Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
Der Countdown läuft: HAM RADIO in Friedrichshafen vom 26. bis 28. Juni 2026!
Am Sonntag (07.06.) wird RADIO DARC parallel auf 9670 kHz und 7380 kHz aus Woofferton zu hören sein. Gesendet wird mit baugleichen Sendeantennen und Sendern mit je 125 kW. Dazu werden die normalerweise zusammengeschalteten Sender getrennt angesteuert. So können Hörer die Empfangsqualität im 41- und 31-m-Band miteinander vergleichen. Rückmeldungen bitte an radio(ät)darc.de.
Hintergrund dieses Versuchs sind die im Sommer veränderten Ausbreitungsbedingungen. In den letzten Wochen kam es vor allem im Westen und Norden Deutschlands zu Problemen mit den Sendungen aus Woofferton (England), da sich die Tote Zone saisonal bedingt vergrößert hat.
FunkWX - CME nun für heute angekündigt / G2 und mehr möglich
Offensichtlich scheint die CME-Geschwindigkeit langsamer als erwartet zu sein. Daher gehen NOAA und MetOffice UK davon aus, dass die geomagnetische Aktivität im Laufe des heutigen Tages stark zunimmt, wobei mit geomagnetischen Sturmbedingungen der Stärke G1–G2 (Kp5–6) zu rechnen ist. Auch scheinen Sturmintervalle der Stärke G3 (Kp7) und - je nach Art des eintreffenden CME - auch vereinzelte geomagnetische Sturmintervalle der Stärke G4 (Kp8) möglich.
Die Sonnenaktivität ist derzeit gering und wird voraussichtlich auf einem niedrigen bis mäßigen Niveau bleiben, wobei weiterhin vereinzelte M-/X-Flares zu erwarten sind (M60% X15%).
Die neue Ausgabe 3.2026 der OV-Info mit wichtigen Nachrichten für die Mitglieder wurde an die Vorsitzenden und die Kassierer aller DARC-Ortsverbände verschickt. Aus dem Inhalt: HAM RADIO – Vortragsprogramm und Lehrerfortbildung, Umstellung des Meldesystems für Funkstörungen bei der BNetzA, Funktionsträgerseminare, Kids Day, Änderungen der Mitgliedsdaten, Informationen aus der Buchhaltung.
Interessierte Mitglieder können die aktuelle OV-Info sowie frühere Ausgaben im geschützten Bereich im Internet unter www.darc.de/nachrichten/information-fuer-ortsverbaende herunterladen. Des Weiteren haben Mitglieder dort die Möglichkeit, die OV-Info zu abonnieren.
Interview unter dem Turm #86: Manuel Bülo, DO5TY, über den Ballonstart auf dem FUNK.TAG
In unserer Videoreihe „Interview unter dem Turm“ stellen wir Ihnen Funkamateure und ihre Leidenschaft für ihr Projekt vor. In Folge 85 sprechen wir mit Manuel Bülo, DO5TY. Auf dem FUNK.TAG betreute er die Ballonmission. Vor dem Hintergrund der Aktivitäten im Zusammenhang mit den Ballonmissionen gehört er zum Team „g-fliegt.de“ – in Anlehnung an seinen Distrikt Köln-Aachen (G). Bleibt die Frage: Ist der Start auf dem FUNK.TAG geglückt? Erfahren Sie es, in unserem „Interview unter dem Turm“: youtu.be/8gzbLlt8bE4.
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 22 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 23. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Demografische Entwicklung in Japan spiegelt sich im Amateurfunk wider - Sonderrufzeichen zur WRTC 2026 aktiv - Lokaler Funktionsträger-Tag des Distriktes Bayern-Ost (U) - Interview unter dem Turm Folge 85: Peter Pfisterer, DH1NGP, über sein FUNK.MOBIL - HAM RADIO in Friedrichshafen vom 26. bis 28. Juni 2026 - Neues HAM RADIO-Highlight: Exkursion zur Insel Mainau - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Demografische Entwicklung in Japan spiegelt sich im Amateurfunk wider Die demografische Entwicklung in Japan wirkt sich auf viele Lebensbereiche aus. Unter diesem Gesichtspunkt ist möglicherweise auch eine Meldung des japanischen Nachrichtenportals Hamlife zu verstehen [1], nachdem die Anzahl der Funkamateure im Land in den vergangenen 10 Jahren von 435 969 im Januar 2016 auf 332 120 im Januar dieses Jahres zurückgegangen ist. Die Zahlen stammen vom Ministerium für Innere Angelegenheiten. Das Durchschnittsalter in Japan liegt bei 50,2 Jahren, wobei Frauen eine Lebenserwartung von 87 Jahren und Männer eine Lebenserwartung von 81 Jahren haben. Zum Vergleich: In Deutschland liegt das Durchschnittsalter bei 44,9 Jahren. Die Lebenserwartung für Frauen hierzulande liegt bei 83,2 Jahren und für Männer 78,5 Jahren. In den vergangenen fünf Jahren hat Japan etwa drei Millionen Einwohner verloren.
Sonderrufzeichen zur WRTC 2026 aktiv Anlässlich der World Radio Team Championship 2026 - kurz WRTC - werden vom Referat DX bzw. dem Team SES - das steht für Special Event Station - im Zeitraum 1. Juni bis 31. Juli mehrere deutsche Sonderrufzeichen aktiviert, um die WRTC zu unterstützen und zu begleiten. Die Stationen sind auf Kurzwelle, UKW und über Satelliten QRV. Mit diesen Aktivitäten soll die weltweite Amateurfunkgemeinschaft auf dieses besondere sportliche Ereignis aufmerksam gemacht und der Team-Geist der WRTC gefördert werden. Die aktiven Sonderrufzeichen sind: DL26WRTC, DL0WRTC, DL2026W, DL2026R, DL2026T und DL2026C. Der Sonder-DOK lautet 26WRTC. Der OV Mittweida (S44) gibt hierzu eine Diplomserie heraus, welche über das Internet beantragt werden kann [X]. Die WRTC selbst findet indes vom 8. bis zum 13. Juli im Vereinigten Königreich statt. 100 Top-Contester aus der ganzen Welt kommen in der Region East Anglia zusammen, um an 50 Standorten der Grafschaften Suffolk, Norfolk und Cambridgeshire am IARU-Contest teilzunehmen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in der Juli-Ausgabe der CQ DL, die noch vor der HAM RADIO erscheint.
