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Notfunkübung mit dem THW in Bad Honnef

Einer der eingesetzten Notfunkkoffer
„Die G09-Notfunkgruppe“
Das Lagebild wird erstellt
Die Befehlsausgabe
Das „Opfer“ ist in guten Händen
Die Nachbereitung beginnt

Am Sa., 10.09.2011, fand eine lokale Notfunkübung mit dem THW in Bad Honnef statt. Es war die erste Übung solcher Art beider Organisationen in Bad Honnef.
 
Für die Übung wurde folgende Ausgangslage angenommen:
 
Seit gestern (09.09.2011), 18.45 Uhr wurde die Crossjoggerin Heideline Hilfe, ca. 170 cm gross, dunkel gekleidet, vermisst. Sie joggt üblicherweise im Schmelztal bei Bad Honnef. Dort startet sie regelmäßig am Parkplatz Jagdhaus und läuft von dort entlang des Baches Richtung Servatiuskapelle. Nach Angaben der Polizei kann ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen werden. Bisherige Suchmaßnahme verliefen ergebnislos. Die GSM-Verbindungen und der relaisgestützte BOS -Funk ist flächendeckend ausgefallen.
 
In der Übung hatten wir die Aufgabe, das THW durch den Aufbau einer alternativen Funkverbindung zu unterstützen.
 
Dabei stellte der Einsatzraum eine besondere Herausforderung dar. Bekanntermaßen ist das Schmelztal bei Bad Honnef immer schon funktechnisch eine Herausforderung. Nur durch den Einsatz eines Funkvermittlers konnten wir die lückenlose Kommunikation in diesem verwinkelten Tal gewährleisten.
 
Neben einer an der THW-Unterkunft von uns schnell aufgebauten kommerziellen X-50 wurden an der angenommenen Einsatzstelle eine selbstgebaute leichte J-Antennen eingesetzt. Diese bewährte sich aufgrund ihres geringen Gewichtes und der einfachen Aufbaumöglichkeit sehr.
 
In der Zwischenzeit verfügen die G09 über fünf selbstgebaute Notfunkkoffer. Davon kamen drei zum Einsatz.
 
Nach Abschluss der Übung zeigten sich alle Akteure überzeugt, dass die gestellte Aufgabe von Funkamateuren bewältigt werden kann. Natürlich lief nicht alles rund. Ein umfassender Bericht liegt intern vor. Der komplette Funbkverkehr liegt als Tondokumentation zur Nachbereitung vor.
 
Es hat uns gefreut, dass beim THW in Bad Honnef ein großes Interesse besteht, an einem Lehrgang zur Erlangung eines Amateurfunkzeugnisses der Klasse E bei der Bundesnetzagentur teilzunehmen. Die Vorbereitungen hierzu starten in Kürze.
 
Nach einem gemütlichen Ausklang bei Essen und Trinken endete die Übung gegen 20.00 Uhr.
 
G09 vertraten DG8KAJ, DL7KJS, DJ8EI, DJ0TF, DO6HWH und DJ5KX. Über die Teilnahme von Roland (DC2LW), Notfunkreferent des Distriktes, haben wir uns sehr gefreut.

Notfunkkoffererprobung auf der Erpeler Ley

Am Mi., 27.05.2009, verbrachten Hans (DJ8EI), Jürgen (DL7KJS), Karlfried (DG8KAJ), Theo (DJ0TF, auf dem Bild am Mikrofon) und Stefan (DJ5KX) einige Stunden auf der 191 Meter hohen Erpeler Ley. Zum Einsatz kamen mehrere Notfunkkoffer, die die G09er in den Wintermonaten aufgebaut und getestet hatten. Mit Hilfe von GFK-Masten wurden schnell mehrere unterschiedliche Antennen errichtet. Mit einer von diesen, einer Triple Leg für 18 MHz, konnte Stefan (DJ5KX) direkt beim ersten QSO JH0NBN in CW erreichen.

Obwohl der Schwerpunkt der Aktivität in der Erprobung diverser Antennen und Konstruktionen lag, kam die Geselligkeit nicht zur kurz. Und für das leibliche Wohl war auch gesorgt.
Es war bestimmt nicht das letzte Mal, das G09 auf der Erpeler Ley war, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten verschiedenen OVen als Fielddaystandort diente, so u.a. G03, G09, G10, G23 und K30.
 
Für Interessierte:
Dieser „Funkerberg“ ist mit dem KFZ mühelos und ohne Mautgebühren erreichbar. Er bietet einen herrlichen Panoramablick vom Siebengebirge über die Stadt Unkel, die Goldene Meile und die Römerstadt Remagen bis zur Mündung der Ahr gegenüber der „Bunten Stadt“ Linz am Rhein und weit hinein in die Eifel.
 
Weitere Informationen:
de.wikipedia.org/wiki/Erpeler_Ley
www.bergesruh-erpel.de/ErpelerLey.htm
 
Text: Stefan (DJ5KX)
Fotos: Hans (DJ8EI)