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RTTY & AMTOR

RTTY stammt noch aus Zeiten als nur mechanische Maschinen zur Umwandlung der Buchstaben in den Datenstrom und umgekehrt zur Verfügung standen. Es ist die klassische Fernschreibbetriebsart. Die Zeichen werden in 5 Bit codiert und um ein Start- und ein Stopbit ergänzt. Zur Übertragung wird ein FSK-Verfahren (Frequency Shift Keying) verwendet.D.h. die Nullen und Einsen des Datenstroms werden in eine Aussendung auf zwei Frequenzen mit geringem Abstand (170 Hz, 850 Hz) zueinander umgewandelt. Werden diese zwei Frequenzen als niederfrequente Audiosignale aufbereitet und dann damit ein SSB-Sender moduliert, so spricht man vom AFSK-Verfahren (Audio Frequence Shift Keying). Die übliche Geschwindigkeit ist 45,45 Baud.

AMTOR wurde entwickelt, als die ersten integrierten Schaltkreise zur Signalverarbeitung zur Verfügung standen und ist eine Anpassung des kommerziellen Verfahrens SITOR an den Amateurfunk. Es verwendet als Basis die klassische RTTY-Codierung, ergänzt um zwei Bit um Fehler in der Datenübertragung entdecken zu können (Forward Error Correction - FEC). Außerdem ist es ein ARQ-Verfahren (ARQ = Automatic ReQuest). D.h. nach einigen Zeichen (bei AMTOR: 3) macht der Sender eine Pause, in der der Empfänger ein kurzes Bestätigungssignal zurücksendet, aus dem hervorgeht, ob die Zeichen korrekt übermittelt wurden. Im Fehlerfall werden die letzten Zeichen erneut gesendet. So wird eine (weitgehend) fehlerfreie Übertragung sichergestellt.