Lokaler Funktionsträger-Tag des Distriktes Bayern-Ost (U) Am 30. Mai hatte der Distrikt Bayern-Ost (U) aktive und angehende Funktionsträger zu einem Lokalen Funktionsträger-Tag nach Regensburg eingeladen. Von 10 bis 18 Uhr ging es im MINT-Labs Regensburg e.V. um den DARC und die Stärkung des Ehrenamtes. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Themen rund um die tägliche Arbeit im Ortsverband sowie der Austausch über aktuelle Entwicklungen im DARC. Neben informativen Vorträgen und Workshops hat der Funktionsträgertag eine hervorragende Gelegenheit geboten, wertvolle Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Nach der Begrüßung durch den Distriktsvorsitzenden Tobias Christoph, DC3TC, gab Stephanie C. Heine, DO7PR, aus der DARC-Geschäftsstelle Einblicke in die Arbeit der Geschäftsstelle und die moderne Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Anschließend informierte Florian Schmid, DL1FLO, vom AJW-Referat über die Ausbildung heute, mit Blick auf die neuen Amateurfunkklassen und die Ausbildungsplattform 50Ohm. Einen Überblick über die Plattformen des DARC im Bereich Social Media gab DARC-Mitarbeiter Gianni Nigita, DL7GBN. Die DARC-Online-Tools von Mitgliederverwaltung bis Remote-Station wurden von Sebastian Genosko, DF9SG, anschaulich dargestellt. Am Nachmittag erwartete die 20 Teilnehmer verschiedene Workshops zu den Themenbereichen TYPO3, Fieldday-Planung und OV-Organisation. Weitere Informationen zu Funktionsträgerschulungen des DARC e.V. gibt es im Internet [3].
Interview unter dem Turm Folge 85: Peter Pfisterer, DH1NGP, über sein FUNK.MOBIL Die DARC-Serie Interviews unter dem Turm geht in die nächste Staffel. Auf dem FUNK.TAG in Kassel am 25. April konnten zahlreiche neue spannende Interviews geführt werden, die alsbald auf dem DARC-YouTube-Kanal "darchamradio" veröffentlicht werden. Los geht's mit der Folge 85. Hier erleben Sie Peter Pfisterer, DH1NGP. Er war auf dem FUNK.TAG mit seinem FUNK.MOBIL zu Gast. Das mit Funktechnik ausgestattete Fahrzeug zog die interessierten Blicke zahlreicher Messebesucher auf sich. Was es damit auf sich hat, erzählt er uns in unserem "Interview unter dem Turm" [4].
HAM RADIO in Friedrichshafen vom 26. bis 28. Juni 2026 Vom 26. bis 28. Juni ist es wieder soweit - Europas größte Amateurfunkmesse, die HAM RADIO, findet auf dem Messegelände in Friedrichshafen am Bodensee statt. Erwartet werden wieder viele tausend Besucher. Vor Ort können Sie ein vielfältiges Programm aus der gesamten Palette des Amateurfunks erleben. Der große HAM-Flohmarkt lädt zum Stöbern ein, bei Händlern sind neue Technik-Trends zu erfahren und auch der große ideelle Bereich gibt Einblicke in viele Themen. Im Bodenseetreffen rundet alles mit einer großen Auswahl an Vorträgen ab. Das Messe-Motto in diesem Jahr lautet überdies: "Discover the Sky - Amateur Radio meets Astronomy". Das kommt nicht von ungefähr, da die Messe Friedrichshafen in diesem Jahr erstmals die neue Messe ASTRO parallel am Samstag, den 27. Juni veranstaltet. Die Schnittmengen mit dem Amateurfunk liegen auf der Hand, denken wir an Erde-Mond-Erde-Verbindungen, Satellitenfunk oder im nahen Erdumfeld auch Meteorscatter. Das Eintrittsticket gilt für beide Messen. Freuen Sie sich also auf ein spannendes Wochenende am Bodensee. Der DARC freut sich, viele Mitglieder und Freunde des DARC wiederzutreffen. Wir wünschen Ihnen schon jetzt eine gute Anreise!
Neues HAM RADIO-Highlight: Exkursion zur Insel Mainau HAM RADIO-Besucher und deren Begleiter, die die Gunst der Stunde nutzen möchten, können am Samstag, dem 27. Juni, einen Tagesausflug zur Bodensee-Insel Mainau buchen. Es erwartet Sie eine perfekte Mischung aus entspannter Schifffahrt, kulturellen Einblicken, botanischer Pracht und kulinarischen Köstlichkeiten. Der zeitliche Ablauf ist wie folgt: 8:45 Uhr: Treffpunkt am Zeppelin-Museum Friedrichshafen 9:10 Uhr: Abfahrt mit dem Kursschiff der BSB (Bodensee-Schiffsbetriebe) 10:40 Uhr: Ankunft auf der Insel Mainau Vormittag & Mittag: Geführter Rundgang über die Insel mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen Nachmittag: Ca. 1 Stunde freie Verfügung (ideal für Fotos oder das Schmetterlingshaus) 15:55 Uhr: Rückfahrt mit dem Schiff ab Insel Mainau 17:25 Uhr: Ankunft in Friedrichshafen Im Gesamtpaket enthalten ist die Schifffahrt, Inseleintritt, Führung sowie Mittagessen inkl. Getränk. Zur Teilnahme ist vorherige Buchung über die DARC-Webseite [5] erforderlich. Der Ausflug ist an eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Anmeldungen gebunden. Sollte diese nicht erreicht werden, kann die Aktivität leider nicht stattfinden.
