Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. ist die größte Vereinigung von Funkamateuren in Deutschland und Europa. Der DARC gliedert sich bundesweit in 24 Distrikte und ca. 960 Ortsverbände. Die Aufgaben des Clubs sind es, den Amateurfunk zu fördern und die geeigneten Rahmenbedingungen für den Amateurfunkdienst zu schaffen. International engagiert er sich als Mitglied in der International Amateur Radio Union (IARU).
Die geomagnetische Aktivität dürfte aufgrund schnellen Sonnenwinds überwiegend ruhig bis lebhaft sein (Kp2-4). Die Sonnenaktivität ist gering, jedoch besteht zunehmend die Möglichkeit vereinzelter M-Flares (M 55% X 10% Proton 01%); mäßige bis gute HF-Bedingungen.
ZCZC 160545UT JAN26 QAM SFI139 SSN123 eSFI108 eSSN60 KIEL A12 K(3H)3 SWS688 BZ-1 BT10 HPI39 DST24 KP4CAST(3D) MAX 3/4 5 4/5 MUF3000 MAX28+(D) MIN7(N) DATA BY SWPC/NOAA SANSA WDC/KYOTO MET OFFICE UK GFZ POTSDAM FWBST RHB NNNN
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 2 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 3. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET, silent Key - Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive Entwicklung bei Klasse N und E - DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 - Vortragsprogramm der 46. GHz-Tagung steht fest - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET, silent Key Der Deutsche Amateur-Radio-Club trauert um sein Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET, der am 7. Januar im Alter von 63 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben ist. Werner Bauer war dem Amateurfunk und unserem Verein über sehr viele Jahre eng verbunden. Seit 1999 Mitglied im DARC, engagierte er sich mit großer Verlässlichkeit, Sachkenntnis und großem Verantwortungsbewusstsein für die Belange der Funkamateure. Ab 2005 wirkte er auf Distriktebene aktiv mit und brachte dort seine Erfahrung und seine ruhige, verbindliche Art ein. Im Jahr 2017 begann seine Mitarbeit im DARC-Vorstand, dem er seit seiner Wahl im Jahr 2019 offiziell angehörte. Auch während seiner schweren Erkrankung blieb Werner Bauer dem DARC eng verbunden und nahm seine Aufgaben wahr, solange es ihm möglich war. So war er noch im Sommer 2025 auf der HAM RADIO präsent, sprach im August die Grußworte des DARC zur DNAT in Bad Bentheim und nahm im Anschluss auch an der 75-Jahr-Feier des DARC in Baunatal teil. Dieses Engagement bis zuletzt zeugt von seiner tiefen Verbundenheit mit dem Amateurfunk und unserem Verein. Werner Bauer war ein geschätzter Ansprechpartner, ein konstruktiver Mitgestalter, ein Vorstandskollege und Freund, auf den man sich jederzeit verlassen konnte. Mit seinem Tod verlieren wir einen engagierten Funkamateur und einen Menschen, der den DARC über viele Jahre hinweg mitgeprägt hat. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Der Vorstand des DARC e.V.
Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive Entwicklung bei Klasse N und E Die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst weisen insbesondere bei Klasse N und E weiterhin eine positive Entwicklung auf. Die Bundesnetzagentur hat auf ihrer Webseite die jährliche Statistik zu den Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst veröffentlicht [1]. Nachdem im Jahr 2024 erstmals wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen war, ist die Gesamtzahl der Funkamateure im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Zum 31. Dezember 2025 waren in Deutschland 61105 personengebundene Amateurfunkzulassungen registriert - das sind 210 weniger als im Vorjahr (2024: 61315). Der Rückgang ist vor allem auf eine Abnahme der Inhaber der Klasse A zurückzuführen, etwa durch die Aufgabe des Hobbys oder altersbedingte Todesfälle. Von den insgesamt 61105 Zulassungen entfallen 51155 auf die Klasse A (2024: 52115), 9133 auf die Klasse E (2024: 8858) und 817 auf die neu eingeführte Klasse N (2024: 342). Hinzu kommen weitere Rufzeichenzuteilungen: Aktuell gibt es 2912 Clubstationsrufzeichen, 1435 für Relais und Baken sowie 4786 Ausbildungsrufzeichen. Insgesamt sind zurzeit 70238 Rufzeichen vergeben. Die Teilnehmerzahlen an den Amateurfunkprüfungen bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Während im Jahr 2023 insgesamt 1578 Prüfungsteilnehmer registriert wurden, stieg diese Zahl 2024 deutlich auf 2291 an - ein Zuwachs von rund 45 %. Im Jahr 2025 nahmen mit 2261 Personen zwar geringfügig weniger Interessierte an den Prüfungen teil, das Niveau blieb jedoch nahezu konstant und unterstreicht das weiterhin große Interesse am Amateurfunk. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete die neu eingeführte Klasse N: 753 Prüflinge bestanden 2025 die N-Prüfung (2024: 483). Zudem nutzten zahlreiche Funkamateure die Möglichkeit, aus der Klasse N in die höheren Klassen E und A aufzusteigen. Insgesamt erhielten 2101 Teilnehmer ein Amateurfunkzeugnis (2024: 2010) - ein Plus von 91 ausgestellten Zeugnissen gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahreswert. Die aktuellen Prüfungstermine der Bundesnetzagentur zeigen, dass an vielen Standorten die verfügbaren Termine bereits bis in den April hinein ausgebucht sind. Dies verdeutlicht, dass der Prüfungsbedarf im vergangenen Jahr nicht vollständig gedeckt werden konnte und bei einem größeren Angebot an Prüfungsterminen ggf. eine höhere Zahl an Neuzuteilungen in 2025 möglich gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2026 weiterhin ein hoher Bedarf an Amateurfunkprüfungen bestehen wird. Der DARC wird sich über den Runden Tisch Amateurfunk (RTA) beim nächsten Treffen mit der Bundesnetzagentur für eine Ausweitung des Prüfungsangebots einsetzen, da Wartezeiten von drei bis vier Monaten nach dem Abschluss eines Kurses bis zum nächsten verfügbaren Prüfungstermin problematisch sind. In dieser Zeit müssen die zuvor erarbeiteten Inhalte erneut aufgefrischt werden, was den Lernerfolg und die Motivation der Teilnehmenden beeinträchtigen kann. Darüber berichtet das DARC-AJW-Referat.
