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Ein kleiner Rückblick auf die Themenabende des laufenden Jahres 2011

(09.12.2011/DF1ID)

In den folgenden Zeilen möchte ich ein ganz klein wenig berichten, von den Dingen, die im Radioclub "A12" in Pforzheim abliefen. Unser Terminplan sieht vor, jeden dritten Donnerstag eines Monats einen besonderen Abend, einen Themenabend, durchzuführen. Das heißt keinesfalls, daß dies die einzigen Aktivitäten sind. Ganz nach Lust und Laune oder entsprechend den aktuellen Anlässen finden auch an anderen Donnerstagen oder auch an jedem beliebigen Tag der Woche Aktionen der unterschiedlichsten Art statt. Auf dieser Seite wird aber nur auf die Themenabende des Jahresprogramms zurückgeblickt.

An dieser Stelle möchte ich allen Referenten, Organisatoren, Helfern oder anderweitig Beteiligten einen recht herzlichen Dank sagen. Ein Dankeschön gilt auch allen, welche ihr Interesse am Clubleben durch ihre Anwesenheit dokumentierten.

Wir sind ein wenig stolz darauf, daß wir nun schon fünf Jahre lang, seit Beginn des Jahres 2006, unser Programm fast lückenlos eingehalten haben. Zwar war es nötig gelegentlich mal einen Termin oder ein Thema zu ändern. Doch mußte in den 5 Jahren nur ein einziger Themenabend ausfallen wegen einer ganz plötzlichen schweren Erkrankung. Auch im Jahr 2011 konnten wir wieder für jeden Monat etwas vorsehen Gerne nehmen die Mitglieder des Vorstandes auch Wünsche und Vorschläge für zukünftige Veranstaltungen entgegen.

 

Inhalt

Januar - "Lichtfunk, Lichtsprechen"
Februar - "NF Auf­berei­tung für Amateur­funk­sender, Be­gren­zer, Clipper"
März - Filmvortrag
April - "BUS-Systeme im modernen PKW"
Mai - "Nicola Tesla"
Juni - "Ultraschall"
Juli - "Digitale Signalverarbeitung"
August - Grillabend
September - "Samuel Morse"
Oktober - "Datenschutz in der digitalen Welt"
November - "Uralte Erfindungen unbekannter Genies"

 

Januar 2011

Drei Gäste des OV P26, Böblingen, konnten wir im Club begrüßen, alles Speziallisten des Funkens auf höchsten Frequenzen: Bereich 500 Terahertz (= 500.000 GHz) Dem entsprechend lautete das Thema der beiden Referenten Jo Becker, DJ8IL, und Klaus Lutsch, DL8SER, "Lichtfunk, Lichtsprechen".

Eine Vielfalt von sehr professionell aussehenden Geräten hatten die Gäste mitgebracht. Doch wir erfuhren, daß ein Großteil aus billigen Quellen stammte, Leselupen billiger Art, Plastikabflußrohre vom Baumarkt, Fresnellinsen aus alten Tageslichtprojektoren, zum Teil für wenig Geld bei "ebay" ersteigert. Sogar eine gewöhnliche Getränkekiste konnte als Gehäuse Verwendung finden. Auch die benötigte Technik hält sich in bescheidenen Grenzen. Senderseitig wird ein Lichtstrahl amplitudenmoduliert. Hinter einer möglichst großen optischen Linse liegt der eigentliche Empfänger, eine Fotodiode. Das durch den Strahl erzeugte Signal muß anschließend zur Verwertung noch verstärkt werden.

Die Praxis der QSOs bietet dann aber doch einige Herausforderungen, die im üblichen Amateurfunk gewöhnlich nicht anfallen. Will man große Entfernungen überwinden, so stört das Tageslicht. Recht schwierig ist das präzise Ausrichten der Geräte. Bei einem QSO über mehr als 80 km ist der Bereich, in dem das Signal empfangen werden kann in der Größenordnung von einigen wenigen 10 Metern. Das Bedeutet eine Justierung auf rund 1/100° genau und das in der Nacht, wo man den weit entfernten Berg, auf dem die Gegenstation steht, nicht sehen kann. Dennoch sind dem Böblinger Team beispielsweise QSOs zwischen den Höhen der Schwäbischer Alb und des Nördlichen Schwarzwalds gelungen.

