Notfunk-Relais

Hallo und hier mal wieder was aus der Bastelecke. Da wir aus verschiedenen Anlässen heraus beschlossen haben  im Not und Katastrophen-Fall für unsere Stadt und unsere Mitmenschen hilfreich da zu sein, habe ich mit dem Bau einer Relaisstation einen Beitrag zur unabhängigen  Kommunikation geschaffen. In Verbindung mit dem Antennenmast, den wir euch ja schon vorgestellt haben, besteht somit die Möglichkeit, dass wirklich Viele mit ihren Handfunkgeräten oder auch Mobil und Feststationsgeräten in einem großen Umkreis jederzeit Hilfe rufen können. Wir arbeiten gerade daran eine gewisse Infrastruktur mit einem gewissen Netzwerk von Funkamateuren und Helfern entstehen zu lassen. Die Feuerwehr Essen konnte sich einen guten Eindruck von Technik und Technikern unter uns machen und war überrascht. Nun zum Bau des Relais. Es gehörte nicht viel Geld dazu sondern mehr eine gewisse Kenntnis und Erfahrung und Organisationstalent dazu.. Zwei  ältere Betriebs-Funkgeräte waren der Anfang. In der Nachbarstadt fand sich schnell ein Kollege der über eine etwas größere Garage und sehr viel Inhalt verfügte. Der ideale Fundus. Schnell war ein Duplexer gefunden und nach längerem Stöbern zog der Kollege dann auch noch eine Platine aus einem Karton die die Relaissteuerrung elektronisch abwickelt. Es fand sich tatsächlich auch noch ein Ordner mit Software und Dokumentation. Zum Glück gibt es ja auch noch alte Haasen die mir mit Rat immer zur Seite standen. Ihr könnt mir glauben dass einige Gespräche und Tüfteleien nötig waren um die Nummer zum Laufen zu bringen. Eine nervenaufreibende aber auch spannende Geschichte für mich. Ich liebe sowas. Dann ging es darum alles artgerecht zu verbauen. Ein Flyght-Case war schnell gefunden für ein paar Taler, denn schließlich sollte es ja nicht teuer werden. Nun ging dann wieder die Bastelei  los. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und funktioniert tadellos. Ein grundlegender Baustein zum Notfunk war gelgt.  

 

 

Zwei ältere Motorola Betiebsfunkgeräte waren der Anfang
Dieser gute alte Duplexer fand sich in der Garage des lieben Kollegen
Hier die WX Relaisansteuerung. Etwas abteuerlich und ich war wirklich nicht sicher ob die lief. Aber...... sie lief, wie sich später rausstellte.
In meinem eigenen Fundus fand sich tatsächlich noch ein passendes gebrauchtes Gehäuse. Dies auf den neuen Inhalt umzubauen war nun kein wirkliches Problem. Ein bischen bohren, schleifen und löten, fertig.
Da ich im Keller noch irgendwo Acrylglas in 8mm hatte, wurde dieses als Träger für Relaissteuerung, Duplexer und Verkabelung genommen.
Zugegeben, beim Bohren und ausfeilen der Löcher ins rechteckige kam ich mir vor wie 1973 in der Lehrwerkstatt der Schule für Elektrotechnik.
......... nur das es damals noch keine Heißklebepistole gab. 73 wohl in USA unter dem Namen Polygun, aber ein paar Jahre später erst hier........
Im hinteren Teil kam dann noch eine Querstrebe hinzu und da ich noch diese herrlichen roten Flügelschrauben hatte, wurde damit gesichert. Man muss ja schließlich davon ausgehen, dass solch ein Flyght-Case nicht immer liebevoll transportiert wird.
Das konfigurieren der Funkgeräte im einzelnen erfolgt mit einem Win 98 Rechner und für das konfigurieren der Relaissteuerung wiederum wird mit Win XP gearbeitet. Ich hatte schon ganz vergessen wie schnell Win 98 sein kann.
So langsam ist die Kiste fertig . . . . . . .
Klappe zu und nun weiter zum Test in den Gebrauch.