DARC Toplist und Most-Wanted-Listen 2025 Um die Wertung für TopList und Most-Wanted für das Jahr 2025 abschließen zu können, rufen das DARC-Vorstandsmitglied Ronny Jerke, DG2RON, und der Präsident der German DX Foundation, kurz GDXF, Philipp Springer, DK6SP, dazu auf, QSOs bis zum 31. Januar 2026 einzureichen. Die Vorgehensweise ist einfach und für das Auswertungsjahr 2025 gibt es mehrere Wege, um teilzunehmen: Innerhalb der ersten Möglichkeit loggt man sich in Wavelog@DARC ein [2] und klickt anschließend einfach oben rechts unter dem Rufzeichen auf Drittanbieter-Dienste und dann auf DCL Export. Dort findet man den grünen Button "Fordere DCL-Schlüssel an". Nach einer sicherheitsbedingten erneuten Anmeldung über den Single-Sign-On kann man der Teilnahme an TopList zustimmen, damit automatisch QSOs in die Wertung mit einfließen. Parallel bitte auch gleich den Token, falls noch nicht geschehen, für den regelmäßigen Export der QSO-Daten zum DCL anfordern. Falls der Export schon aktiv ist empfehlen wir, diesen einmal zu erneuern. Zweite Möglichkeit ist der Direktupload der QSOs zu TopList/Most-Wanted. Dazu wird im Browser einfach ein Link aufgerufen und das ADIF kann direkt ins Portal geladen werden [3]. Die dritte Möglichkeit ist nur noch für 2025 möglich: Unter gleichem Link [3] kann die altbekannte CFD-Datei hochgeladen werden. Diese Möglichkeit wird künftig entfallen. Sobald der Umbau in 2026 abgeschlossen ist, wird das neue TopList/Most-Wanted-Portal noch einfacher zu bedienen sein. Die Einführung dieser neuen Vorgehensweise markiert den Beginn einer neuen Ära: Weg von hochgradig manuellen Prozessen, hin zu automatisierten, vernetzten und verlässlichen Logbuchdatenflüssen.
Vortragsprogramm der 46. GHz-Tagung steht fest Die Tagungsleitung hat das diesjährige Programm für die 46. GHz-Tagung veröffentlicht. Die Tagung ist die erste große Veranstaltung des DARC im neuen Jahr. Sie findet am Samstag, dem 28. Februar, in der VHS Dorsten statt. Neben der Verleihung der DARC-UKW-Contestpokale an die Gewinner des Jahres 2025 stehen unter anderem folgende Vorträge auf dem Tagungsprogramm: Gerald Ihninger, OE2IGL, referiert über axiale Rillenhörner für höchste Ansprüche ab 10 GHz; Manfred Plötz, DL7YC, berichtet über 76 GHz EME - the next frontier; Emil Bergmann, DL8JJ, trägt über sein EME Portabel-Setup 23-cm-Technik und Taktik vor; Alexander Kurpiers, DL8AAU beschäftigt sich mit 122/134 GHz Baugruppen nach David, VK5KK; Matthias Bopp, DD1US, nimmt sich dem Vergleich von diversen rauscharmen Breitbandverstärkern hinsichtlich Verstärkung und Rauschzahl an; Marc Fröhlich, DO5AMF, zeigt Chat-Mining: Jagdinstinkte wecken mit KST4Contest und das Thema von Jörg Körner, DK8DE ist zeitversetztes Morsen: Wie der Sequenzer deine Zeichen rettet. Weitere Informationen zur GHz-Tagung gibt es auf der Veranstaltungswebseite [4]. Dort ist auch das Vortragsprogramm abrufbar.
Aktuelle Conteste 17. bis 18. Januar: HA DX Contest 18. Januar: VFDB-DLPX Contest 23. bis 25. Januar: CQ World-Wide 160m Contest 24. bis 25. Januar: REF Contest und BARTG RTTY Sprint Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 1/26 auf S. 62.
Der Funkwetterbericht vom 14. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 7. bis 13. Januar: Die Sonnenaktivität war nur am 11. Januar moderat mit einem langen M-Flare. Ansonsten war sie gering und durch insgesamt 66 C-Flares geprägt. Der solare Fluxindex fiel von 135 auf 112 Einheiten. Das geomagnetische Feld war nur am 7. Januar sehr ruhig, ansonsten durch Sonnenwind gestört [5]. Die für 3000 km Sprungentfernung am 11. Januar in Juliusruh bestimmte Grenzfrequenz der F2-Schicht lag nachts im Bereich von 6 MHz, bei Sonnenaufgang bei 14 MHz. Sie erreichte tagsüber 30 MHz, betrug bei Sonnenuntergang noch 25 MHz und fiel danach innerhalb von zwei Stunden auf etwa 8 MHz [6]. Das spiegelte sich auch in der Praxis wider. Beim DARC 10 m Contest hörten wir laute DX-Stationen. Die atmosphärische Dämpfung bewirkte aber sehr leise DL-Signale. Short-Skip-Bedingungen fehlten leider. Abends rutschte die MuF2 schnell unter 7 MHz, sodass Europaverbindungen auf dem 40-m-Band schwierig wurden. Tagsüber waren alle oberen Kurzwellenbänder nutzbar.