Aktuelle Conteste 4. Juni: DIG Frühjahrscontest 6. bis 7. Juni: DARC Mikrowellenwettbewerb, IARU-Region-1-Fieldday und ARRL Digital Contest 9. Juni: DARC CW-Ausbildungscontest 13. Juni: VFDB-Contest und AGCW-DL VHF/UHF Contest 13. bis 14. Juni: Portugal Day Contest und South America CW Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 6/26 auf S. 68.
Der Funkwetterbericht vom 2. Juni, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 26. Mai bis 2. Juni: Große Conteste, wie der WPX am vergangenen Wochenende, erlauben es gut, die Ausbreitungsbedingungen im fallenden Elfjahreszyklus einzuschätzen. Im Sonnenfleckenmaximum, das im Oktober 2024 war, betrug die über zwölf Monate gemittelte Sonnenfleckenzahl R12 160,8. Jetzt lag sie bei 108,3. Das reichte immer noch für die Öffnung aller oberen Kurzwellenbänder, wobei die Ausbreitung im 10-m-Band sensibel von der geografischen Lage und vom Zustand des geomagnetischen Feldes abhing. Beim WPX schwankte der geomagnetische k-Index zwischen 1 und 4. Es war Zufall, die kurze 10-m-Öffnung nach Japan am Sonntag zu erwischen. Die Logs wiesen die höchsten QSO-Zahlen auf 20 und 40 m aus. Bei südlicher gelegenen Stationen waren die QSO-Zahlen auf 15 m vergleichbar mit 20 m. Je mehr der Funkweg die Aurorazone tangentierte, desto ungünstiger waren die Ausbreitungsbedingungen nach Nordamerika. Südlichere Funkwege funktionierten dagegen gut. Im Berichtszeitraum lag der solare Fluxindex um 140 Einheiten [6]. Das geomagnetische Feld war zwischen dem 26. und 31. Mai durch Sonnenwind mit negativer z-Komponente gestört. Die für 3000 km Sprungentfernung geltende MuF2 betrug in Juliusruh nachts etwa 11 MHz und tagsüber etwa 18 MHz. Die sporadische E-Schicht war fast täglich auf 6 m präsent und sorgte vor allem auf den oberen Kurzwellenbändern für Short-Skip-Verbindungen.
Vorhersage bis 9. Juni: Wir erwarten eine etwas geringere Sonnenaktivität und leicht fallende solare Fluxwerte. Von den neun sichtbaren Sonnenfleckenregionen verschwindet in den nächsten Tagen etwa die Hälfte über den westlichen Sonnenrand. Die Wahrscheinlichkeit für M-Flares liegt bei 25 Prozent [7]. Zwischen dem 3. und 5. Juni sind geomagnetische Störungen mit k = 4 vorhergesagt worden. Die MuF2-Werte bleiben im mittleren Kurzwellenbereich. 20 und 17 m könnten die belebtesten DX-Bänder sein. Die Bänder darüber werden von der sporadischen E-Schicht profitieren. Den aktuellen MuF2-Verlauf zeigt die Grafik in [8].
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:21; San Francisco/Kalifornien 03:27; Sao Paulo/Brasilien 20:27; Port Stanley/Falklandinseln 19:56; Honolulu/Hawaii 05:09; Anchorage/Alaska 07:18; Johannesburg/Südafrika 15:23; Melbourne/Ostaustralien 07:09; Auckland/Neuseeland 05:12; Berlin/Deutschland 19:20.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Das persönliche Engagement von pädagogischen Fach- und Lehrkräften ist der zentrale Faktor für gelingende MINT-Bildung! Unter der Schirmherrschaft der Niedersächsischen Kultusministerin Julia Willie Hamburg zeichnen wir hervorragendes und nachhaltiges Engagement im MINT-Bereich aus. Einzelne Fach- und Lehrkräfte aus Niedersachsen im Bereich Kindertageseinrichtung sowie Grundschule können vorgeschlagen werden.
Der DARC will sie unterstützen, damitihreMINT-Projekte undMINT-Formate mit besonderer Strahlkraft, Kontinuität und Einfallsreichtum zu ganz besonderen Sternstunden für die kommende MINT-Generation werden.
Ein MINT-Stern ist mit 3500 €für Sachmittel dotiert. Die Verwendung des Preisgeldes muss im schulischen Bereich und projektgebunden erfolgen. Die Auszeichnung kann geteilt werden.
Die Bewertung der Jury orientiert sich vornehmlich an folgenden Kriterien:
Motivation für MINT und Beitrag zur Nachwuchsförderung: Schafft es die Lehrkraft Schülerinnen und Schüler für MINT-Themen zu begeistern, beispielsweise durch innovative Unterrichtsformate, Teilnahme an MINT-Wettbewerben, etc.? Wie stark und innovativ wird das Engagement zur Motivation und zur Gewinnung zukünftiger MINT-Fachkräfte eingestuft?
Förderung bestimmter Zielgruppen: Welche Zielgruppen werden durch das Engagement angesprochen? Werden in MINT-Fächern unterrepräsentierte Zielgruppen erreicht? Findet eine spezielle Mädchenförderung statt?
Außerschulisches Engagement: Besteht ein Engagement oder eine Kooperation mit externen MINT-Akteuren, beispielsweise durch gemeinsame MINT-Projekte, Besuch außerschulischer Lernorte, etc.? Engagieren sich die Lehrkraft im Rahmen von externen MINT-Initiativen?
Nachhaltigkeit und Kontinuität des Engagements: Wie nachhaltig ist das Engagement der Lehrkraft? Wie verankert und etabliert ist das Engagement an der jeweiligen Einrichtung?
Bewerben kann man sich für den MINT-Stern Niedersachsen im Internet. Der Bewerbungsschluss ist der 15. August 2026. Die Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger ist für Ende September 2026 vorgesehen. Die Auszeichnung findet im November 2026 statt.