Probeaufbau des neuen 25m Mast

Hallo mal wieder vom Club L11,

wir wollen euch heute einmal unseren Antennenmast der etwas höheren Art vorstellen. Viele beneiden uns darum, allerdings nicht um die Arbeit dieses Ding aufzustellen. Es bedarf schon einer sehr sorgfältigen Vorbereitung. Die Aufbauanleitung muss zwingend verinnerlicht werden und die Handgriffe müssen sitzen. Das ist nichts für Cowboys und deshalb haben wir sorgsam ein Team zusammengestellt. Seit einem Jahr konnten wir dann endlich auf einem geschlossenen Gelände den ersten Probeaufbau starten. Es hat dann auch tatsächlich 7 Stunden gedauert. Das genaue Positionieren des Mastes mit einem genauen Nivellieren der Füße sind absolute Wichtigkeit, genauso wie das aussuchen der drei Haltepunkte für die Spannseile. Auch das Eintreiben der Erdspieße mit einer Länge von bis zu 1300mm muss sorgfältig erledigt werden. Der Hammer ist jetzt auch nicht gerade ein Uhrmacher-Hammer und so wurde sich abgewechselt. Das Hochschieben der einzelnen Mastelemente, dabei die Spannseile immer gleichbleibend in der Zugspannung zu halten, ist schon ein mehr als anspruchsvoller Vorgang. Hier ist absolute Konzentration und Koordination angesagt. Einer hat das Kommando und alle müssen danach handeln. Wir haben es aber richtig gut hinbekommen und haben erst einmal mit einem Radler angestoßen. Der Abbau ging in der Hälfte der Zeit, da die Handgriffe eigentlich nur rückwärts liefen. Nachdem alles wieder am Boden war, war dann Materialpflege angesagt und das gute Verstauen in die Lieferfahrzeuge.

Durch das Anbringen einer Umlenkrolle an der Mastspitze konnten wir mehrere Langdrahtantennen durchtesten. Die Rundstrahl-Antennen für UKW sorgte ebenfalls für gute Verbindungen. Mit einem Handgerät klappte es mit besten Werten bis ins tiefste Sauerland. Von Gelsenkirchen aus ein gutes Ergebnis. Wir werden jetzt zügig einen neuen Aufbau-Platz suchen, um dann einen nächsten Aufbau zu starten. Dabei soll dann auch etwas mehr Funkbetrieb stattfinden. Im September kommt dann der Fieldday-Contest mit etwas mehr Antennen und dann wird’s auch nochmal sehr spannend. Wir melden uns dann wieder, um auch davon ausführlich zu berichten.

Bis dahin wünschen wir euch alles Gute, bleibt fit und tapfer.

Euer Team vom Ortsverein Essen-Haarzopf L11

Fragen und Anregungen zum Mast gern an mich, Micha  DO7GJ

 

Hier gehts zum YouTube-Video...

 

Hiermit begann alles. Der Tag der Lieferung. Das sind ca 400 kg die da liegen. Auf gehts . . . . .
Sofort konnte man erkennen, dass sämtliche Teile mit hoher Präzision und hochwertigen Materialien gefertigt wurde.
Die Seilzugautomaten von Habegger gelten weltweit als führend. Es wurden alle geöffnet und gewartet. Wie auch das gesamte Material überhaupt. Da ist unsere Abteilung Technik sehr penibel.
Dies ist einer von 3 Haltepunkten der Abspannseile. 3 Seile in drei unterschiedlichen Höhen.
Die Seile auch von der Firma Habegger. In den Längen 30, 24 und 18m. Auch diese Qualität spricht für sich.
Teile des Aufbauteams. Von Links Dennis, Kristzian, Rolf und Uli. Da hatten die Jungs noch gut lachen. He He . . . . . Auf jeden Fall war die Stimmung bestens. Das ist doch eine gute Vorrausetzung
Dennis klinkt die Halteseile ein und Rolf hat sie in Position gelegt.
Jetzt wurde es schon etwas anspruchsvoller in der Kraftübertragung. Es waren aber genug Männer da und so konnte sich abgewechselt werden. Also dann mal : Hau den Lukas . . . . . .
Das herausholen der Erdspieße erfordert dann auch nochmal eine gewisse Technik. Frei dem Motto: Wenn der Schlosser nicht mehr weiter kann - dann setzt er einen Hebel an.
Hier zeigt sich echter Mut und Vertrauen in den Kollegen. Kristzian hält und Rolf schlägt. Zwei arbeiten und drei gucken zu. Wie beim Straßenbau halt . . . . .
Nachdem die drei Bodenanker gesetzt waren und am Mast auch alles eingeklingt war, konnten wir anfangen den Mast Stück für Stück hoch zu schieben. Dies war die anspruchsvollste Aufgabe. Dabei haben nicht mehr an Bilder machen gedacht.
da wir ja nun alle hochkonzentriert bei der Arbeit waren, musste ja nu einer aufpassen das wir nicht gestört wurden. Cooper ist da sehr auf Draht.
So langsam sah es dann schon ganz gut aus.
Ein Bild aus vergangenen Tagen schreckt bei uns immer noch neugierige Augen ab. eine kleine Entlastung für Sheriff Cooper.......
Mit der kleinen Rundstrahlerantenne war eine Verbindung bis ins tiefste Sauerland mit einem kleinen Handgerät und beste Verständlichkeit überhaupt kein Problem. Wir waren in Gelsenkirchen.
Es war wirklich eine schöne Atmosphäre bis in die Nacht hinein . . . . . . . . . unvergessen
Auch diesen kleinen Kollegen wollen wir nicht unerwähnt lassen. Micha hatte das Ding defekt geschenkt bekommen. Völlig zerlegt und gnadenlos wieder aufgebaut. 7std Dauerbetrieb mit einem beachtlich niedrigen Kraftstoffverbrauch und kaum zu hören. Tolles kleines Ding.
......................und immer wieder ganz wichtig. Flagge zeigen !!
unser MAT Team:
Dennis DO2DST
Krisztian Dl9KS
Alexander DL1ASN
Rolf DE9DRB
Uli DC1ULI
Micha DO7GJ
 