Vorhersage bis 21. Januar: Der M3,3-Flare am 11. Januar ereignete sich am östlichen Sonnenrand, sodass uns die aktive Region im Vorhersagezeitraum begleiten wird. Ansonsten sind kaum neue Sonnenflecken zu erwarten. Die derzeit sichtbaren Regionen verschwinden nach und nach über den westlichen Sonnenrand. NASA sagt sinkende Fluxwerte bis etwa 105 Einheiten voraus. Das Erdmagnetfeld wird voraussichtlich vom 15. bis 17. Januar ruhig sein. Danach erwarten wir zwei stürmische Tage. Die oberen Kurzwellenbänder bleiben tagsüber brauchbar, wobei die beiden oberen Bänder nur kurz öffnen. Die Bänder 20, 17 und 15 m öffnen morgens, schließen aber nach Sonnenuntergang schnell. Bei ruhigem Erdmagnetfeld finden wir auf 80 und 40 m gute Ausbreitungsbedingungen vor. Abends rutscht die MuF2 schnell unter 7 MHz.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:50; San Francisco/Kalifornien 01:13; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Port Stanley/Falklandinseln 00:12; Honolulu/Hawaii 04:08; Anchorage/Alaska 01:14; Johannesburg/Südafrika 17:05; Melbourne/Ostaustralien 09:44; Auckland/Neuseeland 07:43; Berlin/Deutschland 15:18.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
NASA-Mission Crew 11 wegen „medizinischer Bedenken” zurück auf der Erde
Die NASA hat einen Teil der Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) aufgrund medizinischer Bedenken hinsichtlich eines Astronauten vorzeitig zur Erde zurückgeholt. Vier Raumfahrer sind am 15. Januar kurz vor 9.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit vor der Küste des US-Bundesstaates Kalifornien mit einem „Crew Dragen“ des Raumfahrtunternehmens SpaceX gelandet.
Mike Fincke, KE5AIT; Zena Cardman, KJ5CMN; der japanische Astronaut Kimiya Yui, KG5BPH, und der russische Kosmonaut Oleg Platonov waren seit Anfang August auf der ISS. Vorgesehen war ein Aufenthalt bis Mitte Februar; mit Rückkehr nach Ankunft der Crew-12. Zuvor gaben NASA-Vertreter am 7. Januar bekannt, dass sie beschlossen hätten, eine bevorstehende etwa 6,5-stündige Außenbordaktivität (EVA) aufgrund eines medizinischen Problems mit einem nicht genannten Besatzungsmitglied abzusagen. Einige Stunden später erklärte die Behörde, dass sie ein vorzeitiges Ende der Mission Crew-11 nicht ausschließe, und bestätigte, dass sich das namentlich nicht genannte Besatzungsmitglied in einem stabilen, nicht notfallmäßigen Zustand befände. Am 8. Januar bestätigten NASA-Vertreter die Entscheidung, die Astronauten nach Hause zu holen. Das vorzeitige Missionsende ist in der Geschichte der Internationalen Raumstation bisher einmalig. „Die sichere Durchführung unserer Missionen hat für uns höchste Priorität“, erklärte die NASA. Die US-Weltraumbehörde sieht in der vorzeitigen Rückkehr der Missions-Crew 11 keine Auswirkungen auf die Vorbereitungen der Artemis 2 Mission – die erste bemannte Mission zum Mond seit über 50 Jahren. Derzeit befinden sich noch NASA-Astronaut Chris Williams sowie die Russen Sergei Mikaev und Sergei Kud-Sverchkov auf der Station. (Mit Material von AMSAT und der Tagespresse).
Amateurfunk in Zahlen 2025: Positive Entwicklung bei Klasse N und E
Die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst weisen insbesondere bei Klasse N und E weiterhin eine positive Entwicklung auf. Die Bundesnetzagentur hat auf ihrer Webseite die jährliche Statistik zu den Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst veröffentlicht. Nachdem im Jahr 2024 erstmals wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen war, ist die Gesamtzahl der Funkamateure im Jahr 2025 leicht zurückgegangen.
Zum 31. Dezember 2025 waren in Deutschland 61105 personengebundene Amateurfunkzulassungen registriert – das sind 210 weniger als im Vorjahr (2024: 61315). Der Rückgang ist vor allem auf eine Abnahme der Inhaber der Klasse A zurückzuführen, etwa durch die Aufgabe des Hobbys oder altersbedingte Todesfälle. Von den insgesamt 61105 Zulassungen entfallen 51155 auf die Klasse A (2024: 52115), 9133 auf die Klasse E (2024: 8858) und 817 auf die neu eingeführte Klasse N (2024: 342). Hinzu kommen weitere Rufzeichenzuteilungen: Aktuell gibt es 2912 Clubstationsrufzeichen, 1435 für Relais und Baken sowie 4786 Ausbildungsrufzeichen. Insgesamt sind zurzeit 70238 Rufzeichen vergeben.
Die Teilnehmerzahlen an den Amateurfunkprüfungen bleiben weiterhin auf hohem Niveau. Während im Jahr 2023 insgesamt 1578 Prüfungsteilnehmer registriert wurden, stieg diese Zahl 2024 deutlich auf 2291 an – ein Zuwachs von rund 45 %. Im Jahr 2025 nahmen mit 2261 Personen zwar geringfügig weniger Interessierte an den Prüfungen teil, das Niveau blieb jedoch nahezu konstant und unterstreicht das weiterhin große Interesse am Amateurfunk. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leistete die neu eingeführte Klasse N: 753 Prüflinge bestanden 2025 die N-Prüfung (2024: 483). Zudem nutzten zahlreiche Funkamateure die Möglichkeit, aus der Klasse N in die höheren Klassen E und A aufzusteigen. Insgesamt erhielten 2101 Teilnehmer ein Amateurfunkzeugnis (2024: 2010) – ein Plus von 91 ausgestellten Zeugnissen gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahreswert.
Die aktuellen Prüfungstermine der Bundesnetzagentur zeigen, dass an vielen Standorten die verfügbaren Termine bereits bis in den April hinein ausgebucht sind. Dies verdeutlicht, dass der Prüfungsbedarf im vergangenen Jahr nicht vollständig gedeckt werden konnte und bei einem größeren Angebot an Prüfungsterminen ggf. eine höhere Zahl an Neuzuteilungen in 2025 möglich gewesen wäre. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass auch im Jahr 2026 weiterhin ein hoher Bedarf an Amateurfunkprüfungen bestehen wird. Der DARC wird sich über den Runden Tisch Amateurfunk (RTA) beim nächsten Treffen mit der Bundesnetzagentur für eine Ausweitung des Prüfungsangebots einsetzen, da Wartezeiten von drei bis vier Monaten nach dem Abschluss eines Kurses bis zum nächsten verfügbaren Prüfungstermin problematisch sind. In dieser Zeit müssen die zuvor erarbeiteten Inhalte erneut aufgefrischt werden, was den Lernerfolg und die Motivation der Teilnehmenden beeinträchtigen kann.