 

Februar 2011

Jeder Amateur, der ein Phonie-QSO durchführt, hat damit zu tun und nicht immer ist alles optimal, was er tut. Worum ging's? Christoph Pfeifer, DL5DAN, sprach über "NF Auf­berei­tung für Amateur­funk­sender, Be­gren­zer, Clipper". Das richtige Vorgehen ist gleichermaßen wichtig für AM, FM und SSB. Zunächst muß darauf geachtet werden, daß keine Übersteuerung auftritt. Die Folge von Übersteuerung wäre größere Bandbreite und damit Störungen auf den benachbarten Kanälen. Aber auch die Sprachqualität würde durch Verzerrung leiden. Abhilfe pflegt eine automatische Lautstärkekontrolle zu schaffen, die den Pegel zurück regelt, wenn zu laut ins Mikrofon "hinein gebrüllt" wird. Was beim Anhören eines Konzertes in höchster Klangqualität günstig ist, ist für die Sprachverständlichkeit beim Funk durchaus nicht optimal. Durch Anhebung und Absenkung bestimmter Frequenzen kann der Eindruck beim Gesprächspartner erheblich verbessert werden.

Natürlich ging Christoph auch auf Mikrofontypen und ihre speziellen Eigenschaften ein. Schließlich ist ein Phonie-QSO schwerlich ohne ein Mikro denkbar. Von Kohle-, Elektret-, Kondensator-, Piezo- und Dynamischen Mikrofonen war die Rede. Nicht unerwähnt bleiben durfte die neueste Generation von Mikrofonen, MEMS-Mikrofone genannt, welche sich durch eine mikroskopisch kleine und kompakte Bauform mit guter Tonqualität auszeichnen.

Weitere Verbesserungen sind mit Audiobegrenzern (Clipper) und mit Audiokompressoren zu erreichen oder gar mit HF-Clippern, bei welchen die Oberwellen erheblich reduziert werden können. Ein bedeutender Anteil dieser Sprachbearbeitung wird allerdings heute auch auf digitalem Wege erreicht (DSP)

Zum Schluß demonstrierte uns Christoph die Wirkung von Kompressoren an Hand von Hörbeispielen, die aus dem Bereich der Musikbearbeitung stammten, wie sie häufig für jüngeres Musikpublikum betrieben wird, Motto "möglichst laut", auch wenn das auf Kosten jeglicher Dynamik geht. Doch für den Funkverkehr gilt Ähnliches, Motto "möglichst lautes".

 

März 2011

(Wegen einer anderweitigen Verpflichtung von DF1ID beim OV P42 war André, DC5ALA, so nett, den folgenden Bericht zu schreiben:)

Filmvortrag

Einen Vortrag der etwas anderen Art präsentierte Uli, DC7AT. Seine Stimme wurde dabei geschont, denn die Hauptakteure kamen von einem über 50 Jahre alten Filmstreifen, samt Originalton in schwäbisch - natürlich mittlerweile digitalisiert auf DVD. Hier hat sich Uli sehr viel Mühe gegeben, dieses alte Filmmaterial aufzubereiten und zusammenzustellen.

Der erste Film in schwarz-weiß begann im Jahr 1955. In heiterer Mundart wurden die Vorbereitungen für einen anstehenden Kontest dokumentiert. Weitere Filme der nachfolgenden Jahre zeigten ebenfalls amateurfunkbezogene Aktivitäten. Erstaunlich war die Feierlichkeit einer Amateurfunkprüfung aus dem Jahr 1969, bei der es anschließend eine Tombola gab und getanzt wurde.

Erst bei Filmen Anfang der 70er wurde es bunt. Zu sehen gab es eine mobile "Fuchsjagd" mit PKWs und mehrere "Fielddays". Der Wiedererkennungswert manch eingesetzter Ausrüstung war sehr hoch und der ein oder andere Zuschauer konnte sich an bestimmte Geräte oder Fahrzeuge zurückerinnern.

Der gelungene Abend endete mit einer Dokumentation des Aufbaus eines Kurzwellen-Beams beim Ortsverband Stuttgart im Jahr 1975.

Auffallend bei allen Filme war, dass immer viel Wert auf die Verpflegung gelegt wurde.

 

April 2011

Der ursprünglich für April vorgesehene Vortrag "Datenschutz in der digitalen Welt (Teil 2)" von Celia Jung, mußte auf Oktober verlegt werden und so konnten die OMs schon jetzt Patrick Sarter, DO1PPS, ihre Aufmerksamkeit schenken. Patrick, ein Fachmann für's 'Heilige Blechle,' widmete seinen Vortrag dem Thema "BUS-Systeme im modernen PKW".

