Um das Problem der Signalspitzenbildung bei digitalen Signalen zu lösen, wurde BandViewer entwickelt und in den Portsdown-DATV-Transceiver integriert. Es eignet sich gut zur Spitzenanzeige bei DVB-T- und DVB-S-Signalen sowie zur Darstellung der Flanken zur Überprüfung der Linearität der Leistungsverstärker.
BandViewer ist Teil der Standardausstattung des Portsdown-DATV-Transceivers und benötigt für den Betrieb lediglich einen SDR, einen Raspberry Pi 4 und einen Touchscreen, sodass er sich ideal für den mobilen Einsatz eignet. Unter Verwendung der Empfangsseite eines SDR wie LimeSDR, Pluto, Airspy, RSPdx oder RTL-SDR bietet der BandViewer eine spektrumanalysatorähnliche Ansicht aller vom SDR abgedeckten Frequenzen.
Der BandViewer wird über das Portsdown-Menü 2 oder über die Portsdown-Empfängerseite (für terrestrischen Empfang) ausgewählt. Das Portsdown-System kann auch so konfiguriert werden, dass es direkt mit dem BandViewer startet (Menu 3, System Config, Start-up App)..
Die BandViewer-Einstellungen müssen möglicherweise angepasst werden, um eine optimale Anzeige zu erzielen. Eine Überlastung des SDR-Eingangs kann die Anzeige auslöschen oder einen massiven Ausschlag bei der Mittenfrequenz verursachen. Über das Einstellungsmenü lässt sich die Lime-Verstärkung anpassen, um dieses Problem zu minimieren, wobei für extrem starke Signale möglicherweise externe Dämpfungsglieder erforderlich sind. Manchmal muss der Lime neu kalibriert werden (Systemmenü, „Re-cal LimeSDR“), um Störsignale zu minimieren, doch bleiben einige Störsignale bestehen.
Obwohl es nicht möglich ist, eine absolute Kalibrierung für die vertikale Skala bereitzustellen, ist die relative Kalibrierung zwischen den Pegeln genau ebenso wie die Frequenzkalibrierung. Eine erweiterte vertikale Anzeige (Gesamtbereich 20 dB) ist über das Menü „Mode“ verfügbar. Marker können zur Messung sowohl von Frequenzen als auch von Pegeln verwendet werden. Die Erkennung kurzzeitiger Signale kann durch die Verwendung der Peak-Hold-Funktion im Marker-Menü erleichtert werden.
Die direkte Eingabe der Mittenfrequenz ist im Menü „Einstellungen“ möglich, ebenso wie 5 konfigurierbare Voreinstellungen. Diese können über das Menü „Modus, Konfiguration einstellen“ konfiguriert werden. Mit den Pfeilen im Hauptmenü lässt sich die Mittenfrequenz um ein Zehntel der Scanbreite nach oben oder unten verschieben. Bei Auswahl im Portsdown-Empfangsmenü wird die Mittenfrequenz zunächst auf die DATV-Empfangsfrequenz eingestellt. Die Anzeige kann zur genaueren Betrachtung eingefroren oder als „Snapshot“ erfasst werden, der im Ordner /home/pi/snaps auf der SD-Karte des Raspberry Pi gespeichert wird.
Der BandViewer eignet sich besonders gut zum Aufspüren schwacher Signale oder zum Aufspüren von Rausch- oder Störquellen.
Quelle:
Dave Crump, G8GKQ, BATC Treasurer, Salisbury, England
ATV-Journal 210
ATV-Kontests bis Ende 2026
Juni 13/14 -- IARU R1 ATV contest 6 m und darüber in allen Modi
August 15/16 -- DATV schmalband 6 m, 2 m und 70 cm
September 12/13 -- alles sb 70 cm und darüber in allen ATV-Modi
Dezember 12/13 -- alles ab 70 cm und darüber in allen ATV-Modi.
