Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
Die Geschäftsstelle bleibt am 30. Januar geschlossen
Aufgrund notwendiger Bauarbeiten kommt es vom 30. Januar bis 1. Februar zu einem Stromausfall in der Geschäftsstelle des DARC. In diesem Zeitraum stehen leider keine Dienste zur Verfügung. Betroffen sind sowohl die Geschäftsstelle als auch die Redaktion CQ DL und der DARC Verlag. Die Mitarbeitenden sind am 30. Januar weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar.
Auch die Mailinglisten (lists.darc.de), die Remote-Station in der Geschäftsstelle, das Ticketsystem und damit auch der ehrenamtliche Support verschiedener Webseiten (50ohm, treff.darc.de, etc.) sind in dieser Zeit außer Betrieb. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Am kommenden Montag (2. Februar, 19:30 Lokalzeit) berichtet Lutz, DB9LG, in der HAMgroup "Propagation and Solar Cycle 25" von der für Mitte Februar geplanten 3Y0K-DXpedition nach Bouvet Island, einer unbewohnten Vulkaninsel auf dem Südatlantischen Rücken, 2500 Kilometer südwestlich des südafrikanischen Kaps der Guten Hoffnung. Thema werden die funktechnischen Herausforderungen sein, die damit verbunden sind: Wie plant man ein QSO, um diese DX-Entität erfolgreich loggen zu können?
Damit werden die Veranstaltungen in der HAMgroup "Propagation and Solar Cycle 25" nach kurzer Pause auch in 2026 fortgeführt. Link zur Veranstaltung unter treff.darc.de. In den inzwischen 85 Treffen dieser HAMgroup sind diverse Vorträge gehalten worden, deren Präsentationen im PDF-Format zum Download (nur für DARC-Mitglieder) zur Verfügung stehen: https://www.darc.de/der-club/referate/hf/#c294128.
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 4 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 5. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Experiment zur Artemis-II-Mission mit Unterstützung von Funkamateuren - RSGB nutzt QSL-Service des DARC - Sonderstation zu den Olympischen Winterspielen in Südtirol - DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Frist endet am 31. Januar - 46. GHz-Tagung am 28. Februar - US-Amateurfunkprüfung am FUNK.TAG Kassel 2026 - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Experiment zur Artemis-II-Mission mit Unterstützung von Funkamateuren Im Rahmen der bevorstehenden Artemis-II-Mission hatte die NASA Institutionen und Ehrenamtliche aufgerufen, sich mit ihren Antennensystemen an einem Experiment zur Erfassung von Einweg-Dopplermessungen der Orion-Kapsel in der Erdumlaufbahn und im cislunaren Raum teilzunehmen. Cislunar beschreibt dabei den Raum um die Erde, der sich bis knapp hinter der Umlaufbahn des Mondes erstreckt. Das Space Communications and Navigation Program, kurz SCaN, der NASA hat nun die Liste der ausgewählten Bodenstationen veröffentlicht [1, 2]. Neben diversen Universitäten und kommerziellen Satelliten-Bodenstationen werden auch mehrere Amateurfunkvereinigungen mit ihren Antennen beteiligt sein. So sind u.a. die AMSAT-DL mit ihrer Antenne in Bochum und die AMSAT Argentinia beteiligt, aber auch das ARISS "Amateur Radio Exploration (AREX) Ground Station Consortium", das fünf weitere Teams enthält. Darunter finden sich das Amateurfunk-Team in Goonhilly (England), USC Kalifornien, ein deutsches Team um Matthias Bopp, DD1US, ein polnisches Team um Tomasz Blazej, SP5POT, sowie ein Team in Dayton/Ohio. Die Teams bereiten sich bereits auf den ersten Einsatz vor, denn der Start der Orion-Kapsel zu ihrer zehntägigen Mission ist ab dem 6. Februar zu erwarten. Artemis II ist ein geplanter bemannter Mondflug der NASA in Zusammenarbeit mit der europäischen und der kanadischen Weltraumagentur (ESA und CSA). Auf diesem Flug sollen vier Astronauten in einem Orion-Raumschiff den Mond umrunden. Die Mission wäre der erste bemannte Mondflug seit Apollo 17 im Jahr 1972 [3]. Das aus dem ARISS-Umfeld entstandene AREX-Projekt beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Entwicklung, Installation und Betrieb von Amateurfunk auf zukünftigen astronautischen Raumfahrzeugen internationaler Agenturen und Industriekonsortien außerhalb der Erdumlaufbahn. Darüber informiert Oliver Amend, DG6BCE.
RSGB nutzt QSL-Service des DARC Nach einer gründlichen Prüfung hat die Radio Society of Great Britain (RSGB) eine offizielle vertragliche Vereinbarung mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) getroffen. Damit wird sichergestellt, dass alle eingehenden und ausgehenden RSGB-QSL-Karten künftig in Baunatal bearbeitet werden. Der DARC betreibt in seiner Geschäftsstelle ein modernes QSL-Büro, das über eine hohe Kapazität verfügt. Dieses QSL-Büro wird bereits von einer Reihe nationaler Amateurfunk-Vereinigungen genutzt, da es ihnen Zuverlässigkeit auf Industriestandard-Niveau, digitale Verarbeitungsmöglichkeiten und langfristige Ausfallsicherheit bietet. In einer Mitteilung der RSGB wird auf den "robusten und effektiven QSL-Büro-Service" hingewiesen. Weitere Informationen liefert die RSGB auch auf ihrer Webseite [4]. Informationen zu den QSL-Versandrichtlinien finden sich u.a. auf der Webseite des DARC-QSL-Büros [5] und auch der OV Coburg (B19) bietet eine informative Zusammenstellung auf seiner Webseite [6].
