UKW 2m / 70cm Wettbewerb Mai 2017

UKW 2m / 70cm Wettbewerb Mai 2017

 

Als Antenne verwendete ich eine 2-fach gestockte BigWheel für 2m an einem 12m hohen Alu-Schiebemast, den ich extra für diesen Contest in meinem Garten aufgestellt, und 3-fach abgespannt habe.

Zur Unterstützung der BigWheel habe ich eine LP145435S Log.Period. Antenne für 145+435MHz von ANJO benützt, die fest zwischen meiner Kurzwellen-Quad in 15m Höhe installiert ist. Die LP-Antenne ist nur 1,45 m lang und hat einen Gewinn von 10,1 / 13,1 dBi. Die beiden Antennen habe ich in meinem Shack über einen robusten HF-Umschalter umgeschaltet. Diese Maßnahme erwies sich als sehr effizient im Betrieb.

Der kleine Yaesu FT100, von Tobi, DG9BFP geliehen, mit einem eigens von OM Olaf, DM2CM, angefertigtem Adapter für Headset und Fußschalterfunktion, erwies sich als kleiner Alleskönner.

Im Menü des Transceivers konnten problemlos die erforderlichen Parameter eingestellt werden, um die 2m „Hajo-Endstufe“ (mit Drehstromanschluss), ansteuern zu können. Die SWR`s waren bei beiden Antennen ok, und so konnte ich pünktlich zum Contestbeginn mitmischen.

Gott sei Dank geht es auf solch einem UKW-Contest etwas gemütlicher zu  als auf einem Kurzwellen-Contest. So konnte ich als wenig Geübter die Daten problemlos in mein Laptop-Log eintragen, welches mir Michael, DF2BR, vorher eingerichtet hatte. Es war erstaunlich, dass ich die meisten QSO´s im Bereich bis gut 400-500 Km mit den BigWheels abdecken konnte. Rundumhören und Rundumsenden ist einfach genial. Bei schwierigen Verbindungen konnte ich mit der Log.Perid. nachhelfen, aber bis man die Antenne mit dem Rotor in die gewünschte Position gedreht hatte, verging immer einige Zeit. So habe ich bis fast Mitternacht 50, teils schwergängige QSO´s, gefahren. Nach einer gut 6stündigen Nachtruhe habe ich ab ca. 06.00 Uhr Küchenzeit wieder losgelegt. Die Bedingungen waren bis Vormittag nicht so toll, jedenfalls habe ich aber bis Mittag 50 QSO`s ins Log gebracht.

Ich hörte bereits am Samstag, dass Jan, DJ1AN, und Wolfgang, DG9BAS, auf dem Berg in Achim alles wieder abbauen mussten, weil es Probleme mit dem Stromaggregat gab. Auch ein von Michael, DF2BR, beschaffter Ersatz-Generatorversagte seinen Dienst. So sind die beiden frustriert, ohne ein einziges QSO ins Log gebracht zu haben, wieder nach Hause gefahren.

Ich hatte Jan angeboten, dass er am Sonntag zu mir kommen könne, und von meiner Station Betrieb machen könnte. Jan hat das Angebot angenommen, und kam gegen Sonntagvormittag bei mir in Delmenhorst an mit einer ItalabEndstufe „ITB Colibri 1000“, welche wir umgehend angeschlossen haben. Die „Hajo-Endstufe“ macht nicht so viel Leistung, und verursacht doch ziemlich laute Lüftergeräusche. Das war eine Wohltat mit der ITB-Endstufe, die völlig problemlos 750 Watt auf die Antennen brachte. Jan hat dann einen wahren QSO-Marathon hingelegt, und in der kurzen Zeit bis Contestende noch 57 QSO´s ins Log gebracht. Ich bin zwischendurch immer nach draußen gegangen, und habe geschaut, ob da von den Antennen auch nichts runter tropft…

Somit waren am Ende alle zufrieden, Jan konnte seinen Frust abbauen, und ich habe mich ebenfalls über die 100 von mir ins Log gebrachten Verbindungen gefreut, und dass sich die Antennen und der gesamte Aufbau bewährt hatten.

Dieter Markowiak, 9.6.2017

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