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DL0GS und Amateurfunk im DFG

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Historischer Abriss zur Entstehungsgeschichte des Deutsch-Französischen-Gartens in Saarbrücken

1957

Am 1. Januar wurde das Saarland als 11. Bundesland mit der Bundesrepublik Deutschland vereinigt.

1959

Am 7. Juli, dem „Tag  X“, erfolgte der Beitritt. Die Schlagbäume zur BRD/Rheinland-Pfalz fielen und die D-Mark wurde eingeführt. Konrad Adenauer und Charles de Gaulle stießen die deutsch-französische Kooperation an, die am 22. Januar 1963 im Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag mündete.

1960

Am 23. April wurde diese erste und einzige "Deutsch-Französische Gartenschau" von dem damaligen deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Ministerpräsidenten Michel Debré eröffnet. Der Deutsch-Französische Garten (DFG, Jardin Franco-Allemand) war ein „Vorreiter“ dieser Bemühungen, wurde von deutschen und französischen Gartenarchitekten geplant und sollte ein sichtbares Symbol für die angestrebte Freundschaft zwischen Frankreich und der jungen Bundesrepublik sein. Zugleich war er das erste Großprojekt Saarbrückens nach der Eingliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik. Immer noch ist der 50 ha umfassende Garten ein heiterer Ort der Begegnung und die bundesweit einzige Parkanlage in der Formensprache der 50er und 60er Jahre, steht als solche seit 2001 unter Denkmalschutz und bietet Unterhaltung und Entspannung für Besucher von diesseits und jenseits der nahen Grenze.

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 schlugen sich auf seinem Gelände, das sich unterhalb der Spicherer Höhen befindet, die Nachbarn gegenseitig die Köpfe ein… Der kleine Friedhof im benachbarten Ehrental gibt Zeugnis von den Kampfhandlungen auf diesem Schlachtfeld. Aber auch hier waren seinerzeit schon deutsche wie französische Soldaten, Mannschaftsdienstgrade und Offiziere gemeinsam nebeneinander bestattet worden.

Im Ersten Weltkrieg wurde das Deutschmühlental nicht involviert. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ließen die nationalsozialistischen Machthaber hier einen wichtigen Teil des so genannten Westwalls anlegen, mit Bunkern und Panzersperren, den bedrohlich wirkenden Betonhöckern, der „Höckerlinie“, von der heute nur noch wenig zu sehen ist; allerdings blieben 18 Bunker erhalten.

Amateurfunk im Deutsch-Französischen Garten vor 50 Jahren

Auf der Welle der Euphorie der Deutsch-Französischen Freundschaft zur Eröffnung des Deutsch-Französischen Gartens am 23. April 1960 schwammen auch die Mitglieder des Ortsverbandes Saarbrücken (deutscher Ortsverbandskenner DOK QØ1) des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC) mit. Amateurfunk ist eine "Brücke zur Welt". Diesem Grundgedanken des Amateurfunks, dem so genannten "HAM-Spirit", der Förderung weltweiter Verständigung, Pflege von Freundschaften auf dem ganzen Globus und uneigennütziger Hilfsbereitschaft fühlen sich Amateurfunker verpflichtet. Federführend beantragte der damalige Ortsverbandsvorsitzende Fritz Schuck, mit dem Amateurfunkrufzeichen DL8CP, aus diesen Beweggründen bei der Oberpostdirektion Saarbrücken (OPD) eigens ein neues Clubrufzeichen und bekam das seitdem verwendete Clubcall “DLØGS“ (gesprochen: Deutschland Lima Null Garten Schau) zugeteilt.

In der Lizenzurkunde der OPD war der Funkbetrieb mit DLØGS an den Betriebsort Torfhaus in der Sonnenheide im Gelände des Deutsch-Französischen Gartens gebunden. In diesem Gebiet des heute neu angelegten „Heidegartens“ standen damals das Restaurant Heidegarten, eine Milchbar und das Torfhaus, in dem sich eine Ausstellung zum Thema Torf befand. Der Ortsverband QØ1 bekam darin einen Raum zur Verfügung gestellt, in dem die Amateurfunker mit zur damaligen Zeit beliebten italienischen Geloso Line Funkgeräten und einer in den nahen Bäumen aufgehängten W3DZZ-Trap-Dipol-Antenne auf allen Amateurfunkkurzwellenbändern Funkbetrieb in Telegrafie (Tastfunk, CW) und Sprechfunk (AM) ausüben konnten.

Fritz Schuck, DL8CP, († 1993), Norbert Marx, DL8GZ, Heiner Probst, DL8GA, Hans Joachimsen, DL8GP und andere Clubmitglieder gingen damit im weltweiten Funkverkehr „in die Luft“, kündeten ihren Funkpartnern „am anderen Ende“ von der deutsch-französischen Freundschaft und zogen dabei viele interessierte Besucher der Gartenschau an, wie die noch lebenden Zeitzeugen sich sehr gut erinnern können.

Mit den rechts abgebildeten QSL-Karten wurden die Daten (Datum, Zeit, Frequenz, Betriebsart, Rapport, verwendete Antenne, Sendeleistung in Watt usw.) erfolgreicher Funkverbindungen den beteiligten nationalen und internationalen Gegenstationen bestätigt und über das DARC-QSL-Büro versandt.

Mit vielen jungen und alten Freunden betreiben sie das attraktive Hobby Amateurfunk auch heute noch, das sich natürlich durch die moderne Technik und das Internet gegenüber den 1960ern beträchtlich gewandelt hat.

Nähere Informationen zum Deutsch-Französischen –Garten findet man unter:

http://www.saarbruecken.de/de/leben_in_saarbruecken/freizeit/deutsch-franzoesischer_garten

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Französischer_Garten


Recherchiert: Josef Gläser, DK2VA

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