Sonderstation zu den Olympischen Winterspielen in Südtirol Der Dolomites Radio Club aktiviert anlässlich der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 das offizielle Sonderrufzeichen II3OLYM im Zeitraum vom 6. Februar bis 15. März. In dieser Zeit finden die Olympischen Winterspiele, gefolgt von den Paralympischen Winterspielen statt. Südtirol - insbesondere das Antholzertal - ist der exklusive Austragungsort aller Biathlon-Wettbewerbe der Olympischen Spiele. Die Biathlon-Arena Südtirol in Antholz zählt zu den modernsten, schönsten und traditionsreichsten Biathlon-Anlagen weltweit. Sie wird Schauplatz der olympischen Biathlon-Disziplinen. Das Sonderrufzeichen II3OLYM soll die internationale Amateurfunk-Community aktiv an diesem historischen Sportereignis teilhaben lassen, die Aufmerksamkeit auf Südtirol als Gastgeberregion lenken und die weltweite Funkgemeinschaft mit Südtirol verbinden. Betrieb ist auf allen Bändern von Kurzwelle bis SHF in allen gängigen Modes geplant. Bestätigungen erfolgen ausschließlich über eQSL. Der Dolomites Radio Club freut sich auf rege Beteiligung. Darüber berichtet Bernd Lewer, DL3SSB. Weiterhin betreibt das DARC-Team Special Event Station, kurz SES, aus diesem Anlass eigene Sonderstationen: vom 1. Februar bis 1. März DD2026OWG für Olympic Winter Games mit dem Sonder-DOK OWS26 und vom 1. März bis zum 1. April DD2026WPG für Winter Paralympic Games mit dem Sonder-DOK POWS26. Alle Aktivitäten sind auf der DARC-Webseite abruf- und einsehbar [7].
DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Frist endet am 31. Januar Um die Wertung für TopList und Most-Wanted für das Jahr 2025 abschließen zu können, rufen das DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, und der Präsident der German DX Foundation, kurz GDXF, Philipp Springer, DK6SP, dazu auf, QSOs einzureichen. Der DL-Rundspruch Nr. 2/26 berichtete ausführlich und die Frist endet am 31. Januar.
46. GHz-Tagung am 28. Februar Die Tagungsleitung hat das diesjährige Programm für die 46. GHz-Tagung veröffentlicht. Die Tagung ist die erste große Veranstaltung des DARC im neuen Jahr. Sie findet am Samstag, dem 28. Februar 2026, in der VHS Dorsten statt. Neben der Verleihung der DARC-UKW-Contestpokale an die Gewinner des Jahres 2025 stehen unter anderem folgende Vorträge auf dem Tagungsprogramm: Axiale Rillenhörner für höchste Ansprüche ab 10 GHz; 76 GHz EME - the next frontier; EME Portabel Setup 23-cm-Technik und Taktik; 122/134 GHz Baugruppen nach David, VK5KK; Vergleich von diversen rauscharmen Breitbandverstärkern hinsichtlich Verstärkung und Rauschzahl; Chat-Mining: Jagdinstinkte wecken mit KST4Contest; Zeitversetztes Morsen: Wie der Sequenzer deine Zeichen rettet. Während der GHz-Tagung besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Baugruppen bzw. Geräte zu vermessen. Es werden Messmöglichkeiten, Spektrum- und Netzwerkanalysator bis 26,5 GHz bereitgestellt. Weitere Informationen zur GHz-Tagung gibt es auf der Veranstaltungswebseite [8]. Dort ist auch das Vortragsprogramm abrufbar.
US-Amateurfunkprüfung am FUNK.TAG Kassel Auf dem FUNK.TAG Kassel am 25. April wird vormittags wieder eine Prüfung für die US-Amateurfunklizenz angeboten. Veranstaltet wird die Prüfung von der ARRL VE Group DL North. Es können alle Lizenzklassen abgelegt werden. Die Prüfung beginnt um 11:30 Uhr. Man muss sich zur Prüfung vorab über die Webseite der ARRL VE Group DL North registrieren, um teilnehmen zu können. Alle Prüfungsunterlagen und Formulare werden entsprechend vorbereitet, um einen möglichst einfachen Prüfungsablauf zu gewährleisten. Zur Prüfungsanmeldung benötigt man eine US-Postadresse sowie eine FRN-Registrierungsnummer der US-Fernmeldebehörde FCC. Alle Informationen hierzu findet man auf der Website der ARRL VE Group DL North [9]. Die Prüfungsgebühr kann vorab via Paypal oder direkt vor Prüfungsbeginn in Kassel entrichtet werden. Weitere Informationen zur Prüfung, das Online-Anmeldeformular sowie ein Kontaktformular für individuelle Rückfragen, findet man zweisprachig in Deutsch und Englisch auf der Webseite [9]. Darüber berichtet Peter Kaminski, DL9DAK/N9DAK.
Aktuelle Conteste 31. Januar bis 1. Februar: UBA DX Contest 7. Februar: AGCW-DL Handtasten-Party 80 m 7. bis 8. Februar: DARC UKW-Winter-Fieldday, Bayerischer Bergtag und European-Union DX Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 1/26 auf S. 62 und 2/26 auf S. 64.