Seit längerer Zeit haben diese Systeme zu erst langsam, dann immer gehäufter die herkömmlichen Methoden zur Steuerung von PKW-Komponenten verdrängt. Es begann Anfang der 80er Jahre mit dem von Bosch entwickelten CAN-Protokoll, welches Anfangs der 90er Jahre erstmals serienmäßig verwendet wurde. Mit einem CAN-Bus (Controller Area Network) werden Daten von einer zentralen Steuereinheit zu den Komponenten, den "Teilnehmern" des Systems übertragen, und umgekehrt schicken Meßfühler und Bedienelemente ihre Daten an die verarbeitende Zentraleinheit. Im allgemeinen werden Signale für Ereignisse, die schnelle Reaktionen erfordern, wegen der höheren Datenrate und großer Störungsfreiheit über verdrillte zweiadrige Leitungen gesendet. Andere Signale können aber auch mittels Eindrahtleitungen, Rückleitung sind dann die Metallteile des Fahrzeugs, verschickt werden.

Patrick ging auch noch auf weitere Bus-Systemen ein. Insbesondere gesellte sich das LIN-System (Local Interconnect Network) hinzu, ein Eindrahtsystem, das sich mit geringem Aufwand verwirklichen läßt. Für Fahrzeuge der Oberklasse wird immer häufiger das "MOST-System" verwendet (Media Oriented Systems Transport). Es erlaubt, auch Audio- und Videosignale zu übertragen.

Fazit: Im Grunde bedienen wir heute beim Autofahren nicht mehr das Auto sondern einen Computer. Dieser setzt unsere Wünsche in Steuerbefehle für das Auto um. Hoffentlich richtig

 

Mai 2011

Dank Karl-Heinz, DB3IH, hatten wir OM Mathias Metzner, DH7AHO, als Referent zu Gast. Mathias hatte sich "Nicola Tesla" als Thema gewählt und war mit viel Gepäck für Experimente zu uns angereist. Ein Großteil davon war von ihm selbst gebaut.

Die Geräte hatten alle etwas mit den Erfindungen, Patenten oder Experimenten von Tesla zu tun. Mit ihrer Hilfe konnten Mathias eine Reihe von dessen Versuchen für uns nachvollziehen. Bei einer Influenzmaschine ebenso wie bei zwei als Funkeninduktor 'mißbrauchten' Zündspulen von Autos ging es um hohe Spannungen. Beachtlich lange Funken zischten und knallten im Clubraum.

Zusätzlich zu den Experimenten wurde auch ausführlich auf das Leben des Erfinders eingegangen. Eines seiner Hauptziele war die drahtlose Übertragung von Energie. Wegen eines Patentes hierzu wurde ihm in den USA die Erfindung des Radios zuerkannt, obwohl die Übertragung von Informationen eindeutig von Marconi und anderen Forschern ausging. Doch seine Forschungen führten unter anderem zu dem nach ihm benannten Transformator. Mit einem solchen konnte Mathias sehr hohe Spannungen erzeugen und uns damit eine Reihe von weiteren interessanten Experimenten vorführen.

Obwohl Tesla unzählig viele Patente erhielt, obwohl er bahnbrechend war für die Entwicklung der heute überall benutzten Wechselstromnetze, obwohl er sogar für einen Nobelpreis vorgeschlagen worden war, wurde er von manchen als Spinner verlacht und ist heute weit weniger bekannt als mancher wenig bedeutende Erfinder.

 

Juni 2011

Über "Ultraschall" sprach Georg Beck, DG8SN; mit dieser Materie hatte er sich über lange Zeit beruflich befaßt. So konnte er uns eine Vielzahl interessanter Details von diesem Gebiet berichten. Wir lernten Schaltungen zur Anregung von Schallquellen kennen. Oft sind dies piezoelektrische Keramikplatten. Doch der Schall muß von dieser Quelle zum Anwendungsort transportiert werden. Die hierzu dienenden Sonotroden haben durch Form und Material maßgeblichen Einfluß, wie gut der Schall seine Wirkung am Ziel entfalten kann.

Georg hatte eine größere Anzahl von Ultraschallerzeugern und Sonotroden zur Veranschaulichung mitgebracht, auch ein Ultraschallreinigungsgerät führte er uns vor.

