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im Bereich Bedienung der Sprachmailbox DB0HRH

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Anleitung

Bedienung einer Sprachmailbox

 

1. Der DTMF Benutzerbefehlssatz

Allgemeine Funktionen / Definitionen

 

Der Stern * bedeutet in der Regel:

· Abbrechen der gerade ausgeführten Funktionen.

· Nein.

· Bestätigung einer destruktiven Funktion (z.B. Löschen von Nachrichten).

 

Das Doppelkreuz, Nummernzeichen oder die Raute # bedeutet in der Regel:

· Bestätigung einer konstruktiven Funktion (z.B. Abhören einer Nachricht).

· Ja.

 

Für Benutzer mit DTMF Tongebern ohne die Tasten A, B und C gelten als Ersatztasten *, 0 und #. Für die D-Taste existiert kein Ersatz!

 

999 eintippen und Sie werden von der Mailbox als neuer Benutzer begrüßt. Daraufhin bekommen Sie eine Benutzernummer zugeteilt, welche Sie sich gut merken sollten. Die Mailbox fordert Sie zuerst auf, Ihr Rufzeichen, dann Ihren Vornamen und QTH aufzusprechen. Sie sind nun ein Benutzer des Systems und können sich in Zukunft mit

 

1XXX gefolgt von Ihrer Benutzernummer in das System einloggen.

 

*XXX gefolgt von Ihrer Benutzernummer zum schnellen Einloggen. Beim Einloggen wird nur das Rufzeichen genannt und die Anzahl der neuen und alten Nachrichten.

 

0 Kurze Befehlsübersicht

 

01 Diese Befehlsübersicht in gesprochener Form. Die Erklärung zu einem einzelnen Befehl kann mit irgendeinem DTMF-Ton abgebrochen werden. Mit "A" wird diese Funktion ganz abgebrochen. (Nur im eingeloggten Zustand möglich.)

01XX gefolgt von einem Befehl für gezielte Hilfe zu diesem Befehl.

011 Aktuelle Informationen.

012 Stationsbeschreibung oder sonstiges Informatives.

013 Gibt die Systemauslastung aus.

014 Versionsnummer und Systemlaufzeit.

015 Lokale DVMS-Boxadresse abfragen (z.B. 089DB0LBM)

 

02 Gibt jeweils 10 Benutzernummern, Rufzeichen und QTH bekannt. Es besteht die Möglichkeit eine Startbenutzernummer einzugeben, ab der aufgezählt wird. Anstelle der Startbenutzernummer kann auch die Kennzahl einer anderen Sprachmailbox oder ein Rufzeichen im AMP-Format eingegeben werden (siehe Tabelle 1 unten).

020 Eine Auflistung aller Nachrichtenbretter.

021 Zum erneuten Aufsprechen des eigenen Rufzeichens.

0210 Zur Eingabe des eigenen Rufzeichens im AMP-Format.

0021 Zum erneuten Aufsprechen des Namens und QTHs.

022 Abhören des eigenen Rufzeichens.

0220 Abhören des eigenen Rufzeichens im AMP-Format.

0022 Abhören des eigenen Namens und QTHs.

023 Eigenes Rufzeichen gegen unbefugtes Übersprechen schützen.

0230 wie 023, nur für das Rufzeichen im AMP-Format

0023 wie 023, nur für Namen und QTH.

ACHTUNG: Diese drei Funktionen können nur vom Sysop wieder aufgehoben werden!

 

03 Ansage der Uhrzeit in Ortszeit.

031 Ansage des Datums.

033 Ansage von Datum und Uhrzeit.

030X zur Wiedergabe von A/D-Wandler Werten. X Bezeichnet die Kanalnummer und muß zwischen 1 und 8 liegen.

030X0 Ausgabe von Momentanwert, Durchschnitt, Maximum und Minimum des A/D-Kanals X.

030X1 Ausgabe von Momentanwert und Durchschnitt.

030X2 Ausgabe von Momentanwert und Maximum.

030X3 Ausgabe von Momentanwert und Minimum.

