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Blog des DARC Vorstand

04.03.2013

Liebe Leser unseres Blog,

seit einigen Monaten gab es hier schon keine Einträge mehr, wir möchten mit diesem Abschlußtext die Gründe dafür nennen und über alternative Fortführungen berichten. Denn die Informationen, die wir hier in den vergangenen 3 Jahren gegeben haben, waren nach und nach auch an anderen Stellen zu lesen, was manchmal zu einigen Irritationen geführt hat.

In vielen Gesprächen mit den Mitgliedern war ein Tenor immer wieder zu hören und zu lesen – es gibt nicht zu wenig Information, sondern zu viele Informationen an zu vielen Stellen. Hier galt es für uns einen Weg zu finden, wie wir unsere Meldungen und Informationen am sichersten und schnellsten zu den Mitgliedern bekommen.

Im vergangenen Jahr haben wir daher damit begonnen, umfassender und aktueller auf dem DARC-Portal zu berichten, hier wird mit kurzen Meldungen auf ein Thema aufmerksam gemacht, über das dann im Mitgliederbereich ausführlicher informiert wird. Aber auch im DARC-Forum ist der Vorstand bei einzelnen Themen jetzt aktiv vertreten, dort besteht die Möglichkeit "persönlich" mit uns in Kontakt zu treten.

Weitere Informationskanäle sind die wöchentlichen Rundsprüche, die monatliche CQDL und die unregelmäßig erscheinenden OV-Infos, die jedem Mitglied zugänglich sind. Die CQDL ist, wegen der längeren Vorlaufzeit, dem Redaktionsschluss, der Drucklegung und dem Versand nicht das Mittel um zeitnah zu informieren. Es wird aber immer als das Medium seinen Bestand haben, welches ausführlich  informiert und jedem Mitglied, ob mit Internetanschluss oder ohne, zugänglich ist.

Ein, für das Ehrenamt, nicht ganz unwichtiger Faktor stellt auch die immer wieder genannte Freizeit dar. Unter Abwägung aller Informationskanäle haben wir daher einstimmig beschlossen, diesen Blog vorübergehend zu schließen. Das soll nicht heißen, daß vielleicht eines Tages hier wieder mit anderen Inhalten oder von anderen Funktionsträgern informiert wird.

Vielen Dank an alle, die in der Vergangenheit auch mal eine Rückmeldung  auf die Blog-Einträge geliefert haben. Bleiben wir alle in Kontakt miteinander.

'73, Euer Vorstand

 

 

16.9.2012

Liebe Blogleser,

gestern besuchte ich die UKW-Tagung in Bensheim.

Wie bereits erwähnt, ließ sich doch noch einen Austausch für Ausbilder auf die Beine stellen (an dieser Stelle herzlichen Dank an die Organisatoren), zu dem wir 20 Teilnehmer begrüßen konnten.
Schwerpunkte waren das gegenseitige Kennenlernen, Werbung für Amateurfunk Lehrgänge und Organisatorisches. Klar wurde immer wieder ausgesprochen, dass im Ortsverband Aktionen für Jugendliche, wie Ferienpassprojekte, nur dann zielführend sind, wenn weitere Angebote folgen, die dann in einen Lehrgang zu Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung münden.
Das angesprochene Ausbildungsangebot reichte von Fernlehrgängen über Präsenskursen in Ortsverbänden bis zu Schulprojekten.
Diejenigen Teilnehmer der Veranstaltung, die den Aus- und Weiterbildungsnewsletter noch nicht bekommen, haben sich in den Verteiler eingetragen.

Insgesamt kamen viele Besucher nach Bensheim; ich bin auf die offiziellen Zahlen gespannt und vermute, dass sie denen vom Vorjahr ähneln.

Wie auch bei der HAM RADIO sinkt das Angebot im Flohmarktbereich, dafür steigen die Anzahl der Händler mit differenzierter Neuware und das Interesse am Vortragsprogramm. Viele Sitzgelegenheiten sorgten für den Part der Begegnung – ein wichtiger Punkt für fast alle der vielen Besucher, mit denen ich gesprochen habe.

Stefan Hüpper von der CQ DL war wie immer mit seiner Kamera unterwegs und wird uns demnächst mit einem ausführlichen Bericht informieren.

Am nächsten Samstag (22.9.2012) sehen wir uns in Baunatal um das 40jährige Bestehen unseres Amateurfunkzentrums zu feiern.

Bis dahin, vy 73

Annette, DL6SAK

 

10.09.2012

Allein geht es eben nicht !!

In der vergangenen Woche habe ich es geschafft! Nach fast 9 Monaten „Stillstand“ dreht sich meine Antenne wieder. Durch einen Sturm im Dezember 2011 wurde das Drehrohr meines Antennensystems zwischen Antenne und Rotor einfach mal abgedreht. Ich habe so was noch nie gesehen. Leider hat der Sturm dann auch die Antenne mit den Kabeln einige Male gedreht bis die Kabel die Antenne gebremst haben.

Ein guter Freund und OV – Kollege half mir das Drehrohr mit Hilfe einer Gerüstschelle zu fixieren – bei 360 / 0 Grad. Wenn man über einen Optibeam verfügt, der 10 Elemente für 3 Bänder (20/17/15 m) hat, und die Antenne ist nicht zu drehen dann kennt man auf diesen Bändern sehr schnell alle erreichbaren Stationen auf dieser Welt.

Jetzt aber ist es geschafft, ein neues Drehrohr besorgt, viele Kleinteile dazu, einen großen Topf leckere Suppe gekocht und zwei Helfer eingeladen. Oli, DL1OLI – OVV O17 und SWL Stefan – DE1KTM, waren zur Stelle und die Arbeit konnte beginnen.

Vielleicht sollte ich erwähnen das der Beam größer ist als mein Garten und so musste der Mast (BP60) eingefahren, gekippt und so in Stellung gebracht werden das die Elemente, wenn sie in „greifbarer“ Nähe waren abgebaut, und der Mast dann wieder ein paar Zentimeter gesenkt werden konnte.

Die Arbeiten verliefen erfolgreich, alle Antennen demontiert, eine neues Drehrohr eingebaut, Antennen wieder dran, neue Kabel verlegt und, auf besonderen Wunsch der Ehefrau eine Raben- und Taubensperre eingebaut. Diese war sehr einfach zu bauen. Ein dickes Bündel Kabelbinder, schwarz, wurde, natürlich einzeln, am Boom Rohr befestigt und ragten mit der Spitze nach oben. Der Abstand beträgt ca. 20 cm.

Man mag es kaum glauben – es wirkt. Allerdings konnten wir noch nicht alle Stellen so bestücken – dies haben diese schlauen Vögel schnell mitbekommen und sitzen jetzt dort. Ich habe allerdings einen Vorteil – ich kann die Antenne jetzt von der Terrasse wegdrehen und so befindet sich nur noch wenig „Dreck“ auf der Terrasse. Dafür kann dann allerdings schon mal der Wind sorgen – der Dreck fällt ja nicht immer senkrecht nach unten, hi!!!

Im All- Asia- Contest habe ich meine alten Rapporte wieder erhalten und bin jetzt wieder ein zufriedenerer Funkamateur!!!!

An dieser Stelle noch einmal meinen beiden Helfern und auch dem Michael, DG5DBB, der diesmal aus qrl – Gründen nicht konnte meinen herzlichen Dank – es gibt ihn noch – den HAMspirt!

73 es Glückauf – Martin – DL 1 DCT

 

08.09.2012

Liebe SWLs, YLs und OM,

mit diesem Blog gibt es einen Blick in meinen aktuellen Vorstandsalltag. Über unser ehrenamtliches Wirken neben QRL und Familie, die vielen Mails, Telefonate etc. haben wir häufig berichtet – es ist aber nicht jedem Gesprächspartner bekannt, hi.

Sprechen wir über Wochenenden: Am ersten Augustwochenende hatte ich tatsächlich frei, am zweiten trafen wir uns in Baunatal zur Haushaltsplanung, am dritten in Ochsenfurt mit dem VFDB, am vierten zur Distriktsversammlung in Gießen und am 1. Septemberwochenende nochmals zum Thema Haushalt 2013. Das zweite Septemberwochenende habe ich endlich mal frei und am kommenden sind wir schon wieder in Bensheim bei der UKW-Tagung, dann folgt Baunatal mit 40 Jahre Amateurfunkzentrum (AFZ). Ganz ehrlich, falls irgendwie möglich bevorzuge ich Telefonkonferenzen statt persönlicher Treffen in dieser Häufung.

Jeder sollte sich überlegen, ob er selbst bereit wäre sich in dieser Art zu engagieren.

Berechtigt kommt immer wieder der Wunsch auf, dass wir häufiger im Vorstandsblog schreiben sollten. Wir überlegen uns alle laufend, was in den Blog passen würde. Echte Ergebnisse veröffentlichen wir umgehend als Portalmeldung, d.h. unter „Aktuelles“ auf www.darc.de, oder in einer Vorstandsinformation (siehe auf www.darc.de Link links „Vorstandsinformationen). Hier stellt sich die Frage, ob es sachdienlich ist Informationen über vorbereitende Gespräche vorab in den Vorstandsblog zu stellen. Stellt euch vor, wir planen den neuen Haushalt oder überlegen uns, mit wem z.B. unbesetzte Referate zu besetzen sind und diskutieren das breit im Blog. Sicher ist es einsichtlich, dass es an dieser Stelle zielführender ist zeitnah Ergebnisse bekanntzugeben.

Nun noch ein Punkt in eigener Sache. Im Dezember vergangenen Jahres habe ich vorübergehend das Referat Aus- und Weiterbildung (AW) zusätzlich zum  Amt des Vorstands übernommen. Gemeinsam mit Webmaster Günter, DK2DQ,  haben wir seitdem die Webseite umgestaltet und aktualisiert, habe ich regelmäßig AW-Newsletter veröffentlich und auf der HAM RADIO in Friedrichshafen ein Ausbildertreffen angeboten. Auf der kommenden UKW-Tagung am nächsten Wochenende gab es durch die Beschränkung der Vortragsdauer auf 45 min zunächst keine Möglichkeit einen Ausbildererfahrungsaustausch anzubieten. Wir prüfen gerade eine neue Idee und informieren gegebenenfalls kurzfristig.

Permanent suchen wir nach Mitstreitern hin bis zur Referatsleitung, dazu wird es auch in der nächsten CQ DL in der Rubrik Aus- und Weiterbildung eine ehrenamtliche Stellenanzeige geben. Ich halte euch über das Echo auf dem Laufenden.

Vy 73
Annette, DL6SAK

 

03.07.2012

Liebe Blogleser,

leider haben wir den Blog in letzter Zeit sehr vernachlässigt. Nicht das wir keine Lust mehr haben hier zu schreiben, aber auf Grund unserer Arbeitsbelastung mussten wir uns etwas einschränken. So sind drei von vier Vorstandsmitgliedern immer noch berufstätig und hier vorrangig gebunden. Auch müssen täglich bis zu 50 E-Mails bearbeitet werden, qrv sein möchten wir und eine Familie haben wir ja auch noch…

Wir wollen aber nicht jammern sondern nach vorne blicken. Überwiegend bereitet uns unser Amt immer noch sehr viel Spaß und die Zusammenarbeit mit dem Amateurrat ist so gut wie noch nie.

Die HAMRADIO wurde wieder sehr erfolgreich abgeschlossen (Siehe Bericht unter Aktuelles). Obwohl heuer ein Besucherrückgang zu verzeichnen war, gab es eine größere Beteiligung der Händler. Derzeit werden Vorschläge gesammelt wie die größte europäische Afu Messe noch verbessert und attraktiver werden kann.

Mit der Dayton Amateur Radio Association (DARA) und der RadioAmateurs Luxemburg haben sich auch zwei weitere sehr bekannte Radio Clubs an der Messe beteiligt. Speziell die Mitglieder der DARA waren von dem europäischem Pendant der Hamvention sehr beeindruckt und fanden die Idee mit den vielen Ständen unserer Europäischen Nachbarn sehr nachahmenswert.

Auf der letzten Vorstands-Telko haben wir vereinbart, den Blog in Zukunft kürzer zu gestalten, dafür wollen wir aber öfters kurz über aktuelle Vorgänge und unsere Arbeit berichten.

Ich wünsche allen eine schöne Ferienzeit und freue mich schon die ein oder andere Fieldday Station zu arbeiten.

Vy 73
Christian, DL3MBG

 

24.04.2012

Funken macht Spaß!!!

In den letzten Tagen war ich, mal wieder, täglich einige Stunden aktiv auf 80 m und möchte mich auf diesem Weg bei allen meinen Gesprächspartnern für die hervorragende Betriebstechnik und die harmonischen Gespräche bedanken.

Es hat richtig Spaß gemacht, trotz sehr komischer Bedingungen, so viel nette Gespräche zu führen. Einige Gesprächspartner berichteten mir, nicht ohne Stolz, das sie bereits drei Vorstandsmitglieder des amtierenden Vorstandes in ihren Logs stehen hätten.

Eigentlich sollte dies die Regel sein, allerdings möchte ich zu bedenken geben, daß ich im Vorstand das einzige Mitglied bin das schon im Vorruhestand ist und daher über ein wenig mehr Zeit verfüge. Allerdings ist es doch häufig so, daß mehr Stunden am Rechner und am Telefon verbracht werden müssen als am Funkgerät.

Ich habe mir ganz fest vorgenommen noch öfter QRV zu sein – auch auf die Gefahr das mich wieder ein „netter“ Mitmensch darauf aufmerksam macht, daß ich schon seit Stunden funken würde und ich doch bestimmt noch viele Dinge für den DARC zu erledigen hätte. Ich habe mich für diesen Hinweis bedankt – allerdings hat der gute Mitmensch mir leider, trotz mehrfacher, freundlicher Aufforderung nicht sein Rufzeichen genannt!

Auf ein baldiges QSO mit neuen Stationen auf Kurzwelle freue ich mich schon jetzt, daher mache ich es heute mal kurz, werde noch schauen ob ich was an meiner Antenne optimieren kann – Funken macht eben viel Spaß!

'73 es Glückauf Martin – DL1DCT

 

13.03.2012

Der DARC ist eine Plattform für ehrenamtliches Engagement von Funkamateuren, die sich gegenseitig helfen um ihr Hobby zu fördern. Häufig ist es nicht einfach, offene ehrenamtliche Positionen zu besetzen. Freiwillige bringen ihre jeweiligen Fähigkeiten und Talente ein und verdienen unseren Respekt. Dankbar nehmen wir das angebotene Engagement entgegen und bauen darauf, dass wir gemeinsam so die anstehenden Aufgaben anpacken und erledigen können.

Erstaunlich ist an dieser Stelle, dass es immer wieder Funkamateure gibt, die einerseits die Übernahme einer freiwilligen Funktion ablehnen und/oder andererseits anderen „Ehrenämtlern“ Vorschriften machen, sie öffentlich bloß stellen und sie mit der Androhung einer schlechten Darstellung auf Webseiten etc. diffamieren. Glücklicherweise respektiert die Mehrheit der DARC Mitglieder die Tatkraft, die ins Ehrenamt eingebracht wird und erkennt dies auch häufig persönlich an!

Für bestimmte Kernaufgaben, wie Buchführung, QSL-Verteilung und CQ DL, gibt es fest angestelltes Personal in unserer Geschäftsstelle in Baunatal. Hier tritt der DARC e.V. als Arbeitgeber auf und unterliegt den in Deutschland üblichen gesetzlichen Bestimmungen. Was in puncto Datenschutz der Persönlichkeit auch bereits für ehrenamtliche Funktionen selbstverständlich sein sollte, gilt gegenüber den DARC Mitarbeitern in einer durch den Gesetzgeber sehr weitreichend geregelten Qualität. Jeder, der selbst Angestellter ist, wird dies ebenfalls für sich in Anspruch nehmen.

Respekt und Zusammenarbeit  sind eine Basis, auf der sich gut aufbauen lässt. Seit meinem Einstieg ins DARC Vorstandsamt erfahre ich stetig zunehmend Zusammenarbeit und Unterstützung sowohl von meinen Vorstandskollegen als auch von den Amateurratssprechern, den Distriktsvorsitzenden, den Referenten,  Ortsverbandsvorsitzenden, der Geschäftsführung und von vielen Mitgliedern. Das erleichtert den enormen Arbeitseinsatz, der notwendig ist.

Um den DARC weiter zeitgemäß aufzustellen, sind durch namentliche Abstimmung über Anträge in den Mitgliederversammlungen, ein neues Buchhaltungssystem und die Arbeit an einem widerspruchsfreien Satzungs- und Regelungswerk drei erste wesentliche Bausteine in Angriff genommen worden, deren positive Auswirkungen wir teils bereits heute und zunehmend in der nächsten Zeit erfahren werden.

Die Plattform DARC bietet jedem Interessierten die Möglichkeit seine Talente und Tatkraft in die Gemeinschaft einzubringen und sie so zu stärken. Wie gesagt, Respekt vor dem bereits Geleisteten, Unterstützung laufender Projekten und Einbringen sowie Umsetzung neuer Ideen sollten hier selbstverständlich sein.

73, Annette DL6SAK

 

04.02.2012

Am Mittwoch, dem 01.02.2012 fand vor dem Arbeitsgericht in Kassel ein sogenannter Kammertermin im Fall der ehemaligen Geschäftsführerin des DARC e. V. statt. Über Teile der Ergebnisse wurde bereits auf der Seite eines Ortsverbandes berichtet, aber nicht über die Hintergründe.

Da es in Deutschland unter anderem aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes übliche Praxis ist, während laufender Prozesse keine internen Informationen zu veröffentlichen, kann der Vorstand erst jetzt ausführlich über die Angelegenheit berichten.

Grundlage für die Entscheidung vom September 2011 war, daß nach einer internen Revision der Buchhaltung des DARC kein Vertrauensverhältnis zwischen Vorstand und Geschäftsführung mehr vorhanden war. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Geschäftsführung setzt nämlich ein existentes und außerodentliches Vertrauensverhältnis voraus. Der Vorstand des DARC ist ehrenamtlich tätig und wohnt mehrheitlich örtlich weit entfernt von der Geschäftsstelle des DARC. Gerade dies macht die außerordentlich vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung unerlässlich, sie nimmt damit eine herausgehobene Vertrauensposition ein. Dieses Vertrauensverhältnis war und ist aber nicht mehr vorhanden. Nach Rücksprache mit mehreren Wirtschaftsberatern und Arbeitsrechtlern ist daher im Sommer 2011 die Entscheidung zur Trennung von der Geschäftsführerin gefallen.

Im vorliegenden Fall bestand zudem die Besonderheit, dass mit ihr vor mehr als 30 Jahren vertraglich eine Unkündbarkeit nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit vereinbart wurde. Diese Vertragssituation hat der derzeitige Vorstand von all seinen Vorgängern übernommen, ihm war es dennoch angesichts des eingetretenen Vertrauensverlustes nicht zuzumuten, die Zusammenarbeit bis zum Erreichen der Altersgrenze der ehemaligen Geschäftsführerin fortzusetzen.

Aufgrund des Verhaltens von Frau Gautsche sah sich der Vorstand ferner gezwungen, für den DARC eine Selbstanzeige beim Finanzamt Kassel-Hofgeismar zu erstatten. Durch diese Selbstanzeige konnten wir die drohende Gefahr einer Aberkennung der Gemeinnützigkeit wesentlich verringern. Der Verlust der Gemeinnützigkeit würde bedeuten, daß wir Umsatzsteuern, Körperschafts- und Gewerbesteuer zahlen müssten, was sich auf ca. 50 % unserer Einkünfte summieren würde. Das damit zusammenhängende Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen, eine vollkommene Rechtssicherheit besteht für den DARC e.V. noch nicht.

Das diesbezügliche Verhalten der Frau Gautsche konnte allerdings nicht zur Begründung der Kündigung verwertet werden, da es sich um ein sogenanntes „steuerbares“ Verhalten handelte, welches laut mehrfacher höchstrichterlicher Rechtsprechung abgemahnt werden musste. Diese Abmahnung hat der Vorstand des DARC auch zeitnah veranlasst.

Dessen ungeachtet musste das Arbeitsverhältnis mit Frau Gautsche beendet werden, da aus Sicht des Vorstandes das notwendige Vertrauen nun nicht mehr bestand. Diesem Erfordernis trug die ausgesprochene Kündigung, die Gegenstand des Rechtsstreits vor dem Arbeitsgericht Kassel war, Rechnung. Dem Vorstand blieb daher nichts anderes übrig, als die Kündigung auszusprechen um den DARC vor weiterem Schaden zu bewahren, zum Beispiel dem bereits erwähnten Verlust der Gemeinnützigkeit. Leider entspricht es in Deutschland der üblichen Praxis, daß zwischen 80 % und 90 % aller Kündigungsschutzprozesse durch einen Vergleich enden. In den Fällen, in denen der Kündigungsschutzprozess nicht durch einen Vergleich endet, gewinnt entweder der Arbeitnehmer oder Arbeitgeber den Prozess. Statistisch gesehen ist also das Risiko eines Arbeitnehmers in Deutschland, den Kündigungsschutzprozess als Verlierer zu beenden, sehr gering.  
Maßgebend für diesen Vergleich war die vom Arbeitsgericht Kassel vorgenommene Interessenabwägung. Das Gericht hat die Auffassung vertreten, daß neben dem Kündigungsgrund auch nicht unberücksichtigt bleiben dürfe, daß die Arbeitnehmerin 32 Jahre beim DARC beschäftigt und vertraglich ordentlich unkündbar war. Vor diesem Hintergrund und wegen des Alters der Arbeitnehmerin sowie der relativ schlechten Arbeitsmarktsituation im Großraum Kassel und in Nordhessen hat das Gericht die Zahlung einer Abfindung angeregt, um den Rechtsfrieden herzustellen.

Die Zahlung von Abfindungen ist insbesondere bei ordentlich unkündbaren Arbeitnehmern, wie es die ehemalige Geschäftsführerin war, die Regel. Abfindungen von einem Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr und mehr sind dabei nicht unüblich. Der vom Gericht vorgeschlagene und zwischen beiden Parteien ausgehandelte Vergleich liegt darunter und hält sich ansonsten im Rahmen des Üblichen. Die Vorgehensweise des Vorstandes entspricht damit in allen Punkten dem Vorgehen, das in der Wirtschaft praktiziert wird.

Die vom Gericht vorgeschlagene und ausgehandelte Abfindung finanziert sich im Übrigen teilweise aus Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und sehr viele Überstunden, wie sie im DARC bereits seit vielen Jahren bilanziert werden.

Wir sehen daher auch keinen Anlass dazu, einzelnen aufgeworfenen Forderungen nach Rücktritt nachzukommen. Wir haben uns nichts vorzuwerfen, da wir mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns gehandelt haben. Denn wir haben mit unserer Entscheidung, uns von Helga Gautsche zu trennen und der Selbstanzeige beim Finanzamt, nach intensiver Beratung mit mehreren führenden Wirtschaftsberatern und immer in Abstimmung mit Vertretern des Amateurrats, einen wesentlich größeren Schaden vom DARC unverzüglich abgewendet. Und wir haben im Interesse des DARC eine schwierige Personalangelegenheit zum Abschluss gebracht. Dies dient auch dazu, die Arbeit der Geschäftsstelle des DARC effizient zu halten und ist daher im Interesse aller Vereinsmitglieder.

Der Vorstand steigt gerne in eine Diskussion zu dieser Thematik ein. Zögert bitte nicht uns Eure Meinungen an vorstandsblog(at)darc.de mitzuteilen.

Zum Schluß noch ein Zitat von Alfred A. Häsler :

Es ist leicht nachträglich zu kritisieren und zu urteilen.

Aber unendlich schwer kann es sein,
in der Stunde der Bewährung die richtige Entscheidung zu treffen.

'73 de
Steffen, DL7ATE,
Martin, DL1DCT,
Christian, DL3MBG und
Annette, DL6SAK,

Vorstand des DARC e. V.

23.01.2012

Nachfolgend ein Gastbeitrag des DV Thüringen (X) und stellvertretenden AR-Sprechers Roland Becker, DK4RC.

Behindert der Amateurrat notwendige Entwicklungen im DARC e.V. wirklich?

Liebe Leser, der Vorstandsblog wurde eigentlich nur für unseren Vorstand eingeführt, nicht für die Distriktsvorsitzenden (DV) oder andere Amtsinhaber. Ich habe nun als DV darum gebeten, speziell an dieser Stelle einige meiner Gedanken zu veröffentlichen. Gedanken, die mich in den letzten Tagen intensiv beschäftigten. Einen Blog der DV bzw. des Amateurrates gibt es bisher nicht. Vielleicht wird es diesen in naher Zukunft geben?

Für die Mitglieder, die mich nicht kennen, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Rufzeichen ist DK4RC, mein besonderes Interesse gilt der UKW-Technik, den UKW-Contesten und dem UKW-Funkbetrieb über möglichst große Entfernungen. Ich war zwanzig Jahre Ortsverbandsvorsitzender (OVV), bin seit drei Jahren DV von Thüringen und seit einigen Wochen stellvertretender Amateurratssprecher.

In den letzen Monaten sind bei mir sehr viele Meinungsäußerungen von unseren Mitgliedern über aktuelle Themen eingetroffen, z.B. auch Hinweise zur Überarbeitung unserer Satzung und Vereinsordnungen. Die meisten Hinweise an mich kommen natürlich aus Thüringen, vereinzelt aber auch aus anderen Distrikten. Die grundsätzlichen Wünsche kann ich inhaltlich nachvollziehen, verstehe aber die Betrachtungsweise nicht immer. Vergleicht man die Vorschläge und Änderungswünsche in den Briefen und E-Mails miteinander, so muss man leider auch feststellen, dass die Meinungen oftmals sehr weit auseinander liegen. Die Verfasser schlagen stellenweise gegensätzliche Lösungsansätze vor.

Erkennbar ist in nahezu allen Schreiben der Wunsch, unseren DARC zu erhalten und ihn nicht zu schwächen. Unser Vorstand ist gut beraten die Mitgliederwünsche auszuwerten, sie zu analysieren und Entscheidungen herbeizuführen. Entscheidungen die die Mehrheit unserer Mitglieder erwarten. Ich glaube unser Vorstand tut dies bereits mit viel Fleiß, mit einem gesunden Willen zur Erneuerung oder Veränderung aber auch mit der Bewahrung bewährter Regularien. Wir leben mit unserem Verein in Deutschland, in einer relativ konservativen Gesellschaft mit sehr vielen Gesetzen und Vorschriften. Diese Gesetze und Vorschriften sind in erster Linie ein Bollwerk gegen Willkür, gegen undemokratische Entwicklungen und Entscheidungen, gegen Anarchie. Sie sind überwiegend gut und notwendig, sie sichern auch unsere Mitgliederrechte.

Die öfters unbegründet zitierten Unterstellungen, dass der Amateurrat (AR) den Vorstand in seiner Arbeit behindert, verstehe ich nicht. Ich selbst habe in den letzten drei Jahren ausnahmslos eine gute, ergebnisorientierte Zusammenarbeit zwischen dem AR und dem Vorstand erlebt.

Von den Mitgliedern aus Thüringen wurde ich in erster Linie dafür gewählt, ihre Interessen und Wünsche in den Entscheidungsgremien zu vertreten. Ich wurde nicht dafür gewählt, die freie Gestaltungsfreiheit der Ortsverbände einzuschränken oder zu reglementieren, Ortsverbände gegen den Willen der Mitglieder zusammenzulegen, aufzulösen oder die vorhandenen Distriktsstrukturen zu ändern. Die Mehrheit wünscht keine wirtschaftlich eigenständigen Unterorganisationen innerhalb des DARC.

Beschlüsse unserer Distriktsversammlung werde ich im AR so gut es geht vertreten und versuchen diese auch zum Vorteil für unseren Gesamtverband umzusetzen. Für eine zweckdienliche Teilnahme an den Beratungen und als Garant für die Beschlussfähigkeit des AR brauche ich aber meine, in den Vereinsordnungen festgeschriebene Entscheidungsfreiheit. Ohne diese Entscheidungsfreiheit wird es aus meiner Sicht viel schwieriger, notwendige Mehrheiten zu erreichen. Wenn von vornherein keine Kompromissbereitschaft vorhanden ist, werden in den Beratungen auch keine Ergebnisse erzielt. Ich möchte zu den Beratungen nicht nur als Überbringer vorab gefasster Beschlüsse fahren, sondern als mündiger, für eigene Entscheidungen fähiger und durch die Wähler legitimierter Delegierter.

Durch die Protokollierung des Abstimmungsverhaltens aller an der Beschlussfassung beteiligten Amateurräte, kann jedes Mitglied die Aussagen seines gewählten Vertreters prüfen und von ihm über sein Verhalten Rechenschaft fordern. Wenn ein Ortsverbandsvorsitzender oder Distriktsvorsitzender nicht die Interessen der Mehrheit seiner Wähler vertritt, sollten die Mitglieder über eine Neuwahl nachdenken. Diese Verantwortung liegt allein bei den Mitgliedern, sie ist gesetzlich garantiert und muss nicht zusätzliche in den Vereinsvorschriften geregelt werden.

Die provokative Fragestellung einiger Mitglieder des Ortsverbandes F12 nach der Eignung und nach der Notwendigkeit des AR (http://darc-blog.jimdo.com/organisch-gesund/) kann ich für mich eindeutig und kurz, wie folgt beantworten:

  • Ja, der AR ist nach den Regeln des Vereinsrechtes legitimiert.

  • Er entspricht den demokratischen Anforderungen.

  • Der personelle Umfang des AR steht mit seinen 24 Mitgliedern in einem gesunden Verhältnis zur Mitgliederstruktur.

Unser Verein braucht auch in Zukunft ein derartiges Gremium. Ein Gremium in dem jedes Mitglied über einen demokratisch gewählten Vertreter sein Mitbestimmungsrecht wahrnehmen kann. Wie dieses Gremium bezeichnet wird, ist für mich nicht so wichtig. Ob es immer die Distriktsvorsitzenden sein müssen, die das Stimmrecht ausüben, ist dabei auch nicht primär. Es sollten aber erfahrene, lizensierte, in ihren Distrikten anerkannte Mitglieder sein. Die wichtigsten Aufgaben dieses Organs sind und bleiben die nachfolgend genannten Verantwortlichkeiten entsprechend BGB, nicht mehr aber auch nicht weniger.

  • Der AR wählt den Vorsitzenden unsers Vereins und die weiteren Vorstandsmitglieder.
  • Der AR überwacht die Arbeit des Vorstandes und hat das uneingeschränkte Recht Vorstandsmitglieder bei Notwendigkeit abzuwählen.
  • Er überwacht die wichtigen wirtschaftlichen Entscheidungen unseres Vorstandes und entlastet diesen am Ende des Geschäftsjahres auf Beschluss.
  • Nur der AR ist berechtigt, Änderungen der Satzung oder anderer Vereinsordnungen zu beschließen.

Viele unserer Amateurratsmitglieder sind außerhalb der Amateurratsversammlungen und neben ihrer Vorstandsarbeit im Distrikt in weiteren verantwortungsvollen Funktionen, in Ausschüssen oder Arbeitsgruppen tätig. Das sind u.a. die Arbeit als Rechnungsprüfer, die Mitarbeit im Haushaltsauschuss, Satzungsausschuss, Personalausschuss und, und, und.
Das sind alles ehrenamtliche Tätigkeiten, welche die Freizeit für das eigentliche Hobby stark einschränken. Eine aktive Mitarbeit in diesen Ausschüssen erfordert ein Mindestmaß an Erfahrung, an Sachverstand und natürlich sehr viel Fleiß. Wir benötigen diese Tätigkeiten genau so dringend wie die Arbeit in den Ortsverbänden und den Distrikten. Eigentlich sollten wir auch diesen Mitgliedern für ihre, oftmals viele Jahre andauernde, ehrenamtliche Arbeit ab und zu unseren Dank aussprechen und sie unterstützen.

Auch für mich ist klar, dass wir unseren DARC Schritt für Schritt auf die Anforderungen der Zukunft einstellen müssen. Es wird sicherlich notwendig werden, den Umfang an ehrenamtlicher Arbeit und an bezahlter Leistung weiter zu optimieren. Bei dem immer öfters im Vordergrund stehenden Anspruchsdenken einiger unserer Mitglieder ist das eine schwierige Aufgabe. Unser DARC ist ein gemeinnütziger Verein, keine Service-GmbH.

Ich bin der festen Überzeugung, dass unser DARC e.V. auch die nächsten Jahrzehnte überstehen wird. Er wird sich sicherlich an einigen Stellen ändern (müssen).

73 Roland, DK4RC

 

16.01.2012

Ausstehende Mitgliedsbeiträge

Mehr als 55% unserer Mitglieder lassen ihren jährlichen Mitgliedsbeitrag mittlerweile per Lastschrift einziehen. Das erspart dem einzelnen ein wenig Arbeit und verhindert, daß es im Trubel der vielen Aktivitäten auf den Bändern mal vergessen werden kann. Der Rest bezahlt den Beitrag per Überweisung innerhalb der ersten Wochen nach der Rechnungsstellung, denn fällig ist der Beitrag bereits am 1. Januar des laufenden Kalenderjahres.

Einige vergessen dies, und wer bis Ende Februar noch nicht bezahlt hat, erhält spätestens im März die erste Mahnung. Erfolgt im April immer noch kein Zahlungseingang, wird durch die Geschäftsstelle eine letzte Mahnung mit der Androhung der Einstellung von Leistungen (CQDL, QSL, Versicherung ....) versandt. Wer dann bis Juni trotz allem nicht bezahlt hat, erhält den Status "gesperrt", das heißt u. a. kein CQDL-Versand mehr und wird auch darüber schriftlich informiert.

Somit gibt es jährlich eine Gruppe von ca. 200 "ehemaligen" Mitgliedern pro Jahr, die ohne fristgemäße Kündigung der Mitgliedschaft zum 30. September und ohne Kontaktaufnahme zur Geschäftsstelle nicht zahlen. Dies ist unfair gegenüber allen zahlenden Mitgliedern, nehmen sie doch für mindestens 5 Monate Leistungen des DARC e. V. in Anspruch, ohne dafür einen Gegenwert zu leisten.

Seit zwei Jahren übergibt der DARC e. V. daher im Interesse seiner redlichen Mitglieder solche ausstehenden Forderungen an ein sogenanntes Inkassobüro, um die dem Verein und seinen Mitgliedern zustehenden offenen Beiträge einzutreiben. Der Hintergrund dafür war, daß der DARC e. V. mit der 2. Mahnung die vereinsinternen außergerichtlichen Möglichkeiten des Mahnverfahrens ausgeschöpft hatte. Um den ehemaligen Mitgliedern vor einem gerichtlichen Mahnverfahren einen weitere Chance einzuräumen, bedienen wir uns eines großen Inkassobüros, welches über die entsprechenden Ressourcen für jeden Einzelfall beim zuständigen Amtsgericht verfügt. Dies war durch die Geschäftsstelle nicht mehr ohne großen Arbeitsaufwand in Eigenregie zu leisten, professionelle Inkassobüros haben dafür die entsprechenden Ressourcen.

Jede dieser Forderung stellt einen Einzelfall dar, der bei Vorlage neuer Informationen neu bewertet wird. Es ist an dieser Stelle entscheidend, dass der potenzielle Schuldner, auch Gründe gegenüber dem Inkassobüro kommuniziert, die eine Zahlung verhindert. Nach sorgfältiger Überprüfung dieser Informationen wird meist eine gemeinsame einvernehmliche Lösung zwischen dem ehemaligen Mitglied, dem Inkassobüro und dem DARC gefunden.

Auf diesem Weg wurde dem Verein mehr als 30.000 Euro an ausstehenden Mitgliedsbeiträgen, der vorangegangenen Jahre, doch noch zugeführt. Sogar knapp 10 Ehemalige haben den Weg durch dieses Vorgehen zum DARC zurück gefunden und sind wieder Mitglied geworden.

Was auch immer es für einen Grund hat : Wer Probleme damit hat seinen Mitgliedsbeitrag zu entrichten, für den ist die Geschäftsstelle oder der Distriktsvorsitzende der erste Ansprechpartner und zwar rechtzeitig, das heiß zeitnah nach dem Erhalt der Jahresrechung. Bisher ließ sich für fast alle Fälle eine beiderseits zufriedenstellende Lösung finden. Die Satzung / Beitragsordnung bietet einige Möglichkeiten soziale Härte ausgleichen zu können, und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind für "kreative Lösungen" wie zum Beispiel Ratenzahlung jederzeit bereit. Aber wichtig ist, daß die GS Bescheid weiß; einfach die Sache versuchen auszusitzen ist jedenfalls nicht der richtige Weg.

'73 de Steffen, DL7ATE
Vorstand des DARC e. V.

 

 

20.12.2011

Neu im Vorstand

Ich muss mich erst einmal entschuldigen, dass seit dem letzten Blog soviel Zeit vergangen ist, aber es gab einige wichtige Dinge, besonders im EMV Bereich, die erst einmal erledigt werden mussten. Meine Vorstandskollegen haben mir auch den Vortritt im Blog überlassen, um mich hier vorzustellen.

Geboren wurde ich 1964 und bin aufgewachsen in Töging am Inn, Landkreis Altötting. Die Amateurfunk-Lizenz für die damalige Klasse C habe ich 1979 abgelegt, 1980 erhielt ich dann nach bestandener CW-Prüfung das Call DL3MBG.

Damals durfte man als 15-jähriger nur unter Aufsicht an Clubstationen arbeiten. Nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann war aber die Begeisterung für einen technischen Beruf so groß, dass ich nochmals die Schulbank drückte und nach Abschluss des Fachabiturs E-Technik im Schwerpunkt Nachrichtentechnik an der FH Regensburg studierte.

Derzeit bin ich als Produktmanager im Bereich Messgeräte für die Telekommunikation bei einem mittelständischen Unternehmen tätig.

Neben meinen beruflichen Erfahrungen bringe ich auch 12 Jahre Ehrenamt als OVV, 4 Jahre als Distriktsvorsitzender und 8 Jahre als VUS Referent in Oberbayern in mein Vorstandsamt mit ein.