Da Anwendungen von Ultraschall äußerst vielfältig sind, kann man allenfalls beispielhaft einige hiervon nennen: Echolot zur Tiefenmessung, Meeresbodenuntersuchung, Fischfang –– Schweißen / Verbinden / Kleben vieler Materialien mittels Ultraschall –– Werkstoffprüfung –– Ultraschallfernbedienung –– Kommunikation mit U-Booten und Unterwassergeräten –– Ultraschallbäder zur Reinigung bis hin zum Auflösen, Herauslösen und Zerstören von Material –– Sonografie in der Medizin zur Untersuchung innerer Organe und vieles mehr.

 

Juli 2011

Genau nach einem Jahr konnten wir uns am wieder recht lebhaften Vortrag von Erich Franke, DK6II, erfreuen. Im Teil 2 ging es abermals um das Thema "Digitale Signalverarbeitung für Einsteiger".

Seine Ausführungen richtete Erich am Beispiel von RTTY aus. Wenngleich Funkfernschreiben mit mechanischen Geräten seit Packetradio, PSK31 und anderen digitalen Verfahren ganz aus der Mode gekommen ist, so läßt sich der hierbei verwendete Filterkonverter, der die Signale für die Funkgerätschaft verarbeitet, sehr schön verwenden, um viele Analogien zwischen Hardware und Software zu erläutern.

Bei RTTY kommt es darauf an, die beiden für "Mark" und "Space" verwendeten Signalteile, trotz oft heftiger Störungen auf den Kurzwellenbändern, sauber zu trennen. Hardwaremäßig geschieht das mit Filtern. Umgekehrt werden beim Senden die Mark- und Space-Signale hardwaremäßig, also in elektrischen Schaltungen, erzeugt. Erich erklärte nun, daß solche Schaltungen auch softwaremäßig realisiert werden können. Die Programme erzeugen mittels Rechner die gleichen Signale wie real aufgebaute Schaltungen.

Die meisten Eigenschaften, auch nachteilige, wie z.B. das "Klingeln" von sehr schmalen Filtern, treten dabei gleichermaßen beim realen Bauteil auf wie auch beim programmierten Software-"Bauteil". Man kann also sowohl ein aus geeigneten Bauteilen aufgebaute Schaltung als "Filter" bezeichnen als auch eine Rechenvorschrift, welche die gewünschten Wirkungen zeigt.

Auch ein Schmitt-Trigger und andere benötigte Bauteile können mit wenigen Programmzeilen "gebaut" werden. So einfach wie die Entladung eines Kondensators über einen realen Widerstand erfolgt, so einfach ist das Programm hierzu: Ein Anfangswert (z.B. 10V) wird in gewissen, kleinen Zeitabständen immer wieder mit dem gleichen Faktor (z.B. 0,9) multipliziert. Die errechnete Spannung sinkt somit von 10V auf 0,900V, 0,810V, 0,729V, 0,656V, 0,590V usw.. Das Modell einer Kondensatorentladung ist also die Rechenvorschrift "multipliziere immer wieder mit dem gleichen Faktor (zwischen 0 und 1)"

 

August 2011

Wie schon in den letzten Jahren jeweils im August, so trafen sich auch in diesem Sommer wieder zahlreiche OMs, zum Teil mit Damen, und eine Reihe von Freunden des "A12" zu einem kleinen Grillabend. Petrus meinte es auch dieses Mal gut mit uns, so daß wir die schöne Terrasse vor unseren Clubräumen bis zu vorgerückter Stunde nutzen konnten. Einige Frauen hatten es sich nicht nehmen lassen, Kuchen zu spenden. Er schmeckte ausgezeichnet. Herzlichen Dank! Auch verschiedene andere Delikatessen wurden angeboten. Auch hier den Spendern ein ganz großes Dankeschön! Wie schon bisher üblich, brachte jeder sein Lieblingsgrillgut mit, so daß bald der Duft der verschiedensten Würste, Bratenstücke und Steaks vom Grill zu den Gästen herüber wehte und manch einem das Wasser im Munde zusammen lief. Alles in allem fast ein gelungener Spätnachmittag und Abend.

Warum "fast" ? Adolf, einer unserer ältesten OMs, hat am Donnerstagmorgen alles ganz alleine hergerichtet. Herzlichen Dank geht dafür an ihn. Und an alle, die jünger sind als er, geht die Bitte, in Zukunft ebenfalls wenigstens ein klein wenig Hand anzulegen.

