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2017 Kinderferienprogramm

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OV Bodenheim richtet wieder einen Bastelnachmittag im Rahmen des Kinderferienprogramms der VG Bodenheim aus.

Gebaut wurde diesmal ein Roboterauto aus einem Bausatz des DARC. Alle Kinder waren erfolgreich dabei und konnten ein Auto mit nach hause nehmen. Nach einem Besuch durch die AZ wurde der folgende Artikel in der Mainzer Allgemeinen Zeitung veröffentlicht, der den Nachmittag sehr schön beschreibt.

In Schlangenlinien übers Papier: Bei den Bodenheimer Ferienspielen bauen Kinder Roboterautos zusammen

Von Torben Schröder Mainzer Allgemeine Zeitung.

BODENHEIM - Fabian ist überzeugt. „Es gibt immer so coole Sachen hier“, schwärmt der Schüler vom Ferienspiel-Angebot des Bodenheimer Ablegers des Deutschen Amateur-Radio-Clubs. Elektronische Würfel, Radios, heiße Drähte und Elektromotoren wurden bereits unter dem Dach des Ortsverbands K 56 gefertigt, viele der neun Teilnehmer der aktuellen Ferienspiele waren schon bei mehreren dieser Aktionen dabei. Florian ist besonders überzeugt – er ist mittlerweile sogar Mitglied im Verein geworden. In diesem Jahr sind die Zwölf- bis 14-Jährigen damit beschäftigt, aus 37 Bauteilen in 25 Arbeitsschritten Roboter-Autos zu basteln. Durch Verlöten wird alles verbunden „Das ist recht anspruchsvoll, aber sie haben es alle geschafft“, fasst der Vorsitzende Uwe Draws den Nachmittag sichtlich zufrieden zusammen. Die Bestandteile der Roboter-Autos gibt es vom DARC, die Anleitung haben die Bodenheimer Mitglieder kindgerecht umformuliert. „Durch Verlötungen wird alles verbunden“, hat Monique gelernt. Das wurde vorher geübt, mit Reißzwecken auf einer Gummiplatte. Außerdem gab es eindringliche Sicherheitshinweise. Aber die meisten Teilnehmer kannten sich ja ohnehin schon aus. Und so fiel es ihnen auch nicht schwer, zu erklären, warum die Autos in Schlangenlinien über die dicken schwarzen Striche und Kurven fahren, die die Kinder auf ein großes weißes Stück Papier gemalt haben. Zwei LED-Leuchten machen Licht. Wird dieses vom weißen Papier zurückgeworfen, werden die beiden Motoren jeweils einzeln angesteuert. Wird es schwarz unter dem Sensor, geht der Motor aus. So sind die Motoren immer abwechselnd an und befördern das Roboter-Auto die schwarzen Linien entlang. Ist es unter dem Auto komplett hell, fährt es schnurstracks geradeaus. Wird es komplett dunkel, bleibt es stehen. Doch damit es überhaupt losgehen kann, müssen die Kinder Transistoren, Operationsverstärker, Widerstände und Elektrolytkondensatoren an einer vorgefertigten Platine verbauen – sowie Motoren, Räder und Batteriegehäuse. Das bringt eine Menge praktisches, physikalisches Wissen mit sich. „Viele Angebote beschäftigen sich mit künstlerischen oder sportlichen Dingen. Wir finden es wichtig, für unseren Nachwuchs auch technische Angebote bereit zu stellen, denn wir brauchen neue Ingenieure und Techniker“, sagt Uwe Draws, „und natürlich hoffen wir auch, vielleicht Interessenten für unseren Verein zu finden.“ Weitere, die Florian folgen. „Der naturwissenschaftlich-technische Bereich wird ja immer wichtiger“, freut sich Simone Radler vom Jugendbüro der Verbandsgemeinde Bodenheim. Etwa 300 Kinder besuchen eine oder mehrere der knapp 90 Ferienspiel-Aktionen. Die Kinder, die beim Amateur-Radio-Club zu Besuch waren, haben nun ein neues, ganz besonderes Spielzeugauto. Dann müssen Draws und sein Stellvertreter Wolfgang Beer einen besonderen Problemfall lösen. Eine LED-Leuchte funktioniert nicht mehr. Kurzschluss im Transistor, lautet die Diagnose. „Kann das Ding auch Feuer fangen?“, fragt Monique besorgt. Ein entschlossenes Nein kommt zurück – „außer man zündet es an“, fügt Luis hinzu. Aber auf so einen Blödsinn kommt hier niemand.