Die Tagungsleitung hat das diesjährige Programm für die 46. GHz-Tagung veröffentlicht. Die Tagung ist die erste große Veranstaltung des DARC im neuen Jahr. Sie findet am Samstag, dem 28. Februar 2026, in der VHS Dorsten statt. Neben der Verleihung der DARC-UKW-Contestpokale an die Gewinner des Jahres 2025 stehen unter anderem folgende Vorträge auf dem Tagungsprogramm:
• Axiale Rillenhörner für höchste Ansprüche ab 10 GHz (Gerald Ihninger, OE2IGL), • 76 GHz EME – the next frontier! (Manfred Plötz, DL7YC), • EME Portabel Setup 23-cm-Technik und Taktik (Emil Bergmann, DL8JJ), • 122/134 GHz Baugruppen nach David, VK5KK (Alexander Kurpiers, DL8AAU), • Vergleich von diversen rauscharmen Breitbandverstärkern hinsichtlich Verstärkung und Rauschzahl (Matthias Bopp, DD1US), • Chat-Mining: Jagdinstinkte wecken mit KST4Contest (Marc Fröhlich, DO5AMF), • Zeitversetztes Morsen: Wie der Sequenzer deine Zeichen rettet (Jörg Körner, DK8DE) Weitere Informationen zur GHz-Tagung gibt es auf der Veranstaltungswebseite http://ghz-tagung.de . Dort ist auch das Vortragsprogramm abrufbar.
Funktionsträgerseminar Februar 2026: Jetzt noch anmelden!
Es sind noch Plätze frei für das vom 6. bis 8. Februar in der Baunataler DARC-Geschäftsstelle stattfindende Grundlagenseminar sowie für das Funktionsträgerseminar 2.0! Mitglieder des DARC, die sich ehrenamtlich für den Verein engagieren, können sich hier anmelden: www.darc.de/geschaeftsstelle/ausbildungszentrum/.
Die Seminare geben erste Einblicke (Grundlagenseminar) und vertiefende Kenntnisse (FTS 2.0) in folgenden Bereichen: Überblick Online-Mitgliederverwaltung (Netxp-Verein), Grundlagen DARC-Webseitenpflege (Typo3), Datenschutz, Versicherungsschutz, Kassenführung, Mitgliederversammlung und Wahlen, Meinungsbildung im DARC e. V., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Gewinnung von Jugendlichen, Das 1x1 der Arbeit im OV. Abgerundet wird das Programm durch eine Führung durch die Geschäftsstelle mit Besichtigung der QSL-Sortierung. Im Funktionsträgerseminar 2.0 liegt der Fokus auf Erfahrungsaustausch und Diskussion. Zusätzlich werden diese Themen behandelt: Konflikte im Ortsverband vermeiden und lösen, Motivation der Mitglieder, Freiwilligenmanagement. Bei beiden Seminaren runden abendliche Workshops und der obligatorische Funkbetrieb an der Clubstation DFØAFZ das Programm ab. Die Referenten und das Team der Geschäftsstelle freuen sich auf ein volles Haus!
Überhorizont-Radare (OTHRs) sind seit vielen Jahren die Hauptursache von Störungen, die unsere Amateurfunk-HF-Bänder beeinträchtigen. Im Jahr 2025 war nicht nur ein allgemeiner Anstieg zu beobachten, sondern auch eine Diversifizierung der OTHR-Verfahren. Diese Diversifizierungen betrafen nicht nur Änderungen der Übertragungsbandbreite, der Pulswiederholfrequenz (PRF) und die Verwendung neuer Frequenzen, sondern auch die Art und Weise, wie die Emissionen übertragen werden, wie beispielsweise die Verwendung von Frequenzsprungverfahren.
Dies hat in den meisten Fällen eine Erhöhung des Störungsniveaus im Vergleich zu den leider bereits bekannten und üblichen Übertragungen dieser Radargeräte zur Folge. So macht etwa das Frequenzsprungverfahren es innerhalb eines Amateurfunkbands für Funkamateure extrem schwierig, den durch die Radaraussendungen betroffenen Teil des Bands zu meiden. Die Abbildung zeigt das russische OTHR "Contayner" im 40-m-Band (über 50 Minuten), die Bandbreite beträgt 12 kHz bei 40 Pulsen pro Sekunde. Belegt werden, bedingt durch das Frequenzsprungverfahren, insgesamt 170 kHz.
Quelle: IWS-Newsletter der IARU Region 1; dieser ist im Referatsbereich DARC Intruder Monitoring verlinkt: www.darc.de/der-club/referate/intruder-monitoring/. Zur Lage folgt auch ein ausführlicher Bericht in der Februar-Ausgabe der CQDL.
Der Deutsche Amateur-Radio-Club trauert um sein Vorstandsmitglied Werner Bauer, DJ2ET, der am 7. Januar im Alter von 63 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist. Werner Bauer war dem Amateurfunk und unserem Verein über sehr viele Jahre eng verbunden. Seit 1999 Mitglied im DARC, engagierte er sich mit großer Verlässlichkeit, Sachkenntnis und großem Verantwortungsbewusstsein für die Belange der Funkamateure.
Ab 2005 wirkte er auf Distriktebene aktiv mit und brachte dort seine Erfahrung und seine ruhige, verbindliche Art ein. Im Jahr 2017 begann seine Mitarbeit im DARC-Vorstand, dem er seit seiner Wahl im Jahr 2019 offiziell angehörte. Auch während seiner schweren Erkrankung blieb Werner Bauer dem DARC eng verbunden und nahm seine Aufgaben wahr, solange es ihm möglich war. So war er noch im Sommer 2025 auf der HAM RADIO präsent, sprach im August die Grußworte des DARC zur DNAT in Bad Bentheim und nahm im Anschluss auch an der 75-Jahr-Feier des DARC in Baunatal teil. Dieses Engagement bis zuletzt zeugt von seiner tiefen Verbundenheit mit dem Amateurfunk und unserem Verein.
Werner Bauer war ein geschätzter Ansprechpartner, ein konstruktiver Mitgestalter, ein Vorstandskollege und Freund, auf den man sich jederzeit verlassen konnte. Mit seinem Tod verlieren wir einen engagierten Funkamateur und einen Menschen, der den DARC über viele Jahre hinweg mitgeprägt hat.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Der Vorstand des DARC e.V.
