Für den 08. und 09. November hatte das AJW-DL-Referat die AJW-Referenten der Distrikte zu einem Treffen in Baunatal eingeladen. Für unseren Distrikt Köln-Aachen nahm Walter, DL6EBP, teil.
Im ersten Teil des AJW-Treffens ging es um die Jugendarbeit. Florian, DL1FLO, stellte die neuen Inspirationskarten vor. Sie dienen als Ideenlieferant für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Neueinsteigern.
Florian betonte auch die Wichtigkeit des Kinder- und Jugendschutzes. Wenn Kinder oder Jugendliche regelmäßig ohne Publikumsverkehr betreut werden sowie bei Ausflügen und Übernachtungen mit Kinder- oder Jugendgruppen müssen die Betreuer ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegen. Die detaillierten Regeln zur Beantragung, Einsichtnahme sowie ein Antragsformular für die Gebührenbefreiung beim erweiterten Führungszeugnis findet man auf den AJW-Seiten unter „Erweitertes Führungszeugnis“.
Nützlich für die Kinder- und Jugendarbeit ist auch die Jugendleiterkarte JuLeiCa. In den Kursen für die JuLeiCa werden wertvolle Tipps zum Umgang mit den Gruppen vermittelt.
Ergänzend wies Lars, DC4LW, auch darauf hin, mit Fotos von Jugendlichen sehr verantwortungsvoll umzugehen. Die Fotofreigabe durch die Jugendlichen und die Erziehungsberechtigen sind selbstverständlich immer erforderlich. Man sollte sich aber auch immer fragen, ob die Jugendlichen in 10 Jahren auch noch mit den Fotos einverstanden sein werden.
Im Anschluss stellte Gerrit, DH8GHH, das HamCamp vor. Es bietet bis zu 120 Jugendlichen eine kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit bei der HamRadio direkt in den Messehallen. Die Anmeldung startet typischerweise im März oder April.
Gerrit wies auch auf die Youngsters On The Air (YOTA) Initiative der IARU Region 1 hin. Sie organisiert internationale Jugend-Camps wie das YOTA-Summer Camp, das YOTA Contesting Programm und die YOTA Conteste, bei denen Jugendliche ihre Fähigkeiten erweitern.
Nach dem Mittagessen am Samstag wurde dann der Bereich Weiterbildung diskutiert.
AfuBarCamps sind mittlerweile fester Bestandteil der Weiterbildung. Das Programm entsteht hier spontan aus den Angeboten oder Fragen der Teilnehmer. In den jeweiligen Gruppen entstehen oft interessante Gespräche.
Die Webseite treff.darc.de bietet regelmäßig Weiterbildungsvorträge zu verschiedenen Themenbereichen an. Nach dem Prinzip „von Mitgliedern für Mitglieder“ können natürlich auch eigene Vorträge angeboten werden.
Die Distrikts-AJW-Referenten trugen dann in einer großen Rund ihre verschiedene Ansätze zur Weiterbildung zusammen. Aus dieser Sammlung resultierte die Idee einer Vortrags- und Referentendatenbank, sodass Ortsverbände leichter Referenten für bestimmte Themen finden können. Auch die Idee eines Ausbildungskurses A++, also Weiterbildung nach bestandener Klasse-A-Prüfung, wurde vorgeschlagen.
Oliver, DL7TNY, berichtete anschließend von den Weiterbildungsaktivitäten an den Notfunkwochenenden. Hier werden unter anderem eine Einführung in Notfunk-Telefonanlagen, Kartenkunde, Materialkunde usw. vermittelt. Anschließend wird das Wissen in der Praxis im Rahmen einer Übung angewandt.
Der letzte Teil des AJW-Treffens am Sonntag befasste sich mit der Außendarstellung des AJW-Referats, speziell mit der Webseite. Hier ist eine Überarbeitung geplant.
Das AJW-Referat stellte auch neue Werbe-Flyer für die Ausbildungswebseite 50ohm.de vor und berichtete, dass Ausbildungsbücher für die Klasse E und Klasse A geplant sind.
Unter den Teilnehmern wurden neue Ideen zum Thema „Informationen für Neueinsteiger“ gesammelt.
Lars, DC4LW, stellte dann Materialien für Projekte mit Kindern und Jugendlichen vor.
Eine Gruppenarbeit zur Gestaltung von Amateurfunk-Events rundete diesen Teil ab.
Im letzten Teil der AJW-Tagung gab Matthias, DL9MJ, eine Vorschau auf den Bericht zur Mitgliederversammlung. Er berichtete hier über die Entwicklung der Prüfungszahlen bei der Bundesnetzagentur und die Zahl der Ausbildungskurse in den Distrikten.
Unser Distrikt G liegt hier mit 46 Kursen in den letzten sieben Jahren an erster Stelle.
Schließlich berichtete Matthias von den Aktivitäten rund um die 50ohm.de Webseite. Textmaterial und Folien sind ergänzt worden, es gibt mehr Grafiken und interaktive Elemente. Auch eine PDF-Version der aktuellen Folien kann jederzeit erzeugt werden.
Alle Bilder im Klasse-N Lehrgang sind mit Textbeschreibungen versehen worden, um die Seiten auch sehbehinderten Menschen zugänglich zu machen. Eine Braille-Version des Klasse-N Lehrbuchs ist geplant.
Die unterliegene Plattform von 50ohm.de wird derzeit in die Open-Source-Domäne überführt, denn es gibt starkes Interesse der europäischen Nachbarländer, diese Plattform zu übernehmen und mit den eigenen Prüfungsinhalten zu füllen. Besonders interessant ist hier die Schweiz, denn die Prüfungsinhalte müssen hier in Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung gestellt werden.
Die Tagung verlief in angenehmer Atmosphäre und war auch außerhalb der Vorträge und Gruppenarbeiten durch den regen Austausch der AJW-Referenten geprägt.