Vom 26. bis 28. Juni lockt die HAM RADIO viele Funkamateure nach Friedrichshafen. Der DARC e.V. als ideeller Träger der Messe bietet wieder ein vielseitiges Rahmenprogramm am Bodensee. Dazu zählt seit Jahren auch das HAM CAMP. Wir bieten dort Teilnehmern bis 27 Jahren, Jugendgruppen und ihren Betreuern wieder die Möglichkeit, zu einem günstigen Preis von 85 € an der Messe teilzunehmen und Gleichaltrige kennenzulernen. Anmeldeschluss ist an diesem Sonntag, 7. Juni um Mitternacht.
Das HamCamp befindet sich direkt auf dem Gelände in einer ungenutzten Messehalle und hat Platz für 120 Leute, wovon aktuell rund 100 belegt sind.
Im Preis mit inbegriffen sind: drei Übernachtungen von Donnerstag bis Sonntag, Eintritt zur Messe, Frühstück, Waschräume, PKW-Parkplatz an der Halle, Strom im Schlafabteil. Alle weiteren Infos und die Online-Anmeldung gibt es auf https://www.darc.de/ajw/hamcamp.
Das HAM RADIO-Partnerprogramm: Exkursion zur Insel Mainau
Die HAM RADIO vom 26.-28. Juni in Friedrichshafen dreht sich in erster Linie um den Amateurfunk. Dennoch empfiehlt sich natürlich auch ein kleiner Seitenblick auf den Bodensee: Mit dem vom DARC am Samstag, dem 27. Juni, angebotenen Tagesausflug zur Insel Mainau ist das nun ohne eigenen Organisationsaufwand möglich.
Das Programm verspricht einen wunderschönen Tag auf dem See und der berühmten Blumeninsel Mainau – samt Schifffahrt, Kulturhighlights und kulinarischen Köstlichkeiten.
Ablauf 08:45 Uhr: Treffpunkt am Zeppelin-Museum Friedrichshafen 09:10 Uhr: Abfahrt mit dem Kursschiff der BSB (Bodensee-Schiffsbetriebe) 10:40 Uhr: Ankunft auf der Insel Mainau Vormittag & Mittag: Geführter Rundgang über die Insel mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen Nachmittag: Ca. 1 Stunde freie Verfügung (ideal für Fotos oder das Schmetterlingshaus) 15:55 Uhr: Rückfahrt mit dem Schiff ab Insel Mainau 17:25 Uhr: Ankunft in Friedrichshafen
Im Gesamtpreis sind ein Mittagessen und ein Getränk enthalten, das bei der Anmeldung ausgewählt wird.
Wichtige Informationen All-Inclusive-Preis: 78,50 € pro Person (beinhaltet Schifffahrt, Inseleintritt, Führung sowie Mittagessen inkl. Getränk) Zahlung: Der Betrag ist im Vorfeld zu entrichten. Mindestteilnehmerzahl: Der Ausflug ist an eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Anmeldungen gebunden. Sollte diese nicht erreicht werden, kann die Aktivität leider nicht stattfinden.
Die Organisatoren freuen sich auf einen wunderschönen gemeinsamen Tag am Bodensee! Sichern Sie sich hier Ihren Platz für dieses Highlight: https://events.darc.de/hrp-2026/
Foto: Holger Uwe Schmitt (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aus_dem_Zeppelin_fotografiert,_Insel_Mainau,_Bodensee._10.jpg), „Aus dem Zeppelin fotografiert, Insel Mainau, Bodensee. 10“, creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode
Vom Referat DX / SES‑Team werden im Zeitraum 1. Juni bis 31. Juli 2026 mehrere deutsche Sonderrufzeichen aktiviert, um die World Radiosport Team Championship 2026 (WRTC 2026) zu unterstützen und zu begleiten.
Die Stationen sind auf Kurzwelle, UKW und über Satelliten QRV. Mit diesen Aktivitäten möchten wir die weltweite Amateurfunkgemeinschaft auf dieses besondere sportliche Ereignis aufmerksam machen und den Team‑Spirit der WRTC fördern.
Lokaler Funktionsträger-Tag (LoFtT) des Distriktes Bayern-Ost (U)
Am 30. Mai hat der Distrikt Bayern-Ost (U) aktive und angehende Funktionsträger zu einem Lokalen Funktionsträger-Tag (LoFtT) nach Regensburg eingeladen. Von 10 bis 18 Uhr ging es im MINT-Labs Regensburg e.V. um den DARC und die Stärkung des Ehrenamtes. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Themen rund um die tägliche Arbeit im Ortsverband sowie der Austausch über aktuelle Entwicklungen im DARC. Neben informativen Vorträgen und Workshops hat der LoFtT eine hervorragende Gelegenheit geboten, wertvolle Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.
Nach der Begrüßung durch den Distriktsvorsitzenden Tobias Christoph, DC3TC, gab Stephanie C. Heine, DO7PR, aus der DARC-Geschäftsstelle Einblicke in die Arbeit der Geschäftsstelle und die moderne Öffentlichkeits- und Pressearbeit.
Anschließend informierte Florian Schmid, DL1FLO, vom AJW-Referat über die Ausbildung heute, mit Blick auf die neuen Lizenzklassen und die 50-Ohm-Plattform. Einen Überblick über die Plattformen des DARC im Bereich social media gab DARC-Mitarbeiter Gianni, Nigita, DL7GBN.
Die DARC-Online-Tools von Mitgliederverwaltung bis Remote-Station wurden von Sebastian Genosko, DF9SG, anschaulich dargestellt. Am Nachmittag erwartet die 20 Teilnehmer verschiedene Workshops zu den Themenbereichen TYPO3, Fieldday-Planung & OV-Organisation.
