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QRP und Selberbau

 

Hier stellen Mitglieder Projekte vor, die sie selbst oder im Rahmen von Q11 erstellt haben.


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Weitere Projektbeschreibungen (auf Französisch) auf der Technikseite von F6KFT.

2m GP aus Wasserrohr und Fahrradteilen

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Konstruktionsskizze der Ground Plane

Abwasserrohr und Fahrradteile...

...einmal anders verwendet.

Ich saß bei strahlendem Sonnenschein auf meinem Balkon. Leider war die Funkbude im Keller!

Also mußte eine billige und leichte Portabelantenne für das 2 Meter Band her. Diese wurde erstmals beim JOTA getestet und verschiedene Verbesserungen durchgeführt.
Im ARRL – Handbuch Nummer 33 war ein schöne Anleitung, leider alles in Zollangaben.
Also erst mal umrechnen und den eigenen Anforderungen anpassen.

Die Anforderungen:

Preiswert, sehr leicht, einfacher Aufbau, weitgehend zerlegbar, Standrohrlänge variabel,
keine Spezialteile und die Teile müssen überall gekauft werden können.
Die Antenne muß sich „Spurenlos“ wieder entfernen lassen.

Die Lösung:

Graues Abflussrohr (DN 40) kann als 1 meter Stück gut gesteckt und überall
erworben werden. Und es gibt ausreichend Schellen mit Gummilager zu kaufen.

Material:

 

1Aluminium Grundplatte 90x90x2 mmlag noch in der Bastelkiste
1PL Verbinder Typ: NC 565 TGca. 3,00 €
1PL Stecker
8Strebenbolzen (Schutzblechhalter)aus dem Fahrradladenà ca. 0,50 €ca. 4,00 €
8Flügelmuttern M5 (bei Bedarf, erhöht den Preis)
1Gewindestück M 3 , 34mm lang
1 Messingrohr 4x0,5 mm  (Baumarkt)ca. 1,70 €ca. 2,00 €
(Länge nach Versuch: 498 mm)
1 Endkappe aus Gummi(Fahrradladen)ca. 0,30 €ca. 0,30 €
4Aluminiumrundstäbe 4mm(Baumarkt)à ca. 2,00 €ca. 4,00 €
(Länge nach Versuch: 483 mm)
1Rohrdeckel DN 40 ca. 0,35 €ca. 0,50 €
Abflussrohr DN 40 nach Bedarf(Baumarkt)1m: 1,25 €ca. 3,75 €
Rohrhalter nach Bedarf(Baumarkt)ca. 2,00 €ca. 8,00 €
Nagellack der XYL
Summe max.ca. 24,55 €

 

Tips zum Nachbau:

Der Rohrdeckel DN 40 (Schriftbild auf dem Deckel mit Feile entfernen) kann mit
UHU-Sekundenkleber zusätzlich mit dem Aluminium verklebt werden.

VORSICHT: Stark reizend!

Mit dem Nagellack wird die Schnittstelle zwischen Buchse und Aluminium abgedichtet.
Nagellack läßt sich mit Aceton leicht entfernen.
Als Gleitmittel zum Einstecken in das Standrohr kann auch Nivea-Creme genommen werden.

Preisvergleiche lohnen sich!!!
Nun wünsche ich frohes basteln.

A.R.S.:DC9VC, Dieter Heyland, Im Wildfang 2, 66131 Saarbrücken,

Microvert

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Eine verkürzte Vertikalantenne: Erfahrungen mit der Microvert nach DL7PE

Unser ehemaliges OV Mitglied Thomas, DL4VM, ist CW-Purist und ein Freund unauffälliger Antennen. So stieß er im Internet auf die Homepage von DL7PE, OM Jürgen Schäfer. Dort wird Funktion, Wirkungsweise und Aufbau einer verkürzten Vertikalantenne beschrieben. Wer dieselbe nachbauen möchte, dem sei dringend angeraten die entsprechende Dokumentation auf CD bei DL7PE zu erwerben. Diese CD beschreibt alles, was man zum Nachbau wissen muss; eine perfekte Dokumentation, die Theorie und Praxis optimal erklärt. Preis: 21,50 €

Zum Nachbau sei nur soviel erzählt:

Das Material für den Strahler gibt’s im Baumarkt : Elektroinstallationsrohr für den Spulenkörper und das Wetterschutzrohr, Alu oder Kupferrohr für den Strahler. Bei den Handelsüblichen Längen von 2,50 m lassen sich somit gleich mehrere Antennen für verschiedene Bänder bauen. Ich habe die 40m Variante gebaut und für die Spule 0,8 mm Cul Draht verwendet. Den Draht habe ich mir beim Ankerwickler besorgt Das Koaxkabel ( Gegengewicht ) hat die von DL7PE vorgeschlagene Länge von 4,35m und ist nach dessen Anleitung entsprechend gefertigt. Die Mantelstromsperre wurde in eine selbstgebaute Dose aus KA-Rohrresten gebaut. Wer die entsprechenden Rohrkerne braucht, ich habe noch ein kleines Kontingent übrig. Im Übrigen sei dringend empfohlen, sich an die Vorgaben von DL7PE zu halten. Nach dem Zusammenbau wurde zuerst die Spule mit Kapazitätsmessgerät geprüft, Theorie und Praxis stimmten hier fast genau überein. Der endgültige Zusammenbau erfolgte im Freien, und zwar hinter den Haus im Garten, denn dort sollte die Antenne hauptsächlich zum Einsatz kommen. DL7PE weist ausdrücklich auf den Einfluss der Umbebung auf die Antenne hin, deshalb empfiehlt sich der Abgleich am Einsatzort. Als Abgleichhilfe stand ein MFJ 269b zur Verfügung. Die Resonanzfrequenz lag anfänglich ca 250 KHz zu tief, nachdem ich die Spule um mehrere Windungen erleichtert hatte ergab sich eine Resonanzfrequenz von 7,05 Mhz bei 50 Ohm und einer Stehwelle von 1:1,3. Bei etwa 80 Watt mit einem TS 520 ging das erste QSO mit 5/8 5/8 nach HB9.

OM Florian, DD3SF, hatte die Antenne mit in den Urlaub an die Ostsee. Ihm gelangen QSO’s innerhalb ganz Europas.

Fazit:

Es gibt keine Wunderantennen, das wissen wir alle. Aber für den Urlaub oder den antennengeschädigten OM oder einfach auch nur zum Nachbau eine interessante Sache.Die Homepage von OM Jürgen : www.dl7pe.de

 

73 de DK9VA

Bauschritte der Microvert

70cm GP

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70 cm Groundplane

Nachdem die 2 m GP (siehe CQDL 4/2005) auf meinem Balkon so gute Ergebnisse liefert, kommt jetzt die 70 cm GP zum Einsatz. Sie ist noch einfacher nachzubauen und sehr preisgünstig.

Merksatz: Der Winkel für die Radials von 45 Grad entscheidet über die Güte der Antenne!

Material:

  • 1 N-Buchse
  • 4 Messingschrauben M 3 x 10
  • 4 Messingscheiben für M3
  • 4 Messingmuttern M3
  • 4 Kabelschuhe 3 oder 4 mm Loch
  • 1 Strahler aus Messingrohr 2 x 0,3 mm  "162 mm Länge"
  • 4 Radials aus Messingrohr 2 x 0,3 mm "168 mm Länge"
  • 1 Verbindungsmuffe für 22 mm E-Installationsrohr
  • 1 Reststück 22 mm E-Installationsrohr

Der Strahler wird mit dem Buchsenanschluss verlötet.
Die Radials werden in den Kabelschuh gesteckt (bis zum Winkelbeginn), dann die M 3 Schrauben durch das Kabelschuhloch stecken und gemeinsam mit dem Kabelschuh verlöten.

Im Bild sieht man links die Radials mit angebogener Öse und rechts die mit angelötetem Kabelschuh.

