Kurzchronik

In den 1940 er Jahren war der Amateurfunk im Ruhrgebiet relativ gering verbreitet. Ortsgruppen des DASD e.V. (Deutscher Amateur-Sende- und Empfangsdienst) existierten in den größeren Städten. Das Ruhrgebiet gehörte zum Landesverband H des DASD, der 1945 aufgelöst wurde. Am 1. Juni 1947 wurde in Oberhausen der Deutsche-Amateur-Radio-Club (Ruhrdistrikt) gegründet, dem rasch die Gründung von zunächst 18 Ortsverbänden folgten.


Das Ruhrgebiet ist Teil des Rheinisch-Westfälischen Industriegebietes zwischen Lippe und Rhein. Es ist das größte europäische Industrierevier mit der höchsten Bevölkerungsdichte (>250 Personen pro Quadratkilometer). Der industrielle Aufschwung begann etwa 1880 mit der Abteufung vieler Kohlenzechen und Errichtung einer Reihe von Stahlwerken. Der damit verbundene Bedarf an Arbeitskräften führte zur raschen Errichtung von Wohnsiedlungen (Zechenkolonien).

Die Mitgliederzahl stieg im Distrikt Ruhrgebiet auf über 600 in 25 Ortsverbänden. Ab 1.März 1958 übernahm Herbert Picolin aus Wuppertal die Geschicke des Distriktes, im November 1961 wählte ihn die Clubversammlung des DARC zum 1 .Vorsitzenden. Die Mitgliederzahl des Distriktes war zu diesem Zeitpunkt auf über 1.000 angewachsen. Eine Eigenschaft von Herbert Picolin war sein Weitblick, so schlug er zum 1.1.1962 die Teilung des Distriktes Ruhrgebiet vor. Nun gab es zusätzlich den Distrikt Nordrhein.


Da das enge Zusammenleben verschiedener Kulturen im Ruhrgebiet besonders ausgeprägt ist, spielt der bei den Funkamateuren vorhandene Hang zur Völkerverständigung eine besondere Rolle. So entstand im Jahre 1989 eine Partnerschaft mit den Funkamateuren der russischen Republik Komi, die zu einem engen Kontakt und gegenseitigen Besuchen führte. Auch Hilfsaktionen technischer Art und humanitärer Hilfe resultierten daraus, die zu guten, menschlichen und persönlichen Kontakten führten, also im besten Sinne des Amateurfunkgedankens.

Heute zählt der Distrikt 28 Ortsverbände, die knapp 1.000 Mitglieder betreuen.

Ausführliche Chroniken

Komi 1989-2007.pdf
Distrikt L 1947-1987.pdf
Distrikt L 1988-1998.pdf
L04 1955-2005.pdf
L05 1946-2007.pdf
L11 1978-2018.pdf
L18 1997-2007.pdf
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