Damit ist auch klar, dass meine Hauptaufgabenfelder im Vorstand die Interessensvertretung gegenüber der Politik sowie Funk und Technik sind:

•         EMV, HF/Technik, UKW-Funksport

•          VHF/UHF/SHF-Technik

•          Frequenzmanagement

•          IARU-Verbindungsbeauftragter

und ich bin auch der Ansprechpartner des DARC Vertreters im Runden Tisch Amateurfunk.

An welchen Aufgaben wird derzeit im DARC/RTA  gearbeitet?

  • Entscheidung über die Weiterführung Klage in der 2. Instanz am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Sachen elektromagnetischer Störungen infolge von Access PLC in Mannheim.
  • Novellierung der EMV Direktive ( 2004/108/EG),
  • „Neuer Rechtsrahmen / Angleichungspaket (Umsetzung des Binnenmarktpaketes für Waren) KOM (2011) 765“ (hier Gefahr für das Inverkehrbringen von Bausätzen)
  • Novellierung des EMVG,
  • des AfuG  und
  • der Amateurfunkverordnung aber auch
  • der Verordnung zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV) und hier speziell bezüglich des Vorhabens künftig Bußgelder bei Verstößen verhängen zu wollen.

Über den Fortgang der Arbeiten werde ich Zeitnah auch hier im Blog berichten. Ich freue mich schon auf eine gute Zusammenarbeit und hoffe das sehr umfangreiche Ehrenamt gut mit meinen beruflichen Aktivitäten zu koordinieren.

 vy 73, Christian Entsfellner, DL3MBG

02.11.2011

Zusammenarbeit und Begeisterung

Begeisterung ist eine ausgezeichnete Grundlage für Zusammenarbeit.

Am vergangenen Wochenende fand einer der großen weltweiten Conteste statt – der vom amerikanischen CQ Radio Amateur Magazine ausgeschriebene CQWW DX Contest.

Er warf bereits seit Wochen seine Schatten voraus, denn 14 Tage zuvor testeten viele Contester ihr Equipment beim WAG (Worked All Germany Contest). Der WAG wird seit Jahrzehnten von Klaus Voigt, DL1DTL, betreut -  2001 wertete er 632 Logs aus, 2010 waren es 1583 Logs aus 72 Ländern und für 2011 liegen bereits 1504 Logs auf dem Server. Die Claimed Score werden im Laufe der kommenden Woche veröffentlicht. Respekt!

Und in den letzten Tagen gaben über die Reflektoren der Contestclubs einige OM bekannt von welchen Atlantikinseln aus sie unter welchen Calls am CQWW teilnehmen werden.

In Deutschland haben wir mehrere seit Jahren sehr erfahrene und erfolgreiche Contestteams. Viele Contester würden gerne deren Standorte besuchen und mal mitfunken. Aber nicht jeder kann so weit fahren und wünscht sich eine Möglichkeit im etwas näheren Umfeld. Und genau eine solche entsteht gerade mit DP6T in meiner „Nähe“ – bei den nicht ganz so dicht gesäten Contestclubs sind das noch gute 120 km Entfernung.

Basis eines Contestclubs ist meist ein Mäzen, der Grund und Boden und im Idealfall auch ein Shack zur Verfügung stellt. Oder es findet sich eine Gruppe, die zusammenlegt. Fragen nach Gebäude, Antennen, Transceiver, IT-Verknüpfung, Teammitgliedern, Auswahl der Conteste, Logsoftware, Verpflegung, Schlafmöglichkeit für 48 Stunden Conteste und vieles mehr müssen beantwortet werden.

Anfangs besteht die Gruppe noch aus Mitgliedern, von denen sich jeder fast um alles kümmert. Meist gibt es mehr Arbeit als Freiwillige. Nach und nach stellen sich dann Spezialgebiete heraus. Spannend ist auch immer ob und wer wie die Führung übernimmt. Das findet oft seltener statt als man erwarten würde. Letztendlich hängt vieles von der Finanzierung als auch von der individuellen Einsatzbereitschaft ab.

Wenn dann sichtbar die ersten Antennen stehen, kann man erwarten, dass nun OPs anklopfen um im nächsten Contest ihre QSO-Raten am fertigen Equipment zu testen. Weit gefehlt – in einigen persönlichen Gesprächen habe ich herausgefunden, dass die vielen Aufrufe im Distrikt über Rundsprüche und Beiträge auf den DVs weniger Erfolg hatten als dieselben in entsprechenden Foren. Ein OP meinte sogar, er hat uns per Internetsuche nach dem Motto „nächste große Conteststation in meiner Nähe“ gefunden, hi.

In den ersten Contesten waren wir froh, wenn das Equipment funktionierte und nach und nach jeder mit der Logsoftware zurechtkam. Häufig waren nicht immer alle Stationen durchgehend besetzt.

Danach stellte sich eine Phase mit wenigen OPs ein, die keine Zeit mit Teamentwicklung und Unterstützung verschwendeten sondern ihren Spaß und Erfolg im Vordergrund sahen. Motto: „Du kannst auf diesem Band später Multis suchen, wenn ich auf dem nächsten brummenden Band die QSO-Rate sichere…“

Naturgemäß waren die übrigen Teammitglieder enttäuscht…

Das hat sich mittlerweile geändert. Mehrere tatkräftige Hände haben für einzelne Themen die Strukturierung in die Hand genommen. Erfahrene OPs kümmern sich auch mit echtem Interesse um die nicht so Erfahrenen – und auf einmal haben alle Spaß! Gleichzeitig gehen die QSO-Raten nach oben. Zusammenarbeit und Begeisterung fangen an sich durchzusetzen.

Es bleibt noch viel zu tun und ich freue mich drauf!

33/73 de Annette, DL6SAK


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23.10.2011

CW – WM in DL

Als eine besondere Ehre habe ich es empfunden ein paar Begrüßungsworte bei der Eröffnungsfeier zur CW – WM 2011 in Deutschland in der Stadt Bielefeld sprechen zu dürfen. Es hat so viel Freude gemacht die vielen jungen Teilnehmer und vor allen Dingen die überproportional vertretenen Frauendort zu sehen. Bei den Vorführungen für die Presse und das Fernsehen konnte man schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen und ich persönlich habe meinen Hut vor diesen Virtuosen gezogen. Da ich selbst zurzeit dabei bin meine Morsekenntnisse wieder aufzufrischen, konnte ich das eine oder andere Zeichen ja erkennen, bei der Steigerung des Tempos allerdings hatte ich schon so meine Probleme und ab einer bestimmten Geschwindigkeit war für mich kein einziges Zeichen mehr zu erkennen! Meine Hochachtung. Wie ich von einigen Teilnehmern erfahren habe,  gibt es Schulen, die neben Schach auch  Telegraphie unterrichten, und die Schüler haben mir bestätigt, dass sie hier auch sehr viel Spaß haben. Neben dem Spaß steht aber bei vielen Teilnehmern auch der sportliche Ehrgeiz an gleicher Stelle und von Medaillenhoffnungen wird schon gesprochen.

Meine Aktivität hat sich bisher immer auf nur wenige QSOs beschränkt, seitdem ich aber fast täglich sehe, wie viele QSOs in CW auf den Bändern gefahren werden und wie viele neue Länder ich NUR in dieser Betriebsart arbeiten kann, spornt es mich an das einmal Gelernte wieder aufzufrischen und bald mal dort wieder mitmachen zu können! Diese Betriebsart ist auf keinen Fall tot und sollte auch nicht totgeredet werden. Neben sehr fähigen Ausbildern kommen ja heute auch noch sehr moderne Techniken zum Einsatz und wenn der Ausbilder auch noch die Fähigkeit besitzt junge Menschen motivieren zu können mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft des Morsecode. Meine Bitte an all die Nutzer von ganz modernen, digitalen Betriebsarten diese Betriebsart nicht unbedingt als veraltet und überholt zu verteufeln – egal welche Betriebsarten wir benutzen – alle nur aus einem Grund – dem Spaß am Hobby Amateurfunk. Vielleicht schafft es ja der eine oder andere Funkfreund diesen Spaß weiterzugeben und so unser Hobby noch lange am Leben zu erhalten.

Vy 73 Martin – DL 1 DCT

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30.09.2011

6 Meter in Deutschland

Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass durch die Eigeninitiative von unserem Mitglied Mario Theiß, DK5VQ, eine Petition im Bundestag zu Anpassung des 50 MHz Bandes an europäische Standards, eingetragen worden ist.

Der Vorstand unterstützt auf jeden Fall die Ziele einer Petition. Eine Petition ist ein demokratisches Grundrecht für deutsche Bürger.

Es wäre nun einfach zu sagen, das Mitglied hätte uns, seinen Distriktsvorstand, OVV oder den DARC UKW Referenten usw. fragen können. Die Wahrheit ist aber, wir haben hier als Vorstand  einen schlechten Job getan, um die Mitglieder über diese Sachlage zu informieren. Deshalb können wir Mario nur für seine Initiative danken und hoffen, dass wir in der Zukunft solche Aktionen mit ihm vorher absprechen können.

Der DARC setzt aber weiterhin auf die bereits bewährten Verhandlungswege zu den Behörden und anderen Gremien, um das gleiche Ziel zu erreichen:

•    Es wurde mehrfach beim Hauptnutzer des Frequenzbereiches, der Bundeswehr in Deutschland, um Gespräche gebeten. Wir hoffen, dass wir die Bundeswehr von einer vollen Nutzung des Bandes überzeugen können, aber bisher war das Feedback nicht positiv. Hier bleiben wir aber dran.

•    Die Bundesnetzagentur ist dabei das Amateurfunkgesetz umzuschreiben. Durch eine neu gegründete DARC-Arbeitsgruppe und zusammen mit RTA, wird der DARC unseren Wunsch über die volle Nutzung von 6 Meter der Bundesnetzagentur übermitteln. Das neue Amateurfunkgesetz als Ganzes muss sowieso in dem Bundestag abgestimmt werden, deshalb besteht eventuell die Gefahr, dass eine Petition zum jetzigen Zeitpunkt nur über einen Bestandteil davon eher eine negative Auswirkung haben könnte.

•    Und vor allem  arbeiten wir zusammen mit anderen Verbänden in Europa und der IARU Region 1 (Europa und Afrika). Im August war die Sitzung in Süd Afrika. Dort wurde ein Antrag abgestimmt über einige Anpassungen in dem 6 Meter Bandplan. Leider haben deutsche Funkamateure neben denen in der Ukraine z.zt. nicht die Möglichkeit, unter 50,080 MHz zu senden. Außerdem können wir nicht oberhalb von 51 MHz senden, ich darf nicht mal das Relais bei mir in der Nähe in OE auf FM arbeiten. Aber einige Kompromisse wurden hier eingearbeitet, damit wir auch zufrieden sind und könnten zustimmen. Eine ähnliche Situation existiert auch in anderen Bereichen in Europa, z.B. bei 70 MHz. Wir können nicht alles für Europa ablehnen, nur weil wir hier in DL einen Frequenzbereich nicht benutzen können.

Wir können natürlich nicht jeden zufriedenstellen, aber wir tun unser Bestes. Wir arbeiten an dieser Sache über die o.g. Wege und werden hoffentlich erfolgreich sein. Aber wir sind der Ansicht, dass diese Vorgehensweise eine weitaus bessere Erfolgschance hat als eine „Einzel- Petition“ an den Bundestag.

VY 73,
Mitch DJ0QN


Kontakt:  vorstandsblog@darc.de


08.09.2011

Ewige Sommerpause beim DARC ?

Den letzten Beitrag im Vorstandsblog gab es am 30.06.2011 mit einem Rückblick auf die YLWM, seitdem ist "Funkstille". In manchen Foren wurde schon gemunkelt, daß es nichts mehr zu berichten gibt, weil der Vorstand nix mehr tut und sowieso bald die nächsten Wahlen anstehen.

Nun ja, so schlimm ist es dann doch nicht. Aber auch die Vorstände wollen mal in den Urlaub fahren oder zumindest ein paar ruhige Tage mit der Familie verbringen. Da blieb es einfach nicht aus, daß Dinge wie das Blog einfach links liegen gelassen wurden. Wir haben aber daraus gelernt und werden vor dem nächsten längeren Urlaub vorher im Blog drauf hinweisen, damit die Leser nicht in unklaren gelassen werden.

Dennoch hat sich in der Zwischenzeit viel im DARC getan, und die Vorstandsmitglieder waren sogar während der Urlaubzeit  für den DARC tätig und unterwegs.

Viele Dinge im Sommer betrafen die Finanzen des DARC, da kam zum Beispiel Ende Juni endlich der lang ersehnte Freistellungsbescheid des Finanzamtes für die Jahre 2007 bis 2009. Dieses Dokument ist im Prinzip die Bestätigung dafür, daß der DARC weiterhin seine Gemeinnützigkeit behält. Aber warum kam der nun so spät ? Ganz einfach : Das Finanzamt behält sich immer mal wieder vor genau zu prüfen, ob noch alle Voraussetzungen zur Gewährung der Gemeinnützigkeit gegeben sind. Das haben sie im Rahmen einer "kleinen Betriebsprüfung" Anfang 2011 begonnen. Die von uns beizubringenden Unterlagen wurden lange geprüft und letztendlich für gut befunden. Das heißt, der DARC hat mit seinem 2007/2008 eingeführten Verfahren zur Kassenführung in den Ortsverbänden und Distrikten den richtigen Weg eingeschlagen. Es war daher bei dieser Betriebsprüfung auch kein Anlaß gegeben, Gelder in welcher Form auch immer nachzuzahlen.

Die Arbeitsgruppe "Neue Buchhaltungssoftware" hat im August die Entscheidung darüber getroffen, welches Anwenderprogramm denn nun künftig genutzt wird. Die Anforderungen an eine solche Software sind recht hoch, muss die Geschäftsstelle doch untern anderem mehr als 1.000 Untergliederungen buchen. Aber es soll ebenso möglich sein, daß OVs die Interesse daran haben, ihre Buchhaltung via Web direkt in diesem System tätigen können. Ein weiterer Baustein ist die Mitgliederverwaltung, die mittelfristig das Programm DAS@PC ablösen soll. All diese Dinge sind mit der jetzt gekauften Software möglich, die Installation erfolgt Mitte September, zum Beginn des Jahres 2012 wird sie ihre Arbeit aufnehmen.

Ein sehr anregendes und informatives Gespräch gab es dann im Juli mit Vertretern des Ortsverbandes F12. Auch dabei ging es vorrangig um das liebe Thema Geld, jedoch konnten wir viele Unklarheiten aus dem Weg räumen, ein besseres Verständnis füreinander gewinnen und eine weitere Zusammenarbeit verabreden. Solche offenen Gespräche mit den Mitgliedern wünsche ich mir öfters, wo beide Seiten voneinander profitieren und nicht vorbehaltlos alles kritisiert wird.

Mittlerweile hat auch die Arbeitsgruppe "neue Satzung" einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dank der tatkräftigen Mithilfe von Armin Dittmann, DH4NAD wurde das blaue Heft, in dem neben der DARC-Satzung auch andere Vereinsordnungen wie Geschäfts-, Jugend- und Beitragordnung enthalten sind, sehr weit überarbeitet. Es gab ja vor gut einem Jahr einen ähnlichen Antrag an die Mitgliederversammlung genau dies zu tun, um unter anderem die Satzung zu verschlanken, in sich schlüssiger zu gestalten und mehr in die untergeordneten Regelwerke auszulagern. Das vorliegende Arbeitspapier kann sich bereits sehen lassen, vom 16. bis 18. September trifft sich die Gruppe in Würzburg zur Abstimmung der Texte und der weiteren Planungen.

Die Gruppe "Mitgliederpflege und –Gewinnung" hat sich ebenfalls zwischendurch getroffen. Hier ging es unter anderem um die Auswertung der Umfrage HAM-RADIO. Die Ergebnisse werden momentan in aussagekräftige Diagramme gewandelt und dann auf der Homepage der Arbeitsgruppe veröffentlicht. Zum Jahreswechsel trifft sich dir Gruppe erneut, dann steht das große Thema "Mitgliedergewinnung" auf der Tagesordnung.

Parallel dazu werden jetzt auf den verschiedenen Treffen der Funkamateure Workshops zum Thema "Erfahrungsaustausch für Ausbilder und Interessierte" angeboten. Start ist auf der UKW-Tagung, über weitere Termine wird auf den AJW-Seiten informiert. Hier sollen sich Ausbilder treffen können, aber auch jene Mitglieder und OVs die erst planen einen Lehrgang zur Erlangung der Amateurfunklizenz abzuhalten.

Letztendlich hat die Geschäftsführerin Frau Helga Gautsche zum Beginn des Monats September ihre Tätigkeit für den DARC beendet. Dieser Schritt kam etwas überraschend, wir danken jedoch Frau Gautsche für ihre langjährige Mitarbeit im Deutschen Amateur-Radio-Club und wünschen ihr für ihren weiteren Lebensweg alles Gute. Weitere Informationen über diesen Wechsel werden zu gegebener Zeit veröffentlicht. In der Zwischenzeit wurde Herr Jens Hergert als kommissarischer Geschäftsführer eingesetzt, er wird diese Tätigkeit gemeinsam mit der Stellvertretung und den Bereichsleitern bis zu einer endgültigen Nachfolgeregelung ausüben.

So, das sind die wichtigsten Infos nach der Sommerpause. Die nächsten Blogbeiträge erscheinen wieder im gewohnten Rhythmus.

'73 de Steffen, DL7ATE
Vorsitzender des DARC e.V.


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30.06.2011

Warum funken auf einmal so viele YLs?

Zurück von der HAM RADIO freuen wir uns unter anderem über dort Neuerworbenes, viele Treffen und Gespräche, verstärkte Jugendarbeit, die Zusammenarbeit mit GlobalQSL und   die hohe Beteiligung an der Contest University.

Und immer wieder wurde ich gefragt, warum auf einmal so viele YLs qrv sind.

Als wir im September 2010 die Planung eines YL-Diploms anlässlich der Frauen Fußball Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland übernahmen, wurden wir von vielen Seiten etwas belächelt. Es stand in den Sternen, ob wir überhaupt 2 Handvoll YL-Sonderstationen auf die Beine stellen können und wir hörten, dass wir nicht mehr als 100 Diplomanträge zu erwarten haben.

Unterstützung und sehr viel Ermutigung erfuhren wir von den Machern des Diploms zur Fußball WM 2006 – stellvertretend für alle vielen Dank an Ben DL6RAI und Hajo DJ9MH.

Obwohl wir nur noch wenige Monate Zeit hatten, haben wir uns dadurch rechtzeitig mit  dem Diplomausschuss abgesprochen, wurden bekräftigt uns mit allen Distrikten und dem VFDB in Verbindung zu setzen und respektierten alle Punkte ums Thema Urheberschutz.

Ein Glücksfall war, dass ich während des Tags der offenen Türe in Baunatal auf der Suche nach einem Webmaster für die DARC YL-Seite Günter, DK2DQ, kennenlernte. Günter ist nicht nur OVV von O52 sondern bringt auch die Erfahrung eines guten Kenners der CMS-Materie mit und war bereits beim Fußballdiplom 2006 und vielen anderen Diplomen und Contesten stark beteiligt. Und aktive YLs kennt er aus nächster Nähe, denn seine YL Biggi, DJ5BWD, ist auf CW spezialisiert, leitet Amateurfunk Lehrgänge und ist verantwortlich für die Rubrik AJW in der CQDL. Eine vernünftige Webseite war schon mal die halbe Miete. Knapp 10.000 Zugriffe im ersten Monat der YLWM-Diplomzeit sprechen für sich.

Das Herzblut und absolute Begeisterung brachte Christiane, DL4CR, ein. Sie hatte erst im Anfang 2009 ihre Funklizenz der Klasse E und wenige Monate später die der Klasse A erworben. Ab da ging es mit Diplomen, Contesten und eigenen Relais steil bergauf. Schnell überzeugte sie ihren OV F43 das Call DL0YLWM zu sichern und stellte auch den Kontakt zu Hubert, DK3EU, her, der sich in den nächsten Monaten um das Design vom Diplom und bis heute - auf Wunsch - um Designs von QSL-Karten der YL-Sonderstationen kümmert.

Es entstand ein klasse Team, mit Mitgliedern, die sich laufend via Mails, Skype und wenigen Telkos abstimmten.

Wir hatten von Anfang an die Vision, dass sich alle Distrikte und der VFDB mit YL-Sonderstationen beteiligen würden, dass wir 100.000 QSOs mit YL-Sonderstationen und knapp 1.000 Diplomanträge schaffen würden. Zudem wollten wir den Einsatz von Logsoftware, Onlinelogs, DX-Cluster, qrz.com und wenn möglich DCL einplanen. Nur mit dem Druck  konnte ich eine schwere Diplomvariante mit allen YL-Sonderstationen plus 33 deutsche YLs durchsetzen…

Und dann kam auf einmal das Angebot von Michael, DL6MHW, uns mit DCL, Onlinelogs, Aktivitätsplaner und im Laufe der Zeit jede Menge ausgezeichneter Ideen zu unterstützen. Teile unserer Vision wurden Realität!

Ca. 400 Telefonate und unzählige Mails später bedankten wir uns herzlich bei allen Distrikten, dem VFDB und ganz besonders bei allen Verantwortlichen der YL-Sonderstationen für ihre Unterstützung!!!! 26 YL-Sonderstationen waren bereit sich bei YL-WM 2011 zu beteiligen.

Die Anbieter des Logbuchprogramm HAM Office überraschten uns mit dem Angebot, dass alle teilnehmenden YL-Sonderstationen und deren OPs die Möglichkeit haben das Logbuchprogramm "HAM Office Easy 4" kostenlos für die Aktion zu nutzen!

Im Vergleich zu 2006 sind die Funkbedingungen leider viel ungünstiger und als Operator stehen auch nur ca. 8 – 10 % der Funkgemeinde zur Verfügung.

Langsam näherte sich der 1. Juni. Würden unsere YLs zum Mikrophon, zur Taste und zum Keyboard greifen? – Ja,  sie greifen, sie lassen von sich hören!

Gut bekannte aber auch viele ganz neue YL-Calls sind in der Luft! Die Betriebstechnik wird sehr häufig gelobt und zur Halbzeit haben wir bereits über 75.000 QSOs mit YL-Sonderstation im DCL. Die Summe der beantragten Diplome liegt gerade bei 250. Bei qrz.com hat DL0YLC über 9.000 und DR11YLO über 7.000 Aufrufe.

Durch den Einsatz von allen YL-Beauftragten und Verantwortlichen für YL-Sonderstationen – und nicht zuletzt auch durch die Unterstützung von vielen OM mit echtem Hamspirit – gewinnen gerade immer mehr YLs Spaß an pile-ups! Häufig hören wir von YLs, die jahrelang nicht qrv waren und nun auf einmal unsere kurze Welle für Diplome, DX und Conteste entdecken.

Bekannte DXer, wie z.B. DL7JAN, aber auch unsere großen Kontest Stationen laden YLs ein mit ihren Rigs in die Luft zu gehen. Super!

Die Diplomausschreibung liegt in 8 Sprachen vor. Wir hoffen, dass in der 2. Hälfte des Diplomzeitraums der Anteil von europäischer und DX-QSOs weiter steigt.

Das Konzept mit einer Diplomdauer von 2 Monaten, 26 meist auf Dauer eingerichteter YL-Sonderstationen und die Konzentration auf YLs als Operator scheint sich zu bewähren.

Wir sind alle auf die Abschlussbilanz gespannt.

33/73 de Annette, DL6SAK


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15.06.2011

Vom 10. Bis 13. Juni 2011 besuchte ich eine Veranstaltung des OV Werl – O49 in meiner Nähe. Die Veranstaltung nannte sich Werler - Antennentage (Bilder auf der Webseite). Das ein kleiner OV mit 55 Mitgliedern, davon 25 sehr aktive Mitglieder, es schaffte eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen ist schon erstaunlich. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen und als es die heftigsten Regenschauer in der Nachbarschaft gab konnte man am Veranstaltungsort ruhig mit dem Programm weiter machen. Am Freitag wurde das OV-Zelt sowie eine portable Toilette aufgestellt, die Beschilderung an den zwei wichtigen Zufahrtsstraßen angebracht und selbstverständlich ein Funkgerät auf dem Ortsrelais eingestellt. Die ersten Gäste kamen mit Wohnwagen, Wohnmobil und auch mit Zelten angereist. Sehr schnell war das „Wochenend-Domizil“ aufgebaut und dann begann man auch gleich mit dem Aufbau von Antennenmasten aus GFK oder Metall. Neben den YLs aus dem OV brachten auch aus den Nachbarortsverbänden Mitglieder einen Kuchen vorbei. Schnell war der Grill an und man stärkte ich für die anstehenden Versuche. Aus allen Ecken hörte man Morsezeichen oder auch den Ruf mit einem Rufzeichen. Wie gut es mit einer selbstgebauten Antenne, auch mit einem QRP-Gerät, gelang die vielen YL-Stationen, die bisher schon fast 32.000 QSOs zur Aktion Fußball-Weltmeisterschaft vorzeigen können,  zu arbeiten , erstaunte mich schon sehr. „Chapeau meine Damen!“

Es gab auch ein Vortragsprogramm und es machte sehr viel Freude zu sehen, wie einfach nur ein paar Bänke zusammengestellt wurden und Besucher wie Veranstalter sich über die verschiedenen Antennen für den Urlaub informieren ließen. Neben kommerziellen Antennen gab es aber auch einige interessante Eigenbauten zu bestaunen und so manche neue Freundschaft konnte geschlossen werden. Wie ich erfuhr wurden nicht nur Kochrezepte sondern auch Bauanleitungen ausgetauscht. Aber es gab auch andere Vorträge, neben SDR-Radio und Arduino kam auch das Thema Digitaltechnik nicht zu kurz.

Aber was ist daran so besonders, dass ich es in meinem Blog erwähne?! Es ist die Tatsache, dass es ein OV, auch wenn er von der Mitgliederzahl nicht so stark ist, doch etwas Großes auf die Beine stellen kann. Hier zählte der Wille der Mitglieder und auch, in vielen Vorgesprächen über die verschiedensten Frequenzen abgeklärten Interessen, der Besucher mit dem Veranstalter. Nach dem Abbau am Montag waren alle Teilnehmer an dieser Veranstaltung sich einig – wir machen es im nächsten Jahr wieder. Ich habe hier als Gast mit vielen Funkfreunden reden können, Anregungen und Rügen mitnehmen können – konnte aber auch hier klar machen dass dort, wo ein Wille ist, auch ein Weg ist. Wer es schafft eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen, der schafft es auch Veränderungen in seinem Distrikt oder auch im DARC zu initiieren!  

In diesem Sinne, weiter so!!

Martin – DL1DCT

P.S.: Erfreuliches Ergebnis: eine Neuaufnahme im OV und ein Interessent bei dem man den Eindruck hatte er wird sich melden!

 

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01.06.2011

Dayton oder Friedrichshafen?

Als ich von Dayton nach München zurückgeflogen bin (mit 24 Stunden Verspätung in Chicago), habe ich überlegt, warum ich mir dies jedes Jahr antue.

Erstens, ich muss was gestehen….ich bin ein Liebhaber von Amateurfunk Messen. Angefangen damit habe ich als ich meine Lizenz Ende der 60er Jahre gemacht habe und ich könnte einfach nicht aufhören. Es waren nicht nur die schönen, neuen Funkgeräte die mich fasziniert haben, sondern auch die Menschen, die ich dort immer kennengelernt habe oder Freunde, die ich wieder getroffen habe.

Und so ging es weiter. Als ich in der Uni war, bin ich auch mehrere Jahre von Kalifornien nach Dayton gereist, das erste Mal war 1974. Und wenn ich Dayton 1974 mit Dayton 2011 vergleiche, muss ich zugeben, dass fast alles noch so geblieben ist wie damals.

Die Hara Arena (wo die Messe stattfindet) hätten sie schon vor 1974 abreißen sollen. Ich sehe heute keinen Unterschied zu damals, die Begriffe ‚Renovierung’ oder ‚genießbares Essen’ sind offensichtlich dort unbekannt. Dieses Jahr ist sogar die Abwasserleitung im Flohmarkt Bereich explodiert mit dem zu erwartenden Chaos und Gestank. Aber das gehört irgendwie dazu.

Die anderen Änderungen über die Jahre: das Wetter ist (relativ) besser, seit die Messe von Ende April auf Mitte Mai verlegt wurde. Es gibt weniger (ca. 20.000) Besucher, damals waren jenseits von 30.000 dort. Die Besucher sind noch älter und dicker geworden, die elektrischen ‚Scooter’, um diese schweren Menschen durch die Gänge zu transportieren, waren damals gar nicht notwendig, hätten sie existiert.

Was auf jeden Fall gleichgeblieben ist, ist der ‚Spassfaktor’. Trotz organisiertem Chaos und der Hara Arena, kommen meine Freunde jedes Jahr wieder, tolle Preise werden vergeben (aber nicht an mich) und die Abend Partys im Crowne Plaza und anderen Hotels machen immer noch Spaß. Es ist einfach immer noch ein schönes Erlebnis für mich.

Der DARC ist auch seit vier Jahren wieder dort vertreten. Seit drei Jahren sind wir Gast bei der ARRL auf ihrem Stand, was uns viel Geld und Aufwand spart. Dieses Jahr hat Auslandsreferent Thomas, DF2OO, den Stand wieder koordiniert. Auslandsreferat Mitglied Mustapha, DL1BDF hat wie immer die meiste Zeit am Stand gearbeitet und hunderte Besucher aus aller Welt begrüßt, inklusive über 50 aus Deutschland. Vorstandsvorsitzender Steffen, DL7ATE, war das erste Mal dort und hat seine ersten Eindrücke und vielleicht neue Ideen bekommen.

Viel Neues auf der Messe war nicht zu sehen, aber der neue KX3 von Elecraft war mit Abstand der großen Renner. Ich kann nicht warten, bis ich eines bestellen kann, es gehört neben mein K1 und K3. Aus Deutschland war Hilberling mit einem großen Stand wieder vertreten.

Aber ich freue mich auch sehr auf Friedrichshafen. Natürlich gehe ich seit ich in Deutschland bin jedes Jahr hin, mehr als 30 Mal. Für mich sind das die gleichen Gründe wie bei Dayton: die Menschen dort zu treffen und die schönen Funkgeräte anzuschauen. Auch die alte Messe Friedrichshafen war schon besser als die Hara Arena…..die neue Messe ist ein absoluter Traum. Auch die Organisation der Messeleitung ist (meistens) top. Das Essen ist auch genießbar, der ‚Biergarten’ zwischen den Hallen ist sehr schön. Wir haben jetzt sogar auch eine Tombola mit Superpreisen, es wird immer besser. Vergiss nicht, bis Sonntag zu bleiben, sonst kannst du die Hauptpreise nicht nachhause mitnehmen!

Hoffentlich sehen wir uns bald in Friedrichshafen!

Vy 73,
Mitch DJ0QN


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17.05.2011

"Wir kommen wieder!"

Diese Worte der Mitglieder vom OV F12 am Ende der DARC Mitgliederversammlung im Mai 2011 haben mich erfreut - aber auch zum Nachdenken angeregt. Wir haben uns danach gefragt, ob  ihnen das Hotel und die Veranstaltung so sehr gefallen haben, ob sie noch nicht alles erfahren haben, was sie wissen wollten, oder ob sie mit den Ergebnissen unzufrieden waren.

Ich weiss mittlerweile, es war Letzteres.

Eine DARC-Mitgliederversammlung ist ein Ort der Kommunikation, des Austauschens von Meinungen, des Debattierens, des Streitens und der Besserwisserei, doch letztendlich immer ein Ort der Kompromisse. Aber sie ist niemals ein Ort der Ruhe oder eine Insel der Glückseeligkeit. Und gerade daher ist es für Gäste aus dem DARC, die zum ersten oder zweiten Mal eine solche Veranstaltung erleben, schwer zu verstehen, wie dort überhaupt Ergebnisse zustande kommen und was daran eine "Mitgliederversammlung" sein soll. Auch Karlo Schaper, DD7OI, der seit mehr als 10 Jahren jede Mitgliederversammlung als Gast besucht, hatte anfangs damit Probleme. In der Zwischenzeit kennt er die Abläufe, ist gern gesehener Besucher und seine Redebeiträge sind bei allen beliebt.

Das Wort "Mitgliederversammlung" heißt, dass hier die Distriktsvorsitzenden (DVs) als Vertreter aller Mitglieder im sogenannten Amateurrat (AR) zusammenkommen. Dass der DARC seine 43.000 Mitglieder nicht zu einem Gesamttreffen zusammenrufen kann, dürfte wohl jedem klar sein, daher gibt es seit Beginn des DARC diese Konstellation. Und gerade am vergangenen Wochenende ist dabei ganz deutlich geworden, wie differenziert die DVs ihre Mitglieder vertreten. Denn erfreulicherweise gab es zu mehreren Anträgen im Vorfeld Umfragen in den Distrikten, um die Meinungen der OVVs und der Mitglieder zu den einzelnen Themen zu erfahren. Hier war ganz deutlich zu erkennen, dass die Sichtweise zwischen den verschiedenen Distrikten sehr weit auseinander klafft; dies wurde besonders deutlich bei der Meinungsfindung zu der Frage, ob eine Rechtschutzversicherung notwendig ist oder nicht.

Doch natürlich diskutiert bei allen Anträgen nicht nur der AR, sondern auch der Vorstand beteiligt sich und bringt neben seiner eigenen Meinung auch die Stellungnahmen derer ein, die sich im Vorfeld direkt an ihn gewandt haben. Und letztendlich darf sich auch jeder Gast an der Diskussion über die Anträge und an der allgemeinen Aussprache beteiligen. Nur bei der Abstimmung über die vorliegenden Anträge darf allein der Amateurrat seine Hand heben, weder die Gäste noch der Vorstand sind dort stimmberechtigt. Egal, ob es um die Änderung der Satzung und Beitragsordnung geht oder ob eine Wahl durchgeführt wird.

Denn ob es nun Lutz, DJ4VF (DV von O), ist, der aufgrund seiner fast 30 Jahre im Amateurrat wie ein Chronist jedes Wort zitieren kann, das irgendwann einmal gefallen ist und im Haushalt mit jeder Position "per Du ist". Oder jeder andere der 25 Amateurräte – sie alle bringen, jeder für sich, ihren eigenen Sachverstand ein, der sich addiert und letztendlich zu einer brauchbaren Meinungsbildung führt.

Klar ist aber auch, es kann nie allen Recht gemacht werden, doch es gibt in einer MV keine Gewinner oder Verlierer. Wird ein Antrag abgelehnt, so mag es dafür nachvollziehbare Gründe geben, wenn auch nicht bei allen Teilnehmern. Und es besteht immer die Möglichkeit, solche Anträge in modifizierter Form nochmals einzubringen. Darüber, und wie ein Antrag gestellt werden kann, berichten wir in einem der nächsten Blogs.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Mai-Versammlung 2011 effizient und informativ für alle ablief. Der notwendigen Diskussion sehr wurde viel Raum geboten, auch wenn der Zeitplan es anders vorsah, und letztendlich sind wir sogar trotzdem früher fertig geworden als geplant.

Wer nach diesem Beitrag Lust dazu hat auch mal eine MV zu besuchen um dort seine Anregungen oder Sorgen loszuwerden: Am 12. und 13. November 2011 treffen wir uns in Bad Lippspringe erneut, dann stehen auch die Wahlen zum Vorstand und für die Ausschüsse auf dem Programm. Wer Verantwortung übernehmen will, ist dort also an der richtigen Stelle.

'73 de Steffen, DL7ATE
Vorsitzender des DARC e. V.


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03.05.2011

Schwerpunkte DX HF-Funksport, AJW, YL und Haushaltsplanung

Den geneigten Lesern des Vorstandsblog möchte ich in diesem Blog einen Einblick geben in die momentane Vorstandsarbeit, um die ich mich zurzeit neben dem normalen Vorstands-Tagesgeschäft (zig Mails und Anrufe) kümmere.

Der April hatte mit der erfolgreichen Tagung der Referate DX und HF-Funksport, HF/Technik und UW-Funksport begonnen. Erstmalig nahm ich daran teil und bin begeistert von der guten Organisation, dem großen Engagement und dem zunehmenden Anteil jüngerer Funktionsträger. In stets bester Stimmung wurden auch heikle Themen besprochen und einen Schritt weiter gebracht.

Leider mussten wir wenige Tage später von Lothar Wilkes viel zu frühen und plötzlichen Tod erfahren. Nicht nur das Referat DX und HF-Funksport und DA0HQ sondern der Amateurfunk haben eine Lichtgestalt verloren.

Am letzten Freitag im April reisten neben Helga Gautsche und mir, den Distriktsvorsitzenden von P und V, vielen Referatsleitern auch eine sehr große Anzahl von OM Richtung Erfurt um OM Dr. Lothar Wilke, DL3TD, die gebührende letzte Ehre zu erweisen.

Anschließend konnten wir ein tröstliches Miteinander erleben, denn DA0HQ lud zum Headquarter Anschauen, zu Würstchen etc. ein und bot die Gelegenheit für ein nun notwendig gewordenes kleines Treffen des Referats DX und HF-Funksports. Viele Themen standen ungeklärt im Raum, aber für jeden Bereich fand sich ein OM um diese Aufgaben zu schultern! Beeindruckend!

Vor Jahren wurde der Aufgabenumfang  Ausbildung, Jugend und Weiterbildung, kurz AJW, umorganisiert und damit entfiel auch der Erfahrungsaustausch unter den AJW-Referenten aus den Distrikten.
Als zuständiges Vorstandsmitglied für die Haushaltsplanung stehe ich vor der Herausforderung einerseits jedes Jahr erneut eine weitere 6 stellige Summe einsparen zu müssen andererseits möglichst viele Treffen und Erfahrungsaustausche zu ermöglichen.

Der AJW-Stabsleiter Werner Vollmer und ich schlagen deshalb als ersten Schritt künftig offene AJW-Treffen auf den großen Amateurfunk-Veranstaltungen wie Ham Radio, UKW-Tagung, Interradio etc. vor und laden herzlich während der Ham Radio 2011 in Friedrichshafen zu den folgenden Veranstaltungen ein:
     •    Freitag, 24. Juni 2011,  14.00 Uhr,  Raum Bodensee
          „Erfolgreiche Amateurfunkausbildung im DARC - Erfahrungsaustausch“ 
     •    Samstag, 25. Juni 2011, 10.00 Uhr, Raum Bodensee,
          „Jugendarbeit im Ortsverband, aber wie?“,
     •    Samstag, 25. Juni 2011,  12.00 Uhr, Raum London
          „Neue Formen der DARC-Jugendarbeit, ein notwendiger Schritt in die Zukunft“
     •    Sonntag, 26. Juni, 10.00 Uhr, Raum Bodensee 
          „Weiterbildung, eine Chance für den Ortsverband“.

Fürs Fußball Diplom YL WM-2011 gibt es nun 26 YL-Sonderstationen von denen 24 sogar auf Dauer eingerichtet wurden. Alle deutschen YLs sind aufgerufen im Diplomzeitraum Juni und Juli 2011 ihr eigenes Call und/oder eine oder mehrere der 26 YL-Sonderstationen in die Luft zu bringen.

Viele YLs sind im Umgang mit Logsoftware, qrz.com, DX-Cluster, DCL etc. bereits vertraut aber viele sammeln nun ihre ersten Erfahrungen damit.
Eine große Hilfe an dieser Stelle
     •    ist die Unterstützung vom HamOffice-Team,  das für die Aktivitäten der Sonderstationen ihre Software kostenlos zu Verfügung stellt,
     •    ist die Unterstützung von DK2DQ durch eine stets aktuelle Webseite,
     •    ist die Unterstützung durch DL6MHW mit hervorragenden Werkzeugen wie die DCL-Anbindung und den Aktivitätsplaner und
     •    ist die Unterstützung durch viele  erfahrenen OM mit Tatkraft, gut ausgestatteten QTHs und passenden sowie motivierenden Tipps. 

Auf einige – darunter auch durchaus ältere (!)- YLs bin ich besonders stolz, weil sie in kürzester Zeit den Umgang mit unserer Webseite, den Umgang mit dem Aktivitätsplaner und den Umgang mit der Logsoftware beherrschen lernten.
Ziel unseres YL-Fußballdiploms ist es YLs zu aktivieren und ggf. auch weiterhin für den Funksport zu motivieren! Alle OM und YLs sind herzlich eingeladen mitzumachen und zu unterstützen.

Eine organisatorische Herausforderung stellt die Optimierung unserer DARC Haushaltsplanung dar. Gerne wird auch in anderen Organisationen über dieses Thema konfliktreich diskutiert.
Anfang April haben sich mit mir die Geschäftsführerin, der Vertreter des Haushaltsausschusses und benannte Experten zusammengesetzt um eine optimalere Vorgehensweise zu erarbeiten. Überzeugt davon, dass wir vor allem gemeinsam erfolgreich sein werden bauen wir auf ein erfolgreiches Miteinander!

33/73 de Annette, DL6SAK


Kontakt:  vorstandsblog(at)darc.de


20.04.2011

2011 – das EMV Jahr!

Wie kann es passieren das in einem beliebigen OV ein OV – Mitglied um Unterstützung bei der Erstellung der BEMVF bittet und zur Antwort bekommt: „Die haben wir vor vielen Jahren gemacht – wie das geht haben wir aber vergessen und können dir deshalb nicht helfen!“

Schreckliche Vorstellung dass mir, in dem OV dem ich angehöre, so eine Antwort gegeben wird. Somit ist es an der Zeit sich unbedingt, wieder einmal, mit diesem Thema zu beschäftigen. Es gibt zur Hilfe das Watt – Programm. Dies ist inzwischen angepasst worden und bietet vielfältige Hilfen an. In vielen OVen gibt es die Funktion des EMV – Referenten, in jedem Distrikt gibt es diese Funktion – ist es da nicht an der Zeit das Wissen der OV – Referenten einmal aufzufrischen und hier Hilfe zu geben? Sicherlich sollte doch der eine oder andere Funkfreund einmal schauen wie er in den letzten Jahren seine Antennenanlage verändert hat, vielleicht ist inzwischen auch eine Endstufe im Einsatz und die abgegebene Erklärung war aber nur mit 100 Watt berechnet? Ich habe die Erfahrung gemacht dass gut vorbereitete Vorträge und Aktionen im OV immer gern gesehen sind und sehr häufig auch gut besucht werden. Selbst wenn dies bei der ersten Veranstaltung nicht der Fall sein sollte – über die berühmte Mundpropaganda geht NICHTS!!! Die nächste Veranstaltung läuft dann bestimmt besser. Muss man so was nur für seinen OV veranstalten? Sicherlich sind die Nachbar – OVe von solch einer Idee begeistert und man versucht gemeinsam da eine gute Veranstaltung auf die Beine zu stellen! Ich kann nur empfehlen mal so was zu versuchen und wer Unterlagen benötigt möge sich bitte an seinen Distrikt - Referenten wenden – hier werden Sie geholfen!

Aber es gibt auf dem Gebiet der EMV noch einige interessante Betätigungsfelder. Wir, das Referat EMV, sind sehr an Videobeiträgen von Versuchen interessiert. Es gibt inzwischen so viele elektrische Geräte die es sich näher zu betrachten lohnt. Vielleicht hat der eine oder andere Funkfreund schon festgestellt das immer, wenn die elektrische Zahnbürste eingeschaltet wird, das S – Meter an seinem Gerät einen Satz nach oben macht – wenn man dann, nach langem Suchen, endlich die Quelle des Übels gefunden hat – ja, was macht man dann? Nicht unbedingt sofort in den Müll – nein, zuerst ist es doch vielleicht für andere Funkfreunde gut zu wissen das dieses Gerät schon mal das S – Meter in Bereiche schnellen lässt die man lieber von einer seltenen Station sehen würde! So etwas dokumentiert und ggf. auch in das schöne WWW gestellt – warum nicht. Aber bevor man so eine Sache macht wäre es schon hilfreich sich die Zeit und ein paar Funkfreunde zu nehmen und diese Sache mit ein paar Messgeräten sauber zu dokumentieren. Wie es dann weitergeht – fragt den EMV – Referenten, dieser hat eine Antwort und das Referat freut sich über jeden Beitrag. In diesem Sinne, lasst uns eine neue Sportart betreiben – die Suche nach Quellen unerwünschter Bewegungen am S – Meter!

In diesem Sinne viel Spaß und berichte darüber!

Vy 73 Martin – DL 1 DCT


Kontakt:  vorstandsblog@darc.de


05.04.2011

Ist der Beitrag des DARC noch zeitgemäß ?

Wahrlich, eine provokante Frage, aber angesichts der Diskussionen in den letzten Monaten nicht unberechtigt. Immer wieder höre ich, daß der Beitrag zu hoch sei, daß in der heutigen Zeit (was ist damit eigentlich gemeint ?) der Beitrag eher gesenkt werden muß. Wenn ich dann mit den Verfechtern dieser Theorie ins Gespräch komme stelle ich sehr oft fest, daß kaum ein richtiges Hintergrundwissen um die Zusammensetzung unseres Club-Beitrages vorhanden ist. Da heißt es meistens nur unisono : Die Geschäftsstelle ist viel zu teuer.

Aber was kostet uns einerseits die Geschäftsstelle und andererseits die anderen Dinge im DARC denn wirklich ?

Für die weiteren Betrachtungen gehe ich von einem Vollzahler in der Beitragsklasse 01 aus, der 72.- Euro pro Jahr zahlt, also 6.- Euro pro Monat. Darauf beziehen sich alle unten aufgeführten Beträge.

Clubzeitschrift mit Redaktion, Druck und Versand

1,45 €

Rückführung in die Distrikte und Ortsverbände

1,05 €

QSL-Vermittlung inklusive Porto

0,75 €

Buchhaltung in der Geschäftsstelle

0,50 €

Alle Referate, der Amateurrat und der Vorstand

0,30 €

Mitgliederverwaltung und Serviceleistungen in der Geschäftsstelle

0,35 €

Die gesamte EDV für die Geschäftsstelle und www.darc.de

0,30 €

Versicherungen (Haftpflicht, Unfall...)

0,11 €

IARU-Mitgliedschaft

0,10 €

Alle bisher nicht genannten Abteilungen und Gebäude der GS

0,85 €

 

 

Summe :

4,99 €

Alles zusammen also bis hier 4,99 Euro. Verbleibt ein Rest von 1,01 Euro pro Monat, der für Veranstaltungen wie HAM-Radio, IARU-Tagungen, Öffentlichkeitsarbeit, Ausbildung, In-standhaltung der Gebäude und unvorhergesehene Dinge genutzt werden kann. Diese Zah-len sind kein Geheimnis, die kann sich im Prinzip jeder aus der jährlich vorgelegten Bilanz herauslesen.

Und was kosten andere Vereine ?

Für den Aikido-Verein meines Sohnes zahle ich 136.- Euro pro Jahr, da bekommt er keine monatliche, farbige A4-Zeitschrift, ist aber immerhin auch versichert. Seine Freunde zahlen für den Schützenverein, für den Angelclub, für den Fußballverein und anderes ähnliche Beiträge und haben viel weniger Leistungen dafür. Die AMSAT-DL hat letztes Jahr auf 120.- Euro erhöht, so zieht es sich durch viele Organisationen hindurch.

Kommen wir zurück zur Eingangs gestellten Frage. Die wird von mir ganz klar mit NEIN beantwortet, der DARC-Beitrag ist nicht mehr zeitgemäß. Das soll aber nicht heißen, daß er zu niedrig ist und eine drastische Erhöhung durchgeführt werden muß. Ich will mit diesem Blog nur darstellen, mit welch geringen Mitteln die vielen unterschiedlichen Leistungen des DARC auskommen müssen.

Bei dieser Betrachtung wird vollkommen bewußt außen vorgelassen, ob jedes Mitglied überhaupt alle Leistungen wünscht / benötigt. Dies soll auch kein Thema sein, weil in vielen anderen Vereinen ebenfalls Leistungen im Beitrag enthalten sind, die nicht alle benötigen. Und es gibt kaum vergleichbare Vereine, in denen man jeden Teilbereich einer Dienstleistung einzeln buchen kann, weil solche Dinge einfach sehr schwer zu kalkulieren sind.

Der Vorstand wird zur nächsten Mitgliederversammlung einen Antrag einbringen, daß der Beitrag des DARC e. V. nach einer irgendwann fälligen Beitragsanpassung regelmäßig um die Höhe der Inflationsrate erhöht wird. Dies würde bei 72.- Euro Beitrag und aktuell 1,1% Inflation eine monatliche Anpassung von 6,7 Cent pro Monat ausmachen. Diese Erhöhung könnte auf Beschluß des Vorstandes auch für einzelne Jahre ausgesetzt werden.

Aber : Momentan ist keine Beitragsanpassung geplant, diese regelmäßige Anpassung würde nur kommen, falls alle Sparmaßnahmen ausgereizt sind und kein Weg mehr dran vorbeiführt. Es soll nur für die Zeit nach einer eventuell notwendigen Anpassung Klarheit für alle geschaffen werden, daß die Leistungen des DARC e. V. nicht ewig für geringe Beiträge zu erhalten sind.

Steffen Schöppe, DL7ATE


Kontakt:  vorstandsblog(at)darc.de


24.03.2010

In meinem Blog vom 24.01.2011 habe ich über den Status der Projektgruppe Mitgliederpflege und –gewinnung geschrieben. Eigentlich hatte ich geplant, auf einem Vorstandstreffen und in der internen Amateurratssitzung darüber zu berichten. Leider war meine Teilnahme wegen meiner schweren Krankheit nicht möglich und ich bin dadurch nicht ganz auf dem neuesten Stand. Deswegen verweise ich euch auf die Webseite der Projektgruppe und spreche ein anderes Thema an.

Ich hatte im letzten Blog geschrieben, dass in meinem Heimatland U.S.A.in 2009 30.000 neue Funkamateure dieses Hobby ergreifen. Heute möchte ich das Thema vertiefen und erklären, worin ich die Unterschiede siehe.

Hier sind für mich die wichtigsten Eckpunkte, die in den U.S.A. anders sind:
•    Bekanntheit von Amateurfunk und Public Relations
•    Einfach zu erlernende „Technician Class“ Lizenz
•    Ehrenamtliche Prüfer und kostengünstige Lizenzierung
•    Notfunk Aktivitäten

Jetzt im Detail:

Bekanntheit von Amateurfunk und Public Relations: Ich habe den Eindruck, dass Amateurfunk in Deutschland ein „Geheimhobby“ ist. Es ist sehr schwierig, jemanden zu finden, der sich vorstellen kann was Amateurfunk ist! Hier muss man ausführlich erklären, bis sich ein „normaler Mensch“ etwas darunter vorstellen kann. Ich habe den Eindruck, dass es in den U.S.A. ganz anders ist. Fast jeder weiß, was Ham Radio bedeutet (oder glaubt es zu wissen) und fast jeder kennt jemanden, der Funkamateur ist. Amateurfunk wird dort auch fast immer positiv gesehen und nicht als „Spinnerei“, so wie ich es oft hier erlebt habe.

Hier muss ich aber ein paar Gründe aufführen: weil die „Technician Class“ einfach zu lernen ist, gibt es inzwischen 700.000 Funkamateure in den U.S.A. Im Vergleich zu Deutschland, gibt es dort ca. die 2,5 fache Anzahl Funkamateure pro Bevölkerungsdichte im Vergleich zu Deutschland. Amateurfunk hat dort eine „kritische Masse“ erreicht, was wir hier nicht haben.

Noch ein Grund: Amateurfunk in den U.S.A. wird niemals als Hobby bezeichnet, sondern als „Service“. Hauptgründe für die Existenz von Amateurfunk dort sind Notfunk und weitere Service Aspekte.

Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) ist dort sehr wichtig. Praktisch jeder Club hat ein „Public Information Officer“, der immer mit der lokale Presse in Kontakt bleibt. Field Day wird immer sehr groß als Public Relations Event veranstaltet. Die Amerikaner sind sehr stolz auf ihr Hobby und möchten alles was nur geht veröffentlichen.

Die „Technician Class“ Lizenz ist einfach zu lernen
:  Es gibt Wochenend-Kurse, wo die Teilnehmer die Materie nochmals vertiefen und meistens sofort die Prüfung absolvieren. Diese Lizenzklasse erlaubt alle Privilegien auf UKW und auf 10m. Die meisten neuen Funkamateure fangen nicht nur hier an, sondern bleiben immer als „Technician“.

Ehrenamtliche Prüfer und kostengünstige Lizenzierung: In den U.S.A. und weltweit, werden jede Woche viele Prüfungen angeboten, sogar mehrmals jährlich in DL. In praktisch jeder Stadt kann man jedes Wochenende bei verschiedenen Clubs oder Gruppen eine Prüfung machen. Die Prüfung kostet $15, egal ob du nur die "Technician" oder auch "General" oder "Extra", wenn man die vorige Prüfungen bestanden hat. Die Amateurfunk Lizenz in den U.S.A. ist kostenlos, 10 Jahre gültig und wird dann kostenlos für weitere10 Jahre verlängert.

Notfunk Aktivitäten: Wie erwähnt, spielt der Notfunk eine große Rolle bezüglich Service-Aspekten des Amateurfunks in den U.S.A. Ein paar Zahlen: über 40.000 Funkamateure sind aktiv bei ARES, dem Notfunk-Bereich von ARRL. Wahrscheinlich sind mindestens ebenso viele aktiv bei RACES, SATERN und weiteren Notfunk-Gruppen. Eine ARRL Umfrage hat ergeben, dass 77% der neuen „Technician Class“ Funkamateure zum Amateurfunk kommen wegen des Notfunks! Jene, die beim Amateurfunk bleiben, interessieren sich häufig für weitere Amateurfunk-Bereiche und nicht nur für Notfunk. Aber für die meisten war Notfunk der Grund, überhaupt die Lizenz zu machen.

Es gibt natürlich auch viele andere Eckpunkte, aber diese sind für mich die Wichtigsten. Ich habe auch noch nicht viele Vergleiche angestellt oder beschrieben, was wir in DL vielleicht davon lernen können. Eventuell kann ich das in einem weiteren Blog oder CQ DL Artikel vertiefen. Die beiden Länder haben grundsätzlich verschiedene Ansätze zum Amateurfunk und wir sollten unseren eigenen Weg gehen. Aber die steigende Zahl der Funkamateure in den U.S.A. sollte uns klar zeigen, dass unser Hobby doch zukunftsträchtig und attraktiv ist. Wir sollten unbedingt überlegen, was wir in DL ändern können, um Amateurfunk auch hier attraktiver und bekannter zu machen.

Zum Schluss, möchte ich mich bedanken für die vielen Mails und Karten an mich als ich krank war. Die letzten zwei Monate im Krankenhaus und in der Reha-Klinik (wo ich immer noch bin) waren für mich sehr schwierig, weil ich mein ganzes Leben immer gesund und fit war. Ich bin ab nächste Woche endlich zuhause, muss mich aber mindestens noch einen Monat erholen und meine Kräfte wieder aufbauen, bis ich wieder arbeiten darf. Ich werde auch langsam meine DARC Tätigkeiten wieder anfangen zu erledigen. Es tut mir leid für den Ausfall und die Verzögerung von einigen Projekten. Ich habe vor, bei der Mitgliederversammlung im Mai dabei zu sein und nach Dayton zu fliegen (wenn meine Ärztin Fliegen bis dahin erlaubt).

Und bevor ich es vergesse: Tut was für eure Gesundheit und sitzt nicht nur vor dem Funkgerät! Ich wäre jetzt in der Silent Key Liste drin gewesen, hätte ich nicht vorher relativ gesund und fit gelebt.

73,
Mitch DJ0QN

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07.03.2011

Diplom YL-WM 2011

Seit vielen Monaten arbeiten wir am Diplom „YL-WM 2011“, das der Vorstand gemeinsam mit den YL-Beauftragten anlässlich der Frauen Fußballweltmeisterschaft in Deutschland herausgibt.

Das Besondere an diesem Diplom ist, dass - passend zum sportlichen Ereignis - nur QSOs, die mit YLs geführt wurden, zählen. In den Monaten Juni und Juli 2011 gilt es  neben der Sonderstation DL0YLWM, eine bestimmt Anzahl von YL-Distriktsstationen (z.B. DL0YLE für den Distrikt E) und YL-Verbandsstationen (DL0YLZ für den VFDB) sowie eine ebenfalls bestimmte Anzahl von YLs zu arbeiten.

Die genauen Ausschreibungen dazu haben wir auf einer eigens dafür erstellten Webseite veröffentlicht (www.darc.de/ylwm). Günter Dittko, DK2DQ, pflegt nicht nur die DARC YL-Seite sondern hat sich auch der YLWM-Seite angenommen!
Neben der aktuellen Liste der YL-Distrikts/-Verbandsstationen sind hier auch ein Betriebshandbuch und FAQs zu finden.

Das Diplom ist ans DCL angebunden und dank Michael Höding, DL6MHW, können wir neben Online Logs auch eine komfortable Diplomauswertung und für die Terminplanung der YL-Sonderstationen die Aktivitätsplanung anbieten (www.dxhf.darc.de/~dcl/planer/plan.php?acall=all).

Das ehrgeizige Ziel der Aktion ist YLs zu aktivieren, den Umgang mit elektronischem Loggen, Pileups, Split zu stärken und die QRGs zusätzlich zu beleben.

Großartige und ermutigende Unterstützung haben wir vom WM Team 2006, vom Diplomausschuss, aus dem DX HF Referat und der SDOK Verwaltung erhalten! Hubert, DK3EU, hat unermüdlich Designs fürs Diplom, QSLs und Stempel entworfen.

Mittlerweile sind wir mit allen Distrikten im engen Gespräch und in den meisten Distrikten gibt es jetzt eine YL-Distriktsstation – oder sie wird gerade beantragt - und eine Hauptverantwortliche zur Koordination während der Diplomzeit. In einigen Distrikten wurde dies zum Anlass genommen eine YL-Beauftragte zu ernennen.
Dazu haben wir eine Vielzahl von Telefonaten und Gesprächen geführt und wir freuen uns, dass wir in meisten Fällen sofort positiv aufgenommen wurden und nun bereitwillig unterstützt werden. 

Die Vorgehensweise das Thema mit einer Informationsmail an alle Distrikte vorzustellen und dann telefonisch Einzelgespräche mit  Distriktverantwortlichen und YLs zu führen hat sich bewährt.
Bei 25 anzusprechenden Distrikten und Verbänden kann sich jeder selbst den notwendigen Aufwand und die erforderliche Energie dazu vorstellen.

Christiane, DL4CR, unterstützt gerne alle Hauptverandtworlichen von YL-Distrikts/-Verbandscalls dabei einen einheitlichen Auftritt bei qrz.com anzulegen. Als vorgeschlagenes Muster dienen die Einträge von DL0YLWM und DL0YLF. Für jeden Distrikt und Verband wurde dazu eigens ein individuelles Banner entworfen.

Gleichzeitig testen wir gerade den webbasierten Aktivitätsplan um die Terminplanung für die YL-Distriktsstationen zu unterstützen. Um Erfahrungen zu sammeln sind im Moment alle YLs aufgerufen den momentanen Testplan mit Testdaten zu füllen. Nach der Einarbeitung dieser Ergebnisse hoffen wir bald das System für die echte Terminplanung aktivieren zu können. Dann hat jede YL aus DL die Möglichkeit für den Diplomzeitraum beliebige YL-Distriktscalls zu buchen und zu aktivieren.

Wir freuen uns über jede Art von Unterstützung, sei es die Aktivierung von YLs, sei es die technische Unterstützung des Funkbetriebs, sei es die Unterstützung beim Erstellen der Logfiles oder sei es das erfolgreiche Erarbeiten des Diploms YL-WM 2011!

33/73 de Annette, DL6SAK


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21.02.2011

Öffentlichkeitsarbeit,

viele, viele interessante Mails, Zuschriften und Anrufe habe ich zu diesem Thema bekommen, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.

Die Hauptforderung vieler Funkfreunde ist immer die gleiche: der DARC müsste wesentlich mehr in Sachen Öffentlichkeitsarbeit machen.

Leider wurden mir von den Schreibern keine praktischen Hilfen zur Verfügung gestellt, nur sollten wir einfach mehr machen – ansonsten würde sich ja die Frage stellen wofür „die da Oben und in Baunatal“ eigentlich gebraucht würden.

Sicherlich haben die netten Mitmenschen nicht so richtig über diese so überaus wichtige Sache nachgedacht. Vielleicht wird die Problematik aber auch erst  deutlicher, wenn ich ein Beispiel bringe.

Der Ortsverband Pumukel (DOK J01) schreibt, dass ich für ihn Öffentlichkeitsarbeit übernehmen solle. Um Kontakte zur Presse, zum Radio und vielleicht sogar zum Fernsehen müsse ich mich allerdings selbst kümmern und ansonsten – mach doch mal!

Geht natürlich nicht – wir haben ja über 1.000 Ortsverbände! Ebenso wenig kann der DARC auch keine überörtliche Öffentlichkeitsarbeit machen. Bundesweite oder Bundeslandweite Anzeigen sind zum einen teuer und weiter habe ich das Problem dass, falls es eine Reaktion auf so eine sehr teure Aktion gäbe, ich nicht weiß zu welchen Ortsverband ich den Interessenten verweisen soll. Da soll es ja auch Ortsverbände geben die sich nur einmal im Monat in einem Lokal treffen um QSL – Karten abzugeben bzw. zu empfangen.

Öffentlichkeitsarbeit kann nur ein Ortsverband leisten, der auch wirklich etwas zu bieten hat. Tue Gutes und rede / schreibe darüber!

Denn wann ist Öffentlichkeitsarbeit wirksam?

Will ich auf den Ortsverband oder vielleicht auf einen Lehrgang, Kontest oder einen  Bastelabend aufmerksam machen?
Suche ich neue Mitglieder?
Oder möchte ich einfach nur erreichen, dass man mit dem Begriff „Funkamateur“ etwas anfangen kann?

Eine nicht genügend geplante und durchgeführte Öffentlichkeitsarbeit kann mehr Schaden anrichten als Vorteile bringen.

Auf der DARC – Webseite hat man die Möglichkeit sich sehr gut vorformulierte Pressemitteilungen herunter zu laden und zu benutzen.

Bei den Funktionsträgerseminaren besteht die Möglichkeit sehr gute Hilfen und Hinweise zu bekommen.

Sicherlich weiß auch ein DV wie er helfen kann, oder auch der Nachbar–OV hat da ein wenig mehr Erfahrung und unterstützt einmal.

Im April bietet der Distrikt Hessen den Workshop „Von der OV-Aktion zum Pressebericht“ (http://www.darc.de/mitglieder/distrikte/f/aus-und-weiterbildung/weiterbildung/) an. Für mich ist hier ganz wichtig zuerst im „Nahbereich“ nach Unterstützung und Hilfe zu schauen anstatt immer gleich den Vorstand /AR oder auch die Geschäftsstelle einzuschalten.

Vielleicht zum guten Schluss noch eine Frage: Wen rufe ich an, wenn in meiner Straße, vor meiner Haustür mal ein größeres Schlagloch ist?

a)     Die Bundeskanzlerin

b)     Den Verkehrsminister in Berlin

c)     Den Bauhof meiner Gemeinde

In diesem Sinne, gutes Gelingen bei der Öffentlichkeitsarbeit und lasst uns die Ergebnisse zukommen, so muss der Nachbar – OV nicht unbedingt das „Rad“ neu erfinden!

Vy 73 es 55 Martin – DL1DCT

 

 

08.02.2011

Versicherungen im DARC

Für die Mitglieder im DARC sind im Mitgliedsbeitrag eine paar Versicherungen enthalten. Bisher gehört dazu eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung, sowie für Funktionsträger eine Wegeversicherung. Die Unfallversicherung tritt in dem Fall ein, daß sich ein Mitglied auf einer offiziellen DARC-Veranstaltung verletzt, also z.B. bei einem Peilwettbewerb den Arm bricht oder beim Fieldday die Hand verstaucht. Die Haftpflichtversicherung springt ein, wenn durch den Betrieb der Amateurfunkstelle fremdes Eigentum beschädigt wird. Sie ist aber auch bekannt als "Antennenversicherung", wobei hier nur Schäden versichert sind, die herabfallende Antennenteile an fremden Eigentum (z.B. Autos, Dächer) hervorrufen.

Allen genannten Versicherungen ist gemeinsam, daß sie für ALLE Mitglieder abgeschlossen werden, wodurch sich ein relativ geringer Beitrag bei den Versicherern ergibt. Umgerechnet zahlt jedes Mitglied ca. 0,80 Euro pro Jahr für beide Versicherungen. Es handelt sich somit bei den DARC-Versicherungen um eine Solidargemeinschaft, wo viele das Risiko für den Einzelfall tragen.

Nun wird seit letztem Sommer mit mehreren großen Anbietern über eine weitere interessante Versicherung, nämlich eine Gruppen-Rechtschutzversicherung verhandelt. Da stellt sich für einige natürlich die Frage : Brauche ich für meinen Mitgliedsbeitrag noch eine zusätzliche Versicherung, die ich höchstwahrscheinlich nie in Anspruch nehmen werde ?

Das Risiko, unerwartet in einen Rechtstreit hineingezogen zu werden ist heute höher denn je. Das gilt sowohl auch und gerade für den privaten Bereich, aus diesem Grunde hat ein Großteil der deutschen Haushalte auch bereits eine Privatrechtschutzversicherung abgeschlossen. Aber diese deckt in fast allen Fällen eben nur solche Gebiete wie Verkehr, Beruf und Privatleben ab.

Das für uns Funkamateure so wichtige Gebiet des Verwaltungsrechtschutz ist in den seltensten Fällen beinhaltet. Aber wie leicht können wir alle in einen Streit mit den für uns zuständigen Behörden gezogen werden. Jahr für Jahr werden es mehr Fälle die uns bekannt werden, in denen die Behörden z.B. Betriebseinschränkungen auferlegen, weil der Fernseher des Nachbarn nicht einstrahlungsfest ist oder weil die Nachbarin hochsensibel auf elektromagnetische Strahlung reagiert. Diese Fälle landen regelmäßig vor dem Verwaltungsgericht, da hierbei erreicht werden soll, daß ein Verwaltungsakt geändert oder im besten Falle aufgehoben wird. Und gerade diese Gerichtsbarkeit ist in den allermeisten Rechtschutzversicherungen ausgeschlossen.

Der DARC kann und darf solche Fälle nur unterstützen, wenn es um einen Präzedenzfall geht, dessen Ausgang relevant für alle Funkamateure ist. Denn Satzung und Gemeinnützigkeit verbieten, daß einzelne Mitglieder einen Vorteil aus der Mitgliedschaft ziehen, das wäre dann der Fall wenn der Club für einen Einzelfall die Kosten übernimmt. Das ganze ist im Übrigen vollkommen unabhängig davon, ob der DARC eine eigene Rechtsabteilung hat oder nicht, auch diese darf keine Rechtsberatung oder Unterstützung für Mitglieder anbieten.

Die ersten Angebote sahen vor, daß eine solche geplante Rechtschutzversicherung für ca. 1,50 Euro pro Mitglied zu finanzieren wäre, wenn ALLE in diese Versicherung eintreten. Allerdings gab es in diesem Angebot die klare Begrenzung auf die erste Instanz sowie eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150.- Euro pro Fall. Mittlerweile liegen auch Angebote vor, die diese Beschränkungen nicht so eng ziehen, unter anderem die zweite Instanz einschließen und keine Selbstbeteiligung beinhalten. Allerdings müssen wir hier mit einem Jahresbeitrag von annähernd 5.- Euro pro Mitglied rechnen, diese wieder unter der Voraussetzung, daß ALLE in diese Versicherung eintreten.

Es dürfte jedem klar sein, daß es dem Club nicht möglich ist, aus den derzeitigen Beiträgen mal eben jährlich mehr als 200.000 Euro zusätzlich für eine solche Versicherung zu zahlen. Dadurch ergeben sich zwei Möglichkeiten :

a)      der DARC verzichtet auf eine solche Gruppenversicherung

b)      der Mitgliedsbeitrag steigt zum Zeitpunkt des Abschluß einer solchen Versicherung entsprechend an.

Beide Alternativen haben ihre Vor- und Nachteile. Richtig ist, daß wir bisher auch ohne eine solche Versicherung ausgekommen sind. Aber wie oben bereits erwähnt, ändern sich die Zeiten und die Gefahr einer Auseinandersetzung vor dem Verwaltungsgericht kann jeden jederzeit treffen.

Die mehrfach aus der Mitgliedschaft vorgeschlagene Alternative, eine solche Versicherung nur im Rahmen der geplanten "Plus-Mitgliedschaft" anzubieten scheitert daran, daß die Versicherungsbeiträge dann für die Konzerne überhaupt nicht kalkulierbar sind.

Wir bleiben an dem Thema dran und werden weiter darüber berichten. Vor allem würden wir uns freuen, wenn wir aus den Reihen der Mitglieder eine Rückmeldung bekommen, ob es überhaupt Sinn macht in dieser Richtung weiter zu arbeiten, oder ob ihr alle der Meinung seid, so was brauchen wir auf keinen Fall.

Über Eure Rückmeldungen an vorstandsblog(at)darc.de freuen wir uns jetzt schon.

'73 de Steffen, DL7ATE

 

24.01.2011

Nach einer langen Pause (wegen Urlaub), geht es mit dem Vorstandsblog weiter. Wie Steffen schon geschrieben hat, werden wir etwa alle zwei Wochen einen neuen Blog posten, natürlich in kürzeren Abständen wenn es ein wichtiges Thema gibt.

Wie ich im Blog (15.11.2010) und Editorial (2/2011) geschrieben habe, hat der Vorstand in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Mitgliederpflege und -gewinnung, Ehrenamt und Geschäftsstelle im letzten Jahr einige Erfolge zu zeigen. Leider sind wir nicht weiter gekommen, die existierende Clubstruktur zukunftsfähig zu machen.

Der Amateurrat hat im Mai 2010 auf der Mitgliederversammlung klar gemacht, dass diese Angelegenheit in seine Befugnis gehört und vom Vorstand nichts um Alleingang unternommen werden darf. Bis vor kurzem ist hier auch nichts mehr passiert.

Die meisten Mitglieder sind nur daran interessiert ihr Hobby auszuüben und OV-Abende zu besuchen, aber die Überalterung der Funkamateure und die sinkende Zahl der Mitglieder erfordern ein neues Denken und eine neue Zielrichtung für den DARC. Klar, wir sollten uns auf Nachwuchs- und neue Mitgliedergewinnung fokussieren und die jetzigen Mitglieder gut betreuen um sie zu halten. Wir können aber nicht davon ausgehen, dass das ausreichend sein wird die Mitgliederzahl stabil zu halten und den jetzigen DARC-Service zu leisten.

In meinem Heimatland U.S.A. kommen jedes Jahr 30.000 neue Funkamateure zu diesem Hobby. Das ist ein Zeichen, dass unser Hobby zukunftsträchtig und attraktiv ist. Leider gibt es einige große Unterschiede zwischen den beiden Ländern und nicht alles ist 1:1 umsetzbar, aber wir können sicherlich etwas lernen und übernehmen.

Außerdem hat sich der Amateurfunk auch sehr weiterentwickelt. Er umfasst nicht nur ein Hobby sondern eine Vielzahl von Hobbys mit verschiedenen Interessen. Viele Mitglieder und ehemalige Mitglieder fühlen sich nicht von ihrem lokalen OV angesprochen und möchten lieber unabhängig sein oder mit Funkamateuren zusammenkommen, welche die gleichen Interessen haben.

Die ‚Konkurrenz’ und andere Probleme haben sich auch weiterentwickelt. Handys, Internet mit VoIP, RFI von der Nachbarin (wo sind die guten alten Tage als wir die Nachbarin gestört haben?) und andere Herausforderungen bedeuten eine notwendige Anpassung des DARCs und des Amateurfunks allgemein in Deutschland.

Auf der November Mitgliederversammlung ist einiges in Bewegung gekommen. Die Differenzen waren sehr deutlich, stark verschiedene Meinungen existieren. Jürgens Rücktritt war auch ein Resultat  der Unklarheit der Zukunft des DARC. Deshalb hat der Amateurrat sich entschlossen eine informelle, interne Sitzung in Februar abzuhalten, in der diese Zukunft diskutiert wird und  weitere Vorgehensweisen definiert werden können. Die Projektgruppe Mitgliederpflege und –gewinnung wurde beauftragt Inputs zu sammeln und eine Empfehlung zu erarbeiten. Es werden auch weitere Vorschläge innerhalb des Amateurrats präsentiert der Projektgruppe aber nicht zu Kenntnis gegeben!

Seit November wurde viele Inputs von Mitgliedern gesammelt und dargestellt. Wir haben zwei offene Diskussionen über Telkos für Mitglieder durchgeführt. Inputs sind aus dem Amateurrat und Vorstand gekommen. Unser Team hat diese Inputs zusammengefasst wie folgt:

Das Bild zeigt den "Top Level" des Mindmaps indem die Beiträge konsolidiert wurden.

Hier findest du Ebene 2 und Ebene 3.

Am Wochenende haben die Kern-Teammitglieder der Projektgruppe Mitgliederpflege und –gewinnung in Paderborn alle Inputs analysiert und unsere Empfehlungen zusammengefasst. Diese werden am kommenden Wochenende innerhalb des Vorstandes in Baunatal diskutiert und während der internen Amateurrat Sitzung am 12./13. Februar in Bielefeld präsentiert.

Lasst uns hoffen, dass es der Anfang von der Zukunft ist und nicht der Anfang von Ende. Das ist eine einmalige Gelegenheit, weil so viele Personen für Änderungen offen sind. Jetzt sollten wir die notwendigen Schritte vornehmen und nicht den bequemen Weg gehen, nämlich alles so zu lassen, wie es ist.

Wir halten Euch auf dem Laufenden! Schaut aber bitte regelmäßig auf die Webseite der Projektgruppe.

vy 73,

Mitch DJ0QN


Kontakt:  vorstandsblog(at)darc.de


20.12.2010

Der letzte Blog für dieses Jahr – mein letzter Blog als Vorstand des DARC.

Eigentlich wollte ich mich schon mit dem Blog verabschieden, in dem ich die Gründe für meinen Rücktritt erläutert hatte. Inzwischen habe ich jedoch mehr als 150 Mails von den unterschiedlichsten Personen zu diesem Blog bekommen, in denen – allerdings mit einer Ausnahme – dieser Rücktritt mit Bedauern aber auch teilweise mit Sorge im Hinblick auf die weitere Entwicklung des DARC kommentiert wurde. Dazu kamen noch die Diskussionen in den verschiedenen Foren. Wir waren uns im Vorstand deshalb einig, dass der letzte Blog für 2010 eine gute Gelegenheit ist, noch einmal auf das eine oder andere Thema einzugehen, das uns in den letzten Monaten beschäftigt hat und an dem unserer Meinung nach auch in Zukunft dringend weitergearbeitet werden muss.

Zunächst einmal können wir sicherlich feststellen, dass der vom jetzigen Vorstand nach seiner Wahl eingeführte Blog und auch das Editorial als Kommunikationsmedien des Vorstands direkt zu den Mitgliedern positiv angenommen wurden. Auch wenn ich in dem einen oder anderen Forum manchmal den Vorwurf gelesen hatte, dass im Blog eigentlich nichts Neues oder Interessantes veröffentlicht würde, gibt es sicherlich immer wieder unterschiedliche Interessenschwerpunkte, die bei der Kommunikation auch vom Vorstand beachtet werden sollten. Wir konnten auch feststellen, dass sogar sehr konservative Amateurräte den Vorstandsblog lesen, auch wenn speziell von dieser Gruppe im AR der Vorstand nur sehr selten unmittelbar zu einem Thema angesprochen wurde. So hatte es sich der DV-H nach einem Blog, in dem u. a. auch die Notwendigkeit zur Fortsetzung der Strukturdiskussion kurz angesprochen wurde, nicht nehmen lassen, den Verfasser mit deutlichen Worten darauf hinzuweisen, dass dieser Beitrag nicht im Einklang mit der gültigen Beschlusslage des Amateurrats stände. Die vom Vorstand geplante Verbesserung der Kommunikation zu den Mitgliedern durch die Übertragung der Mitgliederversammlung im Web, zu der ausschließlich Mitglieder Zugang haben sollten, scheiterte an der von einigen Amateurräten praktizierten Totalablehnung bis hin zur Androhung von juristischen Maßnahmen. Die Absicht, Transparenz bei möglichst allen interessierten Mitgliedern zu erzielen und nicht nur bei denen, die am Ort der Versammlung tatsächlich anwesend sein können, wurde von der einen oder anderen Person offenbar als Problem gesehen. In einer Zeit, in der sogar Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften im Web übertragen werden und auch Abstimmungen möglich sind, mutet es merkwürdig an, wenn wir als DARC diesen Weg nicht gehen wollen.

Ich möchte den vorhergehenden Abschnitt nicht als allgemeine Amateurratsschelte verstanden wissen. Annette, DL6SAK, hat im vorangegangenen Blog sehr deutlich darauf hingewiesen, dass wir nur gemeinsam, d.h. Amateurrat und Vorstand, zu den für die Überlebensfähigkeit des DARC unabdingbaren Veränderungen der Struktur kommen können, und ich sehe hier auch die vielen positiven Ansätze, die von zahlreichen Amateurräten in die Diskussion eingebracht werden. Die für Satzungsänderungen allerdings erforderlichen Mehrheiten in der MV bringen es aber mit sich, dass grundlegende Änderungen nur dann möglich sein werden, wenn über die Basis, d.h. die OVs, bei der Wahl der Distriktsvorsitzenden der Wille zur Veränderung zum Ausdruck gebracht wird.

Annette, DL6SAK, hat ebenfalls auf die Überlegungen des DV-F, DL3EL, derzeitiger AR-Sprecher, hingewiesen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich die Diskussion darüber nicht auf den Distrikt F beschränken würde sondern alle umfasste. Die angesprochenen Probleme und verschiedene Lösungsansätze dazu sind seit langem bekannt. Wir müssen nur endlich einmal die nötigen Schritte beginnen bzw. die bereits begonnenen rascher fortsetzen als bisher. Ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen werden, insbesondere, wenn ich die Reaktionen auf meinen Rücktritt betrachte. Der aktuelle Vorstand wird Alles in seiner Möglichkeit stehende tun, um den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, ohne dabei die Alltagsthemen aus den Augen zu verlieren. Das beginnt bei der Kooperation mit Global QSL, die jetzt den Mitgliedern, die dort ihre QSL-Karten herstellen lassen wollen, deutliche finanzielle Vorteile bietet, bei dem Versuch, den Mitgliedern eine Rechtsschutzversicherung zu bieten, die unser heute hohes Risiko von Auseinandersetzungen mit der Genehmigungsbehörde oder mit von Elektrophobie geplagten Mitmenschen zu kommen abdecken soll, und es endet letztlich bei dem Mitgliederbegehren unter Nutzung der den heutigen Kommunikationserfordernissen angemessenen technischen Hilfsmittel, um nur einige wenige der momentan verfolgten Aufgaben anzusprechen.

Ich bedanke mich nochmals bei allen Personen, die mich in meiner Arbeit unterstützt haben, entschuldige mich bei denjenigen, denen ich vielleicht in der Auseinandersetzung um die Sache eventuell etwas zu nahe gekommen bin, bitte diejenigen, die sich durch meinen Rücktritt veranlasst sahen, ihre Mitgliedschaft im DARC aufzukündigen, diesen Schritt nicht zu tun, denn wir brauchen die Unterstützung möglichst vieler Mitglieder auf unserem Weg der Veränderung, und – last but not least – bitte nochmals die Entscheidungsträger, die sich bisher den nötigen Veränderungen mit den Hinweis auf die festgezimmerten Säulen der Vergangenheit widersetzt haben, ihre Haltung zumindest zu überdenken, und zwar im Interesse unseres Verbandes und der Zukunft des Amateurfunks in DL, der eine starke und schlagkräftige Interessenvertretung heute nötiger braucht als zuvor.

Allen ein schönes Weihnachtsfest, und alles Gute für 2011!

73

Jürgen, DL8LE

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

13.12.2010

Reformen oder Revolution?

Im DARC - als gemeinsame  Plattform für die deutschen Funkamateure - finden gleichzeitig eine ganze Menge Dinge unabhängig voneinander auf den verschiedensten Ebenen statt.

Während viele ihren Schwerpunkt aufs Funken und auf technische  Herausforderungen setzen, andere die sozialen Kontakte bevorzugen, konzentrieren sich weitere auf die Klaviatur der komplexen DARC Strukturen.

Manche von uns mischen auf mehreren Ebenen mit, viele sehen jedoch ihr Schwergewicht in der Technik und wundern sich über das Vorgehen und die Kommunikation zwischen einigen Funktionsträgern.

Hier scheinen Beziehungsdilemmas zu dominieren, wobei teilweise die Buhmänner wechseln. Nachdem lange die Geschäftsstelle abwechselnd mit den Vorständen im Fokus war, hat sich nun das Augenmerk auf den Amateurrat gerichtet.

Schauen wir uns doch mal die Themen in der Mitgliederversammlung an. Statt Strukturoptimierung, Stärkung der Distrikts- und OV Arbeit, Förderung technischer Entwicklungen, Unterstützung von Ausbildung, Weiterbildung, Jugendgruppen und Öffentlichkeitsarbeit geht es zu viel um persönliche Probleme wie Fristen, Formen, Rechthaben und „Anderen eins auswischen“.

In meiner Vorstandsarbeit verwende ich viel Zeit und Energie um Kontakte zu den Distrikten aufzubauen und/oder zu stärken. Mit den aktuellen Schwerpunkten Haushalt, AJW und YLs gibt es mehr als genug Aufgaben! Es überrascht mich dabei sehr, dass kaum ein DV mit diesen Themen von selbst auf mich zukommt. An dieser Stelle herzlichen Dank an die wenigen DVs, die die Ausnahme bilden! Erstaunlicherweise höre ich von anderen DVs die Ansicht, dass der Vorstand arbeiten muss und der AR kritisiert. Wörtlich kam: „Nun warte ich seit zig Jahren darauf, dass mal ein Vorstand kommt, der die von mir empfohlene Methode umsetzt.“

Sind wir in eine Beziehungskiste reingewachsen und sollten wir nun den Mut haben unser Gesichtsfeld gewaltig zu vergrößern um da wieder raus zu kommen?

Die Antwort ist ein klares JA!

Eine verbesserte Kommunikation auf vertrauensvoller Basis ist der erste Schritt.

Und es tut sich was, viele Distriktsvorsitzende sehen die Notwendigkeit von Änderungen. Nachdem wir es in den letzten Jahrzehnten nicht gewohnt waren solche Schritte zu unternehmen, müssen wir erst einmal passende Abläufe entwickeln.

Einen ersten mutigen Schritt in diese Richtung hat Thomas Beiderwieden, DL3EL, in seiner Eigenschaft als Distriktvorsitzender von Hessen (F) unternommen und ein Diskussionspapier „Strukturdiskussion im Distrikt F“ veröffentlicht.

Parallel dazu gibt es ganz aktuell aus dem Projekt Mitgliederpflege und –-gewinnung einen Link mit vielen Informationen und der Möglichkeit mit zu diskutieren.

Wie immer in Systemen mit Änderungsstau sind viele Ansatzpunkte seit Jahren bekannt und werden bereits an den verschiedensten Stellen diskutiert. Aber sie schaffen es nicht in die Entscheidungsgremien.

Es ist nun sehr zu hoffen, dass sich hier eine reformorientierte Neuausrichtung anbahnt. Spannend bleibt die Frage, ob die heutigen Entscheidungsgewaltigen den Mut fassen ihre Macht an einen (in der weltweiten Praxis bewährten) kleinen Aufsichtsrat abzugeben und damit Kapazitäten freigeben, die nun wieder vollkommen in den eigenen Distrikt investiert werden können – oder ob Unzufriedenheit und Druck solange wachsen bis es knallt.

Wir haben die Chance Reformen zu erarbeiten und umzusetzen und sollten eine Revolution vermeiden!

Auf dass die Sektkorken erst nach den beschlossenen Reformen knallen werden!

Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches 2011!

Vy 73 Annette,  DL6SAK



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06.12.2010

Sonder DOKs

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde auf der Mitgliederversammlung in Nürnberg der Antrag 12 D genehmigt. Es handelt sich dabei um die dauernde Vergabe des Sonder-DOK "DARCVO" an die Mitglieder des DARC-Vorstandes.

Jetzt wird sich mancher fragen, warum es dafür einen Antrag an die Mitgliederversammlung geben muß. Die Antwort ist ganz einfach – weil die Vergabeordnung für Sonder-DOKs, genauso wie viele andere Dinge in unserem Club, mitbestimmungspflichtig durch die Mitgliederversammlung ist. Und in dieser Vergabeordnung steht unter anderem drin, daß die Distriktsvorsitzenden dauernd den Sonder-DOK DV, gefolgt von ihrem Dis­triktskenner zu Verfügung haben. Der Vorstand wurde damals einfach vergessen. Ein Schelm, wer böses dabei denkt :-) Dies wurde nun nachgeholt, und wir dürfen diesen DOK also in Zukunft ohne Formalismus vergeben.

Wozu aber nun das ganze ?

Wie oben geschrieben, haben auch die DVs ihren dauernden Sonder-DOK. Nun wäre es interessant zu erfahren, wie intensiv welche Sonder-DOKs der DVs genutzt werden. Ich weiß, daß einige DVs sehr aktive Funkamateure und auch Contester sind, sie wissen also was unser Hobby, den Amateurfunkdienst ausmacht. Aber leider gibt es auch einige, die wenig bis gar nicht aktiv sind. Da kursieren schon Scherze wie "Tausche 3 QSLs von König Hussein (JY1) gegen eine meines DVs", was daran ist mag jeder selbst beurteilen.

Der aktuelle Vorstand ist jedenfalls sehr oft auf den Bändern zu hören und in digitalen Betriebsarten zu lesen, auch wenn ein Großteil des Tages durch Beruf und Familie bereits vergeben ist. Dennoch haben wir alle mehr oder weniger gut ausgerüstete Funkstationen, sei es daheim oder im beruflich bedingten Auswärts-QTH. Und diese werden auch regelmäßig genutzt, wobei es keine festen Frequenzen oder Zeiten gibt, zu denen wir anzutreffen sind. Sollte großes Interesse bestehen, könnten wir dennoch versuchen eine, z.B. wöchentliche, Abendrunde ins Leben zu rufen, schreibt einfach mal Eure Meinung dazu.

Wir würden uns jedenfalls freuen, mit möglichst vielen von Euch über Funk in Kontakt zu treten. Möglichkeiten dazu gibt es viele, denn auch in Contesten sind einige Vorstandsmitglieder sehr aktiv, dort wird der Sonder-DOK allerdings nicht vergeben. Und wer den DOK des Vorstandes unbedingt noch braucht, kann ja auch mal eine kurze Mail schreiben. Aber habt bitte Verständnis dafür, daß wir keine "Vereinspolitischen Dinge" auf den Bänder diskutieren.

Für mich ist dies der letzte Blog in diesem Jahr, die anderen Vorstandsmitglieder sind bis Weihnachten aber auch noch dran. Wir machen im Jahr 2011 auf jeden Fall weiter, dann allerdings nur noch im 14-tägigen Rhythmus, außer es gibt dringenden Informationsbedarf. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine ruhige Vorweihnachtszeit und ein erfolgreiches Jahr 2011.

Steffen Schöppe, DL7ATE

Vorsitzender des DARC e. V.

 

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29.11.2010

Es geht weiter!

Zuerst herzlichen Dank all den Schreibern, die uns Mut gemacht haben mit unserer Arbeit weiter zu machen. Es ist schon ein gutes Gefühl nicht ganz allein zu sein.

Der Rücktritt von Jürgen, DL8LE, ist für den Vorstand und den DARC ein herber Rückschlag - die Gründe sind allerdings auch nachvollziehbar. Vielleicht hat dieser Rücktritt auch klar gemacht, dass es unglaublich wichtig ist, dass Vorstand und Amateurrat zusammen und nicht gegeneinander arbeiten. Wenn wir den DARC  fit für die Zukunft machen und Mitglieder dazugewinnen wollen, können wir das nur, indem wir zusammen an einen Strang ziehen und zwar zusammen NUR  in eine Richtung!

Dass sich etwas ändern muss, ist ja fast jedem Mitglied klar, wie ich aber schon so oft (manchmal schon „gebetsmühlenartig“) geschrieben habe, benötigen wir alle Mitglieder bei dieser Aufgabe. Wer ist bereit Aufgaben zu übernehmen, wer hat den Mut und auch die Kraft sich gegen Althergebrachtes zu stellen und Veränderungen zu fordern und durchzusetzen?Es muss nicht der Vorstandsposten sein, die Unterstützung der Mitglieder, aus dem OV heraus, ist wichtiger denn je! Hier können Anträge gestellt werden, hier muss man Ortsverbandsübergreifendversuchen diese über die Distriktsversammlung in der Mitgliederversammlung zu stellen. Wenn es um Anträge geht, die die Zukunft des DARC und seiner Untergliederungen betrifft, werden solche Anträge auch nicht abgelehnt werden können!

Wir, der Vorstand, arbeiten mit Hochdruck an der Möglichkeit ein Mitgliederbegehren in die Satzung aufzunehmen. Diese Diskussion muss unbedingt in den Ortsverbänden stattfinden und spätestens bei der nächsten Mitgliederversammlung sollte es eine Reihe von Anträgen geben. Die Zahl der Anträge aus Ortsverbands- und Distriktsversammlungen, die auf den Mitgliederversammlungen abgestimmt werden, ist leider stark zurückgegangen!  Beispielhaft wären  da die regional unabhängige Struktur der OVs zu nennen und das in Abstimmung  mit den  Regeln  für  die Clubmeisterschaft. Dann wäre die Stärkung von Aus- und Weiterbildung in sehr vielen Spezialrichtungen aufzuführen. Zudem sollte an eine merkliche Vereinfachung der Satzung und einer Ausrichtung der DARC Struktur an die heutigen Erfordernisse gedacht werden. Da es ja im Mai 2011 eine Mitgliederversammlung geben wird,  muss mit der Formulierung von Anträgen schon jetzt begonnen werden!

Persönliche Angriffe, egal ob gegen den Vorstand oder den AR sind der falsche Weg zu Veränderungen – nur eine engagierte Mitarbeit kann etwas verändern! Und zieht Euch bitte nicht auf das Argument zurück,  dass man so was ja schon seit Jahrzehnten diskutiert  – nie aufgeben!

Bitte immer daran denken: Nur wer NICHTS macht hat verloren!

vy 73 Martin – DL 1 DCT


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22.11.2010

Nach einem Jahr intensiver Arbeit als Vorstand im DARC trete ich zum 31. Dezember 2010 von diesem Amt zurück.

Wenn im Verlauf einer Mitgliederversammlung ein Vorstand den Entschluss fasst, nicht bis zur nächsten turnusmäßigen Vorstandswahl im Herbst 2011 zu warten sondern bereits vorher zurückzutreten, dann ist das zumindest erklärungsbedürftig. Ich nutze daher diesen Blog, um nicht nur den Teilnehmern an der MV sondern allen Mitgliedern zu erläutern, warum ich mich am 20. November in Nürnberg so entschieden habe.

Die Diskussion über die Anträge an die Mitgliederversammlung in der Vorbesprechung der Arbeitsgruppen, aber auch in der Mitgliederversammlung selbst, insbesondere aber die Diskussionen in der internen Sitzung des Amateurrats, haben mich sehr nachdenklich gemacht. Über Inhalte der internen Sitzung wurden die nicht teilnahmeberechtigten Vorstandsmitglieder von verschiedenen Teilnehmern informiert. Es zeigte sich sehr deutlich, dass einige Distriktsvorsitzende  weniger die von der Satzung ursprünglich angedachte Kooperation des Amateurrates mit dem Vorstand im Interesse des Gesamtverbandes als primäre Aufgabe sehen, sondern vielmehr einen Gegenpol zum Vorstand darstellen wollen. Einige Personen sprechen in diesem Zusammenhang von „Macht abgeben“ und versuchen ein Feindbild aufzubauen, um Veränderungen in der Clubstruktur möglichst zu verhindern und schrecken dabei auch vor persönlicher Diffamierung nicht zurück. Das ist in meinen Augen sehr problematisch und auch nicht dadurch zu entschuldigen, dass auch dieser Personenkreis sicherlich nicht das Ziel hat, dem Club zu schaden.

Wenn jedoch vom Amateurrat auf seiner internen Sitzung dann beschlossen wird eine Strategiediskussion zu führen, so ist das zunächst einmal sehr positiv zu sehen. Dass diese Diskussion aber ohne den Vorstand geführt werden soll, erinnert mich sehr an die Situation eines Fußballteams, in dem Trainer und Manager völlig unterschiedliche Auffassungen vertreten. Solch ein Team kann nicht an der Spitze spielen, wird in der Regel verlieren oder sogar absteigen. Ich persönlich halte es für falsch, dass verschiedene AR-Mitglieder nicht mit, sondern gegen den Vorstand arbeiten. Das ist für den Club sehr schädlich.

Ich muss feststellen, dass ich mein selbst gestecktes Ziel, den DARC dahingehend zu verändern, dass er langfristig zukunftsfähig bleibt, bisher nicht erreicht habe und unter den aktuellen Rahmenbedingungen auch nicht erreichen kann. Diesen Misserfolg einzugestehen, ist sicherlich bitter. Viele Veränderungen, die wir in unserem sehr gut zusammen arbeitenden Vorstandsteam in die Wege geleitet haben, werden auch weiterhin von Bestand sein. Sie sind aber zu wenig, um eine Struktur für den DARC zu erreichen, die an die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und der politischen und technischen Rahmenbedingungen innerhalb der letzten 60 Jahre seit der Gründung des Verbands angepasst ist. Für die konservativen Mitglieder im Amateurrat ist die heutige Struktur heilig, man will bewusst keine Veränderung und torpediert auch kleine Entwicklungen hin zu einer allmählichen Öffnung oder Modernisierung der Strukturen. Man muss aber auch erkennen, dass genau diese Personen mit sehr großen Mehrheiten in ihren Distrikten gewählt wurden, d.h., dass scheinbar auch viele Mitglieder offenbar keine Veränderungen wollen, oder sind sie nur nicht ausreichend informiert? Hinzu kommt, dass sich zwei AR-Mitglieder mit ihrer Enthaltung nicht in der Lage sahen, der Entlastung des Vorstandes zuzustimmen, d.h. einen rechtlich gravierenden Akt vornahmen.

Unter all diesen Bedingungen musste ich mich zwangsläufig fragen, ob es richtig ist, die übernommene Aufgabe fortzusetzen. Betrachte ich dabei meine ganz persönliche berufliche Belastung, die in den letzten Monaten sehr deutlich zugenommen hat und die dazu führt, dass Freizeit inzwischen ein sehr kostbares Gut ist, entsteht auch die Frage, ob es richtig ist, diese wertvolle freie Zeit in letzten Endes nutzlosen Versuchen zu vertun, den DARC zu verändern oder doch besser für die persönliche Regeneration und die bisher arg vernachlässigte Familie zu nutzen.

Meine Entscheidung ist seit der MV bekannt. Ich werde zum 31.12.2010 von meinem Amt als Vorstand zurücktreten. Bis dahin werde ich meine Aufgaben an die verbliebenen Vorstandsmitglieder übertragen. Den Vertrag mit Global QSL, der unseren Mitgliedern ab Anfang 2011 einen Vorteil von ca. 20% bei der Bestellung von QSL-Karten bei Global QSL bringen wird, werde ich noch abschließen. Inwieweit ich die Novelle zur Amateurfunkverordnung noch begleite, muss noch besprochen werden. Ich möchte an dieser Stelle aber meinen Co-Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit in unserem Team danken, dem AR-Sprecher für die Versuche, die von der Satzung geforderte Kooperation zwischen AR und Vorstand umzusetzen. Ferner vielen Amateurräten für konstruktive Kritik und Zusammenarbeit, wobei das ebenfalls für viele Mitglieder gilt, die mich in vielen Mails und auch Telefonaten bei meiner Arbeit als Vorstand unterstützt haben. Und last, but not least, auch den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle, die immer auf meine berufliche Belastung Rücksicht nahmen.

Wenn mein Rücktritt nicht nur als Folge eines Scheiterns sondern als Signal verstanden würde, dass es inzwischen 12 Uhr 01 ist und nicht mehr 5 vor 12, dass sich auch der eine oder andere Amateurrat darauf besinnt, was er letzten Endes im Interesse des DARC tun soll, und dass endlich die Bereitschaft für Änderungen vorhanden ist, hätte ich ein damit verbundenes wichtiges Ziel erreicht.

73
Jürgen, DL8LE


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15.11.2010

In meinem Blog vom 22.02.2010 habe ich Details über das Projekt „Mitgliederpflege und –Gewinnung“ geschrieben. Heute möchte ich ein Update geben, wie der Stande der Dinge ist.

Wie damals beschrieben, wurde das Projekt vor ca. einem Jahr gegründet. Zusammen mit Mitglieder-Pflege-Maßnahmen aus der DARC-Geschäftstelle und dem Vorstand, wurden einige Erfolge realisiert:

  • Ein Vorstandsblog wurde eingeführt
  • Das Editorial in CQ DL wurde wieder eingeführt
  • Das Projekt ‚Mitglieder gewinnen Mitglieder’, das seit Januar in CQ DL läuft.
  • Mitgliederbefragung auf der HAM RADIO mit 658 ausgefüllten Fragebögen
    • Eine Bestandsaufnahme über die Zufriedenheit der Mitglieder
    • Eine Bewertung des jetzigen Leistungs-Portfolios 
    • Die Ermittlung gewünschter zukünftiger zusätzlicher (eventuell kostenpflichtiger) Leistungen
    • Informationen, warum Nicht-Mitglieder nicht (oder nicht mehr) im DARC Mitglied sind
    • Analyse der Resultate für mögliche Anträge für die MV im November
  • Die erste Contest University in Deutschland auf der HAM RADIO
  • Eine große Tombola fand auf der HAM RADIO statt
  • Neuer Mitglieder-Servicekatalog wurde erstellt
  • DARC hat in Twitter mehr als 200 „Followers“ (DARC_eV)
  • “Tag der Offenen Tür” am 18. September 2010 in Baunatal mit über 2.200 Besuchern

Die drei Teilprojekte habe ich im Februar detailliert. Die ersten zwei Teilprojekt-Gruppen haben ihre Ziele weitgehend erreicht, für Teilprojekt-Gruppe 3 (neue Funkamateure zu gewinnen) wurden die Ziele bisher nicht ausreichend erreicht.

Für 2011, werden für alle drei Bereiche neue Ziele definiert und insbesondere Teilprojekt-Gruppe 3 muss verstärkt werden. Wenn du Interesse hast, mitzumachen, dann bitte mit mir oder mit dem Projekt-Manager Georg Keller, DL4YDE, in Verbindung setzten.

Ein paar mehr Details über die Befragung auf der Ham Radio: Wie von Anfang an geplant, werden die Ergebnisse auf der Mitgliederversammlung im November präsentiert. Danach werden die Ergebnisse auf der DARC-Seite hochgeladen und es wird ein Artikel für den CQ DL vorbereitet.

Einiges kann ich schon vorher schreiben: die Ergebnisse waren sehr interessant und beinhalten einige Überraschungen.

Die größte Überraschung war, dass 92% der Besucher (lizenzierte Funkamateuren lebend in DL) auf der Ham Radio in Friedrichshafen bereits DARC Mitglieder sind. Entweder kommen die Nicht-Mitglieder (immerhin 40% der Funkamateure in DL) nicht nach Friedrichshafen, oder diese Funkamateure sind tatsächlich nicht aktiv. Die Wahrheit liegt bestimmt dazwischen, aber die Idee diese Funkamateure wegen Mitgliedschaft in Friedrichshafen anzusprechen ist klar überflüssig.

Auch überraschend war, wie positiv einige Leistung bewertet wurden, z.B. CQ DL, QSL-Karten Vermittlung und die OVe, alle drei wurden mit mindestens 4 aus 5 Punkten bewertet! Es ist deshalb sehr wichtig, dass diese bestehenden Leistungen als Bestandteil der Basis-Mitgliedschaft bleiben und nicht abgetrennt werden.

Zu der Mitgliederversammlung habe ich aus den Resultaten der Umfrage einen Antrag auf einer sogenannten ‚Premium-Mitgliedschaft’ gestellt. Das ist natürlich ein Arbeitstitel, weil bei der möglichen Einführung ein richtiger Namen dafür gesucht wird, z.B. Mitglied-Plus. Die Texte des Antrages sind:­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­

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Zwei wichtige Ziele für die Mitgliederpflege sollen erreicht werden:

  • Eventuelle Erhöhung der Beitragseinnahmen, um auf längere Sicht sonst notwendige zukünftige Beitragserhöhungen vermeiden zu können. 
  • Neue Möglichkeit, um treue Mitglieder, die den DARC besser unterstützen möchten, einen Zusatznutzen zu bieten.

Für diese neue Beitragsklasse soll ein „Paket“ von Zusatzleistungen definiert werden. Diese Zusatzleistungen werden aus der Ranking-Liste der Mitglieder Befragung während der HAM RADIO 2010 abgeleitet.

Die Detailplanung dazu wird sofort begonnen, nach dem diese Beitragsklasse vom Amateurrat grundsätzlich genehmigt wurde. Trotz der sehr aufwendigen Vorbereitungen wird ein Start auf der HAM RADIO 2011 zum 1. Juli 2011 angestrebt. Spätestens soll die Einführung zum 1. Januar 2012 umgesetzt sein.

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Der Antrag ist für einen Jahresbeitrag von 120 euro, oder 48 euro mehr als die Beitragsklasse 01.

Der ARRL bietet mit ihrem „Diamond Club“ so ein Mitgliedschaft seit Jahren an und hat davon einnahmen in 2009 von $239.144 bekommen. Inklusive alle ihre ‚Fonds’, hat der ARRL in 2009 eine einnahmen ohne Mitgliedsbeiträge von $946.139.

Ich erwarte nicht, dass das gleiche Programm in Deutschland umsetzbar ist, hier ist die Situation ganz anderes. Ich wurde hier nicht mal versuchen, ein Premium-Mitgliedschaft wie der Diamond Club „Basic“ für $75 extra einzuführen, wo der Mitglied einmalig einen Pin, Zertifikat und Aufkleber dafür bekommt. Unsere Mitglieder erwarten Zusatzleistungen wenn sie extra bezahlen. Das Ziel ist die Genehmigung des Amateurrats zu bekommen, um diese Zusatzleistungen zu definieren und Einzuführen.

Hoffentlich sehe ich euch auf der Mitgliederversammlung in Nürnberg!

Vy 73,
Mitch, DJ0QN


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08.11.2010

Die Bedingungen werden tatsächlich allmählich besser, der aktuellen Jahreszeit gemäß sind auch die DX-Bedingungen, die großen Conteste beleben die Bänder, und die Jagd nach den seltenen DX-Stationen könnte eigentlich so richtig Spaß machen. Spaß? Ja, aber ich habe bewußt „eigentlich“ hinzugefügt, denn so richtig schön ist es in allzu vielen Fällen eben doch nicht. Der von Randy Johnson, W6SJ,  auf der Webseite http://dx-code.org publizierte DX Code of Conduct, d.h. der Verhaltenskodex für DXer, scheint offenbar doch noch kein Allgemeingut geworden zu sein. Dazu gibt es noch diejenigen, die bewußt stören und ein Vergnügen daran finden, anderen die Freude nicht zu gönnen, die mit dem erfolgreichen DX-Kontakt immer wieder neu verbunden ist. Der letztgenannte Fall ist eher etwas für den Psychotherapeuten, vielleicht auch noch etwas für Aufsichtsbehörden, da dieses bewußte Stören auch bei einer weiten Auslegung gesetzlicher Bestimmungen nicht durch diese gedeckt wird. Der erstgenannte ist aber eher darauf zurückzuführen, dass solche Verhaltensrichtlinien von manchem Funkamateur noch nicht verinnerlicht wurden und immer wieder neu daran erinnert werden oder auch geschult werden muss.

Wäre es nicht eine gute Sache, wenn sich alle diejenigen, die gern DX machen, den DX Code of Conduct einfach einmal ausdrucken und über die Station hängen? Vielleicht nimmt der eine oder andere Leser diesen Blogbeitrag zum Anlaß, den DX Code of Conduct zumindest einmal wieder neu anzuschauen, und wenn wir es auch noch schaffen, mit der nötigen Gelassenheit darüber hinweg zu gehen, wenn es noch eine Reihe von Funkamateuren gibt, die sich unzivilisiert verhalten, dann haben wir wieder einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass Amateurfunk uns allen Freude bereitet und nicht den üblichen Alltagsstreß noch vergrößert.

Zwar nicht in den DX Code of Conduct aber generell in die Kategorie Fairneß und Fair Play gehört meiner Ansicht nach auch die Einhaltung der Contest-Regeln. Dazu gehören für mich neben der Einhaltung der Frequenzbereiche, die im jeweiligen Contest einzuhalten sind, insbesondere auch die ehrliche Einstufung in die richtige Benutzerklasse. Clusternutzung bedeutet nun einmal Unterstützung, und ob ich mit mehr als z. B. 200 W noch das Log für die bis 100 W beschränkte Low Power Klasse einreichen sollte, mag sich jeder selbst überlegen. Ob es wirklich fair ist, PAs wie auf der letzten HAM RADIO mit 4 KW Leistung oder mehr angeboten, im Contest einzusetzen und damit quasi Doping zu betreiben, ist auch eine Frage, die sich jeder selbst beantworten muss. Natürlich kann man in diesem Fall damit argumentieren, dass in vielen anderen Ländern derartige Leistungen zulässig sind und es doch eigentlich unfair ist, Teilnehmer aus DL oder anderen europäischen Ländern mit einer deutlich niedrigeren zulässigen Leistung als die genannten 4 KW schlechtere Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb zu geben. Ich möchte hier nur den Anstoß geben, über dieses Thema zu diskutieren und sich der Problematik überhaupt erst einmal bewußt zu werden.

DX und Contest gehören für mich zu den schönsten Aktivitäten des Amateurfunks, sei es auf der EU-Seite im Pile Up, sei es auf der anderen, sei es als Teilnehmer in Zone 14 oder in Zone 40 im CQWW, oder sei es das QSO mit 10 W oder weniger in einer digitalen Betriebsart wie Olivia oder JT65 von DL nach Alaska oder Kalifornien, nach Japan oder Kamtschatka, um nur einige Beispiele zu nennen. Wenn es uns gelingen könnte, hier oder da den Spaßfaktor durch die Beachtung einfacher Grundregeln allmählich noch etwas zu vergrößern, hätten wir uns allen sicherlich einen guten Gefallen getan.

In diesem Sinne: best DX!

73
Jürgen, DL8LE


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25.10.2010

Amateurfunk Wikipedia

Im Rahmen von Weiterbildungsaktivitäten haben wir in den letzten Wochen aufbauend auf der Erfahrung von mehreren Einzelgruppen im DARC das Amateurfunk Wiki eingerichtet!
Unter www.darc.de/einsteiger oder wiki.darc.de  oder wiki.adacom.org
gibt es den direkten Zugang zu einer Plattform, die sich – wie beim weltweiten Wikipedia gewohnt – als freies Online-Nachschlagewerk versteht.
Jeder kann hier sein Wissen beitragen, das heißt die Artikel können in kollektiver Autorengemeinschaft erstellt werden.

Seit Anfang August sind über 310 Artikel entstanden und es werden täglich mehr!

Welche Amateurfunk Wiki Aktivitäten sind hier eingeflossen?
Stellvertretend für viele Gruppen sei der Ortsverband Werl O49 erwähnt, in dem bereits seit Jahren ein Team unter Leitung von Karlheinz Krause DL4DBY ein Ausbildungswiki mit Beiträgen füllt.

Zudem hatte im April dieses Jahres der ADACOM e.V., Fachverband für Datenfunk, auf der  Mitgliederversammlung in Darmstadt beschlossen eine Wiki-Plattform für HAMNET und andere Projekte aufzubauen.

Begeistert von der Idee ein DARC weites Amateurfunk Wiki einzurichten, freuten wir uns über die Bereitschaft der ADACOM auf deren Plattform ein erstes DARC-ADACOM-Wiki zu bilden in das bald – binnen 24 Stunden – auch das Ausbildungswiki des OV O49 einzog.

Die Kategorien umfassen zurzeit ein Themenspektrum von Antennen und ATV über Gerätekunde sowie Gesetze und Verordnungen bis zu Weltraum und Satelliten sowie Wissenschaft.

Wir laden alle Interessierte herzlich ein unser Amateurfunk Wiki häufig zu besuchen und gerne auch als Autor mitzuwirken.

Vy 73 Annette, DL6SAK


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19.10.2010

Die Satzung des DARC e.V.

Das höchste Entscheidungsgremium in unserem Club ist der Amateurrat. Er vertritt die Interessen der Mitglieder in der jährlich 1 – 2 mal stattfindenden Mitgliederversammlung, so sieht es unserer Satzung vor. Die Satzung stellt somit gewissermaßen die Basis für das "Zusammenleben und –arbeiten" im Club dar. In jedem Verein ist sie das höchste Gut, das den Willen aller Mitglieder abbilden soll.

Gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) muß jeder Verein eine Satzung haben, für Gemeinnützige Vereine gibt es sogar in der Anlage 1 zum §60 der Abgabenordnung (AO) eine Mustersatzung. Diese umfasst genau 5 Paragraphen, mit denen alles geregelt werden soll. Klar daß der Club mit so wenigen Paragraphen nicht auskommen kann, deshalb stellt der Gesetzgeber es den Vereinen frei, weitere Bestimmungen und Regelungen in die Satzung oder in eine Geschäftsordnung aufzunehmen.

Wer sich nun unsere Satzung ansieht wird schnell feststellen, daß sie um ein Vielfaches größer und umfangreicher ist als die Mustersatzung. Im "blaue Heft" sind als Anhang zur Satzung noch insgesamt 6 Kapitel aufgeführt, von der Geschäftsordnung über die Haushalts- und Finanzordnung bis hin zur Datenschutzordnung.

Als vor 60 Jahren die "Väter des DARC e.V." eine Satzung entworfen haben, konnte niemand ahnen welches Ausmaß diese mal annehmen würde. Teilweise durch externe Einflüsse (wie z.B.) Gesetzesänderungen notwendige Änderungen und Erweiterungen wurden eingearbeitet. Aber oft war es einfach nur ein "Problem" im Club, in der Zusammenarbeit der Strukturen, die Änderungen und Erweiterungen notwendig machte.

So ist es kein Wunder, daß bei den vielen Änderungen in den letzten Jahren an einzelnen Stellen der Überblick teilweise verloren ging und Querverweise zwischen Satzung und Geschäftsordnung und anderen Anhängen nicht mehr übereinstimmten.

Zur Mitgliederversammlung im November 2010 in Nürnberg liegt nun ein Antrag vor, unsere Satzung komplett zu überarbeiten, von altem Ballast zu befreien und soweit noch nicht erfolgt den heutigen Erfordernissen anzupassen.

Keine leichte Aufgabe, gewiß nicht. Aber irgendwann muß begonnen werden, denn jeder verlorene Tag ist eine verpasste Chance zur Änderung. Auch läßt sich eine solche "neue Satzung" nicht in vier Wochen aus dem Boden stampfen, viele Randbedingungen müssen beachtet werden und letztendlich muß das Registergericht der Satzung seinen Segen geben.

Hoffen wir, daß sich ein Kreis aus der Mitgliederversammlung zusammenfindet, der seine Erfahrungen aus dem DARC genauso einbringen wie Erfahrungen aus anderen Verbänden und Vereinen, damit einer schlanken DARC-Satzung nichts im Wege steht.

'73 de Steffen Schöppe, DL7ATE


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11.10.2010

Der Amateurfunk ist im Umbruch. Die Ham Radio spiegelte auch dies wider.

SDR ist ein Zukunftsthema, Bausätze mit Mikrocontrollern und per Software zu bedienen sind auf dem Vormarsch und ernten große Resonanz. Die meisten Antennenanalyser werden heute mit Microcontrollern gebaut und per Software bedient. Auf dem ursprünglichen  Gerätemarkt gibt es neue Modelle, doch bieten sie keine wesentlichen Innovationen.

Und was macht der Funkamateur? Unterschiedliche Interessengruppen bilden sich. Einige treten auf der Stelle und erzählen von den guten alten Zeiten, andere resignieren an sich selbst, andere gestalten aktiv mit und sehen die vielfältigen Chancen. Zum Chancen ergreifen gehört sich zu bewegen, Neues zu lernen.

Im eigenen OV ist der Wandel zu beobachten, von Jahr zu Jahr helfen weniger, z.B. beim Ferienspaß oder Contest – Auf- und Abbau oder beim Putzen der  OV – Räume. Der QSL-Versand hat, trotz rückläufiger Mitgliederzahl im DARC erheblich zugenommen – auch in eigenen OV.

Der DARC – Stand auf der Messe war groß, jedoch genauso schlecht von den Besuchern frequentiert wie Stände von AATiS, AGZ oder Funken-Lernen. Gleiches traf für die anderen Verbände zu. Verkümmern Interessengruppen zur Mitgliederverwaltung? Lediglich bei der DL-QRP-AG tobte das Leben. Interessant, wo doch Technik auch in vielen OVen nicht oben an steht.

Equipment von HAMs für HAMs steht hoch im Kurs. Vieles spricht dafür, dass der Amateurfunk wieder technischer und vernetzter wird – zumindest bei den Aktiven. Das Beherrschen und der Aufbau des neuen Equipments und eine gute Zukunftsperspektive verlangen dies.

Erkennt hier jemand Parallelen zu früher? Wer QRV sein wollte, der musste bauen und Ahnung von dem haben, was er tut, um sein Ziel zu erreichen. Das gilt auch heute. Wir müssen uns bewegen – oder haben wir keine Bedürfnisse mehr? Ein OV – Mitglied hat einmal einen sehr prägnanten Satz gesagt: „Es liegt an dir aktiv zu sein, wir helfen, Deine Idee ans Ziel zu bringen! Der DARC lebt erst durch die OVe und die OVe durch Dich“!

vy 73 Martin – DL 1 DCT

 

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04.10.2010

Vor 30 Jahren und mehr war die digitale Betriebsart RTTY ein exotischer Mode, der nur von wenigen Interessierten betrieben wurde. Die lauten Fernschreiber erforderten zum einen Platz, zum anderen waren sie laut und die Mechanik erforderte auch eine vernünftige Wartung, die nicht jedermanns Sache war. Heute hingegen wird RTTY immer populärer, und wer am letzten Wochenende den CQ WW RTTY verfolgte, konnte selbst sehen, wie viele Stationen inzwischen in RTTY qrv sind und am Contest teilnehmen. Mit verantwortlich für die große Zahl der Anwender ist die Verfügbarkeit sehr leistungsfähiger Soundkartenprogramme, die es heute sehr einfach machen, RTTY zu beginnen, und es ist noch nicht einmal ein zusätzliches Interface für FSK erforderlich, AFSK tut es auch, praktisch genau so gut. Umso überraschender ist es dann festzustellen, dass es dann zwar – inzwischen sogar sehr viele – Stationen gibt, die in PSK31 qrv sind, dass andere leistungsfähige digitale Betriebsarten jedoch nach wie vor ein ziemlich kümmerliches Dasein fristen und trotz der schlechten Performance von RTTY im Vergleich zu anderen Modi im Hinblick auf Durchsatz und Decodierung von kaum einer großen DXpedition verwendet werden bzw. nicht angenommen werden. Das hängt natürlich auf der einen Seite mit der konservativen Einstellung mancher Funkamateure zusammen, die nur wenig vom Amateurfunk als technisch experimenteller Funkdienst halten sondern eher das bequeme Bekannte einsetzen, von dem man weiss, dass es funktioniert. Auf der anderen Seite ist es jedoch schlichte Unkenntnis, die uns in der täglichen Praxis auf einem Stand verharren lässt, der vor 20 Jahren vielleicht halbwegs zeitgemäß war. Für mich verblüffend ist in diesem Zusammenhang der Erfolg, den CW-Skimmer heute hat, wobei leistungsfähig Freeware-Programme, die ein Broadband Decoding von PSK erlauben, kaum bekannt sind, in der Regel nur von wenigen Spezialisten verwendet wurden bzw. werden.

Mit diesem Blog möchte ich einmal die Aufmerksamkeit auf die digitalen Betriebsarten lenken und dazu auffordern, einmal eines der zahlreichen guten Freeware-Programme wie Multipsk, FLDIGI, DM780 etc. zu installieren und selbst einmal zu sehen, wieviel man heute auch mit kleiner Leistung erreichen kann. Und probiert man einmal JT65-HF aus, dann kann man erkennen, wie alltäglich DX mit Leistungen von 10 W oder wenig mehr wird. Auf der Reverse Beacon Webseite von W4CQZ, um nur ein Beispiel zu nennen, kann man erkennen, wie gut das eigene JT65-Signal von den anderen Zuhörern auf der Frequenz aufgenommen wird, und man sieht auch sofort, ob ein CQ-Ruf überhaupt Erfolg haben kann oder nicht. Es gibt natürlich viele, die sofort sagen, dass es wohl kaum ein „richtiges QSO“ ist, wenn nur ein sehr eingeschränktes Datenvolumen übertragen werden kann, aber wenn ich daran denke, wie glücklich man häufig auf 160m ist, wenn man das Call der DX-Station, das eigene Call und den Rapport sowie das cfm oder rr gerade noch mitbekommen hat, dann sehe ich im Vergleich dazu in JT65 nachgerade eine sehr komfortable Betriebsart, mit der deutlich mehr Informationen übertragen werden können.

Also: bitte einfach einmal probieren, und wenn Fragen nicht beantwortet werden können, dann helfe ich auch gern selbst dem einen oder anderen Newcomer in Digi-Modes.

Vy 73
Jürgen, DL8LE

 

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23.09.2010

Unsere Eindrücke vom "Tag der offenen Tür"

Der 5. "Tag der offenen Tür" in Baunatal war eine gute Gelegenheit, mit Mitgliedern und Funktionsträgern in konstruktive, aber auch kritische Gespräche zu kommen. Auch der Gedankenaustausch mit Herrn Martin vom Bundeswirtschaftsministerium und Herrn Schaub als Bürgermeister der Stadt Baunatal war wichtig.

Mein persönlicher Eindruck war, dass die Veranstalter nicht nur einen tollen Draht zu Petrus haben, sondern dass sie mit viel Liebe zum Detail eine Veranstaltung präsentierten, die meiner Meinung nach alle Besucher erfreut hat.

Bereits auf dem Heimweg in der Bahn habe ich die erste Dankes-Mail eines Besuchers erhalten, die gleich an die Ausrichter weitergeleitet wurde. Ich danke von hier aus noch mal allen Helfern aus den umliegenden Distrikten und Ortsverbänden. Diese haben unter anderem das Ausbildungszentrum renoviert, den AFZ-Turm auf Vordermann gebracht oder als einer der vielen kleinen unsichtbaren, aber wichtigen Helfer fungiert.

Es gab gewiss neben dem persönlichen Highlight für jeden Besucher auch eventuell Punkte, die nicht zufriedenstellend waren. Scheuen sie sich bitte nicht offen darüber mit den Veranstaltern aus der Geschäftsstelle oder mit uns zu reden. Nur wenn wir wissen wo es noch hakt, können wir besser werden. Denn das nächste Jubiläum mit "40 Jahre Amateurfunkzentrum" in 2012 steht schon fast vor der Tür.

'73 de Steffen, DL7ATE, www.dl7ate.de

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Ein "Tag der offenen Tür" in Verbindung mit der Feier des 60. Geburtstag des DARC e.V. war für mich schon etwas Besonderes. Es war interessant zu sehen, wie viele Besucher sich nicht nur an der Clubstation drängten oder in der QSL-Vermittlung, sondern wie viele auch an den Schautafeln mit Informationen aus der 60jährigen Geschichte des Vereins interessiert waren. Die räumliche Nähe zwischen historischer Darstellung auf der einen und der Präsentation modernster Technik durch das VUS-Referat auf der anderen Seite verdeutlichte in diesem Zusammenhang noch einmal sehr klar, wie sich die Technik in den letzten Jahren weiter entwickelt hat, mit der wir uns als Funkamateure auseinandersetzen. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass es zahlreiche Besucher gab, die sich erst aufgrund dieser Darstellung dieses Sachverhaltes richtig bewusst wurden. Das lässt mich hoffen, dass viele unserer Mitglieder selbstbewusster als vorher die technischen Aspekte des Amateurfunks herausstellen werden.

73
Jürgen, DL8LE

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Es hat so viel Freude gemacht zu sehen wie viele Mitglieder aus dem Ehrenamt sich am Gelingen dieser Veranstaltung sehr aktiv beteiligt haben. Hier gilt es einen ganz herzlichen Dank an alle Helfer auszusprechen. Ohne diese Hilfe wäre ein so reibungsloser Ablauf der Veranstaltung nicht möglich gewesen. Selbst am Sonntag, beim Abbau des großen Festzeltes, waren noch DARC – Mitglieder zu sehen die kräftig mit zugepackt hatten. Selbstverständlich waren auch die Mitarbeiter des Vereins und des Verlages sehr stark eingebunden, auch in kräfteraubende Arbeiten. Allen, die hier zum guten Gelingen dieser Veranstaltung  beigetragen haben, unsern herzlichsten Dank.

73,
Martin, DL1DCT

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Gleich im Eingangsbereich der Geschäftsstelle konnte man in die YL-Ecke schauen. YL Beauftragte aus Niedersachsen, Hessen und Oberbayern und ihre Sprecherin Felicitias DL9XBB aus Hamburg waren speziell angereist (vielen Dank!) um aktive YLs zu begrüßen, Raum für Gespräche zu bieten, Erfahren auszutauschen. So ist derzeit ein neues Deutschland weites YL Diplom im Gespräch, zudem stehen in diesem Jahr noch mehrere weltweite YL-Konteste an.

Ein Schritt zum Amateurfunk kann eine Bastelaktion in einer Jugendgruppe sein. In den neu eingeweihten Amateurfunkräumen für OVe im Amateurfunkzentrum zeigte Werner Vollmer, DF8XO, mit seinen Helfern (vielen Dank!) wie Kids Spaß und Erfolg mit Technik haben können.

In vielen Distrikten und Ortsverbänden werden gerne im Rahmen von Ferienpassaktionen oder besonderen Veranstaltungen wie „Tag der Vereine“ spezielle Einstiegsbastelprojekte für Jugendliche angeboten. Um die meist schnell geweckte Begeisterung an Technik fortzuführen wäre es ideal nach solchen Einzelaktionen Folgeangebote wie wöchentliche Jugendgruppen oder gar Ausbildungslehrgänge für die heutigen Lizenzklassen E und A bieten zu können. Ausbildung sollte von uns allen stets unterstützt werden!

Nach bestandener Prüfung gehen natürlich die technische Neugier und das Interesse in alle Richtungen weiter. Auch gestandene OM und YLs finden immer wieder neue Interessengebiete in unserem breit angelegten Hobby. Denken wir an SDR, Hamnet oder die neuen äußerst schmalbandigen Digitalmodes! Hier setzt das auszuweitende Angebot an Weiterbildung an, das es ebenfalls ausdrücklich zu betonen gilt.

Diese Beispiele - Jugendarbeit, Ausbildung und Weiterbildung - sind Schwerpunkte, denen wir neben anderen Themen unsere verstärkte Aufmerksamkeit und unsere Energie widmen sollten!

73,
Annette, DL6SAK

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Das war auch mein erster "Tag der offenen Tür". Mein Eindruck war sehr positiv: die motivierten Mitarbeiter von der Geschäftsstelle und vom Verlag, das Engagement des Ehrenamtes und der Helfer sowie die über 2.000 Besucher, die mit Begeisterung alles angeschaut haben.

Meine persönlichen Highlights waren die Möglichkeiten, viele Mitglieder zu treffen und über viele Sachen zu diskutieren.

Wie ich in meinem letzten Blog angekündigt habe, haben wir ein Treffen von Mitgliedern, die für die Öffentlichkeitsarbeit in ihrem Distrikt zuständig sind, zusammengebracht. Es wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu gründen, um ein Öffentlichkeits-Konzept zu erstellen. Wir werden ähnlich verfahren, wie wir das in der Notfunk-Arbeitsgruppe gemacht haben, um ein neues Konzept in den nächsten Monaten zu erstellen.

Das Ziel ist Rollen und Aufgaben im Bereich Öffentlichkeitsarbeit klar zu beschreiben und unseren Gesamtfokus sowie Maßnahmen für den DARC zu definieren. Wir sind hier erst im Anfangsstadium, das Team wird gerade gebildet und das Projekt ist in der Definitionsphase. Wir werden berichten, wenn konkrete Pläne vorhanden sind.

VY 73,
Mitch, DJØQN


Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

13.09.2010

In meinem Blog von 31.05.2010, habe ich über das Thema „Der Fieldday als Motor für die Öffentlichkeitsarbeit“ geschrieben. Ich habe euch gebeten, eure OV Familien-Fielddays oder IARU Fieldday(s) als Basis für Pressemitteilungen an die lokale Presse oder Einladungen an den Bürgermeister zu senden.

Als Messinstrument, habe ich Google, YouTube und sonstige Inputs genommen. Das Resultat war leider sehr ernüchternd…..so gut wie nichts! In YouTube ist gar nichts Neues aus Deutschland zu finden, aber die Zahl der amerikanischen Einträge ist um 200 gestiegen. Vor einer Woche war hier ein SSB Fieldday, vielleicht kommt noch was?

Ich möchte glauben, dass die deutschen Funkamateure an der Öffentlichkeitsarbeit interessiert sind. Obwohl viele sich beschweren, dass wir zu wenig neue Funkamateure in Deutschland bekommen, wird noch viel zu wenig gemacht, um das zu ändern.

Öffentlichkeitsarbeit dreht sich nicht nur darum neue Funkamateure zu gewinnen. Es bringt auch mehr Bekanntheit und Akzeptanz bei den Behörden oder auch bei den Nachbarn wegen unserer Antennen.

Das ist auch noch ein Grund, warum ein neues Notfunk-Konzept notwendig war. Weltweit finden immer mehr Naturkatastrophen statt. Ein deutsches Konzept darf deshalb nicht nur auf Deutschland begrenzt sein. In der Tat, wird das Interesse der Presse weltweit auf die Funkamateure gelenkt, wenn die Funkamateure bei der Kommunikation bei einer Katastrophe unterstützen. Sogar bei dem Haiti Erdbeben wurden deutsche Funkamateure im Fernsehen interviewt. Wir sollten uns immer dieser Presse-Nebeneffekte bewusst sein, obwohl ganz klar die Hilfe bei der Bewältigung der Katastrophe im Vordergrund steht. Und das bringt mich zurück zum Thema Fieldday, der eigentlich als Katastrophen-Übung konzipiert ist und weniger als Contest. Genau das ist der Ansatz, den ihr bei der Presse und bei Politikern klar machen solltet!

In den U.S.A ist Öffentlichkeitsarbeit extrem wichtig für Amateurfunk und auch ein Grund, warum es so eine hohe Wachstumsrate gibt (über 30.000 neue Lizenzen im Jahr), sowie Bekanntheit in der Öffentlichkeit. Fast jeder Club in den Staaten hat jemand als „Public Information Officer (PIO)“ definiert, dessen Job ist es, die lokale Presse und die Politik immer zu informieren. Und das funktioniert! Jedes Jahr in Dayton findet ein Training von  ARRL für neue PIOs statt und es kommen über 200 Leute hin!

Was müssen wir in Deutschland besser machen? Das kann ich leider nicht alleine lösen, weil das eine deutschlandweite Zusammenarbeit bedeutet. Steffi Heine in der DARC Geschäftsstelle ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, aber sie kann diese Arbeit auch nicht alleine machen. Nur im OV und auf der Distrikt Ebene wird das effektiv umgesetzt. Deshalb sind eure Ideen und Unterstützung notwendig!

Eine Gruppe interessierter Funkamateure trifft sich am Samstag im Baunatal auf dem Tag der Offenen Tür, um genau über dieses Thema zu diskutieren. Alle sind willkommen, die Zeit und Interesse haben. Einige Ideen sind schon eingeflossen, z.B. von Bernd, DL3SSB, und Ludwig, DH8SL. Lasst uns gemeinsam Maßnahmen definieren. Eine einfache Lösung wird es leider nicht geben, weil das eine Menge Arbeit und Zeit kosten wird. Aber anfangen müssen wir jetzt! Wir brauchen eure Unterstützung!

VY 73,
Mitch, DJ0QN

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

06.09.2010

Ausbildung ist der Zugang zu unserem faszinierenden Hobby!

In vielen Regionen Deutschlands ist die Urlaubszeit zu Ende und meist erholt beginnt wieder das rege Geschäfts- und damit auch das Leben im Ortsverband.

Und in vielen Distrikten sind engagierte YLs und OM dabei neue Lehrgänge anzubieten um auf die Prüfungen für die Lizenzklassen E und A sowie für CW vorzubereiten. Ausbilder treffen sich, erarbeiten Unterrichtspläne, klären organisatorische Fragen zu Raum, Kosten, Terminen, Informationsflüsse, Fahrgemeinschaften und zur Werbung.

Häufig höre ich, dass Ausbilder bereitstehen, dass das Organisatorische geklärt ist  - aber zu wenige Teilnehmer an den angebotenen Kursen Interesse zeigen. Die meisten YLs und OM, die mit mir über Ausbildung zum Funkamateur sprechen, gehen von ihrem eigenen Zugang zu unserem Hobby aus. Hier fallen die klassischen Stichworte wie Basteln von Detektorradios, begeisterte Zeit als SWL, praktisches Reinarbeiten in die elektrischen und elektronischen Zusammenhänge. Darauf folgen Bemerkungen, wie die Jugend habe heute kein Interesse mehr am Funken, säße nur noch vor dem Computer und lege das Handy nicht mehr aus der Hand.

Werfen wir einen Blick auf Veranstaltungen mit höheren Teilnehmerzahlen. Welche Altersgruppen, welche Zielgruppen werden hier angesprochen? In Mittelhessen haben wir die Situation, dass die Ausbildungsgemeinschaft aus den Ortsverbänden Gießen (F07), Marburg (F15), Wetzlar (F19) und Dillkreis (F26) in den beiden letzten Jahren Ausbildungskurse mit steigenden Teilnehmerzahlen anbieten und durchführen konnte. Im März 2009 gratulierten wir 9 und im März 2010 17 frisch gebackenen Funkamateuren zu ihren neu erworbenen Amateurfunklizenzen. Unsere Teilnehmer waren zwischen 12 und über 60 Jahre, für die Klasse A verzeichneten wir ein Durchschnittsalter von ca. 50 und für die Klasse E zwischen 35 und 40 Jahren. Wir treffen weniger auf Schüler und Auszubildende dafür zunehmend auf jüngere und ältere Berufstätige sowie Rentner mit Interesse an der Amateurfunk Ausbildung. Die heutigen Schüler sind mit einer hohen Unterrichtszeit und langen Fahrten und anspruchsvollen Hausaufgaben ausgelastet. Wer kennt nicht einen G8 Gymnasiasten, der oder die durch dieses ehrgeizige Schulprogramm kaum noch Zeit für Hobbys hat? Dafür reagieren häufiger Berufstätige, die schon etwas erreicht haben und sich weiter entwickeln oder fordern möchten, auf unsere Kursankündigungen.

Welche Werbemethoden für Lehrgänge sind erfolgreich? Wir haben unsere Teilnehmer befragt und herausgefunden, dass viele bereits im März auf dem Giessener Amateurfunktreffen mit Flohmarkt auf uns aufmerksam wurden. Der Großteil allerdings wurde direkt von OM und YLs angesprochen, die ihnen unseren Ausbildungsflyer in die Hand gedrückt haben. Ein weiterer Teil informierte sich über die Webseiten (teils über www.darc.de, teils über die Distriktsseite und teils über die Webseiten der Ortsverbände). Selbstredend, dass wir auch Artikel in der hiesigen vielfältigen Presse geschaltet hatten.

Durch die heutigen Lizenzklasse E und A mit über 800 Prüfungsfragen für die Einsteigerklasse und über 1000 Prüfungsfragen für die Klasse A benötigten die Kurse weit mehr Zeit als für die früheren Lizenzklassen. Es haben sich nicht nur die Themen wie mit EMV und Digimodes erweitert sondern es müssen heute knapp 60 Landeskenner (Hand aufs Herz: wie lautet der Landeskenner von Sri Lanka?) und jede Menge Details aus den IARU-Bandplänen (z.B. ISM-Frequenzbereich auf 70 cm?) beherrscht werden. Und man sollte auch einen Blick auf die weiteren knapp 450 Prüfungsfragen für Betriebstechnik und Vorschriften werfen. Es war noch nie so schwer wie heute die Amateurfunklizenz zu erlangen!

An dieser Stelle unterstreiche ich noch mal, dass wir unbedingt eine – mit Bedacht gestaltete - Einsteigerklasse brauchen. Nicht nur aus dem internationalen Blickwinkel betrachtet  - in der IARU entwickelt sich zurzeit zunehmend die dreiteilige Lizenzstruktur - sondern auch aus dem Aspekt einen zunehmend wieder interessanteren und machbareren Zugang zur Technik für alle anzubieten. Technik macht Spaß, spielt eine sehr große Rolle in unserem Leben und sollte viel stärker vermittelt werden!

DARC weit gibt es die unterschiedlichsten Ausbildungskonzepte. Ich bin davon überzeugt, dass jedes seine Berechtigung hat, denn jede Region, jeder Teilnehmer, jeder Ausbilder ist individuell. Zudem finden wir eine Vielfalt an Aktivitäten mit Jugendlichen  und unterschiedliche Angebote zur Weiterbildung. Hier ist eine klare Nachfrage nach einer Stärkung der Distriktsreferate und des DARC Stabs für Ausbildung, Jugend und Weiterbildung (AJW) zu verzeichnen. Mit dem zunehmenden Einsatz des Projektfonds haben wir eine weitere Chance Ziel gerichtet zu unterstützen. Lassen Sie uns und lasst uns gemeinsam die Aufgaben angehen und Schritt für Schritt passende Änderungen erarbeiten.

Vy 73 Annette, DL6SAK


Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

30.08.2010

Pauschale Erstattungen für Mitglieder

Der DARC e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der auf dieser Basis gewisse steuerliche Vorteile genießt. Die Voraussetzungen dafür sind im §52 Absatz 2.4 der Abgabenordnung festgelegt, in dem der Amateurfunk namentlich genannt wird.

Diesen Vorteil zu nutzen heißt aber auch, sich an die rechtlichen Rahmenbedingungen zu halten, die uns durch viele staatliche Verordnungen auferlegt werden. Alle diese Regeln zu beachten ist nicht immer einfach. Dazu bedienen wir uns der Unterstützung durch von uns beauftragte externe anerkannte Experten (Steuerberater, Juristen), die im Zweifelsfall auch für einen Fehler haftbar zu machen sind.

Eines der aktuellen Themen ist zum Beispiel die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale. Der DARC e.V. will und kann aus seinen begrenzten Mitteln keine solche Pauschalen zahlen, daher sollte diese Tatsache gemäß einer Anweisung des Bundesfinanzministeriums vom Oktober 2009 in unserer Satzung verankert werden.

Ein anderes Thema sind Erstattungen von Kosten, die einem Mitglied durch die Arbeit für den Club entstehen. Hier gibt es einerseits den im §670 des BGB begründeten Auslagenersatz gegen Einzelnachweis. Wenn also z.B. die Contestgruppe Koaxkabel für den nächsten Fieldday kauft, dann gibt es dafür eine Rechnung und der Ortsverband kann das Geld problemlos erstatten. Oder wenn der Distriktsvorsitzende zu einer Mitgliederversammlung fährt und aufgrund der Entfernung dort übernachten muß, wird auch die Hotelrechnung ohne Probleme erstattet, die Aufwendung ist ja wegen der Arbeit für den Club entstanden.

Anders sieht es jedoch mit Kosten aus, für die es keine zuordnenbare Einzelbelege gibt. Dazu zählen zum Beispiel Reisekosten mit dem Auto, pauschale Telefon- oder Internetkosten oder der Verpflegungsmehraufwand. Das Finanzamt erkennt aber unter bestimmten Bedingungen an, daß pauschal 30 Cent/km für Fahrten mit dem eigenen PKW erstattet werden, wenn diese z.B. beruflich bedingt sind oder wenn in unserem Falle dies so in der Satzung verankert wäre.

Hintergrund dafür ist, daß gemäß der Vorgaben für gemeinnützige Vereine die Mitglieder keinen finanziellen Vorteil aus der Arbeit für den Club erzielen dürfen. In dem oben genannten BMF-Schreiben vom 14.10.2009 heißt es "...Der Einzelnachweis der Auslagen ist nicht erforderlich, wenn pauschale Zahlungen den tatsächlichen Aufwand offensichtlich nicht übersteigen; dies gilt nicht, wenn durch die pauschalen Zahlungen auch Arbeits- oder Zeitaufwand abgedeckt werden soll..."

Und genau in dieser Formulierung liegt das rechtliche Risiko, welches zum "Totalgau" führen könnte. Wann nämlich übersteigen pauschale Zahlungen den tatsächlichen Aufwand des Mitgliedes offensichtlich?

Nehmen wir mal an, ein laut Satzung für den Club ehrenamtlich tätiges Mitglied, das im Jahr 10.000 km für den Verein mit seinem Privatwagen fährt, hat bei einem Verbrauch von  10 l/100 km und einem Spritpreis von 1,30 €/l tatsächlich Auslagen von 1.300 €. Rechnet dieses Mitglied jedoch pauschal 0,30 €/km ab, ergäbe sich eine Erstattung von 3.000 €, also mehr als das Doppelte und damit ganz offensichtlich mehr als der tatsächliche Aufwand war. Zwar ist in den 0,30 €/km auch ein Anteil für die Abnutzung des Fahrzeugs enthalten, aber genau diese Kosten sind nach den zivilrechtlichen Regelungen der §§ 27, 670 BGB von der Ersatzpflicht ausgenommen.

Genauso sieht es bei Telefonkosten aus. Die Mehrheit der Bundesbürger hat heute eine Telefon- und Internet Flatrate, daher erkennt das Finanzamt eine Pauschale für Telefon- und Internetkosten nicht mehr an.

Das Bundesfinanzministerium fordert nun eine Klarstellung in der Satzung, wenn solche pauschalen Erstattungen für die Zukunft weiter erlaubt sein sollen. Eine Übergangsfrist gilt nur für den Zeitraum, der bis zur nächsten Möglichkeit einer Satzungsänderung (also einer Mitgliederversammlung) besteht. Diese Übergangsfrist ist auf der letzten MV am 8. Mai 2010 definitiv abgelaufen. Der Vorstand hatte zwar zu dieser MV einen Antrag eingebracht, der den Mangel in unserer aktuell gültigen Satzung heilen sollte, diesen aber nach Diskussionen mit dem AR wieder zurückgezogen, weil absehbar war daß aufgrund der Formulierung keine Mehrheit zustande gekommen wäre. Die Ablehnung durch den AR hätte wiederum bedeutet, daß ein solcher Antrag frühestens nach Ablauf eines Jahres wieder hätte gestellt werden können.

So hat der Vorstand nach einer Überarbeitung des Antragstextes und der Begründung an den Amateurrat im Juni 2010 den Antrag gestellt, dies aufgrund der Eilbedürftigkeit im schriftlichen Umlaufverfahren unter Verzicht auf alle satzungsmäßigen Form- und Fristerfordernisse zu beschließen.

Nun sieht die Satzung des DARC e.V. aber  keinen Beschluß des Amateurrates vor, über Anträge auch im schriftlichen Umlaufverfahren zu entscheiden. Ein entsprechender Antrag ist auf der MV 2009 abgelehnt worden.  Daher ist gemäß §30 BGB eine 100%ige Zustimmung der Mitgliederversammlung notwendig um diesen Weg der Beschlussfassung zu nutzen. Das heißt, es muß in einem ersten Schritt die Zustimmung aller Stimmberechtigten eingeholt werden, dass ohne Berücksichtigung der in der Satzung festgelegten Formen und Fristen im schriftlichen Umlaufverfahren abgestimmt werden soll, um dann in einem zweiten Schritt über den eigentlichen Antrag zu entscheiden. Dieser Weg wurde erstmals im Dezember 2009 erfolgreich beschritten, sollte also aufgrund der Dringlichkeit auch im Juni 2010 noch mal angewandt werden.

Leider hat sich aber bei der Frage zur Zustimmung zum Verzicht auf Formen und Fristen, d.h.  zum schriftlichen Umlaufverfahren, ein Mitglied des Amateurrates enthalten, so daß keine 100% Zustimmung wie im BGB gefordert zustande kam. Damit war auch das Ergebnis der eigentlichen Abstimmung über die Satzungsänderung hinfällig, weil das Amtsgericht das rechtmäßige Zustandekommen der Mitgliederversammlung verneint hat.

Die Konsequenz aus der genannten Enthaltung- des AR-Mitglieds und der dadurch nicht erfolgten MV, ist aber nun, daß der DARC e.V. bis zu seiner nächsten Mitgliederversammlung im November 2010 in Nürnberg keine pauschalen Erstattungen mehr leisten darf. Um den gesetzlichen Anforderungen genüge zu tun und die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden, müssen wir daher pauschalen Aufwendungsersatz von Fahrt- und Reisekosten bis zur nächsten MV zurückstellen.

Wir haben neben den DV’s und den Referats- und Stabsleitern des DARC alle OVVs Mitte August über diese Tatsache informiert, wissen aber auch, daß die Erstattung von Reise-, Telefon- und Internetkosten auf OV-Ebene nur selten ein Thema ist. Viele Funktionsträger auf der OV-Ebene stellen ihr Fahrzeug für kurze Fahrten unentgeltlich zur Verfügung, sinngemäß gilt das auch für die Distrikts- und Vorstandsebene. Dafür sei an dieser Stelle ein Dank an alle Funktionsträger ausgesprochen.

Wie geht es nun weiter? Als Vorstand wollen wir selbstverständlich kein Mitglied des AR in irgendeiner Weise in seinen Rechten beschneiden, die ihm laut Satzung zustehen. Wir müssen in zeitkritischen Fällen aber handlungsfähig bleiben, und wir werden die vom Gesetzgeber vorgesehene Möglichkeit für eine Mitgliederversammlung ohne Beachtung der lt. Satzung vorgegebenen Formen und Fristen sicherlich auch künftig in Ausnahmefällen nutzen müssen. Ob sich der DARC e.V. entscheidet, trotz der Ablehnung der Abstimmung im Umlaufverfahren im Jahre 2009 einen neuen Versuch zu starten, ist davon völlig unabhängig.

Steffen Schöppe, DL7ATE
Vorsitzender des DARC e. V.

 

Kontakt:  vorstandsblog(at)darc.de

 

06.08.2010

Da sitze ich vor meiner Funkanlage, bin stolz, dass auch das neue Funkgerät sich so schnell in die vorhandene Anlage integrieren hat lassen und die ersten QSOs, auf allen Bändern, eine gute Modulation und gute Feldstärken gebracht haben. Tja, die neuen Geräte sind wohl doch nicht so ganz ohne das Lesen vom Handbuch zu bedienen, ist aber nicht so tragisch, denn ich wollte ja dieses Gerät und nach langem Suchen im Internet, in Foren usw., habe ich mich dann auch für den Kauf genau diesen Gerätes entschieden.

Während ich nun stolz auf die doch imposante Gesamtanlage in meiner Funkbude schaue, schießen mir plötzlich  ein paar interessante  Gedanken durch den Kopf: Als Funkamateur ist man doch ein wenig schneller als andere Menschen bereit, sich das Neueste an Technik zuzulegen. Da wird gelesen, geprüft und geschaut und man ist anschließend schnell bereit, sich auch der modernsten Technik zu stellen und damit umzugehen.

Warum aber geht dies nicht auch in den anderen Bereichen unseres Hobbys? Bei den Services und Dienstleistungen des Vereins höre ich oft folgende  Sätze: „Dies habe ich früher aber immer per Post bekommen!“,  „E-Mail, habe ich nicht – ist zu gefährlich, Spam und Vieren, nee, da mache ich nicht mit“, „Ich bezahle meinen Beitrag und dafür möchte ich bedient werden“! Erfahrene, ältere Funkamateure erzählen gern von „früher“ – Hamspirt war etwas Normales und man hat sich gegenseitig unterstützt. Wir sollten uns überlegen, wie wichtig es doch war, diese Dienstleistung aller im Verein organisierten Funkamateure zu haben. Heute wird sehr schnell nach Dienstleistung gerufen und selbst keine Aktivität mehr erbracht. Und dabei benötigen wir gerade in der heutigen Zeit sehr dringend und schnell Unterstützung in den Referaten und Stäben. Es soll doch weiter gehen mit diesem schönen Hobby. Vor allen Dingen in den Referaten EMV und auch Normen wird an solch wichtigen Dingen mitgearbeitet, von denen wir alle profitieren. Dabei wird oft vergessen,  dass diese Arbeit in der Freizeit der Ehrenamtlichen erledigt wird. . Insbesonder im Bereich EMV ist jetzt schon die Belastungsgrenze erreicht. Unser sehr engagierter EMV-Referent Ulfried Ueberschar, DJ6AN, beispielsweise  leistet, gemeinsam mit seinem Team im Referat, großartige  Arbeit, von der alle Funkamateure  profitieren. Ohne Hilfe stößt aber auch er an  die Grenze seiner Belastbarkeit.  Wir brauchen dieses Fachwissen unserer Aktiven  heute dringender als je zuvor, aus diesem Grund benötigen wir dringend Unterstützung aus der Mitgliedschaft. Mitglieder, die sich in diesem Bereich engagieren möchten, können gern in Kontakt mit mir treten.

Als Alternative zum Ehrenamt gibt es nur die Festanstellung eines Profis in diesem Bereich. Die Mittel dafür müssen dann von der Gemeinschaft der Mitglieder getragen werden.  Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass die Sache mit dem Geiz oft nicht schlecht ist, wenn es dann aber um Services usw. geht, steht man oft allein im Raum.

So, jetzt gehe ich wieder an mein neues Funkgerät und erfreue mich an vielen schönen QSOs,

vy73
Martin, DL1DCT


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27.07.2010

Es ist erstaunlich, dass der Versand der Bescheide für EMV- und TKG-Beiträge trotz der Meldung auf der Webseite und der Veröffentlichung in der CQ DL nach wie vor viele Mitglieder veranlasst, beim Vorstand noch einmal nachzufragen, ob nicht vielleicht doch Widerspruch gegen die Gebührenbescheide eingelegt werden oder ob der DARC nicht von sich aus gegen die Gebühren klagen solle. Dass manche dieser Mails noch mit der Drohung verbunden sind, dass man aus dem Club austreten wolle, falls der DARC anders reagieren würde als der Deutsche Aero Club, gehört für manchen Schreiber offenbar schon zum Standard. Ich will daher an dieser Stelle noch einmal etwas ausführlicher auf die Haltung des DARC-Vorstands zu diesem Thema eingehen.

Der Versand der Gebührenbescheide war bereits Anfang des Jahres von der BNetzA angekündigt worden. Der DARC hat daraufhin sowohl intern als auch zusätzlich durch einen externen Anwalt die rechtliche Situation prüfen lassen, d.h. sowohl die Frage der Rechtmäßigkeit der Bescheide generell als auch die Höhe der individuellen Beiträge.  Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass die Klage gegen den erteilten Bescheid zwar durchaus erfolgreich sein könnte, da die Ermittlung der Beiträge nicht bis ins letzte Detail nachvollziehbar ist und die spezifische Situation des jeweiligen Bescheidempfängers offenbar nicht berücksichtigt wurde. Dennoch bleiben Unwägbarkeiten hinsichtlich der möglichen Entscheidung des Gerichts, insbesondere, da das Bundesverwaltungsgericht die Erhebung der EMV-Beiträge selbst als zulässig angesehen hat. Das könnte dann u.U. zu einer Abweisung der Klage führen. Das damit verbundene Kostenrisiko für das einzelne Mitglied, das im Einzelfall in seiner Höhe erheblich über die Beiträge selbst hinausgehen kann, schätzt der Vorstand als zu hoch ein. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch noch, dass ein erfolgloser Widerspruch (d.h. Abweisung der Klage) oder das Zurückziehen eines Widerspruchs gegen den Bescheid grundsätzlich mit Kosten verbunden ist, eine Situation, die häufig nicht erkannt wird. Einen Musterprozeß wird der DARC aus den genannten Gründen nicht unterstützen.

Der Vorstand hat sich auf diese Haltung festgelegt, weil er sowohl nach der Einschätzung seiner juristischen Berater als auch aufgrund der eigenen Beurteilung der Situation die Empfehlung, keinen Widerspruch einzulegen, im Interesse seiner Mitglieder für die richtige hält. Hier geht es wie in anderen Fällen auch, beispielsweise bei der Berücksichtigung steuerrechtlicher Vorschriften, um die Berücksichtigung der Vorschläge der von uns für das jeweilige Fachgebiet bezahlten Experten, z.B. der Steuerberater oder der Juristen. Diese Personen sind von uns nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt worden, und sie sind grundsätzlich für ihre Aussagen auch verantwortlich, d.h. sie können bei Fehlern haftbar gemacht werden. Es ist auch die Verantwortung des Vorstandes, diesem Rat zu folgen, da er sonst im Zweifelsfall bei etwaigen Problemen von irgendwelchen Vereinsmitgliedern persönlich in Regress genommen werden kann.

Last, but not least: Im Zusammenhang mit der Diskussion über EMV- und TKG-Beiträge habe ich in einem Forum von einem Schreiber lesen dürfen, dass sich der DARC über Austritte von Mitgliedern nicht wundern dürfte, da Mails an den Vorstand unbeantwortet blieben. Mir ist kein derartiger Fall bekannt, in der Regel gibt es innerhalb von maximal 48 Stunden eine Antwort oder zumindest einen kurzen Zwischenbescheid,  und ich frage mich natürlich, warum jemand so etwas schreibt. Um sich wichtig zu tun? Weil er ein persönliches Lustgefühl empfindet, wenn er gegen den DARC polemisiert, auch wenn die von ihm verbreiteten Aussagen falsch sind?  Die Verbesserung der Kommunikation zwischen Vorstand und Mitgliedern war und ist ein wesentliches Ziel des im letzten Jahr gewählten und inzwischen ergänzten Vorstands, und wir sehen keinen Grund, davon abzugehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn bei aller Kritik, der sich der Vorstand jederzeit stellt, und bei allen divergierenden Meinungen, die es immer geben wird, zumindest die Wahrheit nicht auf der Strecke bleibt.

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Jürgen, DL8LE

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

19.07.2010

Habt ihr einen Notfallplan ?

Stellt Euch bitte einmal vor, daß morgen zum OV-Abend oder Fieldday ein Interessent kommt, der sich vorher vielleicht nicht einmal angemeldet hat. Was passiert dann in Eurem Ortsverband ? Habt ihr dafür einen (Notfall-) Plan ?

Ich war eine Zeitlang beruflich viel unterwegs und habe dabei regelmäßig die Gelegenheiten genutzt, OV-Abende und Fielddays in ganz DL zu besuchen. Gut, die Anfahrt ist dank Navi oder Google-Maps heute kein großes Problem mehr. Trotzdem ist es nicht immer einfach, den richtigen Eingang, den Raum oder die Wiese zu finden, sei es in einem Clubheim, einer Schule, einem Restaurant  oder dem Fielddayplatz.

Doch wie unterschiedlich fielen danach die Begrüßungen aus. Von vollkommener Ignorierung, über ein nebenbei erwähntes "Guten Abend auch an die Gäste" bis zu sehr freundlicher Aufnahme war alles dabei. Bitte, ich lege überhaupt keinen Wert darauf irgendeine Art von Sonderbehandlung zu erfahren, weil ich ein Vorstandsamt ausübe. Aber wenn ich mir vorstelle daß es so ähnlich wie mir auch anderen Interessenten am Amateurfunkdienst und am DARC gehen könnte, dann verstehe ich ein wenig, warum die Bindungskräfte nach dem ersten Kontakt recht schnell nachlassen.

