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Tunnelübung

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Göttinger Funkamateure nehmen an großer Rettungsübung teil.

Die Göttinger Funkamateure nahmen erstmals an einer großen Rettungsübung teil und nutzen dabei das Hamnet. Wie das ging? Einfach weiterlesen...

 

 

Das Ministerium des Innern (MI) in Niedersachsen  wünscht sich seit längerer Zeit eine Zusammenarbeit der Polizei mit den Funkamateuren, um im Katastrophenfall eine Rückfallebene für die Kommunikation zu haben.

Ein erster Versuch sollte konkret mit dem Hamnet ausprobiert werden. Hierzu wurde als Zeitpunkt eine geplante Rettungsübung in einem ICE-Tunnel bei Hann Münden ausgewählt, bei der ein ICE-Unglück simuliert wurde.

Für diesen Test haben sich in der Nacht vom 17. auf den 18.05.2014 einige Göttinger  Funkamateure bei der Berufsfeuerwehr Göttingen versammelt und im 5 GHz-Bereich mit einem Ubiquiti 40cm Spiegel Nanobeam M5 eine Datenverbindung zum Gaußturm bei Dransfeld aufgebaut, der für die Anbindung Göttingens an das Hamnet sorgt.

Am Sonntagmorgen gegen 3 Uhr  kam dann der Leiter der Abteilung  Information und Kommunikation (IuK) der Polizeiinspektion Göttingen mit einem technischen Mitarbeiter zur Berufsfeuerwehr und lieferte eine Datei mit einer Lagemeldung und Fotos  von der Tunnelübung auf einem USB-Stick, die dann über das Amateurfunkdatennetz nach Hannover übertragen werden sollten. Nach nur drei Minuten wurde  durch die zentrale Polizeidirektion in Hannover der Eingang der Dateien bestätigt. Auch dort war ein Funkamateur vor Ort, der die Anbindung an das drahtlose Amateurfunkdatennetz sicherstellte.

Mächtig stolz konnten die beteiligten Funkamateure nach diesem Erfolg gegen 5 Uhr morgens beim Übungsende das Equipment wieder abbauen und die wohlverdiente Nachtruhe beginnen.

Zusätzlich standen für den Fall der Fälle die ganze Zeit noch 4 Notfunktrupps der Göttinger OMs mit diversem Kommunikationsequipment abrufbereit, die die Übungsleitung der Tunnelübung zur Unterstützung hätte anfordern können, was aber nicht geschah.

Weitere Göttinger Funkamateure, die als Einsatzkräfte in der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des ASB Göttingen mitarbeiten, waren bei der Tunnelübung live vor Ort und haben dort mit Amateurfunkmitteln im Rahmen ihrer Aufgaben den Einsatzstellenfunk unterstützt, wo der BOS-Funk an seine Grenzen stieß.  Für diese Großübung, bei der ca. 900 Akteure beteiligt waren, konnten die Funkamateure  so einen weiteren Kommunikationskanal bereitstellen, der auch intensiv genutzt wurde.

Insgesamt war das für alle beteiligten Funkamateure eine besondere Erfahrung, die allen die Bedeutung des Notfunks unmittelbar vor Augen geführt hat und ein großes Interesse an weiteren Übungen geweckt hat.