Foto: DV Tobias Christoph, DC3TC, und Peter Frank, DO1NPF, vom Distrikt Bayern Ost (U), Stephanie C. Heine, DO7PR, von der DARC-Geschäftsstelle, Stellv. DV Sebastian Genosko, DF9SG, und DARC-Mitarbeiter Gianni Nigita, DL7GBN, nutzten die Gelegenheit des Seminartages zum persönlichen Austausch.
Interview unter dem Turm #85: Peter Pfisterer, DH1NGP, über sein FUNK.MOBIL
In unserer Videoreihe „Interview unter dem Turm“ stellen wir Ihnen Funkamateure und ihre Leidenschaft für ihr Projekt vor. In der Folge 85 sprechen wir mit Peter Pfisterer, DH1NGP. Er war auf dem FUNK.TAG 2026 in Kassel mit seinem FUNK.MOBIL zu Gast. Das mit Funktechnik ausgestattete Fahrzeug zog die interessierten Blicke zahlreicher Messebesucher auf sich. Was es damit auf sich hat, erzählt er uns in unserem „Interview unter dem Turm“: youtu.be/RdE7bIZXyow .
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 21 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 22. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Produktion des RTL-SDR V4 wird eingestellt - Kanadas Zeitzeichensender CHU wird im Juni auf Kurzwelle eingestellt - Neues HAM RADIO-Highlight: Exkursion zur Insel Mainau - Termin zum Vormerken: Contest University (CTU) 2026 am 26. Juni 2026 - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Produktion des RTL-SDR V4 wird eingestellt Der RTL-SDR V4 wird laut den Entwicklern nicht weiter produziert [1]. Grund dafür sei das Ende der verfügbaren Bestände des verwendeten Tuner-Chips Rafael R828D, der schon seit längerer Zeit nicht mehr hergestellt wird. Der RTL-SDR V4 ist bei vielen Makern und Funk-Enthusiasten eine beliebte SDR-Lösung. Der SDR-Stick digitalisiert die Empfangssignale der Antenne und übergibt sie an den Rechner. Mit passender Software lassen sich dann unterschiedlichste Funksignale empfangen - Amateurfunk, aber auch See- und Flugfunk, Wettersonden, ADS-B-Flugzeugdaten etc.
Kanadas Zeitzeichensender CHU wird im Juni auf Kurzwelle eingestellt Am 22. Juni wird das National Research Council Canada, kurz NRC, den Kurzwellen-Sendebetrieb seiner offiziellen Zeitzeichenstation CHU dauerhaft einstellen. Ab diesem Tag bleiben die vertrauten Frequenzen 3330 kHz, 7850 kHz und 14 670 kHz leer. Das NRC verweist für die Zukunft nüchtern auf moderne Alternativen: das Network Time Protocol, kurz NTP, für Computer, Web-Uhren und den klassischen Telefondienst. Die Geschichte von CHU reicht erstaunlich weit zurück - in eine Epoche, als das Radio selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Alles begann im Jahr 1923 unter der Ägide des Dominion Observatory in Ottawa. Die ersten experimentellen Aussendungen liefen unter dem Rufzeichen 9CC auf der Langwelle auf 275 m. Wer noch keinen Empfangsbericht nach Ottawa geschickt hat, sollte die verbleibende Zeit bis zum Juni nutzen. Das NRC hat bestätigt, dass korrekte Berichte nach wie vor mit der traditionellen CHU-QSL-Karte beantwortet werden. Die Karte zeigt historisch passend Sir Sandford Fleming, den kanadischen Eisenbahningenieur und "Vater der weltweiten Zeitzonen". Empfangsberichte können per E-Mail [2] oder ganz klassisch per Post gesendet werden an: Radio Station CHU, 1200 Montreal Road, Building M-36, Ottawa, Ontario, K1A 0R6, Canada. Eine ausführliche Meldung zu diesem Thema mit weiteren Details lesen Sie auf der DARC-Webseite.
Neues HAM RADIO-Highlight: Exkursion zur Insel Mainau Das bunte Programm der HAM RADIO, die in diesem Jahr vom 26. bis 28. Juni in Friedrichshafen stattfindet, ist um eine Attraktion reicher: HAM RADIO-Besucher und deren Begleiter, die die Gunst der Stunde nutzen möchten, können am Samstag, dem 27. Juni, einen Tagesausflug zur Bodensee-Insel Mainau buchen. Es erwartet Sie eine perfekte Mischung aus entspannter Schifffahrt, kulturellen Einblicken, botanischer Pracht und kulinarischen Köstlichkeiten. Der zeitliche Ablauf ist wie folgt: 8:45 Uhr: Treffpunkt am Zeppelin-Museum Friedrichshafen 9:10 Uhr: Abfahrt mit dem Kursschiff der BSB (Bodensee-Schiffsbetriebe) 10:40 Uhr: Ankunft auf der Insel Mainau Vormittag & Mittag: Geführter Rundgang über die Insel mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen Nachmittag: Ca. 1 Stunde freie Verfügung (ideal für Fotos oder das Schmetterlingshaus) 15:55 Uhr: Rückfahrt mit dem Schiff ab Insel Mainau 17:25 Uhr: Ankunft in Friedrichshafen Im Gesamtpaket enthalten ist die Schifffahrt, Inseleintritt, Führung sowie Mittagessen inkl. Getränk. Zur Teilnahme ist vorherige Buchung über die DARC-Webseite [3] erforderlich. Der Ausflug ist an eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Anmeldungen gebunden. Sollte diese nicht erreicht werden, kann die Aktivität leider nicht stattfinden.
