Der OV stellt sich vor

Unser Ortsverband hat um die 90 Mitglieder und ist schon recht alt. Erste Wurzeln von Amateurfunktätigkeit in der Wetterau lassen sich bis in das Jahr 1932 zurückverfolgen. Wir gehören dem Deutschen Amateur Radio Club e.V. als Dachverband der Funkamateure in Deutschland an. Die meisten unserer Mitglieder sind in der Wetterau beheimatet. Das ist die Kornkammer Hessens - so hat es die Geschichte überliefert. Unsere Aktivitäten sind vielfältig: Es gibt eine Jugendgruppe und es werden regelmäßig Treffen veranstaltet. Ausbildungsveranstaltungen zum Erwerb der Amateurfunkgenehmigung gibt es auch, wenn Bedarf besteht. Auf jeden Fall wird bei uns eins großgeschrieben: Die Gemeinsamkeit ! Uns verbindet unser Hobby: der Amateurfunk. Die Möglichkeiten der Kommunikation untereinander sind vielfältig: Sprechfunk, Morsetelegrafie, Funkfernschreiben, Schmalbandfernsehen, Faksimile, Satellitenübertragung aller Betriebsarten, Datenübertragung per Funk und vieles mehr. Der Datenfunk ist etwas Besonderes: das größte von privaten Trägern finanzierte Kommunikationsnetz der Welt ! Und in der Morsetelegrafie gibt es auch keine Sprachbarrieren mehr, denn die Zeichen bedeuten überall auf der Welt dasselbe. So kann ein Russe mit uns oder mit einem Japaner kommunizieren, ohne viele verschiedene Sprachen lernen zu müssen. Amateurfunk verbindet die Welt, nicht nur im Geiste, sondern in Freundschaft.

OV-Abend

An jedem ersten Freitag im Monat findet um 20.00 Uhr eine Vereinsversammlung statt. Zur Zeit ist unser Lokal Cesar's Grillhaus in Bad Nauheim Schwalheim (An der Faulweide 1). Wenn der OV-Abend auf einen Feiertag fällt, ist automatisch am kommenden Freitag OV-Abend.

Viele Funkamateure aus ganz DL kuren in Bad Nauheim oder Bad Salzhausen. Wir freuen uns daher ganz besonders, auch Kurbesucher und Gäste aus anderen Regionen zu unserem OV-Abend begrüssen zu können.

Wir treffen uns ab ca. 19.30 Uhr, der offizielle Teil beginnt gegen 20.00 Uhr.

Anfahrt Cesar's Grillhaus

F17-Lokal in APRS

Die OV-Frequenzen

Auf folgenden Frequenzen sind unsere Mitglieder zu finden:

80 Meter: 3610 KHz (Sonntags ab 10:00 Uhr)
2 Meter: 145.525 MHz FM
70 Zentimeter: 430.100 MHz und 433.050 MHz FM
Relaisfunkstelle: 439.100 MHz (DB0HK), Vogelsberg-Relais auf dem Hoherodskopf, Betreut von der Taunus-Relais-Gruppe

Der Vorstand

Ralf, DK8FA

Ralf Schiffner, DK8FA

Ortsverbandsvorsitzender und Diplom-Manager

dk8fa(at)darc.de

Jürgen, DL6ZBD

Thomas Rymarzek, DG4FCJ

Stellvertretender Vorsitzender

Cornell Gonschior, DF6FR

Stellvertretender Vorsitzender

df6fr(at)darc.de

Alex, DO7AZ

Alexandra Rymarzek, DO7AZ

Kassenwartin

Heinz, DD0ZL

Heinz Möstl, DDØZL

QSL-Manager

Historie

To top

Aus der Chronik "50 Jahre Distrikt Hessen" von 1998: Wetterau, F17

Einer der etwa 7 DASD-Ortsverbände auf dem Gebiet des heutigen Distrikts Hessen war der Anfang 1937 mit 5 Mitgliedern gegründete Ortsverband Friedberg, der damit als Vorgänger des OV Wetterau gelten kann. Der Ortsverbandsführer war anfangs Dr. Hubert Seeanner, DE 899/T (später D4BPT, D4OST), der jedoch bereits ein Jahr später von Erwin Zimmermann abgelöst worden war.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges gehörten die Funkamateure aus dem Gebiet der Wetterau mit zu den ersten, die sich wieder organisierten: in der ältesten vorliegenden OV-Liste, einem Rundschreiben der "Deutschen Amateur Radio Club's US-Zone" vom Februar 1947 wurde neben 7 anderen der Ortsverband Bad Nauheim/Friedberg mit Ewald Heerd (später DE 8202, DL1AJ) aufgeführt. Der OV war Gründungsmitglied des HRC, er erhielt 1955 den DOK F17 und änderte 1963 seinen Namen in "OV Wetterau". Er ist heute einer der 7 ältesten Ortsverbände des Distrikts Hessen.

