Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
Die bekannten Propquest Graphs stehen nach einem Cyberangriff Funkamateuren wieder zur Verfügung. Der praktische Vorteil dieses Angebots ist es, dass es die aktuelle Ionosphärenlage in Echtzeit sichtbar macht und damit unmittelbar zeigt, welche Frequenzen jetzt gerade funktionieren – und warum. Statt sich auf Modellprognosen zu verlassen, erhält man Messwerte aus europäischen Ionogrammen, die zu nutzbaren Größen wie foF2, MUF und D‑Schicht‑Absorption verarbeitet werden.
Dadurch lässt sich zuverlässig einschätzen, ob ein Band offen ist, ob NVIS‑Betrieb möglich bleibt oder ob sich ein DX‑Fenster auftut. Die URL lautet: www.propquest.org/graphs.
Für den täglichen Funkbetrieb bedeutet das: Nutzer erkennen auf einen Blick, ob 80 m und 40 m regional tragen, ob 20 m und 15 m für mittlere Distanzen taugen oder ob 10 m gerade ein DX‑Fenster hat. Die Darstellung der MUF für verschiedene Entfernungen (100 km bis 3000 km, noch im Aufbau) hilft, die passende Bandwahl zu treffen, ohne erst lange zu testen. Besonders wertvoll ist die Kombination aus foF2‑Verlauf und D‑Schicht‑Absorption, weil sie erklärt, warum ein Band manchmal „tot“ wirkt, obwohl die MUF eigentlich hoch genug wäre.
Nach einer Cyberattacke war Propquest längere Zeit nicht mehr abrufbar. In den nächsten Wochen stehen noch einige Feinabstimmungen an.
Neuer Git-Dienst unter git.darc.de – Ablösung der Atlassian-Werkzeuge hat begonnen
Aufgrund von Änderungen am Lizenz- und Abrechnungssystem von Atlassian konnten die Lizenzen für Confluence, Jira und Bitbucket nicht wie gewohnt verlängert werden. Bis zur Klärung mit dem Hersteller standen die drei Werkzeuge daher rund eine Woche nicht zur Verfügung. Inzwischen sind alle Dienste wieder erreichbar.
Damit sich so etwas nicht wiederholt, hat die ehrenamtliche DARC-IT begonnen, die Atlassian-Produkte durch alternative Systeme abzulösen. Unabhängig vom aktuellen Vorfall hat Atlassian das Supportende für die eingesetzten Produkte bereits angekündigt, sodass eine Ablösung ohnehin ansteht. Den Anfang macht Bitbucket: Die Git-Repositories des DARC liegen ab sofort auf einer Open-Source-Plattform (Forgejo) unter https://git.darc.de.
Ein wesentlicher Vorteil des neuen Systems ist die Anmeldung über das Single Sign-on des DARC mit Mitgliedsnummer und DARC-Passwort. Rollen und Berechtigungen werden dabei automatisch aus der Zuordnung zu DOK, Referaten und Ämtern abgeleitet, sodass der Aufwand für die Administration deutlich sinkt.
Wer bereits mit den Repositories arbeitet, muss nach dem Umzug einige Schritte selbst erledigen: Die Repositories wurden übernommen, die in Bitbucket hinterlegten SSH-Public-Keys jedoch nicht. Wer per SSH zugreift, hinterlegt seinen Public Key daher bitte einmalig neu in den Einstellungen seines Kontos auf git.darc.de. Beim ersten Verbindungsaufbau ist zudem der neue Host-Key von git.darc.de zu bestätigen. In bestehenden lokalen Arbeitskopien muss außerdem die Remote-URL auf die neue Adresse umgestellt werden; die jeweilige URL ist auf der Seite des Repositories zu finden.
Die Migration von Jira und Confluence wird nun geplant. Über die nächsten Schritte informieren wir rechtzeitig.
Wer im neuen Git auf Probleme stößt, schickt bitte eine kurze E-Mail an it(at)darc.de.
Wir stehen weiter unter Einfluss schwacher, schneller Sonnenwinde aus zwei koronalen Löchern in der westlichen Hälfte der Sonnenscheibe. Zeitweise nimmt der Sonnenwind an Stärke zu, was die Ausbreitungsbedingungen beeinträchtigt. Es werden dennoch überwiegend ruhige bis unbeständige Bedingungen (Kp 1–3) erwartet. Die Sonnenaktivität ist moderat, das Flarerisiko mäßig (M40% X10%). AR4507 befindet sich in einer erdgerichteten Position, sodass es bei einer Sonneneruption zu einem Protonensturm kommen könnte. Dann wären die polaren Funkstrecken beeinträchtigt.
HamCation Awards 2027: Nominierungen aus aller Welt gesucht
Die Organisatoren der Orlando HamCation 2027 rufen die weltweite Amateurfunkgemeinschaft dazu auf, herausragende Funkamateure für die HamCation Awards 2027 zu nominieren. Mit den jährlich verliehenen Auszeichnungen werden Mitglieder der Amateurfunkgemeinschaft gewürdigt, die sich in besonderem Maße durch Engagement, Einsatzbereitschaft und ihren Beitrag zum Amateurfunk hervorgetan haben.
Gesucht werden insbesondere Menschen, die sich über das übliche Maß hinaus für die Gemeinschaft einsetzen und damit dazu beitragen, den Amateurfunk zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Dabei geht es nicht unbedingt um Personen, die nach Anerkennung für ihre Arbeit suchen. Vielmehr stehen Funkamateure im Mittelpunkt, die sich aus Überzeugung und aus Freude an der Gemeinschaft engagieren. Mit den Awards sollen ihre besonderen Leistungen sichtbar gemacht und entsprechend gewürdigt werden. Die Organisatoren der Orlando HamCation 2027 freuen sich ausdrücklich über Nominierungen aus aller Welt.
