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Grottenau Sender (1927)

- Der Sender bzw. dessen Antenne an der Grottenau 1927 Bildquelle: Deutsch. Rundfunkarchiv Frankfurt
Zusammengetragen von unserem Mitglied Wolfgang (DF1MD)
"Zwischenfunksender" Augsburg der "Deutschen Stunde in Bayern"
Daten: "Telegraphentechnisches Reichsamt, Abteilung München"
Standort:
Grottenau, Karlstr. Augsburg, Dachgeschoß
Sender:
Telefunken 700 Watt input, im Gestell, eigenerregter Zwischenkreissender
VFO von 1400 KHz bis 510 KHz
Modulation: Gitterstrom mit 5 Watt Röhre in Widerstandsverstärkung
über besondere Tonleitung aus München, später einige Direktübertragungen aus dem Stadttheater Augsburg
Anodenspannung 400 Volt aus Akkus
Anodenspannung Endstufe 1500 Volt aus Gleichstromgenerator mit Drehstrommotor
Röhrenheizungen 24 Volt, Sammlerbatterien
Antenne:
Dreidraht-T-Antenne mit 90 m wirksamer Länge an zwei Masten zwischen Turm der Grottenau und Schwäbischer Volksbank, Abstand 149 m
Resonanz auf 450 KHz bei 20 Ohm Antennenwiderstand
Erdung: Alle verfügbaren erdbaren Metallteile im Haus, da ein Erdnetz nicht angebracht werden konnte.
Probebetrieb am 11.08.1927 verlief positiv. Sendungen waren im Innenstadtbereich mit einfachem Detektor zu empfangen, ca. 1000 angemeldete Hörer gab es damals in der Stadt, nach einem Jahr zählte man ca. 14 000 Rundfunkteilnehmer in Augsburg
Betrieb ab 01.09.1927 auf 530 KHz oder Welle 566 m, wie man damals sagte
Eröffnungsfeier durch Präsident Arndt und Oberregierungsrat Professor Baumgartner
Quelle: Auszüge aus der "Neue Augsburger Zeitung" vom 02.09.1927, S.5, Staatsbibliothek Augsburg
Auf dieser Seite wird auch der Augsburger Sender erwähnt.
www.br-online.de/br-intern/75jahre/ausstellung/zeitraeume/24_ereignisb.html