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Funkbake DB0JW
Seit ihrem Abbau im Jahre 2008 ist die Funkbake DB0JW nicht mehr aktiv. Sie wird zur Zeit vom DARC OV Hürth (G50) auf Basis moderner Technologie neu konstruiert. Ein paar Hintergrundinformationen über den Verlauf der Planung und des Aufbaus werden auf dieser Webseite veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.
Aktuelles von DB0JW
Am 03.09.2011 wurden während des G50-Aktivitätstages in Hellenthal-Miescheid erste Montage- und Aufbauarbeiten für die Bake DB0JW vorgenommen. Der vormontierte Schaltschrank wurde mit vereinten Kräften im Hausanschlussraum des designierten Bakenstandortes an der Wand befestigt. Nachdem einige Meter Kabelkanäle für die HF- und Elektroleitungen befestigt wurden, erfolgte die Anbindung an das Stromnetz. Anschließend erfolgte ein kurzer Test des 2m-Bakenmoduls mit einer provisorischen Antenne.
Im nächsten Schritt muss nun der Aufbau des Antennenmastes und die Montage der Antennen erfolgen. Die Auswahl der Antennentypen kann aber erst endgültig getroffen werden, wenn die Genehmigung der Bundesnetzagentur vorliegt, da eventuell noch Hauptstrahlrichtungen berücksichtigt werden müssen.
Technik
Aufbau
Außenschrank
Die Bake ist aufgebaut in einem Stahlschrank 800mm x 600mm x 320mm (H,B,T) der Firma Schroff. Der Schrank hat die Schutzart IP66. Die Tür ist abschließbar. Der Schrank ist mit einer rückwärtigen Montageplatte ausgestattet, auf der alle Elemente befestigt sind. Im Schrankboden befindet sich eine Flanschplatte für den Einbau von Stopfbuchsen und Steckverbindern.
Im unteren Schrankteil befindet sich die Netzversorgungseinheit in einem zweireihigen AP-Kunststoffgehäuse. Hier befinden sich Vorsicherung, RCD (FI-Schalter), Wechselstromzähler, Leitungsschutzschalter für die einzelnen Bakenmodule und eine Servicesteckdose. Eine Potentialausgleichsschiene befindet sich ebenfalls im unteren Schrankbereich. Die Verdrahtung erfolgt in Kabelkanälen. Gegen Schwitzwasser ist eine Schaltschrankheizung mit 50 Watt Leistung und integriertem Thermostaten installiert.
19-Zoll Baugruppenträger
Die Bakensendermodule und die zugehörigen Lüftermodule sind, im oberen Schrankteil, in einem 19“ Baugruppenträger untergebracht. Im Baugruppenträger sind 6 und 3 HE Einschübe vorgesehen. Die Baken- und Lüftermodule werden im 6 HE-Teil untergebracht und die zugehörigen Netzteile im 3 HE-Teil.
Moduleinbau
Bakenmodule und Lüftermodule sind abwechselnd im Einschub montiert. Die Lüfter befinden sich jeweils links vom zugehörigen Bakenmodul und werden durch dieses nach Bedarf gesteuert. Aus thermischen Gründen befinden sich die Kühlkörper der, als Endverstärker dienenden, HF-Module auf der Lötseite der Bakenplatinen. Die Kühlkörper liegen somit unmittelbar im Luftstrom des zugehörigen Lüfters.
Lüftermodule
Die Lüfter werden bei Bedarf durch das jeweilig Sendemodul eingeschaltet, wenn die Kühlkörpertemperatur etwa 40°C übersteigt. In jedem Lüftermodul befinden sich zwei Lüfter mit einem Durchmesser von 80 mm und einer Luftleistung von 61,1 m3/h. Der Betrieb wird durch eine LED in der Frontplatte signalisiert. Die Lüfter werden mittels PWM-Regelung betrieben. Vorgesehen ist eine Regelung, die mit 40% Lüfterleistung bei 40°C beginnt und bei etwa 60°C dann 100% erreicht.
Die Leistungstreiber für die Lüfter befinden sich auf den Bakenplatinen. Die Lüfterboards sind passiv.
Bakenmodule
Die Basis für das 2m-Bakenmodul stellt ein programmierbarer Quarzoszillator (Si570) der Firma Silicon Labs dar. Die Steuerung des Si570, sowie die CW-Tastung ist mit einem Atmel ATmega16 realisiert. Dieser übernimmt auch die Erfassung der Kühlkörpertemperatur, die Lüfter- und Heizungsregelung sowie die indirekte SWR-Messung. Als Endstufe kommt ein MOSFET-Leistungsverstärker-Modul von Mitsubishi (RA30H1317M) zum Einsatz.
Da die Auswirkung von Temperaturschwankungen auf den Si570 in Bezug auf die Frequenzstabilität leider nicht vernachlässigt werden können, wird für den Si570 eine Heizung vorgesehen. Gleichzeitig muss die Lüfterregelung derart parametriert werden, dass sich die Kühlkörpertemperatur auf ca. 50°C einpendelt.
Bei einer Kühlkörpertemperatur über 70°C wird auf dem zugehörigen Bakenmodul durch Abschalten des Ausgangs am Si570 die Ansteuerung des Leistungsverstärker-Moduls unterbrochen, bis die Temperatur wieder Werte unter 40°C erreicht hat. Ebenfalls abgeschaltet wir die HF-Ansteuerung bei sich verschlechterndem SWR-Wert, genauer gesagt bei einem Absinken der gemessenen Ausgangsleistung. Diese Notabschaltung kann nur durch manuellen Eingriff wieder aufgehoben werden, da in diesem Fall von einem Fehler an der Außenanlage (Antenne, Kabel etc.) ausgegangen werden muss.
Historie
Bis zur Abschaltung im Jahre 2008 wurde die Bake DB0JW durch den Ortsverband Eschweiler (G05) betrieben und betreut. Die technische Daten von DB0JW an ihrem alten Standort, der Grundschule in Eschweiler-Stich, lauteten:
Standort: Grundschule Stich, Stich 60, 52249 Eschweiler (JO30DU)
Höhe über NN: 220 m
Modulation: F1A
Band | Frequenz | Leistung | Hauptstrahlrichtung |
|---|---|---|---|
2 m | 144.415 MHz | 50 Watt ERP | Nord-Ost |
70 cm | 432.975 MHz | 50 Watt ERP | Nord-Ost |
23 cm | 1297.910 MHz | 50 Watt ERP | Nord-Ost |
13 cm | 2320.900 MHz | 1 Watt ERP | Nord-Ost |
Link zur offiziellen Seite von DB0JW am alten Standort.
Link zum Abbau von DB0JW durch den Ortsverband Eschweiler (G05) am 08.08.2008.
Da sich in der Umgebung kein neuer Standort für DB0JW finden ließ, wurde die Bake einschließlich der zugehörigen Hardware und der Lizenz am 22.11.2008 an den Ortsverband Hürth (G50) übergeben und das Umschreiben der Lizenz bei der Bundesnetzagentur beantragt. Vor der Wiederinbetriebnahme entschied sich der Ortsverband Hürth (G50), die Bake komplett in moderner, kompakter und sparsamer Technik neu aufzubauen. Hierdurch versprach man sich unter anderem einen geringeren Wartungsaufwand und eine einfachere Standortsuche.