Weitere Informationen zu den HamCation Awards sowie zur Einreichung von Nominierungen gibt es auf der offiziellen Website: https://www.hamcation.com/award. Die Orlando HamCation 2027 findet vom 12. bis 14. Februar 2027 auf dem Gelände der Central Florida Fairgrounds and Expo Park in Orlando, Florida (USA), statt.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X]; lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches aufgelistet.)
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 33 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 34. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
Jetzt anmelden: Notfunk-Ausbildungswochenende vom 1.-4.10.2026
Erstmals Satellit per Amateurfunk-Sprachbefehl gesteuert
Neue OV-Info 5/26 erschienen
100 Jahre Bergwacht Achertal - Sonderrufzeichen aktiv
Online-Seminar: "Operationsverstärker für Maker und Funkamateure"
Aktuelle Conteste
und
Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Jetzt anmelden: Notfunk-Ausbildungswochenende vom 1.-4.10.2026
Vom 1. bis 4. Oktober 2026 findet das nächste Ausbildungswochenende des DARC-Referats Notfunk statt - dieses Mal in Utzmemmingen auf der Schwäbischen Alb. Noch sind Plätze dafür frei. Die Teilnehmer lernen im Team, die Technik des DARC-Notfunks aufzubauen und zu betreiben - Anhänger, Module und Software, mit denen sich Telefonie- und Datenverbindungen dort herstellen lassen, wo nichts anderes mehr geht. Das Wochenende steht im Zeichen der Praxis: Die Teilnehmenden stehen gemeinsam mit Funkamateuren aus dem ganzen Bundesgebiet am Mast, ziehen Kabel und nehmen Netze in Betrieb. Vorkenntnisse im Notfunk sind nicht vonnöten - dafür aber die Bereitschaft, bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten. Es gibt sowohl ein Programm für Einsteiger (IP-Netze, Mesh-Netze, Notfunk-Telefonanlage, Kartenkunde, Eigenschutz) als auch für Fortgeschrittene (Führungsthemen, Netzplanung, FUMA und eine ausgedehnte praktische Übung). Für Letzteres ist die Teilnahme an einem früheren Ausbildungswochenende Voraussetzung. Alle wichtigen Informationen sowie der Link zur Anmeldung finden sich auf der DARC-Webseite [1].
Die internationale Amateurfunk-Initiative ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) ist mit der renommierten Challenger-7 Recognition ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt Organisationen, die den Geist und die Werte der 1986 beim Challenger-Unglück ums Leben gekommenen sieben Astronautinnen und Astronauten weitertragen. Im Mittelpunkt stehen Forschung, Bildung und Inspiration - Werte, die ARISS seit vielen Jahren vermittelt, indem das Projekt Schulkinder per Amateurfunk direkt mit Astronautinnen und Astronauten an Bord der ISS verbindet. Die Challenger-7 Recognition wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Challenger Centers vergeben. Die Preisträger wurden aus Nominierungen gemeinnütziger STEM-Programme und anderer Organisationen ausgewählt, die einen Beitrag zur MINT-Bildung leisten. Neben ARISS wurden in diesem Jahr unter anderem das American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA), die American Rocketry Challenge und Janet's Planet ausgezeichnet. Der internationale Vorsitzende der ARISS Frank Bauer, KA3HDO, bezeichnete die Auszeichnung als große Ehre. Die langjährige Partnerschaft mit dem Challenger Center werde sehr geschätzt. Besonders die ARISS-Astronautenkontakte zeigten, wie Amateurfunk dazu beitragen könne, junge Menschen für MINT-Fächer zu begeistern und ihnen Perspektiven für spätere Berufe in diesen Bereichen zu eröffnen.
Erstmals Satellit per Amateurfunk-Sprachbefehl gesteuert
Norwegische Funkamateure haben erstmals demonstriert, wie sich ein Satellit über einen Sprachbefehl per Amateurfunk steuern lässt. Über eine 23-cm-Funkverbindung wurde eine entsprechende Anweisung an den experimentellen CubeSat OPS-SAT PRETTY übertragen, der daraufhin das Computerspiel DOOM startete. Amateurfunk trifft auf Spracherkennung und Raumfahrttechnik: Funkamateure der Oslo Group der Norwegian Radio Relay League (NRRL) übertrugen am 27. Juli 2026 einen Sprachbefehl an den experimentellen Satelliten OPS-SAT PRETTY. Der Satellit empfing das Signal, transkribierte die Sprache an Bord und führte den darin enthaltenen Befehl aus. Gesendet wurde der Befehl vom Dach der Clubstation der Oslo Group über eine 23-cm-Funkverbindung. Sinngemäß forderten die Funkamateure PRETTY auf, das Computerspiel DOOM zu starten. Daraufhin aktivierte der Satellit das Spiel und übermittelte Bilder des laufenden Programms zur Erde. Sie dienten als Bestätigung dafür, dass das Experiment erfolgreich durchgeführt worden war. OPS-SAT PRETTY ist ein 3U-CubeSat mit Abmessungen von 10 × 10 × 34 Zentimetern. Sein rekonfigurierbares Verarbeitungssystem ermöglicht unterschiedliche Software- und Firmware-Experimente und ist eng mit einem an Bord befindlichen Software Defined Radio (SDR) verbunden. Betrieben wird der Satellit von der Technischen Universität Graz in Österreich; die Experimente koordiniert das European Space Operations Centre (ESOC) der ESA in Darmstadt. Das Team demonstrierte damit nicht einfach eine neue Form der Fernsteuerung. Vielmehr verband das Experiment HF-Technik, Signalverarbeitung, Spracherkennung, On-Board-Software und Raumfahrttechnik zu einer durchgängigen technischen Kette. Genau diese Verbindung macht den Versuch für den Amateurfunk besonders interessant: Die Funkstrecke ist dabei nur ein Teil eines komplexen Systems, dessen Verarbeitung schließlich direkt an Bord des Satelliten erfolgt. Das Experiment zeigt exemplarisch, welches Potenzial offene und rekonfigurierbare Satellitenplattformen bieten. Funkamateure liefern dabei nicht nur Signale für einen Repeater oder eine Telemetrieverbindung, sondern können selbst Teil eines technischen Raumfahrtexperiments werden.