Der Funkwetterbericht vom 28. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 21. bis 28. Januar: Bis zum 24. Januar dauerten die Nachwehen des starken geomagnetischen Sturmes, den die Plasmawolke vom X1,9-Flare am 18. Januar verursacht hatte. Am 21. Januar gab es noch einmal schwache Nordlichter in Mitteleuropa bei k-Werten von 7. Danach erholte sich das Erdmagnetfeld nur langsam. Wir merkten es an der Dämpfung auf allen Kurzwellenbändern. Die in Juliusruh ermittelte Grenzfrequenz der F2-Schicht für eine Sprungentfernung über 3000 Kilometer betrug am 25. Januar nachts etwa 6 MHz, bei Sonnenaufgang bereits 15 MHz und tagsüber etwa 27 MHz. Zum Sonnenuntergang war sie bereits auf 13 MHz abgerutscht und blieb dort für etwa zwei Stunden [10]. Das spiegelte sich auch in den winterlich geprägten Ausbreitungsbedingungen wider. Europaverbindungen liefen am besten auf 40 und 30 m. Durch die vielen aktiven World Wide Award Stationen konnte man auch auf allen oberen Kurzwellenbändern europäische Stationen und etliche DX-Stationen arbeiten. Beim CQ WW 160 m Contest herrschten gute Ausbreitungsbedingungen innerhalb Europas aber unterdurchschnittliche DX-Bedingungen.
Vorhersage bis 4. Februar: Von den acht sichtbaren Sonnenfleckenregionen befindet sich die Überzahl in der westlichen Sonnenhälfte [11]. Vom südöstlichen Rand der Sonne folgen zwei neue Regionen nach. Die NASA sagt eine überwiegend ruhige Sonnenaktivität voraus. Die Wahrscheinlichkeit für M-Flares liegt momentan bei 25 Prozent. Der solare Fluxindex wird sich zwischen 120 und 140 Einheiten bewegen. Ab Monatsende wird ein ruhiges geomagnetisches Feld vorhergesagt, sodass wir unser Augenmerk den unteren Kurzwellenbändern widmen sollten. Die oberen Bänder öffnen tagsüber sporadisch, wobei bei ruhigem Erdmagnetfeld auch die transpolaren Funklinien wieder gut öffnen werden.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:08; San Francisco/Kalifornien 01:29; Sao Paulo/Brasilien 21:56; Port Stanley/Falklandinseln 23:54; Honolulu/Hawaii 04:18; Anchorage/Alaska 01:53; Johannesburg/Südafrika 17:01; Melbourne/Ostaustralien 09:37; Auckland/Neuseeland 07:35; Berlin/Deutschland 15:44.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Die Sonnenwindgeschwindigkeiten sind unter dem Einfluss eines koronalen Lochs auf Werte von etwa 650 km/s angestiegen. Die geomagnetische Aktivität wird voraussichtlich angeregt bis lebhaft (Kp 3-4) sein, mit vereinzelten stürmischen Abschnitten (Kp 5). Die Sonnenaktivität ist unverändert gering (M 25% X 05% Proton 05%), die HF-Bedingungen sind mäßig.
ZCZC 290545UT JAN26 QAM SFI133 SSN135 eSFI132 eSSN93 KIEL A27 K(3H)5 SWS653 BZ-2 BT6 HPI13 DST-27 KP4CAST(3D) MAX 4/5 2/3 2/3 MUF3000 MAX28+(D) MIN7(N) DATA BY SWPC/NOAA SANSA WDC/KYOTO MET OFFICE UK GFZ POTSDAM FWBST RHB NNNN
Das Kontrollteam des Amateurfunksatelliten FUJI-OSCAR 29 (FO-29) erhält gelegentlich Anfragen zum Betrieb, allerdings ist die Situation mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Start weiterhin instabil. Das Team bedauert, dass es unter diesen Umständen nicht in der Lage ist, Fuji Nr. 3 gemäß bestehenden Wünschen zu betreiben und bittet um Verständnis für die entsprechend weitere Nutzung. Im Februar plant das Kontrollteam, zu den folgenden Zeiten einen Befehl zum Einschalten des Transponders zu senden:
6. Februar 23:14 UTC, 7. Februar 22:19 UTC, 13. Februar 22:03 UTC, 14. Februar 22:53 UTC, 20. Februar 22:36 UTC, 21. Februar 23:27 UTC, 27. Februar 23:10 UTC und 28. Februar 22:12 UTC. Bitte beachten Sie, dass der Befehl abgebrochen wird, wenn der Transponder nicht innerhalb von zwei Minuten nach dem Senden des Befehls eingeschaltet wird. FO-29 wird um den 9. März herum in volles Sonnenlicht eintreten. Dies wird möglicherweise den kontinuierlichen Betrieb des linearen Transponders von FO-29 ermöglichen. Quelle (nur auf Japanisch): https://www.jarl.org/Japanese/3_Fuji/fuji3-202210.htm. Darüber berichtet der AMSAT News Service mit Verweis auf die JARL. FO-29 wurde am 17. August 1996 gestartet. Die Bake sendet mit 100 mW, der Transponder mit 1 W HF. Die Downlink-Frequenzen lauten: 435,795 MHz CW-Bake, 435,800…439,900 MHz USB/CW Transponder; Uplink: 145,900…146,000 MHz LSB/CW.
Experiment zur Artemis-II-Mission mit Unterstützung von Funkamateuren
Im Rahmen der bevorstehenden Artemis-II-Mission hatte die NASA Institutionen und Ehrenamtliche aufgerufen, sich mit ihren Antennensystemen an einem Experiment zur Erfassung von Einweg-Dopplermessungen der Orion-Kapsel in der Erdumlaufbahn und im cislunaren Raum teilzunehmen. Das Space Communications and Navigation Program (SCaN) der NASA hat nun die Liste der ausgewählten Bodenstationen veröffentlicht. Neben diversen Universitäten und kommerziellen Satelliten-Bodenstationen werden auch mehrere Amateurfunkvereinigungen mit ihren Antennen beteiligt sein.
So sind u.a. die AMSAT-DL mit ihrer Antenne in Bochum und die AMSAT Argentinia beteiligt, aber auch das ARISS „Amateur Radio Exploration (AREX) Ground Station Consortium“, das fünf weitere Teams enthält. Darunter finden sich das Amateurfunk-Teams in Goonhilly (England), USC Kalifornien, ein deutsches Team um Matthias Bopp, DD1US, ein polnisches Team um Tomasz Blazej, SP5POT, sowie ein Team in Dayton/Ohio.
