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Zeitung Fieldday 1989

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Zeitung Lehrgang 1989

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Aus der Chronik "50 Jahre Distrikt Hessen" von 1998: Wetterau, F17

Einer der etwa 7 DASD-Ortsverbände auf dem Gebiet des heutigen Distrikts Hessen war der Anfang 1937 mit 5 Mitgliedern gegründete Ortsverband Friedberg, der damit als Vorgänger des OV Wetterau gelten kann. Der Ortsverbandsführer war anfangs Dr. Hubert Seeanner, DE 899/T (später D4BPT, D4OST), der jedoch bereits ein Jahr später von Erwin Zimmermann abgelöst worden war.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges gehörten die Funkamateure aus dem Gebiet der Wetterau mit zu den ersten, die sich wieder organisierten: in der ältesten vorliegenden OV-Liste, einem Rundschreiben der "Deutschen Amateur Radio Club's US-Zone" vom Februar 1947 wurde neben 7 anderen der Ortsverband Bad Nauheim/Friedberg mit Ewald Heerd (später DE 8202, DL1AJ) aufgeführt. Der OV war Gründungsmitglied des HRC, er erhielt 1955 den DOK F17 und änderte 1963 seinen Namen in "OV Wetterau". Er ist heute einer der 7 ältesten Ortsverbände des Distrikts Hessen.

Ewald Heerd leitete den OV bis 1952. Seine Nachfolger im Amt waren:

Walter Gloger DL3AC 1952-1958
Dr. Hans Koch DJ4BV 1958-1961
Ernst Kühn DJ2QZ 1961-1968
Karl-Heinz Artischewski (Rücktritt wegen Umzug) DK1NF 1968-1970
Rudolf Stüber DJ4LD 1970-1972
Gerhard Hoffmann DC1FU 1972-1976
Hermann Gunkel DJ5ZE 1976-1978
Wolfgang Häussge DB9ZU 1978-1982
Karl-Heinz Betz DL1FAI 1982-1985
Wolfgang Stadtfeld DL6ZAJ 1985-1987
Ralf Schiffner DK8FA (ex DH8FAP, DB6FA) 1987-2001
Heinz Möstl DDØZL 2001-2007

Seither ist wieder Ralf Schiffner, DK8FA, Vorsitzender des OV Wetterau, der seinen Mitgliederstand von 57 am 26. Oktober 1970 auf heute etwa 90 fast verdoppelt hat.

Ab Ende der 40er Jahre waren offensichtlich Fuchsjagden die beliebtesten Amateurfunkveranstaltungen in der Wetterau. Helmut Grimm, DJ1KP, berichtet aus der Zeit:


"Fuchsjagden wurden vom OV Bad Nauheim-Friedberg, jetzt OV Wetterau, F17, . . .mit großer Begeisterung auf dem 2-m-Band durchgeführt. Am Anfang waren die Peilempfänger Pendelaudions, die mit Wehrmachtsröhren RL 2,4 T1 und RV 2,4 P700 bestückt waren. Für die Heizstromversorgung der Röhren wurden Stahl-Nickel-Sammler aus Wehrmachts beständen verwendet, Batterien aus US-Militärbeständen sorgten für die notwendigen 40 bis 90 Volt Anodenspannung. Die Antennen waren 2- oder 3-Element-Yagis. Anfangs der 50er Jahre hatten einige OMs mit Batterieröhren aufgebaute Super als Peilempfänger, bei denen die Antennen auf die Empfänger aufgesteckt wurden. Empfänger und Antennen waren natürlich Eigenbau.
Die Fuchsjagden wurden meistens mit dem Fahrrad oder Motorrad durchgeführt. Der Stahl-Nickel-Sammler und die Anodenbatterie steckten im Rucksack. Der Pendler-RX war mit einem Riemen versehen und wurde um den Hals gehängt. Außerdem mussten Kopfhörer, Peilantenne, Kompass und Landkarte getragen werden.
Gelegentliche Unterbrechungen in den Zuleitungen oder Wackelkontakte an Steckern oder im Gerät sorgten für erschwerte Bedingungen. . ."

Die Fotos am Ende dieses Dokuments sind aus dem Archiv von Ralf, DK8FA, und zeigen eine solche Fuchsjagd.


Fuchsjagden dieser Art wurden offensichtlich regelmäßig durchgeführt, denn schon in der Ausgabe Juli/August 1958 des MB-Hessen konnte Walter Glager, DL3AC, über die 25. Fuchsjagd des OV Bad Nauheim-Friedberg, F17, berichten, die er als "Fuchs" ausgerichtet hatte.

Er schreibt zum Beispiel über seine Ausrüstung (man verwendete damals noch Amplitudenmodulation):


". . . Der Fuchs arbeitete mit einem selbsterregten TX mit Zerhackerbetrieb, Input 1 Watt in eine RL 2,4 T1, einer RL 2,4 P2 als Modulator und einer P700 als Tongenerator für A2. Als Antenne wurde eine Skelettschlitzantenne eingesetzt, die trotz minus 5 dB Gewinn immerhin funktionierte. Als RX fungierte ein Pendler (pfui!) mit einer Verstärkerstufe. . ."