Ab Winkelbeginn immer 168 mm !
Das Installationsrohr wird dort ausgeschnitten wo die Schrauben aus der N - Buchse herausstehen. Zur Arretierung der Antenne im Rohr wird über den N-Stecker ein Gummi- oder Plastikring geschoben.
Ein Abgleich der Antenne ist überflüssig. Die Stehwelle liegt bei Einhaltung des 45 Grad Winkels fast bei  "1". Bitte unbedingt Stecker und Buchsen mit Teflonisolator verwenden. Sie sind zwar etwas teurer, aber der Wellenwiderstand von 50 Ohm wird besser eingehalten (besonders bei PL- Steckern). Als Verletzungsschutz über die Radial-und Strahlerenden ein Stück Schrumpfschlauch ziehen.
Übrigens meldete sich am Erscheinungstag der CQDL 4/2005 StefanDH 3 PAE aus Bad Münstereifel bei mir. Er bestätigte inzwischen am 7. April 2005 die absolute Nachbausicherheit. Danke Stefan ich freue mich, daß Dir der Vorschlag soviel Freude bereitet hat.

Ein Dankeschön auch an Ralf, DD9VR dessen Antenne schon seit einiger Zeit zur vollen Zufriedenheit arbeitet. Er hat mich dazu gebracht die Artikel zu schreiben.

Viel Spaß beim Nachbauen,
Dieter Heyland DC9VC

Fertige 70cm Groundplane

W3DZZ-Sanierung

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Sanierung W3-2000

Nach rund 20 langen Jahren hatte meine W3 den Geist aufgegeben. Die Kunststoffisolierung des Stahldrahtes war durch die UV Einstrahlung zerbröselt, der Draht an allen Löt-, bzw Anschlussstellen korrodiert.

Die Traps waren vom Werk aus mit schwarzem, starkem Schrumpfschlauch ummantelt. Vor mehreren Jahren fiel einer der beiden Traps durch ein defektes Abspannseil gegen die Hauswand, wodurch der durch die Sonne ausgehärtete Schrumpfschlauch riss.

Damals habe ich die Traps in 70 mm graue Abflussrohrmuffen verstaut und mittels Kerzenwachs und Bitumenband abgedichtet.

Aber jetzt war eine Generalsanierung fällig.

Nach dem Entfernen des maroden Stahldrahtes wurden die Traps in ihre Einzelteile zerlegt (Bild 1).

Der schwarze Spulenkörper hat eine Länge von 90 mm und einen Durchmesser von 56 mm. Die Wicklung besteht aus 2,5 mm dickem Alu-Draht. Insgesamt hat die Spule 23,75 Windungen. Die einzelnen Windungen haben einen Abstand von 1,5 mm.

Wenn man eine der beiden Keramikscheiben am Ende des Spulenkörpers abschraubt kann man den Plattenkondensator herausziehen.

Die elf runden Aluplatten haben jeweils einen Durchmesser von 50mm und eine Dicke von einem Millimeter. Der Plattenabstand beträgt drei Millimeter.

Mit diesen Angaben lässt sich die Kapazität errechnen: C=(n-1) x e(0) x e(r) x A/s = 58 pF. Die Messung des Traps mit einem Spektrumanalyser ergab eine Resonanzfrequenz von 7,045 MHz. In diesem Bereich ist der Parallelschwingkreis hochohmig, bei der Antenne wirkt nur der Dipolteil bis zu den Traps. Mit der Thomsonschen Schwingkreisformel ergibt sich eine rechnerische Induktivität von 8,8 uH. Nach dem Zusammenbau habe ich auch diesmal die Traps in 70 mm Abflussrohr verstaut. Zwei Rohrstücke a 20 cm, eine Muffe und vier Deckel ergeben ein von der Länge ausreichendes, wasserdichtes Gehäuse. Die Muffe wird in der Mitte zersägt und jeweils auf die Enden der Rohre verklebt. Nachdem die Traps komplett in den Hohlkörpern verstaut sind werden die vier Deckel in die Rohrenden geschoben. In die vier Deckel muss lediglich ein 3 mm großes Loch für die abgehenden Stahldrähte gebohrt werden. Nachdem die Antenne probeweise aufgehängt und ausgependelt ist, muss man noch Ablauflöcher für Kondenswasser in die unteren Enden der Trapgehäuse bohren. Zum Schutz vor UV Einwirkung habe ich die Rohre mit schwarzem KFZ Unterbodenschutz eingesprüht.

Joachim, DK9VA

Gehäuse der W3DZZ
Die Antenne in Einzelteilen
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