Die Teams bereiten sich bereits auf den ersten Einsatz vor, denn der Start der Orion-Kapsel zu ihrer 10-tägigen Mission ist ab dem 6. Februar 2026 zu erwarten. Artemis II ist ein geplanter bemannter Mondflug der NASA in Zusammenarbeit mit der europäischen und der kanadischen Weltraumagentur (ESA und CSA). Auf diesem Flug sollen vier Astronauten in einem Orion-Raumschiff den Mond umrunden. Die Mission wäre der erste bemannte Mondflug seit Apollo 17 im Jahr 1972.
Das aus dem ARISS-Umfeld entstandene AREX-Projekt beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Entwicklung, Installation und Betrieb von Amateurfunk auf zukünftigen astronautischen Raumfahrtzeugen internationaler Agenturen und Industriekonsortien außerhalb der Erdumlaufbahn. Darüber informiert Oliver Amend, DG6BCE.
Die Beitragsrechnungen für das Jahr 2026 stehen online zur Verfügung. Sie können diese über die Meine-Daten-Seite abrufen. Die Beitragsrechnungen sind unter mydarc.de nach dem Login im Menü „Dokumente“ als PDF-Datei einsehbar. Bei Fragen steht Ihnen das Serviceteam per E-Mail unter darc@darc.de sowie telefonisch unter 0561-949880 gern zur Verfügung.
Referat Conteste / DF4ZL
Termine
Aktuelle Conteste KW 5/26
Conteste in der Kalenderwoche 5/2026 - 26.01.26 bis 01.02.26►
Nach einer gründlichen Prüfung hat die Radio Society of Great Britain (RSGB) eine offizielle vertragliche Vereinbarung mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) getroffen. Damit wird sichergestellt, dass alle eingehenden und ausgehenden RSGB-QSL-Karten künftig in Baunatal bearbeitet werden. Der DARC betreibt dort ein modernes QSL-Büro, das über eine hohe Kapazität verfügt.
Dieses QSL-Büro wird bereits von einer Reihe nationaler Amateurfunk-Vereinigungen genutzt, da es ihnen Zuverlässigkeit auf Industriestandard-Niveau, digitale Verarbeitungsmöglichkeiten und langfristige Ausfallsicherheit bietet. In einer Mitteilung der RSGB wird auf den "robusten und effektiven QSL-Büro-Service" hingewiesen.
Das Funkwetter bot letzte Woche einiges: steigende Sonnenaktivität und ein erhöhtes Risiko magnetischer Störungen. Der solare Flux stieg am Freitag bis auf 188 Einheiten. Herausragend war das X1.9‑Flare am frühen Sonntagabend — kein extrem starkes Flare in klassischer Hinsicht, aber eines mit außergewöhnlicher Wirkung: Es dauerte mehrere Stunden und löste den stärksten Strahlungssturm seit über dreißig Jahren aus.
Kurz darauf folgte ein koronaler Masseauswurf. Beobachtungssatelliten registrierten eine ringförmige Plasmawolke um die Sonne — eine Halo‑CME mit Kurs auf die Erde. Die Folgen waren ein intensiver Strahlungssturm und eine Polarkappenabsorption, die sich erst gegen Ende der Woche allmählich abschwächte.
Wie energiereich das Ereignis war, zeigte die hohe Geschwindigkeit der Plasmawolke: Sie benötigte nur rund 25 Stunden bis zur Erde und war damit mit über 1600 km/s unterwegs — außergewöhnlich schnell.
Am Dienstagabend setzte ein Magnetsturm der Stärke G4 ein; die Magnetometer zeigten K‑Index‑Werte von 8 bis 9. Es gab großflächige Polarlichter — in Europa bis hinunter nach Spanien, in den USA bis Südkalifornien — und viele Menschen konnten bei klarem Himmel Aurora beobachten. Auf dem 2‑Meter‑Band waren QSOs über aurorale Ausbreitung möglich, und auf Kurzwelle waren die Reflexionen über Polarlichter deutlich zu hören, besonders auf 80 und 40 Meter.
Die Kurzwellen‑Ausbreitung war ab Dienstagabend merklich gestört. Einer MUF3000 von fast 40 MHz am Montag standen am Mittwoch nur noch etwas mehr als 20 MHz gegenüber; die oberen Bänder erholten sich nur langsam.
Blick voraus: Die Sonne bleibt sehr dynamisch. Neue aktive Regionen entstehen, weitere drehen von der Rückseite her zu. Die Sonnenaktivität bleibt zunächst hoch und dürfte im Verlauf der Woche langsam zurückgehen — von rund 180 auf etwa 140 Einheiten. Störungen im Erdmagnetfeld sind jederzeit möglich: Die Erde steht die ganze Woche über unter dem Einfluss zweier koronaler Löcher. Die Chance für weitere Magnetstürme ist daher hoch, wenngleich sie voraussichtlich nicht ganz die Intensität der vergangenen Tage erreichen werden.
Allen Kurzwellenfreunden einen störungsfreien Empfang — 73 de Tom, DF5JL
Mit aktuellen Informationen von DK0WCY, SWPC/NOAA, NASA, USAF 557th Weather Wing, STCE/KMI Belgien, IAP Juliusruh, SANSA, WDC Kyoto, GFZ Potsdam, Met Office UK, DL1VDL/DL8MDW/DARC‑HF‑Referat, FWBSt RHB / DF5JL
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 3 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 4. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- 50ohm.de verlässt die BETA-Phase - Pressebericht: Taiwan - Könnte Amateurfunk helfen, einen Internetausfall zu überstehen? - DARC-Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Frist endet bald - Online-AfuBarcamp am 31. Januar - 5. DARC-Nordsee-Workshop am 28. Februar in Bremen - 16. Gießener Amateurfunktreffen: geänderter Veranstaltungsort und Termin - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
50ohm.de verlässt die BETA-Phase Die Ausbildungsplattform 50ohm.de präsentiert sich mit vollständig neuer Open-Source-Infrastruktur, überarbeiteten Inhalten für die Klassen E und A, neuen Schulungsfolien für Ausbilder sowie deutlich verbesserten barrierefreien Angeboten. Auch international stößt das deutsche Ausbildungskonzept auf großes Interesse - erste IARU-weite Pilotprojekte sind bereits in Vorbereitung. Am 18. Januar verließ 50ohm.de offiziell die Beta-Phase. In den vergangenen Monaten ist im Hintergrund viel passiert: Unter der Leitung von Tim Grelka, DA2TG, wurde die Software-Infrastruktur der Webseite 50ohm.de vollständig neu entwickelt. Das Ergebnis wurde als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht [1]. Unter der Leitung des AJW-Referatsleiters Matthias Jung, DL9MJ, wurden in den vergangenen Monaten mit Unterstützung von Reviewern sowie zahlreichen Zuschriften aus der Community die Inhalte für die Klasse E und teilweise auch für die Klasse A grundlegend überarbeitet. Damit ist nun ein selbstständiges Lernen mit der Webseite ohne Einschränkungen möglich. Zur besseren Verständlichkeit wurden zahlreiche neue Grafiken erstellt, die die Texte anschaulich unterstützen. Auf Basis dieser überarbeiteten Inhalte sollen in den kommenden Monaten zudem Lehrbücher für die Klasse E und die Klasse A entstehen. Auch die Inhalte sollen künftig in einem Git-Repository abgelegt werden. Der DARC-Ausbildungsreferent Lars Weiler, DC4LW, hat parallel dazu in den vergangenen Monaten sämtliche Schulungsfolien für Ausbilder neu erstellt. Diese werden bereits von vielen Ausbildungskursen erfolgreich eingesetzt und stehen über 50ohm.de direkt zum Abruf zur Verfügung. Ein weiterer Fortschritt wurde im Bereich der Barrierefreiheit erzielt. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft blinder und sehbehinderter Funkamateure (IbFD e.V.) wurden unter der Federführung von Hans Schwarz, DK5JI, in den vergangenen Monaten für hunderte Abbildungen aussagekräftige Alternativtexte erstellt. Diese sind inzwischen in die Plattform integriert und ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, die Inhalte der Webseite deutlich besser zu erfassen. Die Barrierefreiheit von 50ohm.de soll auch künftig weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus ist für die Klasse N ein Buchprojekt in Blindenschrift in Zusammenarbeit mit der IbFD geplant. Das neue deutsche Ausbildungskonzept rund um 50ohm.de stößt auch international auf großes Interesse. Beim IARU-Interimsmeeting 2025 in Paris wurde im Youth Committee (C8) eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Plattform 50ohm.de IARU-weit auszurollen. Dazu laufen bereits enge Abstimmungen mit der Schweiz, Polen und Zypern, die als Pilotprojekte vorgesehen sind. Das AJW-Referat bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die das Projekt während der Beta-Phase engagiert unterstützt haben. Wer Interesse hat, sich aktiv an der Weiterentwicklung von 50ohm.de zu beteiligen, ist herzlich eingeladen: Ideen können unkompliziert als Issue auf GitHub [1] eingebracht werden, Beiträge per Pull Request eingereicht oder Anregungen direkt per E-Mail [2] gesendet werden.
Pressebericht: Taiwan - Könnte Amateurfunk helfen, einen Internetausfall zu überstehen? Angesichts der Befürchtung, China könne Taiwans Unterwasser-Internetkabel [3] sabotieren, hat die taiwanesische Zivilschutzgruppe Ganghu damit begonnen, Menschen zu Funkamateuren auszubilden, damit sie auch dann kommunizieren können, wenn das Internet nicht verfügbar ist. Dies berichtet die Deutsche Welle auf ihrer englischsprachigen Internetseite [4]. Die taiwanesische Zivilschutzgruppe betreut mit ihren Mitgliedern eine Fläche von ca. 54 km² mit ungefähr 390 000 Einwohnern. Dies entspricht der Fläche der Stadt Herne mit der Einwohnerzahl von Bochum. Einen ähnlichen Ansatz wie die Gruppe aus Ganghu beschreibt der DARC mit seinem Konzept "Notfunk im OV", bei welchem die Mitglieder sich und ihre Nachbarschaft im Falle einer Katastrophe unterstützen sollen. Durch die große Spannungslage, in der sich Taiwan befindet, ist diese Ausbildung ein Versuch, die Folgen der latenten Gefahren abzumildern. Auch die Los Angeles Times hat dem Thema "Amateurfunk in Taiwan" einen ausführlichen Bericht gewidmet [5].
DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Frist endet bald Um die Wertung für TopList und Most-Wanted für das Jahr 2025 abschließen zu können, rufen das DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, und der Präsident der German DX Foundation, kurz GDXF, Philipp Springer, DK6SP, dazu auf, QSOs einzureichen. Der DL-Rundspruch Nr. 2/26 berichtete ausführlich und die Frist endet am 31. Januar.