 

04 Abhören von eigenen Nachrichten nach dem Einloggen.

04X Eigene Nachricht mit der laufenden Nummer X abhören.

040X gefolgt von einer Nachrichtenbrett- oder Benutzernummer zum Abhören der Nachrichten in diesem Brett oder an diesen Benutzer.

Löschen von Nachrichten mit * ist hier nur erlaubt, wenn man der Autor dieser Nachricht ist.

 

Nach dem Abhören einer Nachricht ist folgendes Untermenü verfügbar:

* um die gerade gehörte Nachricht zu löschen.

0 um eine Nachricht zurück an den Absender zu senden (REPLY)

Auch die Kombination 0* ist erlaubt.

# weiter zum Hauptmenü (bei 04X oder 08X) oder zur nächsten Nachricht (bei 040X oder 080X).

A um die Funktion 04 abzubrechen.

1 um einen Informationstext über erweiterte Funktionen abzurufen.

2 gibt alle Absendeinformationen zu der gerade abgehörten Nachricht wieder.

3 Festlegen einer neuen Lebensdauer für die gerade abgehörte Nachricht.

4 zum lokalen Weiterleiten der Nachricht. Ein Weiterleiten an Benutzer anderer Sprachmailboxen ist zur Zeit noch nicht möglich.

5 kopiert eine Nachricht an einen anderen Benutzer, d.h. die Originalnachricht bleibt im eigenen Verzeichnis.

 

05 zum Löschen aller eigenen abgehörten Nachrichten.

05XX gefolgt von einer Nachrichtennummer, die in 04 bekanntgegeben wurde, zum gezielten Löschen einer Nachricht.

050 zum Wiederherstellen von gelöschten Nachrichten. Dies ist nur möglich, wenn das System die Nachrichten noch nicht physikalisch gelöscht hat. Dies geschieht meist in der Nacht um 3 Uhr.

 

06 Persönliche Voreinstellungen: Hier werden die Funktionen 061 bis 067 nacheinander ausgeführt.

060 Benutzerprofil ausgeben (Anzahl der Logins, Anzahl der verschickten bzw. empfangenen Nachrichten).

060X gefolgt von einer Benutzernummer zum Abfragen des Benutzerprofil eines anderen Benutzers.

061 Wahl der Ansagetexte.

062 Benutzernummer des Absenders beim Abhören von Nachrichten ausgeben?

063 Name & QTH des Absenders beim Senden oder Abhören von Nachrichten ausgeben?

064 Datum und Uhrzeit des Absendens beim Abhören von Nachrichten nennen?

065 Soll nach dem Aufsprechen einer Nachricht das Absenden bestätigt werden?

066 Eingestellten Subaudioton als pers. Subaudioton verwenden?

Wenn dies nicht gewünscht wird oder kein Subaudioton gesendet werden kann, bestehen zwei Möglichkeiten:

0 um diese Funktion zu sperren. So kann verhindert werden, daß unabsichtlich ein Subaudioton eingestellt wird. Diese Funktion kann nur vom Sysop wieder entriegelt werden.

* um dieses Menü zu überspringen.

067 Soll beim Erhalt einer Sprachnachricht eine Benachrichtigung über Packet Radio erfolgen?

 

07X gefolgt von einer Benutzernummer, einem Rufzeichen im AMP-Format oder einer Nachrichtenbrettnummer zum Versenden von Nachrichten.

07YX gefolgt von der Kennziffer Y und Benutzernummer X einer angeschlossenen Sprachmailbox zum Verschicken von Nachrichten an Benutzer anderer Sprachmailboxen.

Nach dem Senden einer Nachricht ist folgendes Untermenü verfügbar, sofern bei den persönlichen Voreinstellungen mit 065 die Absendebestätigung für Nachrichten eingeschaltet wurde.

* um die gerade aufgesprochene Nachricht zu verwerfen.

0 die gerade aufgesprochene Nachricht zur Kontrolle abhören.

