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Der Mögel Dellinger Effekt
Nach sehr starken → Flares kann es auf der Tagseite der Erde für die Dauer von einigen Minuten bis zu einigen Stunden zum Totalausfall aller Kurzwellen-DX-Verbindungen kommen. Dabei sind die niedrigeren Bänder mehr betroffen als die höheren. Ursache ist die mit dem Flare verbundene intensive Röntgenstrahlung, die zur verstärkten Ionisierung der D-Schicht, also der untersten Schicht der → Ionosphäre, führt. Die D-Schicht dämpft dann die Funkwellen auf ihrem Weg in die höhergelegenen E, F1 und F2 Schichten. Da die Röntgenstrahlung prompt auftritt, ist der Mögel Dellinger Effekt, auch "Tote Viertelstunde" genannt oder englisch "Shortwave Fadeout", nicht vorhersagbar. Dieses Phänomen tritt vor allem in Jahren mit starker Sonnentätigkeit auf.