Online-AfuBarcamp am 31. Januar Im Amateurfunkbereich Neues lernen! Viele von uns lieben es, das eigene Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Das Jahr 2026 bietet dazu viele Veranstaltungen für Neugierige. Das AfuBarcamp versteht sich als Angebot für eine überregionale Zielgruppe. Es findet am Ende der kommenden Woche, am 31. Januar statt. Da es eine Online-Veranstaltung ist, kann bequem von zu Hause aus teilgenommen werden, ohne Anreise oder gar Übernachtungen. Das Besondere am AfuBarcamp ist: Es bietet Raum für das eigene Wunschthema. Was würde ich gerne mit Gleichgesinnten besprechen? Die Teilnehmenden machen entsprechende Vorschläge, die werden gesammelt und ergeben das Programm. Insgesamt erwartet das Organisationsteam einen prall gefüllten Nachmittag und Abend mit vielen Informationen und Anregungen. Das Ganze findet statt am Samstag, 31. Januar, auf der DARC-Onlineplattform Treff [6]. Es geht los pünktlich um 15 Uhr. Weitere Info hat die Webseite des AfuBarcamps [7]. Darüber berichtet OM Andreas Krüger, DJ3EI.
5. DARC-Nordsee-Workshop am 28. Februar in Bremen Auch dieses Jahr gibt es wieder ein spannendes Programm beim Nordsee-Workshop, der dieses Mal beim Ortsverband Bremen (I04) stattfindet. Vorträge gibt es zu folgenden Themen: Meshcore, KiCAD, Zeitmessung im Amateurfunk, uSDX-Transceiver, Materialien für Balune und HF-Trafos, Lösungen für den Remotebetrieb für CW und Contest-Logging am Beispiel von not1mm, geschichtliche Entwicklung des Seenotmeldewesens, 161 Jahre DGzRS und ITU, Dimensionierung und Optimierung von Helixantennen und schließlich Large-Language-Modell-KIs im Amateurfunk. Am Veranstaltungsort gibt es eine Sternwarte mit Sonnenbeobachtung wie auch ein Planetarium. Direkt gegenüber befindet sich die Seenotrettungsleitstelle der "Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger". Die Sternwarte, das Planetarium und die DGzRS-Zentrale konnten ebenfalls für das Programm gewonnen werden. Zusätzlich gibt es auch dieses Jahr wieder Thementische, die von den Teilnehmenden zum Austausch zu verschiedenen Themen angemeldet werden können. Abends gibt es noch eine gemeinsame "After-Workshop-Party". Alle Information zu den Inhalten und der Anmeldung sind auf der Webseite des Distrikts Nordsee zu finden [8]. "Wir freuen uns über Eure zeitnahe Anmeldung, spätestens bis zum 8. Februar", berichtet Daniel Wendt-Fröhlich, DL2AB.
16. Gießener Amateurfunktreffen: geänderter Veranstaltungsort und Termin Das 16. Gießener Amateurfunktreffen findet in diesem Jahr ausnahmsweise nur am Samstag, 7. März, statt. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus in 35396 Gießen-Wieseck, Philosophenstr. 26. Die aktuellen Planungen finden Sie auf der Webseite des OV Gießen (F07) [9]. Am Samstag ab 9 Uhr startet der große Amateurfunk-Flohmarkt, es gibt verschiedene interessante Vorträge. Außerdem findet wieder eine US-Lizenzprüfung statt.
Aktuelle Conteste 23. bis 25. Januar: CQ World-Wide 160m Contest 24. bis 25. Januar: REF Contest und BARTG RTTY Sprint 31. Januar bis 1. Februar: UBA DX Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 1/26 auf S. 62.
Der Funkwetterbericht vom 21. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 13. bis 20. Januar: Mit zehn Sonnenfleckengruppen, die für einen X-, sechs M- und rund 180 C-Flares ursächlich waren, war die Sonnenaktivität höher als in der Vorwoche. Der solare Fluxindex stieg von 117 auf 187 Einheiten am 18. Januar. Das Ereignis der Woche war der X1,9-Flare am Abend des 18. Januar. Die mit ihm verbundene CME erreichte mit einer Geschwindigkeit von 1100 Kilometern pro Sekunde die Erde am 19. Januar um 19:20 UTC. Die Bz-Komponente des interplanetaren Feldes schlug auf minus 58 bis minus 91 Nanotesla aus. Das Erdmagnetfeld reagierte mit einem schweren G4-Magnetsturm, der noch am Morgen des 21. Januars anhielt [10]. Mit dem X-Flare wurde ein Protonensturm ausgelöst, dessen Intensität die Stärke S4 erreichte - das sind vier Zehnerpotenzen über Normal. Statistisch gesehen kommt so ein Ereignis nur etwa dreimal in einem Sonnenfleckenzyklus vor. Phantastische Nordlichter wurden in ganz Europa fotografiert. In Dresden konnte man Nordlichter mit der Kamera in Richtung Norden und Süden aufnehmen. Radio Aurora auf 6 und 2 m war mit ganz Skandinavien und dem Baltikum möglich. Die Ausbreitungsbedingungen auf den Kurzwellenbändern zwischen 80 und 12 m waren bis zum X-Flare gut. Die MuF2 für 3000 Kilometer zappelte tagsüber zwischen 25 und 30 MHz. Alle Tage waren magnetisch mehr oder weniger gestört [11].
Vorhersage bis 28. Januar: Wir erwarten Fluxwerte zwischen 160 und 180 Einheiten. Falls sich das geomagnetische Feld etwa am 22. Januar erholt hat und die aktive Sonnenfleckenregion 4341 keine weiteren X-Flares auslöst, erwarten wir wieder gute DX-Bedingungen auf allen Kurzwellenbändern. Für den bevorstehenden CQWW 160 m Contest lässt sich leider keine sichere Vorhersage treffen. Wir lassen uns überraschen.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:00; San Francisco/Kalifornien 01:21; Sao Paulo/Brasilien 21:57; Port Stanley/Falklandinseln 00:04; Honolulu/Hawaii 04:14; Anchorage/Alaska 01:34; Johannesburg/Südafrika 17:04; Melbourne/Ostaustralien 09:41; Auckland/Neuseeland 07:40; Berlin/Deutschland 15:32.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Jetzt noch schnell anmelden: Antennensimulation mit 4nec2 für Fortgeschrittene
Für das DARC-Seminar „Antennensimulation mit 4nec2 für Fortgeschrittene“ am 13./14. Februar gibt es noch sehr wenige Restplätze – melden Sie sich jetzt noch schnell dazu an, um dabei zu sein. Das Seminar findet in der DARC-Geschäftsstelle, Lindenallee 6, in 34225 Baunatal statt.
