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Ducie Island
Reiner Schloßer, DL7KL
Ducie ist ein zur Inselgruppe der Pitcairninseln gehörendes unbewohntes, sandiges Atoll, etwa 500 km östlich von Pitcairn im Pazifik gelegen. Die Position ist 24 Grad 41 Süd und 124 Grad 47 West. Es ist das südlichste Atoll der Erde. Es ist 2.4 km lang und ungefähr 1,6 km breit. Die gesamte Fläche des Gebietes bestehend aus den Inseln Acadia Island, Westward Island, Pandora Island und Edwards Island und hat nur eine Größe von 3,9 Quadratkilometer. Ducie wurde am 26. Januar 1606 von dem portugiesischen Seefahrer Pedro Fernandez de Quiros entdeckt. Im Jahre 1791 wurde die Insel durch Kapitän Edward Edwards, Kommandant der H.M.S. Pandora wieder in Augenschein genommen, als er auf der Suche nach den Meuterern der H.M.S. Bounty war. Duci Island ist übrigens nach Baron Francis Ducie benannt, der ebenfalls der Royal Navy angehörte. Ducie ist die weltweit größte Brutkolonie des Murphy-Sturmvogels, zwischen Januar und August nisten hier über 250.000 Vögel.
Wie erwartet nahm die IARU die Pitcairn Island Amateur Radio Associatin (PIARA) am 16. November 2001 als neues Mitglied auf. Nach dem DXCC-Reglement erhielten die zugehörigen Inseln dadurch den Status einer Political Entity und die mehr als 350 km entfernt liegende Insel Ducie den Status einer Geographic Separation Entity . Mit Wirkung vom 16. November 2001 wurde Ducie Island (VP6D) dadurch zum 335. DXCC-Gebiet. Die erste angedachte Ducie-DXpedition scheiterte wegen extrem schlechten Wetters, hohen Seeganges und der daraus resultierenden gefährlichen Anlandungsbedingungen nur 80 Seemeilen vor dem Ziel, so daß die 10-köpfige Crew nach Pitcairn zurückkehren mußte. Ein Jahr später - am 16. März 2002 - brachte dann Kan JA1BK, mit seinen Leuten das Rufzeichen VP6DI zum ersten Mal aus dem Pazifik in die Luft.
Seit dem 11. Februar befindet sich ein multinationales Team auf der Insel, um der Amateurfunkwelt unter VP6DX ein neues DXCC-Gebiet oder neue Bandpunkte zu bescheren. Bis einschließlich dem 27. Februar werden bis zu sieben Stationen gleichzeitig auf allen Kurzwellenbändern QRV sein. Beteiligt sind unter anderem so bekannte DXer wie Dietmar DL3DXX, Ben DL6FBL, Carsten DL6LAU, Andy DL8LAS und Les SP3DOI, mit dem ich während meiner Kamerun-Expedition 2004 in Kribi die Unterkunft teilte. Das Budget für die Expedition wurde mit 200.000 US-Dollar veranschlagt, so daß Spenden natürlich jederzeit willkommen sind. Alles Wissenwerte ist außerdem unter www.vp6dx.com zu finden.
Der Mannschaft um Teamleader Carsten Esch gebührt jetzt schon höchstes Lob: Die Gruppe besticht durch exellente Betriebstechnik und erzeugt weltweit Supersignale auf allen Bändern, trotz des herrschenden Sonnenfleckenminimums. Das Gästebuch der Expedition spiegelt die Anerkennung und Freude über gelungene Verbindungen wider; über dreihundert Funkamateure haben sich bereits bis heute online eingetragen und ihre postive Einstellung gegenüber der Expedition zum Ausdruck gebracht. Aber leider sind auch jetzt wieder - was zu erwarten war - krankhafte Elemente am Werk, die heimtückisch und schamlos, leider mit Erfolg, bewußt versuchen den Funkbetrieb durch Aussendung starker Signale zu stören und damit zum Erliegen zu bringen.








