Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
Die Beitragsrechnungen für das Jahr 2026 stehen online zur Verfügung. Sie können diese über die Meine-Daten-Seite abrufen. Die Beitragsrechnungen sind unter mydarc.de nach dem Login im Menü „Dokumente“ als PDF-Datei einsehbar. Bei Fragen steht Ihnen das Serviceteam per E-Mail unter darc@darc.de sowie telefonisch unter 0561-949880 gern zur Verfügung.
Experiment zur Artemis-II-Mission mit Unterstützung von Funkamateuren
Im Rahmen der bevorstehenden Artemis-II-Mission hatte die NASA Institutionen und Ehrenamtliche aufgerufen, sich mit ihren Antennensystemen an einem Experiment zur Erfassung von Einweg-Dopplermessungen der Orion-Kapsel in der Erdumlaufbahn und im cislunaren Raum teilzunehmen. Das Space Communications and Navigation Program (SCaN) der NASA hat nun die Liste der ausgewählten Bodenstationen veröffentlicht. Neben diversen Universitäten und kommerziellen Satelliten-Bodenstationen werden auch mehrere Amateurfunkvereinigungen mit ihren Antennen beteiligt sein.
So sind u.a. die AMSAT-DL mit ihrer Antenne in Bochum und die AMSAT Argentinia beteiligt, aber auch das ARISS „Amateur Radio Exploration (AREX) Ground Station Consortium“, das fünf weitere Teams enthält. Darunter finden sich das Amateurfunk-Teams in Goonhilly (England), USC Kalifornien, ein deutsches Team um Matthias Bopp, DD1US, und ein polnisches Team um Tomasz Blazej, SP5POT, sowie ein Team in Dayton/Ohio.
Die Teams bereiten sich bereits auf den ersten Einsatz vor, denn der Start der Orion-Kapsel zu ihrer 10-tägigen Mission ist ab dem 6. Februar 2026 zu erwarten. Artemis II ist ein geplanter bemannter Mondflug der NASA in Zusammenarbeit mit der europäischen und der kanadischen Weltraumagentur (ESA und CSA). Auf diesem Flug sollen vier Astronauten in einem Orion-Raumschiff den Mond umrunden. Die Mission wäre der erste bemannte Mondflug seit Apollo 17 im Jahr 1972.
Das aus dem ARISS-Umfeld entstandene AREX-Projekt beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Entwicklung, Installation und Betrieb von Amateurfunk auf zukünftigen astronautischen Raumfahrtzeugen internationaler Agenturen und Industriekonsortien außerhalb der Erdumlaufbahn. Darüber informiert Oliver Amend, DG6BCE.
Die geomagnetische Aktivität wird voraussichtlich auf einem ruhigen bis angeregten Niveau (Kp 2-3) liegen, mit der Möglichkeit vereinzelter aktiver Intervalle (Kp 4) aufgrund eines koronalen Lochs. Die Sonnenaktivität ist gering, vereinzelte M-Flares sind möglich (M 45% X 05% Proton 05%). Die HF-Bedingungen sind gut.
ZCZC 260600UT JAN26 QAM SFI165 SSN131 eSFI122 eSSN80 KIEL A17 K(3H)2 SWS487 BZ2 BT7 HPI14 DST-22 KP4CAST(3D) MAX 3/4 3 4/5 MUF3000 MAX24+(D) MIN(N) DATA BY SWPC/NOAA SANSA WDC/KYOTO MET OFFICE UK GFZ POTSDAM FWBST RHB NNNN
Nach einer gründlichen Prüfung hat die Radio Society of Great Britain (RSGB) eine offizielle vertragliche Vereinbarung mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) getroffen. Damit wird sichergestellt, dass alle eingehenden und ausgehenden RSGB-QSL-Karten künftig in Baunatal bearbeitet werden. Der DARC betreibt dort ein modernes QSL-Büro, das über eine hohe Kapazität verfügt.
Dieses QSL-Büro wird bereits von einer Reihe nationaler Amateurfunk-Vereinigungen genutzt, da es ihnen Zuverlässigkeit auf Industriestandard-Niveau, digitale Verarbeitungsmöglichkeiten und langfristige Ausfallsicherheit bietet. In einer Mitteilung der RSGB wird auf den "robusten und effektiven QSL-Büro-Service" hingewiesen.
Das Funkwetter bot letzte Woche einiges: steigende Sonnenaktivität und ein erhöhtes Risiko magnetischer Störungen. Der solare Flux stieg am Freitag bis auf 188 Einheiten. Herausragend war das X1.9‑Flare am frühen Sonntagabend — kein extrem starkes Flare in klassischer Hinsicht, aber eines mit außergewöhnlicher Wirkung: Es dauerte mehrere Stunden und löste den stärksten Strahlungssturm seit über dreißig Jahren aus.
Kurz darauf folgte ein koronaler Masseauswurf. Beobachtungssatelliten registrierten eine ringförmige Plasmawolke um die Sonne — eine Halo‑CME mit Kurs auf die Erde. Die Folgen waren ein intensiver Strahlungssturm und eine Polarkappenabsorption, die sich erst gegen Ende der Woche allmählich abschwächte.
Wie energiereich das Ereignis war, zeigte die hohe Geschwindigkeit der Plasmawolke: Sie benötigte nur rund 25 Stunden bis zur Erde und war damit mit über 1600 km/s unterwegs — außergewöhnlich schnell.
Am Dienstagabend setzte ein Magnetsturm der Stärke G4 ein; die Magnetometer zeigten K‑Index‑Werte von 8 bis 9. Es gab großflächige Polarlichter — in Europa bis hinunter nach Spanien, in den USA bis Südkalifornien — und viele Menschen konnten bei klarem Himmel Aurora beobachten. Auf dem 2‑Meter‑Band waren QSOs über aurorale Ausbreitung möglich, und auf Kurzwelle waren die Reflexionen über Polarlichter deutlich zu hören, besonders auf 80 und 40 Meter.
Die Kurzwellen‑Ausbreitung war ab Dienstagabend merklich gestört. Einer MUF3000 von fast 40 MHz am Montag standen am Mittwoch nur noch etwas mehr als 20 MHz gegenüber; die oberen Bänder erholten sich nur langsam.
