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Christian Schneider
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2015-01-25: X-Mas Contest: eingereichte Punktzahlen
2014-12-28: WAG Contest: Endergebnis, UBNs
2014-12-18:
Update CM 2014
2014-12-12: Ausbildungscontest: Endergebnis
2014-11-18: SSB Fieldday Endergebnisse
2014-11-07:
WAG Contest: eingereichte Punktzahlen
2014-11-05: Ausbildungscontest: eingereichte Punktzahlen
2014-10-07: Update CM 2014
2014-10-06: WAEDC SSB: eingereichte Punktzahlen
2014-09-27:
HST 2014: Ergebnisse
2014-09-25: FD SSB: eingereichte Punktzahlen
2014-09-04:
WAEDC CW: eingereichte Punktzahlen
2014-08-18:
CW Fieldday UBNs
2014-08-05:
CW Fieldday Endergebnisse
2014-07-21:
Auschreibung Ausbildungscontest
2014-06-16: Ostercontest Urkunden und UBNs
2014-06-16: Update CM 2014
2014-05-26: 10m-Contest 2014 Endergebnisse
2014-05-23: Allgemeine Contestregeln
2014-04-05: Update CM 2014
2014-04-03: Anmeldung zum DTP-2014
2014-03-18: Update CM 2014
2014-03-12:
DARC-Ostercontest
2014-03-11:
X-Mas 2013: Endergebnis, UBNs
2014-02-27:
WAEDC RTTY 2013 Endergebnisse
2014-02-24:
Update CM 2013
2014-02-22: WAEDC SSB 2013 Endergebnisse
2014-02-19:
Ausbildungscontest 2013: Endergebnisse
2014-02-06: 10m-Contest-2014: Eingereichte Punktzahlen
2014-02-06:
Update CM 2013
2014-02-05:
X-Mas Contest 2013: Eingereichte Punktzahlen
2014-01-22:
WAEDC CW 2013: Endergebnisse
2014-01-13:
10m-Contest: Logeingang
2014-01-10:
Fieldday 2013 PDF-Diplome
2014-01-09:
Ausschreibung Februar-QSO-Party 2014
2014-01-06
: WAG 2013 PDF-Diplome
2014-01-06: WAG 2013 Endergebnisse
2014-01-03:
DXHF-Serverausfall

 

 

Worked All Germany Contest

Beim WAG-Contest steht man als DL-Station wenigstens einmal im Mittelpunkt des weltweiten Interesses. Damit sind viele Stunden Funkspaß garantiert. Die Bänder zeigen sich bei den herbstlichen condx oft sehr freundlich, sind aber nicht so überfüllt wie im CQWW. So erlauben auch 100 Watt und normale Antennen schöne Serien und selbst das eine oder andere lowband-DX.

Viele DX-Stationen nutzen den Contest um sich auf den CQWW-SSB vorzubereiten. Deshalb sind auch viele laute und gut hörende Stationen qrv. Selten kommt da Langeweile auf. Mehr als 1700 eingesandte Wertungslogs aus 82 DXCC zeigen die weltweite Akzeptanz des WAG.

Insgesamt ist der WAG-Contest einer der Conteste mit dem größten Spaß-Faktor für deutsche Funkamateure. Außerdem bringt er Punkte für den DARC-Kurzwellenpokal.

WAG 2015:    17./18. Oktober

 

Endergebnisse des WAG 2014

Sieger und Platzierte in der Ergebnisliste - oder hier die sechs Gewinner aus DL im QSO miteinander:

Die Sieger aus dem Ausland bei ihrem jeweils letzten QSO im WAG 2014:

Glückwünsche an DL3DTH, DK5DQ, DL5AXX, DL0WRTC (DJ5MW), DL6IAK, DR4A und
9A3VM, R7MM, UA5C, CQ3L (DF7ZS), RT4W, HG7T

Wenn eine CQ-rufende DL-Station noch morgens um drei Uhr von Anrufern umlagert ist, muss WAG-Zeit sein – „Contesten auf der richtigen Seite des pile-ups“, wie es ein Teilnehmer einmal nannte. Auch ohne großes Aluminiumbesteck auf 30m hohen Masten waren DL-Stationen am WAG-Wochenende gefragt, die Größe des Bestecks entschied nur, wann und wo der Andrang entstand. Zwar gelingt nur wenigen wie DJ5MW als DL0WRTC oder einigen großen Multi-Op-Stationen dauerhafter run-Betrieb auf 40m in SSB mit USA während der Nacht, Langeweile hatte dennoch niemand:

"Aber Spass gemacht hat es trotzdem, vor allem die 156 QSO in der letzten Stunde auf 40m SSB, das rüttelt einen noch mal richtig wach nach 24h durchfunken." (DG0OKW@DL5L)
"Erstmals auch CQ gerufen - im mini-pileup steigt der Blutdruck, schliesslich will man alle calls korrekt abfertigen!" (DL9MFY)
"First time in WAG. Tested 2 new antenna's 2 x NVIS for 40 and 80m Super!!"(PA9M)
"Cool contest..nice runs with 100Wtts. Planned to do just 100Qs because of the nice weather..in the end it was more than 300 Qs. See you next WAG."(DL5RDP)

Der Antennenwald bei DP6T (links) - einer MultiOp-Station, die auch für ihren "fahrbaren" 40m-Mast bekannt ist (dp6t.de). Rechts der portable Aufbau der Multiop-Station DL9W von C30.

Achterbahnfahrt der condx mit X-Flare als speziellem Gast

Die Bedingungen blieben in diesem Jahr hinter den Rekordverhältnissen von 2013 zurück, als 10m so richtig zeigte, was in dem Band steckt. 2014 sorgte nach einem feinen Auftakt am Samstagnachnmittag ein X-Klasse-Flare Sonntagmorgen für anschließend etwas gedämpftere bis sprunghafte Bedingungen auf den oberen Bändern. Wer aber nicht ständige Lautsprecherqualität erwartete, wurde dennoch mit regelmäßigen Überraschungen belohnt, etwa herausragenden Momenten auf 80m mit der deutschen DXpedition VK9DLX in S9. Außerdem zeigten sowohl die anschließende condx-Analyse von DL1VDL als auch Teilnehmerbeobachtungen, dass sich die Bedingungen im Lauf des Tages wieder etwas erholten, wobei es nach Norden zu eher schwächelte. Zu allem Überfloss zog dann noch die Konkurrenz vom normalen Wetter erkennbar reichlich Ops für das vermeintlich letzte sonnig-warme Wochenede nach draußen.

Unser Logroboter ernährt sich nur von cbr&stf – verschmäht adif,lnk&cst

Die Bedingungen drückten die Teilnehmerzahl:  1723 Logs aus 82 DXCC (darunter 853 aus Deutschland) nach 1927 im Rekordjahr zuvor. Etwas weniger Kreativität bei der Logerstellung wären für Auswerter und Logroboter hilfreich, also sowohl seltener den aus der Voreinstellung übernommenen "DOK" als DOK in der Sendespalte und gerne auch noch weniger unverdauliche Logformate von adif bis .lnk und  .cst

Unsere Datenbank verzeichnete insgesamt 448.398 QSO-Zeilen und zunächst 11.769 verschiedene Rufzeichen. Der automatische Crosscheck erfasste 83 Prozent aller enthaltenen QSO-Zeilen, für die also jeweils das Log der Gegenstation vorlag.

Die restlichen 77.600 QSOs beschäftigten dann erneut Software und das kleine WAG-Auswerterteam. Das kostete noch einmal reichlich Verbindungen, die nach dem Motto erfunkt wurden „Diese Station reicht doch eh‘ kein Log ein, da kommts auf Call und Nummer nicht so drauf an.“ 30er-Nummern zu Zeiten als die gearbeitete Station schon in den 300ern war, fallen ebenso auf wie nicht ausgebene Calls oder QSOs, die sich nicht in Online-Logs finden. Auch entdeckte QSOs in contestfreien Bereichen fallen weg, wobei die Bereiche nach unserem Eindruck insgesamt sehr gut eingehalten wurden, was natürlich Einzelfälle nicht ausschließt, die sich dann auch mit zusätzlichen Abzügen und Gelben bzw. Roter Karte in der Ergebnisliste wiederfinden können.

Der "natürliche Feind" der Logchecker: Uniques

Das sind Rufzeichen, die nur ein einziges Mal in der ganzen Datenbank vorkommen. Wer arbeitet denn in einem Band voller deutscher CQ-Rufer nur eine einzige Station? Das wäre ja, als schnappte sich jemand vom vollen Buffet nur ein einziges Schnittchen... Meistens entpuppen sich Uniques als Hörfehler - von nicht vergebenen Calls wie KT0CAK oder DK3W bis zu RA1A als eigentlich gearbeitetem OL8M. Von den anfangs 6 300 "Uniques" blieben am Ende 2300 gewertete Uniques übrig.

Und was ist von einem nur ein einziges Mal vorkommenden YO-Call zu halten, das mit gesendeter Nummer 101 geloggt wurde? Ein automatischer Check würde den Fall einfach streichen. Nachhören in den SDR-Aufzeichnungen präsentiert einen tatsächlich fröhlich 101 vergebenden rumänischen Op mit einwandfrei bestätigtem Rufzeichen...

