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in ganz DARC
im Bereich 1945-1949: Gründung des OV H03

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Gründungsmitglieder

 

 

 

 

 

 

50er Jahre

DL1KW
DL1CY
HB9MQ
K4KAK
W7GHB

Der Beginn

Nach Ende des zweiten Weltkriegs war auch in der Britischen Zone laut Kontrollratsgesetz Nr. 76 bei Androhung der Todesstrafe jede funktechnische Betätigung, der Besitz eines Empfängers mit 2. Oszillator und jeglichen Sendegerätes verboten. Auf lokaler Ebene gab es Bestrebungen die Amateurradio-Tätigkeit wieder aufzunehmen. In Norddeutschland wurde versucht, einen "Norddeutschen Radio-Amateur-Club" (NRAC) zu organisieren.

Zu Beginn des zweiten Weltkriegs, also am 1. September 1939 wurden die Funkgeräte mit dem Erlöschen der Lizenz eingezogen und aufbewahrt. Man konnte die Geräte bei erneuter Erteilung einer Lizenz auch wiederbekommen... oder auch nicht! Hierzu eine "Meldung" des Fernsprechamtes in Göttingen von 20. Juni 1945.

Am 10.03.1947 wandte sich OM Ohage an die Militärregierung Braunschweig zur Gründung eines Ortsverbandes, der sich "Braunschweiger Amateur Radio Club" ( BRAC) nennen sollte.

Die Bemühungen waren erfolgversprechend, wie aus dem folgenden Schreiben der Braunschweiger Stadtverwaltung vom 15.04.1947 hervorgeht. U.a. war eine Bescheinigung der "Deutschen Denazifikations-Datenbank" erforderlich. Die Gründungsmitglieder mußten nachweisen, dass sie sich im Dritten Reich nichts zu schulden kommen ließen. 

Endlich war es dann so weit. Im April 1947 ließ die Kreis-Militärregierung von Kiel auf örtlicher Ebene den "Kieler Radio-Amateur Club" (KRAK) zu. Dies war Grundlage für die Genehmigung zur Gründung des DARC/BZ. Kopien der Zulassungsurkunde vom 21. Mai 1947 wurden an die bekannten Amateure versand und führten zum raschen Aufbau zahlreicher Ortsverbände. Die Gründungsversammlung des Ortsverbandes Braunschweig fand am 18.07.1947 im Hörsaal MH2 der Technischen Hochschule Braunschweig statt. Erster OVV war Gerhard Ohage.

Der Vorstand:

OVV: Gerhard Ohage
stv. OVV: Albrecht Heinrichs Später DL1SV
Beisitzer: Günter Behrmann Später DL1TW
Adolf Ehni Später DL1SX
Richard Hinz Später DL1SU

Am 19.09.1947 konnte OM Ohage an den Polizeipräsidenten der Stadt Braunschweig die Gründung des Ortsverbandes Braunschweig im DARC/BZ (Britische Zone) vermelden. Er mußte betätigen, das er und sein zweiter Vorsitzender, Albrecht Heinrichs, nicht der NSDAP angehört haben...

Nach bestandener Prüfung versuchte OM Mühlen, ex D4NSD, am 20.07.1948 seine Geräte zurückzuerhalten. Hier sein Schreiben an die Oberpostdirektion Braunschweig (nun nicht mehr Reichspostdirektion!) und die Antwort der OPD (Das Schriftstück ist etwas "angeknabbert" und vergilbt, aber original!):

1949 hatte der OV H03 48 Mitglieder, davon 24 mit A-Lizenz. Der DARC hatte damals insgesamt etwa 5000 Mitglieder.

Kurz nach dem Krieg war der Selbstbau von Amateurfunkgeräten selbstverständlich. Insbesondere wurden ehemalige Wehrmachtsgeräte auf die Amateurbänder umgestrickt. Aber man konnte nur staunen, was für Geräte auf dem Markt waren, vor allem in den USA. Im Nachlaß von DL6NB war auch ein Fotoalbum mit zahlreichen Amateurfunkstationen aus dieser Zeit. einige Fotos rechts.

Öffentlichkeitsarbeit war schon immer eine wichtige Aufgabe in der Clubarbeit. In der Zeit vom 13. bis 19. November 1956 lief im Regina-Filmtheater in Braunschweig der Film"TKX antwortet nicht". Aus diesem Anlaß wurde die Clubstation DL0BG im Kino betrieben.

Das Bild zierte die Titelseite eines cqDL-Heftes von 1957 und eines Sonderheftes der cqDL 4/87. Von rechts: Susi, DJ2YL; Eckart, DJ3JD; Dieter, DJ3JC: