Am 18. Oktober war es wieder soweit. Der WAG stand an. Und für alle, die damit nichts anfangen können, also wie viele meiner Bekannten und Arbeitskollegen, es geht darum innerhalb 24 Stunden so viel Kontakte wie möglich mit Stationen aus der ganzen Welt herzustellen. Je nach dem, was die persönlichen Präferenzen sind, also entweder in Sprechfunk oder eben in Morsetelegrafie.
Meine Vorbereitungen begannen 14 Tage vorher. Die UKW Kontestgruppe um DM5D ließ mich erneut den Standort nutzen, der auch für Kurzwelle super Voraussetzungen bietet.
Besten Dank dafür an Bernd, DG6QF und seinen Sohn, sowie an Frank, DM5WF.
So fuhr ich am 1. Oktoberwochenende voll beladen mit PKW und Anhänger zum Standort und konnte die ersten Antennen vormontieren. Besonders die 2 Element Vertikal für 80m benötigt immer etwas mehr „Zuneigung“. Am Donnerstag und Freitag vor dem Kontest wurden alle Antennen final zusammengebaut und getestet. Alles hat auf Anhieb funktioniert, auch die überarbeitete Beverage war in Rekordzeit aufgestellt. Die sich schnell nähernde Regenfront half dabei sicher auch.
Das Einrichten der Station war nach fünf Stunden beendet. 2 x TS590SG + PA, umschaltbar für SO2R und 2BSIQ Betrieb. Wer nicht weiß, was 2BSIQ bedeutet, dem empfehle ich mal bei YOUTUBE zu stöbern. Kleiner Hinweis, setz einen Stereo-Kopfhörer auf.
Ein gutes Übungstool ist das kleine CW-Programm Morserunner in Verbindung mit dem Logprogramm DXLog. Eigentlich beginnen dort schon meine Vorbereitungen. Einen Monat vorher jeden Tag kurze Trainingseinheiten. Und trotzdem muss ich hier noch viel trainieren und lernen.
Der Kontest begann sehr turbulent, die hohen QSO-Raten fanden aber ein jehes Ende mit einer starken Aurora. 20m war sofort unbrauchbar, 40m nicht zu dekodieren und selbst auf 80m waren die Signale mit dem typischen Aurora-Sound versehen. Also Tempo runternehmen und die Erwartungen in den Rundordner werfen. Ich hatte aber den Eindruck, dass sich die Atmosphäre nach zwei, drei Stunden wieder beruhigt hatte, die Raten gingen wieder hoch. Das blieb so bis zum Schluss. Im Onlinescoreboard sah ich, dass selbst bekannte Kontestmannschaften hinter mir lagen, was mich umso mehr motivierte.
Nach 24 Stunden ohne Pause standen erstmals über 2000 QSOs im Log und das Vorjahresergebnis konnte ich trotz der Aurora fast erreichen. Ich habe den Eindruck, dass die Beteiligung in SSB auch international zugenommen hat. Vielleicht ein Ergebnis aus der Änderung der Multiberechnung. Ich finde, dass das dem Kontest gut tut.
Der Rest ist schnell erzählt. Abbauen, einpacken, heimfahren und so schnell wie machbar ins Bett. Am Montag wieder ins QRL.
Die Planungen für den CQ WW DX in Telegrafie am letzten Novemberwochenende laufen auf Hochtouren. Auch da wollen wir wieder unter DF7A vertreten sein.
73 de DL1WA/DF7A Frank X28