Hallo liebe SWLs, YLs und OMs, Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 1 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 2. Kalenderwoche 2026. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Digitalisierung der Amateurfunkverwaltung - DA0HQ auf Podestplatz in der 40. IARU HF World Championship 2025 - Neues aus dem Hamnet - Gastlizenz für Inhaber einer Novice-Lizenz in Norwegen - Aktuelle Conteste und - Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Digitalisierung der Amateurfunkverwaltung Die Bundesnetzagentur verfolgt das Ziel, ihre Verwaltungsprozesse konsequent zu digitalisieren. Ein erster sichtbarer Schritt in diese Richtung ist die Abschaffung der klassischen Zulassungsurkunden, die künftig durch Zulassungsbescheide ersetzt werden. Die Amateurfunkverwaltung der Bundesnetzagentur hat das Ziel, ihre Prozesse weitestgehend über ein geplantes Kundenportal zu digitalisieren. Funkamateure sollen sich dort digital verifizieren können, um Anträge online zu stellen. Darüber hinaus wird es künftig möglich sein, den aktuellen Bearbeitungsstatus jederzeit einzusehen und sich so transparent über den Stand der eigenen Anträge zu informieren. Die Umstellung von Zulassungsurkunden auf Zulassungsbescheide bildet hierfür den Auftakt. In Vorbereitung auf eine vollständig digitale Zulassung und Zuteilung von Rufzeichen - vergleichbar mit dem Vorgehen der FCC in den USA, bei dem entsprechende Bescheide als PDF bereitgestellt werden - wurde die bisherige Urkundenform seit Ende des Jahres 2025 offiziell durch einen Bescheid (PDF) ersetzt. Das berichtet die Behörde auf Ihrer Webseite [1]. Die bislang ausgegebenen Zuteilungsurkunden, die je nach Lizenzklasse auf blauem Papier im A4-Format (Klasse N), als gelbes Heftchen (Klasse E) oder als blaues Heftchen (Klasse A) ausgefertigt waren, werden künftig nicht mehr neu ausgestellt. Bereits erteilte Urkunden behalten jedoch weiterhin ihre Gültigkeit. Bei Verlust oder Änderungen erfolgt allerdings keine Neuausstellung mehr, sondern die Ausstellung eines Zulassungsbescheids. Nicht betroffen von dieser Änderung ist zunächst die Bescheinigung über die bestandene Amateurfunkprüfung, die weiterhin in Urkundenform ausgegeben wird. Mit dem geplanten Kundenportal soll es zukünftig möglich sein, die Zuteilungsbescheide digital abzurufen. Der DARC und der RTA begrüßen diesen Schritt der Bundesnetzagentur ausdrücklich, da digitale Prozesse Missverständnisse bei der Antragstellung reduzieren, Rückfragen auf beiden Seiten minimieren und insbesondere zu einer Beschleunigung der Verwaltungsabläufe beitragen. Darüber berichtet das DARC-AJW-Referat.
DA0HQ auf Podestplatz in der 40. IARU HF World Championship 2025 Das DA0HQ-Team hat es in der 40. IARU-WM nach einem spannenden Auswertungsfinale wieder aufs Podest geschafft! Es ist eine hauchdünne Entscheidung, da die Abstände jeweils bei nur 1 % liegen. Durch die geringere Fehlerrate konnten wir am kroatischen 9A0HQ-Team vorbeiziehen und den dritten Platz belegen. Auch die zunächst führenden Spanier haben den Platz mit Frankreich getauscht. Die DX-Bedingungen waren 2025 nicht so gut wie im Jahr zuvor, was die QSO-Zahlen und Punkte belegen. Die Südeuropäer hatten diesmal die Bedingungen auf ihrer Seite und haben diesen Vorteil konsequent ausgenutzt. Das britische Team als der Vorjahres-Vizeweltmeister ist auf Platz 8 gelandet. Der Dank gilt allen Aktiven, Helfern und Anrufern, die dieses Ergebnis ermöglicht haben. Insgesamt ist es wieder eine tolle Teamleistung und Ansporn für 2026! Wer noch für die DA0HQ-Sprintwertung eine Low-Power- oder QRP-Teilnahme auf unserer Webseite eintragen möchte, bitte umgehend erledigen. Zum 1. Februar werden die Ergebnisse in der Datenbank finalisiert und der QSL-Druck erfolgt. Darüber berichtet Stationsmanager Ben Bieske, DL5ANT.
Neues aus dem Hamnet Die Entwicklung des Hamnets wurde auch im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben. So gab es beispielsweise die Umstellung auf die neuen Domains hamnet.radio und hamnet.cloud. Die alten Hostnamen in ampr.org behalten weiterhin ihre Gültigkeit - Änderungen sind aber nicht mehr möglich. Erweiterungen des Hamnets sind besonders in Slowenien und in Italien um Veneto herum zu beobachten. Im Inland konnte der erste Link in Sachsen in Betrieb gehen. Es besteht die Hoffnung über einen Standort in Tschechien die Anbindung ans Kernnetz in 2026 zu ermöglichen. Berlin und Umgebung ist in sich weiter gestärkt worden, aber leider noch nicht über HF-Links mit dem Kernnetz verbunden. Leider war im vergangenen Jahr festzustellen, dass sich die Verfügbarkeit der genutzten Hardware fürs Hamnet verschlechtert hat. Die IP-Koordination DL prüft derzeit, ob man das 10-GHz-Band durch Transvertersysteme zugänglich machen kann. Bestands- als auch aktuell erhältliche Hardware könnte ohne spezielle Firmware als Basis genutzt werden und Standorte mit hoher 5-GHz-Linkdichte HF-seitig entlastet bzw. entkoppelt werden. Für den Zugang zum Hamnet hat Steffen, DO5DSH, eine New-Packet-Radio-Hardware (NPR) für 23 cm gebaut. Auf der HAM RADIO soll die weiterentwickelte Hardware auf LTE-Basis (Band 40) gezeigt werden. Auch sie könnte einmal für den Zugang zum Hamnet beim Funkamateur zu Hause dienen. Darüber berichten Jann Traschewski, DG8NGN, Egbert Zimmermann, DD9QP, und Thomas Osterried, DL9SAU, von der IP-Koordination DL. Weitere Informationen gibt es auf deren Webseite [2].
