Fieldday 14.08.-16.08.26
Was für ein schöner Fieldday 2026!
Die Wetterprognosen machten Hoffnung – und so kam es dann auch: Bei allerbestem Sommerwetter fand unser diesjähriger Fieldday vom 14. bis 16. August auf dem wunderschönen Platz am Aussichtsturm in Eggstedt statt - ein Platz, für den wir der Gemeinde Eggstedt gar nicht genug danken können!
Die ersten Teilnehmer trafen bereits am Donnerstag ein und bauten am Nachmittag das robuste Zelt und alles weitere Equipment auf, das Achim (DG5LAZ) aus seinem Lager im Kronprinzenkoog auf einem großen Anhänger „anlieferte“. Da wir das schon einige Male gemacht hatten, lief der Aufbau „wie am Schnürchen“ – alles, was benötigt wurde, war auch zur Hand.
Also gleich den Grill angeworfen und gemeinsam einen schönen Abend verbracht. Die Nacht wurde dann doch nicht so kühl wie angekündigt. Ein schöner Start in den Fieldday und erste QSOs am Abend mit den diversen mitgebrachten Stationen.
Am Freitag wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Hans (DO1AAT) hatte reichlich Brötchen mitgebracht! Danach haben wir begonnen, unsere dank großzügiger Mitgliederspenden angeschaffte Spiderbeam-Yagi aufzubauen. Der Aufbau ist nicht trivial und auch nicht „mal eben“ erledigt.
Zunächst wurde der 10m-HD-Schiebemast mit den notwendigen Abspannungen versehen und einmal probeweise ausgefahren. No Problemo, tolle Qualität. Dann haben wir die Halterung der Yagi zusammengesetzt, was geschickte Finger erfordert. Stück für Stück wurde die Tragestruktur aus Fiberglasrohren und Abspannseilen errichtet, was immer wieder ein Nachlesen in der dicken Bauanleitung erforderte. Nach einigen Stunden (in der Ruhe liegt die Kraft) lag dann das riesige Gebilde, 10 Meter im Durchmesser und mit einer gewissen Ähnlichkeit zu einer Wäschespinne, vor uns.
Wir haben uns dann entschlossen, zunächst einmal das 20m-Band zu bestücken, damit wir etwas zum Ausprobieren haben. Das Konfektionieren der drei Drahtelemente Reflektor, Strahler und Direktor braucht auch seine Zeit. Der Strahler wird mit einem sog. „Stub“ angepasst, der mit Hilfe von Schrumpfschlauchstücken in Form gehalten wird. Den Balun hatte Kai (DB5DN) bereits im Vorwege zusammengebaut, was sich als gute Idee entpuppte. Schließlich waren die 20m-Elemente montiert, und mit versammelten Kräften wurde das erstaunlich leichte Riesengebilde in die Luft befördert. Geschafft!
Kai hatte einen Yaesu FT-DX10 mitgebracht, der auf Anhieb zeigte, wie enorm leistungsfähig die Spiderbeam-Yagi ist. Der gute Ruf kommt nicht vor ungefähr! Wir haben dann erst mal ein paar QSOs gefahren und uns entschieden, angesichts der Gluthitze am nächsten Tag weiter zu basteln.
Also trat wieder der Grill in den Vordergrund, und es wurde ein weiterer richtig schöner Abend.
Der Samstag war dann, wie üblich, der „Haupttag“. Mit 31 eingetragenen Teilnehmern und Gästen können wir uns über mangelndes Interesse wirklich nicht beklagen! Leif (DO9LLL) von M04 Husum war schon ab Freitag dabei, Uwe (DJ7XI) und OVV Jens-Martin (DL4LBB) von M08 Meldorf haben vorbeischaut, und Jan (DO1JPL) hat am Freitag unseren Antennenaufbau auf seinem Youtube-Kanal übertragen. Unser ehemaliger OVV Jörg (DC0LL) ließ sich auch blicken. So manche Familienmitglieder haben es sich nicht nehmen lassen, Kuchen oder andere Leckereien vorbeizubringen. Es war den ganzen Tag viel los, und wir haben eine Menge Spaß gehabt.
