FT8 hat sich in den letzten Jahren als Quasi-Standard für allgemeine DX-Verbindungen etabliert, während FT4 hauptsächlich auf spezifischen Frequenzen für Conteste genutzt wird, da es rund doppelt so schnell ist wie FT8. Doch mit FT2 könnten die Karten neu gemischt werden: Martino, IU8LMC, hat mit Hilfe der KI der Firma Antrophic WSJT-X so verändert, dass sich gegenüber FT4 eine weitere Verdoppelung der Geschwindigkeit ergibt. FT2 sendet in deutlich verkürzten Zyklen, gerade mal 3,8 Sekunden werden benötigt. Ein QSO wäre damit in 11 Sekunden abgeschlossen, d. h. FT2 ist 4x schneller als FT8.
Bei 3,8 Sekunden mit einer Bandbreite von 150 Hz (grüne Kurve) beträgt die Empfindlichkeit -12,5 dB (SNR). Der Verlust im Vergleich zu FT8 (-21 dB) beträgt etwa 8 dB, wird jedoch durch eine vierfache Geschwindigkeitssteigerung ausgeglichen. Für Szenarien mit starken Signalen wie DXpeditionen, Wettbewerbe und Pile-ups ist dieser Kompromiss jedoch von Vorteil.
Als Modulation wird 8-GFSK verwendet, die Bandbreite liegt bei 170 Hz, die Payload beträgt 77 bit. Bisher genutzte Frequenzen: 3582/7077 kHz.
Mehr Infos und erläuternde Grafiken unter https://hampass.com/upload/FT2_Technical_Document_EN.pdf sowie https://www.dxzone.com/ft2-new-ultra-fast-digital-mode-tested-on-hf/ inkl. experimentelle Betriebsfrequenzen.
Auch ist es geplant, dass sich die April-Ausgabe der CQDL dem Thema in der Rubrik "Kurzwelliges" ausführlicher widmet. Grafik: IU8LMC

