2025 - Funkworkshop Jugendherberge Bayreuth

Antennenaufbau von Friedrich DL4NAX
Funkkontakt mit einer POTA Station in München-Olympiapark
Morsekurs
 

Im Juli 2025 fand an einem Wochenende in der Jugendherberge Bayreuth ein 2 h Workshop für Jugendliche im Alter von 10-13 Jahren statt.
Friedrich DL4NAX baute dazu eine EndFed im Garten auf.
Anschließend ging es gleich zur Sache. Im 40 m Band konnten die Kinder gleich diverse QSOs mit deutschsprachigen Stationen führen. Anfangs noch etwas schüchtern, aber nachdem die ersten Kanditaten erfolgreich Kontakte geführt hatten, war das Eis auch bei den Rest gebrochen und griffen beherzt zum Mikrofon.
Am Ende gab es noch einen Schnellkurs in die ersten Morsezeichen.

Datum: 14.4.2026 Winni DA1WS

2025 - 26. Europatag der Schulstationen am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth

Am Montag, 05. Mai 2025 fand in der Grünanlage, vor dem Hauptportal des MWG, der 26. Europatag der Schulstationen statt.
Der Veranstalter ist A A T i S e. V. "Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V."

 

Nach einjähriger Pause planten wir 2025 wieder eine Aktion zum Europatag der Schulstationen mit dem Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth und unserem OV B06. Bereits im November 2024 nahmen wir dazu Kontakt mit Herrn Kammerer (Mathe- und Physiklehrer) am MWG auf, mit dem wir 2023 den 24. Europatag erfolgreich organisiert hatten.

Leider teilte uns Herr Kammerer mit, dass er zum Aktionstag Elternzeit geplant hatte. Das Projekt drohte hier zu scheitern, da kein Nachfolger am MWG gefunden werden konnte. Nach einigen Abstimmungrunden mit der Schulleitung konnte nach einigen Wochen Herr Beetz als Nachfolger gewonnen werden, und alles Weitere wurde mit unserem OV über ihn abgestimmt. Parallel übernahm Winni mit Werner DKH4KAV, dem Organisator vom AATiS e.V., das interne Prozedere (Aufnahme in die Schulstationsliste, Logsoftware, Ansprechpartner und Freigaben der Schule etc.).

Bereits am Vorabend des 4. Mai 2025 traf sich das Aufbauteam gegen 18:30 Uhr vor dem Hauptportal des MWG: Christian DN9CS, Christian DB9CR, Friedrich DL4NAX und Winni DO1WS starteten mit dem Aufbau der Antennenanlage. Mit Hilfe eines Wurfsäckchens und der genialen Wurftechnik von Friedrich wurde eine ZS6BKW zügig in den Parkbäumen vor der Schule in luftigen 10-15 m platziert. Erste Abstimmungen zeigten jedoch massive Probleme mit unserem Tuner, über den keine SWR-Abstimmung möglich war. Dank mitgeführter Backup-Hardware von Christian DB9CR konnte der Tuner schnell ersetzt werden, und erste Test-QSOs mit Thomas DG9NAJ ergaben auf dem 40 m Band schließlich einen Rapport von 59 +20. Bereits bei der gesamten Aufbauaktion zeigten einige vorbeilaufende Schüler aus dem Internat Interesse an unserem Tun und führten, als wir schließlich QRV waren, mit Thomas ihre ersten Gehversuche auf 40 m. Nach 2 Stunden war die Anlage betriebsbereit und wir sahen uns gut gerüstet für den Folgetag.
 

Montag, der 5. Mai, war der große Tag. Die „Task Force“ (Friedrich DL4NAX, Christian DB9CR und Winni DO1WS) war pünktlich um 7:30 Uhr am MWG einsatzbereit. Von den Funkgeräten hatten wir für HF einen ICOM IC-7300 und für FM/Digital ein Anytone 878 UV II Plus verfügbar. Zusätzlich hatten wir als Backup-Antenne noch eine Vertikal für 20 m und eine MC 750 (10-40 m).

Der Ablauf war von Herrn Beetz so organisiert, dass uns ausgewählte Klassenstufen 5.-11. in der Zeit von 7:50-13 Uhr an unserer Station besuchten. Für eine Gruppe hatten wir im Schnitt 20 Minuten Zeit. Zweck dieser Kurzrunden sollte es sein, das Interesse der Schüler an unserer Station zu wecken und sie in den Pausen und „Nachschulzeit“ zu einer aktiven Teilnahme am Funkverkehr zu begeistern.