# um die Nachricht abzusenden.

1 Informationstext für erweiterte Funktionen abrufen:

2 zum Einschalten einer Zustellkontrolle. Der Absender erhält nach dem Abhören der Nachricht automatisch eine Information, daß diese abgehört wurde.

3 zur Eingabe der Lebensdauer dieser Nachricht.

5 kopiert eine Nachricht an einen anderen Benutzer, d.h. die Originalnachricht bleibt im eigenen Verzeichnis.

 

070 Liste der angeschlossenen Sprachmailboxen und deren Kennziffern.

 

08 Liste der unabgehörten Nachrichten. Gleiche Bedienung wie in 04.

08XX gezieltes Abhören einer UNabgehörten Nachricht. Gleiche Bedienung wie in 04X.

080X gefolgt von einer Nachrichtenbrett- oder Benutzernummer zum Abhören der unabgehörten Nachrichten in diesem Brett oder an diesen Benutzer.

Löschen von Nachrichten mit * ist hier nur erlaubt, wenn man der Autor dieser Nachricht ist.

 

09 Zum Ausloggen. Das DVMS ist dann für den nächsten Mailboxbenutzer oder als Umsetzer verfügbar.

 

# Check-Funktion: anschließendes Sprechen gibt nach dem Loslassen der PTT den gesprochenen Text wieder. Bei manchen DVMS erfolgt eine Signalbewertung. Zur möglichst genauen Signalbewertung sollte mindestens 3 Sekunden lang ein unmodulierter Träger vorhanden sein.

 

D Delete: Löscht alle bisher eingetippten DTMF-Töne (beim Vertippen) oder als erstes Zeichen einer DTMF-Tonfolge zur Wiedergabe der nachfolgenden Zeichen in Klartext.

 

Keine weiteren Benutzerbefehle. Änderungen in künftigen Softwareversionen sind möglich

 

 

2. Das AMP-System

 

wurde ursprünglich von der Firma Kenwood eingeführt und heißt in voller Länge Alphanumeric Message Paging. Ursprünglich dient dieses Verfahren dazu, kurze Botschaften aus Zahlen und Buchstaben mit Hilfe von DTMF zu übertragen. Weil dieses Verfahren einfach und vor allem eindeutig funktioniert, wird es auch von der DVMS-Software verwendet. Und nun zur Lieblingsfrage:

„Wofür brauch ich denn des AMP-Format überhaupt?“

 

Ein im Klartext gespeichertes Rufzeichen ermöglicht folgende Möglichkeiten:

· Einfache Suche nach Benutzern,

· automatische Erstellung von Benutzerlisten,

· beim Eintreffen neuer Sprachnachrichten besteht so die Möglichkeit zur Benachrichtigung über Packet Radio,

· Versenden von Nachrichten an Benutzer anderer Sprachmailboxen.

 

Auf diese Eingabe sollte jeder Sysop im eigenen Interesse achten.

 

Die Eingabe eines Rufzeichens erfolgt durch den Zahlenblock der DTMF Tastatur und kann maximal 6 Zeichen lang sein. Buchstaben und Zahlen sind ähnlich wie im amerikanischen Telefonsystem codiert:

Das erste und das letzte Zeichen muß ein #-Zeichen sein. Nachfolgend wird durch die Kombination aus Zahl und Auswahlzeichen jeweils ein Buchstabe kodiert.

 

Tabelle 1: AMP-Format

 

1Q Z 2A B C 3D E F

4G H I 5J K L 6M N O

7P R S 8T U V 9W X Y

 

Obenstehende Tabelle zeigt die Zuordnung von Buchstaben zu den Tasten des DTMF-Tongebers. Jeder Zahl sind zwei bis drei Buchstaben des Alphabets zugeordnet. Bei der Eingabe ist folgendes zu beachten:

Buchstaben werden als zweistellige DTMF Kombination eingegeben. Die erste Stelle repräsentiert die Taste, auf der der gewünschte Buchstabe zu finden ist. Die zweite Stelle gibt an, welcher der zu Auswahl stehenden Buchstaben dieser Taste gemeint ist. Die Auswahl erfolgt mit A,B,C bzw. *, 0 und #.

