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      Propquest wieder online

      Die bekannten Propquest Graphs stehen nach einem Cyberangriff Funkamateuren wieder zur Verfügung. Der praktische Vorteil dieses Angebots ist es, dass es die aktuelle Ionosphärenlage in Echtzeit sichtbar macht und damit unmittelbar zeigt, welche Frequenzen jetzt gerade funktionieren – und warum. Statt sich auf Modellprognosen zu verlassen, erhält man Messwerte aus europäischen Ionogrammen, die zu nutzbaren Größen wie foF2, MUF und D‑Schicht‑Absorption verarbeitet werden.

      Dadurch lässt sich zuverlässig einschätzen, ob ein Band offen ist, ob NVIS‑Betrieb möglich bleibt oder ob sich ein DX‑Fenster auftut. Die URL lautet: www.propquest.org/graphs.

      Für den täglichen Funkbetrieb bedeutet das: Nutzer erkennen auf einen Blick, ob 80 m und 40 m regional tragen, ob 20 m und 15 m für mittlere Distanzen taugen oder ob 10 m gerade ein DX‑Fenster hat. Die Darstellung der MUF für verschiedene Entfernungen (100 km bis 3000 km, noch im Aufbau) hilft, die passende Bandwahl zu treffen, ohne erst lange zu testen. Besonders wertvoll ist die Kombination aus foF2‑Verlauf und D‑Schicht‑Absorption, weil sie erklärt, warum ein Band manchmal „tot“ wirkt, obwohl die MUF eigentlich hoch genug wäre. 

      Nach einer Cyberattacke war Propquest längere Zeit nicht mehr abrufbar. In den nächsten Wochen stehen noch einige Feinabstimmungen an.  

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