Update zur Hochwassersituation - 18.07.2021

Hier das aktuelle Update vom 18.07.2021 zur Hochwasserlage. Nachdem in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in der letzten Woche massive Verwüstungen durch Niederschläge stattgefunden haben, beginnen in diesen Bereichen nun die Aufräumarbeiten. Leider erhöht sich die Zahl der Todesopfer weiter und liegt aktuell bei 155, auch werden weiterhin zahlreiche Menschen vermisst.

Parallel dazu hat der Landkreis Berchtesgaden in der vergangenen Nacht den Katastrophenfall erklärt, da auch dort massive Überschwemmungen erwartet wurden. Durch eine Stauwetterlage ist dort massiv Niederschlag niedergegangen, welcher auch aus den Bergen in das Tal hinab läuft was zu massiven Überschwemmungen, Verletzten und wohl auch Toten führte. Im Laufe des Tages werde weitere Überschwemmungen durch Salzach und Donau erwartet.

 

 

Auch in Sachsen ist die Situation angespannt, nachdem es heftige Niederschläge gegeben hatte. Dort ist die Situation jedoch laut Landesregierung noch beherrschbar.

 

 

Bisher gibt es in keinem der betroffenen Gebiete eine uns bekannte Anforderung zur Nothilfe durch Funkamateure. Viel mehr wird überall davor gewarnt das Gebiet selbstständig und ohne Auftrag zu betreten. Aus dem Raum Berchtesgaden konnte schon die Rückmeldung eingeholt werden, dass dort die Kommunikation ohne Probleme läuft. Sowohl die behördlichen Funksysteme, wie auch Internetzugänge stehen stabil zur Verfügung. Der Einsatzleitung ist die Hilfsbereitschaft der Funkamateure auch bekannt und sollte die Unterstützung benötigt werden, sind die Kontaktwege etabliert und funktionieren. Um auf potentielle Unterstützung vorbereitet zu sein, wurde im Distrikt Oberbayern (C) eine aktuelle Stärke- und Verfügbarkeitsabfrage durchgeführt, insbesondere da im Laufe des Tages weitere sehr starke Regenfälle erwartet werden.

 

 

Wie heftig das Ahrtal von den Wassermassen zerstört wurde, sieht man in den Bildern und Videos des OM Peter Schmidt (DC2ZO) der für seinen Arbeitgeber vor Ort tätig ist. Wir hoffen, dass bei den Bildern jedem klar wird, wieso die Polizei dringend davon abrät in die betroffenen Gebiete zu fahren.

 

 

https://twitter.com/33dBm/status/1416496661493334019
 

 

Zusätzlich zu den eindrucksvollen Bildern bittet Peter ebenfalls eindringlich darum, nicht in die Schadensgebiete zu kommen. "Bitte NICHT!!! hinfahren! Jedes Auto blockiert die Aufräumarbeiten und die Menschen sind versorgt und haben Kommunikation! Der Notfunk hilft dort nichts. BOS und KatSchutz sind sehr gut aufgestellt!"

 

 

Auch von Betroffenen erhalten wir mehr und mehr Rückmeldung aus 1. Hand, welche uns alle bestätigen, dass aktuell kein Amateurfunk vor Ort benötigt wird. Hierzu schrieb unser HF-Referent Tom Kamp (DF5JL) zum Beispiel gestern folgendes: "Die Kommunikation Punkt zu Punkt ist hier in den betroffenen Gebieten nicht das Problem. Alles andere schon: Strom, Trinkwasser etc.; ich verstehe, dass man helfen möchte. Die Hilfe muss aber an den richtigen Stellen ansetzen. Bis zu meiner Evakuierung und danach hätte mir z. B. der Amateurfunk in keinem Punkt geholfen. Auch nicht den Blaulichttruppen."

 

 

Wer weitergehend Helfen möchte, kann dies zum Beispiel durch Spenden tun. Alle großen Hilfsorganisationen und im Regelfall auch die betroffenen Gemeinden haben mittlerweile Spendenkonten eingerichtet. Und auch vom Vorstand des DARC erreichen uns aufbauende Meldungen. Dieser hat gestern bei der Tagung des Vorstandes spontan Hilfe für die duch die Hochwasser betroffenen OVs in Aussicht gestellt.

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