Ewald Heerd leitete den OV bis 1952. Seine Nachfolger im Amt waren:

Walter Gloger DL3AC 1952-1958
Dr. Hans Koch DJ4BV 1958-1961
Ernst Kühn DJ2QZ 1961-1968
Karl-Heinz Artischewski (Rücktritt wegen Umzug) DK1NF 1968-1970
Rudolf Stüber DJ4LD 1970-1972
Gerhard Hoffmann DC1FU 1972-1976
Hermann Gunkel DJ5ZE 1976-1978
Wolfgang Häussge DB9ZU 1978-1982
Karl-Heinz Betz DL1FAI 1982-1985
Wolfgang Stadtfeld DL6ZAJ 1985-1987
Ralf Schiffner DK8FA (ex DH8FAP, DB6FA) 1987-2001
Heinz Möstl DDØZL 2001-2007

Seither ist wieder Ralf Schiffner, DK8FA, Vorsitzender des OV Wetterau, der seinen Mitgliederstand von 57 am 26. Oktober 1970 auf heute etwa 90 fast verdoppelt hat.

Ab Ende der 40er Jahre waren offensichtlich Fuchsjagden die beliebtesten Amateurfunkveranstaltungen in der Wetterau. Helmut Grimm, DJ1KP, berichtet aus der Zeit:


"Fuchsjagden wurden vom OV Bad Nauheim-Friedberg, jetzt OV Wetterau, F17, . . .mit großer Begeisterung auf dem 2-m-Band durchgeführt. Am Anfang waren die Peilempfänger Pendelaudions, die mit Wehrmachtsröhren RL 2,4 T1 und RV 2,4 P700 bestückt waren. Für die Heizstromversorgung der Röhren wurden Stahl-Nickel-Sammler aus Wehrmachts beständen verwendet, Batterien aus US-Militärbeständen sorgten für die notwendigen 40 bis 90 Volt Anodenspannung. Die Antennen waren 2- oder 3-Element-Yagis. Anfangs der 50er Jahre hatten einige OMs mit Batterieröhren aufgebaute Super als Peilempfänger, bei denen die Antennen auf die Empfänger aufgesteckt wurden. Empfänger und Antennen waren natürlich Eigenbau.
Die Fuchsjagden wurden meistens mit dem Fahrrad oder Motorrad durchgeführt. Der Stahl-Nickel-Sammler und die Anodenbatterie steckten im Rucksack. Der Pendler-RX war mit einem Riemen versehen und wurde um den Hals gehängt. Außerdem mussten Kopfhörer, Peilantenne, Kompass und Landkarte getragen werden.
Gelegentliche Unterbrechungen in den Zuleitungen oder Wackelkontakte an Steckern oder im Gerät sorgten für erschwerte Bedingungen. . ."

Die Fotos am Ende dieses Dokuments sind aus dem Archiv von Ralf, DK8FA, und zeigen eine solche Fuchsjagd.


Fuchsjagden dieser Art wurden offensichtlich regelmäßig durchgeführt, denn schon in der Ausgabe Juli/August 1958 des MB-Hessen konnte Walter Glager, DL3AC, über die 25. Fuchsjagd des OV Bad Nauheim-Friedberg, F17, berichten, die er als "Fuchs" ausgerichtet hatte.

Er schreibt zum Beispiel über seine Ausrüstung (man verwendete damals noch Amplitudenmodulation):


". . . Der Fuchs arbeitete mit einem selbsterregten TX mit Zerhackerbetrieb, Input 1 Watt in eine RL 2,4 T1, einer RL 2,4 P2 als Modulator und einer P700 als Tongenerator für A2. Als Antenne wurde eine Skelettschlitzantenne eingesetzt, die trotz minus 5 dB Gewinn immerhin funktionierte. Als RX fungierte ein Pendler (pfui!) mit einer Verstärkerstufe. . ."


Die abgestrahlte Leistung reichte aus, um vom Pferdskopf, einer Anhöhe etwa 10 km süd-westlich Usingen, die in Friedberg und Bad Nauheim wartenden "Jäger" zu erreichen.

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Peilmannschaft von F17 war im Juni 1971 der dritte Gewinn der vom OV Gießen jährlich veranstalteten Schiffenberg-Fuchsjagd und damit der endgültige Besitz des im Jahre 1968 von Carl Müller, DJ4VH, gestifteten Schiffenberg-Pokals. In den 60er Jahren stiftete der OV-Wetterau das F17-Diplom für Verbindungen im KW-Bereich, dem 1970 das EK84-Diplom für die UKW-Bänder folgte. Beider Diplome wurden 1977 eingestellt. Seit 1979 wird das F17-Diplom in neuer Form und nach geänderter Ausschreibung wieder ausgegeben.