Dozent Thilo Kootz, DL9KCE, gibt Einblicke in die Antennensimulation mit 4nec2. Funkamateure experimentieren mit Antennen oft empirisch. Dabei ist die Freeware 4nec2 ein leistungsfähiges Tool zur Vorhersage und Analyse der Wirkungsweise von Antennen. Im Seminar lernen Sie den Umgang mit der Software und simulieren Ihre Antennen selbst! Das Seminar richtet sich an Anfänger, aber auch an Teilnehmer die mit 4nec2 schon gearbeitet haben, sich aber noch nicht sicher im Umgang damit fühlen. Informationen zum Seminarablauf und Anmeldung: https://events.darc.de/4nec2-2026/.
Online-AfuBarcamp am Anfang des 2026er Weiterbildungsjahres
Im Amateurfunkbereich Neues lernen! Viele von uns lieben es, das eigene Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Das Jahr 2026 bietet dazu passend große, etablierte Veranstaltungen für Neugierige: Am 25. April der FUNK.TAG in Kassel ( funktag-kassel.de ), am 26. bis 28. Juni die HAM RADIO in Friedrichshafen ( www.darc.de/nachrichten/veranstaltungen/ ) und am 12. September die Weinheimer UKW-Tagung ( ukw-tagung.org ), die übrigens thematisch über ihren historischen Namen längst hinausgewachsen ist.
Lange vorher gibt es schon jetzt im Januar eine kleine, feine erste Veranstaltung. Wie die drei großen ist auch sie für alle Themen des Amateurfunks offen und versteht sich als Angebot für eine überregionale Zielgruppe: Ein AfuBarcamp findet am Ende der kommenden Woche statt. Da es eine Online-Veranstaltung ist, kann bequem von zu Hause aus teilgenommen werden, ohne Anreise oder gar Übernachtungen. Das Besondere am AfuBarcamp ist: Es bietet Raum für das eigene Wunschthema. Was würde ich gerne mit Gleichgesinnten besprechen? Die Teilnehmenden machen entsprechende Vorschläge, die werden gesammelt und ergeben das Programm. Insgesamt erwartet das Organisationsteam einen prall gefüllten Nachmittag und -Abend mit vielen Informationen und Anregungen. Das Ganze findet statt am Samstag, 31. Januar, auf der DARC-Onlineplattform Treff (https://treff.darc.de ). Es geht los pünktlich um 15 Uhr. Weitere Info hat die Webseite des AfuBarcamps: https://afubarcamp.de/afubarcamp-2026-01. Darüber berichtet OM Andreas Krüger, DJ3EI.
Referat Conteste / DF4ZL
Termine
Aktuelle Conteste KW 4/26
Conteste in der Kalenderwoche 4/2026 - 19.01.26 bis 25.01.26►
Die Ausbildungsplattform präsentiert sich mit vollständig neuer Open-Source-Infrastruktur, überarbeiteten Inhalten für die Klassen E und A, neuen Schulungsfolien für Ausbilder sowie deutlich verbesserten barrierefreien Angeboten. Auch international stößt das deutsche Ausbildungskonzept auf großes Interesse – erste IARU-weite Pilotprojekte sind bereits in Vorbereitung.
Heute, am 18. Januar 2026, verlässt 50ohm.de offiziell die Beta-Phase. In den vergangenen Monaten ist im Hintergrund viel passiert: Unter der Leitung von Tim Grelka (DA2TG) wurde die Software-Infrastruktur der Webseite 50ohm.de vollständig neu entwickelt. Das Ergebnis wurde als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht [1].
Unter der Leitung des AJW-Referatsleiters Matthias Jung (DL9MJ) wurden in den vergangenen Monaten mit Unterstützung von Reviewern sowie zahlreichen Zuschriften aus der Community die Inhalte für die Klasse E und teilweise auch für die Klasse A grundlegend überarbeitet. Damit ist nun ein selbstständiges Lernen mit der Webseite ohne Einschränkungen möglich. Zur besseren Verständlichkeit wurden zahlreiche neue Grafiken erstellt, die die Texte anschaulich unterstützen. Auf Basis dieser überarbeiteten Inhalte sollen in den kommenden Monaten zudem Lehrbücher für die Klasse E und die Klasse A entstehen. Auch die Inhalte sollen zukünftig in einem git-Repository abgelegt werden.
Der DARC-Ausbildungsreferent Lars Weiler (DC4LW) hat parallel dazu in den letzten Monaten sämtliche Schulungsfolien für Ausbilder neu erstellt. Diese werden bereits von vielen Ausbildungskursen erfolgreich eingesetzt und stehen über 50ohm.de direkt zum Abruf zur Verfügung.
Ein weiterer bedeutender Fortschritt wurde im Bereich der Barrierefreiheit erzielt. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft blinder und sehbehinderter Funkamateure (IBFD e.V.) wurden unter der Federführung von Hans Schwarz (DK5JI) in den vergangenen Monaten für hunderte Abbildungen aussagekräftige Alternativtexte erstellt. Diese sind inzwischen in die Plattform integriert und ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, die Inhalte der Website deutlich besser zu erfassen. Die Barrierefreiheit von 50ohm.de soll auch künftig weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus ist für die Klasse N ein Buchprojekt in Blindenschrift in Zusammenarbeit mit dem IBFD geplant.