Keine Uniques: DO7ORA, DK6VCO und F5LBL

Das war knapp

Insgesamt kostete der hier näher beschriebene Logcheck 8,9 Prozent der eingereichten Ergebnisse – aber nur im Durchschnitt. TopTen-Stationen sind dort oben nicht nur, weil sie laut und schnell sind, sondern auch genau: Sie büßten im Schnitt nur 3,5 Prozent ein.
Aber selbst auf diesem Niveau sorgten winzige Unterschiede noch für Entscheidungen und Platzwechsel. Wer wäre nicht mit einer Abzugsquote von 1,7 Prozent zufrieden? Ein hervorragender Wert selbst für TopTen-Verhältnisse. Ben, DL6RAI, reichte er aber immer noch nicht, um den ersten Platz in CW-LP über den Logcheck hinweg zu verteidigen. Tom, DL3DTH, büßte nur 0,4 Prozent ein und holte sich damit erneut den Sieg. Congrats an beide für herausragende Genauigkeit bei jeweils mehr als 1200 QSOs. Sie fallen bei 24-Stunden-Betrieb ja auch in Zeiten, bei denen man sich morgens um 0500 Lokalzeit nicht mehr ganz sicher ist, was man hier eigentlich gerade macht...

Das war noch knapper

Insgesamt gab es in diesem Jahr sehr viele extrem knappe Entscheidungen: Bei Mix-LP außerhalb DLs übernahm R7MM erst nach dem Logcheck den Spitzenplatz von RA3Y mit einem Vorsprung von schließlich nur zwei QSOs.
Zwischen DL5YL und DJ5MO in CW-LP lagen am Ende sogar nur 0,018 Prozent, was nicht einmal einem DL-QSOs entspricht. Für Tina (DL5YL, hier im Bild bei einer Aktivität in HB0) standen am Ende 1090 QSOs mit 3030 QSO-Punkten zu Buche sowie 150 Länder-Multiplikatoren. Jelmer (DJ5MO) verzeichnete zwar deutlich weniger QSOs mit 877 Verbindungen, aber einem höheren Punkteschnitt, was mit 2859 Punkten nur einen leichten Punkterückstand einbrachte. Den Ausschlag gab dann hauchdünn seine mit 159 höhere Zahl an Multikplikatoren, die im WAG besonders hohes Gewicht haben. Es sind - verglichen etwa mit dem WWDX - doch weniger Länder erreichbar: Die höchsten Multiplikatorzahlen pro Band waren 47 auf 80m (Multi-Op-Siegerstation DR4A), 77 auf 40m (DP9A), 87 auf 20m (DR4A), 78 auf 10m (DP9A) und 78 auf 15m, wo DL5AXX als Single-Op zeigte, was mit konsequentem SO2R-Betrieb möglich ist.

SO2R füllt den Multi-Speicher

SO2R (=Single Operator/2 Radios) bedeutet, dass zwischen QSOs auf der CQ-Frequenz noch mit einem zweiten Gerät und weiterer Antenne Multiplikatoren auf anderen Bändern gejagt werden. Dabei schaltet sich der Op das NF-Signal beider Bänder getrennt auf den linken und rechten Audio-Kanal, um den richtigen Zeitpunkt für den Anruf zu hören. "Lockout"-Schaltungen müssen dafür sorgen, dass immer nur ein Signal gleichzeitig in der Luft ist - so dass die Run-QRG schon auch mal einige Sekunden länger als normal verwaist sein kann, wenn es dann beim Multiplikator nicht sofort mit zweimal drei Sekunden für ein QSO getan ist. SO2R geht aber auch für geübte Ops nur in Phasen mäßigerer Run-Raten als während Ulfs ersten QSOs auf 40m in diesem Audio:

So scheinbar entspannt wie hier (@CR3L) ging es für CW-HP-Gewinner DL5AXX im WAG meistens nicht zu...

Unerhörte Multis

Jedes Jahr das gleiche Klagelied: Vor allem Stationen aus VK, ZL und den entfernteren Teilen Asiens fühlen sich zu oft und zu lange unerhört. "I guess I need to build a bigger antenna over here, hi", klagte Ron, DU3BC, im Chor mit Australiern und Neuseeländern, die selbst mit HP nicht richtig durchdrangen - und nun weiter über zu wenig in ihre Richtung bewegte Beams oder die QRM-/QRN-Lage in Mitteleuropa rätseln dürfen. Gern bedienten sich die WAG-Teilnehmer im pileup etwa der deutschen Lord Howe-Expedition VK9DLX. Beachtlich: Das eingereichte Checklog der Expedition kostete nur ein einziges QSO bei WAG-Teilnehmern.