Von meinem Kollegen Martin, DL1DCT weiß ich zum Beispiel, daß es in seinem OV ein festes Ritual gibt, wie mit Interessenten umgegangen wird. Da kümmern sich sofort nach dem Eintreffen der "Neuen" zwei Personen um sie, nach 20 Minuten werden diese durch andere abgelöst, und so geht es den ganzen Abend weiter. Die "Neuen" fühlen sich dadurch nie alleine aber auch nicht bedrängt. Ob die Kontaktpersonen aus dem OV dabei unbedingt der Altersklasse der Besucher entsprechen müssen sei dahingestellt. Hauptsache ist doch, daß es sie überhaupt gibt.

Es sind die vielen kleinen Dinge, die bei einem ersten Kontakt darüber entscheiden, ob ich mich hier wohlfühle oder nicht. Ist der Weg zum Treffpunkt gegebenenfalls ausgeschildert ? Wird mit den Besuchern kein Fachchinesisch geredet wie "Ich hatte gerade ein QSO mit P5SA", sondern daß ich einen Gesprächspartner in Nordkorea hatte ? Wird den Besuchern vielleicht einfach mal ein Getränk angeboten ? Liegt aktuelles Informationsmaterial über den OV und den DARC bereit, das übergeben werden kann ? Bestenfalls mit Terminkalender und kleiner Liste der Funktionäre im OV mit Telefonnummern / eMail Adressen. Und letztendlich – Das Aufzeigen der Vorteile einer Mitgliedschaft ist super, aber bitte niemanden beim ersten Kontakt als erstes zum Eintritt in unseren Club drängen. Wir stellen und nicht als Drückerkolonne dar, sondern wollen den anderen die Vielseitigkeit des Amateurfunkdienstes aufzeigen.

Denkt aber auch an die Nachbereitung. Wer ruft die Besucher nach 3 Tagen noch mal an oder schreibt eine Mail ? Gründe gibt es genug, und sei es einfach nur um zum nächsten OV-Abend einzuladen……

Ich bedanke mich bei allen Ortsverbänden, die mich in den letzten Jahren herzlich aufgenommen haben, sei es beim OV-Abend, beim Fieldday oder bei irgendeiner anderen Aktion. Bei den anderen hoffe ich, sie auf diesem Wege ein bißchen zum Nachdenken gebracht zu haben. Denkt immer daran - die ersten 10 Sekunden entscheiden darüber ob ich mich an einem neuen Ort wohlfühle oder nicht.

Steffen, DL7ATE


Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

12.07.2010

Ham Radio 2010 – ein Erfolgskonzept?

Über 30 Mal war ich schon auf der Ham Radio, nun das erste Mal als Vorstand.

Es war ein gemischtes Gefühl…..auf der eine Seite, war ich direkt involviert und beteiligt an dem Erfolg oder Misserfolg der Messe und war deshalb sehr beschäftigt. Auf der anderen Seite habe ich die Zeit, die ich früher mit meinen Freunden und Bekannten verbracht hatte, stark vermisst.

  • Contest University: Dieses Jahr fand die erste Contest University in Deutschland statt. Bisher wurde dies vier Mal in Dayton, zwei Mal in England und zwei Mal in Italien angeboten. Ich persönlich war bei allen Veranstaltungen in Dayton und einmal in England dabei. Das Konzept war so überzeugend, dass die Contest University auf der HAM RADIO 2010 in Friedrichshafen gemeinsam von dem Team aus den U.S.A., der RRDXA , dem BCC in DL und dem DARC veranstaltet wurde. Für Einsteiger war insbesondere der Freitagnachmittag von Interesse, weil die Grundlagen von Contests aus der Sicht von Experten erklärt wurden. Unter die Leitung von Prof. Dr. Michael Höding, DL6MHW nahmen 130 YLs und OM am Freitag teil. Danke und Gratulation an Michael für eine erfolgreiche Contest University, das Feedback war sehr positiv!
  • Tombola: Ich muss es zugeben…..ich liebe Tombolas auf Amateurfunkmessen!  Bis jetzt konnte ich überall Lose kaufen, nur nicht in Friedrichshafen. Das wollte ich unbedingt in diesem Jahr ändern, auch in Verbindung mit dem Jubiläum “60 Jahre DARC“. In kürzester Zeit haben wir sehr gute Preise von namhaften Herstellern gesammelt. Nochmals vielen Dank für die Spenden und Vergünstigungen, die wir bekommen haben! Unser Ziel war, nicht nur 60 Jahre DARC zu feiern, sondern auch die Aussteller zu unterstützen, damit die Besucher länger auf der Messe bleiben. Wir überlegen bereits jetzt schon, ob wir nächstes Jahr wieder eine Tombola haben werden, und ob sie noch größer und anders organisiert sein wird.
  • Umfrage: Wir haben bereits über das Projekt „Mitgliederpflege und -gewinnung“ berichtet; nun kam es in Friedrichshafen zum nächsten Schritt: Informationen sammeln. Der DARC hat ein kleines Team von Studenten organisiert, die verteilt über die gesamte Messe lizenzierten Besuchern spezifische Fragen stellten.. Es gab drei verschiedene Fragebögen: „Ich bin Mitglied“, „Ich bin kein Mitglied“ und „Ich war Mitglied“.

Unsere Ziele:

    • Eine Bestandsaufnahme über die Zufriedenheit der Mitglieder
    • Eine Bewertung des jetzigen Leistungs-Portfolios
    • Die Ermittlung gewünschter zukünftiger zusätzlicher (eventuell kostenpflichtiger) Leistungen
    • Informationen,  warum Nicht-Mitglieder nicht (oder nicht mehr) im DARC Mitglied sind
    • Analyse der Resultate bis September und Vorbereitung von möglichen Vorschlägen für die Mitgliederversammlung im November. Insgesamt wurden 658 komplette Fragebögen ausgefüllt, davon waren 603 Befragte (91,6%) bereits Mitglied im DARC, was überraschte. Warum kommen fast nur Mitglieder nach Friedrichshafen? Wir werden die DARC-Mitglieder in den nächsten Monaten über weitere Ergebnisse aus der Umfrage informieren.

Ich möchte mich an dieser Stelle besonderes bei zwei Personen bedanken: Béatrice Hébert, DL3SFK, und Georg Westbeld, DL3YAT. Ohne Béa und Georgs Hilfe, hätten wir die Tombola und die Befragung nicht realisieren können. Vielen Dank!

  • „Neuwarenhändler“ Umzug vom Flohmarkt in die Halle A1: Die Messeleitung hat die Entscheidung getroffen, alle Neuwarenhändler aus dem Flohmarkt in einen „Economy Bereich“ in der Halle A1 umzuziehen. Ihr Ziel war die Neu- und Gebrauchtware auf der Messe zu trennen. Einige Händler, die jahrelang im Flohmarkt waren, waren dieses Jahr für einige Besucher schwer zu finden. Obwohl ich die Ziele der Messe verstehen kann, bin ich der Ansicht, wir sollten eine bessere Lösung für 2011 suchen. Der DARC wird diese Sache mit der Messeleitung intensiv besprechen.

Die HAM RADIO 2010 ist nun Geschichte, jetzt kommt der nächste Event des Jahres: Der Tag der Offenen Tür in Baunatal am 18. September. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeikommt und mich und das gesamte DARC-Team begrüßen könnt. Bis bald in Baunatal!

VY 73,
Mitch DJ0QN


Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de


05.07.2010           

Talente suchen

Manche Ortsverbände und Distrikte besetzen ihre Posten fast problemlos, andere dagegen tun sich damit schwerer.

Wo ist hier der Unterschied?

Ich denke, viele haben schon mal die Erfahrung gemacht, dass die Suche nach Freiwilligen per Emailaufruf oder als Bitte im Bericht des OVVs beim OV-Abend meist wenig Resonanz erzeugt.
Beim Beobachten der hier erfolgreicheren OVVs und DVs fällt als Erstes auf, dass sie sich sehr für ihre Mitglieder interessieren und mit vielen in kontinuierlichem Kontakt stehen. Des Weiteren sind sie offen für Arbeitsteilung, erkennen die Leistungen Anderer an und schätzen diese. In diesen Führungsaufgaben steht nicht nur das eigene Können im Vordergrund sondern auch die Fähigkeit zu strukturieren, zu planen, zu motivieren und zu loben. Der Blick fürs große Ganze stellt einen weiteren großen Vorteil dar.

Im Alltag sieht das so aus, dass diese OVVs langfristig an die Verteilung von Aufgaben denken und in ihren Gesprächen und Telefonaten Talente, Können, Wünsche und mögliche Tatkraft erkennen. Wenn nun Aufgaben anstehen, werden diese Themen in kleinere machbare Umfänge geteilt und denkbare OM und YLs persönlich angesprochen.
Hier gilt es passende Aufgaben je nach Neigung zu finden. Manchmal ist sich der Einzelne auch noch gar nicht bewusst, dass er eine bestimmt Fähigkeit hat! Welch ein Erfolg, wenn es dann klappt!

Mehrfach habe ich erlebt, wie sich stillere OMs durch erfolgreiche Aufgaben zu selbstbewussten Persönlichkeiten entwickelt haben.
Beliebte  OVVs und DVs können vermitteln, dass der Einzelne für sie wichtig ist und dass er gebraucht wird!

Viel Erfolg wünscht Annette, DL6SAK.


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29.06.2010

Das Rad neu erfinden!?!

Oft wird diese Frage gestellt. Muss es denn so sein? Auf der HAM in Friedrichshafen konnte man viele Dinge sehen, die als „die Neuigkeit“ angepriesen wurden. Beim genauen Hinsehen stellte man schnell fest, dass es so was doch schon einmal gab! Unterhaltungen mit den Verkäufern oder Herstellern kamen schnell zustande und man erfuhr, dass es sich bei diesen Dingen um Weiterentwicklungen handelte. Gerade der Selbstbau bzw. das Verändern, Erweitern und Verbessern von Komponenten ist ein wichtiger Teil unseres Hobbys. Diese Veränderungen kann man auf alle Bereiche unserer Interessen ausdehnen. Da gab es die eine Arbeitsgruppe vor einigen Jahren, die sich schon -leider ohne Erfolg - vergeblich um die Mitgliederwerbung usw. gekümmert hat. Jetzt schon wieder? Oft höre ich, aus anderen Bereichen, diese Argumente  hatten wir schon, hat zu NICHTS geführt, ist früher schon NICHTS daraus geworden. Die Befragung der Besucher auf der HAM soll auch Aufschluss über die verschiedensten Beweggründe über die Mitgliedschaft im DARC oder die Nichtmitgliedschaft bringen. Hatten wir schon? Ja, aber es ist sehr lange her und inzwischen hat es einige Veränderungen gegeben.

Als ein OV eine Aktion Antennentage plante, waren die Zweifler die Ersten, die sich meldeten. Da kommt doch kein Funkamateur, wer bastelt denn heute noch seine Antennen selbst? Es ist ein tolles Treffen geworden. So richtig viel Antennen sind nicht gebastelt worden, dafür aber ist das Zwischenmenschliche wieder belebt worden. Es war toll zu sehen wie die Teilnehmer wieder zusammen gesessen sind und über viele Dinge diskutierten.

Ähnliches erlebte ich als es im die Erstellung eines Ausbildungskonzeptes in einem OV ging. Muss das Rad schon wieder neue erfunden werden? Alle Konzepte, die man sich angeschaut hatte, passten nicht zu der Mentalität und Einstellung der Mitglieder, die bereit waren sich wieder intensiv um Ausbildung zu kümmern. Was blieb übrig? Das Rad neu erfinden. Gesagt – getan! Es hat unglaublich viel Spaß gemacht zu sehen mit welcher Intensität sich die Gruppe „Ausbildung im OV“ über neue Wege Gedanken machte und diese dann auch in handfeste Module umsetzte. Hier konnte ich erkennen, dass es doch nicht so falsch ist manchmal das Rad neu zu erfinden. Oft fehlt nur eine „Speiche“ um das Rad sauber zum Laufen zu bringen.

Meine Bitte an alle Mitglieder im DARC ist es bei dieser Arbeit die Aktionen zu unterstützen von denen man begeistert ist und  für die man gerne die fehlende Speiche zur Verfügung stellen möchte. Übrigens läuft ein Rad nur richtig rund wenn alle Speichen zusammen wirken und so kann man das eine oder andere Rennen gewinnen, packen wir es an,

vy 73 Martin – DL 1 DCT


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14.06.2010

Bei den regelmäßigen langen Fahrten von 4- 5 Stunden am Wochenende zwischen dem Südwesten und dem Südosten von Deutschland habe ich mich in den letzten Monaten häufiger gefragt, warum ich mir eigentlich ein Mobilgerät ins Auto eingebaut habe. Der Scanner läuft über die Relais-Kanäle auf 2 m und 70 cm, und in der Regel ist es so, dass der Scanner höchstens auf dem APRS-Kanal einmal stehen bleibt. Ausnahmen von dieser Regel gibt es zwar auch, dann ist vielleicht etwas Betrieb auf DB0XK auf der Kalmit oder den D-Star-Relais DB0HRF oder DB0RDH, aber das war es dann auch. Auch beim eigenen CQ-Ruf über eines der vielen vorhandenen Relais auf der Strecke zwischen Baden und Ostbayern meldet sich nur relativ selten jemand. Gespräche mit zahlreichen OMs bestätigen meine Erfahrung, dass es nicht nur ein Phänomen ist, das auf die Zeit zurückzuführen ist, zu der ich unterwegs bin (abends ab 18 Uhr), sondern dass es generell offenbar deutlich weniger Betrieb auf den Relaiskanälen gibt.

Mehr Betrieb auf unseren Relais ist meistens nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Veranstaltungen zu finden. Im Rückblick auf die letzte Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen und den Tendenzen in einigen anderen Ländern, frage ich mich allerdings, ob das ausreichend ist, um unsere Bänder weiterhin vor der Besitzergreifung durch kommerzielle Dienste zu schützen. Wenn ich gleichzeitig noch die Tendenzen sehe, immer mehr Relais durch CTCSS-Töne zu einem möglichst “ungestörten“ Betrieb zu verhelfen, d.h. einem eingeschränkten Benutzerkreis, der eben weiß, dass ein Relais XYZ nur mit einem bestimmten Ton zu öffnen ist und nicht dem universellen auch für Mobilisten ohne großen Programmierungsaufwand 1750 Hz-Ton , dann wird genau die Tendenz verstärkt, noch weniger Nutzung auf der Frequenz zu haben. Übrigens galt nicht umsonst in der Vergangenheit für die CTCSS-Töne  die Bezeichnung PL-Töne, d.h. Private-Line-Töne.

Außerhalb der Relais-Kanäle ist die Nutzung unserer Frequenzen auf 2 m und 70 cm noch sehr viel niedriger, wenn man von Contesten oder speziellen Bandöffnungen absieht. Ich persönlich bezweifle jedenfalls, dass es uns gelingen wird, den aktuellen Stand zu erhalten, wenn wir hier nicht zu einer deutlichen Veränderung kommen werden. Ich möchte deshalb an dieser Stelle dazu aufrufen, mehr Betrieb auf unseren VHF/UHF -Frequenzen zu machen, sich zu vergegenwärtigen, dass auch mit den alten Mobilfunkgeräten heutige FM-Relais in der Regel noch benutzt werden können, darüber nachzudenken, welche neuen Experimente möglich sind, welche Breibandeinstiege in ein Hamnet wir realisieren können und – last, but not least – welche Applikationen darüber laufen können. Ich würde mich freuen, wenn ich auf der HAM RADIO in Friedrichshafen die Gelegenheit hätte, mit möglichst vielen Lesern dieses Blogs dieses Thema auch persönlich zu besprechen.

73

Jürgen, DL8LE

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07.06.2010

Niemand hat gesagt, daß es einfach wird

Daß ich mit der Wahl zum Vorsitzenden des DARC e.V. ein schweres Erbe angetreten habe will ich nicht sagen, denn einige Projekte habe ich bereits seit Jahren bearbeitet und mit in die Wege geleitet. Ich wusste, worauf ich mich einlasse, wie viel Zeit mich das kosten wird, welche Arbeit mich erwartet und mit welchen Vorstandsmitgliedern ich zusammenarbeiten darf. Auch unser neues Vorstandsmitglied Annette, DL6SAK kenne ich bereits einige Zeit.

Vor meiner Wahl habe ich mich aufgrund meines elektrotechnischen und betriebswirtschaftlichen Studiums als "Generalist und Querdenker" vorgestellt, in vielen Gebieten daheim aber in keinem ein 100%iger Profi, und beschreite auf der Suche nach Lösungen gerne unkonventionelle Wege. Wir haben jetzt 4 Mitglieder in Vorstand, die neben einer technischen auch eine betriebswirtschaftliche Ausbildung besitzen, wovon der gesamte Club nur profitieren kann. Das heißt, ein jeder bringt seine dahingehenden Kenntnisse und Erfahrungen in dem Bereich ein, der ihm zugeordnet ist. Sei es die Geschäftsstelle (Jürgen), sei es der Haushalt (Annette und Steffen) oder das Marketing (Mitch).

Das soll aber nicht heißen, daß der DARC jetzt nur noch wie eine Aktiengesellschaft geführt wird in der auf Gewinnmaximierung geachtet wird, ohne Rücksicht auf eventuelle Verluste in ganz anderen Bereichen. Auch wollen wir keinen Unternehmensberater wie McKinsey o.ä. reinholen, das hatten wir schon vor 15 Jahren, von den damaligen Ergebnissen ist aber leider nicht viel umgesetzt worden.

Nein, ganz im Gegenteil. Zwar ist der DARC e.V. noch kein Fall für den Insolvenzverwalter, aber wenn überall so weiter gearbeitet  und gewirtschaftet wird, dann ist der Zeitpunkt dafür gar nicht mehr so fern. Es ist daher endlich an der Zeit zu prüfen, welche Ausgaben uns weiterbringen und vor allem wie die sich daraus ergebenden Möglichkeiten auch konsequent umzusetzen sind. Es gab dazu in den letzten 15 Jahren bereits verschiedene Ansätze, leider aber in keinem Fall mit wirklich großem Erfolg. Das im Januar 2010 gestartete  Kostenreduzierungsprogramm zeigt bereits die ersten Ergebnisse. Wir müssen aber auch so ehrlich sein zu sagen, daß sich nicht von heute auf morgen alles zum Guten ändern wird, doch viele kleine Schritte bringen uns letztendlich auch einen großen Schritt vorwärts.

Wir wollen auch an keiner Stelle die ehrenamtlichen Mitarbeiter des DARC nach Leistung oder Gewinn beurteilen. Klar, daß jeder für seinen Bereich ein bißchen mitdenken muß, daß jeder mit den vorhandenen Ressourcen wie Geld und Zeit sorgsam umgehen muß. Dennoch soll jeder weiterhin die Freiheit behalten, sich seine Arbeit für den Club so einzuteilen, wie es ihm am besten passt. Alle Referenten, Stabsleiter und sonstige Mitarbeiter des Vorstandes wurden in ihren Ämtern bestätigt, auch das soll Kontinuität zeigen.

Kommen wir zum Schluß zur Überschrift zurück – Wir wissen, daß wir teilweise schwere Zeiten vor uns haben, sind aber gewillt sie zu meistern. Und wenn Ihr alle Euren kleinen oder großen Beitrag dazu leistet, uns bis in den Ortsverband herunter unterstützt, dann kann das Ganze Erfolg haben. Wer dazu seine konstruktiven Ideen einbringen will, kann uns in drei Wochen auf der HAM-Radio am Bodensse treffen. Aufgrund einiger offizieller Verpflichtungen ist es am Besten, vorher kurz auf dem Stand der Geschäftsstelle oder im Vorfeld per Mail einen Termin auszumachen. Oder nutzt die Gelegenheit, bei der Umfrage in den Messehallen mitzumachen um Eure Wünsche und Sorgen zu äußern.

Denkt dran – nur gemeinsam sind wir stark und damit auch unser Club der DARC.

Steffen Schöppe, DL7ATE

 

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31.05.2010

Fünf Vorstände wechseln sich Woche für Woche ab, um die Mitglieder des DARC e.V. und die Öffentlichkeit in diesem Blog zu informieren – für mich bedeutet dies, dass ich alle fünf Wochen an der Reihe bin… nun ist es an der Zeit Euch über einige aktuelle Dinge aus meinem Bereich zu informieren:

Der Fieldday als Motor für die Öffentlichkeitsarbeit

Viele OVe planen demnächst einen Familien-Fieldday, die Teilnahme an den IARU Fieldday(s), oder beides. Der Fieldday soll in erster Linie Spaß machen und ein Angebot für alle Funkamateure, Familie und Freunde bieten. Für mich stellte meine Teilnahme an einem Fieldday in Los Angeles im Jahr 1969 als junglizenzierter Funkamateur den Einstieg in meine Contesting und Notfunk-Aktivitäten dar. Die Akzeptanz der älteren Funkamateure dort hat mich motiviert, mich weiter in meinen Funkaktivitäten zu entwickeln.

Um unser Hobby bekannter zu machen und den Nachwuchs anzusprechen, müssen wir in der Öffentlichkeit mehr Präsenz zeigen. Fielddays bieten eine super Gelegenheit, genau das zu machen. Es ist teilweise sehr aufwändig, an einem Fieldday,  Zelte, Masten/Antennen, Grill, usw. aufzubauen. Viele OVe nehmen die Chance noch nicht wahr einen Fieldday als Publikumsmagnet einzusetzen. Es ist nur wenig zusätzlicher Aufwand, vorher eine kurze Pressemitteilung an die lokale Zeitung zu senden und zu informieren sowie den Bürgermeister für einen Fototermin einzuladen. Ein kleiner Tisch mit Informationen über Amateurfunk mit Ansprechpartner vor Ort schließt den Kreis. Besucher können mit einem Ausbildungsrufzeichen Amateurfunk ausprobieren. Beispiel Vorlagen sind auf http://www.darc.de/mitglieder/geschaeftsstelle/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/vorlagen-fuer-pressemitteilungen/ zu finden.

Ein ganz aktueller Hinweis: Am 12. Juni lädt der DARC-Vorstand bereits zum achten Mal zum DARC-Funkertag ein. Dieser bietet eine wirklich gute Gelegenheit für eine Aktion im Ortsverband und für Öffentlichkeitsarbeit. Informationen zum Funkertag und die Ausschreibung zur QSO-Party sind im Internet unter http://www.darc.de/funkpraxis/ hinterlegt.

Der Funkertag ist ebenso wie der traditionelle Fieldday des OV für Nicht-Funkamateure sehr interessant, insbesondere, wenn die Gäste über ein Ausbildungsrufzeichen selbst das Mikrofon in die Hand nehmen dürfen… In den U.S.A. werden die Fielddays schon seit langer Zeit für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt, was sich dort durch die Zunahme von lizenzierten Funkamateuren widerspiegelt. Ein kleines Beispiel:  Gibt man den Suchbegriff “Field Day Radio“ in YouTube ein, erhält man 2.250 Video-Ergebnisse! Ich freue mich über Videos und Presseartikel aus Deutschland – versuchen wir es!

Contest University in Friedrichshafen

Dieses Jahr findet die erste Contest University in Deutschland statt. Bisher wurde dies vier Mal in Dayton, zwei Mal in England und zwei Mal in Italien angeboten. Ich persönlich war bei allen vier in Dayton und einmal in England dabei. Das Konzept war so überzeugend, dass das Contest University Team in den U.S.A., der RRDXA und BCC in DL und der DARC dies gemeinsam auf der HAM RADIO 2010 Friedrichshafen veranstalten wird. Für Einsteiger ist insbesondere der Freitagnachmittag von Interesse. Informationen sind im Internet unter http://www.darc.de/mitglieder/referate/dx/contest/ctu/ abrufbar. Eine Anmeldung für den Freitag ist bis 1. Juni möglich!

Aufgabenverteilung der Vorstände

Mit der Wahl von Annette, DL6SAK, möchte ich nun die Gelegenheit nutzen, um die neue Aufgabenverteilung darzustellen:

  • Steffen, DL7ATE, ist der neue Vorstandvorsitzende, Vorsitzender des Beirates der Verlags-GmbH, sowie für den Haushalt und Finanzen, ARDF, die Interessenvertretung und IT-Services zuständig.
  • Martin, DL1DCT, ist zuständig für EMV, Normen und Umsetzung von Programmen in den Ortsverbänden
  • Annette, DL6SAK, arbeitet zusammen mit Steffen im Bereich Haushalt und Finanzen und ist für die Aus- und Weiterbildung und die YLs zuständig.
  • Jürgen, DL8LE, ist nach wie vor der zuständige Vorstand für die Geschäftsstelle in Baunatal. Zudem ist er für die Bereiche DX und HF-Funksport, HF/Technik, Frequenzmanagement, UKW–Funksport und VHF/UHF/SHF-Technik zuständig.
  • Ich (Mitch, DJ0QN) bin zuständig für Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Medien, Veranstaltungen, internationale Angelegenheiten und Notfunk.
  • Alle fünf Vorstände setzen sich im Bereich Clubentwicklung ein.

Klärung der Zuständigkeit „Umstrukturierung des DARC“

Im Blog vom 10.05.2010, wurde geschrieben: „Wir haben zwar erfahren müssen, dass ein paar unserer Gedanken nicht weiter verfolgt werden sollen. So ist seitens des AR darauf hingewiesen worden, dass die Umstrukturierung der Ortsverbände und Distrikte nicht in deren Sinne ist, und wir keine Arbeit darin investieren sollen.“

Dies war leider etwas missverständlich ausgedrückt.

Der AR hat dem Vorstand natürlich nicht „verboten“, den Gedanken an Chancen durch eine Umstrukturierung weiter zu verfolgen. Es ist vielmehr so, dass der Vorstand etwas vorgestellt hat, was sehr sorgfältig zu untersuchen ist und in mehreren Stufen angegangen werden kann und soll. Dieses Thema wird jetzt im Vorstand durch mehrere Personen bearbeitet, und ein DV hat ebenfalls bereits seine Mitarbeit angeboten.

VY 73,
Mitch, DJ0QN


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20.5.2010         

Umstellung Webseiten auf CMS

In der Vergangenheit gab es die verschiedensten Möglichkeiten Webseiten von Ortsverbänden, Referaten, Distrikten und der DARC-Hauptseite zu gestalten. Einige hatten bereits das Layout der DARC-Hauptseite in ihre Gestaltung mit aufgenommen.

Beim Surfen durch die Seiten musste man sich immer wieder neu orientieren und manch einer gab dann vielleicht ob der Vielfalt die Suche auf. Und es war auch nicht einfach einen Nachfolger für einen Webmaster zu finden, denn jedes System funktioniert auf andere Weise. Ein Wechsel des Webmasters bedeutete einen enormen Aufwand für die Einarbeitung.

Das neue CMS System bietet, nach einer kurzen Kennenlernphase, die Möglichkeit schnell und einfach den Webauftritt zu strukturieren und mit Inhalten zu füllen. Wenn Fragen auftauchen, gibt es neben der ausführlichen CMS-Seite des DARC Referates IT-Services http://www.darc.de/referate/it-services/projekt-webcms/ heute viele YLs und OM, die sich ebenfalls auskennen und die sicher gerne weiter helfen. Und es wird wesentlich einfacher die Pflege der Webseite in neue Hände geben zu können!

Auf der neu gestalteten DARC-Seite kann ich mich nun nach einigen Kennenlern-Klicks gut orientieren und mit der neuen Struktur ist sie im Aufbau logischer geworden.

Ich ziehe gerade 2 hessische Referatsseiten um und habe mittlerweile jede Menge Spaß dran, weil es jetzt viel schneller und einfacher möglich ist zu strukturieren und darzustellen. Anfangs hatte ich den Umstellungsaufwand gewaltig überschätzt.

Das A und O einer jeden Webseite ist jedoch die Aktualität und diese dominiert noch vor dem Design. Der User möchte sich jederzeit schnell auf den neuesten Stand bringen!

Vy 73, Annette, DL6SAK


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10.05.2010

Neuer Vorsitzender gewählt, Mitgliederbegehren auf den Weg gebracht

Am Sonntag, 09. Mai 2010 traf sich die Mitgliederversammlung in Baunatal.

Zu Beginn hat der amtierende Vorstand ausführlich über seine Arbeit in den vergangenen 6 Monaten berichtet. So haben wir mit der Einführung des Blog und des Editorials die Informationen an die Mitglieder verbessert, ein Kostenreduzierungsprogramm in der Geschäftsstelle ist gestartet worden und das Projekt Mitgliederpflege- und Gewinnung hat seinen ersten Meilenstein erreicht.

Im weiteren Verlauf der MV stand die Neuwahl des DARC-Vorsitzenden und eines weiteren Vorstandsmitgliedes auf dem Programm. Steffen Schöppe, DL7ATE wurde mit 75% der Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt, er betonte in seiner vorher erfolgten Ansprache unter anderem, daß der den bisherigen Kurs des Vorstandes im gesamten Team weiter fortsetzen und den DARC e.V. im internationalen Verbund besser positionieren möchte.

Mit Annette Coenen, DL6SAK wurde erstmals eine YL in den Vorstand gewählt. Sie ist eine sehr aktive Amateurfunkerin und kennt sich aufgrund ihrer Ausbildung und Berufserfahrungen sehr gut mit Strukturierung, Organisation und Management aus. Annette hat bereits viele Erfahrungen im DARC, sowohl auf OV-Ebene als auch im Distrikt sammeln können.

Wir als Vorstand freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.

Ein von uns eingebrachter Antrag, daß der Satzungsausschuß gemeinsam mit dem Vorstand die Einführung eines Mitgliederbegehrens auf den Weg bringen soll, wurde mit großer Mehrheit des AR angenommen. Es ist jetzt unsere Aufgabe, dieses Ansinnen mit Leben zu füllen, damit im Herbst endgültig darüber abgestimmt werden kann. Wir freuen uns, daß der AR sich solchen neuen Ideen nicht verschließt und den Weg in einem neuen DARC e.V. gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern gehen will.

Wir haben zwar erfahren müssen, daß ein paar unserer Gedanken nicht weiter verfolgt werden sollen. So ist seitens des AR darauf hingewiesen worden, daß die Umstrukturierung der Ortsverbände und Distrikte nicht in deren Sinne ist, und wir keine Arbeit darin investieren sollen. Aber wir wurden dennoch in vielen Punkten unserer Arbeit bestätigt und es wurden einige neue Aspekte aufgezeigt, die umzusetzen sind.

Der Vorstand bedankt sich für die konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit bei der zurückliegend Mitgliederversammlung.

vy 73,
Euer Vorstand


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03.05.2010

Kommunikation – für manche Menschen  ist Kommunikation ein Reizwort, für andere  ein Fluch, sehr oft spiegelt Kommunikation ein Bild der unterschiedlichsten Meinungen wieder.

Ist eine Person kommunikationsfähig, dann bedeutet dies, dass sie Botschaften klar und deutlich formulieren kann und  ihr Gegenüber den  Inhalt  einfach und richtig versteht.

Kommunikationsfähigkeit bedeutet jedoch auch, dass man Botschaften anderer richtig interpretiert. Hierfür ist es von besonderer Bedeutung nicht nur gut zuzuhören, sondern auch alle anderen Signale wie Mimik, Gestik und Körperhaltung zu entschlüsseln und entsprechend darauf zu reagieren.

Achtung: Kommunikationsfähigkeit setzen Personaler häufig mit der Eigenschaft zu viel zu reden gleich.

Die vielen E-Mails und Anrufe, die mich täglich erreichen, beinhalten oft den Versuch eines Mitgliedes oder Freundes sich mitzuteilen und auch hilfreiche Hinweise und Tipps zu geben. Häufig gehören aber auch die Kritiker dazu, die nur zu genau auflisten, was besser zu machen ist - manchmal mit „hilfreichen“ Tipps. Sehr oft kommt mir der Gedanke, dass da ein Potential schlummert, das unserer Arbeit unglaubliche Dienste leisten kann. Leider sind mir bis heute noch kein Anruf oder eine E-Mail untergekommen, bei der der Verfasser konkret Hilfe angeboten hat oder sich bereit erklärt,  als Referatsmitglied  oder Stabsmitarbeiter die Mannschaft im Ehrenamt zu unterstützen.

Zu viel Kommunikation kann aber auch den Eindruck einer Verschleierungstaktik erwecken und damit Fragen nach den zu verschleiernden Tatsachen aufwerfen, die zu noch mehr Verwirrung führen.

Lieber Leser, die Möglichkeiten der Interpretationen sind vielfältig und lassen den wildesten Spekulationen freien Lauf. Daher unsere Bitte an alle die ein Interesse an Kommunikation haben – informiert euch an mehreren Quellen, um euch ein Bild zu machen.

Eine gute Möglichkeit ist dieser Blog, hier können alle Vorstandsmitglieder direkt und sofort zu allen Themen unseres Vereins befragt werden und bekommen, soweit wir es können, schnelle und verbindliche Antworten.

In diesem Sinne, man trifft sich auf den Bändern oder hier im Blog,

vy 73
Martin, DL1DCT


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27.04.2010

Die kontroversen und teilweise sehr emotional geführten Diskussionen der letzten Monate zu D-Star erinnern mich lebhaft an die Auseinandersetzungen zum Thema Packet-Radio, die Mitte bis Ende der 80er Jahre an der Tagesordnung waren.  Es ist offenbar typisch, dass gerade bei der Einführung und Umsetzung neuer technischer Möglichkeiten und Entwicklungen  unterschiedliche Auffassungen der verschiedenen Entwicklungsgruppen teilweise in Diskussionen münden, die eher der Austragung eines Glaubenskrieges als einer technischen Auseinandersetzung ähneln.

Zur Versachlichung der Auseinandersetzung haben wir uns deshalb entschlossen, auf der Tagung des VUS-Referats in Baunatal am 10.4. zunächst einmal die Position des DARC zu D-Star zu verdeutlichen:

1) Funk 

  • die Aufgabe des DARC ist, den Funkamateuren (Mitgliedern) die Basis für Ihre Funkexperimente zu schaffen
  • da ist in erster Linie die Ressource Frequenz
  • hier hat der DARC ziemlich erfolgreich Raum für die Übermittlung digitaler Sprache geschaffen
  • mit welchem System das geschieht ist erst einmal unerheblich - heute heißt es D-Star, morgen vielleicht MOTOTRBO
  • insofern hat der DARC auch konsequenterweise die Frequenzen nur für Aussendungen mit gewissen technischen Parametern im Bandplan beschafft und nicht (!) für D-Star

 
2) Internet

 D-Star ist ein System von ICOM, die digitalen Datenpakete können aber auch über alternative Hardware weitervermittelt werden (siehe z.B.: DB0FUE)

  • zur weltweiten Vernetzung ist ein Unix-Rechner mit einer entsprechenden Software notwendig, ICOM liefert so etwas
  • Es ist möglich, die zur Vernetzung notwendige Software selbst zu erstellen
  • es gibt mindestens einen sog. Trust-Server, der für eine Verbindungsaufnahme im Rahmen der weltweiten Vernetzung notwendig ist
  • Gateways, die mit diesen Trust-Servern arbeiten wollen, müssen die Vorgaben der Serverbetreiber einhalten
  • der DARC bevorzugt keines der bestehenden Vernetzungskonzepte und überlässt es den Betreibern bzw. Nutzern sich für ein System zu entscheiden.

 
3) daraus folgt 

  • der DARC bereitet Bandplanänderungen vor und bringt sie bei der IARU ein
  • der DARC unterstützt bei der Koordinierung (Frequenzplanung) neuer Relais
  • der DARC ergreift keine Partei für oder gegen ein System oder eine Betriebsart, bei Konflikten auf der Funkschnittstelle versucht der DARC zu vermitteln
  • der Einsatz von Gateways und die Vernetzung von Relais erfolgt rein freiwillig durch den jeweiligen Betreiber und hat absolut nichts mit der Funkschnittstelle zu tun
  • der DARC will und kann keinem Betreiber vorschreiben, welche Art von Software er zu verwenden hat
  • der DARC empfiehlt aber im Sinne der Anwender, ein System derart einzurichten, dass es an einem eventuell vorhandenen übergreifenden Netzwerk teilnehmen kann
  • der DARC ist an einer Kompatibilität der Systeme im Sinne der Anwender interessiert und ist bereit vermittelnd tätig zu werden, sollte das gewünscht sein.
  • der DARC empfiehlt die verwendeten Rechnersystem, sollten sie über Internetzugänge verfügen, ausreichend abzusichern.

Mit diesem Positionspapier wollen wir erreichen, dass allen Beteiligten bewusst wird, dass der DARC sich um Neutralität zu bestimmten technischen Lösungen bemüht und wir die Aufgabe des DARC zunächst einmal darin sehen, sich um die Ressource  Frequenz zu kümmern. Ich bin auch der Meinung, dass die kontroverse Diskussion an sich gar kein Problem ist, eher im Gegenteil: In der Rückschau auf die Packet-Historie kann man sehr wohl erkennen, dass dadurch die technische Weiterentwicklung nur gefördert wird, weil jeder sich bemüht, die aufgedeckten Mängel zu beseitigen und sein System permanent zu verbessern. Wir sind allerdings auch davon überzeugt, dass es notwendig ist, im Interesse der vielen Mitglieder, die mit der digitalen Sprachübertragung völlig neue Möglichkeiten der weltweiten Kommunikation bekommen,  bei Bedarf auch vermittelnd tätig zu werden. Aus diesem Grund haben wir auf der VUS-Tagung einen Arbeitskreis gegründet, dem Anhänger  sowohl der  X-Trust- als auch der US-Trust-Lösung  angehören. Die bisherigen Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe sind sehr vielversprechend. Nach dem Abschluß wird auf der Webseite des VUS-Referats darüber berichtet werden.

73
Jürgen, DL8LE


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19.04.2010

Warum sind Vereinsversammlungen so wichtig ?

März/April, die Zeit der der Frühjahrsversammlungen in den Distrikten:Und so habe ich in den letzten zwei Wochen insgesamt drei Distriktsversammlungen besucht. Diese Besuche waren zwar mit vielen Kilometern Anreise verbunden, aber dennoch sehr informativ und vor allem gut organisiert. Mir wurde als Vorstand die Möglichkeit geboten, unsere gemeinsamen Ziele darzustellen, natürlich stand ich aber auch so lange wie nötig für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Leider musste ich dabei aber auch bei Mitgliedern und Funktionsträgern eine gewisse Unwissenheit zu Kernfragen des DARC e.V. feststellen. Das macht sich auch in den vielen E-Mails bemerkbar, die uns täglich erreichen. Und dies, obwohl von uns versucht wird, Informationen auf allen Ebenen an alle zu transportieren. Sei es durch die CQ DL, die jedes Mitglied erhält, den Rundspruch, das Editorial, das  Blog, Twitter und die OV-Infos oder speziell für ehrenamtliche Mitarbeiter die OV-Mappe und das Funktionsträgerseminar.

