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Hohes Lob für den Radio Club de Chile (RCCH)

Als Teile des erdbebengeschädigten Chile diese Woche erneut von schweren Nachbeben erschüttert wurden, hat es neue Nachrichten über die Rolle der Funkamateure gegeben, auch darüber, dass sie eine sehr gefragte, zuverlässige Nachrichtenquelle waren.

Ein TV-Nachrichten Report beschreibt sie als Gruppe von über das Land verstreuten engagierten Funkamateuren, die erwiesenermaßen eine Informations-Lebensader in dem kürzlichen zerstörerischen Erdbeben, Tsunami und Nachwirkungen waren.

Interviewt wurden der RCCH Sekretär Alejandro Jara CE3JWF und der Director des SER (Servicio de Emergencia de Radioaficionados) Rafael Riesco CE3FFR. Der ins Engliche übersetzte Spanische Report erklärt:

“Sie waren innerhalb von 10 – 15 Minuten nach dem Beben in der Luft – sofern möglich.

Während Telefon und Internet in weiten Teilen ausgefallen war, hatten viele der Funkamateure Notstrom und waren in der Lage, lebenswichtige Kommunikations-Verbindungen herzustellen, die von dem nationalen Rundfunk aufgefangen und weiterverbreitet wurden und die Lage in den verschiedenen betroffenen Gebieten darstellte.“

Der Report fügt hinzu, dass „sogar, wo des Internet noch funktionierte, man den Seiten mit sozialem Klatch wegen Übertreibung und Falschdarstellung nicht trauen konnte.“

“Funkamateure des Radio Club of Chile sind zuverlässiger, widmen viele Stunden ihres Lebens ihren Funknetzen und senden in einigen Fällen mit beschädigten Geräten sogar noch nach dem Herunterfallen von Antennen.
Dank ihnen – Rettung für Chile in einer Krise!“

“ Die Amateurfunkrufzeichen ermöglichten dem Nationalen Rundfunk und Behörden den Nachrichten zu vertrauen, weil die Mitglieder des Clubs einen „vertrauenswürdigen“ Status haben, ein großer Vorzug in einer Krise, wo Nachrichten über normale Kommunikationswege – sofern überhaupt vorhanden - verfälscht werden können.“

Der Report fuhr fort: „Behauptungen, dass Amateurfunk stirbt, wurden widerlegt, denn diese Funker haben so viele lebenwichtige Kommunikations-Verbindungen hergestellt und die Funker arbeiten ehrenamtlich und wollen definitiv keine Bezahlung.“

Als das schwere Erdbeben am Morgen des 27. Februar zuschlug, arbeiteten Red Chilena Nor Austral de Servicios (RECNA) und RCCH Netze in Koordination mit der Armee und übertrugen Information zur Suche von vermissten Personen, Zuständen von Straßen und Unterstützung für die Katastrophenschutzbehörden.

Die Folge des Erdbebens der Stärke 8,8 waren 720 Tote, 1,5 Millionen zerstörte Wohnungen neben Schäden an Straßen, Brücken und weiterer Infrastruktur.

Der RCCH dankt den Funkamateuren weltweit für das Freihalten der Notfunkfrequenzen während der nationalen Notsituation. Alle bisher gemeldeten KW-Frequenzen werden gegenwärtig nicht mehr für Notverkehr benötigt.

(Jim Linton VK3PC, Chairman, IARU Region 3 Disaster Communications Committee)

(Deutsche Übersetzung: DJ9OZ/12.3.10)

Notfunkverkehr in Chile

01.03.10

Jorge Sierra, LU1AS, Notfunkkoordinator der IARU-Region 2 bittet alle Funkamateure, folgende Amateurfunkfrequenzen nach einem schweren Erdbeben (27.02.10) für Notfunkverkehr in Chile freizuhalten:

3738, 3750, 7050, 7060, 7095, 14200, 14300, 14350,  21200, 21350, 28300 und 28500 kHz.

 

An der Aktion beteiligt ist die lokale Notfunkgruppe Red Chilena Nor Austral de Servicio (RECNA), die Funkverbindungen nach Argentinien unterhält.

Link zum Erdbebenmonitor

RCCH