Termin zum Vormerken: Contest University (CTU) 2026 am 26. Juni 2026 Am Freitag, den 26. Juni veranstaltet der Bavarian Contest Club die traditionelle Contest University auf der HAM RADIO Friedrichshafen - diesmal Powered by DARC. Die Anmeldung über die DARC-Webseite ist ab sofort möglich [4]. Das Programm hat es wieder in sich. Ab 13 Uhr führt Helmut, DF7EE, in die Grundlagen des Contesting ein. Hierzu gibt es als praktische Übung auch einen Mini-Contest. Als Schwerpunktthema beschäftigt sich die CTU2026 mit Multi-Op-Contesting. Andreas, DK4WA, einer der Köpfe von DP9A, gibt hierzu eine umfassende Einführung. Tim, K3LR, berichtet über die Erfahrungen aus über 20 Jahren Multi-Multi-Contest und Jugendförderung. Zum Abschluss dürfen wir auf der Bühne Vertreter von Deutschen Conteststationen zu einer sicher erfrischenden Podiumsdiskussion begrüßen. Angemeldete Teilnehmer erhalten für den Teilnahme-Beitrag einen Beutel mit dem CQ DL-Spezial "Contesting für Einsteiger", einer Sonderausgabe "111 Fakten übers Contesting", einem bedeutsamen T-Shirt und weiterem Material.
Aktuelle Conteste 30. bis 31. Mai: CQ WW WPX Contest 30. und 31. Mai: Bayerischer Bergtag 30. Mai: Distrikt R-Contest 3. und 4. Juni: DIG Frühjahrscontest 6. bis 7. Juni: DARC Mikrowellenwettbewerb, IARU-Region-1-Fieldday und ARRL Digital Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 5/26 auf S. 68 und 6/26 auf S. 68.
Der Funkwetterbericht vom 26. Mai, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 19. bis 26. Mai: Die im Funkwetterbericht der vergangenen Woche erwähnten aktiven Sonnenfleckenregionen auf der Rückseite der Sonne präsentieren sich nun in den östlichen Sonnenquadranten. Ihre Zahl stieg von vier auf neun. Der solare Fluxindex stieg von 106 auf 139 Einheiten. Der Mittelwert des solaren Fluxindexes ist dennoch gegenüber der letzten Sonnenrotation um 10 Punkte zurück gegangen. Insgesamt gab es einen M-Flare am 22. Mai und etwa 95 C-Flares [5]. Das geomagnetische Feld war nur am 19. Mai tagsüber gestört, ansonsten ruhig. Zusätzlich sorgte ein Protonen-Strahlungssturm für mäßige Polarkappendämpfung. Die etwas höhere Sonnenaktivität spiegelte sich auch in etwas besseren Ausbreitungsbedingungen im Vergleich zur Vorwoche wider. Auf dem 6-m-Band gab es QSOs über die sporadische E-Schicht.
Vorhersage bis 2. Juni: Wir erwarten eine weitere aktive Region am östlichen Sonnenrand [6]. Der solare Fluxindex bleibt im Bereich um 145 Einheiten. Geomagnetisch gestörte Tage sind wahrscheinlich der 27. und 28. Mai. Danach erwarten wir ein ruhiges Erdmagnetfeld. Im bevorstehenden WPX-Contest werden die am meisten belegten DX-Bänder 20 und 15 m sein. Aber auch das 10-m-Band sollte öffnen. Während der Dämmerungszeiten werden die unteren Kurzwellenbänder bei ruhigem geomagnetischem Feld interessante DX-Signale präsentieren, zumal keine Gewitter vorhergesagt worden sind.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:15; San Francisco/Kalifornien 03:22; Sao Paulo/Brasilien 20:28; Port Stanley/Falklandinseln 20:02; Honolulu/Hawaii 05:07; Anchorage/Alaska 07:04; Johannesburg/Südafrika 15:25; Melbourne/Ostaustralien 07:12; Auckland/Neuseeland 05:15; Berlin/Deutschland 19:11.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Jetzt anmelden - Contest University (CTU) 2026 am 26. Juni 2026
Am Freitag, den 26. Juni veranstaltet der Bavarian Contest Club die traditionelle Contest University auf der HAM RADIO Friedrichshafen – diesmal Powered by DARC. Die Anmeldung über events.darc.de/ctu2026/ ist ab sofort möglich.
Das Programm hat es wieder in sich. Ab 13 Uhr führt Helmut, DF7EE, in die Grundlagen des Contesting ein. Hierzu gibt es als praktische Übung auch einen Mini-Contest. Als Schwerpunktthema beschäftigt sich die CTU2026 mit Multi-Op-Contesting. Andreas, DK4WA, einer der Köpfe von DP9A, gibt hierzu eine umfassende Einführung. Tim, K3LR, berichtet über die Erfahrungen aus über 20 Jahren Multi-Multi-Contest und Jugendförderung. Zum Abschluss dürfen wir auf der Bühne Vertreter von Deutschen Conteststationen zu einer sicher erfrischenden Podiumsdiskussion begrüßen.
Angemeldete Teilnehmer erhalten für den Teilnahme-Beitrag von 20 € einen Beutel mit dem CQ DL-Spezial "Contesting für Einsteiger", einer Sonderausgabe "111 Fakten übers Contesting", einem bedeutsamen T-Shirt und weiterem Material.
Am 19. Mai ist Jürgen Dahms, DCØDA, im Alter von 81 Jahren gestorben. Seit den 70er Jahren war Jürgen als Funkamateur aktiv. Vor allen auf den GHz-Bändern war er QRV und entwickelte viele Baugruppen und Geräte die er dann auch veröffentlichte. Dank seiner Begabung die Beschreibungen so klar zu formulieren, waren diese von jedermann nachvollzierbar. Die ersten Artikel verteilte er als Fotokopien „Der SHF Amateur“. Mit zahlreichen Aufsätzen in der CQ DL, DUBUS Magazin, UKW-Berichten und den DJ9HO UHF Unterlagen bereicherte er die europäischen Mikrowellen-Funkamateure mit seinen Beschreibungen.
