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SSTV
Entstehung
SSTV ist eine Entwicklung von Funkamateuren um, wie bei FAX, unbewegte Bilder in einem Telefoniekanal zu übertragen. Dabei stützt sich SSTV auf Bild- und Zeilen-Synchronimpulse, so daß von einem Fernsehverfahren gesprochen werden kann. Durch die geringe Übertragungsbandbreite (max. 3 kHz) ist nur eine sehr langsame Abtastung möglich, so daß lediglich Standbilder ohne weitere Begleitinformationen (z.B. Ton) übertragen werden können. In der Anfangszeit von SSTV wurden nur schwarzweiße Bilder mit einer Auflösung von 120 Zeilen zu je 120 Pixeln übertragen. Dafür wurden sieben bis acht Sekunden benötigt. Durch Verdoppeln der Zeilenzahl, Verdoppeln der Bildpunkte pro Zeile bzw. durch beide Maßnahmen gleichzeitig kamen später Übertragungszeiten von 16 und 32 Sekunden für ein Bild zustande.
Farbe ins Bild
Zur Übertragung farbiger SSTV-Bilder wurde zunächst mit einem bildsequentiellen Verfahren experimentiert, bei dem das Farbbild in einen Rot-, Grün- und Blauauszug zerlegt wurde. Diese drei Auszüge wurden anschließend als drei Schwarzweiß-Bilder nacheinander gesendet und auf der Empfangsseite wieder zu einem Farbbild zusammengesetzt. Dabei wird das empfangene Farbbild erst nach der Übertragung des dritten Farbauszugs erkennbar.
Der deutsche SSTV-Pionier Volker Wraase, DL2RZ, entwickelte in der Folgezeit ein zeilensequentielles Verfahren, das in abgewandelter Form den heute allgemein üblichen Übertragungsstandard repräsentiert. Auch hier wird das Bild in drei Farbauszüge zerlegt, die zeilenweise in der Folge Rot, Grün, Blau gesendet werden. Die eindeutige Zuordnung der drei Auszüge zum entsprechenden Bildspeicher auf der Empfangsseite wird mit einem modifizierten Synchronisationsimpuls vor der Rot-Zeile realisiert.
Wesentliche Weiterentwicklungen kamen von den britischen Funkamateuren Eddie ("Scottie") Murphy, GM3SBC, und Martin Emmerson, G3OQD, die mit neuen Verfahren die Übertragung der SSTV-Bilder störunanfälliger machen wollten. Die Anzahl der zu sendenden und auszuwertenden Synchronisationssignale wurde minimiert. Auf diese Weise können SSTV-Bilder annähernd freilaufend übertragen werden. Diese neuen Verfahren hielten als sogenannte "New Modes" bzw. "Free-Run-Modes" relativ schnell Einzug in die SSTV-Praxis der Funkamateure.
Der heute maßgebliche Übertragungsstandard stützt sich auf die Entwicklung von Martin Emmerson, G3OQD. Von seinen vier Modi wird der Modus "Martin 1" in aller Welt bevorzugt verwendet. Die Farbfolge bei den Martin-Modi ist Grün-Blau-Rot (GBR) im Gegensatz zur sonst üblichen Farbfolge Rot-Grün-Blau (RGB). Die Übertragung eines "Martin-1-Bildes" dauert 114 Sekunden und stellt einen guten Kompromiß zwischen Übertragungszeit und Auflösung dar.
Wie wird man QRV?
Für die Realisierung des SSTV-Betriebs können spezielle SSTV-Geräte mit allen Funktionen und Schnittstellen für Bildaufnahme- und -wiedergabe oder Heimcomputer verwendet werden. Bei der Verwendung von Computern und der reichlich vorhandenen Software mit den angebotenen bzw. beschriebenen Konvertern ist der zusätzliche technische und finanzielle Aufwand relativ gering.
Auf welchen Frequenzen findet SSTV-Betrieb statt?
Die Anruffrequenzen für SSTV-Betrieb auf der Kurzwelle sind 3730, 7040, 14230, 21340, und 28680 kHz. Aktivitäten sind täglich zu beobachten. Allerdings treffen sich auf denselben Anruffrequenzen auch FAX-Freunde. Kollisionen und Mißverständnisse werden vermieden, wenn Sendeart und Übertragungsnorm vor der Aussendung eines Bildes angesagt werden.
SSTV Vortrag
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SSTV - Ein Bildübertragungsverfahren in einem Telefoniekanal |
680 K |