Neue OV-Info 5/26 erschienen
Die neue Ausgabe der OV-Info mit wichtigen Nachrichten für die Mitglieder wurde heute veröffentlicht. Sie enthält unter anderem Hinweise über ein neues Online-Tool, die QSL Service GmbH und über die Möglichkeit zur Änderung der persönlichen Mitgliedsdaten. Interessierte Mitglieder können die aktuelle OV-Info sowie frühere Ausgaben im geschützten Bereich im Internet herunterladen [2]. Des Weiteren haben Mitglieder dort die Möglichkeit, die OV-Info zu abonnieren.
100 Jahre Bergwacht Achertal - Sonderrufzeichen aktiv
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bergwacht Achertal ist das Sonderrufzeichen DL100BWACH seit dem 1. August bis zum 31. Januar 2027 aktiv. Betrieb findet auf KW und UKW statt. Beantragt wurde die Sonderstation von Roland Haas, DG1GHR, aktives Mitglied der Bergwacht und zugleich im OV Achertal (A15).
Online-Seminar: "Operationsverstärker für Maker und Funkamateure"
Operationsverstärker sind Standardbauteile der analogen Elektronik und eine Schnittstelle zu programmierbaren Logiken wie Mikrocontrollern. Mit ihnen lassen sich unzählige Aufgaben mit wenig Aufwand umsetzen. Thema in diesem Tagesseminar ist die grundsätzliche Funktion und die praktische Anwendung der Operationsverstärker-Technik. Ziel ist es, interessierte Praktiker, Maker, Funkamateure und Hobby-Elektroniker zu befähigen, diese Technik zu durchschauen und für eigene Projekte einzusetzen. Dazu werden auch viele praktische Beispielanwendungen vorgestellt. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Spaß an Technik und Physik und Offenheit für leicht verständliche Mathematik. Hilfreich sind Grundkenntnisse der Elektrotechnik/Elektronik. Da es sich um ein Online-Seminar handelt, ist neben einem PC mit guter Internet-Anbindung eine Kamera und ein Mikrofon erforderlich. Veranstalter dieses Online-Seminars ist die Volkshochschule Köln, dort kann man sich auch online anmelden [3]. Das Seminar läuft am Samstag, den 5. September von 9 bis 16 Uhr.
Aktuelle Conteste
22. August: Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend
29. August: HSW-Contest
29. bis 30. August: World Wide Digi DX Contest, YO DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 8/26 auf S. 70.
Der Funkwetterbericht vom 19. August, erstellt von Tom Kamp, DF5JL
Zunächst Rückblick für den Zeitraum 12. bis 19. August:
Auch in dieser Woche lohnt sich ein Blick auf das Funkwetter. Die Sonne zeigte sich überwiegend ruhig, und die Kurzwellenbänder boten stabile Bedingungen für viele Betriebsarten. Die Sonne produzierte nur schwache C-Flares, und die wenigen aktiven Regionen blieben ohne größere Ausbrüche. Der Solarwind stieg zeitweise auf rund 430 km/s an, was zu moderaten geomagnetischen Schwankungen im Bereich Kp 2 bis 4 führte. Die Ionosphäre blieb stabil: Die MUF lag häufig bei etwa 22 MHz, sodass besonders die Bänder 20, 30 und 40 m zuverlässig nutzbar waren.
Vorhersage bis 26. August:
Für die kommenden Tage erwarten die Modelle eine etwas aktivere Phase. Am 19. und 20. August besteht die Möglichkeit eines leichten geomagnetischen Sturms der Kategorie G1. Ursache sind zwei koronale Löcher, die schnellen Sonnenwind liefern, sowie eine möglicherweise vorbeistreifende CME. Kurzzeitig können Geschwindigkeiten bis zu 700 km/s auftreten. Ab dem 21. August beruhigt sich das Geschehen wieder. Die Flareaktivität bleibt voraussichtlich niedrig, mit einer Chance auf einzelne M-Flares aus der aktiven Region AR4507. Insgesamt bleiben die Ausbreitungsbedingungen gut, besonders auf 20 m, mit nur kurzen Störungen durch erhöhte geomagnetische Aktivität.
Eine Mitteilung in eigener Sache: Künftig verzichtet der Funkwetterbericht auf detaillierte Orientierungszeiten für Grayline-DX. Bis dato waren solche wöchentlichen Tabellen hilfreich, doch stehen mittlerweile geeignetere Werkzeuge zur Verfügung: Moderne Live-Karten, Weltraumwetter-Monitore und viele Amateurfunk-Programme zeigen die Grayline-Zone in Echtzeit an. Über Dienste wie das Reverse Beacon Network, PSK Reporter oder WSPRnet lässt sich zudem sofort erkennen, welche Signale entlang der Dämmerungszone tatsächlich gehört werden - oft sogar ermittelt von automatischen Empfängern - und das weltweit. So sieht man auf einen Blick, ob ein Pfad gerade offen ist.
Wir danken euch für euer Verständnis.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Thorsten Schmidt, DO1DAA, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
--- Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
Jetzt anmelden: Noch freie Plätze im DARC-Seminar „Mantelwellen und Balune“
Für das DARC-Seminar Mantelwellen und Balune sind noch einige Plätze frei. Dozent Prof. Dr.-Ing. Michael Hartje, DK5HH, vermittelt Theorie und Praxis zu Mantelwellen im Kurzwellenbereich, ihren Auswirkungen auf Empfang und Sendebetrieb sowie wirksamen Gegenmaßnahmen. Behandelt werden Mantelwellensperren, Balune und UnUn-Transformatoren, deren Aufbau, Messung und Bewertung. Teilnehmende können eigene Balune entwerfen, vermessen und ihre Eignung sowie Verluste beurteilen. Für die Messpraxis wird ein Laptop mit Vektornetzwerkanalysator (VNA) empfohlen.
Das Seminar findet statt am Freitag, 11. September ab 15 Uhr und am Samstag, 12. September von 9 bis 18 Uhr in der DARC-Geschäftsstelle. In der Seminargebühr von 205 € enthalten ist die Übernachtung mit Frühstück und Verpflegung während des Seminares im Amateurfunkzentrum. Die Anmeldung erfolgt über: https://events.darc.de/mantel-2026/.
Jetzt anmelden: Notfunk-Ausbildungswochenende vom 1.-4.10.2026
Vom 1. bis 4. Oktober 2026 findet das nächste Ausbildungswochenende des DARC-Referats Notfunk statt – dieses Mal in Utzmemmingen auf der Schwäbischen Alb. Noch sind Plätze dafür frei.
Die Teilnehmer lernen im Team, die Technik des DARC-Notfunks aufzubauen und zu betreiben – Anhänger, Module und Software, mit denen sich Telefonie- und Datenverbindungen dort herstellen lassen, wo nichts anderes mehr geht.
Das Wochenende steht im Zeichen der Praxis: Die Teilnehmenden stehen gemeinsam mit Funkamateuren aus dem ganzen Bundesgebiet am Mast, ziehen Kabel und nehmen Netze in Betrieb. Vorkenntnisse im Notfunk sind nicht vonnöten – dafür aber die Bereitschaft, bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten.
Es gibt sowohl ein Programm für Einsteiger (IP-Netze, Mesh-Netze, Notfunk-Telefonanlage, Kartenkunde, Eigenschutz) als auch für Fortgeschrittene (Führungsthemen, Netzplanung, FUMA und eine ausgedehnte praktische Übung). Für Letzteres ist die Teilnahme an einem früheren Ausbildungswochenende Voraussetzung. Alle wichtigen Informationen sowie der Link zur Anmeldung finden sich hier: https://www.darc.de/der-club/referate/notfunk/veranstaltungen/notfunk-ausbildungswochenende-oktober-2026/.
Die neue Ausgabe der OV-Info mit wichtigen Nachrichten für die Mitglieder wurde heute veröffentlicht. Sie enthält unter anderem Hinweise über ein neues Online-Tool, die QSL Service GmbH und über die Möglichkeit zur Änderung der persönlichen Mitgliedsdaten.
Interessierte Mitglieder können die aktuelle OV-Info sowie frühere Ausgaben im geschützten Bereich im Internet unter www.darc.de/nachrichten/information-fuer-ortsverbaende herunterladen. Des Weiteren haben Mitglieder dort die Möglichkeit, die OV-Info zu abonnieren.
Der Sonnenwind hat aufgrund eines koronalen Lochs zugenommen (~600 km/s), und es ist mit einem weiteren Zuwachs durch CME-Effekte zu rechnen. Die geomagnetische Aktivität schwankt zwischen Kp 1 und 4 (ruhig bis aktiv), schwach stürmische Phasen sind möglich. Die dagegen geringe Flareaktivität dürfte anhalten, vereinzelte M-Flares sind jedoch möglich (M35% X05%). Brauchbare bis gute DX-Bedingungen.
Die internationale Amateurfunk-Initiative ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) ist mit der renommierten Challenger-7 Recognition ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt Organisationen, die den Geist und die Werte der 1986 beim Challenger-Unglück ums Leben gekommenen sieben Astronautinnen und Astronauten weitertragen. Im Mittelpunkt stehen Forschung, Bildung und Inspiration – Werte, die ARISS seit vielen Jahren vermittelt, indem das Projekt Schulkinder per Amateurfunk direkt mit Astronautinnen und Astronauten an Bord der ISS verbindet.
Die Challenger-7 Recognition wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Challenger Centers vergeben. Die Preisträger wurden aus Nominierungen gemeinnütziger STEM-Programme und anderer Organisationen ausgewählt, die einen Beitrag zur MINT-Bildung leisten. Neben ARISS wurden in diesem Jahr unter anderem das American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA), die American Rocketry Challenge und Janet’s Planet ausgezeichnet.
Der internationale Vorsitzende der ARISS Frank Bauer, KA3HDO, bezeichnete die Auszeichnung als große Ehre. Die langjährige Partnerschaft mit dem Challenger Center werde sehr geschätzt. Besonders die ARISS-Astronautenkontakte zeigten, wie Amateurfunk dazu beitragen könne, junge Menschen für MINT-Fächer zu begeistern und ihnen Perspektiven für spätere Berufe in diesen Bereichen zu eröffnen.
Hintergrund Die Space-Shuttle-Mission STS-51-L war der 25. Flug des US-amerikanischen Space-Shuttle-Programms und der zehnte Einsatz der Raumfähre Challenger. Sie endete am 28. Januar 1986 73 Sekunden nach dem Start in einer Katastrophe, als die Raumfähre aufgrund eines Dichtungsversagens an einer Feststoffrakete auseinanderbrach und alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.
Erstmals Satellit per Amateurfunk-Sprachbefehl gesteuert
Norwegische Funkamateure haben erstmals demonstriert, wie sich ein Satellit über einen Sprachbefehl per Amateurfunk steuern lässt. Über eine 23-cm-Funkverbindung wurde eine entsprechende Anweisung an den experimentellen CubeSat OPS-SAT PRETTY übertragen, der daraufhin das Computerspiel DOOM startete.
Amateurfunk trifft auf Spracherkennung und Raumfahrttechnik: Funkamateure der Oslo Group der Norwegian Radio Relay League (NRRL) übertrugen am 27. Juli 2026 einen Sprachbefehl an den experimentellen Satelliten OPS-SAT PRETTY. Der Satellit empfing das Signal, transkribierte die Sprache an Bord und führte den darin enthaltenen Befehl aus.