Helmut, DF7ZS/CQ3L - einmal bei CW.

Wer sich über Nummern-verteilende Contester hinaus auch auf die Suche nach "000-QSOs" mit DX-Stationen in freier Wildbahn machte, fand Extra-Multis von W1AW/KH0 über V44KAI bis zu ZA/F4DTO.

Beliebter: Kopf-an-Kopf-Duelle live verfolgen

Trotz der geringeren Teilnehmerzahl loggten sich mehr WAG-Teilnehmer als 2013 auf der Livescores-Seite ein, die dann ihre ständig aktualisierten Zwischenstände zeigte. Gleich alle vier Spitzenreiter waren dort in der Katetgorie der HP-mix-Stationen außerhalb DLs zu finden mit zwei deutschen Ops: Frank, DL8WAA, Gast bei UA9MA, tauchte mit lautem Signal als UA9MWA fast überall auf, und Helmut, DF7ZS, nutzte mit einer 99-Prozent-SSB-Aktivität die Möglichkeiten der Station CQ3L auf Madeira und den Sprachvorteil, Pileups auf Deutsch zu lenken, was sich dann so anhörte:

        

Manfred, DJ5MW, links neben Stefan, DL1IAO, bei der Siegerehrung der WRTC 2014 (Foto: DL6MHW)

Drei neue Rekorde

Einen der drei neuen Rekorde erzielte Manfred, DJ5MW, als DL0WRTC in Mixed-HP. Das Call verweist auf die alle vier Jahre stattfindenen World Radio Team Championship, die 2018 in Deutschland ausgetragen wird (http://www.wrtc2018.de/de/). Bei der 2014er Ausgabe in den USA hatte DJ5MW zusammen mit Stefan, DL1IAO, die Bronzemedaille im Feld der 59 Zweierteams gewonnen. Während der zweijährigen Qualifikationsphase 2015/2016 wird auch der WAG zweimal zu den Qualifikationscontesten zählen.
Bei den weiteren Rekorden verbesserte Bud, AA3B, seine eigene Bestmarke in CW-HP (DX) mit der exzellent geringen Abzugsquote von 0,4 Prozent bei mehr als 1000 DX-QSOs mit DL. Außerdem verbesserte Igor, RJ4P (RT4RO), seinen eigenen Rekord für Mix-HP in Europa

Zum Schmunzeln:

Ein Nichteinreicher gab nach jeder Pause um 10 höhere Nummern als eigentlich dran gewesen wären - und nach der Nachtruhe legte er gleich 80 drauf.

"Wir haben teilweise 10 Minuten [erfolglos] CQ gerufen - könnte natürlich auch an dem defekten N-PL Adapter gelegen haben." (Murphys Opfer bleiben namenlos)

W5... vergibt bei seinen einzigen beiden QSOs innerhalb von 2 Minuten die Nummern 133 und 134 und lässt uns nun raten, welche Bedeutung diese Zahlen für ihn haben könnten.

Zum Ärgern:

Zuviele DL-Stationen, die Gegenstationen eine 001 abquatschen, obwohl die Gegenstation als Antwort auf „59 X06“ nur mit "Five nine" zurückkam. Die Regeln sehen für diesen Fall ganz eindeutig 000 als zu loggenden Rapport vor. Alles andere kostet Zeit und bringt Verwirrung auf allen Seiten.

Der ungebrochene Glaube an „Sankt Cluster“: Als dort ein G0TBT gespottet wurde, bekam auf der genannten Frequenz 2E0TBT ein kerniges Pileup und landete trotz beharrlicher Callnennung überwiegend als G0TBT in den Logs der DL-Stationen.

Zum leisen Zweifeln:

LP-Mixed-Stationen, die gleich verteilt beide Betriebsarten funken, aber nur in SSB CQ rufen – was den Verdacht weckt, dass sie einer Analyse ihrer relativen Signalstärke über die Skimmer-Spots des Reverse Beacon Networks entgehen wollen.