Da muss ich mir die Frage stellen,  woran es liegt daß die Infos nicht rüberkommen? Ich weiß, es herrscht bei einigen eine gewisse Erwartungshaltung vor, dass alle wichtigen Nachrichten an jeden persönlich zugestellt werden. Aber mal ehrlich, schreibt Frau Dr. Merkel Euch jedes Mal einen Brief, wenn sich irgendwas geändert hat? Mit jedenfalls nicht. Vielleicht drücken wir uns aber in unseren Beiträgen auch nur nicht richtig aus, soll heißen wir erreichen vielleicht nicht die gesamte Zielgruppe, an die sie adressiert sind. Ich will jedenfalls nicht hoffen, dass sich niemand dafür interessiert. Schreibt uns doch einfach mal, welche Informationskanäle noch von Interesse wären.

Vor fast zwei Jahren wurde die Monatsumfrage im Internet eingestellt, da leider keine Themenvorschläge mehr aus der Mitgliedschaft kamen. Wir wollen diese jetzt wieder aktivieren, also sendet bitte Eure Beiträge für die Umfrage an den Vorstand, damit wir wissen „wo Euch der Schuh drückt“.

Unabhängig davon gilt aber meine Aufforderung – kommt zu allen öffentlichen Versammlungen des DARC e.V., zu den OV-Abenden, Distriktsversammlungen oder Mitgliederversammlungen. Dort könnt ihr einerseits Neuigkeiten erfahren, habt die Möglichkeit des Austauschs mit Gleichgesinnten, könnt aber andererseits auch Änderungen in die Wege leiten, die Euch wichtig sind. Löchert dabei Euren OVV's, DV's oder den Vorstand mit Fragen, wenn ihr etwas nicht versteht. Und nutzt die Gelegenheit um konstruktive Kritik loszuwerden und machbare Vorschläge zu unterbreiten. Dies ist der Weg, um gemeinsam an einem neuen DARC zu bauen, der auch in zehn Jahren noch für uns alle, als auch für die momentan noch Außenstehenden interessant ist.

Wenn sich im DARC etwas ändern soll, dann ist das momentan nur über einen Antrag an die Mitgliederversammlung möglich, der zuvor durch die Distriktsversammlung genehmigt werden muß. Dieses Verfahren wurde zwar vor vier Jahren durch das Amtsgericht Kassel als demokratisch und rechtmäßig legitimiert, dennoch wollen wir versuchen einen neuen, weiteren Weg zu beschreiten. Zur nächsten Mitgliederversammlung  am 9. Mai 2010 soll die Möglichkeit zu einem Mitgliederbegehren eingeleitet werden, das dann im Herbst 2010 eventuell Wirklichkeit wird. Näheres dazu steht in unserem Antrag, der auf der DARC Homepage im Mitgliederbereich zu finden ist.

Mir haben die Distriktsversammlungen jedenfalls Spaß gemacht und ich habe einige wichtige Anregungen und Aufgaben mit nach Hause genommen. Und ich würde mich freuen, wenn wir uns am 9. Mai 2010 in Baunatal sehen und ins gemeinsame Gespräch einsteigen.

Wie heißt es so schön „Nur gemeinsam sind wir stark".

vy73, Steffen Schöppe, DL7ATE


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12.04.2010

Wir bleiben auf Kurs!

Die vergangenen Wochen im DARC waren sehr turbulent, was unter anderem an den vielen E-Mails gelegen hat, die die Mitglieder an den Vorstand gesandt haben.

Der  Vorstand ist davon überzeugt, dass die Schritte die in den  letzten Monaten eingeleitet wurden,  viel dazu beitragen, den  DARC fit für die Zukunft zu machen!

Zu unserer großen Überraschung haben wir in der jüngsten Vergangenheit heftig Gegenwind bekommen:

  • Vertrauliche interne E-Mails wurden weitergeleitet
  • Ehrenamtliche Mitarbeiter haben einzelne Vorstandsmitglieder diskreditiert, Gerüchte wurden verbreitet, die jeder Grundlage entbehren
  • Es wurde alles dafür getan, den Vorstand in einem schlechtem Licht dastehen zu lassen

Schlimm und für uns unverständlich daran ist, dass die verbreiteten Informationen unwahr sind und wir keine Möglichkeit haben, die Dinge richtig zu stellen. Man sollte annehmen, dass in der heutigen Zeit beide Seiten angehört werden, bevor man sich ein Bild macht.

Ein klares Statement: Der jetzige Vorstand (DL7ATE, DL8LE, DL1DCT & DJØQN) sind einig und überzeugt, dass wir auf dem richtigen Kurs sind. Wir alle gehen diesen Weg gemeinsam, und unterstützen dabei insbesondere auch Jürgen, DL8LE, der aktuell am stärksten von unseren Kritikern mit den genannten Methoden angegriffen wird.

Im Mai steht für den DARC e. V. mit der Mitgliederversammlung eine Entscheidung an. Entweder der DARC e. V. bekommt jetzt die Kurve und die jetzigen Vorstände werden durch einen Vorstandsvorsitzenden und durch ein neues Vorstandsmitglieds mit gleicher Zielsetzung gestärkt oder der DARC verpasst die große Chance seine Zukunft zu gestalten.

Ich möchte Euch - die Mitglieder des DARC e. V. - an dieser Stelle darum bitten, den vier Vorstandsmitgliedern weiterhin Vertrauen zu schenken. Wir wurden gewählt, um der DARC „Fit für die Zukunft“ zu machen. Lasst uns unseren Job machen, damit wir uns alle gemeinsam für einen gesunden und zukunftsfähigen Verein einsetzen können.

vy 73,
Mitch, DJØQN


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29.03.2010

In vielen Artikeln und Diskussionen von Funkamateuren in Amateurfunkzeitschriften, auf den Frequenzen und im Web wird beklagt, dass man sich besser gegenüber Behörden, Gesetzgeber oder anderen Institutionen aufstellen solle. Die dargelegten Argumente sind oftmals schlüssig und suggerieren zum Teil Handlungsversäumnisse. In vielen dieser Diskussionsbeiträge werden selten konstruktive Vorschläge gemacht. Weniger erwähnt wird die Aus- und Weiterbildung. Warum ist das so bzw. was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

Eine Interessenvertretung kann nur dann stark sein, wenn diese mit einer Stimme nach außen spricht, dass intern unterschiedliche Meinungen existieren ist gut und dient dem Fortschritt. Fortschritt und die demokratische Bildung einer sachlich fundierten Meinung über anstehende Themen basiert auf exzellente Fachkenntnisse. Leider spiegeln die Diskussionen mehr Emotionen als Fachkenntnisse wider. Genau hier gilt es anzusetzen. In den OVen, unserer Basis des DARC, sind Fachkenntnisse zu fördern.

Mal ehrlich: Wie funktioniert das mit der Ausbildung? Da wurde doch jemand gewählt, der hat sich zu kümmern...

Dies ist genau die falsche Einstellung. Jeder Einzelne muss hier einen Teil der Verantwortung übernehmen. Warum gibt es nicht in jedem OV das Patenmodell, das Eckart, DJ4UF, ins Leben gerufen hat? Jeder Funkamateur muss wieder eigene Kompetenzen aufbauen. Die Zeiten des Zurücklegens und Verantwortung abzuschieben sind vorbei. Nimm dir ein Gebiet aus dem großen Bereich des Amateurfunks und werde darin Spezialist und Ansprechpartner in deinem OV. Bündele Deine Kompetenz mit Funkamateuren aus deiner Region und wir werden im Team wieder gesteckte Ziele erreichen, ohne uns ständig mit uns selbst zu beschäftigen. Die Weiterbildung von uns Funkamateuren im technischen und ganz besonders im mitmenschlichen Bereich ist die Voraussetzung für die Gewinnung von Nachwuchs und Anerkennung unseres Hobbys in unserer Gesellschaft. Wir Funkamateure sind Teil dieser Gesellschaft, dies sollte uns bei unserer Meinungsbildung stets bewusst sein.

Stelle Dich Deinem OV zur Verfügung, denn es liegt an Dir. Der erste Schritt ist der Wille, dann erst folgen Aktivitäten und am ganz am Ende steht der Erfolg – der Erfolg eines Teams, nicht eines Einzelnen.

vy73
Martin, DL1DCT

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de


22.03.2010

Der Vorsitzende des DARC e.V. hat sein Amt noch nicht einmal fünf Monate nach seiner Wahl niedergelegt. Das ist zunächst einmal schlimm, insbesondere, wenn es sich wie in diesem Fall, um einen ehrenamtlichen Mitarbeiter des DARC handelt, der in den langen Jahren seiner Tätigkeit für den DARC durch seine Kompetenz und sein Engagement für die Funkamateure in DL sehr viel erreicht hat.

Es wird noch schlimmer, wenn auf verschiedenen Wegen die Gründe dargelegt werden, die ihn zu seinem Rücktritt veranlasst haben. Ein Teil des neuen Vorstandes wird beschuldigt, das Ehrenamt und seine Bedeutung völlig zu verkennen und diese gering zu schätzen. Viele  E-Mails habe ich diesbezüglich, mit mehr oder minder schweren Vorwürfen meiner Person gegenüber, erhalten. Die Schreiber waren vermutlich davon überzeugt, dass hier  eine sehr gefährliche Situation für den DARC besteht, in der dringendes Handeln geboten ist.

Ich beurteile diese Situation allerdings ganz anders: Persönlich habe ich sicherlich Fehler in der Kommunikation gemacht. In der Kommunikation sind deutliche Verbesserungen nötig und möglich. Problematisch für den DARC würde meiner Meinung nach die Situation jedoch nur dann werden, wenn der vom neuen Vorstand eingeschlagene Kurs zum Umbau und Neuausrichtung des DARC und die Anpassung an die geänderten Randbedingungen, die heute für unser Hobby Amateurfunk gelten, aufgegeben und wieder geändert würde.

Der Vorstand hat in den Monaten seit seiner Wahl eine Reihe von Veränderungen eingeleitet, die aber zum größten Teil erst begonnen wurden und lange noch nicht abgeschlossen sind. Ich möchte davon nur einige nennen oder wiederholen, da in den zurückliegenden Blogs teilweise bereits ausführlich darüber geschrieben wurde:

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Kommunikation zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern zu verbessern und dazu Blog und Editorial in unserer Mitgliederzeitschrift  CQ DL eingeführt. Zuschriften auf Blog und Editorial werden zeitnah beantwortet.

Wir haben damit begonnen, ein neues Leitbild zu definieren, das es uns erlaubt, unser Hobby Amateurfunk auch den Außenstehenden in seiner Bedeutung für die Gesellschaft klar zu machen und um allen unseren Aktivitäten eine klare Richtung zu geben.

Wir planen die Einführung eines Mitgliederbegehrens, sofern es in einer veränderten Satzung ohne Gefährdung der Gemeinnützigkeit darstellbar ist.

Wir wollen die Struktur des DARC so ändern, dass zum einen Möglichkeiten gefunden werden, Mini-OVe, die zu wenig Mitglieder haben, um noch existieren zu können, weiterhin in irgendeiner Form im DARC zu halten, zum anderen aber auch speziellen Interessengruppen unabhängig von einem OV im DARC eine Heimat zu bieten.

Wir müssen die Kosten den Einnahmen anpassen und haben dazu in der Geschäftsstelle ein Kostenreduzierungsteam gebildet.

Wir haben begonnen, Kennzahlen für wichtige Prozesse innerhalb des DARC zu ermitteln, von der QSL-Vermittlung bis hin zur Bearbeitung der Mitgliederanfragen.

In unserem Projekt zur Mitgliederpflege und –gewinnung sind wir dabei, die Maßnahmen zu definieren, damit sich die gesamte Bandbreite der Interessen in unserem Clubleben wiederfinden kann, von den Diplomjägern bis zu den Mikrowellenspezialisten, von den Menschen, die nur Spaß am Funken und vielleicht den geselligen Aktivitäten des Vereins haben, bis hin zu den High-Level-Contestern und DXern.

Das, was heute bereits geleistet wird, von der Interessenvertretung und dem Kampf um ein sauberes Spektrum ohne Störungen durch Smart Metering, Motorsteuerungen und Plasmafernseher aber auch der Bandwacht, bis hin zur anerkannt guten QSL-Vermittlung, um nur einige zu nennen, soll dabei natürlich nicht aufgegeben werden.

Vor meiner Wahl zum Vorstand habe ich sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass mich nur der wählen solle, der auch bereit ist zu Veränderungen. Der jetzige Vorstand – und dabei besteht im Unterschied zur Situation vor dem 13. März völlige Einigkeit - will und wird diese Veränderung weiter vorantreiben, denn dazu sind wir gewählt worden. Im Rahmen der Neuwahl des Vorsitzenden in der Mitgliederversammlung am 9. Mai 2010, zu der ich wie bereits im Oktober 2009 aus beruflichen  Gründen nicht kandidieren werde, muss vom Amateurrat geprüft werden, ob er den eingeschlagenen Weg der Veränderungen weiter mitgehen will oder nicht.

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Jürgen, DL8LE

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de


15.03.2010

DARC-Webauftritt und DARC-Forum

Die Mitglieder des DARC e.V. befinden sich meist auf dem aktuellen Stand der Technik, nicht nur was die HF-Seite betrifft. So ist es auch kein Wunder, daß in dem meisten Shacks der Computer und damit einhergehend das Internet Einzug gehalten hat.

Auch der DARC e.V. hat vor vielen Jahren die Möglichkeiten erkannt, die das Internet mit seinen schnellen Informationen bietet. Dazu gehörte ein erster Webauftritt mit wenigen Seiten sowie der Mailverkehr.

Aus den Änfängen der DARC-Webseiten ist mittlerweile durch die Einbeziehung aller OV's, Distrikte und Referate eine Informationssammlung mit weit über 50.000 Seiten geworden. Auch die Mitgliederseiten unter mydarc.de tragen zu dieser stattlichen Anzahl bei. So ist es kein Wunder, daß die Leitseite des DARC mittlerweile pro Jahr mehr als 75 Millionen Aufrufe verzeichnet.

Seit Ende 2009 wurde Schritt für Schritt ein neuer Webauftritt eingeführt, erstellt mit einem sogenannten CMS unter Typo3. Über die Hintergründe und Notwendigkeiten für diesen Schritt wurde an anderen Stellen bereits mehrfach ausführlich berichtet. Es ist den Verantwortlichen dabei natürlich klar, daß nicht alle Änderungen an einem bestehenden System vorbehaltslos aufgenommen werden. Daß sich liebgewonnene Seiten plötzlich an anderer Stelle wiederfinden, daß gleiche Inhalte auf neue Weise präsentiert werden, daß nicht jede Seite ihr eigenes Layout hat und so weiter.

Das bestehende Layout ist aber nicht für alle Zeiten festgeschrieben. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen wird an der Behebung von festgestellten Fehlern gearbeitet, andere prüfen die Änderungsvorschläge am Aussehen des gesamten Auftritts. Viele Mitglieder haben uns schon Vorschläge übersandt, was wie geändert werden könnte. Wenn auch sie daran mitarbeiten wollen, dann bitte mit konstruktiven Ideen. Mails mit Inhalten wie "Ich muß jetzt 2 Klicks mehr machen als vorher, bitte ändern." landen in dev/nul. Es sind noch viele Dinge mit dem DARC-Webauftritt geplant, sehen sie sich einfach öfters die Seiten an und lassen sie sich überraschen.

Zum Web-Auftritt des DARC e.V. gehört seit einigen Jahren auch das Forum, in dem Mitglieder mit Mitgliedern Erfahrungen austauschen können. Mit der Zeit ist daraus eine Wissensdatenbank geworden, die auch Nichtmitglieder interessieren könnte.

Der Vorstand hat daher beschlossen, die Gruppen HF, VHF und DX für die Allgemeinheit lesend zu öffnen. Das soll heißen, daß die dort bisher und in Zukunft abgelegten Beiträge von jedermann mit Internetzugang gelesen  werden können. Das schreiben in allen Rubriken bleibt weiterhin nur Mitgliedern
vorbehalten.

Mit ein Grund dafür ist auch, daß es im DARC Forum recht selten zu Ausfällen kommt. Dafür sorgen auch die Moderatoren, die nicht passende Beiträge nach einem kurzen Hinweis an den Verfasser notfalls wieder entfernen. Der öfters erhobenen Forderung nach Nennung der Moderatoren werden wir aber auch in Zukunft nicht nachkommen. Letztendlich ist der Vorstand für die Inhalte des Forums verantwortlich, der aus diesem Grunde auch bereits ein paar zeitweilige Ausschlüsse aus dem Forum verfügt hat.

Denken sie jedoch bitte immer daran -> Der Internetauftritt mit all seinen Diensten wie Web, Mail, Forum usw. ist keine satzungsgemäße Aufgabe des DARC und keine einklagbare Dienstleistung. Ein Großteil der Arbeit wird ehrenamtlich erbracht, es kann sich daher daraus kein Anspruch auf eine 24/7 Verfügbarkeit ableiten lassen.

Weiterhin viel Spaß auf den DARC Seiten wünscht
Steffen Schöppe, DL7ATE

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

08.03.2010

„Ein Verein kann nicht wie ein Unternehmen geführt werden!“ Diesen Satz habe ich in den vergangenen  Tagen mehrfach gehört. In der Regel kamen diese Aussagen immer dann, wenn es darum ging, über die Reduzierung von Kosten nachzudenken, über die Pflege bestehender und die Gewinnung neuer Mitglieder, aber auch bei Themen, in denen es „nur“ um Führungsfragen ging. Ich halte es deshalb für nötig, an dieser Stelle einmal näher auf diesen Punkt einzugehen.

Die Beitragseinnahmen des DARC e. V. auf der einen und die Ausgaben auf der anderen Seite sind in der Größenordnung des Umsatzes angesiedelt, den ein kleinerer mittelständischer Betrieb erzielt. Gehen in diesem Betrieb die Umsätze zurück und können die Kosten nicht mehr gedeckt werden, ist er irgendwann am Ende und muss geschlossen werden. Solch eine Situation versucht man dadurch zu verhindern, dass zum einen mehr oder weniger rigide Sparmaßnahmen eingeführt werden, zum anderen aber auch versucht wird, höhere Umsätze mit mehr Erträgen zu erwirtschaften. In einer ähnlichen Situation befindet sich der DARC. Gehen seine Beitragseinnahmen zurück, müssen Kosten eingespart und gleichzeitig die Bemühungen verstärkt werden, die Beitragseinnahmen durch neue Mitglieder wieder zu verbessern. Genau an dieser Stelle greifen auch die Projekte zur Kostenreduzierung und zur Mitgliederpflege und -gewinnung an, die Mitch, DJ0QN, in seinem Editorial in der CQ DL 3/10 angesprochen hat. Täte man hier nichts, wäre das Ende unseres Verbandes zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt absehbar.

Ein Betrieb wird durch seine Mitarbeiter repräsentiert. Es leuchtet vermutlich jedem von vornherein ein, dass jeder Mitarbeiter die Kunden gut und zuvorkommend behandeln sollte, auch wenn es manchmal schwerfällt. Der Betrieb läuft sonst Gefahr, die Kunden zu verlieren, damit gehen die Einnahmen zurück und die Kosten werden schlecht oder gar nicht mehr gedeckt.  In einem Verein sind die Mitglieder mit ihren Ansprüchen an die Geschäftsstelle und die Leistungen, die der Verein erbringen kann, letzten Endes genauso wie die vorher genannten Kunden zu sehen. Die Mitarbeiter des Betriebes sind vergleichbar mit den ehren- und auch hauptamtlichen Mitarbeitern eines Vereins. Ist ein Mitglied nicht mehr zufrieden, weil es ihm im Verein schlicht keinen Spaß mehr macht, weil er seine Vorstellungen vom Verein nicht realisiert sieht, oder auch, weil er sich von den Mitarbeitern des Vereins schlecht oder nicht angemessen vertreten oder behandelt fühlt und dann ggf. sogar austritt, dann befinden  wir uns in der gleichen Situation wie in dem genannten Betrieb.

In einem Wirtschaftsunternehmen können Mitarbeiter selbst kündigen oder gekündigt werden, in einem Verein ist die Situation identisch. Wir sehen auch hier wieder die Vergleichbarkeit. Das Spezifische an einem Verein ist die Tatsache, dass er sehr stark auf seine ehrenamtlichen Mitarbeiter angewiesen ist, die heute vermutlich deutlich schwerer zu finden sind, als noch vor zwanzig Jahren. Ohne die wertvolle Arbeit dieser Ehrenamtlichen, die sich Tag für Tag einsetzen, könnte der DARC heute nicht mehr existieren. Aber auch hier greift wieder der Vergleich: diese Ehrenamtlichen sind genauso zu sehen, wie in einem Betrieb die Mitarbeiter mit einer sehr seltenen aber unbedingt erforderlichen Qualifikation, deren Verlust sich ein Betrieb eigentlich gar nicht leisten kann. 

Mein Vergleich lässt sich beliebig fortsetzen und vertiefen. Ich hoffe aber, dass ich ein wenig verdeutlichen konnte, warum ein Verein im Prinzip genauso zu sehen und zu führen ist, wie ein Unternehmen, wenn auch mit einigen Besonderheiten.

In diesem Sinne

 vy 73

Jürgen, DL8LE

Kontakt:  vorstandsblog(at)darc.de

 

01.03.2010

Viele am Amateurfunk Interessierte fragen beim Vorstand und der Geschäftsstelle nach, wie es mit der neuen Einsteigerzeugnisklasse weitergeht. Die Frage ist berechtigt.

Zuletzt hat der Runde Tisch Amateurfunk dies in seinem Gespräch mit dem Ministerium für Wirtschaft und Technologie am 08.10.2009 thematisiert. Das Ministerium hatte in dem Gespräch seine Zusage gegeben, dass eine Entry level licence kommen wird. Gleichzeitig hatte das Ministerium aber klargestellt, dass eine Einsteigerzeugnisklasse nicht mit der anstehenden Novellierung der Amateurfunkverordnung kommen kann, sondern erst mit einer nächsten Verordnungsänderung.

Der Vorstand hat deshalb beschlossen, die Thematik: Anstehende Novellierung der Amateurfunkverordnung sowie Einführung einer neuen Einsteigerzeugnisklasse noch einmal über den RTA beim BMWi vorzutragen.

Der Vorstand hat darüber hinaus beschlossen, dass der DARC mit einem Konzept in Vorlage gehen soll. Eine neue Einsteigerzeugnisklasse soll vom Niveau her in etwa bei der damaligen Klasse 3 angesiedelt sein. Sie sollte möglichst upgradefähig sein und den Selbstbau weiterhin zulassen. Eine Änderung des Amateurfunkgesetzes sollte aber vermieden werden.

Der Vorstand hat seinen Stabsleiter für Ausbildung, Jugendarbeit und Weiterbildung beauftragt, ein solches DARC-Konzept aufzustellen, das dann an den Runden Tisch Amateurfunk und später an das BMWi weitergegeben werden kann.

Vy 73

Walter, DL3OAP

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de


22.02.2010

Meine Vorstandskollegen und ich haben in den vorangegangenen Blogs bereits mehrfach erwähnt, dass wir einiges in Gang gesetzt haben, die Zukunft des DARCs zu sichern. Heute möchte ich Euch einige Details über das Projekt „Mitgliederpflege und -gewinnung“ geben.

Obwohl die Idee für das Projekt bereits bei einem ersten Treffen im Rahmen der HAM RADIO in Friedrichshafen geboren wurde, ist das Projekt erst im Herbst 2009 so richtig in Bewegung gekommen. Vorab wurde analysiert, warum ähnliche Projekte in der Vergangenheit (ZEBRA, Augsburg, usw.) nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben. Die Ideen waren zwar gut und richtig, aber es hat an der Umsetzung gefehlt. Um das neue Projekt zum Erfolg zu führen, müssen wir moderne Projektmanagement-Methodik benutzen. Wir haben Glück gehabt, dass Georg Keller, DL4YDE, einen Großteil seiner Arbeit im IT-Services-Referat bis Jahresende abgeben konnte und nun mit seinem Wissen im Bereich Projektmanagement den DARC e. V. unterstützt.

Mit Georg an Bord fand sich schnell eine ehrenamtliche Gruppe, um ein Basiskonzept zu entwickeln. Das Resultat wurde dem Amateurrat auf der Mitgliederversammlung in Bad Lippspringe vorgelegt:

Drei Teilprojekte wurden definiert: Bereich Mitgliederpflege, Bereich Mitgliedergewinnung aus dem Kreis der Funkamateure und der Bereich Mitgliedergewinnung neuer Funkamateure.

 Teilprojekt 1 wird von Georg Westbeld, DL3YAT, geleitet. Das Team wird die Leistungen des DARCs überprüfen und messbare Maßnahmen definieren, die es umzusetzen gilt, um die Mitgliederzufriedenheit zu verbessern.

Teilprojekt 2 wird von mir geleitet. Das Team richtet seinen Fokus auf die aktiven Funkamateure in Deutschland, die nicht Mitglied im DARC e. V. sind. Diese gilt es von einer Mitgliedschaft im DARC zu überzeugen und zu gewinnen und zurück zu gewinnen. Der Erfolg ist abhängig von Teilprojekt 1. Wir müssen herausarbeiten, warum trotz einer Vielzahl von Services und Leistungen im DARC e. V., so viele Funkamateure keine Mitgliedschaft in Betracht ziehen – und dies obwohl auch sie von der Arbeit und der Interessenvertretung des DARC auf nationaler und internationaler Ebene profitieren.

Dem Team von Teilprojekt 3 steht bislang Stephanie Heine, DO7PR, aus der DARC-Geschäftsstelle voran, mit dem Ziel, diese Leitung mittelfristig an das Ehrenamt zu übergeben. Teilprojekt 3 definiert Strategien und Taktiken, um die Öffentlichkeit auf den Amateurfunk aufmerksam zu machen und neue Funkamateure zu gewinnen. Die Teams setzen sich aus engagierten DARC-Mitgliedern zusammen. Nach wie vor werden aktive Funkamateure in diesem Bereich gesucht, z. B. suche ich Ehrenamtliche für die Befragung und Auswertung unserer großen Umfrage auf der HAM RADIO. Regelmäßig finden in den Teilprojekten auch Telefonkonferenzen und Treffen statt, um die gesetzten Strategien und Taktiken zu überprüfen und eventuell anzupassen.

Einige Aktionen sind bereits angelaufen und für die Mitglieder „spürbar“, so auch die Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“, ab der CQ DL 1/10 – einige Aktionen laufen bereits im Hintergrund an oder werden in Kürze angestoßen, um den DARC e. V für die Zukunft zu rüsten.

vy 73

Mitch, DJØQN

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

15.02.2010

Es macht mir sehr viel Spaß die Ortsverbände in den umliegenden Distrikten zu besuchen. Gern bin ich den Einladungen zu den Mitgliederversammlungen gefolgt und habe mir auch, mit viel Freude, die Berichte der einzelnen Mandatsträger angehört.

Es ist wirklich erstaunlich, was ein OV leisten kann, wenn er eine gute Truppe von aktiven Mitgliedern hinter sich hat. Es gibt auch OVe, in denen der gewählte Vorstand sehr klein ist, aber auf ein Team engagierter OM und YLs, die sich um die einzelnen Bereiche kümmern, zurückgreifen kann. . Was in diesen Ortsverbänden  geleistet wird, ist schon toll – Leider hört man recht wenig über solch aktive Ove, da diese selten über ihre gute Arbeit berichten und damit nicht vor anderen OVen „glänzen“ wollen

Dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“  darf hier ruhigen Gewissens gefolgt werden. Es gibt keine bessere Werbung, als die Präsentation aktiver OV-Arbeit, die allen Beteiligten Spaß bringt! Wie oft habe ich schon versucht klar zu machen, wie wichtig ein OV-Heim ist!  Oft wurde dort in mühevoller Arbeit das Shack eingerichtet, die Antennen montiert und die Räume für den OV-Abend renoviert. Und alles nur für die Zufriedenheit der Mitglieder? Natürlich auch dafür … Doch muss es nicht auch Ziel einer guten Arbeit sein, dies nach außen zu präsentieren, die Presse einzuladen, neue Interessenten und den Bürgermeister zu begrüßen oder gar neue Funkamateure dort auszubilden?

Darüber hinaus ist ein Grundwissen über die Strukturen und die Services des DARC e.V. ratsam, da diese ja auch in die Öffentlichkeit transportiert werden sollen. Als Hilfestellung wird derzeit in einem Projekt ein OV-Leitfaden erarbeitet, der genau dies zum Inhalt hat. Ihr dürft gespannt sein!

Im Vordergrund aller Bemühungen der OV-Vorstände sollte jedoch eines stehen: Die Zufriedenheit der eigenen Mitglieder. Der Vorstand und die Projektgruppe Mitgliederpflege haben ihre Arbeit diesbezüglich bereits aufgenommen.  Bitte habt auch Verständnis dafür, dass diese Arbeit nicht von heute auf morgen präsentiert werden kann – Wir halten Euch aber auf dem Laufenden. Wir haben uns Veränderungen vorgenommen und wir arbeiten daran,

vy73

Martin, DL1DCT
Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de


08.02.2010

Steffen, DL7ATE, wies in seinem vorrangegangenen  Blog schon darauf hin, dass auf der Vorstandssitzung am 30./31. Januar unter anderem auch über den Entwurf eines Leitbildes für den DARC diskutiert wurde. In meinem Blog will ich darauf etwas näher eingehen.

Mancher fragt sich jetzt vielleicht, warum wir uns überhaupt mit einem Leitbild befassen, und ob wir uns nicht mit wichtigeren Themen auseinandersetzen müssten. Schließlich gab es in der Vergangenheit schon etliche Versuche, mehr oder weniger umfangreiche Überlegungen zum Sinn und Zweck des Amateurfunks anzustellen. Nur: im Ergebnis haben wir heute kein prägnantes und akzeptiertes Leitbild des DARC, das sowohl in der Innen- als auch in der Außenwahrnehmung, als Leitlinie für die Aktivitäten seiner Mitglieder und der Organe des Clubs dienen kann und damit gleichzeitig auch den Amateurfunk und damit letztlich auch den DARC als für unsere Gesellschaft positiv, nützlich und wichtig erkennbar werden lässt. Es muss uns allen jedoch bewusst sein, dass wir Teil unserer Gesellschaft sind und uns in dieser Gesellschaft bewegen. Nur dann, wenn auch ganz eindeutig der Nutzen gesehen wird, den wir der Gesellschaft bieten, sind Bedingungen möglich, unter denen wir dauerhaft unser Hobby Amateurfunk zufriedenstellend ausüben können.

Nur unter diesen zufriedenstellenden Bedingungen werden wir unsere Mitglieder halten und auch neue gewinnen können. Nur dann, wenn wir nicht nur als Umweltverschmutzer und Störenfriede angesehen werden, werden wir die zwingend erforderliche breite gesellschaftliche Akzeptanz finden. Wir müssen wegkommen von der Nabelschau und dem Selbstmitleid aufgrund der vielen Schwierigkeiten, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, so zum Beispiel   denen mit manchen Nachbarn, für die “Funk“ heute nur noch etwas Bedrohliches ist (siehe hierzu beispielsweise den Antrag in einer Grundschule, zum Schutze der Kinder die Funkuhren (!) aus der Schule zu verbannen). Es hilft einem kein Selbstmitleid, wenn man sich restriktiven Stadt- und Gemeindeverwaltungen oder schlicht und einfach dem Wettbewerb von Handy und Internet gegenüber sieht. Im Gegenteil: Wir haben der Gesellschaft etwas zu bieten, und deshalb sieht unser Leitbild auch wie folgt aus:

      Amateurfunk ist der Weg, um

  • das Interesse an der Technik zu wecken

  • die Kenntnisse über technische Zusammenhänge zu entwickeln und damit mehr junge Menschen zu einer Ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Ausbildung zu führen

  • Behinderte Menschen zu integrieren

  • Soziale Kompetenz zu entwickeln

  • Zur weltweiten Völkerverständigung beizutragen

  • Die Gemeinschaft durch Dienstleistungen beim Katastrophenschutz zu unterstützen.

    Der DARC ist der Verband, in dem diese Wege definiert werden, um diese Ziele umzusetzen, in dem sich Menschen zusammenfinden, um diese Ziele zu unterstützen, und der seine Mitglieder bei der Realisierung dieser Ziele unterstützt.

Das klingt zunächst einmal sehr allgemein, aber ich meine, dass wir ohne diese grundlegende Definition zu kurz springen. Wir brauchen die Akzeptanz durch die Gesellschaft (und wir sind ein Teil von ihr). Wir müssen deshalb klar artikulieren, warum wir diese Akzeptanz beanspruchen können und das auch offensiv nach außen vertreten. Deshalb habe ich oben auch davon gesprochen, dass wir ein prägnantes Leitbild benötigen, denn sonst werden wir nicht verstanden. Es muss ein akzeptiertes Leitbild sein, sowohl von den Mitgliedern als auch von Freunden, Bekannten, Nachbarn, Behörden und Politikern. Die Änderungsvorschläge, an denen wir interessiert sind und mit denen wir uns auseinandersetzen werden, um das Ziel einer möglichst breiten Akzeptanz nach innen zu erreichen, werden wir grundsätzlich im Hinblick auf die Prägnanz der Formulierungen und ihrer Wirkung nach innen und außen beurteilen.

Wir wollen auf der nächsten Mitgliederversammlung über dieses Leitbild entscheiden.

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Jürgen, DL8LE
Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

01.02.2010

Der Vorstand, der AR-Sprecher, sein Stellvertreter und in wechselnder Besetzung einige Mitarbeiter der Geschäftsstelle haben sich am letzten Januar-Wochenende in Baunatal zur zweiten Vorstandssitzung getroffen.

Der Oktober 2009 neu gewählte Vorstand ist ja bekannterweise mit dem Vorsatz angetreten, einerseits die Kommunikation mit den Mitgliedern zu verbessern und neue Wege der Einflußnahme des einzelnen Mitglieds zu beschreiten, andererseits aber auch alle Ausgaben innerhalb des Vereins auf den Prüfstand zu stellen. 

Nach einer internen Besprechung am Freitagabend saßen die Teilnehmer am Samstag von 9:00 bis 19:00 Uhr und am Sonntag von 9:00 bis 13:00 Uhr zusammen, dabei wurden 45 Tagesordnungspunkte bearbeitet. Sie reichten von der Umbenennung von Referaten über die Planungen verschiedener Veranstaltungen bis zur Erarbeitung eines DARC-Leitbilds. Breiten Raum nahmen die Statusberichte über alle laufenden Projekte im Vorstand und der Geschäftsstelle sowie der Beschluß über ein Kostenreduzierungsprogramm in der Geschäftsstelle ein. Hierbei müssen zukünftig alle Ausgaben über 100.- Euro von der Geschäftsführung bzw. dem zuständigen Vorstandsmitglied vorab genehmigt werden. Es soll aber auch durch die GF und die Mitarbeiter selbst geprüft werden, welche Arbeitsschritte und -wege effizienter durchgeführt, oder komplett weggelassen werden können.

Viele Mitglieder wünschen sich die Möglichkeit, unsere CQDL in elektronischer Form zu erhalten. Hierzu wurde vom Verlag eine Übersicht erstellt, welche finanziellen Folgen eine solche Umstellung hätte. Auf die Kosten für Redaktion und Layout hätte dies keine Auswirkungen. Der Druck und Versand würde sich bei verringerter Print-Auflage dagegen leicht erhöhen. Wesentlich aber ist, daß die Einnahmen im Verlag durch Anzeigenkunden drastisch zurückgingen, da Online-Werbung wesentlich weniger vergütet wird als Print-Werbung. Letztendlich würden sich die Gesamtkosten für die CQDL bei teilweiser oder vollständiger Umstellung auf eine papierlose Variante erhöhen. Der Vorstand hat daher beschlossen, diesen Weg vorerst nicht weiter zu verfolgen.

Ein Großteil der Abstimmung innerhalb des Vorstandes und mit dem AR erfolgt aus Zeit- und Kostengründen bereits seit einigen Jahren in regelmäßigen Telefonkonferenzen und per Mail. Trotzdem sind persönliche Treffen mit dem AR und den Mitarbeitern der Geschäftsstelle mitunter unabdingbar. Und auch wenn 45 Tagesordnungspunkte sich viel anhört, gibt es auf solchen 2-3 x jährlich stattfindenden Sitzungen auch Themen, die nur einer kurzen Bemerkung bedürfen, über andere Sachgebiete wird lange Zeit teilweise kontrovers diskutiert.

Zum Abschluß noch einige aktuelle Zahlen aus dem Verband :
Der aktuelle Mitgliederstand zum 1. Januar 2010 beträgt 41.962 Mitglieder. Im Jahre 2009 sind 876 Mitglieder neu eingetreten (Vorjahr 818), es haben aber auch 1.614 Mitglieder den DARC verlassen (Vorjahr 1.620).
Zum gleichen Zeitpunkt beträgt die Anzahl der Ortsverbände 1.047, das Durchschnittsalter unserer Mitglieder ist wieder leicht gesunken und liegt bei 52,4 Jahren, die durchschnittliche Dauer der Mitgliedschaft im DARC beträgt 12 Jahre.
Es wurden 2009 insgesamt 5,04 Millionen QSL-Karten in Baunatal vermittelt, davon 2,65 Mio. im Inland und 2,39 Mio. ins Ausland.

Das wären die Neuigkeiten aus dem Vorstand für diese Woche. Bleiben sie dran und freuen sich schon auf das nächste Blog mit aktuellen Berichten rund um den DARC.