Gesendet wurde der Befehl vom Dach der Clubstation der Oslo Group über eine 23-cm-Funkverbindung. Sinngemäß forderten die Funkamateure PRETTY auf, das Computerspiel DOOM zu starten. Daraufhin aktivierte der Satellit das Spiel und übermittelte Bilder des laufenden Programms zur Erde. Sie dienten als Bestätigung dafür, dass das Experiment erfolgreich durchgeführt worden war.
OPS-SAT PRETTY ist ein 3U-CubeSat mit Abmessungen von 10 × 10 × 34 Zentimetern. Sein rekonfigurierbares Verarbeitungssystem ermöglicht unterschiedliche Software- und Firmware-Experimente und ist eng mit einem an Bord befindlichen Software Defined Radio (SDR) verbunden. Betrieben wird der Satellit von der Technischen Universität Graz in Österreich; die Experimente koordiniert das European Space Operations Centre (ESOC) der ESA in Darmstadt.
Das Team demonstrierte damit nicht einfach eine neue Form der Fernsteuerung. Vielmehr verband das Experiment HF-Technik, Signalverarbeitung, Spracherkennung, On-Board-Software und Raumfahrttechnik zu einer durchgängigen technischen Kette. Genau diese Verbindung macht den Versuch für den Amateurfunk besonders interessant: Die Funkstrecke ist dabei nur ein Teil eines komplexen Systems, dessen Verarbeitung schließlich direkt an Bord des Satelliten erfolgt.
Das Experiment zeigt exemplarisch, welches Potenzial offene und rekonfigurierbare Satellitenplattformen bieten. Funkamateure liefern dabei nicht nur Signale für einen Repeater oder eine Telemetrieverbindung, sondern können selbst Teil eines technischen Raumfahrtexperiments werden.
Referat Cpnteste / DF4ZL
Termine
Aktuelle Conteste KW 34/2026
Conteste in der Kalenderwoche 34/2026 - 16.08.26 bis 23.08.26►
Die diesjährige Sonnenfinsternis hatte ein breites mediales Echo gefunden. Auch, wenn in Deutschland der Mond die Sonne nur zu rund 85% bedeckte. Dennoch war unter Funkamateuren und Kurzwellenhörern die Frage, inwieweit das Effekte auf die Kurzwellenausbreitung hat. Funkwetterexperte Christian Reiber, DL8MDW, vom DARC HF-Referat erläuterte heute bei Radio DARC die Zusammenhänge. Die Auswirkungen einer totalen Sonnenfinsternis sind eigentlich am deutlichsten dort zu spüren, wo es wirklich dunkel wird, so Christian. Hier sein Bericht.
Eine totale Sonnenfinsternis erlaubt es, der Ionosphäre ein wenig in die Karten zu schauen. Allerdings sollte man sich dafür im oder zumindest nahe des Kernschattens befinden, also der Zone der totalen Verfinsterung, die letzten Mittwoch von Grönland und Island kommend über den Ostatlantik, Nordspanien und die Balearen verlief.
Dort kann man dann beobachten, wie die D-Region rapide ihre dämpfende Wirkung auf die Kurzwelle verliert, weil ohne Sonne die Ionisation unmittelbar aufhört und die noch relativ hohe Gasdichte in etwa 60 km Höhe dazu führt, dass die freien Elektronen binnen weniger Sekunden vollständig rekombinieren. Der E-Region passiert kurz darauf dasselbe, und dann ist die Bahn frei zur F-Region. Hier rekombinieren die Elektronen nur noch sehr langsam zu neutralen Atomen, drei Minuten ohne Sonne bleiben da praktisch ohne Wirkung. Und so kann man dann im Kernschatten mitten am Tag auf 80 und sogar 160 Meter QSOs machen. Aber eben nur diese paar Minuten, denn ebenso schnell, wie D- und E-Region verschwunden waren, tauchen sie auch wieder auf, sobald die Sonne wieder strahlt.
Abgesehen davon ist eine totale Sonnenfinsternis natürlich vor allem optisch ein absolutes Ausnahmeerlebnis. In Deutschland müssen wir darauf bis 2081 warten, aber am 2. August des nächsten Jahres gibt es bereits die nächste in Europa. Und wieder hat Spanien das Glück, dabei zu sein, allerdings nur der äußerste Süden. Diese Finsternis wird eine außergewöhnlich lange Totalitätsphase haben, etwa viereinhalb Minuten in Gibraltar und fast sechseinhalb Minuten im südlichen Ägypten. (Foto: DF5JL)
Erdbeben in Indonesien: Notfunk aktiv – bitte 7,110 MHz freihalten
Ein Seebeben der Stärke 7,7 hat am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) die Insel Flores im Osten Indonesiens getroffen. Mindestens 47 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche Gebäude stürzten ein. Stromausfälle und gestörte Kommunikationsnetze behindern die Rettungsarbeiten, einige Regionen sind bislang nicht erreichbar.
Der DARC bietet seinen Mitgliedern eine einfache Möglichkeit, die eigenen Kontakt- bzw. Adressdaten online zu pflegen. Dazu steht ein leicht zu bedienendes Formular unter „Meine Daten“ zur Verfügung.
Dieses ist über zwei Wege zu erreichen: Logge Dich als DARC-Mitglied unter www.darc.de ein. Klicke im sich öffnenden Benutzeroberfläche links auf die Kachel „Meine Daten“. Das Formular kann auch direkt über den Link https://mo.darc.de aufgerufen werden (vorher erscheint eine Abfrage von Mitgliedsnummer und Passwort).
Eine Anleitung findet sich in der CQ DL 5/2026, S. 10, oder hier. Dazu bitte vorher als Mitglied auf darc.de anmelden!
ILLW 2026: Am 15. und 16. August gehen weltweit Leuchttürme auf Sendung
Das International Lighthouse Lightship Weekend (ILLW) zieht an diesem Wochenende wieder zahlreiche Funkamateure an die Küsten, um von historischen Seezeichen und Feuerschiffen aus weltweiten Funkverkehr aufzubauen. Der offizielle Funkbetrieb beginnt am Samstag, den 15. August 2026, um 00:01 UTC und endet am Sonntag, den 16. August 2026, um 24:00 UTC.