Digitale Video-Übertragung über den Amateurfunk-Satellit QO-100

Hallo mal wieder,

nachdem wir uns ja schon etwas an den Betrieb über QO-100 gewöhnt haben und einige im Club diese Betriebsart auch für sich zu Hause ins Auge gefasst haben, geht es für mich nun weiter zum nächsten Projekt.

DATV ist eine Möglichkeit, von anderen Amateurfunkstellen ausgesendete Videos zu empfangen, oder ganz und gar ein richtiges QSO, mit Hilfe zweier Webcams beispielsweise, abzuwickeln. Dazu bedarf es eines erheblich größeren Aufwand, als jetzt beispielsweise bei den normalen SSB-Verbindungen. Da reicht eine kleine Sendanlage und ein Web-SDR-Stick, mit dem man dann auf dem heimischen PC die empfangenen Stationen hören kann. Das ist jetzt auch nicht mal eben schnell gebastelt, aber nicht ganz so, wie beim senden der DATV-Signale. Reicht beim normalen SSB-Betrieb ein Spiegel von 85cm Durchmessern, braucht man zum senden der DATV-Signale einen Durchmesser so ab 120cm und gerne mehr, damit es Spaß macht. Damit ihr einen kleinen Vorgeschmack von solchen Videos bekommt, haben wir ein Video der Amsat von der QO-100 DATV-Bake, bei YouTube hochgeladen, damit wir es hier verlinken dürfen.
Hier klicken für AMSAT-Video
Wir wollen uns aber vorläufig damit begnügen, DATV nur zu empfangen. Dazu hat die DARC Verlags GmbH im letzten Jahr einen Bausatz angeboten, der interessant erschien und den wir dann gekauft haben. Nun ging dann erst einmal die Bastelei los und ich muss offen gestehen, dass die ganze Geschichte etwas aufwendiger wurde, als ich anfangs dachte. Aber egal, ich kam jetzt aus der Nummer nicht mehr raus und so habe ich dann zu Hause bei mir im ,,Labor,, weiter gemacht. Ein Gehäuse war im Fundus und der Metallhandel für Aluminium-Bleche nicht weit. Der Rest war dann bohren, feilen, schrauben, löten und langsam entstand ein Gehäuse. Ein kleines Oled-Display auch noch dazu mit bunten LED´s. Anregungen und Inspirationen hatte ich ja, sodass ich dann auch tatsächlich einen wunderbaren MiniTiouner fertig hatte. Fragt bitte nicht, wie viele Stunden ich da gebastelt habe. Als ich damit dann in der Clubstation war, konnten wir loslegen und die Software installieren, mit allen Treibern und Filtern etc. die diese Elektronik so brauch. Unser Erik ist da zweifellos recht fit beim Thema programmieren und konfigurieren.  Das war dann auch sehr schnell passiert. Aber, kein Empfang. Dann habe ich etliche Videos gesehen und Telefongespräche geführt und wir haben eine Änderung des LNB am Spiegel vorgenommen. Da war er dann, der Empfang. Man war ich froh.