Statistik der WAG-Aktivität aus den Distrikten

Die OV-Wertung

gewinnt der OV TU Dresden (S07) mit 391 von 400 möglichen Punkten. Dahinter folgen Löbau (S04) und Vaterstetten (C01). Nur knapp am Pokalplatz schrammte Schleiz/Lobenstein (X23) auf Platz vier vorbei, denen zwei Punkte zum Bronzeplatz fehlten. Vollständige Ergebnisliste hier.
Aktivster Distrikt war Thüringen (X) mit hauchdünnem Vorsprung auf Sachsen (S): 82 Logs mit 27.766 QSOs kamen aus Thüringen und 76 Logs mit 27.475 QSOs aus Sachsen. Schwierigste Distrikte für unsere ausländischen Gäste waren Schwaben und Bayern-Ost (T und U) mit 2.143 beziehungsweise 3.567 QSOs. Das Saarland schaffte es ganz knapp über die 4.000er-Grenze.
Dafür war im Contest der äußerst seltene, weil nur per Sonder-DOKs verfügbare, J-Multiplikator aktiv: Felix, DL6JF, brachte ihn mit DK0JRS (Ausbildungsreferat Sachsen) mit mehr als 1100 QSOs in die Luft und auch Harald, DJ3AS, steuerte mit DL0JK 62 Mal den raren J-DOK JK bei.
Aktivstes DXCC war erneut das europäische Russland mit 143 Logs vor den USA mit 79 und UA9/0 mit 48 Logs.

Kai, DK2BK

Dieser Ausschnitt von 80m gehört zu Kai, DK2BK, mit 14 Jahren einer der jüngsten Teilnehmer. Er landete in der Rookie-Wertung mit 496 QSOs auf Platz fünf. Sieger wurde Philipp, DK6SP (@DK0ED) vor DJ2LS (@DR2W) und DL3RHN. Die komplette Ergebnisliste der Rookie-Kategorie hier.

Statistik & Zahlen

Wer noch tiefer in Ergebnisse, Zahlen und Statistiken eintauchen will, für den haben wir folgende Angebote: Da wäre zunächst unsere Statistik-Seite mit der Übersicht zur Aktivität nach Distrikten, Ländern und Kategorien sowie den nötigen Ergebnissen für Platz zehn.
Außerdem gibt es eine nach Bändern aufgesplittete Zusammenstellung aller Ergebnisse mit einigen Zusatzinformationen (u.a. auch mit der jeweiligen "WRTC selection area" für alle an dieser Qualifikation Interessierte). Die Excel-Datei hat in einem Tab die Ergebnisse nach Kategorien sortiert, in einem weiteren alle Ergebniszeilen jeweils mit Kategorie und WRTC-Area versehen direkt untereinander für eigene Berechnungen.
Für die TopTen-Ergebnisse gibt es eine weitere bandweise Datei, die unter anderem auch Abzüge und die Verteilung CW/SSB angibt.

Der Urkunden-Download ist aktiv und über den Menüpunkt "Urkundendruck" auf der linken Seite zu erreichen.

Fragen an wag-info(at)dxhf.darc.de

Jetzt vielen Dank an Heiko, DL1RTL, und Klaus, DL1DTL, für die vielen Stunden Checkarbeit sowie an Franta, DJ0ZY, Michael, DL6MHW, Holger, DF1QR und Julian, DL6OCK, für die unverzichtbare und geduldige Unterstützung bei allen technischen Dingen und Tücken.

Allen: Alles Gute für 2015!

Christian DL8MBS
WAG Contestmanager

WAG zählt für WRTC-Qualifikation - da kommt was auf uns zu :-)

Die WRTC-Organisatoren haben bekanntgegeben, dass der WAG 2015 und 2016 einer der Qualifikationscontest für die 2018 in Deutschland stattfindenden WRTC sein wird (World Radio Team Championships für bis zu 63 Zweierteams mit identischen Antennen auf Standorten in einem geografisch eng begrenzten Gebiet). Also willkommen an alle, die deshalb erstmals hier vorbeischauen und für alle anderen hoffentlich ein bisschen Vorfreude auf die zusätzlichen Gäste. Link zu den Qualifikationsgereln.

OV- und Rookie-Wertung

Bei der OV-Wertung liegt nach den eingereichten Ergebnissen S07 (TU Dresden) vorne, gefolgt vom Vorjahresdritten S04 (Löbau) und C01 (Vaterstetten), der wiederum nur einen hauchdünnen Vorsprung auf die letztjährigen Zweitplazierten von X23 (Schleiz/Lobenstein) hat. Wie im Vorjahr: Es könnte am Ende auf den Logcheck ankommen. Komplettübersicht hier (tnx an Franta, DJ0ZY).
Korrektur bei den Rookies: Als neuer bisheriger Spitzenreiter durchgeschlüpft war uns DK6SP als Op. an DK0ED. Dahinter liegt Titelverteidiger DJ2LS (Op an DR2W) vor DL3RHN (Gesamtliste hier).

Vielen Dank an alle für die große Aktivität im WAG 2014!

Es klang nicht nach Langeweile: Andrang um DL-Stationen noch nachts um halb drei... Auch der ungebetene Gast (siehe Bild) konnte daran offenbar nicht viel ändern. Am Sonntagmorgen platzierte die Sonne einen Flare der obersten X-Kategorie, der sich durchaus dämpfend auf die Bänder auswirkte. Gut beraten war, wer sich zu diesem Zeitpunkt schon ein 10m-Polster angefunkt hatte. Ganz starben die Bedingungen auf den oberen Bändern aber doch nicht, so dass bis zum Schluss dort auch DX möglich blieb - wenn auch nicht mit solchen Rekordbedingungen wie 2013.