Gefunkt wird primär in CW und SSB. Auch digitale Betriebsarten wie FT8, FT4 und PSK sind stark vertreten. Einige Stationen sind zudem über den geostationären Satelliten QO-100 aktiv.
In Deutschland werden dieses Wochenende wieder zahlreiche Küstenstandorte aktiv von Funkamateuren besetzt. Hier eine Auswahl:
Feuerschiff „Fehmarnbelt“ (Lübeck) – ILLW-Nr. DE0018, Funkbetrieb durch den DARC Ortsverband Scharbeutz (E35) und Ratzeburg (E39) unter dem Rufzeichen DK0MAR.
Leuchtturm Dahmeshöved (Dahme) – ILLW-Nr. DE0003, ebenfalls aktiviert durch das Team vom OV E35
Lotsenturm Karnin & Kamp Oberfeuer – ILLW-Nr. DE0013 / DE0072, Funkbetrieb durch die Station DL0MFK auf der Festlandseite
Leuchtturm Norderney – ILLW-Nr. DE0055, Funkbetrieb unter dem Rufzeichen DL0PJ
Leuchtturm List-Ost & List-West (Sylt) – ILLW-Nr. DE0102/DE0103, aktiv unter dem Rufzeichen DL0SY
Leuchtturm Kalkgrund – ILLW-Nr. DE0149, aktiv unter dem Rufzeichen DL7A
Leuchtturm Westmarkelsdorf – ILLW-Nr. DE0080, aktiv unter dem Rufzeichen DM5C
Leuchtturm Ueckermünde – ILLW-Nr. DE0029, aktiv unter dem Rufzeichen DM5R
Leuchtturm Obereversand – ILLW-Nr. DE00096, aktiv unter dem Rufzeichen DO6SCH
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 32 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 33. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- WAE-CW-Contest 2026: Positives Fazit - Neuer AO-7-Distanzrekord und weitere Satelliten-DX-Rekorde - Erdbeben in Kolumbien - bitte Notfunk-Frequenzen freihalten - 100 Jahre Bergwacht Achertal - Sonderrufzeichen aktiv - RADIO DARC: 600. Ausgabe - Zum Jubiläum ein Interview mit Astronautin Rabea Rogge - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
WAE-CW-Contest 2026: Positives Fazit Der WAE-CW-Contest 2026 am 8. und 9. August ist beendet. Tausende Funkamateure aus aller Welt belebten dabei die klassischen fünf Kurzwellenbänder in Telegrafie. Bereits am Tag nach dem Contest sind beim DARC-Contestreferat 1208 Logs aus 88 Ländern eingegangen. Sie dokumentieren 254664 QSOs, und zudem wurden 212851 QTCs ausgetauscht. Aus DL sind bislang 227 Logs eingetroffen. Dabei kamen bis jetzt die meisten Logs aus dem Distrikt N (22 Logs), gefolgt vom Distrikt Y (20 Logs) und dem Distrikt C (17 Logs). Es wird spannend, ob die letztjährige Teilnehmerzahl von etwas über 1300 Logs wieder erreicht wird. Darüber informiert Peter John, DL7YS, WAE Contest Manager.
Neuer AO-7-Distanzrekord und weitere Satelliten-DX-Rekorde Die internationale Satelliten-DX-Szene hat gleich drei neue Distanzrekorde aufgestellt. Besonders bemerkenswert ist dabei der neue Bestwert über AMSAT-OSCAR 7 (AO-7). Am 29. Juli 2026 arbeiteten Joe Werth, KE9AJ, aus dem US-Bundesstaat Illinois und Lothar Sack, DJ8EW, über den Mode-A-Transponder von AO-7 eine Distanz von 7495 Kilometern. Damit verbesserten sie den bisherigen Rekord um 41 Kilometer. Der 1974 gestartete AO-7 ist bis heute der älteste noch aktive Amateurfunksatellit und blieb bis zu einem Batterieausfall im Jahr 1981 in Betrieb. Nach 21 Jahren scheinbarer Stille wurde der Satellit am 21. Juni 2002 - 27 Jahre nach seinem Start - wieder empfangen. Zwei weitere Distanzrekorde gelangen 9A6WW an der kroatischen Clubstation 9A1CAL gemeinsam mit A46UNX aus Oman. Ihre Verbindungen über AO-123 und SO-125 erreichten jeweils 4419 Kilometer. Während der Rekord auf AO-123 den bisherigen Bestwert um mehr als 1800 Kilometer übertraf, besitzt der Eintrag für SO-125 endgültigen Charakter. Der PocketQube von AMSAT-EA verglühte am 23. Mai 2026 in der Erdatmosphäre. Eine größere Distanz über diesen Satelliten wird deshalb nie mehr erzielt werden können.
Erdbeben in Kolumbien - bitte Notfunk-Frequenzen freihalten Nach dem schweren Erdbeben vom Montag (10. August, Magnitude 7,4, Epizentrum im Departamento Chocó) ist der Notfunk in Kolumbien aktiv: Funkamateure der kolumbianischen Amateurfunkvereinigung LCR unterstützen gemeinsam mit dem Roten Kreuz die Kommunikation in den betroffenen Gebieten. Die Koordination läuft über die IARU-Region 2. Für den Notfunkverkehr werden folgende Frequenzen genutzt: 80 m: 3985 kHz, 40 m: 7060, 7240 und 7275 kHz, 20 m: 14300 kHz, 17 m: 18160 kHz, 15 m: 21360 kHz. Funkamateure werden gebeten, die Frequenzen freizuhalten. Weitere Informationen folgen, sobald sie vorliegen. Darüber informiert das DARC-Referat Not- und Katastrophenfunk.