Jetzt ging die Suche los, nach einem besseren LNB, in Verbindung mit einer Sendeantenne. Wir wollen ja schließlich weiterhin über QO-100 Sendebetrieb im normalen Schmalband-SSB. Ich habe dann, auf Empfehlungen hin, ein DualFeed der Fa. BamaTech geordert. Dann noch eine spezielle Halterung und es geht hoffentlich bald weiter. Jetzt im Moment ist warten angesagt auf Teile und das Wetter muss natürlich mitspielen. Heute am 3ten April konnte das neue DualFeed endlich in Dienst gehen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, der Empfang ist gut und senden geht jetzt auch wieder. Einige minimale Umstellungen an der Software und die Sache war heute erledigt. Nun nochmal durch feines ausrichten versuchen noch etwas aus dem Empfang rauszuholen. Das dann bei etwas besseren Wetter...

Fortsetzung folgt................

 

 

Besonderer Dank an:

DD1US,für deine Inspiration und geistige Unterstützung.

DL1ZAX, für deine Erklärungen und deinen Support an der Hardware.

DH1KC, für deine faire Weitergabe von Komponenten und den ausführlichen Erläuterungen.

 

Ohne solche Kollegen wie Euch  würde das Hobby nur halb so viel Freude machen. Aber wie immer gilt: Wir alle sind der Club und machen daraus was er ist, Unser DARC. Danke !!

73` von DO7GJ    Micha

 

Es folgt eine kleine Bilderstrecke von Aufnahmen die ich immer mal wieder gemacht habe.

 

 

 

Die LED-Fassungen waren relativ schnell drin.
Etwas aufwändiger wurde es dann mit der Front und Rückblende, teilweise wie in den 70er Jahren inne Lehrwerkstatt.
Platine schonmal drin. . . . . . .
Jetzt alles ausrichten. Der Tuner sitzt auf einer Sockelleiste und ist nur gesteckt. Damit keine zu große Belastung auf Platine und Lötstelle durch die angeschlossenen Antennenkabel aufkommen konnte, war noch eine Fixierung am Gehäuse mein Plan.
Keine Meisterleistung, aber es war auch so gut genug. Hatte lang genug gedauert.
Jetzt konnte so langsam alles beschriftet und verlötet werden. Zweifellos der angenehmere Part der Operation.
Nun waren auch die F-Buchsen mit dem Gehäuse fest verbunden, sodass eine Belastung durch die angeschlossenen Koaxialkabel, nicht zu Schäden an der Platine führten.
Das Gerät schon mal an seine neue Heimat gewöhnen . . . . . . .
Hier kann man unter dem Schlüsselschalter für den QO-100 Schmalband-Betrieb, den neuen Antennenumschalter für die Koaxialkabel-Umschaltung des Satelliten sehen. Schmalband ist vertikale Polarisation und Breitband für DATV wird horizontal polarisiert.
Wir waren an einem Tag gezwungen mit allem Schnick und Schnack aufs Dach zu wandern, um dort direkt am Spiegel Messungen und Versuche vorzunehmen.
Nach etlichen Diskussionen mit den Gelehrten ist mir dann dieses DualFeed ans Herz gelegt worden. BamaTech macht da wirklich ganz tolle Arbeit. Ob es für uns was bringt werden wir sehen wenn es montiert ist.
Der französische Entwickler des MiniTiouner bringt uns dann auch mal das gute alte Testbild wieder in Erinnerung.
Sehr nützlich auch die Diagnose-Programme. Gerade am Anfang kann man sich so sicher sein, dass die Treiber, Codecs und Filter mit an Bord sind.
Auch die Sache hier vereinfacht auf vorzügliche Weise, dass finden von Stationen. Nur noch anklicken und schon hat man sie auf dem Schirm.
Auf diese Station hier freue ich persönlich mich am meisten. Habe ja schon auf Schmalband SSB Kontakt gehabt und die Polarstern gearbeitet. Aber hier die ersten Videos zu sehen kann ich kaum erwarten.
Die Vorder und Rückseite könnte man auch als fertig bezeichnen. Das 1,3 Oled Display wird noch gegen ein 1,8 Digole gewechselt.
Heute kam endlich der Adapter von 23mm auf 40mm . Es ist die exzentrische Ausführung, die BamaTech eigens für Sat-Schüsseln entwickelt hat, bei denen sonst die Reflektorscheibe des Potifeed gegen die LNB-Stütze stoßen würde. Ungünstig der heutige Wintereinbruch nur. Dabei keine Dacharbeit. Besser is dat !!
Heute passte das Wetter und das neue DualFeed konnte montiert werden. Die Aktion hat sich gelohnt. Hiermit klappt empfangen und senden.
Durch nochmaliges Ausrichten könnte man evtl den Empfang noch verbessern.
 
 
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