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10. Notfunktreffen des Distriktes Brandenburg - Bericht von Sascha, DH2SN

Am 10.6. trafen sich, auf Einladung durch Peter W. (DK6PW) und dem Referat Notfunk Distrikt Y, dreizehn Funkamateure aus den Distrikten Y, D, W und S. Auch ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzes im Landkreis Havelland war dabei.

In Friesack entsteht derzeit das neue Feuerwehrtechnische Zentrum, dass auch Teile des Katastrophenschutzes beherbergt. Wir hatten, dank der Orga vom Peter, die Möglichkeit, die Vorzüge eines klimatisierten und technisch sehr ausgestatteten Schulungsraumes zu nutzen.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Peter, erhielten die Funkfreunde einen Einblick in den Aufbau und die Aufgaben des Zivil- und Katastrophenschutzes sowie der Stabsarbeit im Landkreis Havelland.

Anschließend berichtete Karl-Heinz (DF3JW) von seinem Notfunk-Einsatz beim Hochwasser 2103.

Mike (DJ9OZ) stellt mitgebrachte und aktuelle Unterlagen des Referates Notfunk vor. Diese waren teilweise auch zum Selbstkostenpreis zu erwerben. (z.B. Aufkleber, Blöcke mit Nachrichtenformular nach IARU-Richtlinie). Auf großes Interesse stieß auch seine kleine „Notfunkbox“ auf Basis eines KX3, montiert in einem Gehäuse. Dieses beinhaltet zusätzlich ein Pactormodem, Tuner und Akku. Damit sind sowohl SSB, CW als auch Datenübertragung per winlink möglich.

Anschließend wurde die Frage nach einer Übersicht der Relaisfunkstellen aufgeworfen, die Notstromgestützt laufen oder kurzfristig mit Notstrom versorgt werden könnten, sollte es zu einem größeren Ausfall der Energieversorgung kommen.

Mike gab danach einen Überblick über die Aufgaben es Notfunks allgemein sowie über den aktuellen Stand im Distrikt Brandenburg und Berlin. Dort finden regelmäßige Gruppentreffen bei D11, kleine UKW-Notfunkübungen und jährliche Treffen statt. Auch die staatliche Unterstützung des Notfunks in den Nachbarländern der BRD wurde beleuchtet. Dort werden z.T. komplette Fahrzeuggespanne (Zugfahrzeug und Funkanhänger und entsprechender Technik; Amateurfunk und BOS) zur Verfügung stellt und von Funkamateuren betrieben. Auch in DL zeigen sich inzwischen gute Ansätze der Zusammenarbeit und Bereitstellung von Technik bzw. Masten durch Behörden.

Nach einer kurzen Mittagspause setzte Peter die Vortragsreihe mit Einblicken in den Katastrophenschutz auf BOS-Ebene sowie in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr fort. Die Möglichkeiten und Grenzen des BOS-Digitalfunks war ebenfalls Bestandteil seiner Ausführungen.

Für alle Teilnehmer ebenfalls sehr aufschlussreich und interessant, waren seine Erläuterungen zur Informationssicherheit im privaten und beruflichen Bereich, nicht nur auf Internet, sondern auch auf die alltäglichen Sicherheitslücken im Umgang mit schriftlichen Informationen und mündlichen Daten. Beispiele, wie schnell man an geheime Daten kommt oder Sicherheitslücken findet bzw. nutzen kann, sind erschreckend.

Ausblicke auf das zweite Halbjahr 2017 und Planungsideen für 2018 rundeten das Treffen ab.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Peter und Mike für die Organisationen und Ausführungen sowie den Katastrophenschutz Havelland, vertreten durch Herrn Jonas, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten bedanken.

Ich freue mich auf das nächste Treffen sowie die geplanten Notfunkübungen.

Sascha, DH2SN