Aktivitäten unseres Ortsverband Oelsnitz / Vogtland (S51)
Amateurfunk lebt vom Machen – und genau das zeigt sich in der Vielfalt dessen, was in unserem Ortsverband Oelsnitz (S51) im Laufe der Zeit stattgefunden hat. Ob drinnen am Lötkolben oder draußen mit Antenne und Feldstation: Wir nutzen unsere gemeinsamen Treffen und Aktionen, um Technik auszuprobieren, Betriebserfahrung zu sammeln und den Amateurfunk gemeinsam mit Leben zu füllen.
Ein fester Bestandteil unseres Vereinsjahres sind Fielddays, bei denen wir mit portabler Ausrüstung ins Gelände ziehen, Antennen aufbauen und unter realistischen Bedingungen Funkverbindungen in die ganze Welt aufbauen. Ebenso nehmen wir regelmäßig an Contesten teil – von kurzen Sprints bis zu ganzen Wochenend-Wettbewerben –, bei denen es um Reichweite, Stationszahl und nicht zuletzt um den sportlichen Ehrgeiz im Team geht.
Darüber hinaus gehören zu unseren Aktivitäten unter anderem der Bau und Test von Eigenbau-Geräten und Antennen, Vorträge und Workshops zu aktuellen Themen aus Technik und Betriebstechnik, die Teilnahme an Ausbildungs- und Prüfungsvorbereitungen für angehende Funkamateure, sowie gemeinsame Ausflüge, Besuche und Aktionen, die den Zusammenhalt im OV stärken.
Auf dieser Seite dokumentieren wir chronologisch, was sich bei uns getan hat – als kleiner Einblick in das aktive Vereinsleben von S51 und als Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse, auf die wir gerne zurückblicken.
IARU-Region-1-Fieldday 2026
Vogtländische Funkamateure erzielen starkes Ergebnis
Auch in diesem Jahr waren Funkamateure aus den DARC-Ortsverbänden S51 (Oelsnitz) und S53 (Plauen) wieder gemeinsam beim IARU-Region-1-Fieldday dabei. Gearbeitet wurde diesmal unter dem Rufzeichen DL0IPS auf den klassischen Kurzwellenbändern in der Betriebsart SSB.
Los ging es schon am Freitagabend mit dem Aufbau. Auf dem Rosenberg bei Stelzen im thüringischen Vogtland stellten wir die Antenne auf, eine ZS6BKW, und richteten den Shack in einem Transporter ein. Der teils kräftige Wind machte uns dabei zu schaffen und verlangte allen einiges ab. Umso besser, dass wir uns hinterher mit frisch Gegrilltem und anderen Leckereien wieder stärken konnten.
Drei OMs übernahmen in der Nacht die Wache, damit am nächsten Morgen auch noch alles da und startklar war.
Im Laufe des Samstagvormittags trafen nach und nach die übrigen Teilnehmer ein. Es blieb Zeit für letzte Installationen, organisatorische Absprachen und kleinere Optimierungen am Aufbau. Und natürlich für eine ordentliche Mahlzeit.
Um 15 Uhr begann dann der eigentliche Contest. Von da an lief das Funkgerät nonstop und war durchgehend mit einem oder zwei OMs im Wechsel besetzt. Die Contestregeln lassen nur eine netzunabhängige, autarke Stromversorgung zu, deshalb wurden Funkgerät, Laptop und Beleuchtung aus mitgebrachten Akkus und Powerstationen sowie von Solarmodulen versorgt.
Über den Tag verteilt schauten auch einige OMs aus unseren vogtländischen Ortsverbänden als Besucher vorbei und sahen sich unsere Station an. So lernte man ganz nebenbei den einen oder anderen Funkamateur persönlich kennen, den man bis dahin nur von der Stimme im Funkbetrieb oder vom Rufzeichen her kannte.
Ab Sonntagmittag wurde es dann merklich zäh: Viele Stationen waren bereits gearbeitet, neue ließen sich nur noch mit Geduld finden. Pünktlich um 14:59 Uhr war Schluss. Am Ende standen über 650 QSOs im Log, ein sehr respektables Ergebnis.
Nach einer Tasse Kaffee, die bitter nötig war, und einem Stück Kuchen folgte der Abbau. Der ging schnell und fast schon generalstabsmäßig über die Bühne: Jeder wusste genau, was zu tun war, und die leeren Autos füllten sich im Nu wieder mit dem gesamten Equipment.
Am Ende konnte jeder Teilnehmer auf ein schönes, interessantes Wochenende und einen gelungenen Fieldday zurückblicken und, vielleicht etwas müde, mit vielen guten Eindrücken und neuen Erfahrungen nach Hause fahren.
Fieldday 2026 des OV S51
Vom 30. Juli bis zum 2. August 2026 fand unser OV-Fieldday wieder in der Nähe von Weischlitz statt. Die Location war wie gewohnt eher rustikal, dafür aber praktisch und gemütlich, und etliche Mitglieder unseres OV verbrachten dort ein paar schöne Tage. Auch einige Gäste aus anderen Ortsverbänden, ehemalige Funk-Kollegen sowie Freunde und Angehörige schauten vorbei.
Es hat wieder viel Spaß gemacht, gemeinsam Zeit zu verbringen und sich über die vielen Themen des Amateurfunks auszutauschen. Funktechnisch ist der Standort zwar nicht der beste, trotzdem wurden einige Antennen aufgebaut und Funktechnik installiert. Amateurfunk ist schließlich auch immer Experimentalfunk, und so kamen doch noch einige Verbindungen zustande.
Die gemeinsamen Mahlzeiten, die vielen Gespräche untereinander und der allabendliche Ausklang am Lagerfeuer waren für uns alle wieder schön und bereichernd. Wer das auch einmal erleben möchte, ist herzlich dazu eingeladen!
Ein großer Dank geht an die Organisatoren und an alle Helfer, die die Location hergerichtet und sich um das leibliche Wohl gekümmert haben.
UKW-Contest: Unterwegs mit dem Rookie-Team DM7K
Auch dieses Jahr hat unser Ortsverband wieder am DARC-Wettbewerb für die Bänder VHF, UHF, SHF teilgenommen – mit unserem Team unter dem Rufzeichen DM7K. Als Standort hatten wir uns für Schöneck entschieden, eine bewusst gewählte, erhöhte Lage, die uns auf den verschiedenen Bändern einen echten Vorteil verschaffte und auch weiter entfernte Gegenstationen erreichbar machte.
Schwerpunktmäßig waren wir auf 2 m und 70 cm aktiv, konnten darüber hinaus aber auch auf 10 GHz und 24 GHz erfolgreich QSOs fahren. Ein besonderes Highlight: Dank der Ausrüstung von DG8EB gelang es uns sogar, auf den extrem hochfrequenten Bändern 47 GHz, 76 GHz, 122 GHz und 134 GHz Punkte zu holen – Bänder, auf denen aktive QSOs alles andere als selbstverständlich sind und einiges an Technik und Aufwand erfordern.
Der erhöhte Standort in Schöneck hat sich damit einmal mehr bewährt und war ein wichtiger Baustein für unser Ergebnis über das gesamte Bandspektrum hinweg.








