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Ortsverband Bodenheim (K56)

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Sender Wolfsheim

Die Besichtigung der alten Sendeanlage hinterließ starke Eindrücke. Ein ausführlicher Bericht befindet sich hier: www.darc.de/distrikte/k/07/mittelwellen-gruppe/die-letzte-besichtigung/

Hier ein Auszug:

Da die Sendeleistung ja auch irgendwie zu den einige hundert Meter entfernten Masten gebracht werden muss, bekamen wir in den Kellergewölben den Verhau von Leitungen und Schaltern gezeigt und konnten verfolgen wo die Leitungen in der Erde verschwanden. Die Infrastruktur früher war gewaltig. Wo ein Sender Wärme produzierte, musste auch gekühlt werden. Wasser zum Kühlen war aber nicht vorhanden, also wurde dieses in reinster Form (hochgradig destilliert) herangefahren. Später legte man Zisternen im Boden an, wo Wasser gesammelt und mit einer eigenen Osmose-Anlage aufwendig aufbereitet wurde. Über Kühlbecken vor dem Haus brachte man die Wärme ins Freie. Später diente ein Kühlturm diesem Zweck und die Teiche vor dem Haus wurden zugeschüttet. Alle waren hochmotiviert und so machte sich die Gruppe auf zum größten der beiden Sendemasten. Mit 150 Metern ist dieser Mast trotzdem modular. Er besteht eigentlich aus 2 Masten mit jeweils 75 Metern Länge. Der Mast an sich hat für jeden Teil eine eigene Einspeisung und kann aber auch mit einer Brücke zusammengeschaltet werden. Anders ist es bei dem nur 103 Meter hohen neueren Mast, der die UKW-Sendeantennen trägt und um den herum eine Drahtreuse aufgespannt hat. Hier wurde einige Zeit einmal ein Versuchssender im Mittelwellenbereich betrieben, mit dem man ein DRM (DigitalRadioMondial) Signal ausstrahlte. Beide Masten lassen sich heute noch in allen Kombinationen zusammenschalten oder auch getrennt nutzen. Unsere Führer konnten auch hier wieder über interessante Dinge berichten. Erst wenn man im Raum mit der Antennenanpassung steht, sieht man, welchen Aufwand man treiben muss um diese Kombinationen möglich machen zu können. Mannshohe Spulen mit einem Drahtdurchmesser eines Armquerschnitts waren hier mehrfach zu finden. Dabei war man zusätzlich noch in der Lage jederzeit die Frequenz ändern zu können. Metallblättchen mit Markierungen wurden dann außen auf den Spulen angebracht oder entfernt. Dass hier täglich die Anpassung überwacht werden musste, weil geänderte Umweltbedingungen eine Nachregelung nötig machten, konnte uns Hr. Lerch am zentralen Schaltkasten deutlich machen.