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im Bereich Auch SWLs verschicken QSL-Karten

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Dietmar Austermühl, DL1ZAX

über

DARC-Serviceteam

Deutscher Amateur-Radio-Club (DARC) e.V.

Lindenallee 4
34225 Baunatal

Tel: 0561 949880
Fax: 0561 9498850
E-Mail: darc@darc.de

 

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Auch Kurzwellenhörer (SWLs) verschicken QSL-Karten

Unter Funkamateuren ist es üblich, nach einer getätigten Funkverbindung QSL-Karten an den jeweiligen Funkpartner zu versenden.
Diese QSL-Karten dienen zur Bestätigung, dass man miteinander Kontakt hatte. (QSL=Empfangsbestätigung)

Dazu werden die wesentlichen Merkmale der Verbindung auf der QSL-Karte wiederholt.
Dieses sind:

  • Rufzeichen der Gegenstation
  • Datum
  • Uhrzeit (in UTC)
  • Frequenz
  • Betriebsart
  • Rapport für die Gegenstation

sowie der eigene Name, das Rufzeichen und die eigene Adresse. Häufig werden darüber hinaus die verwendeten Geräte und Antennen genannt, ferner Angaben über die Zugehörigkeit zu Amateurfunkvereinigungen, die Zählbarkeit der QSL-Karte für bestimmte Diplome usw.

In der Anfangszeit des Amateurfunks besaßen solche QSL-Karten einen hohen Stellenwert, dokumentierten sie doch die technische Leistungsfähigkeit einer Amateurfunkstation. Dank der technischen Weiterentwicklung auch innerhalb des Amateurfunks ist es mit den heutigen Geräten eine Selbstverständlichkeit, nahezu jeden Punkt der Erde jederzeit zu erreichen.
Unter diesem Aspekt hat die QSL-Karte an technischer Bedeutung eingebüßt. Vielmehr ist sie heute zum Aktivitätsnachweis schlechthin geworden. Dies hat verstärkt zur Herausgabe von Diplomen geführt, die bei Vorlage einer bestimmen Anzahl von QSL-Karten verliehen werden, also ihrerseits eine gewisse Aktivität unter Beweis stellen.

Ein Austausch von QSL-Karten findet jedoch nicht nur unter Funkamateuren statt, um sich damit gegenseitig eine getätigte Funkverbindung zu bestätigen. Auch nicht an der Funkverbindung Beteiligte machen gern von der Möglichkeit Gebrauch, einer gehörten Station mittels einer QSL-Karte einen Empfangsbericht zu geben und gleichzeitig um die Bestätigung dieses Berichts zu bitten.
Eine solche Empfangsbestätigung als SWL (Short Wave Listener) steht jedem Interessenten offen. Dazu ist es nicht notwendig, eine Amateurfunkprüfung abzulegen, im Gegensatz also zur Sendetätigkeit eines Funkamateurs, die das Bestehen der Amateurfunkprüfung voraussetzt.

Jedes DARC-Mitglied kann SWL-QSL-Karten über die DARC QSL-Vermittlung an alle Funkamateure weltweit kostenlos verschicken. Anstelle eines eigenen Rufzeichens wird eine SWL-Nummer verwendet, die einfach aus dem Landeskenner DL (für die Bundesrepublik Deutschland), dem DOK und der siebenstelligen DARC-Mitgliedsnummer gebildet wird,

 

z.B.

DL-L01/1695071

DL-G15/1792787

DL-N11/1393669

 

Darüber hinaus erweist sich eine SWL-Tätigkeit als von unschätzbarem Wert bei der Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung. Landeskenner und Abkürzungen können sich für denjenigen, der sich damit vorher noch nicht befasst hat, als Hürde erweisen, hingegen diese für SWLs geläufig sind.
SWLs haben Erfahrung im Umgang mit der Empfangstechnik und sind immer gegenüber demjenigen im Vor-teil, der ohne vorherige intensive Hörtätigkeit zur Amateurfunkprüfung geht.

Zur Förderung dieser Erfahrung und zur Leistungsdokumentierung auf dem Weg zur Amateurfunkgenehmigung hat der DARC die DE-Prüfung geschaffen. Sie kann von jedem Ortsverbandsvorsitzenden abgenommen werden und verlangt von dem SWL Grundkenntnisse in Technik, Betriebstechnik und Gesetzeskunde.

Mit bestandener DE-Prüfung wird dem SWL ein DE-Kennzeichen erteilt, welches aus den Buchstaben DE, einer Ziffer von 1 bis 9 und drei weiteren, selbst wählbaren Buchstaben besteht, z.B. DE4CWL, DE1WZU, DE8BUS. SWL-Kennzeichen mit der Ziffer Ø, z.B. DEØAAA, DEØWSS, sind den Trägern des Titels "Deutscher Empfangs-Meister" vorbehalten, der nach entsprechendem Nachweis bestimmter, bestätigter SWL-Berichte und den Besitz eines DLD-SWL, auf Antrag verliehen wird.

Die Angaben auf einer SWL-QSL-Karte unterscheiden sich im Wesentlichen nicht von jenen, mit denen sich Funkamateure untereinander Funkverbindungen bestätigen.
Eine SWL-QSL-Karte sollte daher enthalten:

  • Rufzeichen der gehörten Station
  • Datum
  • Zeit (in UTC)
  • Frequenz
  • Betriebsart
  • Rapport
  • Rufzeichen der Gegenstation, mit der die angeschriebene Station in Verbindung stand

Ferner können, genauso wie bei den QSL-Karten der Funkamateure, Angaben über die verwendete Stationsausrüstung oder weitere persönliche Bemerkungen folgen. Die eigene SWL-Nummer oder, falls vorhanden, das DE-Kennzeichen sowie der eigene Name und die Adresse dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Der gehörte und um eine Bestätigung gebetene Funkamateur füllt seinerseits seine QSL-Karte mit den auf der SWL-QSL-Karte genannten Angaben aus. Natürlich nur, soweit sie mit den Daten in seinem Logbuch übereinstimmen, und bestätigt so dem SWL die Richtigkeit seiner Beobachtungen.

Auch dem SWL ist es nun möglich, mit solchen, von Funkamateuren versendeten QSL-Karten Diplome zu beantragen. Es sollte daher für jeden Funkamateur eine Selbstverständlichkeit sein, eingehende SWL-QSL-Karten ebenso korrekt auszufüllen, wie QSL-Karten an seine Funkpartner.

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Das QSL-Büro des DARC e. V. vermittelt QSL-Karten nur an Funkamateure!
Eine Vermittlung von QSL-Karten an Radio-Sender ist nicht möglich!