Gastlizenz für Inhaber einer Novice-Lizenz in Norwegen Norwegen gibt Gastlizenzen für Inhaber einer ausländischen Novice-Lizenz aus. Dies hat die norwegische Fernmeldeverwaltung Nkom am 7. Januar 2026 auf Anfrage bestätigt. Damit ist es auch für Inhaber eines DO- oder DA6-Rufzeichens möglich, bei einem Kurzzeitaufenthalt in Norwegen Funkbetrieb zu machen. Es gelten die gleichen Betriebsbedingungen wie für Voll-Lizenzen. Anträge sind per E-Mail zu richten [3]. Die von DK5JI geführte "Tagesaktuelle DARC-CEPT-Länderliste" wurde bereits entsprechend korrigiert [4]. Anlass für die Anfrage bei der Nkom war die Tatsache, dass Norwegen die CEPT-Novice-Lizenz nicht implementiert hat, da es dort derzeit nur eine einzige Lizenzklasse gibt. Somit ist es für Inhaber einer ausländischen Novice-Lizenz nicht gestattet, in Norwegen ohne Gastlizenz zu funken. Darüber berichtet Hans Schwarz, DK5JI.
Aktuelle Conteste 10. Januar: Aktivitätstag Distrikt Nordrhein 10. bis 11. Januar: UBA PSK63 Prefix Contest 11. Januar: DARC 10m-Contest 13. Januar: DARC RTTY-Kurzcontest 17. bis 18. Januar: HA DX Contest 18. Januar: VFDB-DLPX Contest Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx] sowie mittels der Contest-Termintabelle in der CQ DL 1/26 auf S. 62.
Der Funkwetterbericht vom 7. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL Zunächst der Rückblick vom 17. Dezember 2025 bis zum 6. Januar 2026: Nachdem bis Mitte Dezember, bedingt durch die etwa 27-tägige Sonnenrotation, eine Phase mit geringer Sonnentätigkeit beobachtet wurde, änderte sich das in der zweiten Dezemberhälfte. Mit 9 M-Flares stieg der solare Fluxindex von 116 auf 196 Fluxeinheiten am Monatsende. Geomagnetisch gestörte Tage waren der 18., 21. bis 24. Dezember sowie der 2. und 5. Januar [5]. Der Trend stimmte zumindest optimistisch, dass auch jetzt im Januar die Sonnenaktivität relativ hoch bleiben wird. Noch haben wir tiefen Winter mit kurzen Tagen in der nördlichen Hemisphäre und damit winterliche Bedingungen mit guten Öffnungen der unteren Bänder. Die 160-m-Freunde berichteten über relativ gute Ausbreitungsbedingungen nachts und morgens. Am Nachmittag des 5. Januar war in CW auf 80 m N7UA mit 579 zu arbeiten. Auch 40 m lieferte nachmittags über den langen Weg laute Signale zur US-Westküste mit N7XM als permanentem Bandindikator.
Vorhersage bis 14. Januar: Die bis Ende Januar dauernde "World Wide Award"-Aktivität vermittelt durch das große Stationsangebot einen guten Überblick über die Ausbreitungsbedingungen weltweit. Fernöstliche Stationen und der pazifische Raum sind nach wie vor morgens über den langen Weg zu erreichen. Nachmittags sind alle oberen Bänder nach Nord- und Südamerika offen. Oft sind die Signale leise, aber die Bänder sind brauchbar. Die für 3000 km Sprungentfernung in Juliusruh am 5. Januar ermittelten MuF2-Werte betrugen nachts 5 bis 9 MHz. Sie lagen bei Sonnenaufgang bereits bei 18 MHz, mittags bei 37 MHz und bei Sonnenuntergang bei 26 MHz [6].
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 21:44; San Francisco/Kalifornien 01:07; Sao Paulo/Brasilien 21:58; Port Stanley/Falklandinseln 00:16; Honolulu/Hawaii 04:04; Anchorage/Alaska 01:01; Johannesburg/Südafrika 17:04; Melbourne/Ostaustralien 09:45; Auckland/Neuseeland 07:43; Berlin/Deutschland 15:10.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite, in Packet Radio unter der Rubrik DARC sowie per E-Mail-Abonnement. Über die DARC-Webseite [mail] können Sie sich dazu jederzeit an- und abmelden. Bitte bewahren Sie hierfür Ihr Passwort stets griffbereit auf!
Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
Der DARC-Weihnachtscontest „XMAS“ 2025 ist beendet. Zahlreiche Funkamateure, vor allem aus Deutschland, belebten die Kurzwellenbänder. Beim DARC-Contestreferat sind 706 Logs aus 25 Ländern eingegangen. Sie dokumentieren 63 172 QSOs in diesem Contest. Aus DL sind 627 Logs eingetroffen. Die meisten Logs kamen aus dem Distrikt Hessen (F) mit 47 Logs, gefolgt von Distrikt Niedersachsen (H) mit 41 Logs und dem Distrikt Württemberg (P) mit 37 Logs.
Die Entwicklung des Hamnets wurde auch im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben. So gab es beispielsweise die Umstellung auf die neuen Domains „hamnet.radio“ und „hamnet.cloud“. Die alten Hostnamen in ampr.org behalten weiterhin ihre Gültigkeit – Änderungen sind aber nicht mehr möglich. Erweiterungen des Hamnets sind besonders in Slowenien und in Italien um Veneto herum zu beobachten. Im Inland konnte der erste Link in Sachsen in Betrieb gehen. Es besteht die Hoffnung über einen Standort in Tschechien die Anbindung ans Kernnetz in 2026 zu ermöglichen.
