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Stellungnahme zum CQDL-Artikel "4m/2m Konverter" im Heft 11/2009

In der CQ-DL 11/2009 wird auf Seite 792 ein Selbstbauprojekt für einen 4m/2m-Konverter vorgestellt. Da in der Einleitung bzw auch im Redaktionshinweis bezug auf Funkamateure als Angehörige von Katastrophenschutzorganisationen einige Bemerkungen gemacht werden, sehen wir uns als Fachberater für Notfunk und Krisenkommunikation im Einvernehmen mit den Notfunkreferenten- bzw beauftragten der Distrikte C, D, H und P zu einigen erläuternden Hinweisen veranlasst.

Grundsätzlich eignet sich der BOS-Funk nicht als Experimentierfeld für Funkamateure, schon garnicht, wenn damit durch Selbstbaugeräte Frequenznutzungen geplant sind! Die aktuelle BOS-Funkrichtlinie vom 7.9.2009 (Gemeinsames Ministerialblatt des Bundesinnenministeriums, GMBl. S. 803) weist in Ziff. 2 ausdrücklich darauf hin, dass "für die Teilnahme am BOS-Funk nur nach den Technischen Richtlinien der BOS zugelassene Funkanlagen verwendet werden dürfen. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung der zuständigen obersten Landes- oder Bundesbehörde".

Wir bitten daher eindringlich die im Artikel angesprochenen Funkamateure als Mitglieder der Feuerwehren, des THW's und der Sanitätsorganisationen von einer Verwendung eines nachgebauten 4m/2m-Konverters bei Einsätzen oder Übungen Abstand zu nehmen! Unabhängig von persönlichen, fernmelderechtlichen Konsequenzen nach dem Telekommunikationsgesetz fällt die Nutzung nichtzugelassener BOS-Geräte ohne Ausnahmegenehmigung immer auch auf die Organisation zurück und kann daher auch Folgen für die eigene Mitgliedschaft haben.

Den redaktionellen Hinweis "Gesetzeslage beachten" unter Bezug auf "Funkamateure, die zeitgleich bei der Feuerwehr, THW usw. tätig sind" und auf "gesetzliche Bestimmungen beim Empfangsbetrieb" halten wir für irreführend und ohne Hinweise auf die konkreten Vorschriften für wenig hilfreich. Der Betrieb nicht zugelassener Geräte auf BOS-Frequenzen ist schlichtweg nicht erlaubt!

Werner Rinke DK1WER
DARC-Fachberater Notfunk und Krisenkommunikation