Wenigstens einmal "Objekt der Begierde"

Die Kommentare über die condx reichten von "eher mager" über "20m war komisch, 40m unterirdisch" bis zu "nicht schlecht". Etliche nordamerikanische Stationen waren nicht nur sehr zufrieden mit den 10m-Bedingungen (nicht nur mit 4 mal 7 Element wie bei KC1XX) zur europäischen Abendzeit - sondern vor allem mit der gewaltigen Aktivität aus DL: „This has to be my favorite European contest, with so many German ops on all bands“, schrieb VE9AA in seinem 3830-Bericht. Leider nicht zum ersten Mal klagten Stationen aus VK und ZL, dass sie selbst mit 500 Watt und ordentlichen Antennen von laut zu hörenden deutschen CQ-Rufern überhört wurden. Zuviel QRN inzwischen oder doch noch Optimierungsbedarf am Empfangssystem?
Nach so vielen neuen Rekorden wie 2013 sieht es bisher nicht aus und etliche Stationen berichteten, dass sie ihre selbst gesteckten Ziele nicht ganz erreicht hätten, seien es 1000 QSOs oder 500 000 Punkte. Fast durchweg freuten sich DL-Teilnehmer aber, ausnahmsweise "Objekt der Begierde" gewesen zu sein.

"Mr. J" - Felix, DL6JF, vergab den extrem seltenen Multi J.

"Mr J" aus Sachsen aktivierte den begehrtesten Multi aus DL

Bei den Stationen außerhalb DLs tauchten ab Sonntagvormittag die ersten vierstelligen Zahlen auf. Ein Hit für sie war natürlich die Aktivität von Felix, DL6JF, als DK0JRS mit dem heiß begehrten J-Multiplikator - J gibt es mangels J-Distrikt nur durch entsprechende Sonder-DOKs als 26. Multi pro Band.
Aus DL zeigte das Livescoreboard einen rekordträchtigen Score für DL0WRTC (zur Vergabe der World Radio Team Championship 2018 nach Deutschland) mit mehr als 2000 Verbindungen. Gefunkt hat mit dem Call Manfred, DJ5MW, der bei den WRTC 2014 zusammen mit Stefan, DL1IAO, die Bronzemedaille gewonnen hatte. Zu den nach wie vor zahlreichen Sonder-DOKs gehörte auch CM13 mit dem Philipp, DK6SP, funkte, aus der "Jugendgang" von Clubmeister C25 (Erding). Ältester Teilnehmer dürfte Franz (DL2AXM) aus Altenburg mit 93 Jahren (und >150 QSOs) gewesen sein.

Teşekkür ederim - tnx nach TA

Für Zahlen zur Teilnahme ist es noch zu früh. Mitte der Woche waren mehr als 1000 Logs aus 72 verschiedenen DXCC-Gebieten eingegangen. Im Rekordjahr 2013 kamen insgesamt 1912 Logs aus mehr als 80 DXCC. Zu den nicht ganz so selbstverständlichen WAG-Gästen gehörten unter anderem D2QV aus Angola, mit TK4LS (Korsika) und GD4EIP (Isle of Man) zwei nur scheinbar naheliegende Multis oder Ulrich (DL8OBQ) als PJ2/ von Curacao. Er entschied sich gegen maximale Contest-Effizienz und für maximale QSO-Gelegenheiten für alle, indem er während des Contests auch alle anrufenden Nicht-DL-Stationen arbeitete, was noch mal soviele (Null-Punkte-)QSOs wie mit deutschen Stationen bedeutete. Eine regelrechten Sprung machte die Aktivität aus der Türkei: Nach 5 Logs im vergangenen Jahr lagen jetzt wenige Tage nach dem Contest schon 19 auf dem Server. Noch einmal Dankeschön an Mehmet, TA5FA, für seine Übersetzung der WAG-Regeln auf Türkisch.

Von links nach rechts: TA7AZC,
PY5FO mit ehemaligem 2nd op Fred,
YB5BOY

Noch mehr von unseren Teilnehmern hochgeladene Foto-Eindrücke

Bei den weniger erwünschten Aktivitäten werden wir einige CQ-Phasen vom Samstagabend auf 40m-SSB im contestfreien Bereich unter die Lupe und mit SDR auf die Ohren nehmen müssen. Insgesamt scheint sich die "Verkehrsregelung" mit den contestfreien Bereichen weiter zu bewähren, so dass sich bisher nicht mehr als diese Einzelfälle abzeichnen. Von Teilnehmern der gleichzeitigen weltweiten Pfadfinder-Funkaktivität JOTA gab es sogar Lob für den Hamspirit der Contester, was wir nur zu gern weitergeben - es war ein großes Amateurfunkwochenende mit WAG und JOTA nebeneinander. TNX an alle, die dazu beigetragen haben.

