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Gießen | Seit vielen Jahren kommen Funkamateure unter der Organisation der Ortsverbände Gießen und Wetzlar auf den Wirberg zum Fieldday zusammen.
Neben den Mitgliedern der Ortsverbände nahmen auch Funkamateure aus Thüringen, Wettertau, Dillkreis und sogar aus Luxenburg teil.
Die Funkamateure stellen bei dem Fieldday hunderte von Funkverbindungen zu anderen Funkstationen auf der ganzen Welt her. Dieses einmalige völkerverbindende Hobby begeistert jeden, der mit dem "Virus" einmal infiziert wurde.
Dabei werden Morsetelegrafie, genauso wie digitale Signalübertragung und Sprechfunk benutzt. Überall stehen Antennen und selbstgebaute Geräte.
Neben dem normalen Funkbetrieb sind viele der Funkamateure leidenschaftliche Elektronik-Bastler. Sie dürfen ihre Sender selbst bauen und gekaufte Geräte verändern. So ist es nicht ungewöhnlich, dass am Samstag einige von ihnen im Gemeinschaftsraum zusammensitzen und einen Sensor, der die Temperatur misst und per Funk übertragen kann basteln.
Ähnliche Aktionen gab es auch bei den vergangenen Fielddays. So wurde im vergangenen Jahr Mikrocontroller Lernboard gebaut.
Andere Funkamateure beschäftigen sich mit dem Testen und Durchmessen ihrer Antennen sowie dem Ausprobieren neuer Funkgeräte.
Viele Gäste, angelockt durch den Antennenwald, fragen wofür man heute in Zeiten des Handys und des Internet noch Amateurfunk benötigt.
Die Antwort darauf ist einfach, es geht darum eine Verbindung mit dem Rest der Welt herzustellen, ohne auf weitere Hilfsmittel wie Vermittlungsstellen oder Netzprovider angewiesen zu sein.
Zu dem spielen die Funkamateure im Katastrophenfall eine wichtige Rolle, da dann das öffentliche Netz sehr leicht zusammenbrechen kann. Mit ihrem Equipment stellen sie die Kommunikation zwischen den Rettungskräften her.
Ein erfolgreiches Wochenende geht zu Ende und alle sind sich einig:
Nächstes Jahr zur gleichen Zeit am selben Ort
von Manfred Baier