Auch bei seinen Vorträgen zu den UKW-Veranstaltungen waren die Hörsäle immer voll besetzt. „Ich habe kaum einen seiner Vorträge verpasst“, erinnert sich Michael Kuhne, DB6NT, von dem auch dieser Nachruf stammt. Dorsten, Weinheim, UKW-Tagung München, BBT-Treffen, Rösrath, NOBUG und auf vielen weiteren Tagungen gab er sein Wissen weiter. Allein in Dorsten hielt er in 27 Jahren 33 Vorträge – unerreicht! Viele Jahre war er der GHz-Sachbearbeiter im DARC. Er war von allen ein geschätzter Kollege der sich mit seinem Fachwissen im UKW-Referat einbrachte. Viel Spaß bereitete Ihm die Teilnahme an den UKW-Wettbewerben. Vor allem der BBT oder die dänischen Mikrowellen-Aktivitäten haben Ihn begeistert. Die besondere Verbundenheit hatte er mit der Contest-Mannschaft von DLØLN/DL4M, die er über Jahre hinweg unterstützte.
Mit Jürgen, DCØDA, verlieren wir einen Pionier der Mikrowellen-Amateurfunktechnik. Wir werden ihn sehr vermissen, er wird uns fehlen. Unsere Gedanken sind auch bei seiner Frau Karin.
Das Ende einer Ära: Warum Kanadas Zeitzeichen-Legende CHU im Juni verstummt
Für viele von uns gehört es zum festen Ritual: Man sitzt nachts im Shack, schaltet den Transceiver oder SDR ein, dreht über die Bänder und landet unweigerlich auf einer der charakteristischen Frequenzen knapp außerhalb der Amateurbänder. Das vertraute, rhythmische Ticken, gefolgt von einer markanten Stimme, die abwechselnd auf Englisch und Französisch die Uhrzeit verkündet. Für Kurzwellenhörer (SWLs) und Funkamateure in ganz Europa und Nordamerika war diese Station ein verlässlicher Leuchtturm im Äther. Doch damit ist bald Schluss.
Am 22. Juni 2026 wird das National Research Council Canada (NRC) den Kurzwellen-Sendebetrieb seiner offiziellen Zeitzeichenstation CHU dauerhaft einstellen. Ab diesem Tag bleiben die vertrauten Frequenzen 3330 kHz, 7850 kHz und 14670 kHz leer. Das NRC verweist für die Zukunft nüchtern auf moderne Alternativen: das Network Time Protocol (NTP) für Computer, Web-Uhren und den klassischen Telefondienst.
Für die DX-Community im Alter zwischen 25 und 49 Jahren – eine Generation, die zwar mit dem Internet aufgewachsen ist, aber die Faszination für analoge HF-Technik und die Physik der Ionosphäre teilt – geht damit ein Stück lebendige Radiogeschichte verloren. CHU war nicht nur ein Zeitanzeiger; der Sender diente uns als unschätzbare Bake, um die Bedingungen auf den Bändern 80 m, 40 m und 20 m in Echtzeit zu beurteilen.
Die Geburtsstunden: Von Pendeln und Morsezeichen
Die Geschichte von CHU reicht erstaunlich weit zurück – in eine Epoche, als das Radio selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Alles begann im Jahr 1923 unter der Ägide des Dominion Observatory in Ottawa. Die allerersten experimentellen Aussendungen liefen unter dem Rufzeichen 9CC auf der Langwelle (275 Meter).
Mit dem rasanten Fortschritt der Funktechnik erkannte man schnell das enorme Potenzial der Kurzwelle, um die riesigen, oft unzugänglichen Weiten Kanadas flächendeckend mit der exakten Uhrzeit zu versorgen – eine Notwendigkeit für die Schifffahrt, die Eisenbahn und die Vermessung des Landes.
1929: Regelmäßige Tagesaussendungen starteten unter dem Rufzeichen VE9OB auf einer Wellenlänge von etwa 40,8 Metern.
1933: Die Frequenzstabilität machte dank der Einführung von Quarzkristall-Steuerungen einen Quantensprung. Zuvor wanderten die Frequenzen der Röhrensender mangels präziser Bauteile oft spürbar aus.
1938: Das heute weltbekannte Rufzeichen CHU erblickte offiziell das Licht der Welt. Der Sender strahlte damals auf 3330 kHz, 7335 kHz und 14670 kHz aus – allerdings mit einer für heutige Verhältnisse winzigen Sendeleistung von gerade einmal 10 Watt. Während der 1000-Hz-Ton bereits von Quarzoszillatoren erzeugt wurde, basierten die Sekundenimpulse kurioserweise immer noch auf den mechanischen Pendeluhren des Observatoriums.
Atomzeitalter und technische Finessen
Im Jahr 1967 hielt die Moderne endgültig Einzug: CHU stellte auf Cäsium-Atomuhren um, was die Genauigkeit in astronomische Höhen schraubte. Drei Jahre später, 1970, wechselte die Verantwortung von den Astronomen des Observatoriums zu den Physikern des National Research Council (NRC).
Für Funkamateure war CHU technisch immer ein faszinierendes Studienobjekt. Im Gegensatz zu vielen anderen Zeitzeichensendern nutzte CHU ein ganz besonderes Sendeformat: H3E (Zweiseitenband-Amplitudenmodulation mit unterdrücktem Unterseitenband, wobei der Träger voll erhalten blieb). Dies erlaubte es DXern, das Signal sowohl mit einfachsten AM-Radios als auch im exakten SSB-Modus (USB) zu empfangen. So mancher von uns hat beim Testen eines neuen Transceivers als Erstes CHU eingestellt, um die SSB-Filter zu überprüfen.
Auch das akustische Design war durchdacht. In den letzten 10 Sekunden jeder Minute erfolgen eine zweisprachige Stationskennung und eine Zeitansage; dabei werden die 1000‑Hz‑Sekundenimpulse zu kurzen „Ticks“ verkürzt.
Ein Highlight für technikbegeisterte Hörer war der charakteristische „Warble-Ton“ (ein ratterndes Modemsignal) zwischen der 31. und 39. Sekunde jeder Minute. Dieser Code entsprach dem alten Bell-103-Standard mit 300 bps. Er ermöglichte es Computern bis weit in die 1990er-Ebene hinein, über ein einfaches Telefonmodem am Funkempfänger die Systemzeit vollautomatisch und hochpräzise zu synchronisieren.