Nach einigen theoretischen Einführungen (z.B. Wellenausbreitung bei Kurzwelle, Ionosphäre, Rufzeichenvergabe etc.) wurde kurz die Antenne erklärt. Aus den Erklärungen ergaben sich diverse Fragen, z.B. zur Ausbildung zum Amateurfunker, zur Aufgabe des Amateurfunks im Falle von Krisensituationen (Notfunk) etc. 

Nach der kurzen Theorieeinführung wurden dann auf den Bändern aktive Stationen gesucht. Gestartet wurde mit CW-Stationen. Die Schüler waren überrascht, wie Friedrich auch schnelle CW-Runden mitschreiben konnte. Dies nahm Christian auf und gab den Schülern mit einer Paddle-Station einen Crashkurs in Sachen Morse-Codes. Am Ende konnten die Gruppen dann 3-5 Buchstaben unterscheiden.
 

Bei SSB-Stationen hatten die Schüler die Aufgabe, anhand der Sprache (falls sie in Landessprache geführt wurden) oder des Dialekts der Englisch sprechenden QSO-Partner zu erkennen, aus welchem Land die Station war. Leider war aufgrund der Tageszeit wenig Betrieb, insbesondere im SSB. Wir versuchten daher, über unser FM-Handfunkgerät Kontakte über die OV-Frequenzen von B06 und den Repeater DB0BT zu bekommen. Lediglich ein einziges QSO kam darüber zustande.
 

In unserer Not aktivierten wir daher unseren „Joker“ Thomas DG9NAJ. Dieser führte mit einigen Schülern auf dem 20 m Band einige QSOs. Anhand vorgefertigter Merkblätter wurden hier die Schüler im Schnelldurchgang (von CQ bis 73) in den Aufbau eines QSOs und der Q-Gruppen eingeführt. Aber selbst diese QSOs auf Kurzdistanz zeigten eine sehr schlechte Qualität vom Rapport und viel QRM/QRN. Der aktuelle „Funkwetterbericht“ bestätigte unsere Erfahrung. 
 

Am Ende des Aktionstags hörten wir dann schließlich doch noch schwach eine Schulstation auf 7.170 MHz. Vom RST aber so schwach, dass kein vernünftiger Austausch und damit außerhalb jeder Wertung zustande kam. Schade. Da auch das Interesse der Schüler nach Schulschluss nachließ, machten wir gegen 15 Uhr QRT und bauten unsere Station ab.
 

Trotz der schlechten Ausbreitungsbedingungen, des mageren Funk-Verkehrs und der wenigen QSOs war es aus unserer Sicht ein erfolgreicher Tag. Einer großen Anzahl an Schülern wurde das Thema Amateurfunk anschaulich vor Augen gebracht, und besonders für die, die einmal die PTT-Taste gedrückt hatten, war es ein Einblick in eine neue Welt.
 

Wir bedanken uns bei allen, die vor und hinter dem TRX zum Erfolg dieses Tages beigetragen haben. Insbesondere bei: Christian DB9CR, Friedrich DL4NAX, Winni DO1WS, Christian DN9CS und unserer „Jokerstation“ Thomas DG9NAJ.

 

Datum: 05.05.2025 Winni - DO1WS

2025 - Not- und Katastrophenfunkübung Bayreuth

Blick auf den 40 m hohen Funkmast am Sophienberg der Not-und Katastrophenfunkstelle Bayreuth und Oberfranken (Rufzeichen DR4W)

Bayreuth - Hoch über den Dächern der Stadt, auf dem 594 m hohen Sophienberg, befindet sich die zentrale Not- und Katastrophenfunkstelle für Bayreuth und Oberfranken. Am vergangenen Samstag (17.05.) führten Thomas Huttinger und Martin Riederer eine groß angelegte Not- und Katastophenfunkübung durch, die einen kompletten Stromausfall in Oberfranken simulierte.

Bereits am frühen Vormittag wurde das Notstromaggregat angeworfen, und alle technischen Geräte wurden vom öffentlichen Stromnetz getrennt. Die Funkgeräte und Computer der Notfunkstelle wurden nun ausschließlich während der ganzen Übung durch diese Notstromversorgung und eine permanent geladene Power Station betrieben. Die Übung fand unter dem 40 Meter hohen Funkmast statt, in einem engen Container, der bis auf den letzten Platz mit technischem Funk-Equipment gefüllt war. Dort sitzt Martin Riederer, einer der Koordinatoren:
„Diese Übung steht angesichts des aktuellen Blackouts auf der Iberischen Halbinsel der letzten Wochen unter dem Szenario eines kompletten Stromausfalles in ganz Oberfranken. Wir führen diese Übung einmal jährlich durch, um die Einsatzbereitschaft von Technik und Mensch zu testen und zu verbessern. Hauptaugenmerk lag in diesem Jahr auf dem Test neu installierter Hardware und die Anbindung zu anderen Leitstellen zusammen mit Funkamateuren in ganz Franken. Alle Funkamateure sind nach § 2 Nr. 2 des Amateurfunkgesetzes verpflichtet, in Not- und Katastrophenfällen zu unterstützen. Viele von ihnen nehmen regelmäßig an internationalen Wettbewerben teil, bei denen es auch darum geht, unabhängig vom Stromnetz mit portablen Antennen innerhalb von wenigen Stunden so viele internationale Funkverbindungen wie möglich herzustellen."