 

September 2011

( Da DF1ID bei diesem Vortrag nicht im Club anwesend sein konnte, sei es gestattet, daß der hier sonst erscheinende "Rückblick" durch den von war André verfaßten und bei der Pforzheimer Zeitung eingereichten Artikel hier ersetzt wird..)

Bei einer der regelmäßig stattfindenden Vortragsveranstaltungen des Radio-Clubs Pforzheim wurde kürzlich die Geschichte eines Mannes erzählt, der unbestritten zu den Gründern der modernen Kommunikation zählt.

Beim Vortrag von Werner Noske, DO7WN, erfuhr der Zuhörer die Lebensgeschichte des Samuel Finley Breese Morse. Unter Funkern eine nicht gerade unbekannte Größe — so hat er doch mit seinen Entwicklungen im Bereich der Telegrafie Grundlagen geschaffen, die neben vielen äußerst modernen Kommunikationsmethoden auch heute noch immer aktiv unter Funkamateuren weltweit Verwendung finden.

Die einzigartige Kombination aus Punkten, Strichen und Pausen sollte der Telegrafie zum Durchbruch verhelfen. Doch es dauerte einige Jahre, bis der Morsecode, so wie wir ihn heute kennen, zur Vollendung gebracht wurde. Ein nicht unerheblicher Beitrag dazu leistete Morses Mitarbeiter Alfred Vail.

Morse war nicht nur Erfinder, was er mit seinem ersten Morseapparat, zusammengebaut aus Metallresten, unter Beweis stellte, sondern er verstand sich auch in der Malerei und Bildhauerei. Selbst seine ersten Morseapparate „malten“ den Morsecode auf Papierstreifen wie im Beispiel:

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Oktober 2011

Der ursprünglich für April vorgesehene Vortrag von Celia Jung, der nun in diesem Monat nachgeholt wurde, beschäftigte sich wie schon jener im Vorjahr wiederum mit "Datenschutz in der digitalen Welt". Datenschutz gehört zu den Gebieten, mit denen sich Celia nicht nur privat gerne befaßt, er gehört auch zu dem Bereich, dem in neuerer Zeit ihr berufliches Engagement gilt. Es war also nicht verwunderlich, daß sie uns abermals eine Menge interessanter und wichtiger Aspekte vermittelte. Freilich ist Datenschutz ein unerschöpfliches Thema, welches, wie lange auch der Abend sein mag, niemals komplett abgearbeitet werden kann. So sind wir schon jetzt gespannt darauf, ob auch bei ihrem nächsten Vortrag mit dem Titel "Wir, in der digitalen Welt", Datenschutz eine Rolle spielen wird.

 

November 2011

Über "Uralte Erfindungen unbekannter Genies" sprach Gerhard Bischoff, DF1ID. Durch den diesjährigen 125sten Geburtstag der Erfindung des Autos durch Benz lag es nahe, diese Erfindung an den Anfang des Vortrages zu setzen. Allerdings hatte es Automobile schon früher gegeben, sogar in Serie gefertigte, freilich mit Dampfmaschinenantrieb. Den Benzinmotor hat übrigens schon Jahre bevor Benz seinen "Benz Patent-Motorwagen Nummer 1" anmeldete ein gewisser Nicolaus August Otto als verbesserte Version eines Motors von Lenoir patentieren lassen. - Zusammenfassend kann man sagen, daß sich meist eine Erfindung aus vielen kleinen Einzelverbesserungen entwickeln.

Als eine geniale Erfindung stellte uns Gerhard die Schere vor. So einfach sie uns auf den ersten Blick auch erscheinen mag, so raffiniert ist dieser Schervorgang, wenn man sich die Arbeitsweise des Werkzeugs etwas genauer ansieht.

Zu den aller einfachsten Hilfsmitteln gehört wohl das Knopfloch. Hierüber braucht man so gut wie nichts sagen, jedem ist die Funktionsweise offensichtlich. Und doch mußt irgendwann in grauer Vorzeit die Idee für einen einfach herzustellenden und einfach zu bedienenden Verschluß ein allererstes Mal geboren worden sein. Eine geniale Erfindung.

Zu den ganz großen Erfindungen der Menschheit, welche ebenfalls schon vor vielen Tausenden von Jahren gemacht wurden, gehören auf jeden Fall das Rad und das aller erste Entzünden von Feuer durch einen Menschen.

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