Die Stimmen im Äther und der Frequenzwechsel
Bis zum 1. April 1990 verkündete CHU die Zeit in der lokalen Eastern Standard Time (EST). Erst danach schloss man sich dem internationalen Standard an und stellte vollständig auf die koordinierte Weltzeit (UTC) um.
Gleichzeitig wurden die Durchsagen digitalisiert. Seit 1990 hören wir dieselben zwei Sprecher im wechselnden 1-Minuten-Takt: Die englische Ansage („NRC Coordinated Universal Time...“) stammt von Harry Mannis, einem ehemaligen bekannten CBC-Sprecher. Die französische Stimme („Heure normale du Conseil national de recherches...“) gehört Simon Durivage von Radio Canada. Diese Stimmen haben sich tief in das akustische Gedächtnis von Generationen von Kurzwellenhörern eingebrannt.
Manch einer unter uns wird sich vermutlich noch an die letzte große technische Umstellung zur Jahreswende 2008/2009 erinnern. Über Jahrzehnte hinweg sendete CHU auf 7335 kHz. Da die Internationale Fernmeldeunion (ITU) das 40-Meter-Rundfunkband jedoch neu ordnete, wurde die Frequenz zunehmend von extrem starken, internationalen Broadcastern überlagert. CHU war kaum noch aufzunehmen. Pünktlich zum Neujahrstag 2009 zog der Sender deshalb auf die heutige Frequenz 7850 kHz um, wo er zuletzt mit 5 kW Leistung betrieben wurde (während die beiden anderen Frequenzen mit 3 kW arbeiteten).
Ein unersetzbarer Verlust für die Radio-Community
Warum schmerzt das Ende von CHU uns so sehr, obwohl wir die Uhrzeit auf jedem Smartphone ablesen können? Für die Amateurfunk- und SWL-Community ist ein Zeitzeichensender weitaus mehr als eine Uhr. CHU fungierte als globales Werkzeug. Wenn man wissen wollte, ob die „Greylinie“ (die Tag-Nacht-Grenze) Richtung Nordamerika offen war, drehte man auf 7850 oder 14670 kHz. Kam das Signal aus dem Südwesten Ottawas (genauer gesagt aus dem Senderstandort nahe der Station in Southwest-Ottawa bei 45° 17' 47" N, 75° 45' 22" W) mit S9 im Shack an, wusste man: Das Band ist offen, die Bedingungen sind exzellent.
Zudem stirbt mit der Abschaltung ein Stück analoger Romantik. Das bewusste Heraushören eines Signals aus dem atmosphärischen Rauschen (QRM/QRN) und das synchrone Ticken im Hintergrund einer nächtlichen Bastelsession lässt sich nicht durch ein steriles NTP-Signal aus dem LAN-Kabel ersetzen.
Die letzte Jagd nach der QSL-Karte
Wer noch keinen Empfangsbericht nach Ottawa geschickt hat, sollte die verbleibende Zeit bis zum Juni nutzen. Das NRC hat bestätigt, dass korrekte Berichte nach wie vor mit der traditionellen CHU-QSL-Karte beantwortet werden. Die Karte zeigt historisch passend Sir Sandford Fleming, den kanadischen Eisenbahningenieur und „Vater der weltweiten Zeitzonen“.
Empfangsberichte können per E-Mail an `radio.chu@nrc-cnrc.gc.ca` oder ganz klassisch per Post gesendet werden:
Radio Station CHU 1200 Montreal Road, Building M-36 Ottawa, Ontario, K1A 0R6 Canada
Wenn am 22. Juni 2026 die Sender endgültig abgeschaltet werden, verliert die Kurzwelle einen ihrer verlässlichsten Akteure. Uns bleibt nichts anderes übrig, als ein letztes Mal die Stoppuhr zu drücken, den Empfänger einzustellen und den Stimmen von Harry Mannis und Simon Durivage zuzuhören, bevor sie für immer im Rauschen des Äthers verschwinden. 73 an CHU – danke für ein Jahrhundert Präzision.
49. HAM RADIO vom 26. bis 28. Juni - Von der HAM zu den Sternen
Mit der neuen Fachmesse „ASTRO“ erweitert die Messe Friedrichshafen die HAM RADIO 2026 um Astronomie, Astrofotografie und moderne Beobachtungstechnik. Unter dem Motto „Discover the Sky: Amateur Radio meets Astronomy“ wächst Europas größte Amateurfunkausstellung um ein weiteres Technikfeld. Vorträge, Ausstellungen und Flohmärkte schaffen dabei spannende Verbindungen zwischen Funk und Weltraum. Mehr über die HAM RADIO ab Seite 7.
Nachbericht
Die Familie traf sich zum 7. FUNK.TAG in Kassel
2700 Besucher machten den 7. FUNK.TAG in Kassel erneut zum Treffpunkt der Amateurfunkszene. Zwischen dicht gefülltem Flohmarkt, spannenden Vorträgen, einem Ballonstart und technischen Neuheiten herrschte beste Stimmung. Trotz hoher Benzinkosten knüpfte die Veranstaltung bei den Besucherzahlen nahtlos an den Erfolg der Ausgabe 2024 an. Den Nachbericht gibt es ab Seite 12.
Technik
Messuhren-Set für APC-7-Anschlüsse
APC-7-Anschlüsse bieten exzellente HF-Eigenschaften, verlangen jedoch höchste Präzision. Der Beitrag - ab Seite 16 - von Gerdfried Palme, DH8AG, zeigt den Nachbau eines kostengünstigen Messuhren-Sets zur Kontrolle der kritischen Innenleitermaße – inklusive Adapterhülse, Messaufbau, Nullpunkteinstellung und Vergleich analoger sowie digitaler Messuhren. Praxistests belegen erstaunlich genaue Messergebnisse.
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