Diese drei freundlichen OM waren meistens laut: Will K6ND (rechts), Charlie N1RR (lks) und Mike WM1K am Op-Platz

Unsichtbare Zeichen

Nun heißt es, auf den vollständigen Logeingang und alle Scores zu warten. Wir wollen möglichst bald nach dem Einsendeschluss am Montag, 3. November die eingereichten (ungeprüften) Ergebnisse veröffentlichen. Danach beginnt der Logcheck, und wir hoffen, die Endergebnisse bis zum Ende des Jahres vorlegen zu können. Allerdings zeichnen sich schon jetzt wieder die bekannten zeitfressenden Reparatur- und Denksportaufgaben mit den Logs ab. Dabei ging es nicht nur um die üblichen fantasievollen Logformatierungen ("stf in verdeckter Mission" unter Cabrillo-Dateiendung...) und Kategorien.

Garstiges Joint venture von "Umlaut-thing" und UTF-8

Dutzende nächtliche Mails kostete das "Umlaut-thing", wie es unsere angelsächsischen Kollegen nennen - im Verbund mit der speziellen Konfiguration der gerade getesteten Neuversion eines Contest-Logprogramms. Unser Logroboter lehnte Logs dieser Test-Version rundweg ab, ohne dass irgendein Grund in der Datei zu sehen war - solange man sie mit normalen Programmen betrachtete.

Die Lowband-Antennen bei PT5ST. Beschreibung des Ops DJ2ST: 4 El. 40m und 2 El. 80m

Erst etwas speziellere Editoren zeigten drei kryptische Zeichen am Loganfang (für Experten "byte order marks"), aber nicht in jedem Log dieses Programms. Auflösung ohne näher in UTF-8 und ANSI einzusteigen: Nur wenn ein Umlaut in der Datei war und ein Editor im Log etwas bearbeitete, fügten sich die drei zerstörerischen Zeichen hinzu. Mittlerweile sind die Probleme gelöst - und wahrscheinlich einige Haare grauer.

Wer über alles auf dem Laufenden bleiben will, klickt immer wieder auf diese Seite für aktuelle Informationen oder - noch aktueller - folgt uns bei twitter.

Noch einmal die Bitte, unbedingt zu prüfen, ob es nach dem Logupload eine  Eingangsbestätigung gab und das Call auf der Seite der eingegangenen Logs zu sehen ist. Wenn nicht, bitte noch einmal hochladen - danke!

Zu guter Letzt: "Am Freitag beim Versuch den 5 Element Beam auf den NVA Mast zu bekommen festgestellt, dass der Beam wohl Höhenangst hat. Jedenfalls wollte er wieder runter. Hat sich dabei den Reflektor gebrochen… (gut… war mein Fehler…) - Dafür, dass ich nur den FB23 oben hatte, ist es dann aber doch ganz gut gelaufen... ;-)
(Dan, DL5SE)

 

Die condx zum WAG - genauer betrachtet von Hardy, DL1VDL

Den Zustand der Ionosphäre im Oktober beschreibt OK1HH in seiner Kolumne im Funkamateur 12/2014 zutreffend: „Im Frühling 2014 erlebten wir das sekundäre Maximum im 24.Sonnenfleckenzyklus. Selbst in den verrücktesten Träumen ahnten wir noch nicht, was uns im Oktober erwartete." Vom 17. bis 30.10. wurde die bisher größte Sonnenfleckengruppe (2192) im 24-er Zyklus beobachtet, mit X-Flares am 19.,22. und täglich vom 24. bis 27. Oktober.

Beim Beobachten der Ausbreitungsbedingungen vor dem WAG fiel auf, dass vor allem die Lowbands laute Signale zeigten. Am 14.10. ließ VK9DLX auf 80 Meter das S-Meter bis S9 (!) zappeln und dl1vdl konnte sie mit 100Watt arbeiten. Das lag an den ständig auf- und abschwellenden Perioden mit intensivem Sonnenwind, die auch schöne positive Phasen brachten. Die oberen Bänder schwächelten - bis die angekündigte Sonnenfleckengruppe 9192 am 17.10. (leider für den WAG zu spät) am östlichen Sonnenrandrand erschien. Die 10cm Radiostrahlung (solarer Flux) stieg vom 15. bis 21. Oktober von 150 auf  230 solare Fluxeinheiten. Glück hatten wir am Sonntagmorgen mitten im WAG, als bei einem langen X1-Flare um 503 UTC noch ein Teil der Plasmawolke (CME) von der Sonne reabsorbiert wurde sowie südlich und östlich der Sonne/Erde-Linie ins All flog. So gab es nur auf der Sonnenseite, nämlich über Asien, einen  Blackout durch die prompte UV-Strahlung.

