hat sich damit Christoph Pfeiffer, DL5DAN, in seinem Vortrag beschäftigt.
Nach einigen statistischen Angaben (rund 1000 abgegebene Erklärungen bei circa 5000 Lizenzen in Baden-Württemberg) verwies Christoph darauf, daß die Erlaubnis zum privaten Erstellen der Erklärung ein bedeutsames Entgegenkommen der Behörde darstellt, welches uns erhebliche finanzielle Aufwendungen erspart, die bei anderen Sendestellen für eine amtliche Überprüfung aufgewendet müssen.
Er ging dann ausführlich auf die amtlichen Anforderungen ein, die für eine korrekte Erklärung beachtet werden müssen. Werden die Methoden zur Feststellung der Feldstärken oder die Darstellungsweise bei der Erklärung nicht sauber eingehalten, so braucht sich der Funkamateur nicht wundern, wenn er seine unvollständige oder unrichtige Zusammenstellung alsbald wieder im häuslichen Briefkasten vorfindet.
Ganz ausführlich wandte sich Christoph den Programmen zu, insbesondere dem Programm "Watt32", mit welchen man zu den unterschiedlichsten Konfigurationen der Sende- und Antennenanlage eine große Hilfe für die Erstellung der Erklärung bekommt. Er vergaß auch nicht, allen, die Probleme bei der Erklärung haben, sein Hilfe anzubieten.
Dezember 2010
Auch in diesem Jahr haben wir an unserer Tradition festgehalten und uns zu einem "Vorweihnachtlichen Beisammensein " eingefunden. Zahlreiche OMs, zum Teil auch mit ihren Frauen, wie auch eine YL kamen dieses Mal im Restaurant "Benckiser Hof" zusammen.
Freilich waren längst nicht alle in der Kartei stehenden Mitglieder anwesend und so konnte der extra aus diesem Grunde aus Lampertheim zu uns angereiste Distriktsvorsitzende Rainer Pruggmayer, DL7RP, eine Urkunde für 60-jährige Mitgliedschaft [in Worten: sechzig-jährige M.] und die zugehörige Ehrennadel nicht überreichen. Schade!
Da auch eine größere Zahl von Freunden gekommen waren, die man schon seit längerer Zeit nicht mehr getroffen hatte, wurden die Unterhaltungen noch lange nach dem Dessert, das einem vorzüglichen Menü folgte, fortgesetzt.