100 Jahre Bergwacht Achertal - Sonderrufzeichen aktiv Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bergwacht Achertal ist das Sonderrufzeichen DL100BWACH seit dem 1. August bis zum 31. Januar 2027 aktiv. Betrieb findet auf KW und UKW statt. Beantragt wurde die Sonderstation von Roland Haas, DG1GHR, aktives Mitglied der Bergwacht und zugleich im OV Achertal (A15).
RADIO DARC: 600. Ausgabe - Zum Jubiläum ein Interview mit Astronautin Rabea Rogge Auf 600 Sendungen kann RADIO DARC [1] inzwischen zurückblicken. Die Jubiläumsausgabe wurde am vergangenen Wochenende erstmals ausgestrahlt. In der Jubiläumssendung gab es ein Interview mit der ersten deutschen Astronautin im All, Rabea Rogge, LB9NJ. In einem weiteren Interview erzählte RADIO-DARC-Chefredakteur Rainer Englert, DF2NU, wie die Radiosendung entsteht und was die Philosophie dahinter ist. Mitschnitte vergangener Sendungen von Radio DARC sind im Internet abrufbar, Folge 600 wird in Kürze veröffentlicht [2].
Aktuelle Conteste 15. bis 16. August: SARTG RTTY Contest und Keymen's Club of Japan Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 8/26 auf S. 70.
Der Funkwetterbericht vom 12. August, erstellt von Tom Kamp, DF5JL Zunächst Rückblick für den Zeitraum 5. bis 12. August: Die vergangenen sieben Tage waren geprägt von den Nachwirkungen einer CME Anfang August, einer anschließenden Erholungsphase der Ionosphäre und einem deutlichen Rückgang der solaren Aktivität. Nachdem der solare Flux SFI Ende Juli noch bei 140-150 Einheiten lag, ging die Sonnenfleckenaktivität im Laufe der letzten Tage stark zurück. Am Wochenende fiel der SFI erstmals seit Längerem wieder unter die Marke von 100 Einheiten. Das letzte Mal hatten wir das am 13. April dieses Jahres. Die Geomagnetik erreichte am Samstag Sturmstärke. Doch trotz niedriger Sonnenaktivität und aktiver Geomagnetik waren zum WAE-Contest am Samstag und Sonntag die Bedingungen besser als erwartet: Auf 80 m waren etwa Südost-Australien, Sambia und Südafrika zu arbeiten. Auf 40 m ging es noch besser. 10 m schwächelte jedoch, war aber sporadisch nach Fernost und nach Westen hin offen. Die meisten DX-QSOs gelangen auf den Bändern 20 und 15 m. Die darauffolgenden Tage waren zunächst von ruhiger Geomagnetik geprägt. Erst am Dienstagmittag stieg die Geschwindigkeit des Sonnenwinds auf rund 425 km/s, möglicherweise stand dies im Zusammenhang mit der CME, die die Sonne am 8. August verlassen hatte. Dennoch: Flarerisiko, Sonnenaktivität und Fleckenanzahl blieben insgesamt gering, die Wahrscheinlichkeit für M-Flares sackte auf 10 Prozent ab, für X-Flares auf unter einem Prozent. Die DX-Bedingungen waren überwiegend brauchbar bis gut.
Vorhersage bis 19. August: Der beschleunigte Sonnenwindstrom aus einem koronalen Loch könnte in Kombination mit einem möglichen Vorbeiziehen einer weiteren, schwachen CME am Mittwoch bzw. Donnerstag zu aktiven bis leicht stürmischen Abschnitten führen. Der solare Flux verbleibt voraussichtlich im Bereich zwischen 95 und 105 Einheiten, da größere neue Aktivitätszentren auf der Sonnenrückseite auf sich warten lassen. Für den weiteren Vorhersagezeitraum werden keine auffälligen Ereignisse erwartet.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 23:58; San Francisco/Kalifornien 03:05; São Paulo/Brasilien 20:49; Port Stanley/Falklandinseln 20:45; Honolulu/Hawaii 05:03; Anchorage/Alaska 06:05; Johannesburg/Südafrika 15:47; Melbourne/Ostaustralien 07:43; Auckland/Neuseeland 05:45; Berlin/Deutschland 18:36.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Thorsten Schmidt, DO1DAA, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Der WAE-CW-Contest 2026 am 8. und 9. August ist beendet. Tausende Funkamateure aus aller Welt belebten dabei die klassischen fünf Kurzwellenbänder in Telegrafie. Bereits am Tag nach dem Contest sind
beim DARC-Contestreferat 1208 Logs aus 88 Ländern eingegangen. Sie dokumentieren 254.664 QSOs, und zudem wurden 212.851 QTCs ausgetauscht.
Aus DL sind bislang 227 Logs eingetroffen. Dabei kamen bis jetzt die meisten Logs aus dem Distrikt N (22 Logs), gefolgt vom Distrikt Y (20
Logs) und dem Distrikt C (17 Logs). Es wird spannend, ob die letztjährige Teilnehmerzahl von etwas über 1.300 Logs wieder erreicht
wird. Darüber informiert Peter John, DL7YS, WAE Contest Manager.
Neuer AO-7-Distanzrekord und weitere Satelliten-DX-Rekorde
Die internationale Satelliten-DX-Szene hat gleich drei neue Distanzrekorde aufgestellt. Besonders bemerkenswert ist dabei der neue Bestwert über AMSAT-OSCAR 7 (AO-7). Am 29. Juli 2026 arbeiteten Joe Werth, KE9AJ, aus dem US-Bundesstaat Illinois und Lothar Sack, DJ8EW, über den Mode-A-Transponder von AO-7 eine Distanz von 7495 Kilometern. Damit verbesserten sie den bisherigen Rekord um 41 Kilometer.
Der 1974 gestartete AO-7 ist bis heute der älteste noch aktive Amateurfunksatellit und blieb bis zu einem Batterieausfall im Jahr 1981 in Betrieb. Nach 21 Jahren scheinbarer Stille wurde der Satellit am 21. Juni 2002 – 27 Jahre nach seinem Start – wieder empfangen.