Berlin und Umgebung ist in sich weiter gestärkt worden, aber leider noch nicht über HF-Links mit dem Kernnetz verbunden. Leider war im vergangenen Jahr festzustellen, dass sich die Verfügbarkeit der genutzten Hardware fürs Hamnet verschlechtert hat. Die IP-Koordination DL prüft derzeit, ob man das 10-GHz-Band durch Transvertersysteme zugänglich machen kann. Bestands- als auch aktuell erhältliche Hardware könnte ohne spezielle Firmware als Basis genutzt werden und Standorte mit hoher 5-GHz-Linkdichte HF-seitig entlastet bzw. entkoppelt werden. Für den Zugang zum Hamnet hat Steffen, DO5DSH, eine New Packet Radio (NPR) Hardware für 23 cm gebaut. Auf der HAM RADIO soll die weiterentwickelte Hardware auf LTE-Basis (Band 40) gezeigt werden. Auch sie könnte einmal für den Zugang zum Hamnet beim Funkamateur zu Hause dienen. Darüber berichten Jann Traschewski, DG8NGN, Egbert Zimmermann, DD9QP, und Thomas Osterried, DL9SAU, von der IP-Koordination DL. Weitere Informationen gibt es unter https://de.hamnet.network/aktuell.
Gastlizenz für Inhaber einer Novice-Lizenz in Norwegen
Norwegen gibt Gastlizenzen für Inhaber einer ausländischen Novice-Lizenz aus. Dies hat die norwegische Fernmeldeverwaltung Nkom am 7. Januar 2026 auf Anfrage bestätigt. Damit ist es auch für Inhaber eines DO- oder DA6-Rufzeichens möglich, bei einem Kurzzeitaufenthalt in Norwegen Funkbetrieb zu machen. Es gelten die gleichen Betriebsbedingungen wie für Voll-Lizenzen. Anträge sind zu richten an firmapost@nkom.no .
Die von DK5JI geführte „Tagesaktuelle DARC-CEPT-Länderliste“ wurde bereits entsprechend korrigiert (https://www.darc.de/der-club/referate/ausland/funken-im-ausland/cept-laenderliste/ ). Anlass für die Anfrage bei der Nkom war die Tatsache, dass Norwegen die CEPT-Novice-Lizenz nicht implementiert hat, da es dort derzeit nur eine einzige Lizenzklasse gibt. Somit ist es für Inhaber einer ausländischen Novice-Lizenz nicht gestattet, in Norwegen ohne Gastlizenz zu funken. (Tnx Info DK5JI)
Spanien verlängert Duldungsregelungen für Amateurfunkbetrieb
In Spanien wurden Duldungsregelungen für Funkamateure bis zum 31. Dezember des Jahres verlängert. Konkret geht es um die Nutzung des 160-m-Bandes im Bereich von 1850 bis 2000 kHz zur Teilnahme an Contesten und weiterhin um die Nutzung des 13-cm-Bandes im Bereich von 2400 bis 2410 MHz für Betrieb über QO-100. Maximal erlaubt sind hier 1500 W EIRP und Richtantennen mit mindestens 21,5 dBi. Der spanische Amateurfunkverband URE hatte zuvor die Verlängerung der Duldungsregelungen beantragt.
Zu Anfang des Jahres aktualisiert erschienen ist die Global Risk Map 2026. Die Karte symbolisiert anhand farblicher Darstellung den Grad an Sicherheit einzelner Länder. Die Karte wird jährlich aktualisiert und gibt für alle Länder eine grobe Sicherheitseinschätzung. Die Informationen können für Urlaubs- oder Dienstreisen, aber auch zur Planung von DXpeditionen wichtig sein. Für die Einstufung der Sicherheitsgrade fließen politische, soziale, aber auch kriegerische Ereignisse in die Bewertung mit ein.
Das Spezialschiff „Armada 8605“ der Firma Ocean Infinity hat eine erneute Suche nach dem verschollenen Flugzeug MH370 am 30. Dezember wieder aufgenommen. Im Februar/März 2025 fand schon einmal der Versuch einer weiteren Suche statt, allerdings musste sie wegen zunehmend schlechtem Wetter auf der Südhalbkugel alsbald abgebrochen werden. Das Suchgebiet entlang des 7. Bogens liegt gute 2500 km vor der Küste Australiens im südlichen indischen Ozean.
Über die Webseite https://www.mh370-caption.net/index.php/armada-tracking kann das Suchschiff und seine Position verfolgt werden. Dort eingezeichnet sind u.a. Hotspots. Sie basieren auf verschiedenen Theorien und Analysen. Einer geht auf den ehemaligen US-Luftfahrtingenieur Richard Godfrey zusammen mit Dr. Hannes Coetzee, ZS6BZP, und Professor Simon Maskell zurück. Anhand historischer WSPR-Signale von Funkamateuren haben sie eine mögliche Flugroute rekonstruiert, die abweichend vom geplanten Flugweg nicht nach China, sondern offenbar in den Indischen Ozean führte und dort in den Weiten des Meeres ihr tragisches Ende fand. Godfrey et al. haben ihre Fallstudien unter https://www.mh370search.com veröffentlicht. Kritiker führen an, dass WSPR nicht für Radar-Tracking geeignet sei. MH370 nutzte eine Maschine vom Typ Boeing 777-200ER und war in der Nacht vom 8. März 2014 von Kuala Lumpur (Malaysia) unterwegs nach Peking (China), wo sie jedoch nie ankam. An Bord waren 239 Insassen aus 14 Ländern. Bisherige Suchen verliefen erfolglos. Ocean Infinity hat mit Malaysia eine Vereinbarung getroffen, die besagt, dass sie nur dann für ihre Suche bezahlt werden, wenn sie etwas finden („no cure, no pay“; dt. „kein Erfolg, keine Bezahlung“).
Stromausfall Berlin – Einordnung aus Notfunk-Sicht
Viele fragen gerade, was Funkamateure beim Berliner Stromausfall konkret tun – und ob wir „jetzt nicht mal hinfahren“ oder bundesweit etwas koordinieren sollten. Die Einordnung des DARC-Notfunkreferats ist hier bewusst nüchtern: Aktuell gibt es dort nichts, was wir koordiniert unterstützen müssten oder sinnvoll ersetzen könnten. Der Ausfall ist lokal begrenzt, der Rest der Stadt unterstützt massiv, Informationsfluss und Hilfeleistung laufen, und die Lage wird durch die zuständigen Stellen mit großem Kräfteansatz vor Ort bearbeitet.