Blick voraus: Die Sonne bleibt sehr dynamisch. Neue aktive Regionen entstehen, weitere drehen von der Rückseite her zu. Die Sonnenaktivität bleibt zunächst hoch und dürfte im Verlauf der Woche langsam zurückgehen — von rund 180 auf etwa 140 Einheiten. Störungen im Erdmagnetfeld sind jederzeit möglich: Die Erde steht die ganze Woche über unter dem Einfluss zweier koronaler Löcher. Die Chance für weitere Magnetstürme ist daher hoch, wenngleich sie voraussichtlich nicht ganz die Intensität der vergangenen Tage erreichen werden.
Allen Kurzwellenfreunden einen störungsfreien Empfang — 73 de Tom, DF5JL
Mit aktuellen Informationen von DK0WCY, SWPC/NOAA, NASA, USAF 557th Weather Wing, STCE/KMI Belgien, IAP Juliusruh, SANSA, WDC Kyoto, GFZ Potsdam, Met Office UK, DL1VDL/DL8MDW/DARC‑HF‑Referat, FWBSt RHB / DF5JL
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 3 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 4. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- 50ohm.de verlässt die BETA-Phase - Pressebericht: Taiwan - Könnte Amateurfunk helfen, einen Internetausfall zu überstehen? - DARC-Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Frist endet bald - Online-AfuBarcamp am 31. Januar - 5. DARC-Nordsee-Workshop am 28. Februar in Bremen - 16. Gießener Amateurfunktreffen: geänderter Veranstaltungsort und Termin - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
50ohm.de verlässt die BETA-Phase Die Ausbildungsplattform 50ohm.de präsentiert sich mit vollständig neuer Open-Source-Infrastruktur, überarbeiteten Inhalten für die Klassen E und A, neuen Schulungsfolien für Ausbilder sowie deutlich verbesserten barrierefreien Angeboten. Auch international stößt das deutsche Ausbildungskonzept auf großes Interesse - erste IARU-weite Pilotprojekte sind bereits in Vorbereitung. Am 18. Januar verließ 50ohm.de offiziell die Beta-Phase. In den vergangenen Monaten ist im Hintergrund viel passiert: Unter der Leitung von Tim Grelka, DA2TG, wurde die Software-Infrastruktur der Webseite 50ohm.de vollständig neu entwickelt. Das Ergebnis wurde als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht [1]. Unter der Leitung des AJW-Referatsleiters Matthias Jung, DL9MJ, wurden in den vergangenen Monaten mit Unterstützung von Reviewern sowie zahlreichen Zuschriften aus der Community die Inhalte für die Klasse E und teilweise auch für die Klasse A grundlegend überarbeitet. Damit ist nun ein selbstständiges Lernen mit der Webseite ohne Einschränkungen möglich. Zur besseren Verständlichkeit wurden zahlreiche neue Grafiken erstellt, die die Texte anschaulich unterstützen. Auf Basis dieser überarbeiteten Inhalte sollen in den kommenden Monaten zudem Lehrbücher für die Klasse E und die Klasse A entstehen. Auch die Inhalte sollen künftig in einem Git-Repository abgelegt werden. Der DARC-Ausbildungsreferent Lars Weiler, DC4LW, hat parallel dazu in den vergangenen Monaten sämtliche Schulungsfolien für Ausbilder neu erstellt. Diese werden bereits von vielen Ausbildungskursen erfolgreich eingesetzt und stehen über 50ohm.de direkt zum Abruf zur Verfügung. Ein weiterer Fortschritt wurde im Bereich der Barrierefreiheit erzielt. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft blinder und sehbehinderter Funkamateure (IbFD e.V.) wurden unter der Federführung von Hans Schwarz, DK5JI, in den vergangenen Monaten für hunderte Abbildungen aussagekräftige Alternativtexte erstellt. Diese sind inzwischen in die Plattform integriert und ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, die Inhalte der Webseite deutlich besser zu erfassen. Die Barrierefreiheit von 50ohm.de soll auch künftig weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus ist für die Klasse N ein Buchprojekt in Blindenschrift in Zusammenarbeit mit der IbFD geplant. Das neue deutsche Ausbildungskonzept rund um 50ohm.de stößt auch international auf großes Interesse. Beim IARU-Interimsmeeting 2025 in Paris wurde im Youth Committee (C8) eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Plattform 50ohm.de IARU-weit auszurollen. Dazu laufen bereits enge Abstimmungen mit der Schweiz, Polen und Zypern, die als Pilotprojekte vorgesehen sind. Das AJW-Referat bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die das Projekt während der Beta-Phase engagiert unterstützt haben. Wer Interesse hat, sich aktiv an der Weiterentwicklung von 50ohm.de zu beteiligen, ist herzlich eingeladen: Ideen können unkompliziert als Issue auf GitHub [1] eingebracht werden, Beiträge per Pull Request eingereicht oder Anregungen direkt per E-Mail [2] gesendet werden.
Pressebericht: Taiwan - Könnte Amateurfunk helfen, einen Internetausfall zu überstehen? Angesichts der Befürchtung, China könne Taiwans Unterwasser-Internetkabel [3] sabotieren, hat die taiwanesische Zivilschutzgruppe Ganghu damit begonnen, Menschen zu Funkamateuren auszubilden, damit sie auch dann kommunizieren können, wenn das Internet nicht verfügbar ist. Dies berichtet die Deutsche Welle auf ihrer englischsprachigen Internetseite [4]. Die taiwanesische Zivilschutzgruppe betreut mit ihren Mitgliedern eine Fläche von ca. 54 km² mit ungefähr 390 000 Einwohnern. Dies entspricht der Fläche der Stadt Herne mit der Einwohnerzahl von Bochum. Einen ähnlichen Ansatz wie die Gruppe aus Ganghu beschreibt der DARC mit seinem Konzept "Notfunk im OV", bei welchem die Mitglieder sich und ihre Nachbarschaft im Falle einer Katastrophe unterstützen sollen. Durch die große Spannungslage, in der sich Taiwan befindet, ist diese Ausbildung ein Versuch, die Folgen der latenten Gefahren abzumildern. Auch die Los Angeles Times hat dem Thema "Amateurfunk in Taiwan" einen ausführlichen Bericht gewidmet [5].
DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Frist endet bald Um die Wertung für TopList und Most-Wanted für das Jahr 2025 abschließen zu können, rufen das DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, und der Präsident der German DX Foundation, kurz GDXF, Philipp Springer, DK6SP, dazu auf, QSOs einzureichen. Der DL-Rundspruch Nr. 2/26 berichtete ausführlich und die Frist endet am 31. Januar.
Online-AfuBarcamp am 31. Januar Im Amateurfunkbereich Neues lernen! Viele von uns lieben es, das eigene Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Das Jahr 2026 bietet dazu viele Veranstaltungen für Neugierige. Das AfuBarcamp versteht sich als Angebot für eine überregionale Zielgruppe. Es findet am Ende der kommenden Woche, am 31. Januar statt. Da es eine Online-Veranstaltung ist, kann bequem von zu Hause aus teilgenommen werden, ohne Anreise oder gar Übernachtungen. Das Besondere am AfuBarcamp ist: Es bietet Raum für das eigene Wunschthema. Was würde ich gerne mit Gleichgesinnten besprechen? Die Teilnehmenden machen entsprechende Vorschläge, die werden gesammelt und ergeben das Programm. Insgesamt erwartet das Organisationsteam einen prall gefüllten Nachmittag und Abend mit vielen Informationen und Anregungen. Das Ganze findet statt am Samstag, 31. Januar, auf der DARC-Onlineplattform Treff [6]. Es geht los pünktlich um 15 Uhr. Weitere Info hat die Webseite des AfuBarcamps [7]. Darüber berichtet OM Andreas Krüger, DJ3EI.
5. DARC-Nordsee-Workshop am 28. Februar in Bremen Auch dieses Jahr gibt es wieder ein spannendes Programm beim Nordsee-Workshop, der dieses Mal beim Ortsverband Bremen (I04) stattfindet. Vorträge gibt es zu folgenden Themen: Meshcore, KiCAD, Zeitmessung im Amateurfunk, uSDX-Transceiver, Materialien für Balune und HF-Trafos, Lösungen für den Remotebetrieb für CW und Contest-Logging am Beispiel von not1mm, geschichtliche Entwicklung des Seenotmeldewesens, 161 Jahre DGzRS und ITU, Dimensionierung und Optimierung von Helixantennen und schließlich Large-Language-Modell-KIs im Amateurfunk. Am Veranstaltungsort gibt es eine Sternwarte mit Sonnenbeobachtung wie auch ein Planetarium. Direkt gegenüber befindet sich die Seenotrettungsleitstelle der "Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger". Die Sternwarte, das Planetarium und die DGzRS-Zentrale konnten ebenfalls für das Programm gewonnen werden. Zusätzlich gibt es auch dieses Jahr wieder Thementische, die von den Teilnehmenden zum Austausch zu verschiedenen Themen angemeldet werden können. Abends gibt es noch eine gemeinsame "After-Workshop-Party". Alle Information zu den Inhalten und der Anmeldung sind auf der Webseite des Distrikts Nordsee zu finden [8]. "Wir freuen uns über Eure zeitnahe Anmeldung, spätestens bis zum 8. Februar", berichtet Daniel Wendt-Fröhlich, DL2AB.
16. Gießener Amateurfunktreffen: geänderter Veranstaltungsort und Termin Das 16. Gießener Amateurfunktreffen findet in diesem Jahr ausnahmsweise nur am Samstag, 7. März, statt. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus in 35396 Gießen-Wieseck, Philosophenstr. 26. Die aktuellen Planungen finden Sie auf der Webseite des OV Gießen (F07) [9]. Am Samstag ab 9 Uhr startet der große Amateurfunk-Flohmarkt, es gibt verschiedene interessante Vorträge. Außerdem findet wieder eine US-Lizenzprüfung statt.
Aktuelle Conteste 23. bis 25. Januar: CQ World-Wide 160m Contest 24. bis 25. Januar: REF Contest und BARTG RTTY Sprint 31. Januar bis 1. Februar: UBA DX Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 1/26 auf S. 62.
Der Funkwetterbericht vom 21. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 13. bis 20. Januar: Mit zehn Sonnenfleckengruppen, die für einen X-, sechs M- und rund 180 C-Flares ursächlich waren, war die Sonnenaktivität höher als in der Vorwoche. Der solare Fluxindex stieg von 117 auf 187 Einheiten am 18. Januar. Das Ereignis der Woche war der X1,9-Flare am Abend des 18. Januar. Die mit ihm verbundene CME erreichte mit einer Geschwindigkeit von 1100 Kilometern pro Sekunde die Erde am 19. Januar um 19:20 UTC. Die Bz-Komponente des interplanetaren Feldes schlug auf minus 58 bis minus 91 Nanotesla aus. Das Erdmagnetfeld reagierte mit einem schweren G4-Magnetsturm, der noch am Morgen des 21. Januars anhielt [10]. Mit dem X-Flare wurde ein Protonensturm ausgelöst, dessen Intensität die Stärke S4 erreichte - das sind vier Zehnerpotenzen über Normal. Statistisch gesehen kommt so ein Ereignis nur etwa dreimal in einem Sonnenfleckenzyklus vor. Phantastische Nordlichter wurden in ganz Europa fotografiert. In Dresden konnte man Nordlichter mit der Kamera in Richtung Norden und Süden aufnehmen. Radio Aurora auf 6 und 2 m war mit ganz Skandinavien und dem Baltikum möglich. Die Ausbreitungsbedingungen auf den Kurzwellenbändern zwischen 80 und 12 m waren bis zum X-Flare gut. Die MuF2 für 3000 Kilometer zappelte tagsüber zwischen 25 und 30 MHz. Alle Tage waren magnetisch mehr oder weniger gestört [11].
Vorhersage bis 28. Januar: Wir erwarten Fluxwerte zwischen 160 und 180 Einheiten. Falls sich das geomagnetische Feld etwa am 22. Januar erholt hat und die aktive Sonnenfleckenregion 4341 keine weiteren X-Flares auslöst, erwarten wir wieder gute DX-Bedingungen auf allen Kurzwellenbändern. Für den bevorstehenden CQWW 160 m Contest lässt sich leider keine sichere Vorhersage treffen. Wir lassen uns überraschen.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:00; San Francisco/Kalifornien 01:21; Sao Paulo/Brasilien 21:57; Port Stanley/Falklandinseln 00:04; Honolulu/Hawaii 04:14; Anchorage/Alaska 01:34; Johannesburg/Südafrika 17:04; Melbourne/Ostaustralien 09:41; Auckland/Neuseeland 07:40; Berlin/Deutschland 15:32.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Jetzt noch schnell anmelden: Antennensimulation mit 4nec2 für Fortgeschrittene
Für das DARC-Seminar „Antennensimulation mit 4nec2 für Fortgeschrittene“ am 13./14. Februar gibt es noch sehr wenige Restplätze – melden Sie sich jetzt noch schnell dazu an, um dabei zu sein. Das Seminar findet in der DARC-Geschäftsstelle, Lindenallee 6, in 34225 Baunatal statt.
Dozent Thilo Kootz, DL9KCE, gibt Einblicke in die Antennensimulation mit 4nec2. Funkamateure experimentieren mit Antennen oft empirisch. Dabei ist die Freeware 4nec2 ein leistungsfähiges Tool zur Vorhersage und Analyse der Wirkungsweise von Antennen. Im Seminar lernen Sie den Umgang mit der Software und simulieren Ihre Antennen selbst! Das Seminar richtet sich an Anfänger, aber auch an Teilnehmer die mit 4nec2 schon gearbeitet haben, sich aber noch nicht sicher im Umgang damit fühlen. Informationen zum Seminarablauf und Anmeldung: https://events.darc.de/4nec2-2026/.
Online-AfuBarcamp am Anfang des 2026er Weiterbildungsjahres
Im Amateurfunkbereich Neues lernen! Viele von uns lieben es, das eigene Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Das Jahr 2026 bietet dazu passend große, etablierte Veranstaltungen für Neugierige: Am 25. April der FUNK.TAG in Kassel ( funktag-kassel.de ), am 26. bis 28. Juni die HAM RADIO in Friedrichshafen ( www.darc.de/nachrichten/veranstaltungen/ ) und am 12. September die Weinheimer UKW-Tagung ( ukw-tagung.org ), die übrigens thematisch über ihren historischen Namen längst hinausgewachsen ist.
Lange vorher gibt es schon jetzt im Januar eine kleine, feine erste Veranstaltung. Wie die drei großen ist auch sie für alle Themen des Amateurfunks offen und versteht sich als Angebot für eine überregionale Zielgruppe: Ein AfuBarcamp findet am Ende der kommenden Woche statt. Da es eine Online-Veranstaltung ist, kann bequem von zu Hause aus teilgenommen werden, ohne Anreise oder gar Übernachtungen. Das Besondere am AfuBarcamp ist: Es bietet Raum für das eigene Wunschthema. Was würde ich gerne mit Gleichgesinnten besprechen? Die Teilnehmenden machen entsprechende Vorschläge, die werden gesammelt und ergeben das Programm. Insgesamt erwartet das Organisationsteam einen prall gefüllten Nachmittag und -Abend mit vielen Informationen und Anregungen. Das Ganze findet statt am Samstag, 31. Januar, auf der DARC-Onlineplattform Treff (https://treff.darc.de ). Es geht los pünktlich um 15 Uhr. Weitere Info hat die Webseite des AfuBarcamps: https://afubarcamp.de/afubarcamp-2026-01. Darüber berichtet OM Andreas Krüger, DJ3EI.
Referat Conteste / DF4ZL
Termine
Aktuelle Conteste KW 4/26
Conteste in der Kalenderwoche 4/2026 - 19.01.26 bis 25.01.26►
Die Ausbildungsplattform präsentiert sich mit vollständig neuer Open-Source-Infrastruktur, überarbeiteten Inhalten für die Klassen E und A, neuen Schulungsfolien für Ausbilder sowie deutlich verbesserten barrierefreien Angeboten. Auch international stößt das deutsche Ausbildungskonzept auf großes Interesse – erste IARU-weite Pilotprojekte sind bereits in Vorbereitung.
Heute, am 18. Januar 2026, verlässt 50ohm.de offiziell die Beta-Phase. In den vergangenen Monaten ist im Hintergrund viel passiert: Unter der Leitung von Tim Grelka (DA2TG) wurde die Software-Infrastruktur der Webseite 50ohm.de vollständig neu entwickelt. Das Ergebnis wurde als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht [1].
Unter der Leitung des AJW-Referatsleiters Matthias Jung (DL9MJ) wurden in den vergangenen Monaten mit Unterstützung von Reviewern sowie zahlreichen Zuschriften aus der Community die Inhalte für die Klasse E und teilweise auch für die Klasse A grundlegend überarbeitet. Damit ist nun ein selbstständiges Lernen mit der Webseite ohne Einschränkungen möglich. Zur besseren Verständlichkeit wurden zahlreiche neue Grafiken erstellt, die die Texte anschaulich unterstützen. Auf Basis dieser überarbeiteten Inhalte sollen in den kommenden Monaten zudem Lehrbücher für die Klasse E und die Klasse A entstehen. Auch die Inhalte sollen zukünftig in einem git-Repository abgelegt werden.
Der DARC-Ausbildungsreferent Lars Weiler (DC4LW) hat parallel dazu in den letzten Monaten sämtliche Schulungsfolien für Ausbilder neu erstellt. Diese werden bereits von vielen Ausbildungskursen erfolgreich eingesetzt und stehen über 50ohm.de direkt zum Abruf zur Verfügung.
Ein weiterer bedeutender Fortschritt wurde im Bereich der Barrierefreiheit erzielt. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft blinder und sehbehinderter Funkamateure (IBFD e.V.) wurden unter der Federführung von Hans Schwarz (DK5JI) in den vergangenen Monaten für hunderte Abbildungen aussagekräftige Alternativtexte erstellt. Diese sind inzwischen in die Plattform integriert und ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, die Inhalte der Website deutlich besser zu erfassen. Die Barrierefreiheit von 50ohm.de soll auch künftig weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus ist für die Klasse N ein Buchprojekt in Blindenschrift in Zusammenarbeit mit dem IBFD geplant.
Das neue deutsche Ausbildungskonzept rund um 50ohm.de stößt auch international auf großes Interesse. Beim IARU-Interimsmeeting 2025 in Paris wurde im Youth Committee (C8) eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Plattform 50ohm.de IARU-weit auszurollen. Dazu laufen bereits enge Abstimmungen mit der Schweiz, Polen und Zypern, die als Pilotprojekte vorgesehen sind.
Das AJW-Referat bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern, die das Projekt während der Beta-Phase engagiert unterstützt haben. Wer Interesse hat, sich aktiv an der Weiterentwicklung von 50ohm.de zu beteiligen, ist herzlich eingeladen: Ideen können unkompliziert als Issue auf GitHub [1] eingebracht werden, Beiträge per Pull Request eingereicht oder Anregungen direkt per E-Mail an 50ohm(at)darc.de gesendet werden.
Könnte Amateurfunk helfen, einen Internetausfall zu überstehen?
Angesichts der Befürchtung, China könne Taiwans Unterwasser-Internetkabel sabotieren, hat die taiwanesische Zivilschutzgruppe Ganghu damit begonnen, Menschen zu Funkamateuren auszubilden, damit sie auch dann kommunizieren können, wenn das Internet nicht verfügbar ist. Dies berichtet die Deutsche Welle auf ihrer englischsprachigen Internetseite [1].
Taiwan ist derzeit auf über 25 internationale und inländische Kommunikationskabel angewiesen [2], um mehr als 90 Prozent seines Internetverkehrs zu übertragen. Ohne diese Kabel könnte die Insel von der Außenwelt abgeschnitten werden und die interne Kommunikation würde wahrscheinlich ebenfalls zusammenbrechen. Laut einem Bericht des Nationalen Sicherheitsbüros Taiwans aus dem Jahr 2025 werden diese „digitalen Lebensadern” durchschnittlich sieben bis acht Mal pro Jahr beschädigt.
Die taiwanesische Zivilschutzgruppe Ganghu hat daher damit begonnen, Menschen darin zu schulen, wie sie mit Amateurfunk kommunizieren können, wenn das Internet nicht verfügbar ist. Die Zivilschutzgruppe Ganghu betreut mit ihren Mitgliedern eine Fläche von ca. 54km² mit ungefähr 390.000 Einwohner. Dies entspricht der Fläche der Stadt Herne mit der Einwohnerzahl von Bochum. Einen ähnlichen Ansatz wie die Gruppe aus Ganghu beschreibt der DARC mit seinem Konzept "Notfunk im OV", bei welchem die Mitglieder sich und ihrer Nachbarschaft im Falle einer Katastrophe unterstützen sollen. Durch die große Spannungslage in der sich Taiwan befindet, ist diese Ausbildung ein Versuch, die Folgen der latenten Gefahren abzumildern.
Obwohl es Amateurfunk weltweit schon seit rund 100 Jahren gibt, ist er in Taiwan gerademal fünfzig Jahre jung. Denn unter der Kuomintang (Nationalistische Partei), deren Führer nach ihrer Niederlage gegen Mao Zedongs Kommunistische Partei im chinesischen Bürgerkrieg 1949 auf die Insel flohen, war die zivile Nutzung des Amateurfunks praktisch verboten. Die Regierung fürchtete sich vor funkenden Spionen vom Festland. Die ersten Lizenzprüfungen fanden in Taiwan erst 1984 statt. Heute, da die Gefahr eines Konflikts zwischen Taiwan und China wieder in den Schlagzeilen ist, gibt es laut der Nationalen Kommunikationskommission etwa 25.000 lizenzierte Funkamateure in Taiwan. Die Bevölkerungszahl Taiwans liegt bei ca. 24,3 Mio. Bewohnern. Das entspricht einem Anteil von ca. 0,11 Prozent. Zum Vergleich: Deutschland hat rund 83,5 Mio. Einwohner und rund 61.000 Funkamateure, dementsprechend liegt deren Anteil lediglich bei 0,073 Prozent.
Auch die Los Angeles Times hat dem Thema "Amateurfunk in Taiwan" einen ausführlichen Bericht gewidmet, aus dem das beistehende Foto stammt: latimes.com.
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 2 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 3. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET, silent Key - Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive Entwicklung bei Klasse N und E - DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Vortragsprogramm der 46. GHz-Tagung steht fest - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET, silent Key Der Deutsche Amateur-Radio-Club trauert um sein Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET, der am 7. Januar im Alter von 63 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben ist. Werner Bauer war dem Amateurfunk und unserem Verein über sehr viele Jahre eng verbunden. Seit 1999 Mitglied im DARC, engagierte er sich mit großer Verlässlichkeit, Sachkenntnis und großem Verantwortungsbewusstsein für die Belange der Funkamateure. Ab 2005 wirkte er auf Distriktebene aktiv mit und brachte dort seine Erfahrung und seine ruhige, verbindliche Art ein. Im Jahr 2017 begann seine Mitarbeit im DARC-Vorstand, dem er seit seiner Wahl im Jahr 2019 offiziell angehörte. Auch während seiner schweren Erkrankung blieb Werner Bauer dem DARC eng verbunden und nahm seine Aufgaben wahr, solange es ihm möglich war. So war er noch im Sommer 2025 auf der HAM RADIO präsent, sprach im August die Grußworte des DARC zur DNAT in Bad Bentheim und nahm im Anschluss auch an der 75-Jahr-Feier des DARC in Baunatal teil. Dieses Engagement bis zuletzt zeugt von seiner tiefen Verbundenheit mit dem Amateurfunk und unserem Verein. Werner Bauer war ein geschätzter Ansprechpartner, ein konstruktiver Mitgestalter, ein Vorstandskollege und Freund, auf den man sich jederzeit verlassen konnte. Mit seinem Tod verlieren wir einen engagierten Funkamateur und einen Menschen, der den DARC über viele Jahre hinweg mitgeprägt hat. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Der Vorstand des DARC e.V.
Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive Entwicklung bei Klasse N und E Die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst weisen insbesondere bei Klasse N und E weiterhin eine positive Entwicklung auf. Die Bundesnetzagentur hat auf ihrer Webseite die jährliche Statistik zu den Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst veröffentlicht [1]. Nachdem im Jahr 2024 erstmals wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen war, ist die Gesamtzahl der Funkamateure im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Zum 31. Dezember 2025 waren in Deutschland 61105 personengebundene Amateurfunkzulassungen registriert - das sind 210 weniger als im Vorjahr (2024: 61315). Der Rückgang ist vor allem auf eine Abnahme der Inhaber der Klasse A zurückzuführen, etwa durch die Aufgabe des Hobbys oder altersbedingte Todesfälle. Von den insgesamt 61105 Zulassungen entfallen 51155 auf die Klasse A (2024: 52115), 9133 auf die Klasse E (2024: 8858) und 817 auf die neu eingeführte Klasse N (2024: 342). Hinzu kommen weitere Rufzeichenzuteilungen: Aktuell gibt es 2912 Clubstationsrufzeichen, 1435 für Relais und Baken sowie 4786 Ausbildungsrufzeichen. Insgesamt sind zurzeit 70238 Rufzeichen vergeben. Die Teilnehmerzahlen an den Amateurfunkprüfungen bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Während im Jahr 2023 insgesamt 1578 Prüfungsteilnehmer registriert wurden, stieg diese Zahl 2024 deutlich auf 2291 an - ein Zuwachs von rund 45 %. Im Jahr 2025 nahmen mit 2261 Personen zwar geringfügig weniger Interessierte an den Prüfungen teil, das Niveau blieb jedoch nahezu konstant und unterstreicht das weiterhin große Interesse am Amateurfunk. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete die neu eingeführte Klasse N: 753 Prüflinge bestanden 2025 die N-Prüfung (2024: 483). Zudem nutzten zahlreiche Funkamateure die Möglichkeit, aus der Klasse N in die höheren Klassen E und A aufzusteigen. Insgesamt erhielten 2101 Teilnehmer ein Amateurfunkzeugnis (2024: 2010) - ein Plus von 91 ausgestellten Zeugnissen gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahreswert. Die aktuellen Prüfungstermine der Bundesnetzagentur zeigen, dass an vielen Standorten die verfügbaren Termine bereits bis in den April hinein ausgebucht sind. Dies verdeutlicht, dass der Prüfungsbedarf im vergangenen Jahr nicht vollständig gedeckt werden konnte und bei einem größeren Angebot an Prüfungsterminen ggf. eine höhere Zahl an Neuzuteilungen in 2025 möglich gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2026 weiterhin ein hoher Bedarf an Amateurfunkprüfungen bestehen wird. Der DARC wird sich über den Runden Tisch Amateurfunk (RTA) beim nächsten Treffen mit der Bundesnetzagentur für eine Ausweitung des Prüfungsangebots einsetzen, da Wartezeiten von drei bis vier Monaten nach dem Abschluss eines Kurses bis zum nächsten verfügbaren Prüfungstermin problematisch sind. In dieser Zeit müssen die zuvor erarbeiteten Inhalte erneut aufgefrischt werden, was den Lernerfolg und die Motivation der Teilnehmenden beeinträchtigen kann. Darüber berichtet das DARC-AJW-Referat.
DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 Um die Wertung für TopList und Most-Wanted für das Jahr 2025 abschließen zu können, rufen das DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, und der Präsident der German DX Foundation, kurz GDXF, Philipp Springer, DK6SP, dazu auf, QSOs bis zum 31. Januar 2026 einzureichen. Die Vorgehensweise ist einfach und für das Auswertungsjahr 2025 gibt es mehrere Wege, um teilzunehmen: Innerhalb der ersten Möglichkeit loggt man sich in Wavelog@DARC ein [2] und klickt anschließend einfach oben rechts unter dem Rufzeichen auf Drittanbieter-Dienste und dann auf DCL Export. Dort findet man den grünen Button "Fordere DCL-Schlüssel an". Nach einer sicherheitsbedingten erneuten Anmeldung über den Single-Sign-On kann man der Teilnahme an TopList zustimmen, damit automatisch QSOs in die Wertung mit einfließen. Parallel bitte auch gleich den Token, falls noch nicht geschehen, für den regelmäßigen Export der QSO-Daten zum DCL anfordern. Falls der Export schon aktiv ist empfehlen wir, diesen einmal zu erneuern. Zweite Möglichkeit ist der Direktupload der QSOs zu TopList/Most-Wanted. Dazu wird im Browser einfach ein Link aufgerufen und das ADIF kann direkt ins Portal geladen werden [3]. Die dritte Möglichkeit ist nur noch für 2025 möglich: Unter gleichem Link [3] kann die altbekannte CFD-Datei hochgeladen werden. Diese Möglichkeit wird künftig entfallen. Sobald der Umbau in 2026 abgeschlossen ist, wird das neue TopList/Most-Wanted-Portal noch einfacher zu bedienen sein. Die Einführung dieser neuen Vorgehensweise markiert den Beginn einer neuen Ära: Weg von hochgradig manuellen Prozessen, hin zu automatisierten, vernetzten und verlässlichen Logbuchdatenflüssen.
Vortragsprogramm der 46. GHz-Tagung steht fest Die Tagungsleitung hat das diesjährige Programm für die 46. GHz-Tagung veröffentlicht. Die Tagung ist die erste große Veranstaltung des DARC im neuen Jahr. Sie findet am Samstag, dem 28. Februar, in der VHS Dorsten statt. Neben der Verleihung der DARC-UKW-Contestpokale an die Gewinner des Jahres 2025 stehen unter anderem folgende Vorträge auf dem Tagungsprogramm: Gerald Ihninger, OE2IGL, referiert über axiale Rillenhörner für höchste Ansprüche ab 10 GHz; Manfred Plötz, DL7YC, berichtet über 76 GHz EME - the next frontier; Emil Bergmann, DL8JJ, trägt über sein EME Portabel-Setup 23-cm-Technik und Taktik vor; Alexander Kurpiers, DL8AAU beschäftigt sich mit 122/134 GHz Baugruppen nach David, VK5KK; Matthias Bopp, DD1US, nimmt sich dem Vergleich von diversen rauscharmen Breitbandverstärkern hinsichtlich Verstärkung und Rauschzahl an; Marc Fröhlich, DO5AMF, zeigt Chat-Mining: Jagdinstinkte wecken mit KST4Contest und das Thema von Jörg Körner, DK8DE ist zeitversetztes Morsen: Wie der Sequenzer deine Zeichen rettet. Weitere Informationen zur GHz-Tagung gibt es auf der Veranstaltungswebseite [4]. Dort ist auch das Vortragsprogramm abrufbar.
Aktuelle Conteste 17. bis 18. Januar: HA DX Contest 18. Januar: VFDB-DLPX Contest 23. bis 25. Januar: CQ World-Wide 160m Contest 24. bis 25. Januar: REF Contest und BARTG RTTY Sprint Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 1/26 auf S. 62.
Der Funkwetterbericht vom 14. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 7. bis 13. Januar: Die Sonnenaktivität war nur am 11. Januar moderat mit einem langen M-Flare. Ansonsten war sie gering und durch insgesamt 66 C-Flares geprägt. Der solare Fluxindex fiel von 135 auf 112 Einheiten. Das geomagnetische Feld war nur am 7. Januar sehr ruhig, ansonsten durch Sonnenwind gestört [5]. Die für 3000 km Sprungentfernung am 11. Januar in Juliusruh bestimmte Grenzfrequenz der F2-Schicht lag nachts im Bereich von 6 MHz, bei Sonnenaufgang bei 14 MHz. Sie erreichte tagsüber 30 MHz, betrug bei Sonnenuntergang noch 25 MHz und fiel danach innerhalb von zwei Stunden auf etwa 8 MHz [6]. Das spiegelte sich auch in der Praxis wider. Beim DARC 10 m Contest hörten wir laute DX-Stationen. Die atmosphärische Dämpfung bewirkte aber sehr leise DL-Signale. Short-Skip-Bedingungen fehlten leider. Abends rutschte die MuF2 schnell unter 7 MHz, sodass Europaverbindungen auf dem 40-m-Band schwierig wurden. Tagsüber waren alle oberen Kurzwellenbänder nutzbar.
Vorhersage bis 21. Januar: Der M3,3-Flare am 11. Januar ereignete sich am östlichen Sonnenrand, sodass uns die aktive Region im Vorhersagezeitraum begleiten wird. Ansonsten sind kaum neue Sonnenflecken zu erwarten. Die derzeit sichtbaren Regionen verschwinden nach und nach über den westlichen Sonnenrand. NASA sagt sinkende Fluxwerte bis etwa 105 Einheiten voraus. Das Erdmagnetfeld wird voraussichtlich vom 15. bis 17. Januar ruhig sein. Danach erwarten wir zwei stürmische Tage. Die oberen Kurzwellenbänder bleiben tagsüber brauchbar, wobei die beiden oberen Bänder nur kurz öffnen. Die Bänder 20, 17 und 15 m öffnen morgens, schließen aber nach Sonnenuntergang schnell. Bei ruhigem Erdmagnetfeld finden wir auf 80 und 40 m gute Ausbreitungsbedingungen vor. Abends rutscht die MuF2 schnell unter 7 MHz.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:50; San Francisco/Kalifornien 01:13; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Port Stanley/Falklandinseln 00:12; Honolulu/Hawaii 04:08; Anchorage/Alaska 01:14; Johannesburg/Südafrika 17:05; Melbourne/Ostaustralien 09:44; Auckland/Neuseeland 07:43; Berlin/Deutschland 15:18.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
NASA-Mission Crew 11 wegen „medizinischer Bedenken” zurück auf der Erde
Die NASA hat einen Teil der Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) aufgrund medizinischer Bedenken hinsichtlich eines Astronauten vorzeitig zur Erde zurückgeholt. Vier Raumfahrer sind am 15. Januar kurz vor 9.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit vor der Küste des US-Bundesstaates Kalifornien mit einem „Crew Dragen“ des Raumfahrtunternehmens SpaceX gelandet.
Mike Fincke, KE5AIT; Zena Cardman, KJ5CMN; der japanische Astronaut Kimiya Yui, KG5BPH, und der russische Kosmonaut Oleg Platonov waren seit Anfang August auf der ISS. Vorgesehen war ein Aufenthalt bis Mitte Februar; mit Rückkehr nach Ankunft der Crew-12. Zuvor gaben NASA-Vertreter am 7. Januar bekannt, dass sie beschlossen hätten, eine bevorstehende etwa 6,5-stündige Außenbordaktivität (EVA) aufgrund eines medizinischen Problems mit einem nicht genannten Besatzungsmitglied abzusagen. Einige Stunden später erklärte die Behörde, dass sie ein vorzeitiges Ende der Mission Crew-11 nicht ausschließe, und bestätigte, dass sich das namentlich nicht genannte Besatzungsmitglied in einem stabilen, nicht notfallmäßigen Zustand befände. Am 8. Januar bestätigten NASA-Vertreter die Entscheidung, die Astronauten nach Hause zu holen. Das vorzeitige Missionsende ist in der Geschichte der Internationalen Raumstation bisher einmalig. „Die sichere Durchführung unserer Missionen hat für uns höchste Priorität“, erklärte die NASA. Die US-Weltraumbehörde sieht in der vorzeitigen Rückkehr der Missions-Crew 11 keine Auswirkungen auf die Vorbereitungen der Artemis 2 Mission – die erste bemannte Mission zum Mond seit über 50 Jahren. Derzeit befinden sich noch NASA-Astronaut Chris Williams sowie die Russen Sergei Mikaev und Sergei Kud-Sverchkov auf der Station. (Mit Material von AMSAT und der Tagespresse).
Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive Entwicklung bei Klasse N und E
Die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst weisen insbesondere bei Klasse N und E weiterhin eine positive Entwicklung auf. Die Bundesnetzagentur hat auf ihrer Webseite die jährliche Statistik zu den Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst veröffentlicht. Nachdem im Jahr 2024 erstmals wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen war, ist die Gesamtzahl der Funkamateure im Jahr 2025 leicht zurückgegangen.
Zum 31. Dezember 2025 waren in Deutschland 61105 personengebundene Amateurfunkzulassungen registriert – das sind 210 weniger als im Vorjahr (2024: 61315). Der Rückgang ist vor allem auf eine Abnahme der Inhaber der Klasse A zurückzuführen, etwa durch die Aufgabe des Hobbys oder altersbedingte Todesfälle. Von den insgesamt 61105 Zulassungen entfallen 51155 auf die Klasse A (2024: 52115), 9133 auf die Klasse E (2024: 8858) und 817 auf die neu eingeführte Klasse N (2024: 342). Hinzu kommen weitere Rufzeichenzuteilungen: Aktuell gibt es 2912 Clubstationsrufzeichen, 1435 für Relais und Baken sowie 4786 Ausbildungsrufzeichen. Insgesamt sind zurzeit 70238 Rufzeichen vergeben.
Die Teilnehmerzahlen an den Amateurfunkprüfungen bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Während im Jahr 2023 insgesamt 1578 Prüfungsteilnehmer registriert wurden, stieg diese Zahl 2024 deutlich auf 2291 an – ein Zuwachs von rund 45 %. Im Jahr 2025 nahmen mit 2261 Personen zwar geringfügig weniger Interessierte an den Prüfungen teil, das Niveau blieb jedoch nahezu konstant und unterstreicht das weiterhin große Interesse am Amateurfunk. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete die neu eingeführte Klasse N: 753 Prüflinge bestanden 2025 die N-Prüfung (2024: 483). Zudem nutzten zahlreiche Funkamateure die Möglichkeit, aus der Klasse N in die höheren Klassen E und A aufzusteigen. Insgesamt erhielten 2101 Teilnehmer ein Amateurfunkzeugnis (2024: 2010) – ein Plus von 91 ausgestellten Zeugnissen gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahreswert.
Die aktuellen Prüfungstermine der Bundesnetzagentur zeigen, dass an vielen Standorten die verfügbaren Termine bereits bis in den April hinein ausgebucht sind. Dies verdeutlicht, dass der Prüfungsbedarf im vergangenen Jahr nicht vollständig gedeckt werden konnte und bei einem größeren Angebot an Prüfungsterminen ggf. eine höhere Zahl an Neuzuteilungen in 2025 möglich gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2026 weiterhin ein hoher Bedarf an Amateurfunkprüfungen bestehen wird. Der DARC wird sich über den Runden Tisch Amateurfunk (RTA) beim nächsten Treffen mit der Bundesnetzagentur für eine Ausweitung des Prüfungsangebots einsetzen, da Wartezeiten von drei bis vier Monaten nach dem Abschluss eines Kurses bis zum nächsten verfügbaren Prüfungstermin problematisch sind. In dieser Zeit müssen die zuvor erarbeiteten Inhalte erneut aufgefrischt werden, was den Lernerfolg und die Motivation der Teilnehmenden beeinträchtigen kann.
Die Tagungsleitung hat das diesjährige Programm für die 46. GHz-Tagung veröffentlicht. Die Tagung ist die erste große Veranstaltung des DARC im neuen Jahr. Sie findet am Samstag, dem 28. Februar 2026, in der VHS Dorsten statt. Neben der Verleihung der DARC-UKW-Contestpokale an die Gewinner des Jahres 2025 stehen unter anderem folgende Vorträge auf dem Tagungsprogramm:
• Axiale Rillenhörner für höchste Ansprüche ab 10 GHz (Gerald Ihninger, OE2IGL), • 76 GHz EME – the next frontier! (Manfred Plötz, DL7YC), • EME Portabel Setup 23-cm-Technik und Taktik (Emil Bergmann, DL8JJ), • 122/134 GHz Baugruppen nach David, VK5KK (Alexander Kurpiers, DL8AAU), • Vergleich von diversen rauscharmen Breitbandverstärkern hinsichtlich Verstärkung und Rauschzahl (Matthias Bopp, DD1US), • Chat-Mining: Jagdinstinkte wecken mit KST4Contest (Marc Fröhlich, DO5AMF), • Zeitversetztes Morsen: Wie der Sequenzer deine Zeichen rettet (Jörg Körner, DK8DE) Weitere Informationen zur GHz-Tagung gibt es auf der Veranstaltungswebseite http://ghz-tagung.de . Dort ist auch das Vortragsprogramm abrufbar.
Morsetelegrafie heute - Wenn Punkte und Striche begeistern
CW steht im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Zunächst wird YACK (Yet another Contest Keyer) ab Seite 9 vorgestellt, ein Selbstbau-CW-Keyer für den Contestbetrieb, der sowohl PC-gesteuerte Tastung als auch Paddle-Betrieb ermöglicht. Darauf folgt auf Seite 11 und 12 ein Bericht von der Weltmeisterschaft in High Speed Telegraphy im Oktober 2025 in Montenegro, an der ein kleines Team des DARC mit Erfolg teilnahm.
Technik
Einsetzbar auf den Bändern 20, 30 und 40 m - Vertikalantenne für Portabelbetrieb
Martin Steyer, DK7ZB, beschreibt eine portabel einsetzbare Vertikalantenne für die Amateurfunkbänder 20, 30 und 40 m auf Basis eines 5,6-m-Teleskopstrahlers. Durch eine modifizierte Triple-Leg-Konstruktion und eine Abstimmschleife mit Abgriffen ist Betrieb ohne Tuner möglich. Aufbau, Abgleich, Wirkungsgrad, Strahlungsdiagramme sowie mechanische Details und Praxistipps werden ab Seite 15 ausführlich erläutert.
EMV sichtbar machen (1) - Einstieg in die EMV
Der Artikel ab Seite 24 gibt eine Einführung in die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und zeigt anhand eines einfachen Platinenprojekts, wie unerwartete Störungen entstehen. Messungen machen EMV-Effekte sichtbar und verdeutlichen, warum Schaltungen ohne EMV-gerechtes Design Probleme verursachen können.
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