Zwei weitere Distanzrekorde gelangen 9A6WW an der kroatischen Clubstation 9A1CAL gemeinsam mit A46UNX aus Oman. Ihre Verbindungen über AO-123 und SO-125 erreichten jeweils 4419 Kilometer. Während der Rekord auf AO-123 den bisherigen Bestwert um mehr als 1800 Kilometer übertraf, besitzt der Eintrag für SO-125 endgültigen Charakter. Der PocketQube von AMSAT-EA verglühte am 23. Mai 2026 in der Erdatmosphäre. Eine größere Distanz über diesen Satelliten wird deshalb nie mehr erzielt werden können.
Erdbeben in Kolumbien – bitte Notfunk-Frequenzen freihalten
Nach dem schweren Erdbeben vom Montag (10. August, Magnitude 7,4, Epizentrum im Departamento Chocó) ist der Notfunk in Kolumbien aktiv: Funkamateure der kolumbianischen Amateurfunkvereinigung LCR unterstützen gemeinsam mit dem Roten Kreuz die Kommunikation in den betroffenen Gebieten. Die Koordination läuft über die IARU Region 2.
Helft mit, Kindern unvergessliche Funkerlebnisse zu ermöglichen!
Vom 10. bis 21. August 2026, jeweils Montag bis Freitag, sind die Funkamateure wieder bei Mini-München, der größten Spielstadt der Welt, vertreten.
An unserem Stand können Kinder und Jugendliche Amateurfunk in vielen Facetten erleben: Löten, Morsetelegrafie, Amateurfunk über Satelliten, spannende Einblicke in die Satellitentechnik, Batoring (Ultraschall-Fledermaussuche) und vieles mehr.
In diesem Jahr möchten wir zusätzlich ein besonderes Mitmachprojekt verwirklichen: Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen wollen wir Ausbildungsfunkbetrieb über DMR durchführen.
Unter Anleitung lizenzierter Funkamateure werden die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Ausbildungsrufzeichen und dem Zusatz /Trainee selbst Funkverbindungen herstellen. Dabei möchten wir möglichst viele Regionen Deutschlands sowie Österreich, die Schweiz und weitere deutschsprachige Gebiete kennenlernen.
Unsere kleinen Funker werden Euch vielleicht Fragen stellen wie:
Was ist typisch für Eure Region?
Welche Sehenswürdigkeiten sollte man kennen?
Welche besonderen Bräuche gibt es bei Euch?
Gibt es regionale Spezialitäten oder Dialekte?
Welche spannenden Orte sollte man einmal besuchen?
Damit möchten wir zeigen, dass Amateurfunk weit mehr ist als Technik: Er verbindet Menschen, Kulturen und Generationen.
Deshalb unsere herzliche Bitte an alle DMR-Nutzer: Wenn Ihr in den kommenden Wochen Stationen aus Mini-München hört, die CQ rufen oder den Kontakt zu Euch suchen, antwortet bitte!
Nehmt Euch – wenn möglich – ein paar Minuten Zeit für ein freundliches Gespräch. Für viele Kinder wird es das erste Funkgespräch ihres Lebens sein. Ein netter Kontakt, etwas Geduld und ein paar interessante Informationen über Eure Heimat können dazu beitragen, dass dieser Moment zu einer bleibenden Erinnerung wird.
Die Kinder bringen vor allem eines mit: Neugier, Forschergeist und manchmal auch etwas Aufregung, weil sie zum ersten Mal mit völlig unbekannten Menschen sprechen. Gerade deshalb freuen wir uns über Funkamateure, die sie herzlich empfangen, sie ermutigen und ihnen zeigen, wie offen und hilfsbereit unsere Amateurfunkgemeinschaft ist.
Vielleicht ist genau Euer QSO der Moment, der bei einem jungen Menschen die Begeisterung für Technik, Kommunikation und Amateurfunk entfacht.
Lasst uns gemeinsam zeigen, was Amateurfunk ausmacht: Menschen verbinden – Wissen teilen – Freundschaften über Entfernungen hinweg entstehen lassen. Wir freuen uns auf viele spannende QSOs mit Euch!
73 und bis bald auf DMR!
Referat Conteste / DF4ZL
Termine
Aktuelle Conteste KW 33/2026
Conteste in der Kalenderwoche 33/2026 - 10.08.26 bis 16.08.26►
Spaß am Gerät ohne Mikrofon? Das ist hinlänglich als Shortwave Listener bekannt, oder eben auch SWL. Warum Radio hören und auch das Hören von Amateurfunkverkehr heute noch interessant ist – in diesem Heft ab Seite 7.
Technik
Präzise HF-Leistungsmessungen
Bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) finden präziseste HF-Leistungsmessungen statt. Im zweiten Teil des Beitrags begleitet der Autor Marc Michalzik, DL8ABE, die Kalibrierung eines HF-Leistungsmesskopfes. Dabei wird deutlich, wie aufwendig professionelle Kalibrierungen sind: Von der Temperaturstabilisierung über die Prüfung der empfindlichen HF-Steckverbinder bis hin zu verschiedenen Messverfahren und umfangreicher Mittelwertbildung wird jeder Schritt darauf ausgelegt, Messunsicherheiten auf ein Minimum zu reduzieren. Ab Seite 18.
Funkbereitschaft ohne Ruhestörung - Der DTMF-Squelch
Manchmal gibt es Zeiten, da muss man auf einer Frequenz nicht alles hören, was man empfängt. Wie wäre es, wenn man von außen den Squelch öffnen kann? Beispielsweise mit DTMF-Tönen! Sie sind einfach und vielseitig zu erzeugen. Eine Schaltung ermöglicht ihre Auswertung und kann darüber hinaus für Steuerungsaufgaben genutzt werden. Detlef Marxsen, DH3DM, hat eine solche entwickelt und stellt sie den CQ DL-Lesern vor - ab Seite 39.
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