Die abgestrahlte Leistung reichte aus, um vom Pferdskopf, einer Anhöhe etwa 10 km süd-westlich Usingen, die in Friedberg und Bad Nauheim wartenden "Jäger" zu erreichen.

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Peilmannschaft von F17 war im Juni 1971 der dritte Gewinn der vom OV Gießen jährlich veranstalteten Schiffenberg-Fuchsjagd und damit der endgültige Besitz des im Jahre 1968 von Carl Müller, DJ4VH, gestifteten Schiffenberg-Pokals. In den 60er Jahren stiftete der OV-Wetterau das F17-Diplom für Verbindungen im KW-Bereich, dem 1970 das EK84-Diplom für die UKW-Bänder folgte. Beider Diplome wurden 1977 eingestellt. Seit 1979 wird das F17-Diplom in neuer Form und nach geänderter Ausschreibung wieder ausgegeben.

Andere erwähnenswerte Ereignisse aus der Geschichte des Ortsverbandes sind:

  • die Gestaltung einer Ausstellung im Stadthaus der Partnerstadt von Friedberg, Villièrs-sur-Marne, die gemeinsam mit den dortigen Funkamateuren Pfingsten 1965 veranstaltet wurde und zu der 20 Teilnehmer aus F17 nach Frankreich reisten,
  • die Teilnahme am Hessentag, der zum 750jährigen Bestehen der Stadt im Juni 1966 in Friedberg stattfand und an dem sich der OV Wetterau mit einer Ausstellung von Selbstbaugeräten, dem Treffen mit Funkamateuren aus den Partnerstädten Villièrs-sur-Marne und Bishop's Stortford, der Ausrichtung eines Mobilwettbewerbs des Distrikts Hessen und einer 2-m-Fuchsjagd beteiligte,
  • die Beteiligung von Funkamateuren aus F17 und anderen Ortsverbänden der Wetterau an der großen Herbstübung der Feuerwehr Bad Vilbel im September 1988, bei der eine Amateurfunkstation in die Funkbefehlsstelle integriert worden war, von der aus die Verbindung zu Funkamateuren an alleen Einsatzorten während der ganzen Übung aufrechterhalten wurde,
  • die Einrichtung einer Funkstation durch Mitglieder der Ortsverbände Wetterau, F17, und Büdingen, F62, mit der die Pfadfindergruppe St. Andreas des Verbandes DPSG Ende 1992 am 35. JOTA teilnehmen konnte.

Helmut Grimm, DJ1KP, hatte eine Contestgruppe aus Mitgliedern des OV Wetterau gegründet, die sich in den Jahren 1990 und 1991 an den nationalen und internationalen VHF-, UHF- und SHF-Wettbewerben beteiligte und mehrere gute Platzierungen erreichte. In den letzten Jahren findet man jedoch das Rufzeichen DJ1KP wieder in den Ergebnislisten für "Einmannstationen".

Clubstation im Polytechnikum Friedberg

D4AAV Polytechnikum Friedberg
Eine QSL-Karte des Polytechnikums in Friedberg von 1930 aus der QSL Collection.

Bilder von Fuchsjagd, Fieldday und Basteln

Ernst Kühn, DJ2QZ, bei Vorbereitungen zur Fuchsjagd.

v.l.n.r.: Erwin Sommer, DJ5HN; Erwin Falk, DL6WA; Hermann Otto, Rufzeichen noch unbekannt; Unbekannt.

Hermann Otto, Rufzeichen noch unbekannt, beim UKW funken.

Ernst Kühn, DJ2QZ (Mitte), mit seiner Frau Inge (Links) und Unbekannt beim Peilen.

Mobilfuchsjagd in den Fünfzigern, hinten Erwin Falk, DL6WA; vorne Unbekannt.

Auf dem Wintersteinturm, vorne Erwin Falk, DL6WA; hinten Unbekannt.

UKW-Contest 1987 in Bad Nauheim am Wasserturm, beim Flugplatz.

Fieldday in den 80-ern Leidhecken (v.l.n.r.): Martin, DL3FDI; Georg, DL2KP; Roland, DL1FCI; Matthias, DH2FBI; Oliver, DK1CM; Ronni, DL8FCX; Stefan, DL9FCE; Heinz, DL5FAL.

Fieldday 1989, in Leidhecken.

Fieldday 1990, auch in Leidhecken: Die DARC-Fahne im Wind.

Fieldday 1990, in Leidhecken: Das Gelände sieht nicht anders aus wie heute.

Fieldday 1990, in Leidhecken: Funk mit Langyagi.

Fieldday 1990, in Leidhecken: Das Gelände war aber mehr mit Antennenmasten bestellt wie heute.

Bilder eines Bastelabends 1997 1

Bilder eines Bastelabends 1997 2

Bilder eines Bastelabends 1997 3

Bilder eines Bastelabends 1997 4

Bilder eines Bastelabends 1997 5

Bilder eines Bastelabends 1997 6

Bilder eines Bastelabends 1997 7

Bilder eines Bastelabends 1997 8