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Steffen, DL7ATE

P.S. Dieser Blogeintrag wurde auf der Heimfahrt in der Bahn zwischen Kassel und München geschrieben, die trotz der widrigen Wetterverhältnisse zumindest in Richtung Süden ausnahmsweise mal pünktlich war

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

25.01.2010

„Mir wird zu viel gejammert im Vorauseilendem Erschrecken. Als wäre die Zukunft etwas Vorgefertigtes, Monströses, auf das wir hilflos zutreiben.“
Frank Schätzing

Diese Worte treffen genau die Situation in der wir uns im Moment, wenn man es genau nimmt - schon seit vielen Jahren, befinden. Wenn ich über das 80-m-Band drehe höre ich, schon sehr lange, solch düsteren Vorahnungen. Die Funkfreunde die dort diskutieren, wissen eigentlich schon immer, wie es richtig zu machen ist – meine Frage: Warum helfen sie uns nicht mit ihrem Fachwissen und stellen sich zur Verfügung? Man muss ja nicht gleich Vorstand werden, eine Mitarbeit in einem Referat,  ja auch schon nur die Mitarbeit im OV würde doch helfen die Situation besser zu machen als sie sich im Moment (nach den Worten der Freunde auf dem 80-m-Band) darstellt.

Wir, der Vorstand, arbeiten an Ideen, Konzepten und Aktionen. Als Ehrenämtler arbeiten wir nicht für Gehalt oder Honorar, wir arbeiten für unser Hobby, für die Mitglieder des DARC e. V. aus Idealismus und Spaß am Hobby und besonders für Dich als Funkamateur. Nur müssen diese Dinge von den Mitgliedern, von Dir umgesetzt werden! Die Ortsverbände sind der wichtigste Teil unserer Organisation. Die Basis bildet aus, macht Öffentlichkeitsarbeit, belebt mit ihren Mitgliedern und ihrem DOK die Bänder. Wir müssen das Rad nicht 1.060 Mal neu erfinden. Lasst uns an Euren Aktionen, Ideen und Konzepten teilhaben. Du bist der OV!

Für den Bereich der Aus- und Weiterbildung suche ich noch viele Helfer mit guten Ideen und Spaß an dieser Art von Arbeit für unseren Verband und für uns Funkamateure. Es gibt sehr viele gute Dinge und diese gilt es schnell und transparent weiterzugeben. Fasse den Mut zur Aus- und Weiterbildung! Es muss nicht immer nur Technik sein, die weitervermittelt werden sollte, nein, es ist auch wichtig, Kassierer in die Kunst der Kassenführung einzuführen oder auch OVVe und ihre Stellvertreter in der richtigen Form der Versammlungsleitung und Gesprächsführung zu schulen. Sozialkompetenz ist einer der Schlüsselaspekte. Dies kann natürlich auch auf Distriktsebene geschehen. Dem Ideenreichtum unserer Mitglieder, von Dir als Funkamateur zu Funkamateur, vom OM zum Newcomer sind hier keine Grenzen gesetzt.

Bring Dich und Dein Wissen, Deine Kompetenz in unsere Gemeinschaft der Funkamateure ein. Gestalte Deine Zukunft als Funkamateur aktiv mit.

Mit den besten Wünschen für das Jahr 2010 und vielen netten, störungsfreien Verbindungen

vy73
Martin, DL1DCT
Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

18.01.2010

Am Sonntag, dem 17. Januar 2010 bin ich in meinem Amt als RTA-Vorsitzender bestätigt worden. Der Runde Tisch Amateurfunk ist 1994 gegründet worden auf Empfehlung des damaligen Ausschusses für Post und Telekommunikation im Deutschen Bundestag. Der RTA ist seitdem die politisch legimitierte Interessenvertretung der deutschen Funkamateure und findet Gehör bei Behörden, der Politik und anderen Verbänden. Der RTA besteht aus insgesamt 18 Mitgliedsverbänden, Tendenz steigend. Immer mehr Intessengruppierungen oder Vereine interessieren sich für die Arbeit des RTA und fragen um eine Mitgliedschaft in der Geschäftsstelle nach. Und dies hat seinen Grund, denn man kann mit Fug und Recht behaupten, die Arbeit des Rundes Tisches Amateurfunk ist erfolgreich. Wir finden nicht nur Gehör bei der Verwaltung und in der Politik, sondern es gelingt uns - wenn auch nicht immer - unsere Forderungen durchzusetzen. Als Beispiel möchte ich unsere schon erwähnten Erfolge im Zusammenhang mit der Gestaltung des neuen EMVG 2008 erwähnen.

Mit der steigenden Anzahl der Mitgliedsvereinigungen im RTA wird es aber auch immer schwieriger, die unterschiedlichen Meinungen zu bündeln und mit einer nach außen einheitlichen Stimme aufzutreten. Dafür hat sich der RTA seit seiner Gründungsversammlung eine Geschäftsordnung gegeben, die diesen Schwierigkeiten gerecht wird. In der Sache und bei Fachfragen entscheidet nach der internen GO des RTA die Mehrheit der auf der Sitzung vertretenen Mitglieder. Die Bildung eines Minderheitenvotums, das auch vor den Behörden vorgetragen werden kann, ist gleichwohl möglich. In anderen eher verwaltungstechnischen Fragen entscheidet die Mehrheit der auf der Sitzung anwesenden Vertreter der Amateurfunkvereinigungen.

Einstimmig sowohl mit der absoluten Mehrheit der Mitglieder als auch der absoluten Mehrheit der Amateurfunkvereinigungen hat sich der RTA am Sonntag dafür ausgesprochen, weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Störfallbearbeitung durch die BNetzA auszuschöpfen, u. a. auch über den Beirat der BNetzA und im Wege von Petitionsmöglichkeiten.

Vy 73
Walter, DL3OAP

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

07.01.2010

Das erste Vorstandsblog im neuen Jahr … Nachdem ich das Vorstandsmitglied bin, das den Reigen in diesem Jahr eröffnet, will ich die Gelegenheit nutzen, zum einen noch einmal auf die letzten Monate einzugehen, zum anderen aber auch einen vorsichtigen Ausblick auf die Themen zu geben, mit denen wir uns im kommenden Jahr auseinandersetzen müssen.

Die letzten beiden Monate des Jahres 2009 wurden beherrscht durch die Diskussion über die Anpassung des DARC-Mitgliedsbeitrages. Deutlich wurde uns hierbei insbesondere, dass wir, die Führung des DARC, es noch nicht ausreichend geschafft haben, Euch, den Mitgliedern, zu verdeutlichen, warum es sich lohnt, im DARC zu sein und dafür auch einen jährlichen Beitrag zu zahlen. Dieser musste nach dem Ausschöpfen anderer Möglichkeiten nun leicht erhöht werden. Das zweite große Thema war die kurzfristig erforderliche Anpassung unserer Satzung, um den Status der Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. Dank des schnellen Einsatzes aller Beteiligten konnte noch rechtzeitig vor dem Jahresende die Eintragung ins Vereinsregister realisiert werden.

Viel wichtiger als der Blick zurück ist meiner Meinung nach jedoch der nach vorne, auf das, was wir im neuen Jahr anpacken müssen. Ich möchte an dieser Stelle nur einige Punkte nennen:

  • Diskussion über das zukünftige Leitbild des DARC (neudeutsch Vision)
  • Beginn der Umsetzung unserer Maßnahmen aus dem Projekt Mitgliederpflege und -gewinnung
  • Entwicklung einer neuen, zukunftsfähigen Clubstruktur
  • Verbesserung der Kommunikation zu den Mitgliedern.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass wir bei den genannten Themen nie die Zustimmung aller Mitglieder finden werden. Es wird immer unterschiedliche Meinungen geben. Ich finde aber, wir haben dann schon sehr viel erreicht, wenn wir am Ende des Jahres eine deutliche Mehrheit für die Maßnahmen finden, die festgelegt werden müssen, und diese auch von denen mitgetragen werden, die sich mit ihrer Meinung nicht durchsetzen konnten. Ich würde mir wünschen, dass Ihr, die Mitglieder, uns mit der gleichen Offenheit und Unbefangenheit begegnet, mit der wir auf Euch zugehen. Manchmal entsteht der Eindruck, dass bei jeder Äußerung oder Handlung des Clubs oder einiger seiner Organe erst einmal geprüft wird, ob hier nicht vielleicht wieder Vorurteile bedient werden können, gegen die man anschließend herrlich streiten kann.

In diesem Zusammenhang möchte ich ein Beispiel nennen, das mich etwas getroffen hat: Wir haben unsere Webseite entrümpelt und entstaubt und jetzt – wie ich persönlich finde – ein sehr viel frischeres und moderneres Layout. Nach der Freischaltung der Seite gab es neben vielen zustimmenden Mails und auch vielen konstruktiv kritischen Hinweisen jedoch auch öffentliche Äußerungen, die ich nicht nachvollziehen kann. So gab es z. B. Aussagen, dass man im Vorstand angeblich die „… Bestandskunden als unwichtiger“ ansieht „als die Akquisition von Neumitgliedern“ oder dass UKW-Amateurfunk auf Wettbewerbe und Relaisfunk reduziert sei. Diese Schlussfolgerungen sind meines Erachtens schlicht falsch, zumindest jedoch voreilig. Bitte gebt dem verantwortlichen Team die Zeit, Schritt für Schritt die noch vorhandenen Schwächen des Webauftritts zu beheben und auch dort, wo erforderlich, Inhalte zu ergänzen oder zu überarbeiten. Ich persönlich halte es jedenfalls für sehr viel besser, mit den momentan vorhandenen Schwächen zu leben, die im Laufe der Zeit behoben werden, als weiter mit dem alten Layout zu arbeiten und ein heute nicht mehr zutreffendes Image zu verbreiten.

Ein ganz anderes Thema zum Schluss: Es gab in den letzten Wochen auch vereinzelt Kritik an teilweise längeren Antwortzeiten auf Anfragen an die Geschäftsstelle. Über das neu eingeführte Ticketsystem sind wir jetzt in der Lage, derartige Probleme frühzeitig zu erkennen, und wir können entsprechend reagieren. Nach dem Abbau des aktuellen Anfragestaus sollten wir mit diesem System allmählich zu einer Normalisierung der Situation kommen.

Für das kommende Jahr wünsche ich Euch alles Gute, viel Glück und Erfolg!

vy73

Jürgen, DL8LE

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

21.12.2009

Über das Thema Mitgliederpflege wird im DARC e.V. schon seit Jahren gesprochen, die Umsetzung war, aus Sicht der Mitglieder, aber eher weniger befriedigend. Nicht, dass sich im DARC nichts getan hat, es wurde darüber wenig gesprochen und in den Medien geschrieben - dies soll sich aber im kommenden Jahr ändern!

In den vergangenen Wochen habe ich viele Anregungen und auch Kritik aus der Mitgliedschaft bekommen, die ich in drei Bereiche untergliedert habe, und die ich an dieser Stelle vorstellen möchte:

1) Die Organisationsstruktur im DARC e. V. (Geschäftsstelle/Vorstand/Distrikt/OV) ist aus Sicht der Mitglieder unübersichtlich bzw. veraltet. Des Weiteren muss eine klare Vision „Welchen Weg gehen wir im DARC e. V. zukünftig gemeinsam“ an die Mitglieder weitergegeben werden.

2) Die Services und Leistungen des DARC sind an der Basis weitgehend unbekannt. Als Hauptleistungen können viele Mitglieder nur die QSL-Vermittlung, immerhin 5,5 Millionen im Jahr, und die Zusendung der Mitgliederzeitschrift CQ DL benennen. Insbesondere die Interessenvertretung gegenüber den nationalen und internationalen Behörden die für alle Funkamateure weltweit wichtig ist und die vom DARC e. V. als größten deutschen Verband geleistet wird, sehen viele Mitglieder nicht. Ganz davon abgesehen, dass auch die „Nicht-Mitglieder“ von unserer Interessenvertretung in hohem Maße profitieren. Dazu kommt noch, dass viele Mitglieder nicht verstehen, dass wir der „DARC e. V.“ sind und nicht die „DARC GmbH“. Die Hauptarbeit wird von Ehrenamtlichen in ihrer Freizeit vor Ort geleistet, beispielsweise die KfZ-Einbaudatenbank und die Pflege der Merkblätter für Gastlizenzen. Wenn ein Land oder Auto nicht in einer Datenbank zu finden ist, bedeutet dies nicht dass DARC e. V. versagt hat, sondern eher dass diese Mitarbeiter kein Input von einem Mitglied bekommen haben, um die Datenbank zu pflegen. Die Gemeinschaft der Funkamateure im DARC e. V. lebt von dem Netzwerk der Mitglieder untereinander.

3) Es gibt einen unstillbaren „Hunger“ in der Mitgliedschaft auf offene Kommunikation. Dieser Blog und das wieder eingeführte Editorial in der CQ DL sind nur ein Anfang der neuen Kommunikationswege, die der Vorstand zukünftig beschreiten will. Aber die Kommunikation findet nicht nur vom Vorstand zur Mitgliedschaft statt – sie muss sich durch alle Bereiche ziehen. Die Mitglieder müssen mehr in die Entscheidungsprozesse des Vereins einbezogen werden und dies nicht nur auf OV-Ebene. Die fehlende Kommunikation untereinander hat große Auswirkungen auf unser Image und das Image kann und muss immer verbessert werden.

Gerne würde ich Euch jetzt alle Antworten zu den drei Hauptthemen geben, aber ich muss zugeben, dass niemand von uns zu diesem Zeitpunkt alles auf einmal erledigen und beantworten kann. Aber was ich Euch sagen kann ist, dass die Hauptaufgabe von uns im kommenden Jahr sein muss, daran zu arbeiten Einiges wurde schon in die Wege geleitet, Projektgruppen zu den Themen wurden gebildet und haben ihre Arbeit aufgenommen.

Natürlich werden wir Euch in den kommenden Monaten darüber auf dem Laufenden halten. Der Vorstand wird über die Feiertage mit dem Blog pausieren, ab Anfang Januar geht es dann weiter.

Wir wünschen allen Mitgliedern ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

vy73

Mitch, DJ0QN

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

15.12.2009

Entscheidungsprozesse im DARC e.V.

"Der Vorstand macht ja doch nur was ER will"

Diese Worte haben wir in den vergangenen Monaten öfters gehört. Wer das sagt, zeigt damit aber auf, daß er (sie) über die Entscheidungswege im DARC recht wenig weiß.

Man kann es gar nicht oft genug sagen : Der Vorstand arbeitet wie alle OVV's und DV's ehrenamtlich in seiner Freizeit neben Familie und Beruf. Er bekommt dafür also kein Geld und hat kein Büro in Baunatal. Seine Entscheidungen trifft der Vorstand im Rahmen der Satzung und der sogenannten Geschäftsordnung, die von der Mitgliederversammlung definiert worden sind. Damit kann er nicht selbstherrlich über alle Themen selbst entscheiden, auch wenn sie vielleicht kurzfristig zur Entscheidung anstehen. In vielen Fällen ist es erforderlich, dass der Amateurrat auf den 1x jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen per Mehrheitsbeschluss die Entscheidungen fällt. So kann der Vorstand (wie jede andere Untergliederung auch) zwar Anträge zur Abstimmung auf den MV's einbringen, letztens z.B. die Beitragsanpassung. Aber entscheiden darüber tut nur der AR, also die 24 Distriktsvorsitzenden und der Vorsitzende des VFDB.

Im Dezember 2009 hat sich diese Vorgehensweise erstmalig gelockert. Einen Monat nach der Versammlung in Bad Lippspringe Ende Oktober wurden wir darüber informiert, daß das Bundesministerium für Finanzen eine Änderung in der Mustersatzung für gemeinnützige Vereine beschlossen hat. Insbesondere ging es um den Punkt, was mit dem Vermögen eines Vereins bei dessen Auflösung geschieht. Obwohl der DARC e.V. überhaupt nicht plant sich aufzulösen, musste doch aufgrund der knappen Fristen eine kurzfristige Entscheidung zur Änderung unserer Satzung getroffen werden.

Hier hat sich der AR sehr flexibel gezeigt, und ist innerhalb weniger Tage einem Vorschlag zu einer schriftlichen Abstimmung gefolgt. Der Vorstand hat mit dieser Art der Entscheidungsfindung die Notwendigkeit dafür aufzeigen wollen, auch wenn sie in der Satzung nicht vorgesehen ist. Wir als Vorstand haben damit die uns zustehenden Möglichkeit ausgenutzt, was in der Vergangeheit nicht genügend geschehen ist, um das Problem schnellstmöglich zu lösen.

In diesem Zusammenhang wurde auch begonnen, verschiedene Arten der zukünftigen Entscheidungsfindung angeregt zu diskutieren. In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit mit nur noch einer Mitgliederversammlung pro Jahr muß die Verantwortung für den Verein und damit einhergehend die Entscheidungsbefugnis grundlegend überdacht werden. Ich denke, wir sind mit der Abstimmung letzte Woche auf dem richtigen Weg angekommen. Auf dem Weg, neue Strukturen zu definieren und später umzusetzen, jetzt müssen wir ihn nur noch gemeinsam zu Ende gehen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern des Blog ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest sowie einen erfolgreichen Start in das Jahr 2010.

vy73

Steffen, DL7ATE

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de


07.12.2009

Liebe DARC-Mitglieder, liebe Funkamateure,

der Vorstand freut sich, dass das Medium Blog als direkte und private Kommunikation bei den Mitgliedern -  also bei Euch – gut ankommt.

In meinen Eingangsworten Anfang Oktober hatte ich zugesagt, mich mit sachlichen/politischen Themen zu Wort zu melden. Der DARC betreibt nicht nur Interessenvertretung über den Runden Tisch Amateurfunk, sondern unterstützt auch fachlich und finanziell Klagen von DARC-Mitgliedern, die geeignet sind, für alle Funkamateure positive Auswirkungen zu haben. So ist es in einem Verwaltungsrechtsstreit eines Mitgliedes wegen Störungen des Rundfunk- und Amateurfunkempfangs durch PLC. Der Vorstand hat sich jetzt durch schriftlichen Vorstandsbeschluss einstimmig dafür ausgesprochen, die Verwaltungsrechtssache des Mitgliedes durch Einlegung der Berufung weiterhin zu unterstützen. Es wird die mangelhafte Aufklärung durch das Verwaltungsgericht Mannheim gerügt.

Der Fall ist von grundsätzlicher Bedeutung, was die Störungen des Amateurfunks und Rundfunks durch PLC anbetrifft und auch für die Auslegung des EMVG. Es kann nicht sein, dass ein Verwaltungsgericht eine von uns beantragte Beweiserhebung zur Frage, ob Störungen vorliegen, ablehnt mit der Begründung, die BNetzA habe sich bereits genügend mit der Bearbeitung des Falles befasst, wo es gerade zwischen BNetzA und dem Funkamateur streitig ist, ob die Störungen relevant sind oder nicht. Was meint Ihr?

Außerdem freue ich mich, morgen unsere Politikkontakte zu erweitern. Wir treffen im Schaumburger Kreis einen Bundestagsabgeordneten der SPD, der sich bei einem OM live und vor Ort und am Amateurfunkgerät informieren möchte. Er ist insbesondere an der Thematik Not- und Katastrophenfunk sehr interessiert.

vy 73

Walter, DL3OAP

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

30.11.2009

Teamwork

Teamarbeit ist die Fähigkeit zusammen auf eine gemeinsame Vision hinzuarbeiten. Es ist die Fähigkeit individuelle Errungenschaften in die Richtung der gesetzten Ziele zu lenken. Gleichzeitig ist es der Kraftstoff, der es möglich macht, dass gewöhnliche Menschen ungewöhnliche Resultate erzielen“.

Diese klugen Worte stammen leider nicht von mir, der Autor ist auch unbekannt, sagt das Kalenderblatt. Die Worte treffen aber sehr genau auch meine Gefühle was wir, nicht nur der Vorstand, sondern alle Mitglieder, versuchen sollen.

Es gibt außergewöhnliche und viele Talente in unserem Club, auch für Dinge die auf den ersten Blick nichts mit unserem Hobby zu tun haben – sie einzusetzen und versuchen eine Verbindung zu unserem Hobby herzustellen ist eine Herausforderung. Ein gutes Beispiel ist die Fotographie – man kann mit einem Fotoapparat schöne Landschaftsaufnahmen machen, man kann aber auch elektronische Bauteile und Antennen ins richtige Licht setzen.

Jeder unserer vielen Ausbilder verfügt über eigene Konzepte und Rezepte. Wir müssen versuchen unsere Fähigkeiten und Konzepte zu bündeln. Warum das Rad neu erfinden? Bitte stellt euch und eure Fähigkeiten unserer Gemeinschaft im DARC zur Verfügung. Nennt uns Themen, bei denen wir helfen sollen und müssen! Die stetig steigende Zahl der Teilnehmer am Funktionsträgerseminar in Baunatal zeigt  sehr deutlich, wie stark das Bedürfnis nach Informationen aus erster Hand ist. Mich würde es sehr freuen, viele E-Mails mit Themenvorschlägen zu erhalten – NICHTS  tun ist Stillstand! Versucht eure Fähigkeiten im OV, Distrikt und AR einzubringen. Nur wir, das Team DARC e.V., kann gemeinsam zu einer guten und stabilen Zukunft beitragen.

Für den Bereich Aus- und Weiterbildung suche ich weiterhin nach Unterstützung aus den Reihen aller Mitglieder unseres Clubs – jede konstruktive Idee soll diskutiert und, wenn möglich, umgesetzt werden.

 
vy 73 es Glückauf

Martin, DL1DCT

 

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23.11.2009

Eigentlich wollte ich heute über andere Themen schreiben, aber die Erlebnisse der letzten Wochen - seit unserer Wahl zum Vorstand - haben mich dazu gebracht, etwas über den Vorstand in den Blog zu bringen.

Wir haben in dieser Zeit viele E-Mails von Mitgliedern bekommen und wir haben diverse Forum-Einträge gelesen. Das gab mir einen noch tieferen Einblick in die Grundstimmung der Mitglieder.

Wir haben erstaunlich viele positive Wünsche und Anregungen, aber auch sehr viel negatives Feedback bekommen. Natürlich hing viel Kritik mit der Beitragserhöhung zusammen, aber das war meiner Meinung nach eher ein Auslöser, ein Grund sich negativ auszulassen. Einige Mitglieder haben sehr gute Vorschläge für die Zukunft gemacht, die vom Vorstand gern aufgenommen werden. Aber es ist auch deutlich klar geworden, dass einige Mitglieder gar nicht wissen, was für Menschen eigentlich im Vorstand sind. Deshalb hier einige Details:

  • Zwei Mitglieder im Vorstand sind bereits bekannt:  DL3OAP und DL7ATE. Neu dazu gekommen sind DL1DCT, DL8LE und DJ0QN.
  • Walter, DL3OAP, hat den Vorsitz von Jochen, DL9KCX, übernommen. Walters Verständnis für die technische Seite des Amateurfunks und die Zusammenarbeit mit den Behörden und RTA sind für den DARC unverzichtbar.
  • Steffen, DL7ATE, ist als Finanzspezialist für den Haushalt und Finanzen zuständig. Besonders während der Konsolidierungsphase im DARC ist sein Know-how für den Club sehr wichtig.
  • Martin, DL1DCT, ist ein langjähriger OVV und wird sich um alle Themen kümmern, die in die OV-Ebene gehören. Unsere Arbeit bringt nichts, wenn es in den Ortsverbänden nicht umgesetzt wird, deshalb ist Martins Erfahrung für uns sehr wichtig.
  • Jürgen, DL8LE, ist von Beruf Spezialist für Restrukturierungsmaßnahmen / Umbau von Unternehmen. Diese Erfahrungen werden ihm als zuständiger Vorstand für die Geschäftsstelle in Baunatal zu Gute kommen.
  • Ich (Mitch, DJ0QN) habe über 30 Jahre Berufserfahrung in internationalen Hightech Unternehmen, darunter über 20 Jahre in Marketing, PR und Vertrieb. Zudem habe ich mich schon in der Vergangenheit um den Aufbau und die Sanierung von Vereinen ehrenamtlich gekümmert. Meine Aufgaben als DARC Vorstand sind Marketing & PR, internationale Angelegenheiten und Notfunk.
  • Der Vorstand des DARC ist ehrenamtlich tätig, neben Beruf und Familie. Wir wohnen nicht in Baunatal und investieren unsere Freizeit und unser Know-how unentgeltlich für den DARC.

 Und jetzt ein paar weitere Inputs von mir:

  • Es gibt viele Dinge, die beim DARC bisher gut und einige, die weniger gut gelaufen sind. Unsere Aufgabe ist es, Prioritäten zu setzen und die Punkte zu adressieren, die dringenden Verbesserungsbedarf haben.
  • Wenn ihr die Berufe von uns lest, wird hoffentlich klar, dass wir nicht in den Vorstand gekommen sind, damit alles wie bisher weiter läuft. Ich habe als Amerikaner im Wahlkampf von Obama mitgearbeitet, damit notwendige Schritte für die USA umgesetzt werden. Jetzt arbeite ich ehrenamtlich für den DARC, damit notwendige Schritte auch im DARC umgesetzt werden. Leider können diese Schritte nicht über Nacht umgesetzt werden, deshalb meine Bitte an Euch: Gebt uns Eurer Vertrauen und etwas Zeit!
  • Man kann es nicht jedem Mitglied recht machen. Unser Verein ist wie eine politische Partei, zwei Funkamateure haben drei verschiedene Meinungen. Die Stärken unseres Hobbys sind die Vielfalt plus die Kombination zwischen Tradition und neuer Technik. Wenn für ein Mitglied eine Sache (Betriebsart, usw.) nicht interessant ist, ist es sicherlich für andere interessant. Bitte akzeptiert die Meinungen und Interessen von anderen, dass gehört auch zum Amateurfunk!
  • Es arbeiten sehr viele Funkamateure ehrenamtlich für den DARC. Wenn Du Ideen und Fähigkeiten hast, die der DARC gut gebrauchen kann, dann melde Dich bitte bei uns!
  • Und „last, but not least“, vergesst den „Ham Spirit“ nicht. Das ist für mich der Hauptgrund, weshalb ich seit über 40 Jahren Funkamateur bin. Siehe http://www.cq-la.de/Ham_spirit/Ham_spirit_2/ham_spirit_2.html falls das der eine oder andere nicht mehr in Erinnerung hat.

 vy 73,

Mitch, DJ0QN

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

16.11.2009

Seit der Ankündigung am 30.10., dass der Vorstand des DARC e.V. künftig regelmäßig via Weblog kommunizieren will, gab es erfreulicherweise eine recht große Anzahl von Zuschriften. Es gab die sachlich kritischen, in denen noch einmal ein oder mehrere Punkte aufgeführt waren, die teilweise schon recht kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert worden sind. Es gab die E-Mails mit eher abwartenden Reaktionen und auch entsprechende Foren-Kommentare, aber es gab auch die undifferenziert abwertenden Äußerungen, bei denen ich mich gefragt habe, warum der jeweilige Schreiber eigentlich so formuliert hat. Sicherlich gibt es immer wieder Gründe, die zu bestimmten Vorurteilen geführt haben, aber ich meine doch, dass man dem neuen Vorstand eine faire Chance geben sollte, bevor man ihn und seine gerade erst begonnene Arbeit wieder in Bausch und Bogen verdammt.

Natürlich gibt es die unpopuläre Beitragserhöhung als Auslöser für so manchen negativen Kommentar, aber ich hoffe, dass viele, die jetzt sehr emotional formuliert haben, doch in einem zweiten Schritt noch einmal darüber nachdenken, ob es kurzfristig wirklich möglich ist, auf diese Änderung des Jahresbeitrags zu verzichten. Auf der letzten Mitgliederversammlung ist darüber intensiv diskutiert worden, und die Entscheidung dazu ist erst nach einer ausführlichen und sehr ernsten Diskussion gefallen. Ich habe allerdings ein Verständnisproblem, wenn finanzielle Belastungen, die in der Vergangenheit einmal aufgetaucht sind, d. h. vor etlichen Jahren, wie es z. B. die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit einem ehemaligen Geschäftsführer war  und die inzwischen keinerlei Auswirkungen mehr auf den aktuellen Haushalt haben, heute wieder als Grund angeführt sind. Natürlich wären unsere Rücklagen heute etwas höher, wenn diese Mittel noch vorhanden wären, aber es änderte nicht einen Deut etwas an dem Sachverhalt, dass die Leistungen, die unser Club heute bietet, ohne die Beitragsanpassung von 0,50 € pro Monat nicht mehr zu finanzieren wären.

Diese Leistungen bestehen aber nicht nur aus der so oft zitierten QSL-Vermittlung oder der CQ DL, wie Steffen, DL7ATE in seinem Blog vom 09.11. schon dargestellt hat, und hier ist es meiner Ansicht nach nötig, dass wir, der Vorstand, Euch, den Mitgliedern, einfach besser verdeutlichen, was der Club eigentlich für uns alle tut.  Wir müssen insbesondere auch verständlich machen, dass wir mit einer entsprechenden Interessenvertretung dafür sorgen, dass nicht der Amateurfunk durch die Macht des Faktischen unmöglich gemacht wird, d. h. durch Elektrosmog der unsere Bänder verseucht, Elektrophobie, die zu abstrusen Grenzwerten führt, durch Mitarbeiter in Regulierungsgremien, die keinen Bezug mehr zum Amateurfunk haben, oder durch Politiker die unser Hobby als Spielerei abtun und die Gemeinnützigkeit gleich gar nicht sehen.

Wir glauben, dass die notwendige Verbesserung des Image zum einen durch eine deutlich bessere Kommunikation zu den Mitgliedern erreicht werden muss, zum anderen aber und sehr viel mehr auch dadurch, dass wir es schaffen, die Leistungen des Clubs besser an die Bedürfnisse der Mehrzahl unserer aktuellen (und hoffentlich auch zukünftigen) Mitglieder anzupassen, dass wir Entscheidungsprozesse transparenter machen und uns auch nicht scheuen, strukturelle Veränderungen vorzunehmen.

In verschiedenen Gesprächen, die ich in der letzten Woche mit etlichen DARC-Mitgliedern geführt habe, wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Kommunikation zwischen der Führung des Clubs und seinen Mitgliedern den höchsten Stellenwert haben sollte, dann kamen Vorschläge zur Struktur, zur Öffentlichkeitsarbeit – und dabei u. a. auch, dass uns heute Leuchttürme wie ein Thomas Reiter in der Außendarstellung fehlen, zur QSL-Vermittlung, um ganz praktische zu nennen, aber auch dazu, dass jedes einzelne Mitglied auf seiner Webseite doch einmal in einem Banner darstelle solle, warum es Mitglied im DARC e. V. ist. Wir versuchen im Augenblick, diese und die zahlreichen anderen Vorschläge und Ausarbeitungen, die es in den letzten Monaten bereits gab, in einem Arbeitsprogramm zusammenzufassen und abzuarbeiten. Dass dazu auch die kontroverse Diskussion gehört, ist vermutlich jedem klar und es wird mit Sicherheit auch etliche Vorschläge geben, die wir bewusst nicht umsetzen wollen, weil wir einfach anderer Meinung sind als diejenigen, die diese eingebracht haben. Wir werden regelmäßig berichten. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch in den OV’s über diese Themen intensiv diskutiert würde und gleichzeitig das Feedback an uns nicht in Vergessenheit geriete.

vy73

Jürgen, DL8LE

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

11.11.2009

Per E-Mail haben einige Mitglieder zum letzten Blog-Eintrag recht gleichlautende Fragen gestellt. Obwohl die schon jeweils individuell beantwortet wurden, möchten wir sie auch hier kurz vorstellen.

Beitragsanpassung ist zu gering
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Es kamen auch einige Rückmeldungen mit dem Tenor, dass die Anpassung der Beiträge viel zu gering ausgefallen sei bzw. der Beitrag viel öfter angepasst werden solle.

Dazu ist zu sagen, dass es erklärtes Ziel des "neuen" Vorstandes sei, die Beiträge längere Zeit durch die Erschließung neuer Einnahmequellen und Umstrukturierung der Serviceleistungen stabil zu halten.

Gerade die von uns (und anderen Vereinen) ins Auge gefasste Zielgruppe der jüngeren Leute, hat mit hohen Beiträgen ein Problem. Dazu kommen die hohen Kosten für die Prüfung und die Vorbereitung darauf.

Es bleibt aber unabhängig davon jedem Mitglied freigestellt, seinen eigenen Ortsverband mit einer monatlichen/jährlichen Spende zu unterstützen. Damit wären direkt vor Ort Aktionen möglich, die allein aus den OV-Zuweisungen sonst nicht finanziert werden könnten.

Sonderkündigungsrecht wegen Beitraganpassung
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Es gibt im Deutschen Vereinsrecht und in der Satzung des DARC e. V. kein solches Sonderkündigungsrecht. Sollten aber einzelne Mitglieder durch die Erhöhung von 0,50 € im Monat keine Möglichkeit mehr sehen, dem Club treu zu bleiben, werden wir gemeinsam Lösungen dafür finden. In diesem Falle aber bitte unbedingt zuerst an die Geschäftsstelle wenden, ohne Kommunikation lässt sich nichts lösen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, von Beitragszuschüssen in den Ortsverbänden und Distrikten. Anträge dafür bitte direkt an den OVV oder DV stellen.

Prozentual höhere Anpassung des Familienbeitrags als der Vollzahler
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Es ist so, dass die Familienmitglieder bis auf die Lieferung der Zeitung CQ DL die gleichen Rechte haben wie alle anderen Mitglieder.

Vor der Anpassung betrug der Rabatt für Familienmitglieder ca. 72 %, ein Wert der für die gebotenen Leistungen schon damals schwer zu vermitteln war. Nach der Anpassung beträgt der Rabatt 67 %, also gut 2/3 des Vollzahlerbeitrags.

Wir hoffen, dass dies nachvollziehbar ist, besonders im Hinblick auf die vielen Leistungen des DARC e. V. für alle seine Mitglieder.

vy73 de Steffen, DL7ATE

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

09.11.2009

Der ehrenamtlich tätige Vorstand des DARC e. V. hatte in den vergangenen Tagen viel mit der kommenden Beitraganpassung zu tun. Wie bekannt, stimmte die Mitgliederversammlung Ende Oktober einer Anpassung um 0,50 € bzw. 0,25 € pro Monat zu.

In den vergangenen Jahren hat der Vorstand, teils in Zusammenarbeit mit dem Amateurrat, immer wieder die Abläufe in der Geschäftsstelle und im DARC optimiert. Dies geschieht alles immer mit dem Ziel Kosten zu sparen ohne an den Leistungen des Clubs für die Mitglieder spürbare Einschränkungen vorzunehmen.

Nach Jahren quasi unveränderter Beiträge musste der DARC e. V. aber nun auf die seither kontinuierlich angestiegenen Preise reagieren. Auf diese Anpassung hätte nur verzichtet werden können, wenn es deutliche Abstriche an den bestehenden Leistungen gegeben hätte.

Dazu zählen neben den bekannten Sachen wie die Zeitschrift CQ DL und die QSL-Vermittlung auch der umfangreiche Versicherungsschutz, die nationale und internationale Interessenvertretung um die Frequenzen zu sichern und das Hobby Amateurfunk zu erhalten, die Gemeinschaft von über 1.000 Ortsverbänden, die individuelle Beratung und Hilfestellung durch Fachleute in den Referaten und Stäben sowie vielfältige Leistungen und Services im IT- Bereich.

Selbstverständlich wird auch weiterhin mit den Mitgliedsbeiträgen sorgsam umgegangen, es wird versucht neue Einnahmequellen zu erschließen und es werden weitere Einsparmöglichkeiten auf allen Ebenen vorbereitet.

Einen Teil dazu beitragen wird die Umstellung der Informationen an die Ortsverbände auf elektronische Post. Ab Januar 2010 werden die OV-Info sowie die Mitgliederlisten usw. auch an die Ortsverbände nur noch per E-Mail versandt. Dadurch haben die OVVe die Informationen noch schneller zur Verfügung und auch gleich in den Formaten, die heute bevorzugt werden.

Der Vorstand will das Informationsmedium "Blog" als auch Möglichkeit nutzen, von den Mitgliedern konstruktive Vorschläge für einzuleitende Veränderungen auf allen Gebieten zu erhalten. Bitte scheuen sie sich nicht, uns über die unten angegebene E-Mail-Adresse Ihre Ideen zukommen zu lassen. Aber bedenken sie bitte, dass auch der Vorstand des DARC nur ehrenamtlich tätig ist. Neben Beruf und Familie, wird der Vorstand nicht immer eine sofortige und umfassende Beantwortung garantieren können.
 
vy73

Steffen, DL7ATE

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de

 

30.10.2009

Liebe DARC-Mitglieder, liebe Funkamateure, 
 
an dieser Stelle erwartet Euch zukünftig ein Blog des neugewählten DARC-Vorstandes. Es ist eines unserer Ziele, die direkte Kommunikation mit den Mitgliedern unseres Vereins zu stärken, und wir sehen in diesem Medium einen dafür sehr gut geeigneten Weg.

In der Vergangenheit wurde oft kritisiert, dass die Verbandsführung des Deutschen Amateur-Radio-Club unzureichend und zu spät die Mitgliedschaft informiert. Im Verband gibt es viele Wege der aktuellen Berichterstattung (Vorstandsinformationen, Ortsverbandsinformationen, Beiträge in der CQ DL, der DL-Rundspruch, das Internetportal, und vieles mehr). Diese soll hier nicht ersetzt sondern auf einer ganz persönlichen Ebene erweitert werden. Abwechselnd werden wir uns hier zu Wort melden und über sachliche und politische Themen rund um den Amateurfunk und den Club schreiben. Wir sind uns natürlich dabei der Tatsache bewusst, dass nicht alle unsere Aussagen auf die ungeteilte Zustimmung aller Leser stoßen. Wir halten es aber für richtig, unsere Meinung darzustellen, damit sich darüber jeder sein eigenes und ganz persönliches Bild  machen kann. Falls sich jemand zu einem Beitrag äußern will, bitte ich, die auf dieser Seite angegebene E-Mail-Adresse zu nutzen. Wir werden sicherlich nicht auf jede einzelne E-Mail antworten können, aber jede wird gelesen und trägt auch so wiederum zur Meinungsbildung bei.

Ich würde mich freuen, wenn dieser neue Kommunikationsweg gut angenommen und genutzt wird.
 
vy73
Walter, DL3OAP

 

Kontakt: vorstandsblog(at)darc.de