Die Übung folgte nach einem detaillierten Plan entsprechend der realen Situation bei aufwachsenden Schadenslagen.  Ab 13 Uhr konzentrierte man sich auf Bayreuth und dessen Landkreis, ab 14 Uhr wurde es überregional und damit alle oberfränkischen Landkreise und kreisfreien Städte einbezogen. Weltweit wurde dann ab 16 Uhr über Kurzwelle und einen geostationärer Amateurfunksatelliten über dem Indischen Ozean geübt.

Dank des guten Wetters konnten einige Tische außerhalb des Containers aufgestellt werden, die voll von Laptops und Funkgeräten waren. Hier überwachte Thomas Huttinger den Chat- und Mailverkehr per Laptop auf UKW, der neben der reinen Sprachübertragung eine immer wichtigere Rolle übernimmt.

Zeitgleich fuhren Christian Riede, Harald Pfeffer und Winfried Schneider vom lokalen Amateurfunk Club Bayreuth zu verschiedenen kritischen Infrastukturpunkten in Bayreuth, vornehmlich Feuerwachen und Krankenhäuser. Einige Feuerwachen dienen als sogenannte Leuchttürme im Notfall auch als Sammel- und Kommunikationspunkte für alle Bürger. Mit Hilfe von tragbaren Stationen wurde Kontakt über den Sophienberg hergestellt und die jeweilige Übertragungsgeschwindigkeit gemessen.  Von den technischen Anforderungen haben die Hochgeschwindkeitsgeräte, wie man sie für die schnelle Übermittlung von größeren Datenmengen benötigt, das Problem, dass zwischen der portablen Station und dem Funkturm am Sophienberg keinerlei Hindernisse wie Gebäude oder Bäume stehen dürfen, die diese Verbindung stören könnten. „Da gibt es schon noch einige Standorte und damit auch Behörden in Bayreuth, die dadurch bisher vom Not- und Katastrophenfunk ausgeschlossen sind“, erklärte Christian Riede. „Wir reden hier von insgesamt 11 systemrelevanten Stellen in Bayreuth. Zentrale Rolle spielt hier für uns das Rathaus Bayreuth, über das eine Anbindung und Schließung der Funklücken erfolgen könnte. Alle abgeschnittenen Stellen hätten hier direkten Zugang über das Rathaus.  Die Pläne eines neuen Funkrelais am Dach des Rathauses liegen der Rathausverwaltung bereits vor. Nach einem positiven Entscheid werden wir die Anbindung der verbleibenden Stellen zügig auf den Weg bringen.“

So zieht Martin Riederer am Ende der Übung als Resümee: "Die Übung war ein wichtiger Test für die Einsatzbereitschaft des Notfunks Bayreuth und zeigte einmal mehr die Bedeutung des Amateurfunks in Krisensituationen. Die Not-und Katastropheninfrastuktur rund um Bayreuth funktioniert, wenn auch es noch Verbesserungspotential gibt.  Es wurden von uns alle "geplanten" Kanäle bedient. In Summe wurden ca. 50 Verbindungen über Sprechfunk auf UKW terrestrisch, Kurzwelle terrestrisch und auch über Satellit getätigt. Hinzukommen etwa 50 Mails und Chats, ebenfalls über UKW und Kurzwelle.“

1. Bild: Blick auf den 40 m hohen Funkmast am Sophienberg der Not-und Katastrophenfunkstelle Bayreuth und Oberfranken (Rufzeichen DR4W).
2. Bild:  Koordinationsleiter Martin Riederer im Gespräch mit einem Funkamateur am Landratsamt Forchheim.
3. Bild: Thomas Huttinger nimmt per Sprechfunk Kontakt zu anderen Funkamateuren in ganz Oberfranken auf und sammelt per Laptop Chats und Mails.
4. Bild: Am Gelände der Feuerwehr Laineck testet Winfried Schneider mit einer portablen Amateurfunkstation die Hochgeschwindigkeitsverbindung zum Sophienberg

Datum: 24.05.2025 Winni - DO1WS

2023 - 30. Jahre Notfunk & ISS Schulkontakt GCE

2022 - Schulkontakt des Gymnasium Christian-Ernestinum mit der Neumayer III Station

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