Das neue deutsche Ausbildungskonzept rund um 50ohm.de stößt auch international auf großes Interesse. Beim IARU-Interimsmeeting 2025 in Paris wurde im Youth Committee (C8) eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Plattform 50ohm.de IARU-weit auszurollen. Dazu laufen bereits enge Abstimmungen mit der Schweiz, Polen und Zypern, die als Pilotprojekte vorgesehen sind.
Das AJW-Referat bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die das Projekt während der Beta-Phase engagiert unterstützt haben. Wer Interesse hat, sich aktiv an der Weiterentwicklung von 50ohm.de zu beteiligen, ist herzlich eingeladen: Ideen können unkompliziert als Issue auf GitHub [1] eingebracht werden, Beiträge per Pull Request eingereicht oder Anregungen direkt per E-Mail an 50ohm(at)darc.de gesendet werden.
Könnte Amateurfunk helfen, einen Internetausfall zu überstehen?
Angesichts der Befürchtung, China könne Taiwans Unterwasser-Internetkabel sabotieren, hat die taiwanesische Zivilschutzgruppe Ganghu damit begonnen, Menschen zu Funkamateuren auszubilden, damit sie auch dann kommunizieren können, wenn das Internet nicht verfügbar ist. Dies berichtet die Deutsche Welle auf ihrer englischsprachigen Internetseite [1].
Taiwan ist derzeit auf über 25 internationale und inländische Kommunikationskabel angewiesen [2], um mehr als 90 Prozent seines Internetverkehrs zu übertragen. Ohne diese Kabel könnte die Insel von der Außenwelt abgeschnitten werden und die interne Kommunikation würde wahrscheinlich ebenfalls zusammenbrechen. Laut einem Bericht des Nationalen Sicherheitsbüros Taiwans aus dem Jahr 2025 werden diese „digitalen Lebensadern” durchschnittlich sieben bis acht Mal pro Jahr beschädigt.
Die taiwanesische Zivilschutzgruppe Ganghu hat daher damit begonnen, Menschen darin zu schulen, wie sie mit Amateurfunk kommunizieren können, wenn das Internet nicht verfügbar ist. Die Zivilschutzgruppe Ganghu betreut mit ihren Mitgliedern eine Fläche von ca. 54km² mit ungefähr 390.000 Einwohner. Dies entspricht der Fläche der Stadt Herne mit der Einwohnerzahl von Bochum. Einen ähnlichen Ansatz wie die Gruppe aus Ganghu beschreibt der DARC mit seinem Konzept "Notfunk im OV", bei welchem die Mitglieder sich und ihrer Nachbarschaft im Falle einer Katastrophe unterstützen sollen. Durch die große Spannungslage in der sich Taiwan befindet, ist diese Ausbildung ein Versuch, die Folgen der latenten Gefahren abzumildern.
Obwohl es Amateurfunk weltweit schon seit rund 100 Jahren gibt, ist er in Taiwan gerademal fünfzig Jahre jung. Denn unter der Kuomintang (Nationalistische Partei), deren Führer nach ihrer Niederlage gegen Mao Zedongs Kommunistische Partei im chinesischen Bürgerkrieg 1949 auf die Insel flohen, war die zivile Nutzung des Amateurfunks praktisch verboten. Die Regierung fürchtete sich vor funkenden Spionen vom Festland. Die ersten Lizenzprüfungen fanden in Taiwan erst 1984 statt. Heute, da die Gefahr eines Konflikts zwischen Taiwan und China wieder in den Schlagzeilen ist, gibt es laut der Nationalen Kommunikationskommission etwa 25.000 lizenzierte Funkamateure in Taiwan. Die Bevölkerungszahl Taiwans liegt bei ca. 24,3 Mio. Bewohnern. Das entspricht einem Anteil von ca. 0,11 Prozent. Zum Vergleich: Deutschland hat rund 83,5 Mio. Einwohner und rund 61.000 Funkamateure, dementsprechend liegt deren Anteil lediglich bei 0,073 Prozent.
Auch die Los Angeles Times hat dem Thema "Amateurfunk in Taiwan" einen ausführlichen Bericht gewidmet, aus dem das beistehende Foto stammt: latimes.com.
Morsetelegrafie heute - Wenn Punkte und Striche begeistern
CW steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Zunächst wird YACK (Yet another Contest Keyer) ab Seite 9 vorgestellt, ein Selbstbau-CW-Keyer für den Contestbetrieb, der sowohl PC-gesteuerte Tastung als auch Paddle-Betrieb ermöglicht. Darauf folgt auf Seite 11 und 12 ein Bericht von der Weltmeisterschaft in High Speed Telegraphy im Oktober 2025 in Montenegro, an der ein kleines Team des DARC mit Erfolg teilnahm.
Technik
Einsetzbar auf den Bändern 20, 30 und 40 m - Vertikalantenne für Portabelbetrieb
Martin Steyer, DK7ZB, beschreibt eine portabel einsetzbare Vertikalantenne für die Amateurfunkbänder 20, 30 und 40 m auf Basis eines 5,6-m-Teleskopstrahlers. Durch eine modifizierte Triple-Leg-Konstruktion und eine Abstimmschleife mit Abgriffen ist Betrieb ohne Tuner möglich. Aufbau, Abgleich, Wirkungsgrad, Strahlungsdiagramme sowie mechanische Details und Praxistipps werden ab Seite 15 ausführlich erläutert.
EMV sichtbar machen (1) - Einstieg in die EMV
Der Artikel ab Seite 24 gibt eine Einführung in die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und zeigt anhand eines einfachen Platinenprojekts, wie unerwartete Störungen entstehen. Messungen machen EMV-Effekte sichtbar und verdeutlichen, warum Schaltungen ohne EMV-gerechtes Design Probleme verursachen können.
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