Wichtig ist: In Berlin gibt es Funkamateure als lokale Ansprechpartner, die den zuständigen Stellen vor Ort bekannt sind bzw. selbst eingebunden sind. Wenn sich die Lage so verändern sollte, dass zusätzliche Kommunikationsunterstützung sinnvoll oder notwendig wird, kann das situationsgerecht von dort aus angestoßen und mit uns abgestimmt werden. Genau das ist der richtige Weg: nicht aus dem Bauch heraus „irgendwas machen“, sondern dann helfen, wenn es gebraucht wird – abgestimmt, wirksam und verantwortungsvoll.
Gleichzeitig gilt klar: Wir können helfen, wenn wir benötigt werden, insbesondere dann, wenn Kommunikationswege beeinträchtigt sind oder eine konkrete Anforderung kommt, und wir können dabei auch autarke Kommunikationsinfrastruktur bereitstellen. Davon unabhängig können Funkamateure jederzeit ganz unmittelbar im eigenen Umfeld helfen – also dort, wo es im Alltag wirklich zählt: bei den Nachbarn, im direkten Nahbereich, im Sinne von „Bürger helfen Bürger“. Genau dafür gibt es das Konzept „Notfunk im Ortsverband“: Es befähigt Funkamateure, ohne besondere Koordination oder formale Anforderung unkompliziert Nachbarschaftshilfe zu leisten und bei Bedarf Informationen und Unterstützung in der Nachbarschaft zu übermitteln.
Wenn du dich fragst, was du ganz praktisch „tun kannst“, dann ist es genau das: im eigenen Umfeld ansprechbar sein, vorbereitet sein, ruhig bleiben – und die Nachbarschaftshilfe dort leisten, wo sie unmittelbar Wirkung hat. Infos zum Konzept „Notfunk im Ortsverband“ findest du hier: https://www.darc.de/index.php?id=58426
Auf Podestplatz in der 40. IARU HF World Championship 2025
Das DAØHQ-Team hat es in der 40. IARU WM nach einem spannenden Auswertungsfinale wieder aufs Podest geschafft! Es ist eine hauchdünne Entscheidung, da die Abstände jeweils bei nur 1 % liegen. Durch die geringere Fehlerrate konnten wir am kroatischen 9AØHQ-Team vorbeiziehen und den dritten Platz belegen. Auch die zunächst führenden Spanier haben den Platz mit Frankreich getauscht. Die DX-Bedingungen waren 2025 nicht so gut wie Jahr zuvor, was die QSO-Zahlen und Punkte belegen.
Die Südeuropäer hatten diesmal die Condx auf ihrer Seite und haben diesen Vorteil konsequent ausgenutzt. Das britische Team als der Vorjahres-Vizeweltmeister ist auf Platz 8 gelandet. Der Dank gilt allen Aktiven, Helfern und Anrufern, die dieses Ergebnis ermöglicht haben. Insgesamt ist es wieder eine tolle Teamleistung und Ansporn für 2026!
Wer noch für die DAØHQ-Sprintwertung eine Low-Power- oder QRP-Teilnahme auf unserer Webseite eintragen möchte, bitte umgehend erledigen. Zum 1. Februar werden die Ergebnisse in der Datenbank finalisiert und der QSL-Druck erfolgt. Darüber berichtet Stationsmanager Ben Bieske, DL5ANT.
Referat Conteste / DF4ZL
Termine
Aktuelle Conteste KW 2/26
Conteste in der Kalenderwoche 2/2026 - 05.01.26 bis 11.01.26►
DARC Wavelog erhält Bugfixes im Rahmen der Versionspflege
Das DARC Logbuch, welches unter log.darc.de für jedes Mitglied erreichbar ist, hat heute wichtige Bugfixes und Neuerungen erhalten.
Um ein paar zu nennen:
Es können jetzt Kontinent, DXCC, CQ-Zone, ITU-Zone, Entfernungen, Bundesstaat und Planquadrate (Locator) überprüft und in vielen Fällen korrigiert werden, falls sie fehlerhaft sind. Bitte mit Vorsicht benutzen. Auch die Maschine kann sich irren.
Es wurde eine Funktion hinzugefügt, mit der ein OP den Stationsstandort in den QSO-Tab ziehen kann
Der Analytics-Seite wurde eine monatliche Statistik hinzugefügt
Die Funktionen eQSL-Image-Download und Gallery-View wurden hinsichtlich Leistung und Benutzerfreundlichkeit überarbeitet. So werden bspw. nun die eQSL-Bilder in der Vorschau (Logbuch → eQSL Ansicht) bereits angezeigt.
Foto: Henryk Kotowski, SMØJHF
Bearbeitung: Andrea Küchmann
Titelthema
Bauprojekt zur dunklen Jahreszeit - Verlängerte Low-Band DXpeditions-Antenne
Für die Low-Bands gibt es jahreszeitlich passend eine Antenne zu basteln. Dr. Elmar Compans, DF4GV, beschreibt in seinem Atikel ab Seite 7 eine transportable DX-fähige Low-Band-Antenne für DXpeditionen, die trotz Packmaß 170 cm elektrisch einer 22 m Vertikal gleichwertig ist. Sie hat sich auf mehreren DXpeditionen bestens bewährt. Außerdem zeigt das Titelbild einen selber gebauten 6,4-m-Mikrowellenspiegel für EME (70 cm bis 6 cm) von Rafael, SP9VFD, in der Winterlandschaft.
Technik
Präzise Zeit im Shack - Exakte Anzeige von Ortszeit und/oder UTC
Ansätze für die genaue Zeit im Shack wurden schon viele in der Amateurfunkliteratur beschrieben. Bei dem Artikel auf Seite 25 verfolgt Daniel Beckemeier, DL8YDP, die Umsetzung einer Uhr mit einer alternativen Firmware. Die korrekte Zeit kommt von einem NTP-Server, die Anzeige ist in UTC.
Neues Akkupack für TELECOM-MINI 400A (AOR AR240A)
Für ein betagtes Handfunkgerät TELECOM-MINI 400A erstellte Franz Peter Zantis, DB6FP, ein neues Akkupack nebst passender Ladeelektronik. Seine Herangehensweise beschreibt er ab Seite 32.
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