Was unsere Antenne angeht, hatten wir uns entschlossen, als nächstes das 17m-Band hinzuzufügen. Also Antenne wieder heruntergeholt, die Drähte konfektioniert und montiert, und alles wieder nach oben. Hierbei zeigte sich, dass ein Dreibein eine echte Hilfe beim Ausfahren des Mastes wäre, da dieser unter Last natürlich bereits bei geringen Neigungen immer schwerer auszufahren ist. Bekommen wir noch. Auch das 17m-Band zeigte sich mit dieser Antenne von der besten Seite. Verbindung gelangen bis nach Missouri. Wir haben uns dann entschlossen, es erst mal gut sein zu lassen, wir haben ja keine Eile. Über den Winter kommt erst mal ein Dreibein samt Rotor dazu und dann komplettieren wir die Yagi auf dem nächsten Fieldday. Eine präzise Abstimmung macht ohnehin erst Sinn, wenn alle sich gegenseitig beeinflussenden Elemente installiert sind. Man kann aber bereits jetzt sagen: Der Kauf hat sich wirklich gelohnt, die Antenne ist sehr leistungsfähig und leicht von ein paar Leuten aufzubauen. Genau so etwas hat uns gefehlt.
Der Sonntag fing gut an. Es schien ein wenig die Sonne, Helmut (DF1RL) und Kai haben Brötchen geholt, und dann wurde mit den wenigen Verbliebenen erstmal in Ruhe gefrühstückt. Leider verdrängten Wolken dann die Sonne und schließlich passierte genau das, was wir gerne vermieden hätten – es begann zu regnen. Nicht schlimm, aber bekanntlich reicht ja ein wenig Niesel, um alles nass zu machen. Damit war klar, dass wir unsere Zelte nicht trocken verpacken können. Schöner Mist. Wir haben dann eine Nieselpause abgewartet und unser großes Zelt abgebaut. Die Planen wurden nur zusammengelegt und wir sind Achim zu großem Dank verpflichtet, dass er die schwere Hauptplane bei sich im Kronprinzenkoog wieder ausbreitet und in der Sonne trocknen lässt! Helmut und Kai haben die ganze Zeit den Grill geschrubbt, Helmut hat die Fron auf sich genommen, die letzten Details zuhause zu reinigen.
Gegen Mittag ist das Gros der Truppe dann abgezogen. Kai blieb zurück, um sein Zelt noch etwas abtrocknen zu lassen. Den Rest hat dann die Sonne im heimischen Garten am Nachmittag erledigt.
Wie lautet das Fazit der Fielddays 2026? Insgesamt haben 38 Mitglieder und Gäste unseren Fieldday besucht und jede Menge Spaß gehabt. So mancher hat etwas für die anderen mitgebracht, so dass ein gesonderter Einkauf für Gäste überflüssig war. Das ist sehr erfreulich und ein erfrischendes Zeichen von Zusammenhalt.
Die „Logistik“ hat wie am Schnürchen funktioniert, besonderer Dank gilt hier Achim, der neben seiner Aufgabe als Kassenwart unser Equipment bei sich zuhause einlagert und es an- und abgefahren hat.
Dies war der erste Fieldday, in der tatsächlich kein einziges Stromaggregat zum Einsatz kam! Wir haben unseren gesamten Energiebedarf mit diversen portablen Solaranlagen gedeckt. Für das kommende Jahr werden wir über einen neuen Kühlschrank nachdenken müssen. Der aktuell genutzte ist eine Spende von Hans und wurde seinerzeit von der Bundeswehr ausgesondert. Der Energieverbrauch beträgt nach Messungen von Leif 1800W in 24h. Das überfordert normale portable Solarsysteme. Kai wird sich darum kümmern.
Die neue Antenne ist der Hammer, anders kann man das gar nicht ausdrücken. Über die Winterzeit werden wir ein Dreibein samt Rotor anfertigen. Ja, man kann die Antenne von Hand drehen, aber ohne Rotor verdreht der Wind sie immer wieder. Wolfgang (DK7UY) von M04 hatte bereits einige nützliche Tipps zur Vereinfachung des Auf- und Abbaus gegeben. Die werden wir beherzigen, der derzeitige Verhau von Spannleinen lässt sich ganz sicher vereinfachen.
Abschließen gilt allen, die etwas zum guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, unser aller Dank. Sehr gefreut haben wir uns über die vielen Gäste, die zu interessanten Gesprächen rund um unser schönes Hobby beigetragen haben.
Im Übrigen gilt: NACH DEM FIELDDAY IST VOR DEM FIELDDAY!