Zahlen werden einstellig, ohne weiteres Auswahlzeichen eingegeben.

 

Nun ein Beispiel:

Rufzeichen DL8MBT: # 3A 5C 8 6A 2B 8A # oder

# 3* 5# 8 6* 20 8* #

 

DG9MHZ: # 3A 4A 9 6A 4B 1B # oder

# 3* 4* 9 6* 40 10#

 

Ungültige Amateurfunkrufzeichen werden nicht akzeptiert!

 

3. Tips und Anmerkungen zum Betrieb des DVMS:

 

· Bei Verwendung eines persönlichen Subaudiotons (CTCSS-Tons) wird das eigene Rufzeichen zusammen mit dem persönlichen Subaudioton ausgesendet. Der Vorteil: Man kann beliebig lange mit Tone-Squelch auf der Sprachmailboxfrequenz qrv bleiben. Sobald das eigene Rufzeichen genannt wird (z.B. beim Verschicken von Nachrichten) kann man den Subaudiosquelch öffnen und nachsehen, in welchem Zusammenhang das eigene Rufzeichen genannt wurde.

 

· Im ausgeloggten Zustand läßt das DVMS jeden Subaudioton, der mit ausgesendet wird, auf die Ausgabefrequenz durch. Es ist also auch hier der Standbybetrieb mit Tone-Squelch möglich. Im eingeloggten Zustand schaltet das DVMS ein sehr steiles Hochpaßfilter in den Signalweg. Dadurch kommen keine Subaudio Töne auf die Ausgabefrequenz. Dies soll das Scannen nach persönlichen Untertönen verhindern.

 

· Für Benutzer, die es eilig haben und nur schnell nachsehen wollen, ob neue Post da ist, gibt's eine Funktion - ohne eingeloggt zu sein: 040X bzw. 080X gefolgt von der eigenen Benutzernummer, oder ein Paging an die Nummer 040 bzw. 080 und als Absender die eigene Benutzernummer, z.B. 040*100. Hierbei wird das zugehörige Rufzeichen, die Anzahl der Nachrichten und die der unabgehörten genannt und gefragt, ab welcher Nachricht mit dem Abhören begonnen werden soll. Das Zurückschicken und Löschen von Nachrichten ist im ausgeloggten Zustand natürlich nicht möglich.

 

· Sofern niemand eingeloggt ist, kann man einen Paging-Ruf in der Form EEE*SSS abschicken. Hier steht EEE für die Benutzernummer des Empfängers und SSS für die Benutzernummer des Absenders. Die Mailbox leitet diesen Paging-Ruf auf die Ausgabefrequenz weiter und hängt einen Ruf der Form "DG9MHZ von DG6SDK" an.

 

· Das Einloggen ist auch per Paging möglich: hierbei muß die Nummer 000 von der eigenen Benutzernummer gepagt werden. Auch das Ausloggen ist auf diese Weise möglich.

 

· Eine S-Meter-Abfrage in CW ist im Relaisbetrieb möglich durch das Aussenden des Ruftones. Um einen gültigen Wert zu erhalten muß mindestens für 3 Sekunden der eigene Träger stehen (per Konfiguration mit Parameter config auch abschaltbar!).

 

· Sofern niemand eingeloggt ist, kommt jede Stunde ein DCF77 genaues Zeitzeichen (per Konfiguration mit Parameter config auch abschaltbar!)

 

· Bei vielen Funkgeräten wurde der NF-Hub nachträglich erhöht - dies führt aber zu Problemen bei der Aussendung von DTMF. Meist ist der Hub des Sterns * zu groß, es kommt zu Verzerrungen und die Auswertung ist nicht mehr möglich. Abhilfe: Ein Blick in den Schaltplan des Gerätes - auf der Suche nach dem Trimmpoti, mit dem man den DTMF-Hub unabhängig vom Sprach-Hub verringern kann.

 

Sonstiges