Zu Contestbeginn waren die oberen Bänder 10, 15 und 20 Meter in  gutem Zustand und es fiel schwer, sich zur Multiplikatorsuche in der Dämmerungsphase auf 80 und 40 Meter zu begeben. Nachts waren die Bänder 80 und 40 Meter eher durchschnittlich und ziemlich verrauscht da der geomagnetische Index k immer größer als 3 blieb. Am Sonntagmorgen öffneten die oberen Bänder auf den Taglinien nach Osten zögerlich, weil sich die Ionosphäre nach dem starken UV-Schock beim X1-Flare erst regenerieren musste. Danach lief es gut auf allen Bändern. Die im BCC Reflektor veröffentlichten Logs wiesen zumeist eine ziemlich ausgeglichene QSO Zahl auf allen Bändern aus. Ob wir das 2015 noch einmal so erleben, kann niemand vorhersagen.                                                                   DL1VDL

         

Vielen Dank für Übersetzungen an TA5FA und qrz.ru !

Ein riesengroßes "Dankeschön" vom WAG-Team geht an Mehmet, TA5FA. Von ihm kam eine nette kurze Mail mit dem Hinweis: Hier ist seine türkische Übersetzung der WAG-Regeln - ufb.
Eine russische Übersetzung gibt es außerdem auf dieser Seite von qrz.ru - spb!
Falls jemand Webseiten mit weiteren Übersetzungen kennt, bitte eine Mail an uns.

Ehrung für OVs und Rookies bei Hamradio

Pokale gab´s bei der Hamradio in Friedrichshafen - für die drei besten OVs im WAG 2013 sowie für die drei besten Jung-Contester mit weniger als drei Jahren Lizenz. Gold, Silber und Bronze gingen an Preetz (M11), Lobenstein/Schleiz (X23) und Löbau (S04) sowie an Simon (DJ2LS/DR2W), Harald (DM3ZM) und Martin (DL5MAR). Als pdf gibt es die vollständigen Ergebnislisten der OV-Wertung und der Rookie-Kategorie.

Simon, DJ2LS/DR2W,
Harald, DM3ZM,
Martin, DL5MAR

WAG in eigener Sache

Nach 50 Jahren WAG bei DL1DTL wechselte 2013 der Contestmanager. Nun ist DL8MBS zuständig, zusammen mit DL1RTL. Da Klaus uns weiter unterstützt, hoffen wir, dass der Wechsel bruchlos gelingt und für die Teilnehmer nicht spürbar wird. Regeländerungen für 2013 sind nicht in Sicht. Es bleibt damit natürlich auch bei den contestfreien Bereichen als Bestandteil der Regeln, um ein möglichst ungestörtes Nebeneinander von WAG und JOTA zu ermöglichen. In diesem Sinn weiter viel Spaß im WAG - selbst wenn auch die neue Mannschaft keinen Einfluss auf die condx hat ;-)  Und vor allem:

Vielen Dank Klaus!

DARC-Vorstandsmitglied Annette Coenen, DL6SAK überreicht DL1DTL die Goldene Ehrennadel des DARC.
Vom WAG-Team gab es ein Poster mit Glückwünschen von Contestern aus aller Welt zum "50."



Software hilft bei contestfreien Bereichen

Einmal vor dem Contest die Regeln nicht gelesen oder im Getümmel aus Versehen in den contestfreien Bereich gedreht/geklickt - und schon ist der Regelverstoß passiert. Um das und ungewolltes QRM dort zu verhindern, hilft Software: Mehrere Contestprogramme warnen jetzt bei CAT-Betrieb. Automatisch machen das aktuelle Versionen von UCXLog, DXLog, HAM Office, TR4W und SD. Bei Win-Test sind nur ein paar Klicks vor dem Contest nötig (hier beschrieben). Weitere Programme folgen vielleicht noch und werden hier dann auch erwähnt. Jetzt erst mal "Vielen Dank!" für die Hilfe an: DL7UCX, 9A5K, ARCOMM, EI5DI, N4AF und DL6RAI.
Nutzer anderer Software laden sich am besten diese kleine pdf-Datei mit den contestfreien Bereichen herunter und schieben es auf den Bildschirm mit dem Contest-Programm wie auf dem klickbaren Bild rechts zu sehen.