Hilfe zur Schriftgrößenänderung
DE EN

Distrikt Oberbayern (C)

Anmeldung

Passwort vergessen?

Geben Sie Ihre Mitgliedsnummer und Ihr Passwort ein, um sich an der DARC-Website anzumelden:

Bericht zum 'Tag der offenen Tür' der TU München im Campus Garching

Bericht von Alfred Artner, DL0GM, im Oberbayern-Rundspruch 38 (KW44) mit Fotos eines nicht genannten OMs (Call ist dem Homepage-Betreuer bekannt):

Amateurfunk im Kreise angehender Wissenschaftler

Vor einer Woche hatten Funkamateure des Distriktes Oberbayern die Gelegenheit, den Amateurfunk beim Tag der offenen Tür der TU München zu präsentieren. Der Campus in Garching war an diesem Tag Anziehungspunkt für viele interessierte Besucher, wobei der Wettergott sein Sahnehäubchen noch mit Sonnenschein darauf setzte.

Das Wetter war für die Funkamateure aber im Wesentlichen nebensächlich, da sie in der großen Magistrale das Gebäudes für Maschinenwesen ein Dach über dem Kopf und viel Platz hatten - zumindest haben sie ihn sich genommen. Der kleinen Außenstelle mit Livevorführung von Wettersatelliten kam der Sonnenschein allerdings entgegen, obwohl die Temperatur schon etwas herausfordernd war.

Am großen Stand im Gebäude, wo die Funkamateure Gast beim Lehrstuhl für Raumfahrttechnik waren, herrschte großer Andrang. Neben der Ausstellung des Lehrstuhls, der von Studenten und am Nachmittag auch für mehrere Stunden vom Ordinarius und Ex-Astronauten Professor Dr. Ulrich Walter besetzt war, schloss sich mit der Vorführung der Brick'R'Knowledge-Technik der Amateurfunkbereich an. Großes Interesse bei den Besuchern, vor allen Dingen den Jüngeren, fand die Möglichkeit, ein Morsediplom zu erarbeiten. Mit einer Junkers-Taste war gefordert, seinen Namen am Display des Morsedecoders sichtbar zu machen. Da der Decoder sehr exakt arbeitet und keine Fehler verzieh, war dabei schon Konzentration notwendig. Trotzdem konnten an diesem Tag fast fünfzig Morsediplome verteilt werden. Des Weiteren wurde die letzte Ballonmission in München thematisiert. Die Besucher konnten die Originalexponate, wie die Payload, den Radarreflektor und Überreste der geplatzten Ballonhülle sowie das Video, welches während des Fluges aufgenommen wurde, bestaunen. Amateurfunk spielt sich nicht nur sitzenderweise vor dem Funkgerät ab - es gibt auch eine sehr sportliche Komponente. Dies erfuhren die Besucher in Form von versteckten Minisendern, die sie selbst mit Peilempfängern aufspürten. Dazu gab es den Hinweis, dass dies normalerweise im Wald stattfindet und es ein Teil des Amateurfunks ist, für die Altersgruppe acht bis achtzig - plus / minus - bis hin zu Weltmeisterschaften. Die Notfunkgruppe des Distriktes hat mit ihren Notfunkkoffer darauf hingewiesen, welche Rolle dem Amateurfunk bei großen Katastrophenlagen zukommen kann. Für die von jedermann empfangbare regelmäßige Radiosendung auf Kurzwelle RADIO-DARC bot sich den Interessenten ein Informationsflyer mit Frequenz und Sendezeiten an.

Alles in allem stellte sich damit der Amateurfunk wieder einer breiten Öffentlichkeit vor und ermöglichte es, die Meinung darüber in manchen Köpfen zurechtzurücken und ins rechte Licht zu setzen. Auch von Professor Walter bekamen die Funkamateure großes Lob für ihre Aktivitäten und ihr professionelles Auftreten. Zukünftige Aktionen an gleicher Stelle sind schon angedacht.

Vy 73,

Alfred Artner - DJ0GM

 

 

 

DARC-Stand auf der MakeMunich war ein voller Erfolg (Bericht von Markus Heller, DL8RDS)


Am Wochenende vom 16. auf den 17. Januar fand im Zenith im Norden Münchens die dritte MakeMunich statt. Die Bastlermesse ist Treffpunkt der Maker-Szene, einer relativ jungen Bewegung von Menschen, die gerne Dinge selbst basteln. Der Schwerpunkt der Maker-Community liegt dabei bei den Themen 3D-Druck, Arduino, Raspberry, Sensorik, Robotik, aber auch Retronik, kreative Reparatur alter Gerätschaften, und ganz generell einfach beim Selbermachen, weil es Spaß macht.

Selbstverständlich war bei dieser Ausrichtung auch wieder der Deutsche Amateur Radio Club mit einem Stand vertreten. Der etwa sechs Meter breite Stand wurde dominiert durch den Schiebemast des Ortsverbands C18, der auf etwa 8 Meter ausgefahren war und eine Magnetic Loop trug. Unter der Magnetic Loop war ein großer HAMNET-Gitterspiegel montiert, direkt darunter blinkte in der gesamten Halle unübersehbar ein oranges Rundumlicht und verlieh dem Stand den Hauch von Gefahr. Unter dem Mast konnten die Besucher Exponate wie eine PSK31-Station bewundern, aber auch ein leistungsfähiges SDR-System namens USRP2, das mit 100 Megasamples pro Sekunde in Echtzeit ein Frequenzfenster von 50 MHz empfangend, aber auch sendend verarbeiten kann. Ein Selbstbau-APRS-Gateway rundete die Exponate ab.

Gäste am Stand waren dieses Jahr wieder der Lehrstuhl für Luft- und Raumfahrttechnik der TU München mit Exponaten zum aktuellen MOVE2-Satelliten-Selbstbauprojekt der Studenten. Ebenfalls präsentiert wurde eine Initiative der TU München in Zusammenarbeit mit dem OV Dachau, wobei die Besucher des Standes die Nutzlast des Dachauer Stratosphärenballons bewundern konnten.

Insgesamt konnte die MakeMunich ihren Besuchererfolg zum dritten mal verdoppeln und so zählten die Organisatoren dieses Jahr über 7500 Interessierte. Am DARC-Stand konnte dieser Zuwachs ebenfalls in Zahlen gemessen werden. Es wurden 120 Gespräche mit Interessenten an Lizenzkursen geführt, darüber hinaus trugen sich fast Hundert Inhaber eines Rufzeichens in das Gästebuch des Standes ein, wobei sogar Funkamateure aus Finnland und USA unter den Besuchern waren.

Die Anfragen und Interessenbekundungen, die natürlich vorranging aus dem Münchner Raum, aber auch aus etlichen anderen Städten Deutschlands und Europas beim DARC eingingen, werden nun in diesen Tagen abgearbeitet. Da im Nachfeld der letzten MakeMunich im Distrikt C etwa einhundert Interessenten neu zur Lizenz geführt werden konnten, besteht das diesjährige Ziel darin, dieses Jahr mindestens 100 neue Mitglieder für den DARC zu gewinnen. Die Organisatoren sind zuversichtlich, dass dies kein utopisches Ziel ist.