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Exkursion zum Astropeiler
In Ergänzung zu dem hochinteressanten Vortrag von Frau Dr. Eva Jütte im April in unseren Clubräumen bei DL0ER zum Thema "Radioastronomie und Lofar" unternahmen 15 Mitglieder von L05 und L11 am Samstag, den 02.07.2011 eine Exkursion zum „Astropeiler“ auf dem 435 m hohen 'Stockert'.
Es handelt sich hier um das 1956 erbaute, erste Radioteleskop in Deutschland, damals das größten seiner Zeit. Die auf einer 16 m hohen Pyramide ruhende Antenne hat ein Durchmesser von 25 m, wiegt 90 t, hat eine Oberflächengenauigkeit von 5 mm und dient dem Empfang der Wasserstoffspektrallinie bei ca. 1420 MHz. Bis 1972 wurde es von Wissenschaft und Militär genutz, dann verlor es durch den Bau des moderneren 100m-Telekops in Effelsberg rasch an Bedeutung. Einigen Funkamateuren, Wissenschaftlern und Astronomiebegeisterten gelang es mit der Gründung eines Fördervereins, für den Astropeiler 1999 den Denkmalstatus zu erreichen, ihn so vor dem Abriß zu bewahren, und mit Fördermitteln des Landes und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie beispielhaftem persönlichem Einsatz mühsam zu restaurieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Der kleine 10m-Spiegel nebenan wird im Wechsel mit wissenschaftlichen Beobachtungen von Funkamateuren für EME-Verbindungen auf 23 cm genutzt Vielfälig sind die Aktivitäten, die heute auf dem Stockert angeboten werden. Häufig finden auch Fielddays auf dem Gelände statt.
Nach der Ankunft der Fahrgemeinschaften (4 PKW) informierte OM Walter Gengel (DK8UE) in einem beeindruckenden Vortrag (2 Stunden) über die Grundlagen der Radioastronomie und die bewegte Geschichte der Anlage. Anschließend wurde das kleine Museum und die komplette Anlage besichtigt. Im Kontrollraum wurde die Messtechnik vorgeführt und es wurden Livedaten einer aktiven Supernova gezeigt. Zum Abschluss gab es noch die Möglichkeit durch einen engen Schacht zum Spiegel hoch zu klettern. Von hier bot sich eine beeindruckende Rundumsicht über die Eifel.
Nach einem Mittagessen in der Altstadt von Bad Münstereifel wurde nach einem ereignisreichen Tag gegen 17.00 Uhr die Heimreise angetreten. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an das Team des Astropeilers für die beeindruckende Führung durch den „Astropeiler“. Weitere Bilder gibt es in der Diashow.