Andere erwähnenswerte Ereignisse aus der Geschichte des Ortsverbandes sind:

  • die Gestaltung einer Ausstellung im Stadthaus der Partnerstadt von Friedberg, Villièrs-sur-Marne, die gemeinsam mit den dortigen Funkamateuren Pfingsten 1965 veranstaltet wurde und zu der 20 Teilnehmer aus F17 nach Frankreich reisten,
  • die Teilnahme am Hessentag, der zum 750jährigen Bestehen der Stadt im Juni 1966 in Friedberg stattfand und an dem sich der OV Wetterau mit einer Ausstellung von Selbstbaugeräten, dem Treffen mit Funkamateuren aus den Partnerstädten Villièrs-sur-Marne und Bishop's Stortford, der Ausrichtung eines Mobilwettbewerbs des Distrikts Hessen und einer 2-m-Fuchsjagd beteiligte,
  • die Beteiligung von Funkamateuren aus F17 und anderen Ortsverbänden der Wetterau an der großen Herbstübung der Feuerwehr Bad Vilbel im September 1988, bei der eine Amateurfunkstation in die Funkbefehlsstelle integriert worden war, von der aus die Verbindung zu Funkamateuren an alleen Einsatzorten während der ganzen Übung aufrechterhalten wurde,
  • die Einrichtung einer Funkstation durch Mitglieder der Ortsverbände Wetterau, F17, und Büdingen, F62, mit der die Pfadfindergruppe St. Andreas des Verbandes DPSG Ende 1992 am 35. JOTA teilnehmen konnte.

Helmut Grimm, DJ1KP, hatte eine Contestgruppe aus Mitgliedern des OV Wetterau gegründet, die sich in den Jahren 1990 und 1991 an den nationalen und internationalen VHF-, UHF- und SHF-Wettbewerben beteiligte und mehrere gute Platzierungen erreichte. In den letzten Jahren findet man jedoch das Rufzeichen DJ1KP wieder in den Ergebnislisten für "Einmannstationen".

Clubstation im Polytechnikum Friedberg

D4AAV Polytechnikum Friedberg
Eine QSL-Karte des Polytechnikums in Friedberg von 1930 aus der QSL Collection.

Zeitung Fieldday 1989

zeitung Fieldday1989.jpg 456 K

Zeitung Lehrgang 1989

zeitung Lehrgang1989.jpg 313 K

Fieldday

To top

Fieldday bei F17

Einmal im Jahr ziehen die Funkamateure mit Sack und Pack - in diesem Fall mit Zelten, Masten, Antennen, Kabelbündeln usw. - hinaus ins Freie, um an geigneter Stelle für zwei oder drei Tage "netzunabhängigen Funkbetrieb" aufzunehmen. Dieser sogenannte Field Day führt die Kurzwellenfans zu gemeinsamer Beschäftigung mit dem Hobby, zu intensivem Erfahrungsaustausch und nicht zuletzt am Ende zu einer möglichst stattlichen Erfolgsbilanz zusammen, die sich in den Logbüchern niederschlagen soll. Auch das Beisammensein in froher Runde kommt dabei nicht zu kurz, zumal dank tüchtiger Organisatoren für Speis' und Trank ebenfalls bestens gesorgt ist.

Diplom

To top

Das F17 Diplom

Das F17-Diplom kann auf allen Amateurfunkbändern, auch gemischt, und in allen Betriebsarten gearbeitet werden. Gültig sind Verbindungen nach dem 1.Januar 1978. Jede F17-Station zählt nur einmal, egal welches Band oder welche Betriebsart.
Es benötigen

Stationen aus DL: 10 Verbindungen
Stationen aus Europa: 6 Verbindungen
Stationen außerhalb Europas: 4 Verbindungen

mit verschiedenen Stationen aus dem OV WETTERAU F17. Eine der Clubstationen zählt einmal als Joker für zwei fehlende F17-Stationen (DFØFFH, DLØFH, DBØFAW, DKØVU und DFØTAU). Als Antrag gilt eine von zwei Funkamateuren bestätigte Liste mit den folgenden QSO-Daten: Call, Datum, Betriebsart, Band und Name. Diese Liste schicken Sie mit EUR 5,- oder USD 7,- an den F17-Diplom-Manager

Ralf Schiffner, Postfach 1134, D-63669 Altenstadt, Germany

und in Kürze erhalten Sie das F17-Diplom mit Stationsfotos der gearbeiteten F17-Stationen. Diese Bedingungen gelten sinngemäß auch für SWL's.